91.2012 · Disability Insurance and Pension Reform Proposals
Zusammenfassung
KI-generiertA petition requested the introduction of an integrity indemnity in disability insurance, a new pension model, adjustments to helplessness allowances, provision of disability aids regardless of earning potential, reorganization of disability insurance, exemption from military service for the disabled, and revision of the occupational pension law. The commission addressed each point, noting that while some proposals align with ongoing or planned legislative changes, others, like the integrity indemnity, are supported and are being pursued through a motion, while others, like pension models, will be reconsidered in future revisions.
Rechtsfragen & angewandte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertCited as the basis for adapting the Federal Act on Disability Insurance (IVG) to introduce an indemnity for impairment of integrity.
Cited as having already addressed the core issue by introducing significant financial care allowances.
Volltext des Entscheids · 91.2012
4. Oktober 1991 1957 Petitionen
#ST# Petitionen - Pétitions für die Entschädigung sind gesetzlich begrenzt. Dem Grund- anliegen wird jedoch gegenwärtig bereits weitgehend mit ei- ner Aenderung von Artikel 4IWauf den 1. Juli 1991 entgegen- gekommen, der erhebliche finanzielle Pflegeabgeltungen vor- sieht. Die Kommission vertritt die Auffassung, dass der Bun- desrat die Entschädigungsansätze regelmässig zu überprü- fen und gegebenenfalls dem Parlament Antrag zu stellen hat. 91.2012 4. In den letzten Jahren wurde in der IV mit dem Leistungsbe- reich Hilfsmittel kontinuierlich auch die soziale Eingliederung Petition der Schweizerischen Paraplegikervereinigung angestrebt. Aus der Erfahrung, dass die soziale und die beruf- Verbesserung der Stellung der Behinderten liche Eingliederung ein Ganzes bilden und deshalb von der Pétition de l'Association suisse des paraplégiques Versicherung auch als Ganzes berücksichtigt werden müs- Amélioration de la situation des handicapés sen, sind von der Verwaltung bereits weitere Lockerungen vor- gesehen. 5. Schleppende Geschäftserledigung gab schon immer An- lass zu Kritik und Diskussion. Die Materie, insbesondere die Frau Jeanprêtre unterbreitet im Namen der Kommission den Bestimmung der Invalidität, aber auch die ständig zuneh- folgenden schriftlichen Bericht: mende Geschäftslast der Durchführungsorgane sind die Ur- sachen. Die Leistungen können erst nach Durchführung be- Mit Eingabe vom 11. November 1990 reichte die Schweizeri- sonderer Abklärungen, insbesondere medizinischer Art, er- sche Paraplegikervereinigung eine Petition ein. Die Petenten bracht werden. Mit geeigneten administrativen Massnahmen fordern das Parlament auf, nachstehende sieben Massnah- sind Beschleunigungen des Verfahrens denkbar. Die in der men in die Tat umzusetzen: Märzsession verabschiedete 3. IV-Revision hat in erster Linie 1. Einführung einer Integritätsentschädigung in der Invaliden- solche Massnahmen zum Gegenstand. versicherung (IV); 6. Die Behandlung dieses Anliegens bildet Gegenstand einer 2. Einführung eines neuen Rentenmodells der IV; Revision des Bundesgesetzes über den Militärpflichtersatz (SR 3. Anpassung der Ansätze der Hilflosenentschädigungen der 661 ) noch vor der Inangriffnahme des Programms «Armee 95». IV an jene der Unfallversicherung; Die Botschaft des Bundesrats liegt im Entwurf vor. Ihre Verab- 4. Abgabe invaliditätsbedingter Hilfsmittel an alle Behinder- schiedung ist noch für das Jahr 1991 in Aussicht gestellt. ten, ungeachtet ihrer Erwerbsmöglichkeiten, 7. Invaliditätsfragen bilden einen speziellen Punkt der ersten 5. Reorganisation der IV; BVG-Revision. Auch die Frage, ob der Koordinationsabzug 6. Generelle Befreiung vom Militärpflichtersatzfür Behinderte, bei