Federal Council Responds to Interpellation on ETH Zurich Conference
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council responded to an interpellation regarding a conference on the risks and safety of technical systems organized by ETH Zurich. The Council acknowledged that invitations were sent to a broad range of experts, including scientists, public administration, and industry representatives, and that federal funds were used. Regarding the presence of authorities, the Council stated that the selection of participants was based on the research project's exploratory phase and that this was not the only opportunity for contact with relevant officials. The Council also confirmed its awareness of the ongoing research project and committed to transmitting the interpellator's desire for experience exchange between researchers and officials responsible for the ordinance on accident prevention.
Legislator-Regeste
KI-generiertFederal Council Responds to Interpellation on ETH Zurich Conference: techniques a eu lieu à Ascona en août dernier à l'initiative de genügen oder nicht, kann nur die Projektleitung beurteilen.
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KI-generiertVolltext
14. Dezember 1990 N 2453 Interpellation Baerlocher
#ST# 90.709 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 14. November 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral
Interpellation Baerlocher du 14 novembre 1990
Tagung über Risiko und Sicherheit Vom 19. bis zum 24. August 1990 fand im Centro Stefano Fran-
scini der ETH Zürich in Ascona eine interdisziplinäre, wissen-
Risques et sécurité schaftliche Arbeitstagung zum Thema «Risiko und Sicherheit
des systèmes techniques. technischer Systeme - auf der Suche nach neuen Ansätzen»
Conference d'Ascona statt. Diese Tagung war Bestandteil eines Polyprojekts, d. h.
eines interdisziplinären Forschungsprojekts der ETH Zürich,
das unter der Projektleitung von Prof. J. Schneider gestartet
worden ist.
Zur Tagung wurden Vertreter der Wissenschaft, der öffentli-
chen Verwaltung und der Wirtschaft eingeladen. Das Ta-
Wortlaut der Interpellation vom 20. September 1990 gungsprogramm umfasste die Diskussion von Problemen zur
Im vergangenen August fand in Ascona eine Tagung über Ri- Frage von Risiko und Sicherheit, die anhand von Beispielen
siko und Sicherheit technischer Systeme statt. Diese Tagung aus den Bereichen der Biotechnologie, Kernenergie, Umwelt-
wurde von der ETH Zürich organisiert und galt als Startschuss wissenschaften und Soziologie bearbeitet wurden. Die Ta-
eines Polyprojektes zu diesem Thema. Die Kosten der Tagung gung war nicht als Lehrveranstaltung gedacht, sondern sie ge-
wurden vom Bund übernommen. Die Teilnehmer der Tagung hört zur Explorationsphase des genannten Forschungspro-
kamen offenbar zumeist von der Atomtechnologie und Wis- jekts.
senschaft und Industrie her. An der Tagung fehlten mit einigen Zu den einzelnen Fragen nehmen wir wie folgt Stellung:
Ausnahmen die Behördenvertreter von Bund und Kantonen, 1. Die Einladungen zur Tagung wurden an insgesamt 181 Per-
welche sich mit dem Vollzug der Störfallverordnung zu befas- sönlichkeiten verschickt, nämlich 51 an Wissenschafter des
sen haben. Wie es scheint, sind Risikobetrachtungen noch im- ETH-Bereichs, 57 an Vertreter der öffentlichen Verwaltungen
mer gar zu stark auf den Bereich der Atomenergie beschränkt. (Bund, Kantone, Gemeinden) sowie an Wissenschafter aus-
Ich frage daher den Bundesrat an: serhalb des ETH-Bereichs; 52 an Vertreter der Wirtschaft so-
1. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass zu dieser Tagung wie 21 an Regierungsvertreter und Parlamentarier. Die Projekt-
zu einseitig eingeladen wurde und die Kostenübernahme des leitung wandte sich an Persönlichkeiten, von denen sie wusste
Bundes angesichts der mageren Präsenz von Behördenver- oder glaubte zu wissen, dass sie sich mit Fragen des Risikos,
tretern eher bedenklich ist? der Sicherheit und der Bewältigung von Störfällen befassen
2. Sind der Bundesrat und die zuständigen Departemente oder befasst haben. Die Frage der Auswahl der als Exploran-
über den weiteren Fortgang des erwähnten Polyprojektes in- den beigezogenen Personen ist also eine Frage der For-
formiert? schungsmethode. Eine andere Möglichkeit wäre beispiels-
3. Wird der Bundesrat dafür besorgt sein, dass auch die Amts- weise eine empirische Untersuchung durch Befragung nach
stellen, welche mit dem Vollzug der Störfallverordnung be- dem Stichprobenprinzip.
