Federal Council Policy on Palestinian Deportations
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council was asked to support the return of Palestinian women and children deported from occupied territories, to use its influence with the Israeli government to prevent future deportations by promoting a more human rights-compliant residency permit practice, and to report to Parliament. The Council acknowledged the issue of deportations, noting that they had ceased and some individuals had been allowed to return, and stated it would examine the possibility of further support after analyzing ongoing actions and the results of a UN Security Council resolution condemning such deportations.
Legislator-Regeste
KI-generiertFederal Council Policy on Palestinian Deportations: The Council acknowledged the issue of deportations, noting that they had ceased and some individuals had been allowed to return, and stated it would examine the possibility of further support after analyzing ongoing actions and the results of a UN Security Council resolution condemning such deportations.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
3. März 1992 265 Postulat Bäumlin
stet Ausserordentliches zur Verbesserung der Anwendung pés (notamment de la bande ouest) vers la Jordanie et dont le
des humanitären Völkerrechts auf diesem Planeten. Warum retour vient d'être autorisé par la cour suprême à Jérusalem. Il
beschränken wir uns nicht darauf, das IKRK in seinen Bemü- est également invité à intervenir auprès du gouvernement
hungen vermehrt zu unterstützen, statt zusätzliche Mittel in an- israélien, dans le but d'empêcher à l'avenir de telles déporta-
dere nichtstaatliche Menschenrechtsorganisationen fliessen tions, en l'incitant à adopter une pratique en matière d'autori-
zu lassen? sation de séjour plus respectueuse des droits de l'homme. A
3. Finanzpolitische Gründe: Der Bundesrat erklärt in seiner l'issue de cette opération, le Conseil fédéral présentera un rap-
Antwort, dass für die Bereitstellung eines Rahmenkredits zur port au Parlement
Unterstützung internationaler Menschenrechtsorganisationen
und Projekte schlicht die gesetzlichen Grundlagen fehlten. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Baerlo-
Frau Bäumlin, ich habe das nicht überhört, sondern ich habe cher, Bär, Bircher Silvio, Bodenmann, Braunschweig, Brügger
das aus der Antwort des Bundesrates zur Kenntnis genom- Cyrill, Bundi, Carobbio, Danuser, Dormann, Eggenberger
men. Zudem haben wir Sparübungen bei allen Departemen- Georges, Fankhauser, Grendelmeier, Haering Binder, Hafner
ten durchgeführt. Es wäre nicht zu verstehen, wenn ange- Ursula, Haller, Herczog, Jeanprêtre, Lanz, Leuenberger Ernst,
sichts der angespannten Finanzlage des Bundes zusätzliche Leuenberger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Longet, Mauch
Mittel im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und hu- Ursula, Meizoz, Neukomm, Ott, Pitteloud, Rechsteiner, Rei-
manitären Hilfe eingesetzt würden. mann Fritz, Stamm Judith, Stappung, Ulrich, Vollmer, Zbinden
Aus diesen Gründen empfehle ich Ihnen, die Motion Bäumlin Hans (37)
auch in der Form eines Postulates abzulehnen.
M. Felber, président de la Confédération: En acceptant de Schriftliche Begründung - Développement par écrit
transformer en postulat la motion de Mme Bäumlin, je crois Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht
que le Conseil fédéral s'est très clairement exprimé puisque eine schriftliche Antwort
M. Steffen, conseiller national, a pu le citer sans erreur. Cela si-
gnifie donc que nous sommes prêts à examiner cette possibi- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
lité, mais seulement après avoir analysé les résultats des ac- vom 5. September 1990
tions qui sont actuellement engagées. Rapport écrit du Conseil fédéral
Au cours des dernières années, nous avons augmenté régu- du 5 septembre 1990
lièrement le poste budgétaire du Département des affaires Das Problem der Deportation von Zivilpersonen aus den von
étrangères consacré au soutien du respect des droits de Israel besetzten Gebieten ist seit langem bekannt. Auf diese
l'homme, ceci année après année, de sorte qu'au budget Praxis wurde wiederholt im Rahmen der Vereinten Nationen,
1992 les Chambres ont approuvé un crédit de 1 million de sowohl in der Generalversammlung wie auch in untergeord-
francs, qui succède à une série de crédits de 400 000,600 000 neten Gremien, hingewiesen. Der Bundesrat hat der israeli-
et 800 000 francs, soit une augmentation d'environ schen Regierung bei verschiedenen Gelegenheiten seine
200 000 francs chaque année. Avec ces moyens, nous som- Missbilligung über deren Politik in den besetzten Gebieten
mes à même d'appuyer les efforts des organisations non gou- ausgedrückt Diese ist eine Verletzung der vierten Genfer Kon-
vernementales, notamment celles établies à Genève, en fa- vention, die den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten be-
veur du respect des droits de l'homme. trifft. Der Bundesrat hat namentlich gegen die Deportation von
Nous ne pourrions donc pas accepter la motion, d'où notre Palästinensern, welche eine schwerwiegende Verletzung des
proposition de la transformer en postulat pour nous permettre humanitären Völkerrechts darstellt, wiederholt protestiert, und
cette analyse. er verfolgt das spezifische Problem der Trennung von Familien
mit Aufmerksamkeit.
