Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 90-714 KI-generiert

Cantonal Initiative for Fixed Pension Adjustments Rejected

Geschäftsnummer VPB 90-714
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court rejected a cantonal initiative proposing to maintain the previous method of calculating annual cost-of-living adjustments for old-age and survivors' insurance (AHV/IV) pensions. The commission reasoned that the federal government's proposed reforms aimed to make pension adjustments more flexible, which contradicted the initiative's demand for a fixed calculation method. Additionally, the commission noted that the minimum pension amount had already increased beyond the initiative's specified threshold before the initiative was even filed, rendering its core demand moot.

Legislator-Regeste

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Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 30bis Absatz, Art. 107 Absatz; Cantonal Initiative for Fixed Pension Adjustments Rejected: The commission reasoned that the federal government's proposed reforms aimed to make pension adjustments more flexible, which contradicted the initiative's demand for a fixed calculation method. Additionally, the commission noted that the minimum pension amount had already increased beyond the initiative's specified threshold before the initiative was even filed, rendering its core demand moot.

Schlagwörter

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Rentenanpassung Altersversicherung Berechnung der Hinterlassenenrente Lebenskosten Kostenberechnung sozialversicherungsrechtlicher Vorbescheid

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 68 GRN

This provision is cited as the category and article number for both the motion concerning supplementary benefits to the AHV and the motion concerning cross-border commuters and health insurance.

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Volltext

Motion du Conseil des Etats (Hänsenberger) 1540 N 18 septembre 1991

dification de la formule de rente et serait contraire à la décision M. Allenspach présente au nom de la commission le rapport

susmentionnée qui vise à adapter les rentes proportionnelle- écrit suivant:

ment au renchérissement.

La commission considère que l'exigence formulée à la lettre b Considérations de la commission

de l'initiative est satisfaite, vu que les rentes minimales étaient La commission a traité cette initiative du canton de Baie-Ville à

déjà de 800 francs, et non plus de 750 francs, au moment du l'issue des délibérations sur le projet du Conseil fédéral por-

dépôt de l'initiative. tant sur l'assouplissement du système d'adaptation des ren-

Le 26 novembre 1990, pour des motifs similaires, le Conseil tes de l'AVS/AI à l'évolution des salaires et des prix, ainsi que

des Etats a, lui aussi, décidé de ne pas donner suite à l'initia- des rentes de l'assurance-accidents au renchérissement

tive. (90.082). La commission a approuvé le projet du Conseil fédé-

ral et, par là même, la volonté d'assouplir le système d'adapta-

Antrag der Kommission tion des rentes au renchérissement. Aux termes de ce projet,

Die Kommission beantragt mit 14 zu 0 Stimmen bei 5 Enthal- la règle de l'adaptation bisannuelle des rentes sera en principe

tungen, der Standesinitiative keine Folge zu geben. maintenue. Toutefois, si l'indice suisse des prix à la consom-

mation augmente d'au moins 4 pour cent en une année (=

Proposition de la commission proposition de la majorité de la commission), il incombera au

La commission propose par 14 voix sans opposition et Conseil fédéral d'adapter les prestations.

5 abstentions de ne pas donner suite à l'initiative. Les propositions du Conseil fédéral visant à assouplir le sys-

tème d'adaptation des rentes de l'AVS/AI (90.082), proposi-

Angenommen -Adopté tions que la commission soutient, sont contraires aux exigen-

ces formulées dans l'initiative du canton de Baie-Ville. Pour

ces motifs, la commission rejette cette initiative.

#ST# 91.301 Antrag der Kommission

Die Kommission beantragt mit 17 zu 0 Stimmen bei einer Ent-

Standesinitiative Basel-Stadt haltung, der Standesinitiative Basel-Stadt sei keine Folge zu

Teuerungsausgleich geben.

aufdenAHV/IV-Renten Proposition de la commission

Initiative du canton de Baie-Ville La commission propose par 17 voix sans opposition et une

Rentes AVS/AI. abstention de ne pas donner suite à l'initiative du canton de

Compensation du renchérissement Baie-Ville.

Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Angenommen -Adopté

Wortlaut der Initiative vom 6. Februar 1991 #ST# 90.714

Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt ersucht die eidge-

nössischen Räte, in den Beratungen der bundesrätlichen Bot- Motion des Ständerates

schaft 90.082 den jährlichen Ausgleich der bis zu einem be- (Hänsenberger)

stimmten Zeitpunkt des Vorjahres eingetretenen Lohn- und Ergänzungsleistungen zur AHV.

Preisentwicklung gemäss bisheriger Berechnung zu be-

schliessen.

Verfassungsgrundlage

Motion du Conseil des Etats

Texte de l'initiative du 6 février 1991 (Hänsenberger)

Le Grand Conseil du canton de Baie-Ville prie les Chambres Prestations complémentaires de l'AVS.

fédérales, lors des délibérations relatives au message 90.082 Base constitutionnelle

du Conseil fédéral, de décider de la compensation annuelle

du renchérissement intervenu en matière de prix et de salaires Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN

jusqu'à une date donnée de l'année précédente, conformé-

ment à la calculation en vigueur.

