Regio-S-Bahn Financing and Regional Service Maintenance
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns an interpellation regarding the financing of the Regio-S-Bahn in northwestern Switzerland. The interpellation highlighted concerns that regional train services might be sacrificed due to uncoordinated planning by the national railway company and network overload from freight and long-distance passenger traffic. The question was whether conditions could be met to maintain the regional train service and, if capacity expansion was needed, whether the federal government and the railway company would co-finance these improvements, similar to past projects. The government responded that the current regional train service would be maintained, but any expansion would need to be justified by traffic volume and that cantons must formally order and contribute to such expansions, with financing principles similar to previous projects, though with potential adjustments based on experience.
Legislator-Regeste
KI-generiertRegio-S-Bahn Financing and Regional Service Maintenance: The interpellation highlighted concerns that regional train services might be sacrificed due to uncoordinated planning by the national railway company and network overload from freight and long-distance passenger traffic. The question was whether conditions could be met to maintain the regional train service and, if capacity expansion was needed, whether the federal government and the railway company would co-finance these improvements, similar to past projects. The government responded that the current regional train service would be maintained, but any expansion would need to be justified by traffic volume and that cantons must formally order and contribute to such expansions, with financing principles similar to previous projects, though with potential adjustments based on experience.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
17. Juni 1991 503 Interpellation Rhinow
#ST# Ad 90.063 #ST# 91.3022
PTT. Voranschlag 1991. Nachtrag l Interpellation Rhinow
PTT. Budget 1991. Supplément l Finanzierung der Regio-S-Bahn
in der Nordwestschweiz
Botschaft und Beschlussentwurf vom 24. April 1991
Message et projet d'arrêté du 24 avril 1991 Financement du réseau express
Bezug bei der Generaldirektion PTT, régional desservant Baie et environs
Viktoriastrasse 21,3030 Bern
S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT,
Viktoriastrasse 21,3030 Berne
Beschluss des Nationalrates vom 4. Juni 1991
Décision du Conseil national du 4 juin 1991 Wortlaut der Interpellation vom 23. Januar 1991
Im April 1986 legte eine Arbeitsgruppe der drei Staatsbahnen
DB/SNCF/SBB ein Planungskonzept für eine Regio-S-Bahn in
der Nordwestschweiz, im Elsass und in Südbaden vor, die von
grenzüberschreitenden Regionalzügen ausgeht. Dieses Pla-
Piller, Berichterstatter: Der Nachtrag l zum Finanzvorschlag nungskonzept ist der erste Schritt eines SBB-internen Auftra-
der PTT-Betriebe umfasst Zahlungskredite von 203,7 Millio- ges, der als weitere Arbeitsschritte eine konkrete Offerte, einen
nen Franken. Für Gebäude werden Zusatzkredite und neue Vorschlag für den Tarifverbund und die Entwicklung von kurz-
Verpflichtungskredite von 46,3 Millionen beantragt. Die Nach- fristigen Massnahmen umfasst.
tragskredite von insgesamt 203,7 Millionen verteilen sich zu Die Massnahmen, den Regionalzugsverkehr im schweizeri-
188 Millionen auf die Erfolgsrechnung und zu 15,7 Millionen schen Teil (Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Teile der
auf die Investitionen. In der Erfolgsrechnung wirken sich vorab Kantone Aargau, Bern, Jura und Solothurn) schrittweise zu
der höhere Teuerungsausgleich, die Erweiterung des Sonder- verbessern, werden jedoch schon bei ersten Realisierungsan-
zuschlags zum Ortszuschlag sowie der Einbau des höheren sätzen in Frage gestellt. Die SBB sind offenbar nicht in der
Teuerungsausgleichs auf die Renten aus. Wir haben die glei- Lage, weitere Leistungen zu erbringen, auch wenn diese von
chen Gründe bereits bei der Rechnung 1990 diskutiert. Weiter der öffentlichen Hand finanziert werden. Mit der unkoordiniert
erfordern die modernen Vermittlungseinrichtungen vermehrte verlaufenen Ausschöpfung der Strecken-Kapazitäten und den
bauliche Anpassungen an Gebäuden. Bei den Investitionen stets zunehmenden Forderungen nach Mehrleistungen beim
entfällt der grosse Teil auf den Netzausbau bei Natel C sowie Güter- und beim Personenfernverkehr ist der Regionalzugs-
auf zusätzliche Mittel für Beteiligungen an internationalen verkehr vernachlässigt worden.
