Federal Assembly Postulates: Youth Tobacco, Film Training, Public Transport, and Fiche Affair Settlement
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document contains several postulates from the Swiss Federal Assembly. One postulate, "Postulat Zwygart," addresses the protection of youth from tobacco abuse, proposing measures such as prohibiting tobacco sales to minors, restricting sales from vending machines, and banning free sample distribution. Another, "Postulat Loeb," calls for federal financial support for training and further education in film professions. "Postulat Wiederkehr" suggests that a portion of an "ecobonus" refund could be issued as a general public transport pass. Finally, "Postulat Eisenring" requests the government to explore a legally sound way to definitively conclude and settle the "fiche affair," a scandal involving the improper collection of personal files. The Federal Council declared its readiness to accept these postulates.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 41 Absatz, Art. 420d der Lebensmittelverordnung, Art. 31 a Absatz 1 Buchstabe b der Lebensmittelverordnung, Art. 41 Absatz 1 Buchstabe k des Alkoholgesetzes; Federal Assembly Postulates: Youth Tobacco, Film Training, Public Transport, and Fiche Affair Settlement: One postulate, "Postulat Zwygart," addresses the protection of youth from tobacco abuse, proposing measures such as prohibiting tobacco sales to minors, restricting sales from vending machines, and banning free sample distribution. Another, "Postulat Loeb," calls for federal financial support for training and further education in film professions. "Postulat Wiederkehr" suggests that a portion of an "ecobonus" refund could be issued as a general public transport pass. Finally, "Postulat Eisenring" requests the government to explore a legally sound way to definitively conclude and settle the "fiche affair," a scandal involving the improper collection of personal files. The Federal Council declared its readiness to accept these postulates.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the text as the provision that has not been sufficiently effective, leading to the need for more stringent formulations to prohibit the sale of tobacco to minors, unsupervised vending machine sales, and distribution of free samples.
Cited as an analogy for prohibiting the uncontrolled sale of tobacco by vending machines.
Cited as an analogy for prohibiting the distribution of free tobacco samples.
Volltext
Postulat Zwygart 766 N 22 mars 1991
Zugang zum kulturellen Leben zu erleichtern.» Diese Formu- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
lierung wird unseres Erachtens der Bedeutung, welche der Er- vom 20. Februar 1991
wachsenenbildung in der heutigen Zeit sowohl in bildungs- Déclaration écrite du Conseil fédéral
als auch in kulturpolitischer Hinsicht zukommt, nicht gerecht. du 20 février 1991
Insbesondere wird damit nur ein Aspekt der Erwachsenenbil- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
dung, nämlich die indirekte Wirkung derselben auf das kultu-
relle Verständnis, berücksichtigt. Wir sind der Ansicht, dass Ueberwiesen - Transmis
die Erwachsenenbildung aber eine viel wesentlichere, ihr ei-
gene Bedeutung hat. Es ist dies die bildungspolitische Kom-
ponente dieses Bereiches, welche in sich und ohne zusätzli-
che Abstützung in der Kulturpolitik in der heutigen Zeit von
grösster Bedeutung ist. #ST# 90.960
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Postulat Zwygart
vom 20. Februar 1991 Schutz der Jugend
Déclaration écrite du Conseil fédéral
vor Tabakmissbrauch
du 20 février 1991
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Protection des jeunes
contre l'abus du tabac
Ueberwiesen - Transmis
Wortlaut des Postulates vom 13. Dezember 1990
Eltern, Lehrer und Aerzte stellen fest, dass Rauchen bei Ju-
#ST# 90.968 gendlichen die am weitesten verbreitete Konsumart von
suchtbildenden Stoffen darstellt. Das frühe Anfangsalter er-
Postulat Loeb weckt bei Fachleuten grosse Bedenken, da das starke Abhän-
Aus- und Weiterbildungsförderung gigkeitspotential des Nikotins bekannt ist und der jugendliche
Organismus für tabakbedingte Schäden besonders anfällig
der Filmberufe
ist.
