Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 90-807 KI-generiert

Academic Talent Promotion Program Investigation

Geschäftsnummer VPB 90-807
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The National Council debated a motion proposing an impulse program to promote academic talent, which the Federal Council recommended be converted into a postulate. The Council acknowledged the impending wave of professor retirements and the need for qualified successors, noting existing federal funding and programs. However, they concluded that the necessity for an additional program beyond current instruments required thorough investigation, to be conducted as part of the upcoming budget preparation for higher education.

Legislator-Regeste

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Academic Talent Promotion Program Investigation: The Council acknowledged the impending wave of professor retirements and the need for qualified successors, noting existing federal funding and programs. However, they concluded that the necessity for an additional program beyond current instruments required thorough investigation, to be conducted as part of the upcoming budget preparation for higher education.

Schlagwörter

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ergänzende Abklärung Förderung der Forschung materielle Beurteilung Hochschulbildung Verfahren zur Kontrolle von Beihilfen Bestehen der Institution
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Volltext

Motion Auer 1324 N 21 juin 1991

mehr zur Begründung für die aktuelle Politik des Bundesrates #ST# 90.807

herangezogen werden.

Bereits die Diskussionen um europäische Integration zeigten

auf, dass die Neutralitätspolitik einer vertieften Diskussion un- Motion Auer

terzogen werden und aktuellen weltpolitischen Herausforde- Impulsprogramm zur Förderung

rungen angepasst werden sollte, gerade in Berücksichtigung des akademischen Nachwuchses

auch der Entwicklung im Golfkrieg nach dem Waffenstillstand.

Die Neutralität als flexible Konzeption müsste zu einem Instru-

Mesures propres à assurer

ment der Friedensgestaltung fortentwickelt werden. Neutrali- la relève universitaire

tätsrecht kann sich in Anbetracht der heutigen Kriegsführung

nicht mehr am klassischen Kriegsrecht des 19. Jahrhunderts

orientieren. Friedenserhaltung und Konfliktverhütung müss-

ten heute die Grundkonzeption der Neutralität ausmachen,

wie sie geläufig im Begriff der Neo-Neutralität verstanden wird. Wortlaut der Motion vom 4. Oktober 1990

Hierin könnte sich die Schweiz aus ihrer klassischen Politik Der Bundesrat wird beauftragt, ein Impulsprogramm zur För-

des Abseitsstehen, welche heute ja allgemein als nicht mehr derung des akademischen Nachwuchses zu schaffen. In Zu-

haltbar verstanden wird, durch ein kooperatives Vorgehen der sammenarbeit mit den Hochschulen und deren Träger soll der

Neutralen für den Frieden befreien. Die Schweiz müsste inten- Bund ein auf sechs bis acht Jahre befristetes Programm schaf-

siver an der Förderung und dem Aufbau neuer Institutionen ei- fen, welches die bereits bestehenden Fördernngsmassnah-

ner kooperativen Existenzsicherungspolitik mitwirken, wie sie men des Schweizerischen Nationalfonds verstärkt und er-

beispielsweise die Uno durch die Schaffung einer Behörde für gänzt. Mit neuen Stellen an den Hochschulen sollen die best-

die Konflikt-Früherkennung und -Prävention (Office for Re- qualifizierten Nachwuchsforscher und -lehrerzur Fortsetzung

search and Collection of Information) auf der Grundlage einer einer Hochschulausbildung nach dem Doktorat (auf Habilitati-

umfassenden Neudefinition des Sicherheitsbegriffs beim Ge- onsniveau) angehalten und u. a. deren Teilnahme an interna-

neralsekretariat errichtet hat. Die Schweiz sollte im Rahmen tionalen Graduiertenkollegien gefördert werden. Ferner sollen

der Diskussion um ein neues KSZE-Mandat die Gelegenheit auch neue Doktorandenstellen geschaffen werden, um die

benutzen, durch eine konstruktive Politik einer kooperativen Rekrutierungsbasis der Nachwuchskandidaten entscheidend

Konfliktabschätzung, -Verhütung und friedlichen Streitbeile- zu erweitern.

