Ozone Pollution: Court Orders Stronger Emission Reduction Measures
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered a motion arguing that current measures to reduce ozone precursor substances are insufficient, necessitating further action. The motion highlighted that while current plans aim for a halving of precursor emissions, this only leads to a 30% reduction in ozone pollution, far short of the 70-80% reduction recommended. The court's reasoning acknowledged the severity of ozone pollution and agreed that further measures are urgently needed. It indicated that efforts would be made to expedite the assessment of pending measures and to develop new ones, including exploring economic instruments, to achieve the necessary emission reductions, recognizing that technical measures alone are largely exhausted.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 90.690; Ozone Pollution: Court Orders Stronger Emission Reduction Measures: The motion highlighted that while current plans aim for a halving of precursor emissions, this only leads to a 30% reduction in ozone pollution, far short of the 70-80% reduction recommended. The court's reasoning acknowledged the severity of ozone pollution and agreed that further measures are urgently needed. It indicated that efforts would be made to expedite the assessment of pending measures and to develop new ones, including exploring economic instruments, to achieve the necessary emission reductions, recognizing that technical measures alone are largely exhausted.
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KI-generiertThis refers to the motion itself, which is the subject of the court's decision.
Volltext
Motion Baerlocher 752 N 22 mars 1991
90.690 Als Handlungsbedarf zur Reduktion der Ozonbelastung wird
im Statusbericht «Ozon in der Schweiz» eine Emissionsreduk-
#ST#
tion der Vorläuferschadstoffe (NOX und VOC) in der Grössen-
Motion Baerlocher ordnung von 70 bis 80 Prozent bezogen auf die Mitte der acht-
Dringliche Massnahmen ziger Jahre postuliert. Die Bundesmassnahmen aus dem LRK,
zur Reduktion die EWI-Massnahmen und auch die aktuellsten Massnahmen
der Ozon-Vorläufersubstanzen aus den Massnahmenplänen zeigen, dass nur mit einer Hal-
bierung der Emissionen der Vorläuferschadstoffe gerechnet
Lutte contre la pollution werden kann. Die prognostizierte Halbierung der Emissions-
par l'ozone. Réduction des précurseurs frachten von N0„ und VOC gegenüber 1986 bewirkt hingegen
nur eine Reduktion der Ozonbelastung um knappe 30 Pro-
zent. Mit den heutigen postulierten Massnahmen kann daher
die Ozonbelastung nicht genügend reduziert werden. Es be-
nötigt noch weitere Massnahmen.
Wortlaut der Motion vom 18. September 1990
1. Der Bundesrat wird eingeladen, die von den Kantonen vor-
geschlagenen Massnahmen zur Reduktion der Ozon-Vorläu- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
fersubstanzen im Rahmen der Massnahmenpläne, deren An- vom 10. Dezember 1990
ordnungen in die Kompetenz des Bundes fallen; dringlichst zu Rapport écrit du Conseil fédéral
behandeln und die entsprechenden notwendigen Vorschrif- du 10 décembre 1990
ten zu erlassen. In der Luftreinhalte-Verordnung wurden nach den Kriterien
Insbesondere soll der Bundesrat dringlichst darauf hinwirken, des Umweltschutzgesetzes, den Menschen und seine Umwelt
dass die sich noch zusätzlich in Abklärung befindenden EWI- vor schädlichen und lästigen Luftverunreinigungen zu schüt-
Massnahmen A bis L (Elektrowatt-Studie), welche in ihrer Aus- zen, Immissionsgrenzwerte für Ozon festgelegt. Sie entspre-
wirkung ozonrelevant sind, entscheidungsreif werden. chen weitgehend den Empfehlungen international anerkann-
2. Der Bundesrat wird gebeten, weitere Massnahmen zu prü- ter Fachorganisationen wie der Weltgesundheitsorganisation
fen, welche sicherstellen, dass der notwendige Handlungsbe- (WHO), der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für
darf zur Reduktion der Ozonbelastung in der Grössenordnung Europa (Uno/ECE) und des Vereins Deutscher Ingenieure
von 70 bis 80 Prozent Emissionsreduktion bei den Vorläufer- (VDI).
