Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 90-609 KI-generiert

Federalism Research Center Postulate Approved

Geschäftsnummer VPB 90-609
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Council agreed to consider a postulate proposing the establishment of an international research center in Switzerland dedicated to studying federalism as a practical means of conflict resolution. This initiative is motivated by the desire to promote peace, make an international gesture, strengthen Swiss identity, and potentially mark Switzerland's 1991 anniversary by showcasing its expertise in federal structures, especially in light of rising global ethnic and cultural conflicts.

Legislator-Regeste

KI-generiert

90.609, 90.591; Federalism Research Center Postulate Approved: This initiative is motivated by the desire to promote peace, make an international gesture, strengthen Swiss identity, and potentially mark Switzerland's 1991 anniversary by showcasing its expertise in federal structures, especially in light of rising global ethnic and cultural conflicts.

Schlagwörter

KI-generiert
Föderalismus parlamentarisches Postulat Forschungsvorhaben interinstitutionelle Zusammenarbeit Supranationalität Politische Theorie
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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90.609

This is the reference number for the 'Postulat Ott', which is the subject of the dispositive action in this text, indicating it was accepted or rejected.

90.591

This is the reference number for the 'Postulat Zwygart', which is the subject of the dispositive action in this text, indicating it was rejected.

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Volltext

Postulat Ott 1912 N 5 octobre 1990

Statut d'autonomie (par exemple en lefaisant collaborer à l'Ins- #ST# 90.609

titut suisse de droit comparé de Lausanne), s'il faut le consti-

tuer avec les cantons (avec la Fondation pour la collaboration

cantonale dont le siège est à l'Institut du fédéralisme de l'Uni-

Postulat Ott

versité de Fribourg) ou s'il faut subventionner un institut uni- Stelle zur Erforschung

versitaire pour en faire un centre national. des Föderalismus

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Centre international de recherche

vom 5. September 1990 sur le fédéralisme

Déclaration écrite du Conseil fédéral

du 5 septembre 1990

Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.

Le président: Le postulat est combattu par M. Ruf. La discus- Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1990

sion est renvoyée à une date ultérieure. Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob die Eidgenos-

senschaft

Verschoben - Renvoyé - im Dienste des Friedens

- als Geste gegenüber dem Ausland

- zur Stärkung der schweizerischen Identität in dor Völkerge-

meinschaft

- eventuell im Zusammenhang mit dem Jubiläumsjahr 1991

einen grosszügigen Schritt in der folgenden Richtung tun

könnte:

Errichtung einer internationalen Forschungsstello auf schwei-

#ST# 90.591 zerischem Boden zur Erforschung dor praktischen Möglich-

keiten des Föderalismus als Weg der friedlichen Konfliktlö-

Postulat Zwygart sung.

Abschaffung der Nuntiatur

Texte du postulat du 21 juin 1990

Suppression de la nonciature Le Conseil fédéral est invité à examiner la question suivante:

apostolique La Confédération pourrait-elle faire un grand pas en faveur do

la création d'un centre international de recherche en Suisse?

Ce centre étudierait les moyens pratiques propres au fédéra-

lisme qui permettraient de régler pacifiquement les différends.

Un tel projet serait motivé par le désir de

Wortlaut des Postulates vom 20. Juni 1990 -sauvegarder la paix;

Der Bundesrat wird eingeladen, die Abschaffung der Apostoli- - faire un geste sur le plan international;

schen Nuntiatur (Vertretung des Papstes) in Bern zu prüfen. - renforcer l'identité suisse dans la communauté internatio-

nale et pourrait, éventuellement, s'inscrire dans le cadre du

Texte du postulat du 20 juin 1990 700ème anniversaire de la Confédération en 1991.

Le Conseil fédéral est invité à étudier la suppression de la non-

ciature apostolique (représentation du Saint-Siège) à Berne. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Aubry,

Auer, Baerlocher, Bär, Bäumlin, Béguolin, Biel, Bircher, I3o-

Mitunterzeichner- Cosignataires: Dünki, Kühn (2) denmann, Bonny, Borei, Braunschwoig, Brügger, Bundi,

Burckhardt, Büttiker, Carobbio, Cevey, Columberg, Daepp,

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Danuser, Darbellay, Diener, Dietrich, Dormann, Dünki, Eggen-

Die mit der Einsetzung des neuen Bischofs von Chur verbun- berg-Thun, Eggenberger Georges, Eggly, Engler, Euler, Fank-

denen Vorgänge können geeignet sein, den Frieden zwischen hauser, Fischer-Sursee, Gardiol, Grendelmeier, Günter, Hae-

den christlichen Konfessionen zu gefährden. Jetzt verlangen ring Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Hänggi, Herezog,

parlamentarische Vorstösse den Ausbau der diplomatischen Hubacher, Humbel, Iten, Jaeger, Joanprôtre, Keller, Kühn,

Beziehungen mit dem Vatikan. In diesem Zusammenhang ist Kühne, Lanz, Leuba, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger

aber auch der Verzicht auf die diplomatische Vertretung des Moritz, Loeb, Longet, Loretan, Luder, Maoder, Matthey, Mauch