schäftigt sind, oder Fachleute aus der Praxis ihre Erfahrungen An der Tagung teilgenommen haben 73 Persönlichkeiten,
und ihre arbeitsmässigen Möglichkeiten in dieses Projekt ein- nämlich: 21 Wissenschafter aus dem ETH-Bereich, 17 Vertre-
bringen können? ter der öffentlichen Verwaltungen und Wissenschafter ausser-
halb des ETH-Bereichs, 31 Vertreter der Wirtschaft sowie je 2
Regierungsvertreter und Parlamentarier aus der Schweiz und
Texte de l'interpellation du 20 septembre 1990 aus Deutschland. Ob die an der Tagung gesammelten Infor-
Une conférence sur les risques et sur la sécurité des systèmes mationen für die weitere Bearbeitung des Forschungsprojekts
techniques a eu lieu à Ascona en août dernier à l'initiative de genügen oder nicht, kann nur die Projektleitung beurteilen.
l'EPFZ. Elle a donné le coup d'envoi à un projet interdiscipli- Dabei ist zu beachten, dass diese Tagung nur eine Mass-
naire sur ce thème. Son coût a été pris en charge par la Confé- nahme im Rahmen der Startphase des Forschungsprojekts
dération. Y ont pris part apparemment surtout des spécialistes war.
de la technologie de l'atome et des spécialistes du monde Da die erwähnte Tagung ein Teil eines Forschungsprojekts ist,
scientifique et de l'industrie, mais, hormis quelques fonction- werden die dadurch entstehenden Kosten durch den Projekt-
naires chargés d'appliquer l'ordonnance sur la protection en kredit gedeckt.
cas d'urgence, aucun délégué de la Confédération ni des can- Immerhin hatten die Tagungsteilnehmer einen Kostenbeitrag
tons. Ne semblent d'ailleurs être aujourd'hui encore considé- selber zu leisten. Jedenfalls ist diese Kostenregelung nicht zu
rés comme risques que les risques attachés à l'emploi de beanstanden.
l'énergie atomique. 2. Das Forschungsprojekt «Risiko und Sicherheit technischer
Je demande donc au Conseil fédéral de répondre aux ques- Systeme» der ETH Zürich ist erst angelaufen, weshalb darüber
tions suivantes: noch keine auswertbaren Informationen erhältlich sind. Ueber
1. Partage-t-il l'avis que les invitations ont été lancées de ma- den Ablauf des Forschungsprojekts entscheidet im Sinne der
nière trop sélective et que l'on peut se demander s'il fallait que Forschungsfreiheit der Forscher bzw. die Projektleitung nach
la Confédération prenne en charge les frais, vu la maigre délé- Massgabe der ihr zur Verfügung stehenden Mittel. Liegen ein-
gation des personnes ayant représenté les autorités? mal Ergebnisse vor, so werden sie, wie üblich in solchen Fäl-
2. Est-il informé du développement à venir du projet interdisci- len, allen interessierten Stellen verfügbar gemacht. Die Oef-
plinaire mentionné? Les départements impliqués le sont-ils fentlichkeit erhält darüber Aufschluss insbesondere durch die
eux aussi? regelmässigen Forschungsberichte der ETH Zürich, durch die
3. Veillera-t-il à ce que les responsables des services chargés im Rahmen des Forschungsprojekts anfallenden wissen-
d'appliquer l'ordonnance sur la protection en cas d'urgence, schaftlichen Publikationen sowie durch Jahresberichte der am
mais aussi les praticiens, puissent travailler audit projet en y Forschungsprojekt beteiligten Institute und über die Stabs-
apportant leurs expériences et leur savoir-faire? stelle Forschung und Wirtschaftskontakte der ETH Zürich.