Behinderten (ganz oder teilweise) aufgehoben werden die entweder rentenbegründend invalid oder in ihrer Integrität soll, wird geprüft. Da das BVG obligatorisch ist, sind Vorbe- schwer beeinträchtigt sind; halte ausgeschlossen. Bei der überobligatorischen Altersvor- 7. Revision des Bundesgesetzes über die berufliche Vorsorge sorge ist hingegen derzeit nicht vorgesehen, die Möglichkeit (BVG). allfälliger Vorbehalte aufzuheben. Die Petenten begründen ihre Eingabe damit, «dass die heu- Der Bundesrat wird nächstes Jahr zu parlamentarischen Vor- tige Zeit des Umbruchs reif ist, auch für die Behinderten ein stössen zum Dreisäulenkonzept der Alters-, Hinterlassenen- Mehreres zu tun. Mit Blick auf Europa sind strukturelle Verbes- und Invalidenvorsorge Stellung nehmen. Die meisten Anlie- serungen zugunsten der Behinderten angesagt». gen der Petenten werden deshalb Gegenstand des bundes- Die Petitions- und Gewährleistungskommission befasste sich rätlichen Berichts bilden und vom Parlament einlässlich be- an ihrer Sitzung vom 28. August 1991 mit dieser Eingabe so- handelt werden. wie einer Stellungnahme des Eidgenössischen Departements des Innern. Sie hält dazu folgendes fest: Mme Jeanprêtre présente au nom de la commission le rap- 1. Die Unfallversicherung kennt im Gegensatz zur Invaliden- port écrit suivant: versicherung eine Integritätsentschädigung. Diese Kapitalent- schädigung ermöglicht die rasche Anschaffung von Hilfsmit- Le 11 novembre 1990, l'Association suisse des paraplégiques teln und die Bezahlung erster invaliditätsbedingter Mehrko- a adressé une pétition au Parlement. Les auteurs demandent à sten. Dieser wichtige Beitrag hilft vermeiden, dass sich Invali- celui-ci de réaliser les sept mesures suivantes: dität mit Armut paart. Es ist nicht einsichtig, weshalb krank- 1. introduction d'une indemnité pour atteinte à l'intégrité dans heitsbedingte Invalide oder Behinderte mit Geburtsgebrechen l'assurance-invalidité (Al); gegenüber Unfallopfern benachteiligt werden sollten. Alle Be- 2. instauration d'un nouveau modèle de rentes de l'Ai; hinderten sollten, ungeachtet des Grundes ihrer Invalidität, in 3. adaptation du montant des allocations pour impotents de den Genuss der Entschädigungen kommen. Sie ist-wohlver- l'Ai à celui des prestations de l'assurance-accidents; standen - nur dann auszurichten, wenn eine schwere Eieein- 4. octroi à tous les handicapés des moyens auxiliaires condi- trächtigung der körperlichen oder geistig-psychischen Integri- tionnés par leur invalidité, indépendamment de leurs possibili- tät vorliegt. Das Invalidenversicherungsgesetz (IVG) ist des- tés de gagner leur vie; halb nach Auffassung der Kommission entsprechend in An- 5. réorganisation de l'Ai; lehnung an die einschlägigen Bestimmungen im Unfallversi- 6. exemption générale de la taxe militaire pour les handicapés cherungsgesetz (Art. 24/25 UVG) anzupassen. à qui leur degré d'invalidité permet de bénéficier d'une rente 2. Die Ausgestaltung der Alters-, Hinterlassenen- und Invali- ou qui sont considérablement touchés dans leur intégrité; denvorsorge nach dem Dreisäulenkonzept ist in der Bundes- 7. révision de la loi fédérale sur la prévoyance professionnelle verfassung verankert. Davon sollte nicht abgewichen werden. (LPP). Für Frühinvalide sind Lösungen im Rahmen der zweiten Säule Les auteurs de la pétition motivent leur demande par le fait que zu suchen. vu les changements qui marquent notre époque, le moment Die Invalidenversicherung hat dank ihrer Eingliederungs- est venu de s'engager davantage en faveur des handicapés. massnahmen den Arbeitswillen und -einsatz seit jeher hono- Ils estiment que, par rapport aux autres pays européens, la riert. Dies war eines der Grundanliegen bei der Einführung der Suisse devrait procéder à des améliorations structurelles en IV im Jahre 1960 und ist es bis heute geblieben. Für die Ausge- faveur des handicapés. staltung des Rentensystems bestehen, wie u. a. auch die La Commission des pétitions et de l'examen des constitutions zweite IV-Revision gezeigt hat, sehr vielfältige Möglichkeiten. cantonales a traité cette demande lors de sa séance du Es ist vorgesehen, anlässlich einer vierten IV-Revision dieses. 