Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 90-908 KI-generiert

Federal Police Surveillance Legality Upheld

Geschäftsnummer VPB 90-908
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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A parliamentary motion questioned the legality of federal political police activities, as a cantonal court had ruled them unlawful due to a lack of constitutional or legislative basis. The Federal Council, however, cited a Federal Supreme Court decision that affirmed federal competence and deemed the cantonal court's interpretation incorrect, thus considering the current reduced information processing by the federal police in preventing criminal acts to be lawful, leading to the motion being withdrawn.

Legislator-Regeste

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Art. 68 GRN-Catégorie, Art. 68 GRN-Catégorie V, art. 68RCN; Federal Police Surveillance Legality Upheld: The Federal Council, however, cited a Federal Supreme Court decision that affirmed federal competence and deemed the cantonal court's interpretation incorrect, thus considering the current reduced information processing by the federal police in preventing criminal acts to be lawful, leading to the motion being withdrawn.

Schlagwörter

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Gesetzgebungszuständigkeit Polizei und öffentliche Ordnung Überwachungsmaterial Informationsverarbeitung politische Betätigung Verfassungsmäßigkeit der Gesetze

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 68 GRN-Catégorie
Kategorie V, Art 68 GRN-Catégorie V, art. 68RCN
Art. 68 GRN-Catégorie V, art. 68RCN
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 68 GRN-Catégorie V, art. 68RCN

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Volltext

Motion du groupe écologiste 716 N 2 juin 1992

5. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die heute verant- Dossiers nicht erfolgt Er hat gestern seine Interessen in dieser

wortlichen Beamten ihren Arbeitsbereich gut kennen. Wie weit Sachlage nicht offengelegt, sondern finanziell argumentiert.

von ihnen genaue Kenntnisse über abgeschlossene Ereig- Erstaunt hat mich, dass jene Partei, nämlich die freisinnige, die

nisse verlangt werden können, die sich vor ihrem Amtseintritt in diesem Land immer wieder die Fahne der Freiheit und der

ereignet haben, lässt sich auch aufgrund der PUK-Berichte Bürgerrechte hochhält, gestern für Wortbruch gestimmt hat,

nachträglich nicht feststellen. dass diese Partei die Rechte der Bürgerinnen und Bürger be-

6. Die Aufsicht über die Ueberwachung des Telefonverkehrs schränkt hat, dass diese Partei hier Wortbruch begangen hat.

wird seit dem 1. Oktober 1979 durch den Präsidenten der An- Ich finde das unerträglich und kann nur hoffen, dass die Kor-

klagekammer geführt. Nach den Feststellungen der PUK wur- rektur im Ständerat erfolgt

den die gesetzlichen Vorschriften und Verfahren eingehalten. Der Zusammenhang mit dieser Interpellation ist offensichtlich.

Der Bundesrat lässt sich über die laufenden Operationen infor- Wir haben den Bundesrat gefragt, ob er nicht auch die Leute,

mieren. welche in Spezialkarteien registriert waren, benachrichtigen

würde. Wenn die Dossiereinsicht erfolgen würde, kämen

Rapport écrit du Conseil fédéral diese Spezialkarteien ans Licht. Wirfragten den Bundesrat, wo

du 24 septembre 1990 denn der dritte Mikrofilm sei. Der Bundesrat antwortete, es

1. Nous nous référons à la réponse donnée au groupe socia- gebe keinen dritten Mikrofilm. Dabei haben einzelne Personen

liste concernant la motion: «Fichiers spéciaux Notification gegenüber....

d'office aux personnes enregistrées» (90.543 du 8 juin 1990).

2. Le Conseil fédéral ne dispose d'aucun élément concret per- Präsident: Herr Bodenmann, wir müssen formell richtig vor-

mettant de conclure qu'il existe plus des deux exemplaires des gehen. Sie können erklären, ob Sie von der Antwort befriedigt

microfilms. Tous deux sont aujourd'hui en mains du préposé sind oder nicht. Sind Sie nicht befriedigt, müssen Sie Diskus-

spécial au traitement des documents établis pour assurer la sion beantragen, und erst dann können wir diskutieren - so-

sécurité de l'Etat. fern der Rat zustimmt.

