Motion to Transform Civil Defense into a Comprehensive Community Service
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion called for a fundamental restructuring of civil defense to create a comprehensive community service, complementing military service and covering areas like healthcare, firefighting, environmental protection, and disaster management. The Federal Council requested that the motion be converted into a postulate, acknowledging that such a broad initiative would require a constitutional revision beyond the scope of planned civil defense updates.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 114bis BV; Motion to Transform Civil Defense into a Comprehensive Community Service: Die Zivilschutzorganisationen der Gemeinden sollen zudem tungsrechtsprechung des Bundes die Praxis auseinanderfällt.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Motion Wellauer 1900 N 5 octobre 1990
Dazugehören: Schriftliche Erklärung des Bundesrates
- Sanitäts- und Pflegedienst Déclaration écrite du Conseil fédéral
- Feuerwehr Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
- Umweltschutz deln.
- Chemiewehr
- Katastrophenvorsorge und -einsatz Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat
- wirtschaftliche Landesversorgung.
Damit können viele heutige Doppelspurigkeiten und Ueber-
schneidungen eliminiert werden. Ein solcher «Gemeinschafts-
dienst» könnte dadurch zu einer ständigen, praktischen Hilfs-
institution in unserem Lande werden.
#ST# 90.576
Texte de la motion du 6 juin 1990
Le Plan directeur 1995 de la protection civile est en révision; Motion Wellauer
cependant, il s'avère que seules des modifications ponctu-
elles et des adaptations sont prévues. Cela ne saurait suffire!
Zentrale Gerichtskanzlei
Aussi le Conseil fédéral est-il invité à procéder à un réexamen
für eidgenössische Rekurskommissionen
des principes mêmes de l'institution; il ne devra pas se conten- Greffe des commissions
ter de réorganiser la protection civile, il devra plutôt la restruc- fédérales de recours
turer. L'objectif visé en l'occurrence doit être le suivant:
créer un authentique service en faveur de la population qui soit
à la fois efficace et pratique et qui constitue une alternative au
service militaire et le complète. Un tel «service à la commu-
nauté» devrait couvrir tous les secteurs de la vie quotidienne, Wortlaut der Motion vom 19. Juni 1990
en temps de paix également. Il devrait comprendre entre au- Der Bundesrat wird beauftragt, eine Gesetzesvorlage auszuar-
tres: beiten, welche die Zusammenfassung der bestehenden eidge-
- le service sanitaire et l'octroi de soins nössischen Rekurs- und Schiedskommissionen (SR173.3) be-
- le service des pompiers züglich ihrer Kanzleien und Gerichtsschreiber enthält. Damit
- la protection de l'environnement soll in formeller Hinsicht eine einheitliche Praxis erreicht und
- le service de lutte contre la pollution chimique insbesondere die Arbeit der einzelnen Gerichtsschreiber brei-
- la prévention des catastrophes et l'intervention en cas de terund interessantergestaltetwerden. Im Sinneeinergewissen
catastrophe Dezentralisierung ist dabei zu prüfen, ob der Sitz einer solchen
- l'approvisionnement économique du pays. zentralen Kanzlei in die Ostschweiz, beispielsweise in den Kan-
Cela permettra de supprimer bien des doubles emplois et des ton Thurgau gelegt werden könnte. Im weiteren soll geprüft wer-
chevauchements qui existent actuellement. Un tel «service à la den, ob der an sich unbestrittene Gedanke im Hinblick auf die
communauté» pourrait ainsi devenir une institution d'entraide Schaffung neuer Rekurskommissionen, wie er in der vom Volk
concrète et permanente. am 1. April 1990 abgelehnten Vorlage betreffend die Aende-
rung des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundes-
Mitunterzeichner-Cosignataires: Blatter, Bürgi, Büttiker, Diet- rechtspflege enthalten war, nicht wieder aufzunehmen ist.