Fernmeldeeinrichtungen. Der Bundesrat wird deshalb angefragt, ob und wie die Voraus-
Ihre Kommission empfiehlt Ihnen einstimmig Zustimmung. Mit setzungen dafür geschaffen werden, dass
diesem Nachtrag wird es den PTT-Betrieben allerdings - das von den SBB aufgrund einer kantonalen Bestellung ge-
schwerfallen, den für 1991 budgetierten Gewinn von 55 Millio- währte Angebot für den Regionalzugsverkehr mindestens mit-
nen zu erwirtschaften. Wir werden das im nächsten Jahr zur telfristig beibehalten werden kann;
Kenntnis nehmen müssen. - bei fehlenden Kapazitäten die erforderlichen Gleisausbau-
ten für den Regionalzugsverkehr seitens des Bundes und der
Eintreten ist obligatorisch SBB mindestens zu gleichen Teilen mitfinanziert werden, wie
L'entrée en matière est acquise de plein droit dies bei den baulichen Massnahmen für die Zürcher S-Bahn
der Fall war.
Detailberatung - Discussion par articles
Texte de l'interpellation du 23 janvier 1991
Titel und Ingress, Art. 1-3 En avril 1986, un groupe de travail formé par les trois compa-
Antrag der Kommission gnies ferroviaires nationales DB, SNCF et CFF a déposé un
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates plan cadre pour un réseau express régional qui desservirait la
Suisse du Nord-Ouest, l'Alsace et le Sud du Bade-Wurtem-
Titre et préambule, art. 1-3 berg au moyen de trains régionaux transfrontaliers. Ce plan
Proposition de la commission correspond à la première phase de l'exécution d'un mandat
Adhérer à la décision du Conseil national interne des CFF, dont les étapes suivantes seront une offre dé-
taillée, un projet de communauté tarifaire, et une série de me-
Angenommen -Adopté sures à court terme.
Or le projet d'améliorer par étapes le trafic ferroviaire régional
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble dans sa partie suisse (cantons de Baie-Ville et Baie-Campa-
Für Annahme des Entwurfes 29 Stimmen gne et une partie des cantons d'Argovie, de Berne, du Jura et
(Einstimmigkeit) de Soleure) est mis en cause dès les premières amorces de sa
réalisation. Les CFF ne sont manifestement pas en état de
fournir des prestations supplémentaires, même financées par
An den Bundesrat-Au Conseil fédéral des fonds publics. Le trafic ferroviaire régional a été négligé en
raison des efforts non coordonnés tendant à une utilisation
maximale des capacités des tronçons et à cause de la de-
mande toujours plus forte de transports à grande distance des
voyageurs et des marchandises.
Le Conseil fédéral est donc prié d'indiquer si et comment les
conditions peuvent être réalisées pour que
- les CFF puissent fournir à moyen terme l'offre promise en ré-
ponse à un mandat cantonal en matière de trafic régional;
- les aménagements des lignes ferroviaires nécessaires au
trafic régional soient financés par la Confédération et les CFF
dans la même proportion que les travaux liés au RER zuri-
chois, afin d'assurer les capacités requises.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Flückiger, Hänsen-
berger, Hunziker, Miville, Roth, Simmen, Zimmerli (8)
Interpellation Rhinow 504 17 juin 1991
Rhinow: Verschiedene Regionen unseres Landes, darunter Oder wie soll denn die Umweltschutzthematik anders Beach-
vor allem auch die Nordwestschweiz, sind in grosser Sorge tung finden, dieohne Zweifel nicht nur bei der Verlagerung des
über die Entwicklungschancen und die Finanzierung des Re- Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene, sondern ge-
gionalzugsverkehrs. In der letzten Session hat Kollege Da- rade auch bei der angestrebten Verbesserung des Regional-
nioth - und heute verschiedene andere Kollegen - dem Unbe- zugsverkehrs das zentrale Anliegen bildet? Der Ausbau von
hagen, namentlich wegen der Umstellung auf den Busver- Eisenbahnanlagen im Mittelland zwecks Verlagerung dieses
kehr, Ausdruck verliehen. In der Nordwestschweiz geht es je- Güterverkehrs auf die Schiene hat nicht auf Kosten der Regio-
doch vor allem um die realistische Befürchtung, der Regional- S-Bahn zu erfolgen; beide Vorhaben müssen im Sinne des ge-
zugsverkehr werde das Opfer einer unkoordinierten Planung meinsamen Anliegens in punkto Umwelt mit- und nebeneinan-
der SBB und einer Ueberlastung des SBB-Netzes infolge des der realisierbar gemacht werden.
