Animal Protection Law Implementation and Financial Burden on Farmers
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed concerns regarding the implementation of animal protection legislation, specifically focusing on the transitional periods for compliance and the financial burden on farmers. The court acknowledged that while some farms, particularly those nearing cessation of operations or operating at higher altitudes, face significant investment challenges to meet new standards, existing legislation already provides a framework for animal welfare. The court also noted that direct federal funding for such measures lacks a legal basis and that extending financial aid through other means would contravene efforts to control federal expenditure, drawing parallels to other sectors that did not receive state aid for similar adjustments.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 2 Absatz, Art. 22 Ab, Art. 14 der Hilfsstoffverordnung, Art. 66 al. 1 LTF, Art. 64 LTF; Animal Protection Law Implementation and Financial Burden on Farmers: The court acknowledged that while some farms, particularly those nearing cessation of operations or operating at higher altitudes, face significant investment challenges to meet new standards, existing legislation already provides a framework for animal welfare. The court also noted that direct federal funding for such measures lacks a legal basis and that extending financial aid through other means would contravene efforts to control federal expenditure, drawing parallels to other sectors that did not receive state aid for similar adjustments.
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KI-generiertThis provision governs the procedure for restricting or withdrawing permits for auxiliary substances, which was used as the legal basis for the discussed measures.
This article likely pertains to costs, and if applicable, would be included if mentioned in the dispositive.
This article likely pertains to legal aid, and if applicable, would be included if mentioned in the dispositive.
Volltext
Interpellation Bürgi 788 N 22 mars 1991
zieht. Rechtsgrundlage dazu ist Artikel 14derHilfsstoffverord- 2. Ist der Bundesrat bereit, die strengen Anforderungen unse-
nung, der das Verfahren zur Einschränkung oder für den Ent- rer Tierschutzgesetzgebung für die Stufen- und Alpbetriebe in
zug von Bewilligungen regelt. Es werden also nicht nur neue einer Verordnung zu regeln, den besonderen Verhältnissen
Bewilligungen erteilt, sondern auch Einschränkungen oder anzupassen und dementsprechend zu lockern?
Rückzüge verfügt, wenn neue Erkenntnisse dies nötig ma- 3. Ist der Bundesrat bereit, den Kantonen die nötigen Bundes-
chen oder neue Hilfsstoffe verfügbar werden, die nachweislich mittel zur Verfügung zu stellen, um die Tierschutzmassnah-
geeigneter sind. Die schweizerische Landwirtschaft verfügt men durchzusetzen?
nicht zuletzt dank diesem Bewilligungsverfahren über ein
modernes, vielseitiges Instrumentarium geeigneter, umwelt- Texte de l'interpellation du 18 septembre 1990
verträglicher Hilfsstoffe. Les derniers délais transitoires prévus dans l'ordonnance du
All diese Forschungsarbeiten, unser restriktives Bewilligungs- 27 mai 1981 sur la protection des animaux arriveront à
verfahren und das Beratungswesen bezwecken einen sinnvol- échéance à la fin 1991. Or, si l'on interroge les cantons - car ce
len und gezielten Einsatz der Hilfsstoffe; das gleiche Ziel wird sont eux qui sont chargés de l'application - on s'aperçoit que
auch mit Lenkungsabgaben auf Hilfsstoffen angestrebt: ent- ces délais ne sont pas suffisamment longs pour certains sec-
sprechende Rechtsgrundlagen sind in Vorbereitung. Ebenso teurs, surtout pour celui du bétail laitier. Les constructions et
wird geprüft, ob für in umfassendem Sinn umweltschonende autres aménagements prescrits par l'ordonnance nécessitent
Produktionsmethoden Beiträge geleistet werden können; da- souvent des investissements considérables. Ceux-ci consti-
bei kann der Verzicht auf einzelne Hilfsstoffe nicht als Kriterium tuent une charge trop lourde pour la plupart des exploitations
dienen. en train de réduire leur activité, pour les exploitations alpestres
Der Bundesrat wird die Forschungsziele seiner Anstalten auch ainsi que pour celles qui travaillent à différentes altitudes.
