Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 90-569 KI-generiert

Women's Research Chairs at Swiss Federal Institutes of Technology

Geschäftsnummer VPB 90-569
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns a postulate proposing the establishment of chairs for women's research at Swiss Federal Institutes of Technology in Zurich and Lausanne. The postulate argues that women are underrepresented in academia and science, despite their increasing numbers as students, and that dedicated research is needed to address their societal marginalization and question traditional, often male-defined, scientific objectivity. The Federal Council declared its willingness to accept the postulate, acknowledging the importance of women's research, but noted that the establishment of such chairs falls under the jurisdiction of the Swiss School Council.

Legislator-Regeste

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Art. 66 Abs. 1 LTF; Women's Research Chairs at Swiss Federal Institutes of Technology: The postulate argues that women are underrepresented in academia and science, despite their increasing numbers as students, and that dedicated research is needed to address their societal marginalization and question traditional, often male-defined, scientific objectivity. The Federal Council declared its willingness to accept the postulate, acknowledging the importance of women's research, but noted that the establishment of such chairs falls under the jurisdiction of the Swiss School Council.

Schlagwörter

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wissenschaftliche Forschung Frauenarbeit Forschungsstelle Gleichheit von Frauen und Männern Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen Frauenbewegung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 LTF

Cited in the dispositive to regulate court costs.

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Volltext

5. Oktober 1990 N 1913 Postulat Leutenegger Oberholzer

Schwinden der grossen, bipolaren Konfrontation der Super- fédérales de Lausanne et de Zurich afin notamment de pro-

mächte, die überall aufbrechenden bzw. manifest werdenden mouvoir l'étude de la situation des femmes dans le monde de

Nationalitätenkonflikte, ethnischen, kulturellen und sprachli- la technique et des sciences.

chen, auch religiösen Minderheitenkonflikte. Sie müssen auch

in künftigen sicherheitspolitischen Szenarien als ernstzuneh- Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Aubry, Baerlocher,

mende Bedrohungsfaktoren veranschlagt werden. Bär, Bäumlin Ursula, Bircher, Bodenmann, Danuser, David,

4. Konflikte solcher Art können auf lange Sicht nur durch den Diener, Dormann, Gardiol, Grendelmeier, Haering Binder,

besonderen Verhältnissen angepasste föderalistische Struk- Hafner Ursula, Haller, Herczog, Jaeger, Jeanprêtre, Loeb,

turen auf friedliche und fruchtbare Art gelöst und überwunden Longet, Nabholz, Ott, Pitteloud, Scheidegger, Seiler Rolf,

werden. Stamm, Stocker, Uchtenhagen, Vollmer, Zbinden Hans (31)

Es wäre darum in unserer Zeit, in Europa und über Europa hin-

aus, eine wichtige Aufgabe, die Potentiale des Föderalismus in Schriftliche Begründung - Développement par écrit

praktischer Absicht mit einem Blick auf die Konfliktsituationen In der Schweiz sind wir von der Gleichstellung der Geschlech-

in der heutigen Welt zu erforschen. ter in allen gesellschaftlichen Bereichen noch weit entfernt.

5. Die Schweiz könnte auf diesem Boden dem heutigen Eu- Auch die akademisch-wissenschaftliche Welt wird von den

ropa und der heutigen Welt aus ihrer föderalistischen Ueberlie- Männern geprägt. Gerade die Vorgänge im Bereich der Wis-

ferung und Erfahrung heraus den wichtigsten Dienst leisten. senschaft sind für die Entwicklung der Gesellschaft, für Politik

So hat denn auch der Vorsteher des EDA in seiner kürzlich an und für die Verteilung von Macht von grosser Bedeutung.

der Kopenhagener KSZE-Konferenz über Menschenrechte Heute sind die Frauen in der Wissenschaft kaum wahrnehm-

gehaltenen Rede den schweizerischen Weg gewiesen, indem bar. Ihre Marginalisierung ist die Folge davon, dass Frauen als

er die Rechte der Minderheiten herausstrich und die KSZE- Studentinnen, Forscherinnen, akademische Lehrerinnen jahr-

Staaten zu einem speziell diesem Thema gewidmeten Treffen hundertelang nicht präsent waren. Die Tore der Universitäten

auf 1991 in die Schweiz einlud. und Hochschulen wurden den Frauen erst vor rund 100 Jah-