gung zum Durchbruch zu verhelfen. Eine zentrale Aufgabe exi-

stiert schliesslich auch im Abrüstungsprozess. Texte de la motion du 4 octobre 1990

Die Schweiz könnte auf der Grundlage einer neuen Neutrali- Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer un train de mesures

tätspolitik in verschiedenen Bereichen, wie Forschung, Gute propres à assurer la relève universitaire. En collaboration avec

Dienste und Vermittlung Wesentliches beitragen. Vorausset- les universités et les collectivités responsables, la Confédéra-

zung wäre allerdings, dass auch die gesellschaftlichen Aus- tion est appelée à lancer un programme limité à six ou huit ans,

senbeziehungen der Schweiz neutralitätspolitisch mitgestaltet qui renforce et complète les mesures d'encouragement du

würden. Fonds national suisse. Grâce à la création de nouveaux postes

dans les universités, les jeunes chercheurs et enseignants

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates hautement qualifiés doivent être incités à poursuivre une for-

vom 8. Mai 1991 mation universitaire après le doctorat (au niveau de l'habilita-

Rapport écrit du Conseil fédéral tion) et à participer notamment à des colloques postgrade. En

du 8 mai 1991 outre, il convient également de créer des postes pour des can-

Der Bundesrat hat schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, didats au doctorat, afin d'élargir considérablement la base de

dass Aenderungen im internationalen Umfeld und im aussen- recrutement.

politischen Verhalten anderer Staaten unvermeidliche Rück-

wirkungen auf die schweizerische Neutralität und die Defini- Mitunterzeichner - Cosignataires: Burckhardt, Cincera, Ep-

tion unserer Aussenpolitik haben. Gegenwärtig beeinflussen penberger Susi, Fischer-Seengen, Giger, Loretan, Scherrer,

vor allem die europäische Integration, die politischen Verän- Spalti, Stucky, Zwingli (10)

derungen in Mittelosteuropa sowie die Erstarkung des Sank-

tionensystems der Vereinten Nationen die Bedeutung der Schriftliche Begründung - Développement par écrit

schweizerischen Neutralität. Angesichts dieser Herausforde- In den Planungsperioden 1992-1995 und 1996-2000 der

rungen hält der Bundesrat eine grundsätzliche Klärung der Schweizer Hochschulen werden altersbedingt insgesamt

Frage des zukünftigen Stellenwertes der dauernden Neutrali- 500-600 Professorenrücktritte erfolgen. Diese Rücktrittswelle

tät für die Schweiz, für Europa und die Welt für erforderlich. stellt die Schweizer Hochschulen vor sehr schwierige Pro-

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegen- bleme, falls das Potential qualifizierter Schweizer Kandidaten

heiten hat daher im März 1991 eine Studiengruppe verwal- innert nützlicher Frist nicht gezielt erhöht werden kann. Da die

tungsexterner und verwaltungsinterner Personen mit einer umliegenden Länder vor gleichen Problemen stehen, kann in

vertieften Analyse der verschiedenen mit der Neutralität und vielen Disziplinen kaum noch auf zusätzliche ausländische

der Führung unserer Aussenpolitik verbundenen Aspekte be- Professoren gezählt werden.

auftragt. Diese Studiengruppe wird ihre Erkenntnisse noch im

Verlaufe dieses Jahres dem Bundesrat zur Kenntnis bringen. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

In der Folge wird der Bundesrat dem Parlament einen Bericht vom 18. März 1991

über die Neutralität vorlegen. Darin wird er auch auf die in die- Rapport écrit du Conseil fédéral

sem Vorstoss aufgeworfenen Fragen eingehen. du 18 mars 1991

1. Es besteht kein Zweifel, dass die Förderung des akademi-

Schriftliche Erklärung des Bundesrates schen Nachwuchses ein zentrales Anliegen unserer For-

Déclaration écrite du Conseil fédéral schungs- und Hochschulpolitik bilden muss. Allein zwischen

Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- 1992-1995 treten etwa 270 Professoren an unseren Hoch-

deln. schulen in den Ruhestand. Eine konsequente Nachwuchsför-

derung ist deshalb unerlässlich.

Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat 2. Die Bundesbehörden haben im Rahmen ihrer Zuständig-

keit schon bisher diesem Aspekt ihre grosse Aufmerksamkeit

geschenkt. Wir erinnern insbesondere an die von den eidge-

nössischen Räten 1990 beschlossenen Sondermassnahmen

zugunsten der universitären Weiterbildung sowie zur Förde-

rung der internationalen Zusammenarbeit im Bereiche der

21. Juni 1991 N 1325 Motion Widrig

Hochschulen sowie zur Förderung der Mobilität, die wir mit Die Stürme vom 26. bis 28. Februar 1990 haben in weiten Tei-

der Botschaft vom 17. September 1990 beantragt haben. Am len des Landes und insbesondere des Alpenraums grosse

9. Januar 1991 hat der Bundesrat die Botschaft über die För- Schäden verursacht. Innerhalb der kurzen Zeit sind grossie

derung der wissenschaftlichen Forschung in den Jahren Mengen von Bäumen geworfen worden. Das Schadenereig-

1992-1995 und eine konzertierte Aktion Mikroelektronik nis hat somit eine Situation geschaffen, welche es ermöglicht,

Schweiz verabschiedet. Darin enthalten sind, neben den hö- den Zustand umgelegter Bäume am Wurzelstock an systema-

heren Nationalfondsbeiträgen, auch 357 Millionen Franken für tisch ausgewählten Standorten zu erfassen. In den vom Sturm

6 Schwerpunktprogramme, die letztlich auch der Förderung betroffenen Sanasilva-Erhebungsflächen kann erstmals die

des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen. Häufigkeit und das Ausmass der Stammfäule an Bäumen er-

3. Für den Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der fasst und analysiert und in Beziehung zum Kronenbild gestellt

wissenschaftlichen Forschung besitzt die Nachwuchsförde- werden. Bisher konnten bei den Sanasilva-Erhebungen und

rung eine zentrale Bedeutung. In seinem Mehrjahresplan Auswertungen jeweils keine verbindlichen Aussagen über das

1992-1995 will er 8 bis 10 Prozent seiner jährlichen Gesamt- Bauminnere gemacht werden.

mittel für diese Aufgabe einsetzen. Die ergänzenden Sanasilva-Untersuchungen sind in Zusam-

4. Inwieweit ausserhalb der bereits bestehenden Förderungs- menarbeit mit den betroffenen Kantonen, wo entsprechende

instrumente des Bundes ein zusätzliches Impulsprogramm Konzepte zum Teil bereits vorliegen, noch im Jahre 1991

zur Förderung des akademischen Nachwuchses notwendig durchzuführen. Sie erlauben es mit einem relativ geringen Ko-

ist, bedarf einer eingehenden Abklärung, in die auch die Kan- stenaufwand, wertvolle zusätzliche Aufschlüsse über Zustand

tone einzubeziehen sind. Diese Abklärung kann nicht geson- und Stabilität unserer Wälder zu gewinnen.

dertgeschehen, sondern hat im Rahmen der Vorbereitung der

Botschaft über die Kredite für die nächste Beitragsperiode Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

nach dem Hochschulförderungsgesetz zu geschehen, die im vom 27. Februar 1991

Gang ist. Rapport écrit du Conseil fédéral

du 27 février 1991

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Untersuchungen über Zusammenhänge zwischen Schaden-

Déclaration écrite du Conseil fédéral ausmass, Stammfäule und Kronenzustand der Bäume sind im

Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- Hinblick auf waldbauliche Massnahmen zur Förderung der

deln. Bestandesstabilität relevant. Sie wurden deshalb schon in ver-

schiedenen Projekten der WSL durchgeführt (Bazzigher und

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Schmid, Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen 120 (1969)

521, Bazzigher et al., ebenda 126 (1985) 493).

