Reduction of Sulfur Content in Diesel Fuel
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns a postulation to reduce the sulfur content in diesel fuel from 0.2 g/liter to 0.05 g/liter, with a further possibility of reducing it to 0.03 g/liter within a European framework. The reasoning behind this request stems from the fact that in 1989, over one million tons of diesel fuel were consumed in Switzerland, and a reduction in sulfur content would significantly decrease air pollution. Additionally, stricter emission standards for diesel engines were to take effect, and lower sulfur fuel would help meet these standards, potentially avoiding costly and still-developing filter systems, which could otherwise lead to increased fuel consumption and exacerbate CO2 issues. Sweden was cited as an example of a country where low-sulfur diesel fuel was already available, demonstrating its feasibility. The government proposed concluding the postulation as settled, noting that efforts were already underway at national and European levels to lower sulfur content in diesel fuel.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 Abs. 1 GebG; Reduction of Sulfur Content in Diesel Fuel: The reasoning behind this request stems from the fact that in 1989, over one million tons of diesel fuel were consumed in Switzerland, and a reduction in sulfur content would significantly decrease air pollution. Additionally, stricter emission standards for diesel engines were to take effect, and lower sulfur fuel would help meet these standards, potentially avoiding costly and still-developing filter systems, which could otherwise lead to increased fuel consumption and exacerbate CO2 issues. Sweden was cited as an example of a country where low-sulfur diesel fuel was already available, demonstrating its feasibility. The government proposed concluding the postulation as settled, noting that efforts were already underway at national and European levels to lower sulfur content in diesel fuel.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision likely governs the allocation of costs in the proceeding, as indicated by its presence in a dispositive section dealing with the outcome of the appeal.
Volltext
Postulat Segmüller 1914 N 5 octobre 1990
Mitte der 90er-Jahre vorgesehenen strengen Partikel-Grenz-
#ST# 90.573 werte für neue Lastwagen einzuhalten.
Eine frühzeitige rechtsverbindliche Festlegung dieser neuen
Postulat AIiesch Schwefelgrenzwerte ist angezeigt. Bereits in der Vernehmlas-
Schwefelarmer Dieseltreibstoff sung vom April 1990 zur Aenderung der Luftreinhalte-Verord-
nung (LRV) schlägt das Eidgenössische Departement des In-
Réduction de la teneur nern eine Senkung des Schwefelgehaltes im Dieselöl auf
en soufre du diesel 0,05 Prozent vor. Ob dieser oder ein anderer Wert (z. B.
0,03 Prozent) in der LRV festgelegt werden soll, wird der Bun-
derat nach Auswertung der Vernehmlassung entscheiden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, welche Möglichkeiten Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erledigt abzuschrei-
bestehen, den Schwefelgehalt des Dieseltreibstoffes von der- ben.
zeit 0,2 g/Liter auf höchstens 0,05 g/Liter zu senken. Zu prüfen
wäre des weiteren die Möglichkeit, ob im Rahmen gesamteu- Abgeschrieben - Classé
ropäischer Vorschriften eine Absenkung des Schwefelgehal-
tes auf 0,03 g/Liter erreicht werden könnte. Mit einer möglichst
raschen Verminderung des Schwefelgehaltes kann eine effizi-
ente Schadstoffreduktion bei neuen und im Verkehr stehen-
den Motorfahrzeugen erreicht werden.
#ST# 90.575
Texte du postulat du 19 juin 1990
Postulat Segmüller
Le Conseil fédéral est prié d'examiner quelles sont les possibi- EWR und Höhere Schulen
lités d'abaisser la teneur en soufre du carburant diesel.de im ausseruniversitären Bereich
0,2 g/l à 0,05 g/l au plus. Il conviendrait en outre d'étudier la
possibilité de ramener cette teneur à 0,03 g/l sous forme de
Espace économique européen
norme valable pour toute l'Europe. Un abaissement rapide de et établissements d'enseignement
cette teneur permettrait de diminuer efficacement la pollution extra-universitaires
due aux gaz émis par les véhicules neufs ou déjà en circula-
tion.
Mitunterzeichner-Cosignataires: Cincera, Eppenberger Susi,
Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1990
Fischer-Seengen, Frey Walter, Friderici, Giger, Graf, Hild-
Die Europäische Gemeinschaft hat im Jahre 1988 eine allge-
brand, Jeanneret, Leuba, Loeb, Müller-Meilen, Neuenschwan-
meine Richtlinie zur gegenseitigen Anerkennung von Hoch-
der, Portmann, Rüttimann, Rychen, Schmidhalter, Spalti,
schuldiplomen ihrer Mitgliedländer erlassen. Es scheint, dass
Steinegger, Tschuppert, Wanner, Wellauer, Zwingli (23)
die Bereitschaft besteht, bei der Schaffung eines Europäi-
schen Wirtschaftsraumes deren Bestimmungen auch auf die
Schriftliche Begründung - Développement par écrit neu dazustossenden Staaten auszudehnen.