Professions du cinéma. Es sind daher folgende Massnahmen durch Aenderung der
Subventions à la formation Lebensmittelverordnung zu ergreifen:
1. Der Verkauf von Tabakwaren an Jugendliche ist zu untersa-
gen.
2. In Analogie zu Artikel 31 a Absatz 1 Buchstabe b der Le-
bensmittelverordnung ist die unkontrollierte Abgabe von Ta-
Wortlaut des Postulates vom 13. Dezember 1990 bakwaren in Automaten zu untersagen. •
Der Bundesrat wird ersucht, aufgrund des Filmartikels in der 3. In Analogie zu Artikel 41 Absatz 1 Buchstabe k des Alkohol-
Bundesverfassung die Aus- und Weiterbildung der Filmberufe gesetzes ist die Verteilung von Gratismustern zu untersagen.
durch das Bereitstellen der notwendigen finanziellen Mittel si- Nachdem die 1978 beschlossenen Formulierungen von Arti-
cherzustellen. kel 420d der Lebensmittelverordnung keine genügende Wir-
kung zeitigten, ist der Erlass griffigerer Formulierungen am
Texte du postulat du 13décembre 1990 Platz.
Le Conseil fédéral est prié de fournir les moyens financiers né-
cessaires à la formation et au perfectionnement dans les mé- Texte du postulat du 13 décembre 1990
tiers du cinéma en se fondant sur l'article constitutionnel. Parents, enseignants et médecins constatent que parmi les
substances pouvant conduire à la dépendance, c'est le tabac
Mitunterzeichner-Cosignataires: Büttiker, Grendelmeier, Lon- qui est le plus largement consommé par les jeunes. Les ex-
get, Nabholz, Petitpierre, Scheidegger, Wiederkehr (7) perts s'inquiètent sérieusement de voir les enfants commen-
cer à fumer si tôt, car la dépendance que peut provoquer la ni-
Schriftliche Begründung-Développement par écrit cotine est bien connue, et l'organisme des jeunes est particu-
Verglichen mit der Grosse unseres Landes und der Ueber- lièrement sensible aux dommages causés par le tabac.
macht einer finanzkräftigen ausländischen Filmproduktion Il convient donc de modifier l'ordonnance sur les denrées ali-
verfügt das schweizerische Filmschaffen über einen beachtli- mentaires pour prendre les mesures suivantes:
chen kulturellen Erfolg. Der Bund hat Anteil an diesem Erfolg. 1. Interdire la vente de tabac aux jeunes.
Der Auftrag zur Unterstützung des Schweizer Films ist durch 2. Interdire la vente sans contrôle de tabac par des automates,
einen entsprechenden Artikel in der Bundesverfassung veran- par analogie avec, l'article 31 a, 1er alinéa, lettre b, de l'ordon-
kert, und der Bund ist dieser Aufgabe, wenn auch mit verhält- nance sur les denrées alimentaires.
nismässig bescheidenen Mitteln, getreulich nachgekommen. 3. Interdre la distribution d'échantillons gratuits, par analogie
Trotzdem darf nicht verkannt werden, dass die Schweizer avec l'article 41, 1er alinéa, lettre k, de la loi sur l'alcool.
Filmbranche in der sich wandelnden Medienwelt vor grossen L'article 420d de l'ordonnance sur les denrées alimentaires,
Herausforderungen steht, die sie nicht allein bewältigen kann. tel qu'il a été rédigé en 1978, n'ayant pas eu l'effet désiré, il est
Hiezu gehört vermehrte Professionalität. Aus- und Weiterbil- temps d'adopter une formulation plus contraignante.
dungsangebote haben aber bisher weitgehend gefehlt. Die-
sen Mangel hat die Branche erkannt. In der Westschweiz ha- Mitunterzeichner-Cosignataires: Bäumlin, Daepp, Dormann,
ben Ausbildungsgänge begonnen, in der deutschen Schweiz Fankhauser, Grendelmeier, Günter, Hösli, Kühn, Lanz, Meier
sind solche geplant. Zudem ist kürzlich eine schweizerische Samuel, Neukomm, Steffen, Ulrich, Weder-Basel, Wiederkehr
Stiftung gegründet worden, die ein koordiniertes Weiterbil- (15)
dungsangebot für die ganze Branche auf die Beine stellen soll.