3. Le 18 juin 1990, le Conseil fédéral a nommé un représentant

spécial du procureur général chargé de mener une enquête Bodenmann: Wir beantragen Diskussion.

judiciaire pour élucider les soupçons d'actes répréhensibles

formulés par la CEP. Il faudra examiner de cas en cas s'il Abstimmung - Vote

convient de suspendre de leurs fonctions les agents accusés Für den Antrag auf Diskussion 44 Stimmen

d'actions incorrectes. Il est impossible d'arrêter des décisions Dagegen 58 Stimmen

à caractère général à cet égard. Les principales personnes qui

seront directement concernées par la procédure d'enquête ju- Bodenmann: Ich bin auch unbefriedigt von der Tatsache,

diciaire ne travaillent plus au Ministère public de la Confédéra- dass man hier nicht einmal diskutieren kann.

tion. Le risque d'élimination de preuves matérielles n'existe

pas, car les dossiers entrant en ligne de compte ont été tous

remis au représentant spécial.

4. Lors du débat parlementaire relatif au rapport complémen-

taire de la CEP, le Conseil fédéral a démontré sans équivoque #ST# 90.908

qu'il n'avait en aucune manière gêné les travaux de la CEP.

5. Le Conseil fédéral estime que les fonctionnaires en charge Motion

aujourd'hui connaissent bien leur domaine d'activité. Les rap- der grünen Fraktion

ports de la CEP ne permettent pas non plus de déterminer Rechtswidrige politische Polizei

après coup dans quelle mesure on peut exiger de ces fonc-

tionnaires des connaissances précises sur des événements Motion

terminés qui se sont produits avant leur entrée en fonction. du groupe écologiste

6. La surveillance relative aux écoutes téléphoniques est de- Illégalité de la police politique

puis le 1er octobre 1979 du ressort du président de la Cham-

bre d'accusation. Selon les constatations de la CEP, les pres-

criptions légales et la procédure ont été respectées. Le

Conseil fédéral se renseigne sur les opérations en cours.

Wortlaut der Motion vom 19. November 1990

Bodenmann: Vor rund zwei Jahren haben wir eine Interpella- Das Verfassungsgericht des Kantons Basel-Landschaft hat

tion in dieser Sache eingereicht; drei Monate später hat der am 7. November 1990 vorfrageweise festgestellt, die Tätigkeit

Bundesrat unbefriedigend geantwortet, und erst zwei Jahre der politischen Polizei des Bundes sei rechtswidrig. Nach Auf-

später kommen wir zu einer Diskussion über dieses Thema fassung des Gerichts fehlt es dem Bund für eine politisch-poli-

Das ist eine an und für sich ineffiziente Arbeitsweise des Parla- zeiliche Tätigkeit an einer Grundlage sowohl in der Bundesver-

ments. Ich hätte gerne auf eine Begründung dieser Interpella- fassung als auch in einem Gesetz.

tion beziehungsweise auf eine Begründung meiner Nichtzu- Der Bundesrat wird demzufolge eingeladen, ohne Verzug

friedenheit verzichtet, wenn gestern der Nationalrat dem Stän- 1. jegliche Tätigkeit der politischen Polizei einzustellen;

derat gefolgt wäre und die Einsicht in die Dossiers beschlos- 2. die Verordnung vom 5. März 1990 aufzuheben;

sen hätte. 3. seinen Widerstand gegen die Gewährung der Einsicht in Fi-

Ich erinnere Sie noch einmal an die Ausgangslage in dieser chen und Dossiers durch die kantonalen Behörden aufzuge-

Frage: 300 000 Schweizerinnen und Schweizer haben Ein- ben;

sicht in ihre Pichen und Dossiers verlangt. Der Bundesrat hat 4. dafür zu sorgen, dass beim Bund vorhandene Akten nicht

ihnen diese Einsicht versprochen und rechtlich zugesichert vernichtet werden, um den verfassungsmässigen Anspruch

