Federal Council's File Affair Resolution Proposal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council was asked to consider concluding the "Fichenaffäre" (file affair) definitively and in a legally justifiable manner. The Council acknowledged that injustices and wrongs occurred due to negligence and overzealousness, but also noted the significant costs and protracted legal processes involved. While protecting personal rights remains paramount, the Council expressed openness to finding a way to expedite the resolution, suggesting that the substantial federal expenditure could potentially be redirected to a meaningful cause, such as humanitarian aid, if the outdated files were destroyed and future record-keeping adhered strictly to new legal principles.
Legislator-Regeste
KI-generiertFederal Council's File Affair Resolution Proposal: The Council acknowledged that injustices and wrongs occurred due to negligence and overzealousness, but also noted the significant costs and protracted legal processes involved. While protecting personal rights remains paramount, the Council expressed openness to finding a way to expedite the resolution, suggesting that the substantial federal expenditure could potentially be redirected to a meaningful cause, such as humanitarian aid, if the outdated files were destroyed and future record-keeping adhered strictly to new legal principles.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
22. März 1991 N 767 Postulat Eisenring
2. Die Automaten sind die häufigsten Quellen der Zigaretten, #ST# 90.742
die von Kindern und sehr jungen Jugendlichen geraucht wer-
den.
3. Die Verteilung von Gratismustern an Jugendliche ist zwar Postulat Eisenring
untersagt, aber bei Verteilung an einen unbestimmten Perso- Bereinigung der Fichenaffäre
nenkreis ist eine Kontrolle schwer möglich. Das Alkoholgesetz Règlement définitif de l'affaire
sieht zwar eine Ausnahmebewilligung für Messen und Ausstel-
lungen vor, nicht aber z. B. für Verteilungen in Rekrutenschu- dite des fiches
len und militärischen Einheiten, was offensichtlich abgenom-
men hat oder sogar ganz eingestellt worden ist. Das sind nicht
Maximalforderungen. Die Vertreter des Gesundheitswesens
hatten seinerzeit weitergehende Formulierungen gewünscht.
Wortlaut des Postulates vom 26. September 1990
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Der Bundesrat wird - in Zusammenarbeit mit den Regierungs-
vom 27. Februar 1991 parteien - ersucht zu prüfen, ob und in welcher auch rechts-
Déclaration écrite du Conseil fédéral staatlich vertretbaren Form das Geschäft «Fichenaffäre» durch
du 27 février 1991 eine besondere Beschlussfassung ohne Verzug abgeschlos-
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. sen und bereinigt werden könnte.
Ueberwiesen - Transmis Texte du postulat du 26 septembre 1990
Le Conseil fédéral est invité à étudier, de concert avec les par-
tis gouvernementaux, la possibilité de mettre sans retard un
terme à l'affaire dite des fiches et de procéder à un règlement
#ST# 90.992 définitif de la question, par la voie d'une décision spéciale; il
examinera en outre quelle forme compatible avec notre Etat
Postulat Wiederkehr de droit peut être adoptée à cet effet.
Oekobonus für Generalabonnement Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine-Aucun
Ecobonus sous forme
d'abonnement général Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Eine kritische Würdigung des vierten Zwischenberichtes des
Fichen-Sonderbeauftragten Dr. W. Gut (21. September 1990)
führt zu einem in mehrfacher Hinsicht bedenklichen und kaum
akzeptablen Ergebnis. Die bisher bekannt gewordenen Fälle
Wortlaut des Postulates vom 14. Dezember 1990 von Fichen-Eintragungen zeugen insgesamt über weite
Falls sich der Bundesrat für die Einführung eines Oekobonus Strecken eher von Unbeholfenheit, Kleinkariertheit, übertrie-
entscheidet, wird er eingeladen zu prüfen, ob nicht ein Teil der benem Amtseifer und amtlichem Querverhalten als von
Rückerstattung an die Berechtigten in der Form eines General- «staatspolitischer» Bösartigkeit. Der offensichtlich gewordene
abonnements erfolgen sollte. Der entsprechende Teil der Ein- Mangel an Kontrolle und Führung, insbesondere auch die viel-
nahmen aus dem Oekobonus würde dem öffentlichen Verkehr fach abhanden gekommene Einhaltung der Maxime der Ver-
zur Verfügung gestellt. hältnismässigkeit, lässt sich nachträglich nicht korrigieren.