Herr Allenspach unterbreitet im Namen der Kommission den

folgenden schriftlichen Bericht: Wortlaut der Motion vom 12. Dezember 1990

Die Ergänzungsleistungen zur AHV sind wichtiger geworden,

Erwägungen der Kommission und die 10. AHV-Revision verstärkt voraussichtlich noch deren

Die Kommission hat die Standesinitiative im Anschluss an die Bedeutung. Der Bundesrat wird beauftragt, die verfassungs-

Beratungen der Vorlage des Bundesrates über eine erleich- mässige Grundlage (Art. 11 Uebergangsbestimmungen Bun-

terte Anpassung der Renten der AHV/IV an die Lohn- und desverfassung) neu zu fassen.

Preisentwicklung sowie der Renten der Unfallversicherung an

die Teuerung (90.082) behandelt. Die Kommission hat der Texte de la motion du 12 décembre 1990

bundesrätlichen Vorlage und damit einer flexibleren Regelung Vu l'importance prise par les prestations complémentaires de

für die Teuerungsanpassung der Renten zugestimmt. Grund- l'AVS, notamment - semble-t-il - dans le cadre de la dixième

sätzlich wird an der Zweijährigkeit der Rentenanpassung fest- révision de l'AVS, le Conseil fédéral est .chargé de revoir leur

gehalten. Steigt aber der Landesindex der Konsumenten- base constitutionnelle, soit l'article 11 des dispositions transi-

preise innert eines Jahres um mindestens 4 Prozent (= An- toires de la constitution fédérale.

trag der Kommissionsmehrheit), so soll der Bundesrat eine

Leistungsanpassung vornehmen. Herr Allenspach unterbreitet im Namen der Kommission den

Die Vorschläge des Bundesrats über eine erleichterte Anpas- folgenden schriftlichen Bericht:

sung der AHV/IV (90.082), die von der Kommission unterstützt

werden, stehen in Widerspruch zum Begehren der Standesin- Am 20. September 1990 hat Ständerat Arthur Hänsenberger

itiative. Aus diesen Gründen lehnt die Kommission die Stan- eine Motion eingereicht. Am 12. Dezember 1990 hat der Stän-

desinitiative ab. derat die Motion überwiesen.

18. September 1991 N 1541 Motion des Ständerates (Jelmini)

Erwägungen der Kommission #ST# 88.506

Die Kommission hat die Argumente des Ständerates für die

Ueberweisung der Motion zur Kenntnis genommen. Sie geht Motion des Ständerates

mit dem Ständerat und dem Bundesrat darin einig, dass sich

(Jelmini)

das Instrument der Ergänzungsleistungen bewährt habe. Die

Ergänzungsleistungen sind eine massgeschneiderte erste

Grenzgänger und Krankenversicherung.

Säule. Mit dem heutigen System wäre die AHV überfordert, die Beschwerderecht

Leistungen der Versicherung für alle so auszubauen, dass die Motion du Conseil des Etats

Bedingung der Existenzsicherung erreicht wird. Somit recht- (Jelmini)

fertigt sich eine definitive Verankerung der Ergänzungsleistun- Les frontaliers et l'assurance-maladie.

gen in der Verfassung.

Droit de recours

Die europäische Dimension der Ergänzungsleistungen war

zum Zeitpunkt der ständerätlichen Debatte nicht bekannt und Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN

wurde nicht diskutiert. Das EG-Recht geht davon aus, dass alle

Versicherungsansprüche der Sozialversicherung exportiert

werden. Somit wären bei einem Beitritt zum EWR oder zur EG

die Ergänzungsleistungen als Versicherungsanspruch export-

pflichtig. Dies wäre für die Schweiz einerseits sehr kostspielig, Wortlaut der Motion vom 29. November 1988

denn alle AHV-Berechtigten im Ausland, auch wenn sienureine Nach der geltenden Gesetzgebung können Grenzgänger, die

Teilrente erhalten, könnten ein garantiertes Einkommen von gegen Verfügungen auf dem Gebiet der Krankenversicherung

etwa 20 000 Franken (Ehepaar) beziehen. Andererseits wären Beschwerde erheben wollen, einzig die Gerichtsbehörde des-

die Rahmenbedingungen nicht klar. Die Abzüge vom anre- jenigen Kantons anrufen, in dem die Krankenkasse ihren Zen-

chenbaren Einkommen im Ausland würden mit ausländischen tralsitz hat.

Organen abgeklärt. Infolgedessen muss das System der Er- Bei der Unfallversicherung gestattet das Gesetz dem Versi-

gänzungsleistungen neu überdacht werden. Für die internatio- cherten, der seinen Wohnsitz im Ausland hat, beim Versiche-

nale und damit auch für die nationale Dimension des Instru- rungsgericht desjenigen Kantons Beschwerde zu erheben, in

ments müssen neue Lösungen gefunden werden. dem sein letzter schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat.

