Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 90-940 KI-generiert

Development Cooperation: Bilateral vs. Multilateral Funding

Geschäftsnummer VPB 90-940
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This document concerns an interpellation regarding priorities in development cooperation. The core issue is whether the increasing emphasis on multilateral cooperation programs is negatively impacting direct bilateral aid and support for private aid organizations. The interpellation raises concerns about reduced funding for bilateral projects, potential decreases in collaboration with private charities, and a lack of sufficient oversight for multilateral projects. The response from the Federal Council emphasizes a commitment to prioritizing bilateral aid while acknowledging the necessity of multilateral cooperation in certain areas, assuring continued and potentially increased support for private aid organizations.

Legislator-Regeste

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Development Cooperation: Bilateral vs. Multilateral Funding: Trifft es zu, dass trotz der Aufstockung der Mittel für die Ent- Technik handeln, nicht um vermessene Grossprojekte.

Schlagwörter

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Entwicklungszusammenarbeit Projektfinanzierung Bilaterale Abkommen Darlehen und Subventionen Begriff der Beihilfe Koordinierung der Wirtschaftspolitik
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Volltext

11. März 1991 133 Interpellation Onken

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen semble de la planète. Or nos concitoyens ont toujours ac-

Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière cordé leur confiance principalement à l'aide bilatérale directe

et à celle des oeuvres d'entraide privées. La population aurait

Detailberatung - Discussion par articles donc beaucoup de peine à comprendre et à accepter que les

engagements de la Suisse dans des programmes et des pro-

Titel und Ingress, Art. 1,2 jets multilatéraux, ainsi qu'auprès d'organisations multilatéra-

Antrag der Kommission les, ne portent préjudice à la coopération bilatérale dans son

Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates ensemble, qu'elle soit publique ou privée. J'adresse donc les

questions suivantes au Conseil fédéral:

Titre et préambule, art. 1,2 1. Est-il exact que, pour intensifier la coopération multilatérale,

Proposition de la commission certains programmes bilatéraux seront réduits ou ne pourront

Adhérer à la décision du Conseil national être étendus en dépit des prévisions, bien que l'on ait aug-

menté les moyens destinés à la coopération au développe-

Angenommen -Adopté ment pour la période 1990/1991 ?

2. Est-il exact que la collaboration avec les oeuvres d'entraide

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble privées a été réduite et que des demandes d'expansion ont été

Für Annahme des Entwurfes 35 Stimmen rejetées?

(Einstimmigkeit) 3. Le Conseil fédéral est-il prêt à promouvoir en priorité l'aide

au développement par des contacts bilatéraux et à écarter les

projets multilatéraux au cas où deux initiatives seraient concur-

An den Bundesrat -Au Conseil fédéral rentes? En outre, a-t-il un droit de regard suffisant sur les pro-

jets multilatéraux, et qu'en est-il du contrôle d'efficacité?

4. Le Conseil fédéral est-il prêt à intensifier sa collaboration

avec les oeuvres d'entraide privées, par l'organisation de nou-

veaux projets en régie, par une participation plus importante

#ST# 90.940 au financement de programmes ou par une nouvelle forme de

coopération, par exemple?

Interpellation Onken

Priorjtäten in der Mitunterzeichner - Cosignataires: Bührer, Jaggi, Meier Josi,

Miville, Piller, Roth, Simmen, Weber (8)

Entwicklungszusammenarbeit

Priorités dans la coopération Onken: Seit ich politisch-parlamentarisch aktiv bin, befasse

au développement ich mich auch mit Fragen der Entwicklungszusammenarbeit.