Dass Unrecht und «Unrecht» geschehen ist, ist leider hinzu-
Texte du postulat du 14 décembre 1990 nehmen. Unter Umständen können Entschuldigungen in den
Le Conseil fédéral est invité, au cas où il déciderait d'introduire Fällen offensichtlicher Missgriffe eine Aera der «Aussöhnung»
un écobonus, à étudier la possibilité d'une restitution partielle begründen.
de l'écobonus aux ayants droit, sous forme d'une abonne- Ist es nun aber tatsächlich unvermeidlich, dass in diesem Wust
ment général. Le montant correspondant des recettes de von Fichen voraussichtlich während einigen Jahren allein
l'écobonus serait mis à la dispostion des transports publics. beim Bund über 80 Personen, wovon ein grosser Teil sehr
qualifizierte Fachkräfte, mit der Aufarbeitung beschäftigt und
Mitunterzeichner-Cosignataires: Biel, Dünki, Günter, Jaeger, möglicherweise Tausende von Rechtsverfahren über alle In-
Kühn, Maeder, Meier Samuel, Weder-Basel, Zwygart (9) stanzen hindurch geführt werden müssen, um dieses «Ge-
schäft» erst in fernen Jahren zu erledigen? Stehen die bundes-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit seitigen Aufwendungen mit voraussichtlich über 50 Millionen
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht Franken überhaupt in einem akzeptablen Verhältnis zum
eine schriftliche Antwort. «Schadenfall»? Dazu wären die analogen Aufwendungen der
Kantone und der Gemeinden zu addieren. Die Offenlegung
Schriftliche Erklärung des Bundesrates der Fichen von Schweizern hat sodann ergeben, dass in
vom 27. Februar 1991 50 Prozent der Fälle die letzten Eintragungen auf 1980 und
Déclaration écrite du Conseil fédéral noch früher zurückgehen und auch zahllose aktuellere Eintra-
du 27 février 1991 gungen kaum hochwertig sind.
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Insgesamt nähert man sich immer mehr dem Eindruck, dass
das Flehen-Unwesen, bei allen unkorrekten Vorgängen und
Präsident: Das Postulat wird von Herrn Scherrer bekämpft. möglichen Rechtsverletzungen, die zu kritisieren bleiben, in
Die Diskussion wird verschoben. vielen öffentlichen Darlegungen überzogen worden ist. Hier-
unter haben heute nicht nur der Bund und zahlreiche Fachstel-
Verschoben - Renvoyé len des Bundes und der Kantone als solche, sondern vor allem
auch zahllose öffentliche Angestellte direkt und indirekt zu lei-
den. Der Freitod eines in keiner Weise bescholtenen kantona-
len Beamten, der mit den Fichen zu tun hatte, sollte Fanalwir-
kung haben. Sodann ist auch das Verhältnis des Bundes zu
den Kantonen und Gemeinden in mehrfacher Hinsicht bereits
seit langem einer bedenklichen Strapazierung ausgesetzt, die
man so sicher nicht gewollt hat. Die Vorgänge mit ihren direk-
ten und indirekten Begleitumständen stehen somit in einem
nur mehr zweifelhaften oder in überhaupt keinem vertretbaren
Postulat Brügger 768 N 22 mars 1991
Verhältnis mehr zu den allenfalls in Frage stehenden Inter- fexfe du postulat du 6 décembre 1990
essen, wobei allerdings der Schutz der Persönlichkeitsrechte Le Conseil fédéral est invité à présenter un rapport relatif aux
von in die Pichen aufgenommenen Personen nicht vernach- dangers existentiels d'origine autre que politico-militaire, men-
lässigt oder einfach übergangen werden darf. tionnés dans le rapport 90 sur la politique de sécurité de la
Eine wissenschaftliche Befragung sollte in Auftrag gegeben Suisse.
werden zur Abklärung der Frage, welches aufgrund der heuti-
gen Sachlage unter Wertung der bisherigen Informationen Sprecher-Porte-parole: Keller
und der neu dargelegten Perspektiven des Delegierten die
Meinung in unserer Bevölkerung über diese Vorgänge ist. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Wahrscheinlich würde auch dies zur .Erkenntnis führen, dass Der Bericht des Bundesrates zur Sicherheitspolitik beschränkt
ernsthaft Mittel und Wege gesucht werden sollten, wonach sich ausdrücklich auf die zurzeit bestehenden machtpolitisch
Bundesrat und Parlament eine Lösung ins Auge fassen, nach bedingten Gefahren, denen mit den Mitteln der Gesamtvertei-
der dieses «Geschäft» vorzeitig abgebrochen werden könnte. digung zu begegnen ist (Bericht Seite 6f.). Das breite Spek-
Wäre der Sache insgesamt und unserem Staat sodann nicht trum der übrigen existentiellen Bedrohungen behandelt der
besser gedient, wenn die bundesseitig zu erwartenden Auf- Bericht lediglich unter dem sicherheitspolitischen Aspekt. Es
wendungen im Kostenbetrag von über 50 Millionen Franken bedarf deshalb zusätzlich einer gesamtheitlichen und überde-
gewissermassen als «Bussgeld» einem sinnvollen Zweck zu- partementalen Beurteilung dieser Gefahren aus anderen Poli-
geführt würden, z. B. dem Internationalen Komitee vom Roten tikbereichen. Erst eine solche vertiefte Gesamtbeurteilung er-
Kreuz zur Finanzierung seiner derzeitig massiven Sonderauf- möglicht eine ganzheitliche Politik der Existenzsicherung und
wendungen für viele Hilfsaktionen in der ganzen Welt? den gezielten Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel.