Kirchenstaates in der Schweiz-die Abschaffung der Nuntiatur Ursula, Meier-Glattfelden, Meizoz, Mühlemann, Müller-Aar-

-zu prüfen. Die Privilegierung einer bestimmten Konfession ist gau, Müller-Meilen, Nabholz, Nebiker, Neukomm, Nussbau-

nicht mehr zeitgemäss. Da der Nuntius u. a. für die Sondie- mer, Petitpierre, Philipona, Pitteloud, Portmann, Rebeaud,

rung, Empfehlung und Weiterleitung der Vorschläge für die Bi- Reimann Fritz, Ruckstuhl, Ruffy, Rychen, Scheidegger,

schofswahlen zuständig ist, kann mit Fug der diplomatische Schmid, Schule, Seiler Rolf, Spalti, Stamm, Stappung, Stein-

Status in Frage gestellt werden. Dass der Nuntius in Bern als egger, Stocker, Stucky, Thür, Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer,

Vertreter und Aufsichtsorgan des Papstes zudem noch eine Weder-Basel, Wellauer, Widmer, Widrig, Wiederkehr, Wyss

Vorrangstellung innerhalb des Diplomatischen Corps ein- Paul, Zbinden Hans, Ziegler, Züger, Zwygart (104)

nimmt, wird in der Bevölkerung je länger je weniger verstan-

den. Schriftliche Begründung - Développement par écrit

1. Duch die umstürzenden Ereignisse dor letzten Monate se-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates hen sich die Nationen des Ostens und des Westens in die

vom 17. September 1990 Lage versetzt, ihren Ort in der neu zu ordnenden Völkerge-

(Siehe Postulat Portmann 90.532 hiervor) meinschaft neu zu definieren und zu überdenken, welches ihr

Rapport écrit du Conseil fédéral besonderer Beitrag zu dieser Gemeinschaft sein soll. Dabei

du 17 septembre 1990 liegt eine klare Profilierung im Dienste des Ganzen jeweils

(Voir postulat Portmann 90.532 ci-devant) auch im nationalen Interesse.

2. So hat auch unser Land, zumal nach der Abschwächung

Schriftliche Erklärung des Bundesrates der traditionellen Rolle der Neutralität durch das Ende des Kal-

Déclaration écrite du Conseil fédéral ten Krieges, ein Interesse daran, seine Identität im heutigen in-

Der Bundesrat beantragt, das Postulat Zwygart abzulehnen. ternationalen Rahmen aus den Quellen seiner Tradition her-

aus zu stärken.

Abgelehnt-Rejeté 3. Besondere Kennzeichen unserer Zeit sind, nach dem

5. Oktober 1990 N 1913 Postulat Leutenegger Oberholzer

Schwinden der grossen, bipolaren Konfrontation der Super- fédérales de Lausanne et de Zurich afin notamment de pro-

mächte, die überall aufbrechenden bzw. manifest werdenden mouvoir l'étude de la situation des femmes dans le monde de

Nationalitätenkonflikte, ethnischen, kulturellen und sprachli- la technique et des sciences.

chen, auch religiösen Minderheitenkonflikte. Sie müssen auch

in künftigen sicherheitspolitischen Szenarien als ernstzuneh- Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Aubry, Baerlocher,

mende Bedrohungsfaktoren veranschlagt werden. Bär, Bäumlin Ursula, Bircher, Bodenmann, Danuser, David,

4. Konflikte solcher Art können auf lange Sicht nur durch den Diener, Dormann, Gardiol, Grendelmeier, Haering Binder,

besonderen Verhältnissen angepasste föderalistische Struk- Hafner Ursula, Haller, Herczog, Jaeger, Jeanprêtre, Loeb,

turen auf friedliche und fruchtbare Art gelöst und überwunden Longet, Nabholz, Ott, Pitteloud, Scheidegger, Seiler Rolf,

werden. Stamm, Stocker, Uchtenhagen, Vollmer, Zbinden Hans (31)

Es wäre darum in unserer Zeit, in Europa und über Europa hin-

aus, eine wichtige Aufgabe, die Potentiale des Föderalismus in Schriftliche Begründung - Développement par écrit

praktischer Absicht mit einem Blick auf die Konfliktsituationen In der Schweiz sind wir von der Gleichstellung der Geschlech-

in der heutigen Welt zu erforschen. ter in allen gesellschaftlichen Bereichen noch weit entfernt.