Huckepack-Korridors, des Alpentransites und der Verknüp- Zur zweiten Frage: Jede Intensivierung des Regionalzugsver-
fung der internationalen Hochgeschwindigkeitszüge mit den kehrs über den Leistungsauftrag hinaus ist als Zusatzleistung
schweizerischen Schienennetzen. Ich habe deshalb mit mei- zu verstehen. Diese Kosten soll der Besteller, also der Kanton
ner Interpellation dem Bundesrat die beiden Fragen gestellt, oder die Region, tragen. Mit dieser Argumentation aber wollen
ob und wie die Voraussetzungen für folgende Punkte geschaf- die SBB die Finanzierung der gesamten Infrastruktur für einen
fen werden: den bestehenden Bedürfnissen angepassten, ausgebauten
1. Das von den SBB aufgrund einer kantonalen Bestellung ge- Regionalzugsverkehr auf den Kanton überwälzen.
währte Angebot sollte für den Regionalzugsverkehr minde- Dieses Vorgehen der SBB, wonach die Angebotsplanung
stens mittelfristig beibehalten werden. noch im Rahmen des der SBB auferlegten Finanzkorsetts
2. Bei fehlenden Kapazitäten sollten die erforderlichen Gleis- überprüft wird und das sich ausschliesslich an der scheinbar
ausbauten für den Regionalzugsverkehr seitens des Bundes klaren Unterscheidung zwischen Leistungen des Grundange-
und der SBB mindestens zu gleichen Teilen mitfinanziert wer- botes und Zusatzleistungen des Regionalverkehrs orientiert,
den, wie das bei den baulichen Massnahmen für die Zürcher vermag mich nicht zu befriedigen. Zu beurteilen ist nämlich die
S-Bahn der Fall war. , Frage der Kostenverteilung, wenn kantonale Verbesserungen
Zur ersten Frage: Die Entwicklung der Regio-S-Bahn der des Regionalzugsverkehrs einen Ausbau der Kapazitäten not-
Nordwestschweiz ist deshalb unsicher, weil aufgrund der un- wendig machen. Soll denn tatsächlich ein Kanton die Kosten
koordinierten Planung bei der Infrastrukturbemessung der für die zusätzlichen Infrastrukturen auch dann vollumfänglich
«Bahn 2000» zusätzliche, über das Grundangebot hinausge- tragen, wenn diese dannzumal, bei der Verwirklichung der
hende Kapazitäten für den regionalen Personenverkehr nicht «Bahn 2000», auch den sogenannt prioritären Bundesaufga-
berücksichtigt wurden. Das von den SBB lancierte Pilotprojekt ben wie Alpentransit, Ausbau des Güterzugverkehrs, Hucke-
für eine Regio-S-Bahn hat jedoch für die Nordwestschweiz ein pack-Korridor usw. und dem ansteigenden Kapazitätsbedarf
Regionalzugsangebot vorgesehen, das fast einer Verdreifa- zugute kommen werden? Das kann doch nicht sachgerecht
chung des Grundangebotes entsprechen würde. sein.
Die durch diese Divergenz notgedrungen vorgezeichneten Für die Region Nordwestschweiz - das möchte ich nochmals
Kapazitätsprobleme der vorgesehenen Linien führen zu ei- wiederholen - ist eine vergleichbare Finanzierung wie im Kan-
nem offenen Zielkonflikt zwischen dem vorgegebenen Be- ton Zürich anzustreben. Das erfordert der Grundsatz der
triebskonzept im Rahmen der «Bahn 2000» und dem ausgear- Gleichbehandlung der Kantone.
beiteten Pilotprojekt für die Regio-S-Bahn. Angesichts dieser
Tatsachen haben die SBB die Erstellung einer Kapazitätsana- Bundesrat Ogi: Das Hauptschienennetz in der Region Basel
lyse Nordwestschweiz in Auftrag gegeben, welche - wie kürz- wird im Rahmen von «Bahn 2000» und durch den zunehmen-
lich der Presse zu entnehmen war - mit aller Deutlichkeit auf den Transitverkehr in Zukunft zweifellos noch stärker belastet
die Dramatik der mit der Uebernahme neuer Aufgaben durch werden, als dies heute schon der Fall ist.