Als junger Kantonsrat bin ich im Jahr 1974 Präsident einer

Grossratskommission geworden, die das kantonale Gesetz

über Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe vor-

zuberaten hatte. Unsere Arbeit geriet damals in die Turbulen-

Wortlaut der Interpellation vom 12. Dezember 1990 zen um die Kredite an die Weltbank-Tochterorganisation, die

Im laufenden Jahr sind zwei gewichtige Rahmenkredite für in- Ida, die International Development Agency. Das Volk lehnte

ternationale Entwicklungszusammenarbeit erneuert worden. diese, wie Sie sich erinnern werden, ab. Wir haben die Kontro-

Um zur Lösung gewisser Probleme gesamtwirtschaftlicher verse sorgfältig analysiert und aus der Abstimmungsdiskus-

oder global-ökologischer Natur beizutragen, ist multilaterale sion Folgerungen für unsere Weiterarbeit gezogen. Diese Fol-

Zusammenarbeit zweifellos unverzichtbar. Im Schweizervolk gerungen lauteten damals, knapp zusammengefasst:

geniessen jedoch seit jeher die bilaterale, direkte Hilfe und 1. Unsere Hilfe muss sich auf die Aermsten der Armen konzen-

jene der privaten Hilfswerke besonderes Vertrauen. Die Bevöl- trieren.

kerung würde deshalb kaum verstehen und akzeptieren, 2. Es muss Hilfe für die Bevölkerung sein, nicht für Regierun-

wenn Verpflichtungen der Schweiz für multilaterale Organisa- gen.

tionen, Programme und Projekte die überschaubare bilaterale 3. Es muss, unter Einbezug der Betroffenen, Hilfe zur Selbst-

Entwicklungszusammenarbeit, sei sie staatlich oder privat, be- hilfe sein.

einträchtigen. Ich frage deshalb den Bundesrat: 4. Es muss sich um überschaubare Vorhaben in angepasster

1. Trifft es zu, dass trotz der Aufstockung der Mittel für die Ent- Technik handeln, nicht um vermessene Grossprojekte.

wicklungszusammenarbeit in der Periode 1990/91 bilaterale 5. Es soll bilaterale Hilfe sein, nicht multilaterale.

Programme gekürzt oder entgegen der Planung nicht ausge- Viele dieser Grundsätze gelten heute unvermindert. Einer

baut werden, um die multilaterale Zusammenarbeit zu stei- scheint jedoch an Verbindlichkeit und Priorität zu verlieren, der

gern? Grundsatz vom Vorrang der Bilateralität unserer Kooperati-

2. Trifft es zu, dass auch die Zusammenarbeit mit den privaten onsbemühungen. Mit wachsendem Abstand von jener Volks-

Hilfswerken zurückgebunden und Gesuche um Ausbau abge- abstimmung Anfang der siebziger Jahre verblasst diese War-

lehnt worden sind? nung des Souveräns, verliert sich - so scheint es - der politi-

3. Ist der Bundesrat bereit, die Entwicklungszusammenarbeit sche Wille, einen ziemlich unzweideutigen Auftrag konse-

über bilaterale Beziehungen prioritär zu fördern und im Kon- quent zu repektieren. Meine Interpellation dient nicht zuletzt

fliktfall multilaterale Vorhaben zurückzustellen? Ueberhaupt: auch dazu, nachhaltig daran zu erinnern und eine klare Grenz-

Genügt im Vergleich die Aufsicht über die multilateralen Pro- ziehung zu fordern.

jekte, und wie sieht die Erfolgskontrolle aus? Multilateralität begegnet uns heute auf Schritt und Tritt und in

4. Ist der Bundesrat bereit, die Zusammenarbeit mit den priva- zunehmendem Masse. Sie beschäftigte uns am letzten Don-

ten Hilfswerken weiter auszubauen, zum Beispiel durch die nerstag bei der Hilfe an die von den Boykottmassnahmen ge-

Uebertragung zusätzlicher Regieprojekte, durch erhöhte Pro- gen Irak am meisten betroffenen Länder und weckte Zweifel

grammfinanzierungsanteile oder durch neue Formen der Zu- an der gezielten, von uns selbst bestimmten Projektorientie-

sammenarbeit? rung der eingesetzten Gelder. Sie wird uns übermorgen wie-

der begegnen, wenn es um die Rahmenkredite der 700-Jahr-

Texfe de l'interpellation du 12 décembre 1990 Feier zugunsten der ärmsten Entwicklungsländer geht, wo

