Health Insurance Solidarity Reform: Motion Converted to Postulate
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered a motion seeking to combat de-solidarization in health insurance by prohibiting collective insurance and implementing a risk equalization system. The government proposed converting the motion into a postulate, arguing that a comprehensive revision of health insurance was underway and that the proposed measures were already being addressed through existing regulations and planned reforms, including an expert commission's work on a reform draft and immediate ordinance measures to strengthen solidarity. The court agreed with the government, converting the motion into a postulate to further drive the ongoing reform process.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Absatz, Art. 66 al. 1 LTF; Health Insurance Solidarity Reform: Motion Converted to Postulate: The government proposed converting the motion into a postulate, arguing that a comprehensive revision of health insurance was underway and that the proposed measures were already being addressed through existing regulations and planned reforms, including an expert commission's work on a reform draft and immediate ordinance measures to strengthen solidarity. The court agreed with the government, converting the motion into a postulate to further drive the ongoing reform process.
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KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court order imposes costs.
Volltext
5. Oktober 1990 1897 Motion Reimann Fritz
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin werden darin berücksichtigt. Im übrigen dient ein regelmässi-
Ursula, Béguelin, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Bundi, ger Erfahrungsaustausch der Vollzugsbehörden einer wir-
Danuser, Eggenberg-Thun, Fankhauser, Haering Binder, Hal- kungsvollen Umsetzung der Vorschriften.
ler, Hubacher, Jeanprêtre, Lanz, Leuenberger-Solothurn,
Mauch Ursula, Ott, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann Fritz, Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Stappung, Vollmer, Ziegler, Züger (26) Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit deln.
Die Chemieunfälle der letzten Zeit sowie das Unfallrisiko der
wachsenden Mengen an transportierten, risikoreichen Chemi- Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat
kalien zeigen deutlich, dass Polizei, Feuerwehr, Gesundheits-
und Umweltbehörden raschen Zugang zu möglichst vollstän-
digen und zuverlässigen Informationen haben müssen. Nur
so kann in konkreten Gefahrensituationen schnell und kompe-
tent reagiert oder vorbeugend gehandelt werden.
Der Aufbau einer leistungsfähigen und möglichst vollständi- #ST# 90.552
gen Chemiedatenbank ist zwar mit spürbaren Kosten verbun-
den. Gelingt es jedoch, dank zuverlässigen und schnellen In- Motion Reimann Fritz
formationen die Auswirkungen von Chemie- und Transportun- Massnahmen gegen
fällen einzugrenzen, so dürften sich diese Aufwendungen bei die Entsolidarisierung
weitem lohnen. Entsprechende Informationssysteme sind auf
dem Markt vorhanden und können relativ rasch eingeführt
in der Krankenversicherung
werden. Assurance-maladie. Mesures
Information allein genügt aber nicht. Es gilt auch vorsorgliche contre la désolidarisation
Massnahmen zu ergreifen, um die Risiken wieder zu verklei-
nern. Anstatt wachsende Mengen an hochgefährlichen Stof-
fen in der Weltgeschichte herumzutransportieren, sollen diese
dezentraler hergestellt werden. Dies ist zwar in der Regel mit
Mehrkosten verbunden, die aber zur Risikominderung bis zu Wortlaut der Motion vom 13. Juni 1990
Der Bundesrat wird ersucht, als Massnahme gegen die zuneh-
einem bestimmten Punkt durchaus in Kauf zu nehmen sind.
mende Entsolidarisierung in der sozialen Krankenversiche-
Es handelt sich hier um ein klassisches Optimierungspro-
rung, dem Parlament so rasch als möglich eine Vorlage zu ei-
blem. Der Bundesrat soll darauf hinwirken, dass dabei der As-
pekt der Risikominderung stärker gewichtet wird. ner Partialrevision des KUVG vorzulegen, die folgende Punkte
enthält:
1. Das Verbot der Kollektiv/Versicherung im Krankenpflegebe-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 12. September 1990 reich.
2. Einführung eines Lastenausgleiches zwischen den Kran-
Rapport écrit du Conseil fédéral
kenkassen. Dieser ist vom Bund durch die Einforderung eines
du 12 septembre 1990
Lastenausgleichsbeitrages bei den Krankenkassen und des-
1. Zur Wahrnehmung der Aufgaben der Nationalen Alarmzen-
sen Rückverteilung nach dem Alter der Versicherten durchzu-
trale (NAZ) bei einer Gefährdung durch chemische Stoffe
führen.