Es ist anzunehmen, dass sich letztlich auch betroffene Bürger
mit einer solchen Regelung abfinden könnten bei gleichzeiti- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
ger Bestätigung durch den Bundesrat, dass die alten und zum vom 27. Februar 1991
grossen Teil längst überholten und wertlosen Fichen vernich- Déclaration écrite du Conseil fédéral
tet würden (die sogenannte «historische» Bedeutung der Fi- du 27 février 1991
chen ist hintanzusetzen) und sich die für unser Staatswesen Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
erforderlichen Unterlagen über Personen im In- und Ausland
künftig strikte nach den neuen Grundsätzen des Staatsschutz- Ueberwiesen - Transmis
rechtes zu richten haben.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 10. Dezember 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 10 décembre 1990
Der Bundesrat geht mit der Zielsetzung des Postulates, einer
raschen und rechtsstaatlich korrekten Beendigung der Fi- #ST# 90.946
chenaffäre, einig. Ein rechtsstaatlich vertretbares Vorgehen
bedeutet jedoch, dass das laufende Ficheneinsichtsverfahren Postulat Brügger
zu Ende geführt werden muss, wenn nicht das Gleichbehand- Für die Einführung
lungsgebot verletzt werden soll. Bis Ende November wurden der Simulationstechnik
über 9000 Fichenkopien und 80 000 Meldungen an nicht ver- in der militärischen Ausbildung
zeichnete Personen verschickt, und für die Erledigung der
restlichen Gesuche sind die Vorarbeiten weit fortgeschritten. Formation de la troupe.
Vorbehalten bleibt die ausstehende Entscheidung des Bun- Techniques de simulation
desgerichts.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Wortlaut des Postulates vom 12. Dezember 1990
Der Bundesrat wird gebeten, dafür zu sorgen, dass die Simu-
Präsident: Das Postulat wird von Herrn Leuenberger-Solo- lationstechnik in der Ausbildung der Truppe generell einge-
thurn bekämpft. Die Diskussion wird verschoben. führt wird.
Verschoben - Renvoyé Texte du postulat du 12 décembre 1990
Le Conseil fédéral est prié de généraliser le recours aux techni-
ques de simulation pour l'instruction de la troupe.
#ST# 90.918 Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Béguelin,
Bodenmann, Braunschweig, Carobbio, Danuser, Eggenber-
Postulat ger Georges, Fankhauser, Hafner Ursula, Jeanprêtre, Lanz,
der christlichdemokratischen Fraktion Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Matthey, Meizoz, Neu-
Gesamtbeurteilung existentiel 1er Gefahren komm, Pitteloud, Ruffy, Stappung, Ulrich, Vollmer, Zbinden
Hans, Züger . (24)
Postulat
du groupe démocrate-chrétien Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Dangers existentiels. Wie aus der Beantwortung des Bundesrates auf meine Inter-
Appréciation d'ensemble pellation vom 21. Juni 1989 hervorgeht, wird die Simulations-
technik heute schon in den verschiedenen Truppengattungen
der Armee eingesetzt. Die Einführung der Simulationstechnik
erreicht in den verschiedenen Truppengattungen allerdings
einen recht unterschiedlichen Grad.
Wortlaut des Postulates vom 6. Dezember 1990 Gerade bei der Infanterie steckt die Simulationstechnik noch
Der Bundesrat wird beauftragt, Bericht zu erstatten über die im in den Kinderschuhen. Generell wird für Schiessübungen in
Bericht 90 zur Sicherheitspolitik der Schweiz aufgeführten dieser Waffengattung nach wie vor die Simulation nur ganz
nicht machtpolitisch bedingten existentiellen Gefahren. selten angewendet.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Eisenring Bereinigung der Fichenaffäre
Postulat Eisenring Règlement définitif de l'affaire dite des fiches
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.742
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 22.03.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 767-768
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Pagina
Ref. No 20 019 771
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