rich, Dormann, Fäh, Feigenwinter, Hildbrand, Iten, Keller,
Kühne, Nussbaumer, Portmann, Reimann Maximilian, Ruck- Texte de la motion du 19 juin 1990
stuhl, Scheidegger, Schmidhalter, Seiler Rolf, Spoerry, Widrig Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer un projet de loi pré-
(20) voyant la fusion des commissions fédérales existantes de re-
cours et d'arbitrage (RS 173.3) de façon à ce qu'elles dispo-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit sent d'une chancellerie commune et du même greffier. Cela
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht permettra d'harmoniser, sur le plan formel, la pratique des
eine schriftliche Antwort. commissions et surtout d'élargir le champ d'activité du greffier
afin de rendre son travail plus intéressant. Au titre d'une cer-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates taine décentralisation, il faudrait examiner la possibilité de fixer
vom 17. September 1990 le siège de ce greffe central en Suisse orientale, dans le canton
Rapport écrit du Conseil fédéral de Thurgovie par exemple. Il faudrait en outre étudier la possi-
du 17 septembre 1990 bilité de reprendre les travaux concernant la création, en soi
Mit dem Zivilschutz-Leitbild 95 wird angestrebt, die Mittel und non contestée, de nouvelles commissions, dont il avait été
Massnahmen des Zivilschutzes auf jene Bereiche zu konzen- question dans le projet de modification de la loi fédérale d'or-
trieren, die sonst nicht abgedeckt sind. Es geht darum, Dop- ganisation judiciaire, rejeté par le peuple le 1 er avril 1990.
pelspurigkeiten zu vermeiden, eine klare Kompetenzabgren- Mitunterzeichner - Cosignataires: Bühler, Columberg, Danu-
zung festzulegen und damit Optimierungen zu erreichen. ser, David, Dietrich, Eisenring, Fischer-Seengen, Graf, Hess
Dabei wird namentlich Otto, Hess Peter, Hildbrand, Humbel, Ruckstuhl, Rutishauser,
- die Integration der Stäbe der Zivilschutzorganisationen in Rüttimann, Schmid, Schnider, Widrig (18)
die Gemeindeführungsstrukturen
- die Möglichkeit, den Feuerwehren die Verantwortung für den Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Brandschutz auch in Zeiten aktiven Dienstes zu übertragen Weil die bestehenden Gerichtskanzleien der eidgenössischen
- die Unterstützung der Gemeindebehörden in der Betreuung Rekurs- und Schiedskommissionen aufgesplittet sind, unter-
von Flüchtlingen und Flüchtenden sowie liegt die Arbeit der Gerichtsschreiber einer gewissen Monoto-
- die Integration des Kulturgüterschutzes in die Zivilschutzor- nie. Die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter wird durch die-
ganisationen der Gemeinden sen Umstand wesentlich erschwert. Gleichzeitig besteht in for-
geprüft. meller Hinsicht die Gefahr, dass auf dieser Stufe der Verwal-
Die Zivilschutzorganisationen der Gemeinden sollen zudem tungsrechtsprechung des Bundes die Praxis auseinanderfällt.
gezielt auf die Hilfeleistung bei technik- oder naturbedingten Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Entscheide der
Katastrophen sowie anderen Notlagen gschult werden. Rekurskommissionen oft letztinstanzlich sind, d. h. nicht an
Die Schaffung eines Gemeinschaftsdienstes geht über diese eine zentrale Rechtsprechungsinstanz wie das Bundesgericht
Zielvorgaben hinaus. Sie setzt eine Revision der Bundesver- weitergezogen werden können. Nebst den bereits geschilder-
fassung voraus. Diese lässt sich nicht innerhalb der zeitlichen ten Gründen brächte die Zusammenlegung sämtlicher Ge-
Rahmenbedingungen für das Zivilschutz-Leitbild 95 verwirkli- richtskanzleien bezüglich der Infrastruktur (Bibliothek, Sekre-
chen. tariat usw.) einen Spareffekt.