Ende 1989 waren in der Schweiz rund 332000 Motorfahr- In den meisten ausländischen Staaten ist der Begriff def Hoch-
zeuge mit Dieselmotoren registriert, davon 75 000 Personen- schule weiter gefasst als bei uns. Es werden darunter auch
wagen, 7000 Cars, 76 000 Lieferwagen bis 3,5 Tonnen, 57 000 Studien verstanden, die bei uns ausserhalb der Universitäten
Lastwagen und 117000 landwirtschaftliche Traktoren. Im angesiedelt sind, zum Beispiel Lehrerausbildungen, Schulen
Jahre 1989 wurde in der Schweiz gesamthaft über eine Million für soziale Arbeit, Schulen für bildende Kunst, Konservatorien,
Tonnen Dieseltreibstoff verbraucht. Eine weitere Reduktion Ingenieurschulen.
des Schwefelgehaltes würde deshalb zu einer erheblichen Re- Obwohl die Ausbildungsleistung und die Qualifikation der Ab-
duktion der Schadstoffbelastung in unserer Luft führen. solventen solcher Schulen sich mit denjenigen vergleichbarer
Zudem haben die Dieselmotoren gemäss den entsprechen- ausländischer Anstalten messen lassen, besteht die Gefahr,
den Verordnungen des Bundes ab 1. Oktober 1990 strengere dass ihre Anerkennung im europäischen Raum an formalen
Abgasnormen zu erfüllen. Ein schwefelarmer Dieseltreibstoff Hürden scheitert.
würde das Erreichen der geforderten Schadstoffgrenzwerte Dazu könnte auch beitragen, dass keine zentrale Instanz die
erleichtern sowie teilweise den Einsatz technisch aufwendiger Oberaufsicht über diese Schulen gewährleistet und ihre Fi-
und kostspieliger Filtersysteme erübrigen. Diese Filtersy- nanzierung teilweise nahezu dem Zufall überlassen ist.
steme befinden sich zum Teil noch im Entwicklungsstadium; Der Bundesrat wird ersucht, gemeinsam mit den Kantonen zu
auch ist deren Wirksamkeit zurzeit noch nicht gesichert. Da- prüfen:
durch besteht die Gefahr, dass Dieselmotoren durch Benzin- 1. wie der «Sonderfall Schweiz» bezüglich der Höheren Schu-
motoren ersetzt werden. Damit jedoch käme es zu einem len im ausseruniversitären Bereich ohne Nachteil förderen Ab-
Mehrverbrauch an Treibstoff von bis zu 40 Prozent. Dies wie- solventen in die EWR-Verhandlungen eingebracht werden
derum würde das CO2-Problem verschärfen. kann;
Schweden, wo der geforderte schwefelarme Treibstoff erhält- 2. ob durch eine Ergänzung der verfassungsmässigen und
lich ist, beweist, dass der gewünschte schwefelarme Diesel- gesetzlichen Zuständigkeiten mehr Transparenz und klare
treibstoff hergestellt und geliefert werden kann. Oekologische Verantwortlichkeiten in diese Ausbildungsstufe gebracht wer-
und ökonomische Gründe sprechen für die möglichst baldige den könnten.
Reduktion des Schwefelgehaltes im Dieseltreibstoff.
Texte du postulat du 19 juin 1990
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Les Communautés européennes ont édicté en 1988 une direc-
vom 5. September 1990 tive sur la reconnaissance générale des diplômes d'enseigne-
Rapport écrit du Conseil fédéral ment supérieur délivrés par les Etats membres. Elles parais-
du 5 septembre 1990 sent disposées à faire bénéficier de ces dispositions les pays
Sowohl auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene sind qui s'associeraient aux Communautés européennes par le
heute Bestrebungen im Gang, den Schwefelgehalt von biais de la création d'un Espace économique européen.
Dieselöl mittelfristig auf 0,05 Prozent zu senken. Diese neue Il faut savoir que dans la plupart des pays qui nous entourent,
Norm soll es den Herstellern von Lastwagen erleichtern, die ab la notion d'université est plus étendue qu'en Suisse,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Aliesch Schwefelarmer Dieseltreibstoff
Postulat Aliesch Réduction de la teneur en soufre du diesel
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.573
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.10.1990 - 08:00
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Data
Seite 1914-1914
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Ref. No 20 019 058
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