Asylum Policy and Emission Standards Interpellation Dismissed After Government Response
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court dismissed the interpellation regarding the delay in implementing stricter emission standards for particulate matter from light motor vehicles, as the interpellant was satisfied with the government's response. The interpellation concerning asylum policy and the non-refoulement agreement with Austria also saw the government provide a detailed written response. The government stated that Austria adheres to international obligations and that while specific cases of asylum seekers being returned to Yugoslavia were mentioned, they were not prevented from seeking asylum in Austria. The government also provided statistics on individuals returned to Austria and detailed how the adherence to the non-refoulement agreement is monitored, including the UNHCR's role and practices.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 Abs. 1 ATSG; Asylum Policy and Emission Standards Interpellation Dismissed After Government Response: The interpellation concerning asylum policy and the non-refoulement agreement with Austria also saw the government provide a detailed written response. The government stated that Austria adheres to international obligations and that while specific cases of asylum seekers being returned to Yugoslavia were mentioned, they were not prevented from seeking asylum in Austria. The government also provided statistics on individuals returned to Austria and detailed how the adherence to the non-refoulement agreement is monitored, including the UNHCR's role and practices.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
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KI-generiertUsed to determine the costs to be borne by the party that loses the case.
Volltext
14. Dezember 1990 N 2457 Interpellation Fankhauser
émissions de gaz d'échappement des voitures automobiles Texte de l'interpellation du 22 juin 1990
légères (OEV1). Selon un communiqué de la NZZ du 14 juin 1990, l'Autriche ne
respecterait pas le principe du non-refoulement et n'hésiterait
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates pas à renvoyer fréquemment en Yougoslavie des personnes
vom 21. November 1990 remises à ses autorités, sans demander si une procédure
Rapport écrit du Conseil fédéral d'asile est en cours.
du 21 novembre 1990 Le comité autrichien chargé de veiller au respect des accords
Le 12 septembre 1990, le Conseil fédéral a modifié les disposi- d'Helsinki a sévèrement critiqué cette pratique. En vertu de
tions transitoires de l'ordonnance du 22 octobre 1986 sur les l'accord sur les pays de premier asile, la Suisse renvoie des
émissions de gaz d'échappement des voitures automobiles demandeurs d'asile en Autriche en supposant que, étant
légères (OEV1). Cette modification a pour effet de différer de entrées par l'Autriche, ces personnes peuvent y rester jusqu'à
deux ans, en ce qui concerne les émissions de particules, ce que leur demande d'asile ait été traitée.
l'entrée en vigueur de la valeur limite de 0,162 g/km, initiale- Pendant l'heure des questions du 18 juin 1990, j'avais de-
ment prévue pour le 1er octobre 1990 et qui cause le plus de mandé si le Conseil fédéral était prêt à cesser de renvoyer des
difficultés aux constructeurs de véhicules. En revanche, le ren- demandeurs d'asile en Autriche et à réexaminer l'application
forcement, à compter du 1er octobre 1990, des valeurs limites et le respect des accords de non-refoulement. La réponse
prescrites pour les oxydes d'azote est maintenu. écrite du Conseil fédéral, distribuée le 20 juin 1990, est tout à
fait insatisfaisante. Le Conseil fédéral prétend ne pas avoir
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- connaissance de cas concrets.
tes befriedigt. Cette affirmation est en contradiction avec des cas figurant
dans les dossiers, tels que ceux de Hasan T. (N 153 771 ) et de
Monsieur K., cas dont les autorités fédérales ont eu connais-
sance.
Pourquoi le Conseil fédéral n'a-t-il pas au moins tenu compte
des cas cités dans les dossiers pour répondre à la question du
18 juin 1990?
Combien de personnes ont été renvoyées en Autriche depuis
Ie1 janvier 1988?
Qu'est-il advenu des demandeurs d'asile renvoyés?
#ST# 90.641 Comment contrôle-t-on le respect de l'accord de non-refoule-
met?
Interpellation Fankhauser Comment le HCR juge-t-il l'application de cet accord et la criti-
Asyl. que formulée par le «comité d'Helsinki»?