die SBB verbundenen Kapazitätsengpässe hinweist. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass auch dem auf diesen Li-
Auf der Basis dieser Studie bedürfen die Fragen der Notwen- nien verkehrenden Regionalzugsverkehr in Zukunft grosse
digkeit zusätzlicher Gleise und der Kompatibilität der Regio- Bedeutung beizumessen ist. Ich habe vorhin gesagt, dass bei-
S-Bahn mit der SNCF und der Deutschen Bundesbahn einer spielsweise die Strecke Thun-Bern-Basel respektive Thun-
klaren Beantwortung. Ebenso müssen in der neu zu erstellen- Bern-Zürich zu den guten, zu den interessanten Strecken ge-
den Offerte Lösungsmöglichkeiten und Realisierungszeit- hört. Die Befürchtung, wonach das heutige Regionalzugsan-
räume aufgezeigt und ein Entscheid über die Finanzierungs- gebot in Zukunft nicht mehr sichergestellt sei, ist, was die Re-
aufteilung gefällt werden. gion Basel betrifft, unbegründet, Herr Ständerat Rhinow. Ein
Die Beantwortung dieser offenen Fragen setzt voraus, dass Abbau des Regionalzugsverkehrs steht mittelfristig nicht zur
von selten des Bundes eindeutige Rechenschaft darüber Diskussion. Die verfügbaren Kapazitäten genügen, um den
abgelegt wird, welcher Stellenwert dem Regionalzugsverkehr Regionalverkehr im heutigen Umfang aufrechterhalten zu kön-
im Betriebskonzept der SBB im Zeithorizont vor und nach der nen.
Realisierung des Projekts «Bahn 2000» zukommen soll. Bil- Noch offen ist, wie die Ausbaubedürfnisse der betroffenen Re-
det die Verbesserung des Regionalzugsverkehrs weiterhin gionen im Rahmen der Regio-S-Bahn mit den Kapazitätsbe-
ein zentrales Anliegen des Projektes «Bahn 2000»? Dieses dürfnisssen der SBB vereinbar sind. Die SBB führen zurzeit
soll gemäss Leistungsauftrag «eine Bedienung der Fläche entsprechende Studien und Abklärungen durch. Es ist ferner
sicherstellen», und es rückt nicht nur Haupttransversalen, zu berücksichtigen, dass die Kantone bislang noch keine offi-
sondern vor allem «eine Verkürzung der Gesamtreisezeiten ziell verbindliche Bestellung formuliert haben. Dies wird auch
mit einer leistungsstarken und attraktiven Transportkette von damit begründet, dass auf deutscher Seite noch Unklarheit
Haus zu Haus mit öffentlichen Verkehrsmitteln» als äusserst über die gewünschte Netzkonfiguration herrscht und somit
wichtig in den Vordergrund. Oder gilt bei der Lösung der auch die Verknüpfung mit dem SBB-Netz noch offen ist.
unausweichlich drohenden Kapazitätsengpässe und den In- Eine Angebotsausweitung ist in der Regel nur in Gebieten mit
teressenkonflikten eine Prioritätenfolge, wie sie in Stellung- grossem Verkehrsaufkommen gerechtfertigt. Gilt diese Vor-
nahmen von Vertretern der SBB gegenüber dem Kanton Ba- aussetzung als erfüllt, wird den jeweiligen Forderungen der
sel-Landschaft in jüngerer Zeit deutlich zum Ausdruck Kantone nach Möglichkeit entsprochen.
kommt, etwa wenn gesagt wird: Bei Kapazitätsengpässen Zur zweiten Frage: Die Finanzierungsgrundsätze für Infra-
haben der Güter- und Fernverkehr und der IC-Schnellzugs- strukturvorhaben, die bei der Realisierung der S-Bahn Zürich
verkehr eindeutig Priorität? Die Gefahr einer solchen starren Anwendung fanden, werden auch bei zukünftigen vergleich-
Regelung der Priorität besteht darin, dass sie der mit der baren Projekten Gültigkeit haben. Es versteht sich aber, dass
«Bahn 2000» zu verwirklichenden koordinierten Verkehrspoli- aus den inzwischen gesammelten Erfahrungen erste Lehren
tik deshalb nicht gerecht zu werden vermag, weil Problemlö- gezogen wurden, was gewisse Anpassungen rechtfertigen
sungen auf diesem vernetzten Gebiet nur ganzheitlich gefun- wird. Hiezu ist insbesondere anzumerken, dass sich der Be-
den werden können. trieb der Regio-S-Bahn vorwiegend auf internationalen Tran-
17. Juni 1991 505 Postulat Flückiger
sitlinien abwickeln wird und daher nur bedingt mit den Zürcher bahnwagen für einen Einsatz im ganzen europäischen Hoch-
Verhältnissen vergleichbar ist. geschwindigkeitsnetz beteiligen?