En 1990 ont été renouvelés deux importants crédits de pro- etwa beim Rückkauf von kommerziellen Forderungen zum

gramme pour la coopération internationale au développe- Marktwert vorab von multilateralen Trust funds ausgegangen

ment. Une coopération multilatérale est sans aucun doute in- wird, nicht aber von bilateralen Kooperationen. Das sind bloss

dispensable si l'on veut aider à trouver une solution à certains zwei Beispiele, die sich beliebig vermehren Hessen und die

problèmes économiques ou écologiques qui touchent l'en- eine schleichende Tendenz zur Multilateralisierung der Ent-

Interpellation Onken 134 11 mars 1991

Wicklungszusammenarbeit belegen. Mitunter wird man den der die Inflation noch die zahlreichen Verpflichtungen, diese

Eindruck nicht los, das dezidierte Streben, ja geradezu das sogenannten «notes» von internationalen Organisationen, die

Buhlen der Schweiz um Aufnahme in die Institutionen von nun just im Jahre 1990 eingelöst werden mussten, ergeben

Bretton Woods sei in eine konzertierte politische Strategie ein- eine wirklich hinreichend überzeugende Begründung.

gebettet, deren Druck und deren Ansprüchen sich auch die Di- Irritierend ist aber auch die mangelnde Unité de doctrine inner-

rektion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre halb der DEH, indem die einzelnen Sektionen - nach allem,

Hilfe zu beugen habe. Das, meine ich, verspricht eigentlich was man so hört-mit der entstandenen Situation unterschied-

nichts Gutes. lich umgehen. Die einen kürzen die Projektbeiträge im Sinne

Dabei ist multilateral gewährte Hilfe in begründetem Umfange der Gleichbehandlung linear; andere wiederum verfahren

nicht bestritten. Auch ich stelle ihre Notwendigkeit keineswegs eher selektiv und kürzen vorab jene Vorhaben, gegen die sie

in Frage. Als grundsätzlich tolerabler Richtwert galt seit lan- Vorbehalte hatten.

gem ein Ansatz von 30 Prozent des gesamten Volumens. Die- Aber auch in Sachen bi- und multilateraler Zusammenarbeit

ser Richtwert wird indessen laufend gesteigert. Die Botschaft offenbaren sich, je nach DEH-Sektion, unterschiedliche Ein-

für die neuen Rahmenkredite der Periode 1991 bis 1994 schätzungen und Auffassungen. Es scheint - grob gespro-

spricht bereits von 32,6 Prozent. Und das ist noch nicht einmal chen - zwei Lager zu geben: die Befürworter der Strukturhilfen

die ganze Miete. Die Schweiz finanziert immer häufiger Pro- und der multilateralen Zusammenarbeit auf der einen und die

jekte und Programme mit, die statistisch als bilaterale Hilfe ver- Verteidiger der bilateralen Direkthilfe auf der anderen Seite.

bucht werden, obwohl sie es de facto gar nicht sind. Da gibt es Auch hier besteht ein Klärungsbedarf.

etwa schillernde multi-bilaterale Vorhaben mit reichlich flies- Schliesslich sei noch auf einen letzten Punkt hingewiesen, in

senden Grenzen, es gibt Co-Finanzierungen mit der Ida und dem ebenfalls Prioritäten gesetzt und die Aufgabenzuteilung

zunehmend auch Beteiligungen an Programmen internationa- überdacht werden sollten: Es handelt sich um die Rolle der

ler Organisationen. Wiese man diese Art von technischer Zu- stark ausgebauten Koordinationsbüros der DEH in den Ein-

sammenarbeit und Finanzhilfe ebenfalls ungeschmälert dort satzländern und um ihr Verhältnis zur Arbeit der Hilfswerke.