Abstimmung - Vote Dabei ist zu unterscheiden zwischen Deportationen von Be-
Für Ueberweisung des Postulâtes 69 Stimmen wohnern der besetzten Gebiete in benachbarte Länder, wel-
Dagegen . 37 Stimmen che gemäss Artikel 49 der vierten Genfer Konvention unter-
sagt sind, und den Ausweisungen, die Frau Bäumlin an-
spricht. Im ersten Fall handelt es sich hauptsächlich um Akti-
visten, die durch die israelischen Behörden festgenommen
#ST# 90.614 wurden.
Der zweite Fall betrifft Jordanierinnen, die sich erst nach der
Postulat Bäumlin Besetzung mit Bewohnern der Westbank vermählten. Ihr Auf-
Rückführung enthalt in dieser Region unterliegt der Erteilung oder Erneue-
getrennter palästinensischer Familien rung einer Aufenthaltsbewilligung durch die israelischen Be-
hörden. Im Verlauf des vergangenen Jahres wurden einige
Rapatriement von diesen gezwungen, nach Jordanien zurückzukehren,
des familles palestiniennes déportées nachdem ihnen die Erneuerung der Aufenthaltsbewilligung
verweigert worden war. Eine ähnliche Massnahme wurde ge-
genüber Personen getroffen, die sich ohne Bewilligung in der
Westbank aufhielten. Davon betroffen waren oft verheiratete
Personen mit Kindern, die seit vielen Jahren in dieser Region
Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1990 niedergelassen waren. Die Praxis führte in der Oeffentlichkeit
Der Bundesrat wird eingeladen, die vom obersten Gerichtshof zu einer internationalen Protestwelle, worauf die israelischen
in Jerusalem bewilligte Rückkehr der seit Sommer 1989 nach Behörden ihre Haltung milderten. Inzwischen haben die Aus-
Jordanien deportierten Frauen und Kinder aus den besetzten weisungen, ebenso wie die Deportationen, aufgehört, und
Gebieten (insbesondere der Westbank) finanziell und perso- einigen Personen wurde die Rückkehr in die Westbank ge-
nell zu unterstützen und sich bei der israelischen Regierung stattet.
dafür einzusetzen, dass durch eine menschenrechtskonfor- Der Bundesrat unterhält regelmässige Beziehungen mit den
mere Aufenthalts-Bewilligungspraxis solche Deportationen in verschiedenen in der Region involvierten Parteien. Der Beitrag
Zukunft nicht mehr passieren können, sowie dem Parlament der Schweiz an die UNRWA, welche den Palästinensern in-
nach Abschluss dieser Aktion darüber Bericht zu erstatten. und ausserhalb der besetzten Gebiete beisteht, beläuft sich
dieses Jahr auf 9,8 Millionen Franken. Andererseits unterstützt
Texte du postulat du 21 juin 1990 die Schweiz das IKRK finanziell und politisch bei dessen
Le Conseil fédéral est invité à apporter son soutien, par des Schutz- und Hilfsmassnahmen gegenüber der Zivilbevölke-
moyens financiers et du personnel, au rapatriement des fem- rung der besetzten Gebiete. Diese kommt also auch in den
mes et des enfants déportés en été 1989 des Territoires occu- Genuss einer materiellen Hilfe der Eidgenossenschaft
Nominations épiscopales. Interventions personnelles 266 N 3 mars 1992
Schriftliche Erklärung des Bundesrates #ST# 90.650
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben. Interpellation Jaeger
Frau Bäumlin: Herr Bundespräsident, ich möchte mich bei Ih- Fall Haas. Verantwortlichkeit
nen für Ihre Antwort zu diesem Postulat bedanken. Ich finde der Eidgenossenschaft
die Sprache dieser Antwort ausserordentlich klar und habe Affaire Haas. Responsabilité
mich über die deutliche Sprache in dieser schwierigen und de la Confédération
heiklen Angelegenheit sehr gefreut. Ich bedaure nur ein biss-
chen, dass das eigentliche konkrete Verlangen, das ich an Sie Diskussion - Discussion
richtete, nicht erfüllt wurde. Ich stellte mir vor, was passiert,
wenn die Familien, denen die Rückkehr nach Palästina gestat- Siehe Jahrgang 1990, Seite 1929 - Voir année 1990, page 1929
tet wurde, an die Grenze zu ihrem Land gelangen und dort von
den Behörden aufgehalten werden. Es gibt schriftstellerische
Aeusserungen, wie das vor sich geht, wenn Palästinenser in
ihr Land zurückkehren wollen. Ich kann Ihnen sagen, sie sind
alles andere als erbaulich. Mit den Palästinensern, die in die
besetzten Gebiete zurückkehren wollen und können und dür-
fen, wird fast Apartheid-artig umgegangen. Deswegen fragte
ich ganz konkret, ob es nicht möglich wäre, dass diese ganz 91.3210
bestimmten getrennten palästinensischen Familien mit Hilfe