5. Oktober 1990 N 1901 Motion Dietrich
Zurzeit befinden sich die Kanzleien der bestehenden eidge- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
nössischen Rekurs- und Schiedskommissionen an verschie- Déclaration écrite du Conseil fédéral
denen Orten, hauptsächlich im Räume Bern und Lausanne. Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
Der Standort dieser Rekurskommissionen ist aber keines- deln.
wegs an den Sitz des Bundesrates und der Bundesverwaltung
oder des Bundesgerichtes gebunden. Im Gegenteil würde Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat
eine Sitzverlegung dieser Rekurskommissionen «weg von
Bern» die richterliche Unabhängigkeit unterstreichen und
sichtbar machen. Nachdem Bern, die Westschweiz und die In-
nerschweiz (Eidgenössisches Versicherungsgericht) bereits
Sitzorte sind, drängt sich der Raum Ostschweiz als Standort
#ST# 90.584
für die Eidgenössischen Rekurs- und Schiedskommissionen
geradezu auf. Motion Dietrich
Abgeltung des Bundes
an die Stadt Bern für die Erfüllung
der polizeilichen Aufgaben
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 17. September1990 Indemnisation de la Ville de Berne
Rapport écrit du Conseil fédéral pour ses tâches de police
du 17 septembre 1990
Der Bundesrat erachtet gemeinsame Sekretariate für mehrere
Rekurs- und Schiedskommissionen im Prinzip als zweckmäs-
sig und lehnt dafür auch einen Standort in der Ostschweiz, wie
die Motion es verlangt, nicht grundsätzlich ab. Er hat denn Wortlaut der Motion vom 20. Juni 1990
auch schon am 10. Mai 1989 im Zusammenhang mit einem Der Bundesrat wird beauftragt, die Abgeltung des Bundes an
Postulat Grassi vom 17. März 1989 (89.423), das als Standort die Stadt Bern für die Erfüllung ihrer polizeilichen Aufgaben als
den Kanton Tessin empfohlen hatte, seine Bereitschaft erklärt, Bundesstadt so anzupassen, dass der Abgeltungsbetrag min-
die Frage näher zu prüfen. Allerdings neigt er dazu, dass sich destens 10 Prozent des Gesamtaufwandes der Stadtpolizei
diese Dezentralisation des Sitzes auf bestimmte Kommissio- Bern zu decken vermag.
nen mit vergleichbarem Geschäftsbereich und gemeinsa-
mem, in der Regel vollamtlichem Vorsitz beschränken sollte. Texte de la mot/on du 20 juin 1990
In Frage kämen etwa alte und neue Kommissionen auf dem Le Conseil fédéral est chargé de faire en sorte que le dédom-
Gebiete der Sozialversicherung (AHV/IVfür Personen im Aus- magement versé par la Confédération à la Ville de Berne pour
land, berufliche Vorsorge, Krankenversicherung, Unfallversi- ses activités de maintien de l'ordre dans la Ville fédérale cou-
cherung), der Schule, Wissenschaft und Kultur (ETH, For- vre au minimum 10 pour cent du total des dépenses de la po-
schungsförderung, Filmförderung, Stiftung Pro Helvetia), der lice de celle-ci.
öffentlichen Abgaben (indirekte Bundessteuern, Zoll, Alkohol)
und der Landesverteidigung (Militärverwaltung, Zivilschutz). Mitunterzeichner- Cosignataires: Fierz, Hafner Rudolf, Haller,
Heute verfügen fünf Kommissionen mit Sitz in Lausanne Loeb, Neukomm, Ruf, Sager, Zölch (8)
(AHV/IVfür Personen im Ausland, berufliche Vorsorge, Zoll, Al-
kohol, Getreide) über ein gemeinsames Sekretariat. Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die in der Referendumsabstimmung vom 1. April 1990 verwor- Die Stadt Bern erhält vom Bund für die Erfüllung ihrer polizeili-
fene Vorlage vom 23. Juni 1989 über die Revision OG hatte in chen Bewachungs-, Ordnungs- und weiterer Aufgaben als
ihren allgemeinen Bestimmungen über die eidgenössischen Bundesstadt einen seit Jahren unveränderten Abgeltungsbe-
Rekurs- und Schiedskommissionen den Bundesrat ausdrück- trag von jährlich 2 Millionen Franken.
lich ermächtigt, für mehrere Kommissionen einen gemeinsa- Die Kosten der Stadtpolizei sind in den vergangenen Jahren
men Vorsitz und ein gemeinsames Sekretariat vorzuschreiben stark angestiegen, zum Beispiel für Ausrüstung, Ausbildung,
(Art. 71bVwVG in der Fassung von Anhang Nr. 3, BB1 198911 Fahrzeuge, Teuerungsanpassungen und Lohnerhöhungen,
891). Der Sitz der Kommissionen gehört stillschweigend zu Verbesserungen bei Schicht-, Nacht-, Sonntags- und Spe-
den Einzelheiten der Organisation, die der Bundesrat auf dem zialeinsätzen.