En cas de renvoi, informe-t-on le gouvernement concerné afin
SchubabkommenSchweiz-Oesterreich
que les personnes visées bénéficient de la protection de la
Asile. Accord de non-refoulement convention de Genève?
avec l'Autriche
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Wortlaut der Interpellation vom 22. Juni 1990 eine schriftliche Antwort.
Laut einer Meldung der «NZZ» vom 14. Juni 1990 halte sich
Oesterreich nicht an den Nichtrückweisungsgrundsatz (Non- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
refoulement) und schiebe «Zurückgestellte, ohne nach allfälli- vom 24. September 1990
gem Asylverfahren zu fragen und ohne viel Federlesens regel- Rapport écrit du Conseil fédéral
mässig nach Jugoslawien ab». du 24 septembre 1990
Das österreichische Helsinki-Komitee hat diese Praxis scharf 1. Die Antwort zur Anwendung des zwischen der Schweiz und
kritisiert. Die Schweiz weist im Rahmen des Erstasylabkom- Oesterreich abgeschlossenen bilateralen Abkommens über
mens Asylbewerber nach Oesterreich ab in der Annahme, die Uebernahme von Personen an der Grenze sowie zur Ein-
diese über Oesterreich Eingereisten könnten dort die Erledi- haltung des Grundsatzes der Nichtrückschiebung erfolgte un-
gung ihrer Asylanträge abwarten. ter Berücksichtigung der beiden in der Interpellation erwähn-
In der Fragestunde vom 18. Juni 1990 hatte ich gefragt, ob der ten Fälle. Aus ihnen kann nicht geschlossen werden, unser
Bundesrat bereit sei, die Rückschiebung von Asylbewerbern Nachbarland halte sich nicht an völkerrechtliche Verpflichtun-
nach Oesterreich zu stoppen und die Anwendung und Einhal- gen im Menschenrechts- und Flüchtlingsbereich. Wir verwei-
tung von Schubabkommen zu überprüfen. sen in diesem Zusammenhang auf die Antwort des EJPD vom
Die schriftliche Antwort des Bundesrates, verteilt am 20. Juni 8. März 1989 an die Geschäftsprüfungskommission des Natio-
1990, ist völlig unbefriedigend ausgefallen. Dem Bundesrat nalrates i. S. Aufsichtseingabe Temizsoy.
sollen keine konkreten Fälle bekannt sein. 2. Die nachstehend aufgeführten Zahlen beziehen sich auf
Diese Behauptung steht im Widerspruch zu aktenkundigen Personen, die unter Umgehung der Grenzkontrollen illegal in
Fällen, wie z. B. Hasan T. (N 153 771) und Herrn K., den Bun- unser Land eingereist sind und in Anwendung des bilateralen
desbehörden bekannt. Abkommens an die österreichischen Behörden übergeben
Warum wurden nicht mindestens die aktenkundigen Fälle für wurden. Da die Tatsache des illegalen Grenzübertrittes der
die Beantwortung der Frage vom 18. Juni 1990 in Betracht ge- massgebende Anwendungstatbestand ist, sind die Zahlen
zogen? nicht aufgeschlüsselt nach den subjektiven Einreisemotiven
Wie viele Personen wurden zwischen dem 1. Januar 1988 und der Ausländer.
heute nach Oesterreich zurückgeschoben? 1988 wurden 494 Personen, 19891434 Personen den österrei-
Was weiss man über das Schicksal von zurückgewiesenen chischen Behörden übergeben. In den ersten acht Monaten
Asylbewerbern? dieses Jahres belief sich die Zahl auf 360 Personen. Der die-
Wie wird die Einhaltung des Abkommens kontrolliert? ses Jahr festgestellte Rückgang ist auf die Einführung der Vi-
Wie beurteilt das HCR die Anwendung des Schubabkommens sumspflicht für türkische Staatsangehörige durch Oesterreich
und die Kritik des Helsinki-Komitees? zurückzuführen.
