Federal Council Postulate on Lugano-Milan Train Connections
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council proposed to convert a motion into a postulate regarding improvements to train connections between Lugano and Milan. The original motion highlighted slow travel times, prolonged stops in Chiasso for locomotive changes and customs, and a lack of comfort on the current international trains. While acknowledging some recent improvements and the purchase of multi-current locomotives, the Council noted that further significant improvements, such as border controls within the train, depended on cooperation with Italian authorities and were limited by financial constraints. The Council ultimately agreed to transform the motion into a postulate, accepting the request to work towards improving these cross-border connections.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 9 Abs. 1 Transportgesetz, Art. 12 Transportgesetz; Federal Council Postulate on Lugano-Milan Train Connections: The original motion highlighted slow travel times, prolonged stops in Chiasso for locomotive changes and customs, and a lack of comfort on the current international trains. While acknowledging some recent improvements and the purchase of multi-current locomotives, the Council noted that further significant improvements, such as border controls within the train, depended on cooperation with Italian authorities and were limited by financial constraints. The Council ultimately agreed to transform the motion into a postulate, accepting the request to work towards improving these cross-border connections.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited by the Federal Council to explain that the Federal Council does not have the competence to dictate the design of travel documents to transport companies.
Cited by the Federal Council to explain that the Federal Office for Transport oversees the tariffs set by transport companies for their services.
Volltext
9. März 1992 N 349 Postulat Bircher Silvio
Schriftliche Erklärung des Bundesrates 4. Nahverkehrsschnellzüge: In den nächsten Jahren werden
Dichiarazione scritta del Consiglio federale infolge des zusätzlichen Kapazitätsbedarfs für den Transitgü-
Déclaration écrite du Conseil fédéral terverkehr grössere Verbesserungen bescheiden bleiben.
II Consiglio federale propone di trasformare la mozione in un Hier ist also nicht allzu viel zu holen.
postulato. 5. Grenzkontrolle im Zug Tessin-ltalien: Die SBB haben sehr
grosse Mühe, die italienischen Grenzkontrollorgane zu veran-
On. Cavedini Adriano: In questa mozione ho rilanciato il pro- lassen, für die EC-Züge mit Durchfahrt in Chiasso diese Kon-
blema di migliorare i collegamenti da Lugano e dal Cantone Ti- trolle im Zug vorzunehmen. Die italienischen Zoll- und Finanz-
cino verso la Capitale lombarda Ci sono problemi di cultura, behörden weigern sich trotz verschiedenen Gesuchen seitens
economici eturistici, ec'èancheunagrossapossibilitàditrasfe- der SBB, diese für in Chiasso haltende Züge ebenfalls durch-
rire una parte del traffico che oggi awiene su strada sulla ferro- zuführen, und sie begründen dies mit folgenden Aussagen: Es
via Ma laferrovia deve essere concorrenziale e competitiva! sei zwischen Lugano und Chiasso keine Uebersicht über die
Attualmente il percorso Lugano-Milano comprende 77 chilo- Reisenden möglich, die wirklich nach Italien reisen wollen; die
metri. Salvo quattro eccezioni, due in andata e due in ritorno, vorhandenen Zeiten zwischen Chiasso und Como (fünf Minu-
bisogna contare su tempi di percorrenza di un'ora e 30 minuti, ten Fahrzeit) seien viel zu kurz, um die notwendigen Kontrollen
un'ora e 35 minuti, quando non ci sono dei ritardi. Perché? vorzunehmen.
Perché i treni che fanno questo servizio sono treni internazio- Ich ziehe darausfolgendes Fazit: Selbst wenn die technischen
nali, sono treni lenti, concepiti per un traffico a lunga distanza e Bedingungen erfüllt sind, wird eine wesentliche Verkürzung
non per un traffico regionale. Questi treni hanno delle soste der Fahrzeiten zwischen Lugano und Mailand nur möglich
prolungate alla Stazione di Chiasso di 15,20 minuti per il cam- werden, wenn es gelingt, speziell mit den zuständigen italieni-
bio della locomotiva e per i controlli doganali. Oltretutto sono schen Grenzkontrollorganen eine Organisation aufzubauen,
anche treni affollati e dove la comodità e il confort delle car- die die Kontrollen im Zug ermöglicht Wir werden in dieser
rozze lascia assai a desiderare. Bisognerebbe quindi aumen- Richtung weiterarbeiten, und ich hoffe, dass Sie uns dabei hel-
tare l'attrattiva della ferrovia fen werden.