3. Wie bereits dargelegt, hat die Projektleitung zu dieser Ta-
gung Persönlichkeiten eingeladen, die sich im einzelnen mit
Mitunterzeichner - Cosignataires ;Keine-Aucun Fragen des Risikos, der Sicherheit und der Bewältigung von
Störfällen befassen bzw. schon einmal befasst haben. Es
dürfte sich damit um Persönlichkeiten handeln, die sich mit
Schriftliche Begründung - Développement par écrit dem Vollzug der Störfallverordnung beschäftigen und zu den
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht Fachleuten der Praxis zu zählen sind. Die Tagung dürfte kaum
eine schriftliche Antwort. der einzige Anlass zur Kontaktnahme zwischen der Projektlei-
Interpellation Aguet 2454 N 14 décembre 1990
tung und dem Kreis dieser Fachleute gewesen sein. Der Bun- Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires:
desrat wird dem Schweizerischen Schulrat zuhanden der Pro- Keine - Nessuno - Aucun
jektleitung den Wunsch des Interpellanten übermitteln, dass
zwischen den Forschern und den für den Vollzug der Störfall- Schriftliche Begründung - Motivazione scritta -
verordnung verantwortlichen Amtsstellen ein Erfahrungsaus- Développement par écrit
tausch stattfindet. L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta
scritta.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra-
tes teilweise befriedigt. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 21. November 1990
Risposta scritta del Consiglio federale
del 21 novembre 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral
#ST# 90.760 du 21 novembre 1990
Le differenze di sensibilità agli incendi delle diverse specie
Interpellation Cotti d'alberi sono note da tempo. In generale, i latifogli sono meno
Feuerdämmende Bäume minacciati delle conifere, ricche di resina. Durante le opera-
Interpellanza Cotti zioni di rimboschimento intraprese a sud delle Alpi negli anni
Alberi antifiamme Cinquanta si piantarono laurocerasi (prunus laurocerasus)
allo scopo di bloccare gli incendi - con scarso successo.
Interpellation Cotti Gli istituti di ricerca e gli ufïci interessati della Confederazione
Arbres antiflammes sono al corrente degli espsrimenti in corso nella Toscana con
noci, acacie, ontani napoletani e ciliegi; può darsi che condu-
cano ad esiti più positivi. Le possibilità d'introdurre queste
specie nel sud della Svizzera sono tuttavia limitate. Per ragioni
climatiche, l'ontano napoletano (un endemismo dell'Italia me-
Wortlaut der Interpellation vom 2. Oktober 1990 ridionale) e l'acacia poco s'adattano a tale scopo: bisogne-
Ich möchte den Bundesrat fragen: rebbe dapprima chiarire se sia possibile che queste specie co-
1. Ist er darüber unterrichtet, dass in der Toscana ein vom «Isti- stituiscano popolazioni nel Ticino. Il noce richiede un terreno
tuto nazionale di selvicoltura del Ministero di Agricoltura» (Na- calcareo; boschi di noce potrebbero soprawivere soltanto nel
tionales Waldbauinstitut des Landwirtschaftsministeriums) an- Sottoceneri (Monte Generoso, Monte San Giorgio, Monte San
geregtes Experiment im Gange ist, dessen Zweck darin be- Salvatore, Monte Bre, Monte Soglia). Le piantagioni di noce su
steht, die Anpflanzung von Bäumen, welche Brände aufhalten, terreno acido sono soggette ad un alto tasso di mortalità (v.