28 août 1991, de même qu'un avis du Département fédéral de Thema erneut aufzugreifen. l'intérieur. Elle a fait les constatations suivantes. 3. Die Entschädigung bei Hilflosigkeit stützt sich heute auf 1. Contrairement à l'assurance-invalidité, l'assurance-acci- eine langjährig eingespielte Verwaltungspraxis. Die Ansätze dents prévoit une indemnité pour atteinte à l'intégrité. Cette Pétitions 1958 N 4 octobre 1991
prestation en capital permet d'aquérir rapidement des Proposition de la commission moyens auxiliaires et de faire face aux premiers frais supplé- Transmettre la pétition au Conseil fédéral pour qu'il en prenne mentaires liés à l'invalidité. Cette importante contribution vise connaissance. à éviter que l'invalidité ne s'accompagne de pauvreté. Il est dif- ficile .de saisir pourquoi les personnes que la maladie a ren- Angenommen -Adopté dues invalides ou celles qui souffrent d'une anomalie de nais- sance devraient être désavantagées comparées aux person- Ad 91.2012 nes victimes d'accidents. Tous les handicapés devraient pou- voir bénéficier de l'indemnité, quelle que soit la raison de leur Motion der Petitions- und Gewährleistungskommission invalidité. Naturellement, elle ne devrait être versée que dans Integritätsentschädigung in der IV le cas d'une grave atteinte à l'intégrité physique ou mentale. La commission estime donc qu'il faut adapter la loi sur l'assu- Motion de la Commission des pétitions et de l'examen des rance-invalidité (LAI) dans ce sens, en s'inspirant des disposi- constitutions cantonales tions de la loi sur l'assurance-accidents portant sur ce point Introduction dans l'Ai d'une indemnité pour atteinte à l'in- (art. 24 et 25 LAA). tégrité 2. En vertu de la Constitution fédérale, l'assurance-vieillesse, survivants et invalidité est conçue selon le système des trois piliers. Il faudrait s'en tenir à ce principe. Il convient donc de chercher des solutions dans le cadre du deuxième pilier pour Wortlaut der Motion vom 28. August 1991 les invalides précoces. Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten L'assurance-invalidité, grâce à ses mesures d'insertion, a tou- eine Aenderung der Invalidenversicherung zur Einführung ei- jours honoré la volonté de travailler et l'engagement en ce ner Integritätsentschädigung vorzulegen. sens des handicapés. Ce point était une idée essentielle lors de la création de l'Ai en 1960 et il l'est resté. Comme l'a montré Texfe de la motion du 28 août 1991 notamment la deuxième révision de l'Ai, il existe de nombreu- Le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres fé- ses possibilités d'organiser le système des rentes. Il est prévu dérales une modification de l'assurance-invalidité en vue de revenir sur ce sujet à l'occasion de la quatrième révision de d'instaurer une indemnité pour atteinte à l'intégrité. l'Ai. 3. Les allocations pour impotents se fondent actuellement sur Präsident: Der Bundesrat beantragt Umwandlung in ein Pos- une longue pratique administrative, dont le fonctionnement tulat. s'est avéré satisfaisant. Le montant des indemnités est limité par la loi. Toutefois, la modification de l'article 4 RAI du Abstimmung - Vote 1er juillet 1991, qui prévoit une importante contribution finan- Für Ueberweisung als Postulat 71 Stimmen cière aux soins à domicile, va dans le sens de la pétition. La Für Ueberweisung als Motion 40 Stimmen commission est d'avis que le Conseil fédéral devrait réexami- ner régulièrement le montant des indemnités et, le cas échéant, faire une proposition au Parlement. 