6. Eine praktische Erforschung des Nutzens des Föderalis- ren geöffnet. Noch heute sind die Frauen im akademischen

mus in der heutigen Welt müsste in breiter Zusammenarbeit Lehrkörper massiv untervertreten, obschon inzwischen der

zwischen schweizerischen und ausländischen wissenschaftli- Anteil der Frauen bei den Studierenden erheblich angestiegen

chen und politischen Sachverständigen erfolgen. Eine ent- ist.

sprechende Stelle, wie sie hier angeregt wird, könnte in Form In internationalen Gremien hat die Schweiz, wie dem Bericht

von gezielten Forschungsaufträgen, von Expertentagungen der eidgenössischen Frauenkommission zur Stellung der

und internationalen Kongressen arbeiten und ihre Ergebnisse Frau in der Schweiz (Teil IV) zu entnehmen ist, die Forderung

den internationalen politischen Gremien zugänglich machen. nach Frauenstudien verschiedentlich nachhaltig unterstützt.

Sie wäre auch konzipierbar als ein Organ zugunsten der Doch an den eigenen Universitäten und Hochschulen im In-

KSZE, oder-um über den europäisch-atlantischen Raum hin- land tut sich diesbezüglich nur wenig.

auszugreifen-der Vereinten Nationen, deren Agentur für Frie- Der Bund ist hier geradezu aufgefordert, voranzugehen. Zu

den und Abrüstung (Unidir) ja auf schweizerischem Boden an- dieser Schlussfolgerung kommt auch eine Arbeitsgruppe der

gesiedelt ist. eidgenössischen Frauenkommission in ihrer Analyse der «Zu-

7. Während kritische Stimmen in unserem Land die Befürch- kunftsstrategien von Nairobi zur Förderung der Frau», Bern

tung äussern, das Jubiläumsjahr 1991 werde nicht mehr als ei- 1988. Im Zusammenhang mit dem Postulat der Förderung von

nen sterilen Rückblick bringen, könnte auf die beschriebene Frauenforschung an den Hochschulen regt die Arbeitsgruppe

Weise ein weithin sichtbarer zukunftsweisender Schritt getan die Schaffung je eines Lehrstuhls für Frauenforschung an der

werden. ETH Zürich und an der EPF Lausanne an. Der Bericht hält dazu

fest:

Schriftliche Erklärung des Bundesrates «Aufgabe eines solchen Lehrstuhls wäre zum einen, interdiszi-

vom 5. September 1990 plinär die gesellschaftlichen Bedingungen für Frauen zu erfor-

Déclaration écrite du Conseil fédéral schen, Hinweise für ihre faktische Benachteiligung zu suchen

du 5 septembre 1990 sowie Aenderungswege zu skizzieren. Zum ändern müsste

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. ebenso die Diskussion über die Gültigkeit der gängigen Wis-

senschaftsmethoden geführt werden. Zu hinterfragen gilt es

Ueberwiesen - Transmis hierin erster Linie, die - in aller Regel von Männern definierte -

'Objektivität' der Wissenschaft und die oft gleichzeitig erfol-

gende Disqualifizierung der frauenspezifischen Anschauun-

gen und Standpunkte.»

#ST# 90.569 Schriftliche Erklärung des Bundesrates

vom 12. September 1990

Postulat Leutenegger Oberholzer Déclaration écrite du Conseil fédéral

Frauenfprschung an den du 12 septembre 1990

Eidgenössischen Technischen Hochschulen Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen,

macht aber darauf aufmerksam, dass für die Errichtung von

EPFZ et EPFL. Recherche Lehrstühlen der Schweizerische Schulrat zuständig ist.

sur la condition féminine

Le président: Le postulat est combattue par M. Dreher. La dis-

cussion est renvoyée à une date ultérieure.

Verschoben - Renvoyé

Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1990

Der Bundesrat wird eingeladen, an der ETH Zürich und an der

EPF Lausanne je einen Lehrstuhl für Frauenforschung einzu-

richten. Der Lehrstuhl soll insbesondere auch der Auseinan-

dersetzung mit der Stellung der Frau im technisch-naturwis-

senschaftlichen Komplex dienen.

Texte du postulat du 19 juin 1990

Le Conseil fédéral est invité à instituer deux chaires de recher-

che sur la condition féminine dans les Ecoles polytechniques

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Leutenegger Oberholzer Frauenforschung an den Eidgenössischen Technischen

Hochschulen

Postulat Leutenegger Oberholzer EPFZ et EPFL. Recherche sur la condition féminine

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1990

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.569

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 05.10.1990 - 08:00

Date

Data

Seite 1913-1913

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Ref. No 20 019 057

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