aus, wo sie eigentlich hingehört, betrüge der Anteil multilatera- Letztere befürchten nämlich - und wohl nicht ganz zu Unrecht

ler Zusammenarbeit schon heute um die 48 und mit der vom -, dass ihnen Aufträge und Regieprojekte zugunsten dieser

Bundesrat beabsichtigten Aufstockung vielleicht schon bald Koordinationsbüros entzogen werden könnten, dass also

einmal über 50 Prozent. Da ist nun ganz entschieden die Not- diese vermehrt in einer klassischen Domäne der Hilfswerke

bremse zu ziehen, eine Neubesinnung zu fordern und eine zum Zuge kommen könnten.

Umorientierung einzuleiten. Zusammenfassend halte ich in sechs Punkten nochmals fest:

Es ist offensichtlich, dass dieser Trend, schon gar, wenn er un- 1. Die multilaterale Hilfe darf nicht mehr weiter ausgebaut wer-

gebremst weiterginge, zu wachsenden Problemen führt. Zu den, sondern sie sollte im Gegenteil den politisch legitimierten

Problemen beispielsweise der Akzeptanz in der Bevölkerung, Richtwerten angepasst werden: nicht mehr als ein Drittel also!

die solche schwer überblickbaren Verpflichtungen bearg- 2. Wo es Konflikte gibt - und die gibt es natürlich -, ist akzen-

wöhnt und internationalen Organisationen skeptisch begeg- tuiert zugunsten der bilateralen Massnahmen zu entscheiden.

net, während sie den nationalen Hilfswerken und auch der 3. Der Aufsicht über die multilateralen Programme ist noch

nachprüfbaren Kompetenz der DEH-Fachleute eher Vertrauen grösseres Gewicht beizumessen.

entgegenzubringen geneigt ist. 4. Die Hilfswerke brauchen den Dialog und die Förderung der

Zu Problemen der Kontrolle aber auch, denn es ist in der Tat zu DEH. Sie sind auf Kontinuität in der Zusammenarbeit und auf

fragen, wie diese internationalen Projekte eigentlich noch be- eine einschätzbare, verlässliche Finanzplanung angewiesen.

aufsichtigt und überprüft werden: mit welchen Instrumenten, Diese ist ihnen auch zu gewährleisten.

mit welchem Wirkungsgrad, mit welcher Verlässlichkeit? Lässt 5. Widersprüchliche Grundhaltungen innerhalb der DEH sind

sich denn im Ernst die Diskrepanz bestreiten, die zwischen der zu klären und in eine kohärente Politik einzubetten.

straffen Aufsicht über die Hilfswerke besteht, die in das Korsett 6. Schliesslich - mit alledem verbunden -: Das neue Leitbild,

halbjährlicher Abrechnungen und Zwischenberichte ge- das die Kommission für auswärtige Angelegenheiten des

zwängt sind, und dem doch eher largen, weitmaschigen Kon- Ständerates in einem Kommissionspostulat gefordert hat, ist

trollraster bei multilateralen Vorhaben von ungleich grösserer raschmöglichst vorzulegen und soll die hier aufgeworfenen

finanzieller Dimension? Hier wird nicht mit der gleichen Elle Fragen vertieft analysieren und beantworten.

gemessen, übrigens schon bei den Beteiligungen selbst

nicht, bei der Vergabe der Gelder, und das kann auf die Dauer M. Felber, conseiller fédéral: Je voudrais placer la réponse à

nicht gutgehen. l'interpellation de M. Onken, conseiller aux Etats, sous le signe

Leidtragende sind nicht zuletzt die schweizerischen Hilfs- de la plus grande objectivité possible, étant donné que je ne

werke, die im Bewusstsein unserer Bevölkerung verankert suis pas le porte-parole des oeuvres d'entraide.