Der zuständige Ombudsmann - vom Bundesrat gewählt - hat auf Einsicht, welcher den Betroffenen zusteht, ungeschmälert

mehreren hundert Fichierten persönlich die volle Einsicht in zu erhalten;

die Dossiers versprochen. Der Ständerat hat in seiner Mehr- 5. das Verfahren der Einsichtnahme so zu ändern, dass den

heit - und dies dank den freisinnigen Vertretern - beschlos- Personen, die Einsicht verlangt haben, vollständige Kopien

sen, dass die Dossiereinsicht vollumfänglich aufrechterhalten von Fichen und Dossiers zugestellt werden beziehungsweise

bleibt, dass man weiter geht, als dies der Bundesrat vorge- eine unzensurierte, vollständige Einsichtnahme gewährt wird.

schlagen hat

Gestern kam Herr Leuba mit einem Minderheitsantrag, und Texte de la motion du 19 novembre 1990

jetzt muss ich sagen: Herr Leuba ist ein Direktinteressierter. La Cour constitutionnelle du canton de Bàie-Campagne a

Unter seiner Amtsführung wurde im Kanton Waadt massiv fi- constaté le 7 novembre 1990, au titre de question préjudi-

chiert. Er hat alles Interesse daran, dass die Einsicht in die cielle, que les activités de la police politique fédérale étaient

2. Juni 1992 N 717 Doppelbesteuerung. Abkommen mit Polen

contraires au droit, vu que la Confédération ne peut se préva- #ST# 91.063

loir ni de la constitution ni d'aucune loi pour exercer ce type

d'activités. Doppelbesteuerung.

Le Conseil fédéral est donc chargé, sans délai, Abkommen mit Polen

1. d'arrêter toutes les activités de la police politique;

2. d'abroger l'ordonnance du 5 mars 1990; Double imposition.

3. de cesser de s'opposer à ce que les autorités des cantons Convention avec la Pologne

permettent aux intéressés de consulter les fiches qui les

concernent;

4. de veiller à ce que les documents en possession de la Botschaft und Beschlussentwurf vom 23. Oktober 1991 (BBIIV 933)

Message et projet d'arrêté du 23 octobre 1991 (FF IV 917)

Confédération ne soient pas détruits afin que soit maintenu le

droit de les consulter, droit que la constitution garantit aux inté- Beschluss des Ständerates vom 3. März 1992

Décision du Conseil des Etats du 3 mars 1992

ressés;

Kategorie V, Art 68 GRN-Catégorie V, art. 68RCN

5. de modifier la procédure pour que les personnes qui ont de-

mandé à voir leur(s) fiche(s) en reçoivent une copie complète

ou qu'elles puissent les consulter dans leur intégralité, donc

non censurées.

Schriftliche Begründung Herr Rychen unterbreitet im Namen der Kommission den fol-

Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen genden schriftlichen Bericht:

eine schriftliche Antwort.

Die politischen Aenderungen in Osteuropa haben es auch

Développement par écrit Polen ermöglicht, sich grundlegend zu öffnen. Seit Ende

Les auteurs renoncent au développement et demandent une 1989 werden in diesem Land grosse Anstrengungen unter-

réponse écrite. nommen, um eine marktwirtschaftliche Ordnung einzufüh-

ren. Damit wurde auch Polen interessanter für westliche Inve-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates storen. Die Initiative für die Gesprächsaufnahme ging von

vom 28. August 1991 polnischer Seite aus. Erste Gespräche fanden im Frühjahr

Das Bundesgericht hat am 29. Mai 1991 über die staatsrechtli- 1990 statt.

che Klage des Bundes gegen den Kanton Basel-Landschaft Das Abkommen vermittelt - neben der Beseitigung der Dop-

entschieden, welche im wesentlichen den von den Motionä- pelbesteuerung - den in Polen tätigen Firmen auch einen ge-

ren zum Anlass ihres Vorstosses genommenen Entscheid be- wissen steuerlichen Schutz, begünstigt neue schweizerische

traf. Das Bundesgericht hat dabei die Bundeskompetenz be- Investitionen und verhindert steuerlich bedingte Wettbewerbs-

jaht und die Auslegung des massgebenden Bundesrechts nachteile der schweizerischen Unternehmen gegenüber ihren

durch das Verfassungsgericht Basel-Landschaft als unrichtig Konkurrenten aus anderen Industriestaaten. Der Abschluss

erklärt. Der Bundesrat sieht sich deshalb in seiner Auffassung des vorliegenden Doppelbesteuerungsabkommens ist auch

bestätigt, dass die heutige reduzierte Informationsbearbei- Bestandteil der bundesrätlichen Politik der verstärkten Zusam-

tung im Vorfeld strafbarer Handlungen durch die Bundespoli- menarbeit mit den osteuropäischen Staaten.

