Women's Research Chairs at Swiss Federal Institutes of Technology
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns a postulate proposing the establishment of chairs for women's research at Swiss Federal Institutes of Technology in Zurich and Lausanne. The postulate argues that women are underrepresented in academia and science, despite their increasing numbers as students, and that dedicated research is needed to address their societal marginalization and question traditional, often male-defined, scientific objectivity. The Federal Council declared its willingness to accept the postulate, acknowledging the importance of women's research, but noted that the establishment of such chairs falls under the jurisdiction of the Swiss School Council.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 Abs. 1 LTF; Women's Research Chairs at Swiss Federal Institutes of Technology: The postulate argues that women are underrepresented in academia and science, despite their increasing numbers as students, and that dedicated research is needed to address their societal marginalization and question traditional, often male-defined, scientific objectivity. The Federal Council declared its willingness to accept the postulate, acknowledging the importance of women's research, but noted that the establishment of such chairs falls under the jurisdiction of the Swiss School Council.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the dispositive to regulate court costs.
Volltext
5. Oktober 1990 N 1913 Postulat Leutenegger Oberholzer
Schwinden der grossen, bipolaren Konfrontation der Super- fédérales de Lausanne et de Zurich afin notamment de pro-
mächte, die überall aufbrechenden bzw. manifest werdenden mouvoir l'étude de la situation des femmes dans le monde de
Nationalitätenkonflikte, ethnischen, kulturellen und sprachli- la technique et des sciences.
chen, auch religiösen Minderheitenkonflikte. Sie müssen auch
in künftigen sicherheitspolitischen Szenarien als ernstzuneh- Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Aubry, Baerlocher,
mende Bedrohungsfaktoren veranschlagt werden. Bär, Bäumlin Ursula, Bircher, Bodenmann, Danuser, David,
4. Konflikte solcher Art können auf lange Sicht nur durch den Diener, Dormann, Gardiol, Grendelmeier, Haering Binder,
besonderen Verhältnissen angepasste föderalistische Struk- Hafner Ursula, Haller, Herczog, Jaeger, Jeanprêtre, Loeb,
turen auf friedliche und fruchtbare Art gelöst und überwunden Longet, Nabholz, Ott, Pitteloud, Scheidegger, Seiler Rolf,
werden. Stamm, Stocker, Uchtenhagen, Vollmer, Zbinden Hans (31)
Es wäre darum in unserer Zeit, in Europa und über Europa hin-
aus, eine wichtige Aufgabe, die Potentiale des Föderalismus in Schriftliche Begründung - Développement par écrit
praktischer Absicht mit einem Blick auf die Konfliktsituationen In der Schweiz sind wir von der Gleichstellung der Geschlech-
in der heutigen Welt zu erforschen. ter in allen gesellschaftlichen Bereichen noch weit entfernt.
5. Die Schweiz könnte auf diesem Boden dem heutigen Eu- Auch die akademisch-wissenschaftliche Welt wird von den
ropa und der heutigen Welt aus ihrer föderalistischen Ueberlie- Männern geprägt. Gerade die Vorgänge im Bereich der Wis-
ferung und Erfahrung heraus den wichtigsten Dienst leisten. senschaft sind für die Entwicklung der Gesellschaft, für Politik
So hat denn auch der Vorsteher des EDA in seiner kürzlich an und für die Verteilung von Macht von grosser Bedeutung.
der Kopenhagener KSZE-Konferenz über Menschenrechte Heute sind die Frauen in der Wissenschaft kaum wahrnehm-
gehaltenen Rede den schweizerischen Weg gewiesen, indem bar. Ihre Marginalisierung ist die Folge davon, dass Frauen als
er die Rechte der Minderheiten herausstrich und die KSZE- Studentinnen, Forscherinnen, akademische Lehrerinnen jahr-
Staaten zu einem speziell diesem Thema gewidmeten Treffen hundertelang nicht präsent waren. Die Tore der Universitäten
auf 1991 in die Schweiz einlud. und Hochschulen wurden den Frauen erst vor rund 100 Jah-
6. Eine praktische Erforschung des Nutzens des Föderalis- ren geöffnet. Noch heute sind die Frauen im akademischen
mus in der heutigen Welt müsste in breiter Zusammenarbeit Lehrkörper massiv untervertreten, obschon inzwischen der
zwischen schweizerischen und ausländischen wissenschaftli- Anteil der Frauen bei den Studierenden erheblich angestiegen
chen und politischen Sachverständigen erfolgen. Eine ent- ist.