Wird bei Rückweisungen von Asylbewerbern die jeweilige Re- 3. Im Falle einer Rücküberweisung an Oesterreich erfolgt re-
gierung informiert, um damit die Ausgewiesenen unter den gelmässig eine Einvernahme der illegal in die Schweiz Einge-
Schutz der Genfer Konvention zu stellen? reisten durch die Sicherheitsdirektion des Bundeslandes Vor-
Interpellation Leutenegger Oberholzer 2458 N 14 décembre 1990
arlberg. Macht der Ausländer in dieser Befragung keine asyl- schwunden. In diesem Zusammenhang wird der Bundesrat
rechtlich relevante Gefährdung im Heimatland geltend, so um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:
wird er nach den geltenden ausländerrechtliche Bestimmun- I.Anfangs Mai 1990 wu;de das eingeleitete Strafuntersu-
gen behandelt. Ueber die Einvernahme des zurückgeschobe- chungsverfahren wegen Unterdrückung von Staatsschutzak-
nen Ausländers und deren Resultat werden die schweizeri- ten sistiert und die Einsetzung eines ausserordentlichen Un-
schen Behörden nicht unterrichtet, da dies weder im Abkom- tersuchungsrichters durcl" die Bundesanwaltschaft angekün-
men vorgesehen ist, noch datenschutzrechtliche Bestimmun- digt. Wann wurde der ausserordentliche Untersuchungsrich-
gen einen derartigen Informationsaustausch zulassen wür- ter durch den Bund nun tatsächlich eingesetzt, um damit ei-
den. nen Beitrag zur Aufklärung der Baselbieter Staatsschutzaffäre
4. Die Ueberprüfung der Einhaltung der Konvention über die zu leisten?
Rechtsstellung der Flüchtlinge durch die Signatarstaaten ob- 2. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass die von
liegt dem Uno-Hochkommissariat der Vereinten Nationen. Liestal nach Bern transferierten Karteikarten zumindest als Ko-
Von selten dieser internationalen Organisation wurde den pie in Baselland der kantonalen Geschäftsprüfungskommis-
schweizerischen Behörden nie berichtet, unser Nachbarland sion zur Verfügung stehen sollten? Wenn ja, ist der Bundesrat
würde sich nicht an die aus dem Abkommen fliessenden Ver- bereit, den Sonderbeauftragten anzuweisen, solche Kopien
pflichtungen halten. Schon allein aus diesem Grunde ergibt nach Liestal zu schicken?
sich keine Notwendigkeit, an der Vertragstreue im Einzelfall 3. Wie kann gewährleistet werden, dass in der Zwischenzeit
und im generellen zu zweifeln. die Umstände des Tatbeistandes der Aktenunterdrückung
5. Nach dem vom Helsinki-Komitee publizierten Bericht fordert nicht verwischt werden können?
das Büro des Vertreters des UNHCR «laut eigener Auskunft in 4. Welche Massnahmen w jrden anfänglich durch den zustän-
Vorarlberg 'stichprobenartig' Niederschriften in Fällen an, in digen untersuchenden Statthalter in dieser Sache ergriffen?
denen Hinweise von Verwandten oder Schweizer Flüchtlings- Was geschieht mit allfällig aufgenommenen Untersuchungs-
organisationen eingehen, dass zurückgestellte Asylbewerber ergebnissen?
in ihren Heimatländern Verfolgung befürchten müssten. Da 5. Ist es möglich, dass diiî im Kanton Basel-Landschaft ver-
die Behörden immer mit einem solchen Verlangen rechnen schwundenen Staatsschutzakten beim Bund wieder eruiert
müssten, trägt dieser faktische Mechanismus nach Ansicht werden können?
des UNHCR zu einem sorgfältigeren Verhalten der Vorarlber- 6. Wie ist es zu erklären, dass Personen in den Kantonen wie
ger Sicherheitsbehörden bei». Die Tatsache, so fährt die Stel- z. B. in Baselland auf Anfrage bei Bund und Kanton unter-
lungnahme des UNHCR fort, dass es Personen gegeben schiedliche Angaben über den Tatbestand ihrer Registrierung
habe, die sich weigerten, die Erklärung zu unterschreiben, wo- erhalten, indem z. B. der Kanton bestätigt, dass eine Staats-
nach sie keinerlei Gefährdungen im Heimatland ausgesetzt schutzakte bestehe, der Sonderbeauftragte dies aber ver-
seien, werde auch vom UNHCR als Zeichen gewertet, dass neint?
wirklich Verfolgte bei dieser Vorgehensweise nicht unter die
Räder kommen.
