Parliamentary Motion for Civil Service Act Revision and Federal Decree Approval
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Parliament considered a motion requesting a total revision of the Civil Service Act to increase flexibility, implement a performance-based and market-responsive wage system, and improve personnel development and management. The court reasoned that while the requested changes were broad and potentially difficult to implement fully, they were fundamentally justifiable, particularly in addressing the demand for better recognition of personal performance, and thus the motion was transmitted to the Federal Council. Separately, Parliament also approved a federal decree concerning the approval of the list of functions.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 90.743; Parliamentary Motion for Civil Service Act Revision and Federal Decree Approval: The court reasoned that while the requested changes were broad and potentially difficult to implement fully, they were fundamentally justifiable, particularly in addressing the demand for better recognition of personal performance, and thus the motion was transmitted to the Federal Council. Separately, Parliament also approved a federal decree concerning the approval of the list of functions.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertThis refers to Postulat Jelmini, which was accepted and is the subject of the decision.
Volltext
Postulat Jelmini 48 24 janvier 1991
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble nun daran herumquengeln und sie einmal mehr und unnöti-
Für Annahme des Entwurfes 28 Stimmen gerweise zu einem Postulat umgestalten.
(Einstimmigkeit) Ich empfehle Ihnen, die Motion zu überweisen.
Bundesrat Stich: Von mir aus können Sie das als Motion oder
als Postulat überweisen. Wir werden ja das Beamtengesetz
Ad 90.031 ohnehin zu ändern versuchen. Ich glaube, Sie müssen das
eher mit sich selber abmachen, ob Sie tatsächlich nach Ihren
Motion des Nationalrates Entscheidungen heute einen verpflichtenden Auftrag geben
(Kommission) wollen im Sinne einer grösseren Flexibilität, die Sie in Wirklich-
Beamtengesetz. Totalrevision keit gar nicht zu geben bereit sind.
Motion du Conseil national
(Commission) Ueberwiesen - Transmis
Statut des fonctionnaires. Révision totale
B. Bundesbeschluss über die Genehmigung des
Aemterverzeichnisses
B. Arrêté fédéral relatif à l'approbation de l'état des
Wortlaut der Motion vom 2. November 1990 fonctions
Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament so bald als
möglich eine Vorlage für eine Totalrevision des Beamtenge- Titel und Ingress, Art. 1,2
setzes vom 30. Juni 1927 zu unterbreiten. Antrag der Kommission
Mit der Revision sollen insbesondere die folgenden Zielset- Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
zungen angestrebt werden:
- Zeitgemässe Ausgestaltung der Dienstverhältnisse im Sinne Titre et préambule, art. 1,2
einer grösseren Flexibilität; Proposition de la commission
- Schaffung eines Lohnsystems, das u.a. Möglichkeiten vor- Adhérer à la décision du Conseil national
sieht für eine bessere Berücksichtigung
- der persönlichen Leistungen, Miville, Berichterstatter: Namens Ihrer einstimmigen Kommis-
- der regionalen Lohnunterschiede, sion empfehle ich Ihnen Zustimmung zu diesem Bundesbe-
- der Arbeitsmarktlage; schluss, der ja, auch vom Nationalrat am 27. November 1990
- Förderung der Personalentwicklung; gutgeheissen worden ist.
- Festlegen einer Kompetenzordnung, die eine wirksame Per-
sonalführung ermöglicht. Bundesrat Stich: Ich stimme auch zu.
Texte de la motion du 2 novembre 1990 Angenommen -Adopté
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aussitôt que possi-
ble un projet de révision de la loi fédérale sur le statut des fonc- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
tionnaires du 30 juin 1927.
Par ladite révision, les objectifs suivants doivent être en parti- Für Annahme des Entwurfes 26 Stimmen
culier réalisés: (Einstimmigkeit)
- aménagement opportun des rapports de service dans le
sens d'une plus grande flexibilité;
- création d'un système de récompense qui prévoie entre au- An den Nationalrat-Au Conseil national
tres possibilités une meilleure considération
- de la prestation personnelle,
- des différences de salaire régionales,
- de la situation du marché de l'emploi;
- promotion de la politique du personnel;
-fixer un ordre de compétences qui permette une gestion du
personnel efficace.