Bedenken Sie, dass wir zwischen Lugano und Mailand Ich bitte Sie deshalb, die Motion als Postulat zu überweisen.
77 Bahnkilometer haben. Der Zug benötigt für diese Strecke
normalerweise - wenn keine Verspätungen vorherrschen - Ueberwiesen als Postulat ~ Transmis comme postulat
etwa eineinhalb Stunden. Von Bern nach Aarau haben wir die
gleiche Distanz, und der Zug benötigt bloss 45 Minuten.
Ich bin überzeugt, dass wir diese Zeiten reduzieren müssen,
wenn wir die Bahn attraktiver machen wollen.
La mia proposta chiede una fermata dei treni Eurocity a
Chiasso con il recupero del tempo sul percorso e soprattutto
una riduzione dei tempi di percorso dei 16 treni internazionali
che oggi effettuano questo collegamento. Riducendo soprat-
tutto il tempo di sosta a Chiasso e aumentando la velocità, cer-
cando di accelerare l'acquisto di locomotori multifase. Oc-
corre poi migliorare anche sulla linea del Gottardo i vagoni che
vengono adoperati per questo servizio e mettere anche un #ST# 90.996
maggior numero di vagoni di 1° classe che spesso fanno di-
fetto su questa linea Postulat Bircher Silvio
Bisognerebbe poi istituire un gruppo misto Svizzera-Italia per Aenderungen
cercare nell'ambito frontaliero se non è possibile superare le bei Tages- und Familienkarten der SBB
difficoltà dei collegamenti internazionali con una soluzione di
trasporto regionale rapido e cadenzato, Cartes journalières et familiales CFF.
lo sono d'accordo di accettare di trasformare la mozione in po- Nouvelles formules
stulato se da parte del Consiglio federale ottengo l'assicura-
zione che si adoprerà per migliorare questo tipo di collega-
mento e di cooperare con il Cantone e con i comuni per cer-
care delle soluzioni nell'ambito transfrontaliero e di accelerare
l'acquisto di macchine multi-corrente che permetterebbero Wortlaut des Postulates vom 14. Dezember 1990
alle ferrovie di ridurre veramente i tempi di percorrenza e le so- Der Bundesrat wird eingeladen,
ste alla frontiera 1. die SBB-Tageskarte, analog dem Zürcher Verkehrsver-
Se non miglioriamo questi sistemi di trasporto pubblici, la fer- bund, in eine 24-Stunden-Karte umzuwandeln (um den ge-
rovia non sarà mai competitiva, e allora avremo ancora sem- wandelten Verkehrs- und Reisebedürfnissen entgegenzukom-
pre il traffico su strada men);
2. die Familienkarte auch für Grosseltern von Kindern gültig zu
Bundesrat Ogi: Ich möchte zu den Ausführungen von Herrn erklären, weil häufig ein ebenso enges Verhältnis zwischen
Adriano Cavadini nur folgendes sagen: Zunächst ist er ja be- diesen besteht wie zu den Eltern.
reit, die Umwandlung der Motion in ein Postulat unter gewis-
sen Bedingungen zu akzeptieren. Ich möchte kurz fünf Punkte Texte du postulat du 14 décembre 1990
skizzieren: Le Conseil fédéral est invité:
1. Ausgangslage: Sie wissen, dass ab Fahrplanwechsel 1990 1. à transformer la carte journalière des CFF en carte valable
in Sachen Material zwischen Lugano und Mailand bereits we- 24 heures, comme l'a fait le groupement des entreprises de
sentliche Verbesserungen erzielt worden sind, indem die EC-, transports zurichois, pour s'adapter à l'évolution des besoins
die IC- und die Schnellzüge systematisch im Stundentakt ver- en matière de déplacements;
kehren. 2. à étendre la validité de la carte familiale aux grand-parents,
2. Verbesserung des Rollmaterials: Die SBB setzen laufend car ils sont souvent aussi proches de leurs petits-enfants que
neue Serien ein; auch Italien und Deutschland ziehen dabei les parents le sont de leurs enfants.
mit Wir haben hier also eine verbesserte Ausgangslage.
