Swiss Federal Council on EEA Agreement Costs and Personnel Policy
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council responded to an interpellation regarding the European Economic Area (EEA) agreement. The Council stated that the cost of joining the EEA is difficult to quantify in the short term, as costs and benefits will manifest over the medium to long term. Regarding financial contributions, the EEA treaty does not involve participation in the European Community's budget, and contributions would only be discussed for specific funds like structural or regional funds. On the issue of free movement of persons and potential salary impacts on federal personnel, the Council affirmed its intention to maintain quantitative foreign policy objectives and stated that federal personnel policy is not subject to EEA negotiations.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 3 BV, Art. 34ter BV; Swiss Federal Council on EEA Agreement Costs and Personnel Policy: The Council stated that the cost of joining the EEA is difficult to quantify in the short term, as costs and benefits will manifest over the medium to long term. Regarding financial contributions, the EEA treaty does not involve participation in the European Community's budget, and contributions would only be discussed for specific funds like structural or regional funds. On the issue of free movement of persons and potential salary impacts on federal personnel, the Council affirmed its intention to maintain quantitative foreign policy objectives and stated that federal personnel policy is not subject to EEA negotiations.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Interpellation Hafner Rudolf 1944 N 5 octobre 1990
Schriftliche Begründung - Développement par écrit #ST# 90.638
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort.
Interpellation Hafner Rudolf
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Auswirkungen des EWR-Vertrages
vom 22. August 1990 Espace économique européen.
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 22 août 1990
Conséquences d'une adhésion éventuelle
1. Laut Bundesverfassung liegt die Schulhoheit grundsätzlich
bei den Kantonen (Art. 3 BV). In der Berufsbildung beschränkt
sich die Regelungskompetenz des Bundes auf den Erlassvon
Vorschriften über die Ausbildung in Industrie, Gewerbe, Han-
del, Landwirtschaft und Hausdienst (Art. 34ter BV). Diese Auf- Wortlaut der Interpellation vom 22. Juni 1990
gabenverteilung bringt es mit sich, dass die Zuständigkeiten Im Juni haben die Verhandlungen zur Erstellung des EWR-
und mit ihnen die rechtlichen Grundlagen der Berufsbildung Vertrages begonnen. Um in diesen Vorhandlungen dio Inter-
mannigfaltig und zum Teil recht unterschiedlich ausgestaltet essen der Schweiz wahren zu können, müssen dem Bundes-
sind. Entsprechend schwierig kann es deshalb auch sein, sich rat zweifellos auch die möglichen Auswirkungen der verschie-
über die verschiedenen Angebote einen Ueberblick zu ver- denen Vertragsoptionen bekannt sein. Da im Parlament von
schaffen. Eine gewisse Straffung der Zuständigkeiten läge da- verschiedensten Seiten mehr Informationen in diesem Zusam-
mit immerhin im Interesse von Personen, die sich über Aus- menhang gefordert wurden, wird der Bundesrat um Beantwor-
und Weiterbildungsmöglichkeiten informieren wollen. Dabei tung folgender Fragen gebeten:
könnte es allerdings nicht darum gehen, bisherige Träger von 1. Welche Kosten würde ein EWR-Beitritt in den ersten fünf
Ausbildungen aus ihrer Verantwortung zu drängen. Eine be- Jahren verursachen?
hördliche, von Bund und Kantonen getragene Regelung aller 2. Müsste die Schweiz einen Finanzausgleich an den EWR be-
Berufsausbildungen war im übrigen Gegenstand des 1973 zahlen und in welcher Höhe?
vom Souverän abgelehnten Bildungsartikels. Rückblickend 3. Kann der Bundesrat dem Bundesporsonal - insbesondere
lässt sich feststellen, dass es wohl nicht die diesbezüglichen dem Lehrpersonal (bei dem das Lohnniveau in den übrigen
Bestimmungen waren, welche zum Scheitern der Vorlage in europäischen Staaten eher tiefer liegt) zusichern, dass es
ihrer Gesamtheit geführt haben. Das Anliegen würde es daher nach dem EWR-Beitritt keine Lohneinbussen erleiden würde?