in Zukunft auf eine umweltgerechte Landwirtschaft ausrichten. Des extrapolations effectuées avec les chiffres fournis par
Für eine Verstärkung der Forschungsarbeiten ist er auf die Un- quelques cantons ont montré qu'il fallait compter avec plu-
terstützung durch das Parlament angewiesen. sieurs centaines de millions de francs d'investissements. Il im-
porte par conséquent d'examiner la question de savoir si la
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- mise en application de l'ordonnance peut être adaptée aux cir-
tes teilweise befriedigt. constances, sans toucher cependant à la finalité de la loi sur la
protection des animaux.
il faut savoir que certaines exploitations sont sur le point de
cesser leur activité, faute d'avoirtrouvé un successeur. Il n'est
guère indiqué que de telles exploitations fassent encore d'im-
portants investissements pour respecter les nouvelles pres-
criptions.
#ST# 90.682 Dans certains cantons de montagne, les exploitations al-
pestres et celles qui exercent leur activité à différentes altitu-
Interpellation Bürgi des existent en grand nombre. Les étables situées à l'extérieur
Vollzug der Tierschutzgesetzgebung des villages n'abritent les animaux que par mauvais temps ou
en cas de canicule. La plupart du temps, le bétail se trouve
Ordonnance dans les pâturages.
sur la protection des animaux Le Conseil fédéral est donc invité à répondre aux questions
suivantes:
1. Est-il disposé à se montrer souple dans l'application des
délais transitoires prescrits par la législation sur la protection
des animaux, dans le cas des exploitations sur le point de ces-
Wortlaut der Interpellation vom 18. September 1990 ser leur activité?
Ende 1991 laufen die letzten Uebergangsfristen der Tier- 2. Est-il prêt à faire figurer dans une ordonnance les disposi-
schutzverordnung vom 27. Mai 1981 ab. Umfragen in den für tions strictes de notre législation sur la protection sur les ani-
den Vollzug verantwortlichen Kantonen zeigen, dass diese maux, en les adaptant et en les assouplissant au vu de la situa-
Uebergangsfristen vor altem im Milchviehsektor nicht überall tion particulière dans laquelle se trouvent les exploitations al-
ausreichen. Die erfoderlichen baulichen Anpassungen ziehen pestres et les agriculteurs qui travaillent à différentes altitudes?
vielfach umfangreiche Investitionen nach sich. Für auslau- 3. Est-il disposé à fournir aux cantons les moyens financiers
fende Betriebe und für Stufen- und Alpbetriebe stellen diese nécessaires à la mise en oeuvre des dispositions sur la protec-
Investitionen in den meisten Fällen eine übermässige Bela- tion des animaux?
stung dar.
Hochrechnungen in den verschiedenen Kantonen haben er- Mitunterzeichner - Cosignataires: Berger, Blatter, Bühler, Co-
geben, dass mit einem Investitionsvolumen von mehreren lumberg, Engler, Hänggi, Hari, Hildbrand, Jung, Kühne, Nuss-
hundert Millionen Franken zu rechnen ist. Es ist daher zu prü- baumer, Perey, Ruckstuhl, Rutishauser, Savary-Vaud, Schni-
fen, ob angesichts dieses Investitionsbedarfs der Vollzug die- der, Schwab, Seiler Hanspeter, Widrig, Zwingli (20)
sen Gegebenheiten anzupassen ist, ohne den Zweck des Tier-
schutzgesetzes zu schmälern. Schriftliche Begründung-Développement par écrit
Es gibt Betriebe, die mangels gesicherter Hofnachfolge in na- Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
her Zukunft die landwirtschaftliche Produktion aufgeben wer- eine schriftliche Antwort.
den. Für solche Betriebe ist es nicht sinnvoll, noch umfangrei-
che Investitionen zu tätigen, um die Auflagen der Tierschutz- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
gesetzgebung zu erfüllen. vom 10. Dezember 1990
In verschiedenen Bergkaritonen sind die Stufen- und Alpbe- Rapport écrit du Conseil fédéral
triebe weit verbreitet. Die ausserhalb des Dorfes gelegenen du 10 décembre 1990
Ställe werden nur bei schlechtem Wetter oder an sehr warmen In vielen Fällen wurde die mehr als 10jährige Uebergangsfrist
Tagen von den Tieren beansprucht. Die meiste Zeit befinden zur Anpassung der Stallungen an die Tierschutzgesetzge-
sich die Kühe und Rinder auf der Weide. bung nicht rechtzeitig zur Kenntnis genommen und genutzt.