zei rechtmässig ist Die wichtigsten Bestimmungen des Abkommens:

- Geltungsbereich: Das Abkommen gilt für die Steuern vom

Rapport écrit du Conseil fédéral Einkommen und Vermögen mit Ausnahme der an der Quelle

du 28 août 1991 erhobenen Steuern von Lotteriegewinnen.

Le 29 mai 1991, le Tribunal fédéral a tranché la réclamation de - Dividenden: Die Steuer zugunsten des Quellenstaates be-

droit public de la Confédération contre le canton de Bâle-Cam- trägt 5 Prozent (Beteiligungen) bzw. 15 Prozent (Streubesitz).

pagne, qui concernait pour l'essentiel la décision à la base de -Zinsen: Die Steuer zugunsten des Quellenstaates ist auf

l'intervention des auteurs de la motion. Dans sa décision, le 10 Prozent begrenzt.

Tribunal fédéral a reconnu la compétence de la Confédération - Lizenzgebühren: Die Lizenzgebühren können zurzeit nur im

et a déclaré que l'interprétation du droit fédéral faite par le tri- Wohnsitzstaat des Empfängers besteuert werden.

bunal constitutionnel du canton de Baie-Campagne était erro- -Vermeidung der Doppelbesteuerung: Polen und die

née. En conséquence, le Conseil fédéral se sent conforté dans Schweiz vermeiden die Doppelbesteuerung durch Steuerbe-

son opinion selon laquelle le traitement réduit d'informations freiung. Die Anwendung des Gesamtsatzes bleibt vorbehal-

effectué aujourd'hui par la police fédérale dans le domaine de ten. Für Dividenden und Zinsen gewährt Polen die im internen

la prévention d'actes criminels est conforme à la loi. Recht vorgesehene Steueranrechnung. Die Schweiz wendet

bezüglich Dividenden und Zinsen die pauschale Steueran-

Schriftliche Erklärung des Bundesrates rechnung an.

Der Bundesrat beantragt, die Motion abzuschreiben. - Finanzielle Auswirkungen: Für die Schweiz ergeben sich

Einbussen insbesondere durch die teilweise Rückerstattung

Déclaration écrite du Conseil fédéral der Verrechnungssteuer und die vollständige oder teilweise

Le Conseil fédéral propose de classer la motion. Anrechnung der von Polen auf Dividenden und Zinsen erho-

benen Quellensteuer. Diese Einbussen werden angesichts

Präsident: Die grüne Fraktion lässt mitteilen, dass sie mit der der unbedeutenden polnischen Investitionen in der Schweiz

Abschreibung der Motion einverstanden ist. gering sein. Hingegen werden die schweizerischen Fisken

durch die 1967 eingeführte pauschale Steueranrechnung be-

Abgeschrieben - Classé lastet.

M. Rychen présente au nom de la commission le rapport écrit

suivant:

Les bouleversements politiques survenus en Europe de l'Est

ont aussi permis à la Pologne de s'ouvrir largement. Depuis la

fin de 1989, ce pays fait de gros efforts pour instaurer une éco-

nomie de marché, devenant ainsi plus intéressant pour les in-

vestisseurs occidentaux. La Pologne a pris l'initiative d'enga-

ger des pourparlers avec la Suisse, et une première série

d'entretiens ont eu lieu au printemps 1990.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion der grünen Fraktion Rechtswidrige politische Polizei

Motion du groupe écologiste Illégalité de la police politique

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1992

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 02

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.908

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 02.06.1992 - 08:00

Date

Data

Seite 716-717

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Ref. No 20 021 204

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