nach der Auffassung des Bundesrates verdienen, gelegent-
lich wiederaufgenommen zu werden. Immerhin bleibt festzu-
Texte de l'interpellation du 22 juin 1990
halten, dass sich landesintern aus der bisherigen Ordnung
En juin ont débuté les négociations visant à l'élaboration d'un
keine unüberwindlichen Schwierigkeiten ergeben haben.
traité sur l'Espace économique européen (EEE). Si, au cours
2. Die Bestimmungen über die berufliche Freizügigkeit im
de ces négociations, le Conseil fédéral veut défendre les inté-
nicht-akademischen Bereich sind auch innerhalb der Europäi-
rêts de la Suisse, il doit indubitablement connaître les consé-
schen Gemeinschaft noch nicht bis zur Erlassreife gediehen,
quences possibles des diverses options contractuelles. Des
so dass die uns interessierenden EWR-Verhandlungen in die-
parlementaires de toutes tendances exigeant plus d'informa-
ser Hinsicht noch nicht in eine konkrete Phase eingetreten
tions à cet égard, je prie le Conseil fédéral de répondre aux
sind. Bis jetzt zeichnen sich keine Probleme ab, die auf die in
questions suivantes:
der Schweiz geltende Zuständigkeitsregelung zurückzufüh-
1. Quel serait le coût, durant les cinq premières années, do
ren wären.
l'adhésion à l'EEE?
3. Die Einführung einer allgemeinen Bundeskompetenz in der
2. La Suisse devrait-elle verser une compensation financière à
Berufsbildung, welche die heute nicht erfassten Berufsfelder
l'EEE, et le cas échéant, quel en serait le montant?
einbezieht, würde eine Revision der Bundesverfassung vor-
3. Le Conseil fédéral peut-il garantir au personnel foderai, no-
aussetzen.
tamment au personnel enseignant dont les rémunérations
Als Folge davon könnte der Bund, in Absprache mit den Kan-
sont plutôt inférieures à celles versées dans les autres Etats
tonen und den interessierten Kreisen, Ausbildungs- und Prü-
européens, qu'il ne devra pas consentir de sacrifices d'ordre
fungsanforderungen auch für die bisher nicht erfassten Berufe
salarial du fait de l'adhésion à l'EEE?
erlassen, die Ausbildung der dafür erforderlichen Berufsschul-
lehrer übernehmen, berufliche Weiterbildungen eidgenös-
sisch anerkennen und die in der Berufsbildung üblichen Sub- Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Diener, Meier-Glattfol-
ventionen, insbesondere zugunsten der Berufsschulen, aus- den, Stocker (4)
richten. Sache der Kantone wäre es, an der Entwicklung der
gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken und den Vollzug,
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
vor allem den Berufsschulunterricht zu gewährleisten.
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort.
Le président: L'interpellatrice est satisfaite de la réponse du
Conseil fédéral.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 22. August 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral
du 22 août 1990
1. Der Bundesrat hat am 27. Juni 1990 beschlossen, eine ge-
samtwirtschaftliche Wertung der verschiedenen integrations-
politischen Szenarien zu erstellen. Bestandteil dieser Studio
wird u.a. auch sein, die volkswirtschaftlichen Kosten und Nut-
zen dieser Szenarien zu schätzen. Die Studie wird voraussicht-
lich bis im Frühsommer 1991 abgeschlossen sein. Da das pri-
märe Ziel des EWR-Vertrages die Schaffung binnenmarktühn-
licher Verhältnisse bezüglich der vier Grundfreiheiten sowie
eine verstärkte Kooperation im Bereich der flankierenden Poli-
tiken ist, liegt es im Charakter des Vertragswerkes, nämlich der
Schaffung optimaler Rahmenbedingungen, dass sowohl Ko-
sten wie Nutzen erst mirtei- bis langfristig zum Tragen kom-
men. Die Kosten eines zukünftigen EWR-Vertragos sind somit
5. Oktober 1990 N 1945 Interpellation Sager
kurzfristig nur schwer bezifferbar und können allenfalls erst im Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine -Aucun
Lichte der Verhandlungsergebnisse konkreter beziffert wer-
den.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
2. Der EWR-Vertrag sieht keine Teilnahme an der Budgetpoli-
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
tik der Europäischen Gemeinschaft (EG) und daher generell
eine schriftliche Antwort.