schadstoffen bezogen auf Mitte der achtziger Jahre ausge- Während des Sommerhalbjahres werden in der Schweiz die
schöpft wird. Ozongrenzwerte regelmässig und zum Teil massiv überschrit-
ten. Der Bundesrat teilt die Ansicht des Motionärs, dass die
Texte de la motion du 18 septembre 1990 Verwirklichung weiterer Massnahmen zur Reduktion der
1. Le Conseil fédéral est chargé d'examiner au plus vite les Ozonvorläuferstoffe eine dringliche Aufgabe darstellt.
mesures proposées par les cantons, dans le cadre des plans 1. Bund und Kantone müssen einander bei ihren Anstrengun-
prévus par la législation fédérale, afin de lutter contre la pollu- gen zur Luftreinhaltung ergänzen. Bisher haben neun Kan-
tion par l'ozone, au moyen d'une réduction des précurseurs. tone im Rahmen ihrer Massnahmenpläne Anträge an den
Etant donné que ces plans relèvent de la compétence de la Bundesrat gestellt. Die Organisation der Folgearbeiten ist im
Confédération, il faut aussi que le gouvernement édicté les Gang. Der Bundesrat wird diese Arbeiten rasch vorantreiben.
prescriptions nécessaires. Plus particulièrement, il doit veiller Er setzt sich auch dafür ein, dass Massnahmen, die im An-
à ce que les mesures A à L du rapport du Bureau d'ingénieurs schluss an die Elektrowatt-Studie abgeklärt werden, bald ent-
Elektrowatt (EWI), qui sont actuellement à l'étude, soient rapi- scheidungsreif sind.
dement prêtes à être mises en application, vu l'effet positif 2. Der Bericht der Eidgenössischen Kommission für Luft-
qu'elles pourraient avoir sur la pollution par l'ozone. hygiene «Ozon in der Schweiz» hat gezeigt, dass erhebliche
2. Le Conseil fédéral est invité à étudier d'autres mesures qui Reduktionen der Emissionen bei den Vorläuferschadstoffen
permettraient d'exploiter au maximum les possibilités de limi- Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen in der
ter la pollution par l'ozone, en visant une réduction de 70 à 80 Grössenordnung von 70 bis 80 Prozent (bezogen auf die erste
pour cent des émissions de précurseurs, par rapport au milieu Hälfte der achtziger Jahre) nötig sind, um die Ozonbelastung
des années quatre-vingts. grösserräumig auf das Niveau heutiger Luftqualitätsrichtlinien
zu senken. Im Luftreinhalte-Konzept ist eine Reduktion gegen-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Haering Binder, Herczog, über dem Jahre 1984 von rund 66 Prozent bei den Stickoxiden
Leutenegger Oberholzer, Meier-Glattfelden, Rechsteiner, und 56 Prozent bei den flüchtigen organischen Verbindungen
Stocker, Thür, Weder-Basel, Zbinden Hans (9) vorgesehen. Damit stellen die vom Bundesrat im Luftrein-
halte-Konzept 1986 festgelegten Ziele zur Emissionsminde-
Schriftliche Begründung-Développement par écrit rung - wie bereits damals erwähnt - in der Tat Minimalziele
Die massiven Ueberschreitungen des Ozongrenzwertes des dar.
vergangenen Sommers haben teilweise Werte erreicht, wel- Mit den bisher vom Bund rechtsverbindlich festgelegten oder
che für empfindliche Personengruppen und gewisse Berufs- zumindest eingeleiteten Massnahmen ergibt sich 1990 gegen-
gruppen je länger je mehr zu gesundheitlichen Schädigungen über 1984 eine Reduktion von 15 Prozent bei den Stickoxiden
führen. Diese Situation darf nicht noch weitere Sommerhalb- und von 13 Prozent bei den flüchtigen organischen Verbin-
jahre zur Regel werden. Die im Rahmen der Massnahmen- dungen. Diese Massnahmen im Rahmen des Luftreinhalte-
pläne vorgesehenen Massnahmen zur Reduktion der Ozon- Konzeptes werden bis 1995 eine NOx-Reduktion von gegen
Vorläufersubstanzen sollten daher sofort in die Tat umgesetzt 50 Prozent gegenüber 1984, für HC eine solche von gegen
werden. Auch wenn noch nicht alle Kantone ihre Massnah- 45 Prozent erreichen.