3. Mehrstromtriebfahrzeuge: Die Anschaffung einer grösse- Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine-Aucun
ren Anzahl von Mehrstromtriebfahrzeugen hängt nicht zuletzt
von den finanziellen Möglichkeiten der SBB ab. Diese sind, Schriftliche Begründung - Développement par écrit
wie Sie ja wissen, begrenzt. Ein Termin für deren Inbetriebset- Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
zung kann im Moment nicht genannt werden. eine schriftliche Antwort
Postulat Bircher Silvio 350 N 9 mars 1992
Schrittliche Stellungnahme des Bundesrates Der Postulatstext ist die Einladung an den Bundesrat, das zu
vom 14. August 1991 ändern. Dazu wäre eine Ausdehnung der Familienkarte der
Rapport écrit du Conseil fédéral richtige Weg.
du 14 août 1991 Kommt hinzu - das war 1990 bei der Einreichung des Postula-
Tageskarten tes noch nicht bekannt-, dass wir ab Mai dieses Jahres für die
Die Schweizerischen Transportunternehmungen bieten Ta- Familienkarte eine einmalige Gebühr von 20 Franken zu be-
ges- und Familienkarten an und legen deren Benützungsbe- zahlen haben. Man könnte also sagen: Damit wird auch von
stimmungen sowie Preise in eigener unternehmerischer Ver- seilen der Benutzer ein gewisser fixer Beitrag geleistet, den
antwortung fest. Beide Fahrausweise sind dem marktwirt- man mit dieser Ausdehnung auf einen weiteren Familienkreis
schaftlichen Bereich zuzuordnen. honorieren könnte.
Die Tageskarte in der heutigen Form entspricht den Marktbe- Der zweite Punkt des Postulates: die sogenannte Tageskarte.
dürfnissen. Im Jahre 1990 wurden über 1,2 Millionen dieser Diese sollte man, analog dem Zürcher Verkehrsverbund, auf
beliebten Fahrausweise verkauft. Die Umwandlung in eine eine Benützungsdauer von 24 Stunden erstrecken, d. h. auf
24-Stunden-Karte brächte nur relativ wenigen Reisenden wirk- volle 24 Stunden Gültigkeit: Sie lösen sie zu einem x-beliebi-
liche Vorteile. Anderserseits würden dadurch die Beachtung gen Zeitpunkt, und von diesem Zeitpunkt an hat sie 24 Stun-
der Gültigkeitsdauer und die entsprechende Kontrolle wie den Gültigkeit
auch der Kommunikationsaufwand erschwert. Das sind die beiden Anregungen dieses Postulates. Ich wollte
Familienkarten nicht zwei Vorstösse daraus machen, obwohl an sich zwei se-
Die von den Schweizerischen Transportunternehmungen ge- parate Ideen darin enthalten sind.
währte Familienvergünstigung ist die liberalste in Europa und Ich bitte Sie, dieser unverbindlichen Form des Postulates, die
entsprechend preisgünstig. Die Ausdehnung der Vergünsti- dem Bundesrat noch alle Möglichkeiten offen lässt, zuzustim-
gung auf die Grosseltern würde faktisch zum Nulltarif für Kin- men und das Postulat zu überweisen.
der führen und die Ertragslage der Unternehmungen beein-
trächtigen. Diese sind gezwungen, sowohl die Einnahmen zu Bundesrat Ogi: Herr Bircher, Ihr Postulat hat sympathische
maximieren als auch Vergünstigungen auf ihr kommerzielles Züge, aber ich muss Ihnen sagen, wir können nicht so weit ent-
Ergebnis hin zu untersuchen. gegenkommen. Herr Bircher, Sie kennen die kritischen Töne,
Gemäss Transportgesetz (Art 9) stellen die Unternehmungen die bei jeder Rechnung und bei jedem Budget der SBB laut
für ihre Leistungen Tarife auf, über welche das Bundesamt für werden, wenn es um die 1,9 Milliarden Franken geht, die uns
Verkehr die Aufsicht ausübt (Art. 12). Es liegt nicht in der Kom-
die SBB jedes Jahr kosten ; deshalb können wir hier nicht noch
petenz des Bundesrates, den Transportunternehmungen die mehr Leistungen erbringen. Wir müssen auch zur Kenntnis
Gestaltung der Fahrausweise vorzuschreiben. nehmen, dass der Bund, wenn wir Ihr Postulat annehmen wür-
den, wenn wir Ihre Vorstellung realisieren würden, in diesem
Bereich die entsprechenden Kosten tragen müsste. Diese Ko-
Schrittliche Erklärung des Bundesrates
sten würden dann das Gesamtbudget und die Gesamtlastfür
Déclaration écrite du Conseil fédéral
den Bund erhöhen. Das ist heute nicht mehr zu verantworten.
Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
Ich muss auch sagen, dass die von den Schweizerischen
Transportunternehmungen gewährten Familienvergünstigun-
Bircher Silvio: Ich habe das Postulat in echter Sorge um die gen heute die liberalsten und - ich würde fast sagen - die
Entwicklung der Tarife beim öffentlichen Verkehr eingereicht grosszügigsten in Europa sind. Sie sind wirklich medaillenver-
Ich dachte, der Bundesrat würde zumindest die Form des dächtig; sie sind grosszügiger als in allen umliegenden Län-
Postulates akzeptieren, um den ganzen Fragenkomplex rund dern. Wir dürfen hiereinfach nicht weiter gehen.
um die Familienkarte studieren und eventuell doch eine Aen- Wir haben Ihre Bemerkungen zur Rechnung und auch zum
derung beantragen zu können. Budget zur Kenntnis genommen. Es sind kritische Bemerkun-
Ganz kurz zur Vorgeschichte: Wir bewegen uns in einem Zeit- gen. Ich habe sie auch in den Finanzkommissionen zur Kennt-
raum, wo wir wirklich Anstrengungen unternahmen, die Tarife nis genommen. Deshalb können wir hier nicht weiter gehen.
attraktiver zu gestalten. Seit 1986, seit einem sogenannten Wie gesagt, es wird schon viel getan, und namentlich für die
Tarifverbilligungsbeschluss der beiden Räte, wurden unsere Familien wird sehr viel getan; Sie wissen das. Aber irgendwo
Tarife wirklich attraktiver. Wir hatten unser Handeln in den müssen wir Einhalt gebieten, weil der Bund für das, was Sie
grossen Zusammenhang des Kampfes um eine bessere Luft, hier beschliessen würden, dann aufkommen müsste. Die
aber auch um weniger Energieverbrauch gestellt. Wir haben Schweizerischen Transportunternehmungen sind für solche
echte Erfolge vorzuweisen: Umsteigen hat stattgefunden; die Entgegenkommen allein zuständig; es liegt also in ihrer eige-
Frequenzen bei den öffentlichen Bahnunternehmungen ha- nen unternehmerischen Verantwortung.
ben zugenommen. In jüngster Zeit aber - Sie erinnern sich - Ich bitte Sie schweren Herzens - das muss ich sagen -, dieses
haben die Tarife wieder sehr stark angezogen. Innert nur ei- Postulat abzulehnen, nicht zuletzt aufgrund finanzieller Ueber-
nem Jahr, im Mai 1991 und jetzt dann im Mai dieses Jahres, legungen.
haben wir zum Teil massive Tariferhöhungen zu verzeichnen.
In diesen Zusammenhang ist auch dieses Postulat zu stellen: Abstimmung - Vote
Wir sollten mindestens bei speziellen Fahrausweisen versu- Für Ueberweisung des Postulates 37 Stimmen
chen, attraktiv zu bleiben, auch versuchen, Kundenwünschen Dagegen 43 Stimmen
entgegenzukommen, wo echte Bedürfnisse bestehen.
Die Familienkarte ist ein Musterbeispiel dafür. Die Familien-
karte ermöglicht, dass Kinder gratis reisen können. Es ist bis
heute trotz zahlreichen Interventionen von Gruppen von Leu-
ten, auch von direkt betroffenen Familienmitgliedern, nicht
möglich gewesen, dass man die Familienkarte auch auf
Grosseltern dieser Kinder erstreckt Das sieht in der Realität
so aus: Wenn Grosseltern mit ihren sieben- oder achtjährigen
Grosskindern reisen, müssen diese die halbe Taxe bezahlen,
das heisst, sie bezahlen effektiv soviel wie Erwachsene mit
einem Halbpreisabonnement. Es ist ein Missverhältnis, ein
unverhältnismässiger Preissprung, wenn Sie aktive Ge-
schäftsreisende, wenn Sie Erwachsene jeden Alters zum glei-
chen Betrag reisen lassen wie Kinder, die in den ersten
Schuljahren sind und sich in Begleitung von Grosseltern be-
finden.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Bircher Silvio Aenderungen bei Tages- und Familienkarten der SBB
Postulat Bircher Cartes journalières et familiales CFF. Nouvelles formules
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.996
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.03.1992 - 14:30
Date
Data
Seite 349-350
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Pagina
Ref. No 20 020 994
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