#ST# 90.743
Miville, Berichterstatter: Diese Motion ist in der Kommission Postulat Jelmini
ausgiebig diskutiert worden. Diese Wunschliste von fast weih- Konjunktur- und Geldpolitik
nächtlicher Dimension hat in unserer Kommission zu einer Postulato Jelmini
Minderheitsauffassung geführt, sie sei nur als Postulat zu
Politica congiunturale e monetaria
überweisen. Die schwache Mehrheit aber, 5 zu 4 Stimmen,
empfiehlt ihnen doch, dem Vorstoss die Qualität einer Motion Postulat Jelmini
zu verleihen, und zwar aus verschiedenen Gründen: Politique conjoncturelle et monétaire
1. Die Begehren, die hier erhoben werden, sind - obwohl sie
sehr weit gefasst sind, obwohl sie der Gefahr erliegen, da und
dort nicht oder nicht so rasch verwirklicht werden zu können -
im Grundsatz vertretbar.
2. Sie kommen dem Begehren nach einer vermehrten Berück- Wortlaut des Postulates vom 26. September 1990
sichtigung einer Leistungskomponente, auf die von einer Der Bundesrat wird gebeten, Massnahmen der Konjunktur-
grossen Minderheit im Nationalrat Wert gelegt worden ist, ent- und Preisstabilisierung zu prüfen und solche vorzuschlagen,
gegen. welche sich nicht allein auf die Geldmengensteuerung stüt-
3. Wir sollten - das ist meine persönliche Auffassung - dem zen.
Nationalrat nicht mehr als nötig schulmeisterlich entgegentre-
ten. Wenn der Nationalrat aufgrund einer Debatte, die man Testo del postulato del 26 settembre 1990
schon gelesen haben muss, um zu verstehen, wie er zu dieser II Consiglio federale è invitato ad esaminare e proporre provve-
Motion gelangte, zur Ueberzeugung kam, es seien diese For- dimenti tendenti alle stabilizzazione delle congiuntura e dei
derungen dem Bundesrat und der Verwaltung im Sinne einer prezzi che non siano basate soltanto sulla regolazione della
Motion vorzutragen, so möchte ich eigentlich nicht, dass wir massa monetaria.
24. Januar 1991 49 Postulat Jelmini
Texte du postulat du 26 septembre 1990 Da muss man sich doch die Frage stellen: Wie sinnvoll sind in
Le Conseil fédéral est prié d'examiner et de proposer des me- einem solchen Kontext konjunkturpolitische Bremsmanöver
sures qui tendent à stabiliser la conjoncture et les prix qui ne se überhaupt? Und speziell: Wie sinnvoll sind Bremsmanöver,
basent pas seulement sur la régulation de la masse monétaire. die auf der ganzen Linie zu einer markanten Verteuerung der
Investitionstätigkeit führen und darüber hinaus noch den Ex-
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Béguin, Du- port durch einen hohen Frankenkurs erschweren?