91.2013 4. Ces dernières années, l'Ai a constamment encouragé l'in- , Petition der GSoA Freiburg sertion sociale, par le biais des prestations dans le domaine Vernehmlassungsrecht in bezug auf Friedens- und Sicher- des moyens auxiliaires. Comme il s'est avéré que l'insertion heitspolitik sociale et professionnelle forme un tout et doit donc être consi- dérée ainsi par l'assurance, l'administration prévoit déjà d'as- Pétition du GSsA Fribourg souplir encore le système. Procécure de consultation en matière de politique de paix 5. La lenteur de la procédure a toujours donné lieu à des criti- et de sécurité que et des discussions. Les causes en sont la matière elle- même, c'est-à-dire la détermination de l'invalidité, mais aussi l'accroissement dès tâches des organes d'exécution. Les prestations ne peuvent être fournies que lorsque certains Frau Jeanprêtre unterbreitet im Namen der Kommission den points ont été éclaircis, notamment dans le domaine médical. folgenden schriftlichen Bericht: Des mesures administratives appropriées permettraient sans doute d'accélérer la procédure. La troisième révision de l'Ai, 1. Mit Eingabe vom 20. März 1991 reichte die Gruppe für eine adoptée durant la session de mars, porte principalement sur Schweiz ohne Armee, Freiburg, eine Petition ein. Die Petenten des mesures de ce genre. verlangen, dass ein Vernehmlassungsverfahren in bezug auf 6. Cette demande fait l'objet d'une révision de la loi fédérale den Sicherheitsbericht eingeleitet wird und dass zukünftig Si- sur la taxe d'exemption du service militaire (RS 661) avant la cherheits- und Friedensfragen systematisch der Vernehmlas- mise sur pied du programme «Armée 95». Le message du sung zugeführt werden. Sie begründen ihre Eingabe damit, Conseil fédéral est au stade de projet. Il devrait être approuvé dass der Friede die ganze Menschheit angehe und jede(r) das en 1991. Recht habe, sich dazu politisch zu äussern. 7. Les questions touchant l'invalidité constituent un point spé- 2. Die Petitions- und Gewährleistungskommission befasste cial de la première révision de la LPP. On examine également sich an ihrer Sitzung vom 28. August 1991 mit dieser Eingabe. l'opportunité de supprimer (totalement ou partiellement) la dé- Sie hält dazu folgendes fest: duction de coordination pour les handicapés. Comme la LPP 21. Nach den Richtlinien des Bundesrats vom 6. Mai 1970 institue une assurance obligatoire, il est exclu d'émettre des über das Vorverfahren der Gesetzgebung ist bei Berichten des réserves. Par contre, pour ce qui est du régime surobligatoire Bundesrats an das Parlament kein Vernehmlassungsverfah- de l'assurance-vieillesse, on ne prévoit pas actuellement de ren durchzuführen. Der Bericht über die Sicherheitspolitik der supprimer la possibilité de faire d'éventuelles réserves. Schweiz wurde am 1. Oktober 1990 verabschiedet. Das Be- Le Conseil fédéral prendra position l'an prochain sur plusieurs gehren der Petenten, eine Vernehmlassung in bezug auf den interventions parlementaires relatives au système des trois pi- Sicherheitsbericht einzuleiten, ist somit gegenstandslos ge- liers appliqué à l'assurance-vieillesse, survivants et invalidité. worden. La plupart des demandes des auteurs de la pétition seront 22. Mit der Petition wird weiter gefordert, zukünftige Sicher- donc abordées dans le rapport du Conseil fédéral et traitées heits- und Friedensfragen systematisch der Vernehmlassung en détail par le Parlement. zuzuführen. Die erwähnten Richtlinien werden zurzeit revidiert. Dabei wird u. a. geprüft, ob inskünftig auch für Berichte des Antrag der Kommission Bundesrats fakultativ ein Vernehmlassungsverfahren vorzuse- Die Petition dem Bundesrat zur Kenntnisnahme überweisen. hen ist. 4. Oktober 1991 1959 Postulat der Verkehrskommission