Die WSL hat nach dem Sturmereignis 1990 Anstrengungen

unternommen, um die Sturmschäden im Sinne eines Experi-

mentes wissenschaftlich auszuwerten. Dabei standen Fragen

der Wiederbewaldung nach solchen Schadenereignissen und

das Verständnis des Oekosystems Gebirgswald im Vorder-

#ST# 90.906 grund. Im Rahmen eines im Dezember 1990 an der WSL be-

gonnenen Projektes ist geplant, diese Fragen auf viergrösse-

Motion Widrig ren Schadenflächen in den Gemeinden Pfäfers SG, Schwan-

Ergänzende Untersuchungen den GL, Disentis GR und Zweisimmen BE langfristig und inter-

Sanasilva im Zusammenhang disziplinär zu bearbeiten. Zusätzlich besteht die Absicht, wei-

tere Sturmschadenflächen ins Programm «Dauerbeobach-

mit den Sturmschäden 1990 tungsflächen und Waldreservate» zu integrieren.

Dégâts aux forêts en 1990. Im Rahmen der Schweizerischen Waldschadeninventur 1990

Nouvelles études Sanasilva wurden bereits geworfene und geknickte Bäume auf den Pro-

beflächen und deren Umgebung quantitativ erfasst. Die Aus-

wertungen zeigen, dass auf den Probeflächen in der Schweiz

insgesamt 116 Bäume der 8333 beobachteten Bäume (oder

1,4 Prozent) vom Sturm geworfen oder gebrochen wurden.

Wortlaut der Motion vom 29. November 1990 Die Schadstufenverteilung dieser geworfenen oder gebroche-

Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Sanasilva- nen Bäume unterscheidet sich nur unwesentlich von der

Waldschadenerfassung 1991 ergänzende Untersuchungen in Schadstufenverteilung aller 1989 beobachteten Bäume. Die-

bezug auf Stammfäule und Kronenzustand in Sturmschäden- ses Ergebnis stimmt mit dem Resultat einer gleichartigen Un-

flächen zu veranlassen. tersuchung in Rheinland-Pfalz überein; auch dort liess sich

kein Zusammenhang zwischen neuartigen Waldschäden und

Texte de la motion du 29 novembre 1990 Sturmschäden erkennen.

Le Conseil fédéral est chargé, dans le cadre du recensement Die WSL wird ferner abklären, ob die Häufigkeit und das Aus-

Sanasilva 1991 des dégâts aux forêts, de faire effectuer des mass von Fäulnis an den gebrochenen oder geworfenen Bäu-

études complémentaires sur la pourriture des troncs et l'état men im Rahmen der Waldschadeninventur 1991 nachträglich

des couronnes dans les régions touchées par la tempête. erfasst werden kann. Ob diese zusätzlichen Informationen

aussagekräftige Resultate liefern können, wird sich zeigen.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Blatter, Bühler, Bürgi, Co- Der Bundesrat teilt die Meinung des Motionärs, wonach im

lumberg, David, Engler, Giger, Hänggi, Hildbrand, Jung, Kel- Rahmen der Sanasilva-Waldschadenerfassung 1991 ergän-

ler, Kühne, Portmann, Ruckstuhl, Schmidhalter, Seiler Hans- zende Untersuchungen in bezug auf Stammfäule und Kronen-

peter (16) zustand in Sturmschädenflächen durchgeführt werden müs-

sen. Die WSL hat solche Untersuchungen bereits an die Hand

Schriftliche Begründung - Développement par écrit genommen. Die Auswahl der für die Untersuchungen vorge-

In einem wissenschaftlichen Kommentar zum diesjährigen Sa- sehenen Schadenflächen zeigt, dass die Zusammenarbeit mit

nasilva-Waldschadenbericht erklärt der Direktor der Eidge- besonders schwer betroffenen Kantonen angestrebt wird.

nössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Land-

schaft in Birmensdorf, es sei dringend nötig, die derzeitige Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Waldschadeninventur durch ein umfassendes Beobachtungs- Déclaration écrite du Conseil fédéral

system zu ersetzen, welches nicht nur die Baumkrone erfasst, Der Bundesrat beantragt, die Motion als erfüllt abzuschreiben.

sondern auch den Boden, die Witterung sowie die Luft- und

Wasserqualität. Abgeschrieben - Classé

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Auer Impulsprogramm zur Förderung des akademischen Nachwuchses

Motion Auer Mesures propres à assurer la relève universitaire

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1991

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.807

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.06.1991 - 08:00

Date

Data

Seite 1324-1325

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Ref. No 20 020 035

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