cret, Iten, Lauber, Meier Josi, Roth, Schallberger, Simmen, Schon diese wenigen Hinweise dürften gezeigt haben, dass
Ziegler (9) Teuerungsbekämpfungspolitik sehr viel mehr ist als nur Teue-
rungsbekämpfung. Unter diesem fragwürdigen Titel werden
Jelmini: In verschiedenen parlamentarischen Vorstössen nämlich durch Massnahmen der Notenbank wichtige wirt-
habe ich Zweifel an der Konjunkturpolitik des Bundes, insbe- schafts- und sozialpolitische Entscheide getroffen, die eigent-
sondere der Nationalbank, angebracht. Dass diese Zweifel lich Aufgabe von Parlament und Regierung wären. Mit ande-
sehr berechtigt waren und sind, ist in den letzten Monaten und ren Worten: Die Notenbank betreibt unter dem Titel Teue-
Wochen immer einsichtiger geworden, und immer weitere rungsbekämpfung in einem sehr umfassenden Sinne Wirt-
Kreise haben sie geteilt. schafts-, Gesellschafts- und Sozialpolitik, und zwar ohne ver-
Wenn eine Politik im Namen der Teuerungsbekämpfung zu ei- fassungsmässigen und gesetzlichen Auftrag und ohne parla-
ner Teuerung führt, die nahezu doppelt so hoch ist wie jene mentarische Ueberwachung. Anderseits sieht und hört man
der meisten übrigen vergleichbaren Länder und die nahezu recht wenig von den Aufgaben und Kompetenzen, welche der
dreimal so hoch ist, wie sie am Ausgangspunkt der Teue- Konjunkturartikel Bund und Kantonen der öffentlichen Hand
rungsbekämpfungsmassnahmen war, dann muss mit einer generell überbindet. Der Konjunkturartikel überbindet die
solchen Teuerungsbekämpfung etwas nicht in Ordnung sein. Konjunkturpolitik dem Bund, der dabei mit den Kantonen und
Dicke Fragezeichen müssen aber auch hinter eine Teuerungs- der Wirtschaft zusammenarbeiten soll. Dabei ist der Teue-
politik gesetzt werden, rungsbekämpfung keineswegs eine Priorität eingeräumt, was
1. wenn innerhalb von zwei Jahren einer der wesentlichen wohl auch bedeutet, dass Teuerungsbekämpfung nicht auf
Standortvorteile, nämlich ein relativ niedriges Zinsniveau, ver- Kosten der Beschäftigung betrieben werden darf.
lorengeht; An möglichen und wirksamen Massnahmen der öffentlichen
2. wenn gleichzeitig mit dem Verlust einer günstigen Geld- Hand und der Wirtschaft zur Konjunktur- und Preisstabilisie-
und Kapitalversorgung auch noch der Frankenkurs auf eine rung dürfte es nicht fehlen. Das zeigen die ausländischen Er-
Höhe getrieben wird, der vielen Unternehmen das Ueberleben fahrungen, wobei es ja nicht darum geht, ohne die Massnah-
erschwert; men der Notenbank auszukommen. Die Aufgabe besteht viel-
3. wenn zugleich über vier Runden die Hypothekarzinsen und mehr darin, ein gesundes Gleichgewicht von Massnahmen
damit die Wohnungsmieten dauerhaft massiv erhöht und der öffentlichen Hand, der Wirtschaft und der Nationalbank
weite Bevölkerungskreise in grosse Not gestürzt werden; herbeizuführen und die Ueberforderung der Notenbank mit ih-
4. wenn darüber hinaus gleichzeitig die Preise vieler staatli- ren schädlichen Folgen zu vermeiden.
cher bzw. öffentlicher Dienstleistungen wie jene der Bahnen, In diesem Sinne bitte ich Sie, das Postulat zu überweisen.
der Post, von Radio und Fernsehen und anderen massiv er-
höht werden. Bundesrat Stich: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzu-
Zu Recht fragt sich unser Volk, was solche Entwicklungen mit nehmen, allerdings nicht unbedingt in diesem Sinne. Er will
einer Teuerungsbekämpfungspolitik zu tun haben. Es gibt damit nicht ausdrücken, dass er Ihnen in allen Punkten, die
aber noch weitere Fragwürdigkeiten rund um unsere Konjunk- Sie aufgeführt haben, ebenfalls zustimmt. Aber Sie wissen,
tur- bzw. Teuerungsbekämpfungspolitik. Fragwürdig ist vor al- dass man beabsichtigt, einmal ein Stabilitätsgesetz zu ma-
lem, dass man die Teuerung primär mittels einer Geld- und Ka- chen. Dort würden dann diese Probleme behandelt.