sind, deren Umsicht in der Projektauswahl und deren direk- En 1990, la répartition des dépenses de la Confédération pour

tem, persönlichem Engagement man vertraut und die durch la coopération au développement entre les programmes bila-

ihre Aufklärungs- und Informationsarbeit viel zur gewandelten téraux et les programmes multilatéraux n'a pas subi de modifi-

Problemsicht im Volk beigetragen haben. Wenn die multilate- cation par rapport aux années précédentes. La part des dé-

rale Hilfe unaufhaltsam steigt, muss das auch zu ihren Lasten penses consacrées à des cofinancements avec l'Agence inter-

gehen. Ihr Kuchenstück wird kleiner. Das ist einfach eine Tat- nationale de développement a par ailleurs diminué et cela en

sache. Zwischen dem geplanten Projektvolumen der Interco- réponse à la situation financière de la Direction pour la coopé-

operation, zu dem sie übrigens durch eine recht optimistische ration au développement et l'aide humanitaire. Les dépenses,

Direktion ausdrücklich ermuntert worden war, und der heuti- sur ce plan-là, sont en effet passées de 85,1 millions en 1989 à

gen bitteren Finanzierungsrealität klafft für das Jahr 1991 eine 67,9 millions en 1990. Il est vrai que certaines difficultés de pro-

Lücke von 7 Millionen Franken. grammation - ce qui est tout àfait normal étant donné les volu-

Die Konsequenzen sind absehbar. Die Arbeit der Hilfswerke mes d'investissement ou d'aide qui sont envisagés chaque

wird beeinträchtigt. Projektziele müssen reduziert, Arbeitspro- année - sont apparues en 1990 dans le programme de coopé-

gramme angepasst, Investitionen verschoben, Hilfsmassnah- ration technique et d'aide financière, dues, notamment, à l'ac-

men gestrichen werden. Kapazitäten, im Hinblick auf die ver- célération de l'inflation qui augmente les dépenses mais sur-

heissene gute Entwicklung geschaffen, liegen jetzt brach. tout à un niveau trop élevé de surprogrammation. Certaines

Statt Ermutigung und Ausbau herrscht eher Verunsicherung opérations qui avaient été prévues pour 1990 et qui n'étaient

und Abbau. Friktionen und Aerger sind die Folge. pas réalisables cette année-là ont dû être renvoyées en 1991.

Woran liegt es nun? Die Direktion spricht von Finanzierungs- Ces corrections ont porté sur l'ensemble des programmes de

engpässen, die zu Missverständnissen geführt hätten. Man la Direction de la coopération et de l'aide humanitaire. Elles

müsste aber, wenn das zuträfe, eher an ihrem Finanzmanage- ont aussi touché, bien sûr, certaines opérations réalisées en

ment zweifeln. Vielleicht sollte hier tatsächlich die parlamenta- collaboration avec les oeuvres d'entraide. Elles ont un carac-

rische Aufsicht einmal eine kritische Sonde anlegen, denn we- tère unique. Elles sont apparues pour la première fois, elles

11. März 1991 135 Interpellation Onken

ont été mesurées et elles ne doivent pas réapparaître à l'ave- trouver une nouvelle collaboration. Ainsi on pourra, par exem-

nir. Elles n'ont pas eu pour conséquence une réduction du ple, considérer la possibilité de confier aux oeuvres d'entraide

programme bilatéral par rapport à l'année précédente mais la conduite de programmes et de projets dans le secteur ou le

elles en ont freiné l'accroissement prévu. domaine du désendettement, là où nous pourrons libérer des

La politique constante du Conseil fédéral a été d'assurer - et là fonds de contrepartie.