sprechende Stelle, wie sie hier angeregt wird, könnte in Form In internationalen Gremien hat die Schweiz, wie dem Bericht
von gezielten Forschungsaufträgen, von Expertentagungen der eidgenössischen Frauenkommission zur Stellung der
und internationalen Kongressen arbeiten und ihre Ergebnisse Frau in der Schweiz (Teil IV) zu entnehmen ist, die Forderung
den internationalen politischen Gremien zugänglich machen. nach Frauenstudien verschiedentlich nachhaltig unterstützt.
Sie wäre auch konzipierbar als ein Organ zugunsten der Doch an den eigenen Universitäten und Hochschulen im In-
KSZE, oder-um über den europäisch-atlantischen Raum hin- land tut sich diesbezüglich nur wenig.
auszugreifen-der Vereinten Nationen, deren Agentur für Frie- Der Bund ist hier geradezu aufgefordert, voranzugehen. Zu
den und Abrüstung (Unidir) ja auf schweizerischem Boden an- dieser Schlussfolgerung kommt auch eine Arbeitsgruppe der
gesiedelt ist. eidgenössischen Frauenkommission in ihrer Analyse der «Zu-
7. Während kritische Stimmen in unserem Land die Befürch- kunftsstrategien von Nairobi zur Förderung der Frau», Bern
tung äussern, das Jubiläumsjahr 1991 werde nicht mehr als ei- 1988. Im Zusammenhang mit dem Postulat der Förderung von
nen sterilen Rückblick bringen, könnte auf die beschriebene Frauenforschung an den Hochschulen regt die Arbeitsgruppe
Weise ein weithin sichtbarer zukunftsweisender Schritt getan die Schaffung je eines Lehrstuhls für Frauenforschung an der
werden. ETH Zürich und an der EPF Lausanne an. Der Bericht hält dazu
fest:
Schriftliche Erklärung des Bundesrates «Aufgabe eines solchen Lehrstuhls wäre zum einen, interdiszi-
vom 5. September 1990 plinär die gesellschaftlichen Bedingungen für Frauen zu erfor-
Déclaration écrite du Conseil fédéral schen, Hinweise für ihre faktische Benachteiligung zu suchen
du 5 septembre 1990 sowie Aenderungswege zu skizzieren. Zum ändern müsste
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. ebenso die Diskussion über die Gültigkeit der gängigen Wis-
senschaftsmethoden geführt werden. Zu hinterfragen gilt es
Ueberwiesen - Transmis hierin erster Linie, die - in aller Regel von Männern definierte -
'Objektivität' der Wissenschaft und die oft gleichzeitig erfol-
gende Disqualifizierung der frauenspezifischen Anschauun-
gen und Standpunkte.»
#ST# 90.569 Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 12. September 1990
Postulat Leutenegger Oberholzer Déclaration écrite du Conseil fédéral
Frauenfprschung an den du 12 septembre 1990
Eidgenössischen Technischen Hochschulen Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen,
macht aber darauf aufmerksam, dass für die Errichtung von
EPFZ et EPFL. Recherche Lehrstühlen der Schweizerische Schulrat zuständig ist.
sur la condition féminine
Le président: Le postulat est combattue par M. Dreher. La dis-
cussion est renvoyée à une date ultérieure.
Verschoben - Renvoyé
Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1990
Der Bundesrat wird eingeladen, an der ETH Zürich und an der
EPF Lausanne je einen Lehrstuhl für Frauenforschung einzu-
richten. Der Lehrstuhl soll insbesondere auch der Auseinan-
dersetzung mit der Stellung der Frau im technisch-naturwis-
senschaftlichen Komplex dienen.
Texte du postulat du 19 juin 1990
Le Conseil fédéral est invité à instituer deux chaires de recher-
che sur la condition féminine dans les Ecoles polytechniques
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Leutenegger Oberholzer Frauenforschung an den Eidgenössischen Technischen
Hochschulen
Postulat Leutenegger Oberholzer EPFZ et EPFL. Recherche sur la condition féminine
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.569
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.10.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 1913-1913
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Ref. No 20 019 057
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