Die Aufteilung der finanziellen Gesamtbelastung zwischen - Welche Konsequenzen entstehen in bezug auf die Siche-
dem Kanton Zürich und den SBB wird indessen auch für die rungsanlagen?
Region Basel, Herr Ständerat Rhinow, wegweisend bleiben - In welcher juristischen Form will sich die Schweiz diesem
und daher weder zu einer Besser- noch zu einer Schlechter- Leitplan anschliessen?
stellung führen.
Der Bundesrat weist abschliessend auf die Tatsache hin -jetzt Texte du postulat du 5 mars 1991
möchte ich Sie bitten, sich am Stuhl zu halten -, dass der Kan- Les ministres des transports de la CE ont approuvé, le 18 dé-
ton Zürich, unter Berücksichtigung des Interessenbeitrages cembre 1990, un plan pour un réseau ferroviaire européen à
der SBB, immerhin teilweise bis 80 Prozent der Kosten der grande vitesse. Ce plan ne prévoit pas uniquement la cons-
neuerstellten Infrastruktur «seiner» S-Bahn übernommen hat. truction d'infrastructures, mais aussi diverses uniformisations,
surtout dans le domaine des techniques de sécurité.
Rhinow: Die Botschaft hör' ich wohl, den Glauben muss ich Le Conseil fédéral est invité à réaliser une étude qui réponde
erst noch gewinnen: In der Studie, welche die SBB vorgelegt aux questions suivantes:
haben, wird gesagt, dass im Zeithorizont vor der Realisierung - Quel est le contenu du schéma directeur de la CE?
der «Bahn 2000» infolge Ueberlastung des Schienennetzes - Quelles sont les incidences pratiques du schéma directeur
erste Realisierungsschritte beim Projekt Regio-S-Bahn nur in en relation avec l'aménagement et l'achèvement des nouvel-
bescheidenem Ausmasse möglich seien und im Zeithorizont les constructions de tronçons pour Rail 2000 et la NLFA?
«Bahn 2000» zwar zusätzliche Kapazitäten geschaffen wür- - Sous quelle forme la Suisse participera-t-elle au développe-
den, dass mit der Uebernahme zusätzlicher Aufgaben durch ment et à la fabrication d'automotrices, de locomotives et de
die SBB neue Kapazitätsengpässe entstünden, die sich vor- voitures voyageurs en vue d'un engagement dans l'ensemble
aussichtlich negativ auf das Angebot der Regio-S-Bahn aus- du réseau européen à grande vitesse?
wirken würden. - Quelles seront les conséquences sur les installations de sé-
Die SBB nehmen offenbar noch weitere Studien an die Hand. curité?
Ich nehme gerne zur Kenntnis, dass der Bundesrat der Mei- - Sous quelle forme juridique la Suisse veut-elle s'associer à
nung ist, dass keine Engpässe auftreten dürften und dass er ce plan directeur?