Mme Jeanprêtre présente au nom de la commission le rap- Texte du postulat du 21 juin 1991 port écrit suivant: Le Conseil fédéral est invité à faire élaborer un rapport relatif à la situation actuelle et aux perspectives de développement du 1. Dans sa requête du 20 mars 1991, le Groupe pour une trafic régional et à proposer les modifications législatives éven- Suisse sans armée a déposé une pétition. Ses auteurs deman- tuellement nécessaires. Il y aura lieu de prendre particulière- dent que le Rapport sur la sécurité soit soumis à la procédure ment en considération les points suivants: de consultation et qu'à l'avenir, les questions concernant la 1. subventions de la Confédération et des cantons au trafic ré- paix et la sécurité soient obligatoirement soumises à la consul- gional actuel conformément au droit en vigueur, pour les nou- tation. La requête est fondée sur le fait que la paix concerne velles lignes et pour les lignes de remplacement (bus); toute l'humanité et qu'à ce sujet, chacune et chacun a le droit 2. inclusion d'une réflexion globale tenant compte non seule- de se prononcer. ment des facteurs d'ordre financier mais aussi de l'aspect so- 2. La Commission des pétitions et de l'examen des constitu- cial, de l'aménagement du territoire, de la politique régionale tions cantonales a examiné cette requête lors de sa séance du et de l'environnement; 28 août 1991. Elle retient ce qui suit: 3. modifications éventuelles du financement des entreprises 21. Conformément aux directives du Conseil fédéral du 6 mai par la Confédération et par les cantons, dans le but d'obtenir 1970 sur la procédure législative préliminaire, les rapports du les solutions les plus rationnelles et les plus intéressantes pos- Conseil fédéral au Parlement ne sont pas soumis à la consulta- sible pour la clientèle et de faciliter de manière optimale la col- tion. Le rapport relatif à la politique suisse de la sécurité a été laboration entre les entreprises et les modes de transport. adopté le 1er octobre 1990. La demande des pétitionnaires Concernant les investissements et le fonctionnement, il faudra est ainsi devenue sans objet. examiner aussi les différenciations possibles dans le règle- 22. De plus, la pétition exige qu'à l'avenir, les questions relati- ment des subventions; ves à la paix et à la sécurité soient systématiquement soumi- 4. coordination dans le cadre de l'administration fédérale pour ses à la consultation. Les directives mentionnées sont actuel- le trafic régional dans le but de conseiller les cantons, tout en lement en révision. On examine entre autre s'il faut prévoir à assurant à l'échelon national une égalité de traitement pour l'avenir une procédure de consultation facultative, aussi pour toutes les régions. les rapports du Conseil fédéral. Schriftliche Begründung Antrag der Kommission Am 4. Oktober 1990 hat Nationalrat Walter Ammann eine par- Von der Petition Kenntnis nehmen, ihr aber keine Folge ge- lamentarische Initiative in Form einer allgemeinen Anregung ben. eingereicht, die zusammengefasstfolgende Forderungen ent- Proposition de la commission hält: Prendre acte de la pétition, mais ne pas y donner suite. 1. Als Alternative zu stets exzessiveren Leistungsabbau- und Sparszenarien - vorab beim SBB-Regionalverkehr - sind die Angenommen -Adopté Kantone angemessen an Ausbau, Durchführung und Kosten des Regionalverkehrs zu beteiligen .... 2. Die generelle Mitwirkung der Kantone wird der finanziellen Beteiligung entsprechend zur Mitsprache und Mitbestim- mung ausgebaut. Bei sogenannten Betriebsumstellungen #ST# Ad 90.261 und Stationsumwandlungen erhalten sie ein Vetorecht. 