Der Bundesrat wird deshalb zur Beantwortung folgender Fra- Die Uebergangsfristen der Tierschutzverordnung wurde sei-
gen eingeladen: nerzeit so angesetzt, um eine Anpassung der Tierhaltungen
1. Ist der Bundesrat bereit, den Kantonen beim Vollzug der ohne wirtschaftliche Härte zu ermöglichen. Die längste Ueber-
Tierschutzgesetzgebung in auslaufenden Betrieben die nö- gangsfrist von zehneinhalb Jahren wurde den Legehennen-,
tige Flexibilität bezüglich der Anwendung der Uebergangsfri- Wildtier- und Milchviehhaltern eingeräumt. Es sind vor allem
sten einzuräumen? letztere, die Ende 1991 im Verzug sein dürften. Es würde von
22. März 1991 N 789 Interpellation Büttiker
allen Tierhaltern, die ihre Stallungen in den letzten Jahren den 5. Ist der Bundesrat nach den Enthüllungen an der Reiter-
Mindestmassen der Tierschutzverordnung angepasst haben, Weltmeisterschaft bereit,die Vorschläge der Arbeitsgruppe
kaum verstanden, wenn der Bundesrat weitgehende Locke- «Pferd» der Nutztierkommission des Schweizer Tierschutzes
rungen der Tierschutzvorschriften gewähren würde. unter Leitung von Professor Dr. A. Nabholz zu prüfen?
Die einzelnen Fragen können wie folgt beantwortet werden:
1. Auslaufende Betriebe, d. h. solche, in denen die Tierhaltung Texte de l'interpellation du 25 septembre 1990
in wenigen Jahren aufgegeben wird, können nach dem Des révélations incroyables ont été faites cette année lors des
Grundsatz der Verhältnismässigkeit voraussichtlich mit einer championnats du monde d'équitation de Stockholm, sur la
flexiblen Haltung der Vollzugsbehörden rechnen. Dabei ist an façon dont les chevaux de l'équipe allemande sont «barrés»
den Begriff des «auslaufenden Betriebs» ein strenger Mass- durant l'entraînement. Bien des gens se sont alors demandé
stab zu legen: wird die Tierhaltung nicht nach Ablauf der ange- quelles prescriptions de protection des animaux s'appliquent
gebenen Auslaufperiode eingestelt, so ist sie zu untersagen. en Suisse à la détention et à l'utilisation des chevaux et aux
2. Die Modalitäten einer flexiblen Behandlung der Stufen- und soins à leur donner.
Alpbetriebe, in denen sich die Tiere insgesamt nur während Je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions
kurzer Zeit aufhalten, werden zurzeit im Bundesamt für Veteri- suivantes:
närwesen geprüft. Vom Grundsatz, wonach die Tiere an ihren 1. Est-il à son avis concevable que l'on applique en Suisse des
hauptsächlichen Aufenthaltsorten tierschutzgerecht gehalten méthodes d'entraînement des chevaux «à la Schockemöhle»?
werden müssen, soll nicht abgewichen werden. 2. Est-il prêt à compléter l'ordonnance sur la protection des
3. Das Tierschutzgesetz bietet keine Rechtsgrundlage für di- animaux par des dispositions relatives à la détention et à l'utili-
rekte Bundesbeiträge an Tierschutzmassnahmen. Somit fehlt sation des chevaux dans le sens requis par la protection des
es an einer entscheidenden Voraussetzung, um Bundesmittel animaux, les détenteurs de chevaux, les amis de ces bêtes et
zur Verfügung zu stellen. les sociétés de sport équestre?
Die Gewährung einer indirekten Bundeshilfe über zusätzliche 3. Pourquoi a-t-il jusqu'à présent omis d'interdire les moyens
Meliorationsbeiträge und Investitionskredite fällt nicht in Be- de «barrer» les chevaux?
trachtwegen der Notwendigkeit, das Ausgabenwachstum des 4. Pourquoi n'a-t-il pas encore pris en considération les propo-
Bundeshaushalts einzuschränken. In diesem Zusammen- sitions élaborées en 1984 par le groupe de travail «Chevaux»
hang darf darauf hingewiesen werden, dass Geflügel-, de la «Protection suisse des animaux», propositions qui
Schweine-, Heimtier-, Wildtier- und Versuchstierhalter für die avaient été transmises à l'Office vétérinaire fédéral?
weitgehend abgeschlossene Anpassung ihrer Betriebe an die 5. Est-il prêt, après les révélations faites aux championnats du
Tierschutzvorschriften keine staatlichen Beihilfen erhalten ha- monde d'équitation, à étudier les propositions présentées par
ben. le groupe de travail susmentionné de la commission des ani-
maux de rente de la «Protection suisse des animaux» que diri-
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- geait le professeur A. Nabholz?
tes nicht befriedigt.
Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 10. Dezember 1990
#ST# 90.726 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 10 décembre 1990
Interpellation Büttiker Die Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Pferdesport-
Weltmeisterschaft 1990, namentlich die Vorwürfe an deutsche
Missbräuche beim Pferdetraining Reiter, gaben Anlass zu einer Ueberprüfung der schweizeri-
Entraînement des chevaux. Abus schen Tierschutznormen. Im Ergebnis zeigte sich, dass un-
sere Rechtsvorschriften im grossen und ganzen einen ausrei-
chenden Schutz des Pferdes gewährleisten; ähnliche Vor-
kommnisse könnten in unserem Land verhindert oder geahn-
det werden.
Wortlaut der Interpellation vom 25. September 1990 Die einzelnen Fragen können wie folgt beantwortet werden:
Bei der diesjährigen Reiter-Weltmeisterschaft in Stockholm 1. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch in der
sind bezüglich «Barren» von Pferden (Trainingsmethoden) bei Schweiz bei der Ausbildung von Pferden für den Springsport
der deutschen Reiterequipe unglaubliche Dinge aufgedeckt harte Methoden wie das «Barren» mit Stangen zur Anwendung
worden. Viele Leute auch in unserem Lande haben sich dabei kommen. Konkrete Einzelfälle sind dem Bundesrat nicht be-
gefragt, wie es in der Schweiz mit den Tierschutzvorschriften kannt.
über die Haltung, die Pflege und die Verwendung von Pferden In den letzten Jahren wurde ein Fall, bei dem unter den Bein-
steht. bandagen des Tieres harte, verletzende Metallgegenstände
Deshalb frage ich den Bundesrat an: eingebunden waren, vom zuständigen Gericht geahndet. Die
1. Hält es der Bundesrat für möglich, dass auch in der Schweiz Untersuchung eines anderen Falls, in dem vermutet wurde,
im Reitsport Trainingsmethoden «à la Schockemöhle» vor- dass hautreizende Substanzen (Terpentin) in Bandagen ver-
kommen? wendet wurde, wurde eingestellt.
2. Ist der Bundesrat bereit, die Verordnung zum Eidgenössi- 2. Eine Ergänzung der Tierschutzverordnung vom 27. Mai
schen Tierschutzgesetz im Sinne des Tierschutzes, der Pfer- 1981 mit Vorschriften über Haltung und Verwendung von Pfer-
dehalter, Pferdefreunde und Pferdesportverbände mit Vor- den ist im Rahmen einer nächsten Revision vorgesehen. Eine
schriften über die Haltung und Verwendung von Pferden zu er- kurzfristige Anpassung drängt sich nicht auf, da die allgemei-
gänzen? nen Tierhaltungsvorschriften auch auf die Haltung und Ver-
3. Warum hat es der Bundesrat bis heute unterlassen, die Ver- wendung von Pferden anwendbar sind.
wendung von Mitteln zum «Barren» von Rerden zu verbieten? 3. Tierquälerische Trainingsmethoden wie das harte «Barren»
4. Warum hat der Bundesrat die von einer Arbeitsgruppe von Rerden sind durch Artikel 2 Absatz 3 und Artikel 22 Ab-
«Pferd» des Schweizerischen Tierschutzes 1984 ausgearbei- satz 1 des Tierschutzgesetzes vom 9. März 1978 verboten.
teten Vorschläge, die an das Bundesamt für Veterinärwesen 4. Am 12. Dezember 1985 hat das Bundesamt für Veterinärwe-
eingereicht wurden, bis heute schubladisiert? sen eine Information an die Kantone abgegeben, die weitge-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Bürgi Vollzug der Tierschutzgesetzgebung
Interpellation Bürgi Ordonnance sur la protection des animaux
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.682
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 22.03.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 788-789
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