menpläne verabschiedet haben, zeigt sich, dass der Bundes- Die technischen Massnahmen zur Reduktion des Ausstos-
rat verschiedene Massnahmen bewilligen muss, deren Anord- ses von Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindun-
nung in der Kompetenz des Bundes liegen. So beispielsweise gen sind weitgehend ausgeschöpft. Dementsprechend sind
folgende Massnahmen: Abgestufte Temporeduktionen auf Massnahmen, die auf Verhaltensänderungen abzielen, un-
Hochleistungsstrassen, Beschränkung des spezifischen abdingbar. Oekonomische Instrumente sind geeignet, der-
Treibstoffverbrauchs bei Personenwagen, Verschärfung der artige Veränderungen herbeizuführen. Sie entsprechen dem
Abgasvorschriften für schwere Motorwagen, Begrenzung Verursacherprinzip, das im Umweltschutzgesetz festge-
Stickstoffgehalt im Heizöl EL, Einschränkung des Verbrauchs schrieben ist. Nach der Ansicht des Bundesrates sollten
flüchtiger organischer Verbindungen durch Verschärfung der derartige Instrumente in Zukunft vermehrt eingesetzt und
Stoffverordnung, Einführung einer abgestuften Lenkungsab- bei Bedarf verstärkt werden. Entsprechende Arbeiten sind
gabe auf flüchtigen organischen Verbindungen. im Gang.
22. März 1991 753 Motion Cavadini
Schriftliche Erklärung des Bundesrates stand ist. Es liegen noch nicht einmal alle kantonalen Mass-
Déclaration écrite du Conseil fédéral nahmenpläne vor. Es ist sehr fraglich, ob die LRV fristgerecht
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- eingehalten werden kann. Eine Neubeurteilung der Situation
deln. drängt sich deshalb auf. Zur Bekämpfung der hohen Spitzen-
werte des Ozons sind in der Schweiz deshalb auch kurzfristige
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Massnahmen zum Schutz von Umwelt und Mensch notwen-
dig.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
90.875 vom 10. Dezember 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral
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du 10 décembre 1990
Motion Leutenegger Oberholzer Aufgrund der Empfehlungen der Eidgenössischen Kommis-
Bekämpfung des Sommersmogs sion für Lufthygiene (EKL) hat das Eidgenössische Departe-
ment des Innern im Frühjahr 1989 beschlossen, auf die Ausar-
Lutte contre le smog estival beitung eines Alarmkonzeptes zu verzichten und das Som-
mersmogproblem durch mittelfristige, dauerhaft wirksame
Massnahmen zu lösen. Die EKL hat diese Empfehlungen an
ihrer Sitzung vom 5. September 1990 bestätigt.
Auf nationaler und internationaler Ebene finden in nächster
Wortlaut der Motion vom 5. Oktober 1990 Zukunft verschiedene Treffen zum Thema Smogalarmkon-
Der Bundesrat wird eingeladen, zur Bekämpfung des Som- zepte statt. So sind ein Expertentreffen in Genf über das photo-
mersmogs ein Massnahmenpaket vorzulegen. Dieses soll ab chemische Ozonbildungspotential von Kohlenwasserstoffen
Sommer 1991 wirksam werden und insbesondere folgende und ein Smogseminar der Weltgesundheitsorganisation, an
Punkte umfassen: dem auch der Präsident der EKL teilnehmen wird, vorgese-
- bei Anzeichen überhöhter Ozonwerte sind frühzeitige Ver- hen. Auf nationaler Ebene wird das Problem im Rahmen der
kehrsbeschränkungen einzuleiten; Schweizerischen Gesellschaft der Lufthygieniker (Cercl'Air)
-für die Sommerperiode sind Einschränkungen der Kohlen- und der Konferenz der kantonalen Luftreinhalte-Fachstellen-
wasserstoffemissionen zu verfügen; leiter unter Beteiligung des Buwal diskutiert. Im Lichte der Er-
- der Flugverkehr als Emittent der Vorläufersubstanzen des gebnisse dieser Treffen werden das Buwal und die EKL prü-
Ozons ist frühzeitig zu beschränken; fen, ob sich neue Argumente ergeben, welche die Erarbeitung
- bei Ueberschreiten der Grenzwerte der LRV ist auf den Natio- eines Sommersmog-Alarmkonzeptes für die Schweiz aufdrän-
nalstrassen/Autobahnen Tempo 80 km/h einzuführen; gen. Das Buwal wird Ende März 1991 darüber informieren.
