Sewage Sludge Fertilizer Organic Pollutant Control
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered the issue of controlling organic pollutants in sewage sludge used as fertilizer. While previous studies in 1985 and 1986 indicated low risk, the court found that a lack of control was insufficient due to lingering uncertainties. The court reasoned that a duty of diligence required implementing controls to prevent soil pollution and to encourage the judicious use of sewage sludge, supporting the need for the research institute to undertake such monitoring.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 1 KSVo, Art. 23 des Landwirtschaftsgesetzes; Sewage Sludge Fertilizer Organic Pollutant Control: While previous studies in 1985 and 1986 indicated low risk, the court found that a lack of control was insufficient due to lingering uncertainties. The court reasoned that a duty of diligence required implementing controls to prevent soil pollution and to encourage the judicious use of sewage sludge, supporting the need for the research institute to undertake such monitoring.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as a possibility to modify the quota system.
Volltext
14. Dezember 1990 N 2465 Interpellation Gardiol
(matières premières), on a étudié pour la première fois en 1985 weltunverträglichkeit routinemässig analytisch erfasst werden
et 1986 le danger que représentent les polluants organiques müssen. Das wissenschaftliche Interesse konzentriert sich auf
qui se trouvent dans les boues d'épuration utilisées comme die Gruppe der sogenannten adsorbierbaren organischen Ha-
engrais. Les risques constatés n'avaient alors pas paru trop logenverbindungen (AOX). Die FAC wird deshalb ein vom
graves. L'absence de tout contrôle n'est cependant pas satis- Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft finanziell unter-
faisante, en raison des incertitudes qui subsistent. stütztes Projekt in Angriff nehmen, welches in den kommen-
L'institut précité ne procède à aucun contrôle des polluants or- den drei bis fünf Jahren die nötigen wissenschaftlichen und
ganiques et n'a encore pris aucune disposition pour le faire. technischen Voraussetzungen für die routinemässige Erfas-
En vertu du devoir de diligence, il s'imposerait toutefois de pro- sung organischer Schadstoffe im Klärschlamm und im Boden
céder à des contrôles, afin d'éviter une pollution des sols qui schaffen soll. Dieses Projekt knüpft an ein schweizerisches
n'est pas inéluctable et d'encourager simultanément l'utilisa- Cost-Projekt an, welches methodische Grundlagen zur Erfas-
tion judicieuse des boues d'épuration. sung solcher Stoffe liefern soll. Im Ergebnis erhofft man sich
A cet égard, je me permets de poser les questions suivantes auch bessere Hinweise über Massnahmen zur Vermeidung
au Conseil fédéral: der Belastung von Klärschlamm und Böden mit organischen
1. Le Conseil fédéral n'est-il pas également d'avis qu'il importe Schadstoffen.
d'assurer un contrôle intégral de la qualité des boues d'épura- Die unter Punkt 1 zitierten Aufgaben der FAC, die in vollem
tion utilisées dans l'agriculture? Umfang auch für die Kompostverwertung in der Landwirt-
2. Ne serait-il pas indiqué de charger l'institut de recherche schaft gelten, sind in dieser Deutlichkeit erst im Entwurf der
précité de procéder à un contrôle qui porterait aussi sur la pré- Aenderung der StoV vorgesehen. Obwohl auch in diesem Ent-
sence de polluants organiques? wurf nur die Schwermetalle namentlich aufgeführt sind, würde
3. Quelles mesures le gouvernement prend-il pour permettre der vorliegende Text eine Ausdehnung der Kontrolle auf an-
à l'institut d'effectuer les contrôles nécessaires et de fournir dere Inhaltsstoffe erlauben. Damit sind auf der Stufe der Ge-
l'assistance requise? setzgebung die Instrumente vorgesehen, die eine moderne,
umweltverträgliche Abfallverwertung voraussetzt. Diese bein-
Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun halten auch die Organisation einer Fachberatung.
3. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass für eine umfassende
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Qualitätsüberwachung des Klärschlamms, der in der Land-
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht wirtschaft verwertet werden soll, entsprechende Mittel zur Ver-
eine schriftliche Antwort. fügung gestellt werden müssen. Er ist bereit zu prüfen, auf wel-
che Weise diesem berechtigten Anliegen entsprochen werden
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates kann.
vom 21. November 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra-
du 21 novembre 1990 tes befriedigt.
Der Bundesrat nimmt zu den drei Fragen des Interpellanten
wie folgt Stellung:
1. Die Verwertung von Klärschlamm setzt eine umfassende
Qualitätskontrolle des Produktes voraus. Dies gilt für alle Dün-
gemittel, in verstärktem Mass aber für Klärschlamm, da über
das Kanalisationssystem neben erwünschten Pflanzennähr- #ST# 90.858
stoffen eine grosse Zahl verschiedener organischer und anor-
ganischer Schadstoffe aus mannigfachen Quellen in die Ära Interpellation Gardiol
gelangen und in vielen Fällen im Schlamm konzentriert wer-
den. Rebbaubeschluss
Seit 8. April 1981 wird für landwirtschaftlich verwertete Klär- Arrêté sur la viticulture
schlämme gemäss Klärschlammverordnung SR 814.225.23
(KSVo) u. a. eine Qualitätskontrolle verlangt. Diese umfasst
den Düngerwert, den Gehalt an Schadstoffen und Enterobac-
teriaceen. Gemäss dem damaligen Stand der Kenntnisse um-
fasst die Schadstoffkontrolle nur die in der KSVo aufgeführten Wortlaut der Interpellation vom 5. Oktober 1990
Schwermetalle. Vor sechs Monaten haben Volk und Stände den Bundesbe-
Die Auswertung der Erhebungen über die Schwermetallge- schluss über den Rebbau verworfen, weil er:
halte im Klärschlamm in den letzten Jahren erlaubt eine posi- - das anachronistische System der Kontigente beibehielt und
tive Bilanz. Durch Massnahmen an der Quelle wurde die - die Qualitätsvorschriften nicht streng genug waren.
Schwermetallbelastung der Abwässer-und damit sowohl der Wir stellen dem Bundesrat folgende Fragen:
Klärschlämme wie der Vorfluter - stark reduziert. Die grössten 1. Kann er uns darlegen, wann und wie er dem Volkswillen ent-
Erfolge zeigen sich bei Cadmium, Blei und Zink. Damit ist ein sprechen will, der in der Abstimmung deutlich geworden ist?
wichtiges Ziel der KSVo erreicht worden. Die Forschungsan- 2. Beabsichtigt er
stalt für Agrikulturchemie und Umwelthygiene, Liebefeld - von den in Artikel 23 des Landwirtschaftsgesetzes enthalte-
(FAC), hat die Aufgabe, die Qualitätskontrolle von Düngern nen Möglichkeiten Gebrauch zu machen, um das System der
durchzuführen; dies sowohl für landwirtschaftliche (Art. 4 Kontingente zu ändern?
Hilfsstoffverordnung, SR 916.051; Düngemittelbuch) wie für - das Weinstatut und die Lebensmittelverordnung abzuän-
nichtlandwirtschaftliche Verwendung (Art. 21 Stoffverordnung dern, damit die drei Erlasse aufeinander abgestimmt werden
SR 814.013, StoV). Zu den Düngern zählt auch Klärschlamm können?
inklusive alle weiter aufbereiteten Formen (Art. 1 KSVo; An- -zusätzlich zum Mindestöchslegrad auch weitere Mindest-
hang 4.5 und Entwurf Aenderung StoV; Anhang 4.5). vorschriften zur Begrenzung der Erntemenge pro m2 einzufüh-
2. Seit Erlass der KSVo stellt sich die Frage, ob aufgrund der ren (zum Beispiel 1,4 kg/m2 für weisse Traubensorten,
Belastung der Klärschlämme mit organischen Schadstoffen 1,2 kg/m2 für rote Traubensorten)?