Die Filmberufe sind durch das Berufsbildungsgesetz nicht ab- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
gedeckt. Der Bund muss zusätzlich im Rahmen des Filmarti- 1. Das Alkoholgesetz verbietet den Verkauf von gebrannten
kels Unterstützung leisten, wie das auch aus einem «Leitbild Wassern an Jugendliche unter 18 Jahren, die meisten kanto-
Aus- und Weiterbildung» des Bundesamtes für Kultur hervor- nalen Wirtschaftsgesetze den Verkauf bzw. den Ausschank an
geht. Jugendliche unter 18 Jahren.
22. März 1991 N 767 Postulat Eisenring
2. Die Automaten sind die häufigsten Quellen der Zigaretten, #ST# 90.742
die von Kindern und sehr jungen Jugendlichen geraucht wer-
den.
3. Die Verteilung von Gratismustern an Jugendliche ist zwar Postulat Eisenring
untersagt, aber bei Verteilung an einen unbestimmten Perso- Bereinigung der Fichenaffäre
nenkreis ist eine Kontrolle schwer möglich. Das Alkoholgesetz Règlement définitif de l'affaire
sieht zwar eine Ausnahmebewilligung für Messen und Ausstel-
lungen vor, nicht aber z. B. für Verteilungen in Rekrutenschu- dite des fiches
len und militärischen Einheiten, was offensichtlich abgenom-
men hat oder sogar ganz eingestellt worden ist. Das sind nicht
Maximalforderungen. Die Vertreter des Gesundheitswesens
hatten seinerzeit weitergehende Formulierungen gewünscht.
Wortlaut des Postulates vom 26. September 1990
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Der Bundesrat wird - in Zusammenarbeit mit den Regierungs-
vom 27. Februar 1991 parteien - ersucht zu prüfen, ob und in welcher auch rechts-
Déclaration écrite du Conseil fédéral staatlich vertretbaren Form das Geschäft «Fichenaffäre» durch
du 27 février 1991 eine besondere Beschlussfassung ohne Verzug abgeschlos-
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. sen und bereinigt werden könnte.
Ueberwiesen - Transmis Texte du postulat du 26 septembre 1990
Le Conseil fédéral est invité à étudier, de concert avec les par-
tis gouvernementaux, la possibilité de mettre sans retard un
terme à l'affaire dite des fiches et de procéder à un règlement
#ST# 90.992 définitif de la question, par la voie d'une décision spéciale; il
examinera en outre quelle forme compatible avec notre Etat
Postulat Wiederkehr de droit peut être adoptée à cet effet.
Oekobonus für Generalabonnement Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine-Aucun
Ecobonus sous forme
d'abonnement général Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Eine kritische Würdigung des vierten Zwischenberichtes des
Fichen-Sonderbeauftragten Dr. W. Gut (21. September 1990)
führt zu einem in mehrfacher Hinsicht bedenklichen und kaum
akzeptablen Ergebnis. Die bisher bekannt gewordenen Fälle
Wortlaut des Postulates vom 14. Dezember 1990 von Fichen-Eintragungen zeugen insgesamt über weite
Falls sich der Bundesrat für die Einführung eines Oekobonus Strecken eher von Unbeholfenheit, Kleinkariertheit, übertrie-
entscheidet, wird er eingeladen zu prüfen, ob nicht ein Teil der benem Amtseifer und amtlichem Querverhalten als von
Rückerstattung an die Berechtigten in der Form eines General- «staatspolitischer» Bösartigkeit. Der offensichtlich gewordene
abonnements erfolgen sollte. Der entsprechende Teil der Ein- Mangel an Kontrolle und Führung, insbesondere auch die viel-
nahmen aus dem Oekobonus würde dem öffentlichen Verkehr fach abhanden gekommene Einhaltung der Maxime der Ver-
zur Verfügung gestellt. hältnismässigkeit, lässt sich nachträglich nicht korrigieren.