nous rejoignons les préoccupations de l'interpellateur - une J'ajouterai simplement que le Conseil fédéral ne partage pas

prépondérance à l'aide bilatérale mais nous reconnaissons le point de vue selon lequel les cofinancements pratiqués par

bien sûr aussi, comme vous Monsieur le Conseiller aux Etats, la Confédération ou aides associées soient une aide multilaté-

le caractère fondamental dans certains domaines de la coopé- rale déguisée. Nous nous sommes déjà expliqués à ce sujet

ration multilatérale, qui pour certains problèmes, est l'appro- dans les divers messages concernant la coopération techni-

che la plus efficace. Le Conseil fédéral a d'ailleurs décrit la que et l'aide financière pour ce type de projets cofinancés par

place de la coopération multilatérale et l'expérience de la la DDA. Et pour ces programmes, c'est toujours nous qui dé-

Suisse en cette matière, notamment en ce qui concerne le terminons, premièrement, les pays bénéficiaires et, deuxième-

contrôle de l'efficacité de ces actions, dans le message du ment, la nature du programme. Les offices responsables, qu'il

21 janvier de l'année dernière, et il demandait un nouveau cré- s'agisse de la DDA ou de l'Office fédéral des affaires économi-

dit-cadre pour la coopération technique. ques extérieures, sont associés étroitement à la préparation, à

Le Conseil fédéral accorde une très grande importance à la la négociation et au suivi des opération. Enfin, il ne s'agit pas

collaboration avec les oeuvres suisses d'entraide, nous d'accorder en cofinancement des volumes importants, mais

l'avons relevé dans notre message de l'année passée au chaque décision est prise individuellement par le Conseil fédé-

chapitre 46. Nous avons donc l'intention de poursuivre le sou- ral, dès qu'il s'agit d'un montant de plus de 5 millions de

tien qui leur est accordé sous forme de contributions à leurs francs. Si nous recourons à des organisations internationales

propres actions, et aussi d'accroître ce soutien dans la mesure pour une partie de ces cofinancements, programme bilatéral,

où les oeuvres d'entraide sont à même de développer leurs c'est que souvent, dans certains Etats où nous ne sommes

programmes. Les oeuvres d'entraide, comme les services offi- pas engagés et ou les oeuvres d'entraide privées suisses

ciels, se heurtent aussi à des difficultés d'extension. n'ont pas d'engagement définitif dans le même domaine, ces

La ODA a passé des accords-cadres pluriannuels avec huit programmes de cofinancements sont mieux à même de réali-

oeuvres d'entraide, qui fixent le volume de sa contribution et ser certaines actions qui correspondent à des besoins impor-

les critères d'appréciation des projets qui sont retenus pour tants et prioritaires de nos partenaires, dans le sens des objec-

une de nos contributions. La plupart de ces accords-cadres tifs de notre loi que vous avez, à juste titre, rappelés. C'est les

ont été renouvelés l'année dernière, en 1990. En moyenne, les éléments que nous pouvons vous rappeler.

engagements annuels de la Confédération pour les oeuvres Je terminerai en vous disant, Monsieur le Conseiller aux Etats,

d'entraide seront supérieurs de 23 pour cent à ce qu'ils étaient que le modèle «DEH-Leitbild», qui a été demandé par la Com-

en vertu des accords précédents. mission des affaires étrangères de votre conseil, est terminé.

Des accords-cadres sont actuellement à l'étude en faveur Nous allons l'imprimer et le distribuer selon les moyens tradi-

d'autres oeuvres d'entraide, qui avaient peut-être jusqu'à pré- tionnels. Il va de soi que les membres de la Commission des

sent échappé à cette collaboration, ou qui sont nouvelles, et affaires étrangères le recevront. Nous réanalysons notre ac-

qui présentent un volume d'activité important, de même tion, nous la réanalysons d'une manière critique aussi en ce

qu'une procédure simplifiée pour accorder des contributions qui concerne nos propres services. Nous essayons de souli-

à des projets spécifiques d'oeuvres d'entraide qui ne peuvent gner encore cette collaboration nécessaire avec les oeuvres

pas être mises au bénéfice d'accords-cadres. C'est donc là un d'entraide et de poser d'une manière plus globale, comme