3. Zur besseren Koordination beim Aufbau des Regionalver- Postulat der Verkehrskommission kehrs 2000 sowie zur Beurteilung von diesbezüglichen Ange- Beteiligung der Kantone bots-, Rationalisierungs- und Sparkonzepten der SBB, der am Regionalverkehr 2000 PTT sowie der KTU bezeichnet der Bundesrat einen oder mehrere Delegierte für den Regionalverkehr.... Postulat de la Commission Die Initiative wurde der Verkehrskommission zur Vorprüfung des transports et du trafic zugewiesen. Die Kommission hörte am 16. April 1991 den In- Trafic régional. itianten an, am 13. Mai liess sie sich von einem Vertreter der Participation des cantons konzessionierten Transportunternehmungen zusätzliche In- formationen geben und beriet das weitere Vorgehen in bezug auf die Initiative. Die Kommission kam in Uebereinstimmung mit dem Initianten zum Schluss, dass die parlamentarische In- itiative nicht das richtige Mittel sei, um das angestrebte Ziel zu Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1991 erreichen, sondern dass ein Postulat einzureichen sei. Der Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht über den aktuel- Text des Postulates wurde am 10. Juni 1991 verabschiedet. len Stand und die Entwicklungsperspektiven im Regionalver- Der Initiant erklärte sich bereit, die Initiative zurückzuziehen. kehr ausarbeiten zu lassen und nötigenfalls die erforderlichen Zu den einzelnen Forderungen des Postulates: Gesetzesänderungen zu beantragen. Dabei ist insbesondere 1. Heute bestehen sehr unterschiedliche Regelungen für die auf folgende Fragen einzugehen: Finanzierung des Regionalverkehrs: Der Regionalverkehr auf 1. Beiträge des Bundes und der Kantone nach heutigem SBB-ünien wird grundsätzlich vom Bund bezahlt, von einzel- Recht an den bisherigen Regionalverkehr, an neue Linien und nen Ausnahmen abgesehen. Bei den Postautolinien wird un- an Bus-Ersatzbetriebe; terschieden nach dem Eröffnungsjahr der Strecke: Linien, die 2. Einbezug einer ganzheitlichen Betrachtungsweise, die vor 1972 eröffnet wurden, gehen voll zu Lasten der PTT-Rech- nicht nur finanzielle, sondern auch soziale, raumplanerische, nung und damit des Bundes. Für Linien, die nach 1972 ge- regional- und umweltpolitische Faktoren berücksichtigt; schaffen wurden, ist eine finanzielle Beteiligung der betroffe- 3. allfällige Aenderungen der Finanzflüsse von Bund und Kan- nen Kantone erforderlich. Der Regionalverkehr von konzessio- tonen an die Unternehmungen, um möglichst kundenge- nierten Bus- und Bahnunternehmungen wird von Bund und rechte und rationelle Lösungen sowie ein optimales Zusam- Kantonen gemeinsam finanziert, mit Ausnahme des Ortsver- menwirken der verschiedenen Verkehrsträger und Unterneh- kehrs, an den der Bund nichts beiträgt. Zudem bezahlt der mungen zu erleichtern. Dabei sind - hinsichtlich Investitionen Bund über die Tarifannäherung namhafte Beiträge an die kon- und Betrieb - auch differenzierte Beitragsregelungen zu prü- zessionierten Transportunternehmungen im Berggebiet. fen; Die unterschiedlichen Finanzierungsarten führen oft zu unra- 4. Sicherstellung der Koordination in der Bundesverwaltung tionellen Lösungen. Auch wenn jetzt eine zweckmässige für den Regionalverkehr, besonders im Hinblick auf die Bera- Richtlinie des EVED vorliegt, ziehen die Gemeinden es oft vor, tung der Kantone und die landesweite Gleichbehandlung aller eine SBB-Linie weit weg vom Dorf zu haben, die entsprechend Regionen. schlecht benützt wird, an die aber sicher nichts bezahlt wer- Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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Jahr 1991 Année Anno
Band IV Volume Volume
Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16 Séance Seduta
Geschäftsnummer --- Numéro d'objet Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1991 - 08:00 Date Data
Seite 1957-1959 Page Pagina
Ref. No 20 020 390
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