Dass Unrecht und «Unrecht» geschehen ist, ist leider hinzu-
Texte du postulat du 14 décembre 1990 nehmen. Unter Umständen können Entschuldigungen in den
Le Conseil fédéral est invité, au cas où il déciderait d'introduire Fällen offensichtlicher Missgriffe eine Aera der «Aussöhnung»
un écobonus, à étudier la possibilité d'une restitution partielle begründen.
de l'écobonus aux ayants droit, sous forme d'une abonne- Ist es nun aber tatsächlich unvermeidlich, dass in diesem Wust
ment général. Le montant correspondant des recettes de von Fichen voraussichtlich während einigen Jahren allein
l'écobonus serait mis à la dispostion des transports publics. beim Bund über 80 Personen, wovon ein grosser Teil sehr
qualifizierte Fachkräfte, mit der Aufarbeitung beschäftigt und
Mitunterzeichner-Cosignataires: Biel, Dünki, Günter, Jaeger, möglicherweise Tausende von Rechtsverfahren über alle In-
Kühn, Maeder, Meier Samuel, Weder-Basel, Zwygart (9) stanzen hindurch geführt werden müssen, um dieses «Ge-
schäft» erst in fernen Jahren zu erledigen? Stehen die bundes-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit seitigen Aufwendungen mit voraussichtlich über 50 Millionen
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht Franken überhaupt in einem akzeptablen Verhältnis zum
eine schriftliche Antwort. «Schadenfall»? Dazu wären die analogen Aufwendungen der
Kantone und der Gemeinden zu addieren. Die Offenlegung
Schriftliche Erklärung des Bundesrates der Fichen von Schweizern hat sodann ergeben, dass in
vom 27. Februar 1991 50 Prozent der Fälle die letzten Eintragungen auf 1980 und
Déclaration écrite du Conseil fédéral noch früher zurückgehen und auch zahllose aktuellere Eintra-
du 27 février 1991 gungen kaum hochwertig sind.
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Insgesamt nähert man sich immer mehr dem Eindruck, dass
das Flehen-Unwesen, bei allen unkorrekten Vorgängen und
Präsident: Das Postulat wird von Herrn Scherrer bekämpft. möglichen Rechtsverletzungen, die zu kritisieren bleiben, in
Die Diskussion wird verschoben. vielen öffentlichen Darlegungen überzogen worden ist. Hier-
unter haben heute nicht nur der Bund und zahlreiche Fachstel-
Verschoben - Renvoyé len des Bundes und der Kantone als solche, sondern vor allem
auch zahllose öffentliche Angestellte direkt und indirekt zu lei-
den. Der Freitod eines in keiner Weise bescholtenen kantona-
len Beamten, der mit den Fichen zu tun hatte, sollte Fanalwir-
kung haben. Sodann ist auch das Verhältnis des Bundes zu
den Kantonen und Gemeinden in mehrfacher Hinsicht bereits
seit langem einer bedenklichen Strapazierung ausgesetzt, die
man so sicher nicht gewollt hat. Die Vorgänge mit ihren direk-
ten und indirekten Begleitumständen stehen somit in einem
nur mehr zweifelhaften oder in überhaupt keinem vertretbaren
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Zwygart Schutz der Jugend vor Tabakmissbrauch
Postulat Zwygart Protection des jeunes contre l'abus du tabac
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.960
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 22.03.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 766-767
Page
Pagina
Ref. No 20 019 769
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.