Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 90-968 KI-generiert

Swiss Federal Council Accepts Postulates on Film Industry Training and Youth Tobacco Protection

Geschäftsnummer VPB 90-968
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This document presents two "Postulats" (motions) submitted to the Swiss Federal Council. The first, "Postulat Loeb," requests financial support from the federal government for the training and continuing education of film industry professionals, arguing that the burgeoning industry requires increased professionalism and that existing vocational training laws do not cover these professions adequately. The second, "Postulat Zwygart," calls for stricter regulations to protect youth from tobacco use, proposing amendments to food regulations to prohibit the sale of tobacco to minors, the uncontrolled sale of tobacco via vending machines, and the distribution of free samples, citing concerns about early addiction and the vulnerability of young bodies to tobacco-related harm. The Federal Council declared its willingness to accept both postulates.

Legislator-Regeste

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Art. 41 Absatz, Art. 420d der Lebensmittelverordnung, Art. 31 a Absatz 1 Buchstabe b der Lebensmittelverordnung, Art. 41 Absatz 1 Buchstabe k des Alkoholgesetzes; Swiss Federal Council Accepts Postulates on Film Industry Training and Youth Tobacco Protection: The first, "Postulat Loeb," requests financial support from the federal government for the training and continuing education of film industry professionals, arguing that the burgeoning industry requires increased professionalism and that existing vocational training laws do not cover these professions adequately. The second, "Postulat Zwygart," calls for stricter regulations to protect youth from tobacco use, proposing amendments to food regulations to prohibit the sale of tobacco to minors, the uncontrolled sale of tobacco via vending machines, and the distribution of free samples, citing concerns about early addiction and the vulnerability of young bodies to tobacco-related harm. The Federal Council declared its willingness to accept both postulates.

Schlagwörter

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Allgemeine und berufliche Bildung und Jugend Haushaltsordnung Luganer Übereinkommen E-Government finanzielle Unterstützung Genehmigung der Verordnung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 420d der Lebensmittelverordnung

Cited as the existing provision that has not had a sufficient effect, indicating a need for more stringent formulations.

Art. 31 a Absatz 1 Buchstabe b der Lebensmittelverordnung

Used as an analogy for prohibiting the uncontrolled sale of tobacco products by vending machines.

Art. 41 Absatz 1 Buchstabe k des Alkoholgesetzes

Used as an analogy for prohibiting the distribution of free tobacco samples.

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Volltext

Postulat Zwygart 766 N 22 mars 1991

Zugang zum kulturellen Leben zu erleichtern.» Diese Formu- Schriftliche Erklärung des Bundesrates

lierung wird unseres Erachtens der Bedeutung, welche der Er- vom 20. Februar 1991

wachsenenbildung in der heutigen Zeit sowohl in bildungs- Déclaration écrite du Conseil fédéral

als auch in kulturpolitischer Hinsicht zukommt, nicht gerecht. du 20 février 1991

Insbesondere wird damit nur ein Aspekt der Erwachsenenbil- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

dung, nämlich die indirekte Wirkung derselben auf das kultu-

relle Verständnis, berücksichtigt. Wir sind der Ansicht, dass Ueberwiesen - Transmis

die Erwachsenenbildung aber eine viel wesentlichere, ihr ei-

gene Bedeutung hat. Es ist dies die bildungspolitische Kom-

ponente dieses Bereiches, welche in sich und ohne zusätzli-

che Abstützung in der Kulturpolitik in der heutigen Zeit von

grösster Bedeutung ist. #ST# 90.960

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Postulat Zwygart

vom 20. Februar 1991 Schutz der Jugend

Déclaration écrite du Conseil fédéral

vor Tabakmissbrauch

du 20 février 1991

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Protection des jeunes

contre l'abus du tabac

Ueberwiesen - Transmis

Wortlaut des Postulates vom 13. Dezember 1990

Eltern, Lehrer und Aerzte stellen fest, dass Rauchen bei Ju-

#ST# 90.968 gendlichen die am weitesten verbreitete Konsumart von

suchtbildenden Stoffen darstellt. Das frühe Anfangsalter er-

Postulat Loeb weckt bei Fachleuten grosse Bedenken, da das starke Abhän-

Aus- und Weiterbildungsförderung gigkeitspotential des Nikotins bekannt ist und der jugendliche

Organismus für tabakbedingte Schäden besonders anfällig

der Filmberufe

ist.

Professions du cinéma. Es sind daher folgende Massnahmen durch Aenderung der

Subventions à la formation Lebensmittelverordnung zu ergreifen:

1. Der Verkauf von Tabakwaren an Jugendliche ist zu untersa-

gen.