5. Die Schweiz könnte auf diesem Boden dem heutigen Eu- Auch die akademisch-wissenschaftliche Welt wird von den

ropa und der heutigen Welt aus ihrer föderalistischen Ueberlie- Männern geprägt. Gerade die Vorgänge im Bereich der Wis-

ferung und Erfahrung heraus den wichtigsten Dienst leisten. senschaft sind für die Entwicklung der Gesellschaft, für Politik

So hat denn auch der Vorsteher des EDA in seiner kürzlich an und für die Verteilung von Macht von grosser Bedeutung.

der Kopenhagener KSZE-Konferenz über Menschenrechte Heute sind die Frauen in der Wissenschaft kaum wahrnehm-

gehaltenen Rede den schweizerischen Weg gewiesen, indem bar. Ihre Marginalisierung ist die Folge davon, dass Frauen als

er die Rechte der Minderheiten herausstrich und die KSZE- Studentinnen, Forscherinnen, akademische Lehrerinnen jahr-

Staaten zu einem speziell diesem Thema gewidmeten Treffen hundertelang nicht präsent waren. Die Tore der Universitäten

auf 1991 in die Schweiz einlud. und Hochschulen wurden den Frauen erst vor rund 100 Jah-

6. Eine praktische Erforschung des Nutzens des Föderalis- ren geöffnet. Noch heute sind die Frauen im akademischen

mus in der heutigen Welt müsste in breiter Zusammenarbeit Lehrkörper massiv untervertreten, obschon inzwischen der

zwischen schweizerischen und ausländischen wissenschaftli- Anteil der Frauen bei den Studierenden erheblich angestiegen

chen und politischen Sachverständigen erfolgen. Eine ent- ist.

sprechende Stelle, wie sie hier angeregt wird, könnte in Form In internationalen Gremien hat die Schweiz, wie dem Bericht

von gezielten Forschungsaufträgen, von Expertentagungen der eidgenössischen Frauenkommission zur Stellung der

und internationalen Kongressen arbeiten und ihre Ergebnisse Frau in der Schweiz (Teil IV) zu entnehmen ist, die Forderung

den internationalen politischen Gremien zugänglich machen. nach Frauenstudien verschiedentlich nachhaltig unterstützt.

Sie wäre auch konzipierbar als ein Organ zugunsten der Doch an den eigenen Universitäten und Hochschulen im In-

KSZE, oder-um über den europäisch-atlantischen Raum hin- land tut sich diesbezüglich nur wenig.

auszugreifen-der Vereinten Nationen, deren Agentur für Frie- Der Bund ist hier geradezu aufgefordert, voranzugehen. Zu

den und Abrüstung (Unidir) ja auf schweizerischem Boden an- dieser Schlussfolgerung kommt auch eine Arbeitsgruppe der

gesiedelt ist. eidgenössischen Frauenkommission in ihrer Analyse der «Zu-

7. Während kritische Stimmen in unserem Land die Befürch- kunftsstrategien von Nairobi zur Förderung der Frau», Bern

tung äussern, das Jubiläumsjahr 1991 werde nicht mehr als ei- 1988. Im Zusammenhang mit dem Postulat der Förderung von

nen sterilen Rückblick bringen, könnte auf die beschriebene Frauenforschung an den Hochschulen regt die Arbeitsgruppe

Weise ein weithin sichtbarer zukunftsweisender Schritt getan die Schaffung je eines Lehrstuhls für Frauenforschung an der

werden. ETH Zürich und an der EPF Lausanne an. Der Bericht hält dazu

fest:

Schriftliche Erklärung des Bundesrates «Aufgabe eines solchen Lehrstuhls wäre zum einen, interdiszi-

vom 5. September 1990 plinär die gesellschaftlichen Bedingungen für Frauen zu erfor-

Déclaration écrite du Conseil fédéral schen, Hinweise für ihre faktische Benachteiligung zu suchen

du 5 septembre 1990 sowie Aenderungswege zu skizzieren. Zum ändern müsste

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. ebenso die Diskussion über die Gültigkeit der gängigen Wis-

senschaftsmethoden geführt werden. Zu hinterfragen gilt es

Ueberwiesen - Transmis hierin erster Linie, die - in aller Regel von Männern definierte -

'Objektivität' der Wissenschaft und die oft gleichzeitig erfol-

gende Disqualifizierung der frauenspezifischen Anschauun-

gen und Standpunkte.»

#ST# 90.569 Schriftliche Erklärung des Bundesrates

vom 12. September 1990

Postulat Leutenegger Oberholzer Déclaration écrite du Conseil fédéral

Frauenfprschung an den du 12 septembre 1990

Eidgenössischen Technischen Hochschulen Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen,

macht aber darauf aufmerksam, dass für die Errichtung von

EPFZ et EPFL. Recherche Lehrstühlen der Schweizerische Schulrat zuständig ist.

sur la condition féminine

Le président: Le postulat est combattue par M. Dreher. La dis-

cussion est renvoyée à une date ultérieure.

Verschoben - Renvoyé

Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1990

Der Bundesrat wird eingeladen, an der ETH Zürich und an der

EPF Lausanne je einen Lehrstuhl für Frauenforschung einzu-

richten. Der Lehrstuhl soll insbesondere auch der Auseinan-

dersetzung mit der Stellung der Frau im technisch-naturwis-

senschaftlichen Komplex dienen.

Texte du postulat du 19 juin 1990

Le Conseil fédéral est invité à instituer deux chaires de recher-

che sur la condition féminine dans les Ecoles polytechniques

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Ott Stelle zur Erforschung des Föderalismus

Postulat Ott Centre international de recherche sur le fédéralisme

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1990

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.609

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 05.10.1990 - 08:00

Date

Data

Seite 1912-1913

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Ref. No 20 019 056

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