eine Ausdehnung der Schadstoffkontrolle auf solche Inhalts- - die regionalen Kommissionen zu erweitern und durch den
stoffe notwendig ist. So haben Untersuchungen im Nationalen Einbezug von Konsumentenvertretern einer dritten Gruppe
Forschungsprogramm NFP 7D über Klärschlamm gezeigt, eine paritätische Vertretung zu gewähren?
dass im Klärschlamm schwerabbaubare organische Schad-
stoffe in Spuren gefunden werden können. Weitere Untersu- Texte de l'interpellation du 5 octobre 1990
chungen sind nötig, um abzuklären, welche besonderen Ver- II y a six mois, le peuple et les cantons ont rejeté l'arrêté sur la
bindungen dieser Schadstoffgruppe wegen ihrer hohen Um- viticulture, parce qu'il maintenait
Interpellation du groupe socialiste 2466 N 14 décembre 1990
- le système anachronique des contingents tant de tenir compte, lors de la fixation de quotas, de la situa-
- des prescriptions de qualité trop laxistes. tion du marché, des stocks;, du climat de l'année et de l'hétéro-
Nous posons les questions suivantes au Conseil fédéral: généité de nos vignobles, ou alors de la solution «rigide» telle
1. Peut-il nous donner le calendrier et le contenu de ses répon- que proposée. Le Conseil fédéral se déterminera après la pro-
ses aux exigences claires transmises par le souverain? cédure de consultation.
2. Envisage-t-il Les commissions régionales doivent en premier lieu être cons-
- d'utiliser les possibilités que lui donne déjà l'article 23 de la tituées de membes des organisations professionnelles con-
loi sur l'agriculture pour modifier le système de contingente- cernées. Toutefois, afin d'augmenter la transparence des déci-
ment? sions, la participation de représentants des consommateurs
- de modifier le Statut du vin et l'Ordonnance sur les denrées peut être envisagée.
alimentaires afin d'accorder les trois législations?
- d'inclure des prescriptions minimales pour la limitation de Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes-
la production au m2 (par exemple 1,4 kg/m2 pour le blanc et rates teilweise befriedigt. Sàe verlangt Diskussion.
1,2 kg/m2 pour le rouge), en plus des degrés Oechslé mini-
maux? Abstimmung - Vote
- d'élargir les commissions régionales afin qu'elles devien-
nent tripartites et paritaires, incluant des représentants des Für den Antrag auf Diskuss ion 42 Stimmen
consommateurs? Dagegen 28 Stimmen
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Allenspach, Auer, Verschoben -Renvoyé
Baerlocher, Bär, Béguelin, Biel, Bircher Silvio, Bodenmann,
Borei, Brügger, Bundi, Carobbio, David, Diener, Dünki, Eg-
genberg-Thun, Eggenberger Georges, Eisenring, Engler,
Fierz, Grassi, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hubacher, Jae-
ger, Jeanprêtre, Kühn, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solo- #ST# 90.527
thurn, Leuenberger Moritz, Leutenegger Obemolzer, Loeb,
Longet, Maeder, Meier-Glattfelden, Müller-Aargau, Neu- Interpellation
komm, Nussbaumer, Pitteloud, Portmann, Rebeaud, Rech- der sozialdemokratischen Fraktion
steiner, Salvioni, Schmid, Seiler Rolf, Spielmann, Stamm, Verhandlungen mit Kernkraftwerk Graben
Stappung, Steffen, Stocker, Thür, Uchtenhagen, Ulrich, Voll-
mer, Weder-Basel, Widmer, Wiederkehr, Zbinden Hans, Zie- Interpellation
gler, Züger (62) du groupe socialiste
Pourparlers avec la Centrale nucléaire
Schriftliche Begründung - Développement par écrit de Graben
L'auteur renonce au développement et demande une
réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 3. Dezember 1990 Wortlaut der Interpellation vom 6. Juni 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral Der Bundesrat ist schon seit längerer Zeit mit der Kernkraft-
du 3 décembre 1990 werk Graben AG im Gespräch über einen allfälligen Verzicht
1. Les travaux pour un nouvel arrêté fédéral sur la viticulture des geplanten Kernkraftwerks in Graben. Regierung und Par-
sont en cours. Un avant-projet est en discussion traitant des lament des Kantons Bern haben sich gegen den Bau von Gra-
trois chapitres contestés dans l'arrêté rejeté de 1989, soit les ben ausgesprochen. Inzwischen ist im Nationalrat eine Motion
questions concernant l'importation, la qualité et la maîtrise de eingereicht worden, in welcher der Bundesrat beauftragt wird,
la récolte. Le projet définitif terminé, il sera mis en consultation die Kernkraftwerk Graben AG für Aufwendungen und Ver-
auprès des organisations professionnelles intéressées, des pflichtungen zu entschädigen, die von ihr in guten Treuen ge-
cantons et des partis politiques. Le calendrier prévu est le sui- macht und eingegangen worden sind.