Das für die Unfallversicherung geltende Verfahren bietet offen-

M. Allenspach présente, au nom de la commission, le rapport sichtliche Vorteile. Das Bundesgericht hält es für erwünscht,

écrit suivant: dass die für die Unfallversicherung geltende Regelung auch

für die Krankenversicherung eingeführt wird. Wir ersuchen

Le 20septembre 1990, M.Arthur Hänsenberger, conseiller den Bundesrat darum, Artikel 30bis Absatz 2 des Krankenver-

aux Etats, a déposé une motion. Le Conseil des Etats a trans- sicherungsgesetzes in dem Sinn zu ändern, dass Bestimmun-

mis cette motion le 12 décembre 1990. gen eingeführt werden, die denjenigen in Artikel 107 Absatz 2

des Unfallversicherungsgesetzes entsprechen.

Considérations de la commission

La commission a pris connaissance des arguments par les-

Texfe de la motion du 29 novembre 1988

quels le Conseil des Etats motive sa décision de transmettre la

La législation en vigueur prévoit que les travailleurs frontaliers

motion. Elle considère, avec le Conseil des Etats et le Conseil

qui entendent recourir contre des décisions en matière d'assu-

fédéral, que les prestations complémentaires ont donné satis-

rance-maladie doivent s'adresser exclusivement à l'autorité ju-

faction. Ces prestations constituent un premier pilier conçu

diciaire du canton dans lequel la caisse-maladie a son siège

pour ainsi dire «sur mesure». L'AVS n'aurait pas les moyens,

central.

avec le système actuel, de développer suffisamment les pres-

En matière d'assurance-accidents, la loi accorde à l'assuré

tations de l'assurance de façon à garantir le minimum vital de

domicilié à l'étranger la faculté d'exercer son droit de recours

tous ses bénéficiaires, comme elle doit le faire. Il est par consé-

devant le tribunal du canton de domicile de son dernier em-

quent judicieux de prévoir le versement des prestations com-

ployeur.

plémentaires dans la constitution.

Etant donné:

Lorsque le Conseil des Etats a examiné la motion, on n'a pas

- les avantages évidents qu'offre la procédure établie pour

pris en considération la compatibilité des prestations complé-

l'assurance-accidents

mentaires avec le système européen. La législation de la CE

- et le fait que le Tribunal fédéral est d'avis que la règle applica-

part du principe que le versement à l'étranger de toutes les

ble en matière d'assurance-accidents pourrait également être

prestations d'assurances peut être exigé par les bénéficiaires.

adoptée pour l'assurance-maladie, nous demandons que l'on

De ce fait, les prestations complémentaires devraient être ver-

introduise, à l'article 30bis, 2e alinéa, de la loi sur l'assurance-

sées à l'étranger aussi, si la Suisse adhérait à l'EEE ou à la CE,

maladie, des dispositions analogues à celles de l'article 107,

puisqu'il s'agit de prestations d'assurances. Cela coûterait

2e alinéa, LAA (loi fédérale sur l'assurance-accidents).

très cher à la Suisse, car tous les rentiers AVS domiciliés à

l'étranger obtiendraient le revenu garanti de 20 000 francs en-

viron (pour couples), même s'ils n'ont qu'une rente partielle. Herr Allenspach unterbreitet im Namen der Kommission den

En outre, les conditions générales ne seraient pas claires. Les folgenden schriftlichen Bericht:

déductions à faire sur le revenu déterminant à l'étranger de-

vraient être fixées avec des autorités d'autres pays. Par consé- Am 21. Juni 1988 hat Ständerat Camillo Jelmini die Motion ein-

quent, le système des prestations complémentaires doit être gereicht, die der Ständerat am 29. November 1988 überwie-

repensé. Des solutions nouvelles doivent être trouvées pour sen hat.

les problèmes que pose ce système sur le plan international,

ce qui oblige aussi à le modifier sur le plan national. Erwägungen der Kommission

Die Kommission für soziale Sicherheit hat die Motion an ihrer

Antrag der Kommission Sitzung vom 25. Februar 1991 vorberaten. Sie hat davon

Die Kommission beantragt mit 11 zu 1 Stimmen bei 6 Enthal- Kenntnis genommen, dass eine Verlegung des Gerichtsstan-

tungen, die Motion als Postulat zu überweisen. des für Grenzgänger an den Wohnsitz des letzten schweizeri-

schen Arbeitgebers nur mit einer Aenderung des Bundesge-

Proposition de la commission setzes über die Krankenversicherung (Art. SObisAbs. 2) mög-

Par 11 voix contre 1, avec 6 abstentions, la commission pro- lich ist. Entgegen der Ansicht des Bundesrates, eine Gerichts-

pose de transmettre la motion sous forme de postulat. standsänderung im Zusammenhang mit der Gesamtrevision

der Krankenversicherung vorzunehmen, ist sie der Meinung,

Angenommen -Adopté diese Frage in einer Teilrevision vorzuziehen. Aufgrund der Er-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion des Ständerates (Hänsenberger) Ergänzungsleistungen zur AHV.

Verfassungsgrundlage

Motion du Conseil des Etats (Hänsenberger) Prestations complémentaires de l'AVS. Base

constitutionnelle

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1991

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 04

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.714

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 18.09.1991 - 15:00

Date

Data

Seite 1540-1541

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Ref. No 20 020 306

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