deshalb auch alles in die Wege leiten wird, dass dem so sein
wird. Wenn ich darauf basieren darf, dann erkläre ich mich in Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguin, Cavadini, Cottier,
diesem Sinne befriedigt. Danioth, Ducret, Gautier, Iten, Lauber, Masoni, Meier Josi,
Herr Bundesrat Ogi, Sie haben uns bei der Vorlage über die Reymond, Rhinow, Roth, Ruesch, Schiesser (15)
Beschleunigung des Plangenehmigungsverfahrens eindring-
lich ans Herz gelegt, wir sollten ein politisches Signal setzen M. Flückiger: Durant plus de cent ans, les chemins de fer eu-
und diese Bahn aus der Garage, aus dem Sackbahnhof her- ropéens étaient standardisés de manière exemplaire, de la
ausnehmen. Suède à la Sicile et jusqu'en Turquie; l'écartement des rails,
Ich bitte Sie nun im Namen der Region Nordwestschweiz les embrayages et toutes les normes essentielles des voitures
ebenso dringend, auch ein politisches Zeichen für diese Re- étaient les mêmes. On pouvait ainsi voyager dans les mêmes
gio-S-Bahn zu setzen, und dafür zu sorgen, dass unsere Re- voitures sur des milliers de kilomètres. Tant que les locomoti-
gio-S-Bahn gar nie in eine Garage kommt bzw. in einen Sack- ves fonctionnaient à la vapeur, on pouvait aussi utiliser partout
bahnhof hineinfährt; denn es ist immer noch leichter, das zu les mêmes machines. Pour les longs trajets, des raisons tech-
verhindern als umgekehrt die dort abgestellte Bahn wieder niques et d'exploitation exigeaient le changement de locomo-
herauszuholen. tive, mais cela n'était pas ressenti comme un inconvénient, le
chemin de fer étant le mode de transport le plus rapide pour la
Präsident: Herr Rhinow hat sich in einem gewissen Sirine als masse des voyageurs, y compris sur de longues distances, si-
befriedigt erklärt. (Heiterkeit) tuation qui a changé dans les années 60 avec l'essor de
l'aviation civile. Ainsi, je me souviens d'un voyage qui me
conduisit, enfant, de Porrentruy à Paris, via Belfort, juste après
la guerre. On changeait de locomotive à Langres et à Troyes
pour foncer à toute vapeur vers Paris.
#ST# 91.3047 C'est précisément après la seconde guerre mondiale que l'ex-
ploitation électrique et l'aménagement des systèmes de sécu-
Postulat Flückiger rité furent introduits en Europe. A cette époque, quelques li-
Europäisches Hochgeschwindigkeits- gnes déjà aménagées ont porté préjudice aux décisions relati-
Eisenbahnnetz ves au système électrique et aux aménagements de la sécu-
rité. C'est la raison pour laquelle, en France par exemple, au
Pour l'intégration du réseau ferroviaire sein du réseau de la SNCF, on utilise différents systèmes de
suisse au réseau de la CE courant électrique. Pendant longtemps, ces différences ne
jouaient aucun rôle puisque les voitures circulaient sur un tra-
jet continu, ce qui est du reste encore fréquemment le cas au-
jourd'hui.
La perte de temps due au remplacement des locomotives se
Wortlaut des Postulates vom 5. März 1991 traduit par un désavantage toujours croissant dans la lutte
Die Verkehrsminister der EG haben am 18. Dezember 1990 ei- contre la concurrence avec la voiture automobile et l'avion. De
nen Plan für ein europäisches Hochgeschwindigkeits-Eisen- plus, tous les trains à grande vitesse qui traversent l'Europe ne
bahnnetz genehmigt. Dieser sieht nicht nur Infrastrukturaus- sont plus tirés par des locomotives mais sont composés d'une
bauten vor, sondern auch Vereinheitlichungen im Bereich der à trois automotrices. Pour atteindre de très grandes vitesses, il
Sicherungstechnik. s'agit d'activer en même temps plusieurs essieux. Le train di-
Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht vorzulegen, der rect classique, de 15 voitures tirées par une seule locomotive,
auf folgende Fragen Antwort gibt: n'atteindra jamais une telle puissance d'accélération ni les vi-
- Inhalt des Leitplanes der EG? tesses requises. Actuellement, les trains à grande vitesse ne
- Welche praktischen Auswirkungen hat der Leitplan in bezug peuvent circuler que partiellement sur les autres lignes d'Eu-
auf die Ausgestaltung und Terminierung der Neubaustrecken rope: certains disposent d'un aménagement électrique parti-
für «Bahn 2000» und Neat? culier, d'autres d'un système de sécurité incompatible. Le
- In welcher Form wird sich die Schweiz an der Entwicklung Pendolino italien est trop lent pour les tronçons du TGVfrançais
und Herstellung von Triebzügen, Lokomotiven und Eisen- et l'ICE allemand, lui, est trop large de 12 centimètres.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Rhinow Finanzierung der Regio-S-Bahn in der Nordwestschweiz
Interpellation Rhinow Financement du réseau express régional desservant Bâle et environs
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3022
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.06.1991 - 18:15
Date
Data
Seite 503-505
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Pagina
Ref. No 20 020 218
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