vant: Während Bund und Kernkraftwerk Graben AG sich in der
- début 1991, mise en consultation du rapport concernant un Frage einer allfälligen Entschädigung den Ball hin und her
projet d'arrêté fédéral sur la viticulture; schieben, hat der Bundesrat bis heute zur eigentlichen Grund-
- mai à août 1991, mise en valeur des résultats de la consulta- satzfrage, ob auf den Bau von Graben verzichtet werden soll
tion et préparation du message à l'attention du Parlement; oder nicht, noch keine klare Stellungnahme abgegeben.
- septembre/octobre 1991, proposition au Conseil fédéral et Da die Oeffentlichkeit im Hinblick auf die Volksabstimmung
adoption du message; vom 23. September 1990 in dieser Frage weiterhin im Unge-
- décembre 1991 et mars 1992 ou mars et juin 1992, délibéra- wissen ist, bitten wir den Eiundesrat, die folgenden Fragen zu
tions au Parlement. beantworten:
2. L'ensemble des questions relatives à l'importation ne peu- 1. Wie ist der Stand in den Verhandlungen zwischen dem Bun-
vent être discutées et résolues qu'en tenant compte des résul- desrat und der Kernkraftwerk Graben AG über eine allfällige Li-
tats des négociations en cours au GATT ainsi que dans le ca- quidation des Kernkraftwerks Graben?
dre de l'EEE. Le Conseil fédéral est, le cas échéant, prêt à utili- 2. Teilt der Bundesrat die von einer breiten Oeffentlichkeit ver-
ser les possibilités que lui donne l'article 23 de la loi sur l'agri- tretene Auffassung, dass Graben nicht gebaut werden kann,
culture en matière d'importation. oder gedenkt der Bundesrat im Falle der Ablehnung der Atom-
Les travaux de modification du chapitre «vin» de l'ordonnance initiativen, der Kernkraftwerk Graben AG eine Rahmenbewilli-
sur les denrées alimentaires sont menés parallèlement à ceux gung zu erteilen, falls ja, wann?
de l'arrêté fédéral sur la viticulture. L'Office fédéral de la santé 3. Was passiert im Falle der Annahme einer der beiden bzw.
publique a nommé un petit groupe de travail chargé d'élabo- beider Atominitiativen?
rer un projet. Quant au Statut du vin, il ne pourra être révisé 4. Wie beurteilt der Bundesrat die Frage der Entschädigung im
qu'après l'adoption du nouvel arrêté fédéral, car un certain Falle der Liquidation von «Graben»?
nombre de ses dispositions se fondent sur les bases légales
de ce dernier. Le Conseil fédéral a toutefois la volonté d'accor- Texte de l'interpellation du 5 juin 1990
der l'ensemble des législations viticoles. Le Conseil fédéral est depuis longtemps en pourparlers avec
Concernant l'adaptation de la production aux débouchés, le la société Kernkraftwerk Graben SA au sujet d'un éventuel
Conseil fédéral ne s'est pas encore prononcé sur la méthode. abandon du projet de construction d'une centrale nucléaire à
Deux solutions sont possibles: la solution dite souple, permet- Graben. Le gouvernement et le Parlement du canton de Berne
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Gardiol Rebbaubeschluss
Interpellation Gardiol Arrêté sur la viticulture
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.858
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1990 - 08:00
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Data
Seite 2465-2466
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Ref. No 20 019 383
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