auch keine Beiträge an das Budget der EG vor. Der Grossteil
der Budgetbeiträge der Mitgliedstaaten der EG erfolgt im Zu-
sammenhang mit der Durchführung der Gemeinsamen Agrar- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
politik. Da der EWR jedoch die Uebernahme der Gemeinsa- vom 21. Februar 1990
men Agrarpolitik ausschliesst, stehen auch Budgetbeiträge in Rapport écrit du Conseil fédéral
diesem Bereich nicht zur Diskussion. du 21 février 1990
Offen bleibt, inwiefern rein punktuelle Beiträge, etwa an Struk- 1. Es gilt beim Imageverfahren zwei Einsatzmöglichkeiten
tur- oder Regionalfonds oder im Rahmen der Forschungs- auseinanderzuhalten:
und Technologiezusammenarbeit in den EWR-Vertrag einge- a. Die digitalisierte Erfassung von Belegbildern (z. B. am Post-
hen werden. Das Ausmass solcher Beiträge wird erst Verhand- schalter) mit anschliessender Uebertragung über ein landes-
lungsgegenstand sein. weites Telekommunikationsnetz (beispielsweise an Post-
3. Der freie Verkehr von Personen ist ein Grundpfeiler des an- checkämter oder Rechenzentren) und
gestrebten EWR-Vertrages und wird Auswirkungen auf die b. der Einsatz der digitalen Bildverarbeitung lokal beschränkt
Lage und Entwicklung des schweizerischen Arbeitsmarktes auf Datenerfassungs-Systeme innerhalb eines Rechenzen-
haben. Der Bundesrat hat jedoch die Absicht, in den Verhand- trums oder Postcheckamtes. Dabei werden Zahlungsbelege,
lungen die quantitativen Ziele der Ausländerpolitik beizube- die von Lese- und Sortiermaschinen nicht oder nur teilweise
halten. Die Beschäftigung in der öffentlichen Verwaltung, so- gelesen werden können, zur manuellen Ergänzung der Daten
lange sie eine Anstellung im öffentlich-rechtlichen Verhältnis lokal auf Bildschirmen sichtbar gemacht.
des Bundes nach bisher geltenden Kriterien oder die Wahr- Der Unterschied zwischen Buchstabe a und b liegt also darin,
nehmung genereller Interessen des Staates impliziert, ist nicht ob die digitalisierten Daten über das Netz weiter übertragen
Gegenstand der Verhandlungen. Ebenfalls im Rahmen des oder nur lokal verwendet werden.
EWR nicht zur Diskussion steht die Personalpolitik des Bun- Bei der Debatte des Nationalrates am 4. Dezember 1989 über
des im speziellen. den PTT-Voranschlag 1990 ging es um die Anwendung des
Imageverfahrens gemäss Buchstabe a. Der vom Interpellant
Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satisfait unterstützte PTT-Beamte wirft den PTT fälschlicherweise vor,
de la réponse du Conseil fédéral. sie planten die Anwendung des Imageverfahrens mit an-
schliessender Uebertragung der Daten. Die PTT-Betriebe ha-
ben tatsächlich im Rahmen der Planung der Automation der
Kontoführung und des Giroverkehrs in den Postcheckämtern
(Stufe C des Projektes Apoco) die Frage der digitalisierten Er-
#ST# 89.806 fassung und Uebermittlung von Girobelegen zwischen den
Postcheckämtern und auch zum Rechenzentrum als Variante
Interpellation Sager geprüft. Diese Belegbild-Uebertragung kommt indessen an-
gesichts der - insbesonders im Vergleich mit den Zahlungen
PTT. Imageverfahren (Apoco) bei Banken - sehr grossen Belegmengen in der Automations-
PTT. Procédé virtuel (APOCO) stufe C nicht in Frage, weil die in den nächsten Jahren verfüg-
baren Telekommunikationsnetze derartige Datenmengen
kaum wirtschaftlich verkraften können. Das zu übertragende
Datenvolumen vergrössert sich bei der Bilddigitalisierung
rund um den Faktor 200.