pitalverteuerung bekämpfen will, ohne sich dabei Gedanken Man muss sich eines bewusst sein - ich hoffe, Sie auch -: Man
darüber zu machen, wie und wo sich diese Geld- und Kapital- darf nicht so gesetzesgläubig sein, anzunehmen, mit einem
verteuerung auswirkt. Man gibt sich einfach damit zufrieden, neuen Gesetz hätten wir eine bessere Konjunkturpolitik. An
dass nach allgemeinen Erfahrungen hohe Zinsen irgendwann sich wissen wir alle, dass es nicht nur Aufgabe der National-
einmal die Teuerung bremsen. Wer aber dabei die Kosten zu bank ist, die Teuerung zu bekämpfen, sondern dass dies bei-
tragen hat, interessiert bei einem solch mechanistischen und spielsweise auch Sache der öffentlichen Hand ist.
funktionalistischen Konzept nicht. Aber ich erinnere Sie an die Behandlung des Budgets 1991 ;
So hat es denn diesmal vor allem Mieter und Einfamilienhaus- ich erinnere Sie daran, dass es in der Schweiz keinen Kanton
besitzer getroffen, und zwar sogar noch doppelt: einmal direkt gibt, der seine Ausgaben heute voll durch Einnahmen deckt,
durch die Hypothekar- bzw. Mietzinserhöhungen, ferner aber sondern alle leben in der höchsten Hochkonjunktur vom Ver-
auch durch einen markanten Rückgang des Baus von Woh- schulden. Das ist natürlich keine gute Politik. Aber ob man das
nungen und Einfamilienhäusern, was zu einer Verknappung mit einem Gesetz ändern kann, ist eine andere Frage.
des ohnehin schon geringen Angebots und damit zu weiteren Man muss sich auch bewusst sein: Es gibt Teuerungsfakto-
Teuerungsrunden führt. ren, die nicht direkt mit der Konjunkturpolitik zu tun haben,
Eine Teuerungsbekämpfungspolitik, die sich nicht um die sondern mit der Strukturpolitik. In gewissen Fällen würde na-
Auswirkungen ihrer wirtschaftlichen und sozialen Massnah- türlich etwas mehr Markt mehr bewirken. Aber auch hier ist es
men kümmert, ist weder sachlich noch politisch zu verantwor- ausserordentlich schwierig. Ich denke an den ganzen Bereich
ten. Wir wissen aus Erfahrung, dass je nach wirtschaftlicher Si- der Landwirtschaft, an die administrierten Preise usw., und na-
tuation andere Bereiche des wirtschaftlichen und sozialen Le- türlich an die Wirkung von Kartellen.
bens durch die Verteuerung des Geld- und Kapitalangebots Aber ich weiss, es ist bald zwölf Uhr, und der Bundesrat ist ja
schwer getroffen werden können. Manchmal wird aber auch bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
die gesamte Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen, wie bei-
spielsweise Mitte der siebziger Jahre, wo innerhalb von zwei Ueberwiesen - Transmis
Jahren das Sozialprodukt um mehr als 10 Prozent sank.
Was ist aber eine Teuerungsbekämpfungspolitik wert, von der
man nie weiss, wann und wo sie zuschlägt, und die zumeist
mehr Probleme schafft, als sie löst? Hauptursache für die ge-
genwärtige lange Hochkonjunktur und damit auch für den
Teuerungsdruck sind einerseits die Ausrichtung unserer Wirt-
schaft auf die Vollendung des europäischen Binnenmarktes
und anderseits die eminent rasche technologische Entwick-
lung. Beide Faktoren bedingen eine starke Investitionstätig-
keit.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Jelmini Konjunktur- und Geldpolitik
Postulat Jelmini Politique conjoncturelle et monétaire
Postulato Jelmini Politica congiunturale e monetaria
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Januarsession
Session Session de janvier
Sessione Sessione di gennaio
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.743
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.01.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 48-49
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