- zum Schutz der Bevölkerung sind Ozon-Alarmwerte festzu-
legen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Texte de la motion du 5 octobre 1990 Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aux Chambres une deln.
série de mesures visant à lutter contre le smog estival. Cel-
les-ci devraient produire effet dès l'été 1991 et porter sur les Präsident: Die Motion wird von Herrn Scherrer bekämpft. Die
points suivants: Diskussion wird verschoben.
- dès que l'on prévoit que les valeurs limites pour l'ozone vont
être dépassées, il faut restreindre la circulation; Verschoben - Renvoyé
- il faut limiter les émissions d'hydrocarbures pour la période
estivale;
- le trafic aérien qui est à l'origine de l'émission de précur-
seurs de l'ozone doit être restreint avant que les valeurs limites
ne soient dépassées;
- lorsque les valeurs limites fixées dans l'OPair sont dépas- #ST# 90.915
sées, la vitesse doit être abaissée à 80 km/h sur les routes na-
tionales et autoroutes; Motion Cavadini
- il faut fixer des valeurs d'alerte pour l'ozone afin de protéger Krebsforschung.
la population. Höhere Bundesbeiträge
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baerlocher, Diener, Gren- Recherche sur le cancer.
delmeier, Herczog, Meier-Glattfelden, Schmid, Stocker, Thür, Relèvement des subventions
Weder-Basel (9)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die lufthygienische Situation im Sommer 1990 war für weite
Teile der Bevölkerung bedrohlich. Die Ozonwerte überstiegen Wortlaut der Motion vom 6. Dezember 1990
die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung bei weitem. An Der Bundesrat wird eingeladen, für die Legislaturperiode
einzelnen Orten wurden absolute Spitzenwerte erreicht, so 1992-1995 die Beiträge an die Grundlagenforschung und an
zum Beispiel in Chiasso mit über 360 Mikrogramm Ozon pro die angewandte Krebsforschung spürbar zu erhöhen.
Kubikmeter Luft. Derart hohe Ozonwerte haben nachgewiese-
nermassen direkt schädigende Auswirkungen auf die Ge- Texte de la motion du 6 décembre 1990
sundheit. Besonders betroffen sind die Kinder und betagte Pour la législature 1992-1995, le Conseil fédéral est invité à
Menschen sowie all jene, die im Freien arbeiten müssen. augmenter sensiblement les subventions destinées à la re-
Die Reaktion der Behörden war hilflos. Vom Bundesrat war in cherche de base et à la recherche clinique contre le cancer.
der kritischen Zeit überhaupt keine Reaktion zu vernehmen.
Generell stellte man sich offenbar auf den Standpunkt, dass Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Antille, Aubry,
die Ozonsituation nur mit der Einhaltung der Luftreinhalte-Ver- Baggi, Caccia, Cevey, Cotti, Dubois, Etique, Frey Claude,
ordnung in Griff genommen werden kann. Dies allerdings Houmard, Loeb, Martin Paul-René, Nabholz, Perey, Pini, Re-
nutzt der betroffenen Bevölkerung wenig. Dies trifft um so vaclier, Savary-Vaud, Segmüller, Weber-Schwyz, Wyss Paul,
mehr zu, als heute feststeht, dass der Vollzug der LRV im Rück- Zwingli (22)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Baerlocher Dringliche Massnahmen zur Reduktion der Ozon-Vorläufersubstanzen
Motion Baerlocher Lutte contre la pollution par l'ozone. Réduction des précurseurs
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.690
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 22.03.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 752-753
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Ref. No 20 019 750
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