von Schweizer Leuten vom IKRK oder von der UNWRA in Bus-
Postulat Pini
sen zurückgeführt werden könnten, damit sie die entwürdi-
gende Prozedur an der Grenze nicht über sich ergehen lassen Diplomatische Beziehungen
müssen. Darauf sind Sie leider nicht eingegangen; das habe mit dem Vatikan
ich ein wenig bedauert. Ich nehme von meinem Kompliment Postulato Pini
für die klare Sprache in Ihrer Antwort jedoch nichts zurück. Normalizzare i rapporti diplomatici
con lo Stato Pontificio
M. Felber, président de la Confédération: Je me bornerai à si-
gnaler très brièvement aux honorables conseillers nationaux Postulat Pini
que, dans cette région du monde, les problèmes évoluent Relations diplomatiques
sans cesse sans jamais trouver de solution définitive, et la avec le Saint-Siège
Suisse ne peut pas, hélas, apporter à elle seule une solution
fondamentalement juste. Je remercie Mme Bäumlin de son
appréciation de notre réponse.
Je voudrais relever quelques éléments nouveaux Après la
Conférence sur le Moyen-Orient qui s'est ouverte à Madrid l'an Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1991
dernier, il y a eu une prise de conscience beaucoup plus nette Der Grundsatz der Universalität, von dem sich die Schweiz in
au niveau des Nations Unies. Les déportations de Palestiniens ihren Beziehungen zu ändern Staaten leiten lässt, gebietet es
par Israël ont été condamnées de façon très claire par le unserem Land, auch beim Vatikan eine diplomatische Vertre-
Conseil de Sécurité sous la forme d'une résolution qui a été tung zu unterhalten. Ich ersuche darum den Bundesrat, die
votée avec l'appui des Etats-Unis, ce qui est un fait assez nou- Möglichkeiten zu einer Normalisierung unserer diplomati-
veau. Enfin, chose qui pourrait se révéler intéressante par la schen Beziehungen mit dem Kirchenstaat zu prüfen und die
suite, la cour suprême d'Israël a levé très récemment un cas damit zusammenhängenden politischen und rechtlichen
d'expulsion. Aspekte abzuklären. Mit einer Normalisierung der Beziehun-
Ce sont ces efforts-là qu'il faut suivre et soutenir au fur et à me- gen könnte insbesondere die Anomalie beseitigt werden, wel-
sure des développements que nous vivons. che die Einseitigkeit der Beziehungen heute darstellt.
Abgeschrieben - Classé Testo del postulato del 19 giugno 1991
In considerazione del principio dell'universalità che regge le
nostre relazioni con gli Stati, il postulante chiede al Consiglio
federale di studiare le possibilità e gli aspetti politici e giuridici
relativi alla normalizzazione dei rapporti diplomatici con lo
#ST# 90.525 Stato Pontificio, annullando, in particolare, l'attuale anomalia
che ne caratterizza l'unilateralità
Interpellation Seiler Rolf
Texte du postulat du 19 juin 1991
Bischofswahlen. Beeinträchtigung Conformément au principe d'universalité qui régit nos rela-
des religiösen Friedens tions avec les autres Etats, je prie le Conseil fédéral d'étudier la
Nominations épiscopales. possibilité et les modalités politiques et juridiques d'une nor-
Sauvegarde de la paix religieuse malisation de nos rapports diplomatiques avec l'Etat pontifi-
cal, de manière en particulier à supprimer l'anomalie repré-
Diskussion - Discussion sentée par le caractère unilatéral de nos relations actuelles.
Siehe Jahrgang 1990, Seite 1928 - Voir année 1990, page 1928 Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Keine - Nes-
suno-Aucun
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta -
Développement par écrit
Rispondendo all'interpellanza deposta il 18 settembre 1978
(in merito al problema sollevato del mio postulato), del com-
pianto collega ginevrino Gilbert Duboule, il Consiglio federale
affermava, fra altro: «.... che la questione dell'apertura di una
rappresentanza diplomatica presso la Santa Sede non pone
che un problema di opportunità e non di principio, conside-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Bäumlin Rückführung getrennter palästinensischer Familien
Postulat Bäumlin Rapatriement des familles palestiniennes déportées
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.614
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 03.03.1992 - 08:00
Date
Data
Seite 265-266
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Pagina
Ref. No 20 020 960
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