2. In Analogie zu Artikel 31 a Absatz 1 Buchstabe b der Le-

bensmittelverordnung ist die unkontrollierte Abgabe von Ta-

Wortlaut des Postulates vom 13. Dezember 1990 bakwaren in Automaten zu untersagen. •

Der Bundesrat wird ersucht, aufgrund des Filmartikels in der 3. In Analogie zu Artikel 41 Absatz 1 Buchstabe k des Alkohol-

Bundesverfassung die Aus- und Weiterbildung der Filmberufe gesetzes ist die Verteilung von Gratismustern zu untersagen.

durch das Bereitstellen der notwendigen finanziellen Mittel si- Nachdem die 1978 beschlossenen Formulierungen von Arti-

cherzustellen. kel 420d der Lebensmittelverordnung keine genügende Wir-

kung zeitigten, ist der Erlass griffigerer Formulierungen am

Texte du postulat du 13décembre 1990 Platz.

Le Conseil fédéral est prié de fournir les moyens financiers né-

cessaires à la formation et au perfectionnement dans les mé- Texte du postulat du 13 décembre 1990

tiers du cinéma en se fondant sur l'article constitutionnel. Parents, enseignants et médecins constatent que parmi les

substances pouvant conduire à la dépendance, c'est le tabac

Mitunterzeichner-Cosignataires: Büttiker, Grendelmeier, Lon- qui est le plus largement consommé par les jeunes. Les ex-

get, Nabholz, Petitpierre, Scheidegger, Wiederkehr (7) perts s'inquiètent sérieusement de voir les enfants commen-

cer à fumer si tôt, car la dépendance que peut provoquer la ni-

Schriftliche Begründung-Développement par écrit cotine est bien connue, et l'organisme des jeunes est particu-

Verglichen mit der Grosse unseres Landes und der Ueber- lièrement sensible aux dommages causés par le tabac.

macht einer finanzkräftigen ausländischen Filmproduktion Il convient donc de modifier l'ordonnance sur les denrées ali-

verfügt das schweizerische Filmschaffen über einen beachtli- mentaires pour prendre les mesures suivantes:

chen kulturellen Erfolg. Der Bund hat Anteil an diesem Erfolg. 1. Interdire la vente de tabac aux jeunes.

Der Auftrag zur Unterstützung des Schweizer Films ist durch 2. Interdire la vente sans contrôle de tabac par des automates,

einen entsprechenden Artikel in der Bundesverfassung veran- par analogie avec, l'article 31 a, 1er alinéa, lettre b, de l'ordon-

kert, und der Bund ist dieser Aufgabe, wenn auch mit verhält- nance sur les denrées alimentaires.

nismässig bescheidenen Mitteln, getreulich nachgekommen. 3. Interdre la distribution d'échantillons gratuits, par analogie

Trotzdem darf nicht verkannt werden, dass die Schweizer avec l'article 41, 1er alinéa, lettre k, de la loi sur l'alcool.

Filmbranche in der sich wandelnden Medienwelt vor grossen L'article 420d de l'ordonnance sur les denrées alimentaires,

Herausforderungen steht, die sie nicht allein bewältigen kann. tel qu'il a été rédigé en 1978, n'ayant pas eu l'effet désiré, il est

Hiezu gehört vermehrte Professionalität. Aus- und Weiterbil- temps d'adopter une formulation plus contraignante.

dungsangebote haben aber bisher weitgehend gefehlt. Die-

sen Mangel hat die Branche erkannt. In der Westschweiz ha- Mitunterzeichner-Cosignataires: Bäumlin, Daepp, Dormann,

ben Ausbildungsgänge begonnen, in der deutschen Schweiz Fankhauser, Grendelmeier, Günter, Hösli, Kühn, Lanz, Meier

sind solche geplant. Zudem ist kürzlich eine schweizerische Samuel, Neukomm, Steffen, Ulrich, Weder-Basel, Wiederkehr

Stiftung gegründet worden, die ein koordiniertes Weiterbil- (15)

dungsangebot für die ganze Branche auf die Beine stellen soll.

Die Filmberufe sind durch das Berufsbildungsgesetz nicht ab- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

gedeckt. Der Bund muss zusätzlich im Rahmen des Filmarti- 1. Das Alkoholgesetz verbietet den Verkauf von gebrannten

kels Unterstützung leisten, wie das auch aus einem «Leitbild Wassern an Jugendliche unter 18 Jahren, die meisten kanto-

Aus- und Weiterbildung» des Bundesamtes für Kultur hervor- nalen Wirtschaftsgesetze den Verkauf bzw. den Ausschank an

geht. Jugendliche unter 18 Jahren.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Loeb Aus- und Weiterbildungsförderung der Filmberufe

Postulat Loeb Professions du cinéma. Subventions à la formation

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1991

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.968

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 22.03.1991 - 08:00

Date

Data

Seite 766-766

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Ref. No 20 019 768

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