6. Im Falle von Rückweisungen an der Grenze wie auch von Texte de l'interpellation du 22 juin 1990
Rücküberstellungen in Anwendung der bilateralen Abkom- Dans le canton de Baie-Campagne, les événements touchant
men über die Uebernahme von Personen an der Grenze wer- à la sécurité de l'Etat ont conduit à une tragédie, puisque le
den die Behörden des Drittstaates nicht darüber orientiert, ob fonctionnaire responsable s'est donné la mort et que quelque
der Ausländer ein Asylgesuch an die schweizerischen Behör- 1300 fiches ont disparu. Dans ce contexte, le Conseil fédéral
den gerichtet hat. Dies ergibt sich einerseits aus der Tatsache, est invité à répondre aux questions suivantes:
dass es keinerlei Rechtsgrundlage für einen derartigen Infor- 1. Au début mai 1990, nous avons appris la suspension de la
mationsaustausch gibt. Andererseits obliegt es jedem einzel- procédure d'enquête pénale entamée pour cause de suppres-
nen Staat, selbst die Vereinbarkeit von Entfernungs- und Fern- sion de dossiers de la sécurité de l'Etat ainsi que la nomination
haltemassnahmen mit den völkerrechtlichen Verpflichtungen d'un juge d'instruction extraordinaire par le Ministère public de
zu prüfen. Die Massnahmen des einen Staates können dabei la Confédération. Quand la Confédération a-t-elle effective-
keinen extraterritorialen Effekt bewirken. Eine Veränderung ment donné à ce juge pour mandat de participer à l'enquête
der Situation im Sinne der Fragestellung wird sich erst dann sur le dossier de la sécurité de l'Etat de Baie-Campagne?
ergeben, wenn Rückweisungen den Regeln eines Abkom- 2. Le Conseil fédéral est-il également d'avis que la commis-
mens über die Zuständigkeit zur materiellen Prüfung eines sion de gestion du canton de Baie-Campagne devrait dispo-
Asylgesuches folgen werden. Diese Ueberlegung ist ein ser au moins de copies des fiches remises par Liestal à Berne?
Grund, weshalb die Schweiz seit Jahren aktiv auf den Ab- Dans l'affirmative, le Conse il fédéral est-il prêt à faire faire le né-
schluss des sogenannten «Erstasylabkommens» hinarbeitet. cessaire par le préposé spécial?
3. De quelle manière peut-on empêcher que toute trace des
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- éléments permettant d'étciblir les responsabilités de la sup-
rates befriedigt. pression des fiches ne disparaisse dans l'intervalle?
4. Quelles mesures le préfet chargé de l'enquête a-t-il prises
au départ? Qu'adviendra-t-il des conclusions auxquelles ce-
lui-ci a pu arriver?
5. Les fichiers de sécurité de l'Etat disparus dans le canton de
Baie-Campagne pourraient-ils être retrouvés dans les dos-
#ST# 90.657 siers que possède la Confédération?
6. Comment se fait-il que des personnes qui s'adressent à la
Interpellation Leutenegger Oberholzer fois à la Confédération et à leur canton (celui de Baie-Campa-
gne, par exemple) obtiennent des réponses différentes sur
Staatsschutzkrise in Baselland l'existence ou non d'une fiche sur leur compte? Il est notam-
Sécurité de l'Etat. ment arrivé que le canton confirme qu'il existe un dossier sur
Crise à Bàie-Campagne une personne donnée alors que le préposé spécial nie son
existence.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Wortlaut der Interpellation vom 22. Juni 1990
Im Kanton Basel-Landschaft haben die Ereignisse um den Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Staatsschutz zu tragischen Ereignissen geführt. Der zustän- Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht
dige Beamte wählte den Freitod, fast 1300 Fichen sind ver- eine schriftliche Antwort.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Fankhauser Asyl. Schubabkommen Schweiz-Oesterreich
Interpellation Fankhauser Asile. Accord de non-refoulement avec l'Autriche
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.641
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 2457-2458
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Ref. No 20 019 375
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