Verordnungsweg zu regeln hätte (Schlussbestimmungen der Der Aufwand für die Bewachung von Bundesgebäuden und
Revision OG, Ziff. 1 Abs. 3 Bst. a, BB1 1989 II 886). In diesen Botschaften sowie für den Schutz bei Demonstrationen ist
Punkten war die verworfene Vorlage nicht kontrovers. Der stark angewachsen. Die nationalen Demonstrationen, deren
Bundesrat beabsichtigt, in der neuen Vorlage, die sich in Vor- Zahl zunimmt, werden in der Regel in Bern abgehalten. Die
bereitung befindet, jene gesetzlichen Bestimmungen unver- zum Teil bedauerlichen Begleiterscheinungen beeinträchti-
ändert zu übernehmen. Sie lassen Raum für flexible, regional gen das normale Leben in der Stadt an zahlreichen Wochen-
ausgewogene Korrekturen am Status quo. Weitergehende ge- enden eines Jahres. Die psychischen und physischen Anfor-
setzliche Bestimmungen darüber hält der Bundesrat wederfür derungen an die zum Einsatz gelangenden Polizeiangehöri-
notwendig noch für zweckmässig. gen sind gestiegen.
Eine generelle Sitzverlegung, wie die Motion es verlangt, liefe Die Berner Stadtpolizei weist zurzeit einen Gesamtaufwand in
übrigens letzten Endes darauf hinaus, ein neues, unteres Bun- der Höhe von rund 52 Millionen Franken jährlich aus, woran
desverwaltungsgericht in Form einer zentralen Verwaltungsre- sich der Kanton Bern mit 17 Millionen Franken beteiligt. Der
kurskommission nach den Vorstellungen der Studienkommis- Beitrag des Bundes von jährlich 2 Millionen Franken erreicht
sion Cavin einzuführen. Die Expertenkommission Dubs und also nicht einmal 4 Prozent. Es kann nicht Pflicht des Stadtber-
der Bundesrat boten dazu nicht Hand, in der Meinung, dass ner Steuerzahlers sein, die stark angestiegenen Kosten allein
die Neuerung, unabhängig von der Antwort auf die Frage ihrer zu tragen, erfüllt Bern als Bundesstadt doch in mancherlei Hin-
Vereinbarkeit mit Artikel 114bis BV, einen umfangreichen Ap- sicht nationale Aufgaben. Nur knapp die Hälfte des in Bern ar-
parat ohne entscheidende Vorteile für die Qualität der Bundes- beitenden Bundespersonals hat Wohnsitz in der Stadt Bern
verwaltungsrechtspflege mit sich brächte (Bericht der Exper- und bezahlt hier die Steuern. Zusätzlich entgehen der Stadt
tenkommission Dubs, 15 ff.; ferner BB1 1985 II 749 und Bern wegen der gesetzlich festgelegten Steuerfreiheit der
808 ff.). So oder so würde sie den Rahmen der in Vorbereitung Bundesbetriebe und ihrer Liegenschaften Steuereinnahmen
befindlichen Vorlage sprengen, die sich als Teilrevision OG mit in Millionenhöhe.
Sofortmassnahmen zur Entlastung des Bundesgerichts ver- Der Bund sollte sich an den Gesamtkosten der Stadtpolizei
steht. Aus diesen Gründen beantragt der Bundesrat, die Mo- Bern mit mindestens 10 Prozent beteiligen, zurzeit mit rund
tion in ein Postulat umzuwandeln. 5,2 Millionen Franken im Jahr.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Wellauer Zentrale Gerichtskanzlei für eidgenössische Rekurskommissionen
Motion Wellauer Greffe des commissions fédérales de recours
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.576
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.10.1990 - 08:00
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Seite 1900-1901
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