Wortlaut der Interpellation vom 14. Dezember 1989 Die Sichtbarmachung von Belegbildern mit Hilfe des Image-
Der Bundesrat wird eingeladen, Aufschluss über folgendes verfahrens im Sinne von Buchstabe b dagegen wird seit Jah-
Vorkommnis anlässlich der Debatte über das PTT-Budget zu ren erfolgreich angewandt. Dank der Bildverarbeitung können
geben: im Rechenzentrum des Postzahlungsverkehrs die Mitarbeite-
1. Ist es richtig, dass die PTT das sogenannte Imageverfahren rinnen im gleichen Zeitraum rund zehnmal mehr Belege bear-
im Rahmen der Apoco weiterverfolgen? beiten, als wenn sie diese einzeln in die Hand nehmen müss-
2. Trifft es zu, dass mithin die gegenteilige Zusicherung, welche ten. Die PTT werden deshalb die sehr rationelle Bildverarbei-
Kommissionssprecher Jaeger - unter stillschweigender Zu- tung auch im Rahmen der Stufe C des Projekts Apoco bei der
stimmung des anwesenden Departementsvorstehers - dem Verarbeitung der Zahlungsaufträge der Postcheckkonto-Inha-
unterzeichneten Antragsteller für einen Kredit zum Austesten ber in den 25 Postcheckämtern einsetzen. Der Belegaus-
eines Verbesserungsvorschlages erteilt hat, unrichtig war? tausch zwischen den Postcheckämtern unter sich und mit
3. Wie gedenkt der Bundesrat auf das Anliegen des Unter- dem erwähnten Rechenzentrum wird aus den geschilderten
zeichneten in fairer Weise zurückzukommen, nachdem der Gründen jedoch nach wie vor auf dem Postweg erfolgen.
Unterzeichnete seinen Antrag vor dem Rat nur deshalb zu- Diese Lösung ist nötig, weil die grünen Zahlungsbelege auch
rückgezogen hat, weil er durch eine falsche Auskunft irrege- handschriftliche Absenderangaben sowie teilweise Mitteilun-
führt worden ist? gen des Schuldners an den Gläubiger aufweisen, die die Aus-
lieferung der Originalbelege erforderlich machen.
Texte de l'interpellation du 14 décembre 1989 Die PTT wenden das Imageverfahren nach Buchstabe b mit
Le Conseil fédéral est invité à donner des explications sur l'in- Erfolg auch bei der Briefsortierung in den grossen Brief-
cident suivant qui a eu lieu lors du débat sur le budget des PTT: versandämtern an.
1. Est-il vrai que les PTT poursuivent le procédé virtuel dans le 2. Die vom Sprecher der nationalrätlichen Finanzkommission,
cadre d'APOCO? Herrn Nationalrat Jaeger, in der Debatte vom 4. Dezember
2. Est-il vrai que, dans ces conditions, l'assurance du contraire 1989 erteilte Auskunft betrifft die Anwendungsmöglichkeit des
qui fut donnée au soussigné par le rapporteur de la commis- Imageverfahrens nach Buchstabe a und ist somit richtig.
sion (M. Jaeger) - avec le consentement tacite du chef du dé- 3. Da der Interpellant seinen Antrag aufgrund einer nach wie
partement alors présent dans la salle - et qui prévoyait un cré- vor zutreffenden Auskunft zurückgezogen hat, sieht sich der
dit pour tester urje proposition d'amélioration, était inexacte? Bundesrat nicht veranlasst, darauf zurückzukommen. Im übri-
3. Comment le Conseil fédéral entend-il, en toute loyauté, re- gen hat das Generaldirektorium der PTT inzwischen dem Inter-
venir sur la demande du soussigné, demande que celui-ci pellanten in einem ausführlichen Gespräch den Sachverhalt
avait retirée après avoir été induit en erreur? und den weiteren Ablauf des Projekts dargelegt.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Hafner Rudolf Auswirkungen des EWR-Vertrages
Interpellation Hafner Rudolf Espace économique européen. Conséquences d'une adhésion
éventuelle
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.638
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.10.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 1944-1945
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Pagina
Ref. No 20 019 094
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