zu fördern? Buffi R., Mitteilungen EAR'63,3 (1987): Le specie forestali per
Dazu verwendet werden vor allem der Muskatnussbaum, die la zona castanile insubricEi). Delle specie citate, il ciliegio è la
Akazie, die neapolitanische Erle und der Kirschbaum - meglio adatta a diffondersi nel Ticino; dove il clima è mite a fre-
Bäume, durch die beim Verbrennen viel Asche produziert sco cresce bene.
wird, so dass sie die Ausbreitung des Feuers verhindern. Dar- Gli istituti di ricerca interessati della Confederazione si ten-
über hinaus gibt es Baumsorten, welche die Entwicklung von gono al corrente degli esiti degli esperimenti condotti in Italia
Unterholz nicht zulassen. ed esamineranno le possiDilità d'applicarli alla Svizzera meri-
2. Gedenkt er, falls die Ergebnisse dieses Experiments positiv dionale.
ausfallen, ein Forschungsprojekt anzuregen, das die Möglich-
keiten überprüft, diese Methode zur Bekämpfung von Wald- Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra-
bränden insbesondere auf der Alpensüdseite einzusetzen? tes befriedigt.
Testo dell'interpellanza del 2 ottobre 1990
Mi permetto interpellare il Consiglio federale a sapere:
1. Se è al corrente che in Toscana è in corso un esperimento
promosso dall'Istituto nazionale di selvicoltura del Ministero di
Agricoltura per promuovere la posa di alberi che bloccano gli #ST# 90.772
incendi.
Le essenze adottate sarebbero quelle di alberi di noce, acacia, Interpellation Aguet
ontano napoletano e ciliegio: alberi che nel bruciare produ- Anpassung
cono molta cenere in modo da impedire il propagarsi del der Unfallversicherungs-Renten
fuoco. Inoltre sono varietà che non consentono lo sviluppo del
sottobosco. Réadaptation des rentes
2. In caso positivo, se intende promuovere une ricerca alfine di de l'assurance-accidents
accertare la possiblità di adottare questo sistema per lottare
contro gli incendi in particolare al sud delle Alpi?
Texte de l'interpellation du 2 octobre 1990
Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivan- Wortlaut der Interpellation vom 3. Oktober 1990
tes: Aus der Antwort des Bundesrates auf meinen Vorstoss vom
1. Est-il au courant des expériences faites en Toscane sous Juni 1989 geht hervor, das« er die Vorschriften über die Anpas-
l'égide de l'Institut national de sylviculture du Ministère de sung der Renten der Unfallversicherung nicht überprüfen will.
l'agriculture pour encourager l'implantation d'arbres destinés Der Bundesrat hat dabei ar der Verteidigung von Grundsätzen
à freiner la propagation des incendies? festgehalten, die auch für eine Anpassung der AHV-Renten
Les essences utilisées seraient les suivantes: noyers, acacias, gelten. Vor kurzem ist er aber von dieser starren Haltung abge-
aunes et cerisiers. Ces arbres ont en effet la particularité de for- wichen, indem er eine raschere Anpassung der Renten an den
mer lorsqu'ils brûlent des cendres abondantes qui entravent Landesindex für Konsumentenpreise in Aussicht gestellt hat,
la progression des flammes. En outre, ils empêchent la crois- und damit auf die Bedingung verzichtete, dass dieser um
sance du sous-bois. 8 Prozent innerhalb eines ^ahres ansteigen muss.
2. Dans l'affirmative, entend-il promouvoir une recherche per- Die AHV-Renten sind 1986,1988 und 1990 angepasst worden,
mettant de déterminer la possibilité d'adopter ce mode de während die Renten der Unfallversicherung lediglich auf den
lutte contre l'incendie, en particulier au sud des Alpes? 1. Januar 1986 bzw. den 1. Januar 1990 angepasst wurden.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Baerlocher Tagung über Risiko und Sicherheit
Interpellation Baerlocher Risques et sécurité des systèmes techniques. Conference d'Ascona
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.709
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 2453-2454
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Pagina
Ref. No 20 019 370
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