élargissement de nos possibilités. La DDA soutient en outre nous l'avions fait et vous l'aviez agréé dans notre message de

l'envoi de volontaires des oeuvres d'entraide, et ses contribu- l'année passée d'une manière critique, l'aide et la coopération

tions au titre d'envois de volontaires ont été augmentées de technique en général, en nous appuyant de plus en plus sur

35 pour cent en 1990. les besoins propres des pays, tels qu'ils ont été déterminés

En ce qui concerne les collaborations sous forme de régies, par leur population.

c'est-à-dire la réalisation de projets de la Confédération par les Voilà ce que nous voulions répondre à cette interpellation.

oeuvres d'entraide, elles continuent et elles continueront à Nous estimons utile de pouvoir vous assurer de la volonté du

rencontrer tout notre intérêt. Le contenu et le volume de cette Conseil fédéral de ne pas déplacer l'aide financière de la

forme de coopération doivent cependant tenir compte du pro- Confédération en faveur de l'aide multilatérale et au détriment

gramme propre de la DDA, qui est évidemment déterminé en de l'aide bilatérale.

fonction des priorités fixées par le Conseil fédéral et les be-

soins des pays partenaires. Onken: Ich danke dem Bundesrat für die eingehende Antwort.

Par ailleurs, certains aménagements des contrats de régie et Ich erkläre mich als davon weitgehend befriedigt und danke

des accords de contributions sont pris pour faciliter les métho- ihm nicht zuletzt für die verschiedenen beruhigenden Ausfüh-

des de gestion, ce qui nous paraît un élément très important rungen, die er gemacht hat, die hoffentlich auch die Hilfswerke

dans la nouvelle politique que nous essayons de développer. beruhigen werden, die ja unersetzliche Partner bleiben. Ich

Une étude est en cours actuellement pour recalculer le mon- bin vor allem beruhigt von der Absicht, dass die Zusammenar-

tant qu'il convient de prendre en compte pour les frais de ges- beit sogar noch gestärkt und die Unterstützung ausgebaut

tion des projets par les oeuvres d'entraide. Le montant retenu werdensollen.

devra, en fait, encourager la qualité du travail et conduire à un Auf der anderen Seite habe ich ein paar Fragen aufgeworfen,

renforcement de la capacité de gestion de ces mêmes oeu- die in der Interpellation nicht explizit erwähnt worden sind. Sie

vres d'entraide lorsque cela s'avère utile. Le Conseil fédéral konnten deshalb wohl hier noch nicht beantwortet werden. Ich

n'envisage pas d'accroître la proportion que représente la vertraue darauf, dass darüber im Leitbild noch mehr zu erfah-

contribution de la Confédération aux actions propres des oeu- ren sein wird, und bin sehr darauf gespannt, wie dieses Leit-

vres d'entraide. Cette proportion, aujourd'hui, peut aller bild aussehen wird.

jusqu'à 66 pour cent dans des actions propres, définies par

les oeuvres d'entraide elles-mêmes. Aller au-delà signifierait Herr Cavelty übernimmt den Vorsitz

qu'on pourrait modifier le caractère de la collaboration et M. Cavelty prend la présidence

qu'en fait on transformerait les actions propres des oeuvres

d'entraide en actions de la Confédération. Le Conseil fédéral

est intéressé, par contre, et nous rejoignons l'interpellateur, au

développement de nouvelles formes de coopération avec les

oeuvres d'entraide. Les mesures que vous envisagez sur le

plan du désendettement, dont vous avez parlé, Monsieur le

conseiller, seront certainement pour nous une occasion de

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Onken Prioritäten in der Entwicklungszusammenarbeit

Interpellation Onken Priorités dans la coopération au développement

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1991

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 05

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.940

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 11.03.1991 - 18:15

Date

Data

Seite 133-135

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Ref. No 20 019 870

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