(VO NAZ, Art. 1, Abs. 4) hat der Bund die Beschaffung eines
EDV-gestützten Informationssystems über gefährliche Stoffe Texte de la motion du 13 juin 1990
vorgesehen. Das Eidgenössische Departement des Innern Le Conseil fédéral est chargé, en vue de remédier à la désoli-
hat die Komac mit den Abklärungen zur Beschaffung einer sol- darisation croissante en matière d'assurance-maladie sociale,
chen Chemiedatenbank beauftragt. Es wurde eine Arbeits- de soumettre le plus vite possible au Parlement un projet de
gruppe eingesetzt, die aus Vertretern der betroffenen Bundes- révision partielle de la LAMA portant sur les points suivants:
ämter, der Kantone, der Komac und der chemischen Industrie 1. Interdiction de l'assurance collective en matière de soins
besteht. Die Arbeitsgruppe soll bestehende Chemiedatenban- médico-pharmaceutiques.
ken evaluieren, allfällige Anpassungen an schweizerische Be- 2. Introduction d'un système de péréquation des charges
dürfnisse prüfen und Wege zur Fortschreibung auf dem Be- entre les caisses-maladie. Pour ce faire, la Confédération exi-
triebssystem der NAZ aufzeigen. gerait une contribution des caisses-maladie et procéderait à
2. Nach dem Chemiebrand in «Schweizerhalle» wurden une redistribution en fonction de l'âge des assurés.
vielerorts konkrete Massnahmen zum Schütze der Bevölke-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin,
rung und der Umwelt vor Katastrophen getroffen (USG,
Béguelin, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Bundi, Danuser,
Art. 10). In.verschiedenen Unternehmungen wurden risikorei-
Eggenberg-Thun, Eggenberger Georges, Fankhauser, Hae-
che Verfahren aufgegeben und Lagermengen reduziert. Di-
ring Binder, Haller, Hubacher, Jeanprêtre, Lanz, Ledergerber,
verse Fachorganisationen haben neue Normen und Richtli-
Leuenberger-Solothurn, Mauch Ursula, Ott, Pitteloud, Rech-
nien erlassen.
steiner, Stappung, Vollmer, Ziegler, Züger (27)
Auf Bundesebene hat eine breit angelegte Expertenkommis-
sion den Entwurf zu einer Störfallverordnung erarbeitet. Dieser Schriftliche Begründung - Développement par écrit
wurde in der Vernehmlassung positiv aufgenommen. Mit der Mit dem Bundesbeschluss vom 23. März 1990 hat das Parla-
Verordnung sind Betriebsinhaber aufgefordert, eigenverant- ment einen Beitrag zur Bekämpfung der Entsolidarisierung in
wortlich die zur Verminderung von Risiken geeigneten Mass- der Krankenpflegeversicherung geleistet. Die Wirksamkeit
nahmen zu treffen. Dazu gehören Massnahmen zur Herabset- dieser Massnahme ist zwangsläufig beschränkt. Der Bundes-
zung des Gefahrenpotentials, zur Verhinderung von Störfällen rat hat denn auch die Vorarbeiten zu einer Totalrevision aufge-
und zur Begrenzung von Störfallauswirkungen. Das gleiche nommen. Bis eine solche in Kraft tritt, werden noch Jahre ver-
soll auch für den in der Verordnung zu regelnden Transport gehen.
gefährlicher Güter gelten. Mit Inkrafttreten der Störfallverord- Wie der Presse zu entnehmen war, haben deshalb die Kran-
nung-voraussichtlich anfangs 1991 -wird der Bundesrat den kenkassen selbst das Eidgenössische Departement des In-
Vollzugsbehörden ein Instrumentarium zur Verfügung stellen, nern ersucht, auf Verordnungsebene alle Massnahmen zu tref-
mit welchem die Anliegen der Motion erfüllt werden können. fen, die die Entsolidarisierung zurückdämmen können. Die
Als Vollzugshilfe erarbeitet das Buwal gemeinsam mit den Krankenkassen haben selbst entsprechende Anträge einge-
Kantonen und den Fachorganisationen auch ein Handbuch reicht.
zur Verordnung. Die in Teilgebieten bereits vorhandenen tech- Diese Massnahmen können jedoch nur von beschränkter
nischen Normen von Verbänden und Fachorganisationen Tragweite sein, weil das heutige KUVG die Entsolidarisierung
Motion Pitteloud 1898 5 octobre 1990
durch die Kollektiv/Versicherung in der Krankenpflege und die #ST# 90.615
Gründung neuer Kassen oder Kassensektionen zulässt.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Motion Pitteloud
vom 5. September 1990 Hilflosenentschädigung
Rapport écrit du Conseil fédéral für Para- und Tetraplegiker
du 5 septembre 1990
Die vom Motionär beantragten Massnahmen sind auch nach Allocation d'impotence
der Ansicht des Bundesrates geeignet, um gegen die in der pour les personnes atteintes
sozialen Krankenversicherung zu beobachtende Entsolidari- de para- ou de tétraplégie
sierung anzugehen. Die Grundsätze des Bundesrates für eine
Revision der Krankenversicherung sehen denn auch vor, dass
- die Trennung zwischen Kollektiv- und Einzelversicherung
.aufgehoben wird (Ziff. 31),
-zwischen den Versicherungsträgern ein Lastenausgleich Wortlaut der Motion vom 21. Juni 1990
einzuführen ist, um die Solidaritätsleistungen der guten Risi- Der Bundesrat wird eingeladen, einen Entwurf zur Aenderung
ken zugunsten derschlechten Risiken breiter abzustützen und des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (im be-
um der Risikoselektion zwischen den Kassen entgegenzuwir- sonderen Artikel 42 Absatz 3) vorzulegen, damit allen Tetra-
ken (Ziff. 34). oder Paraplegikern eine Hilflosenentschädigung gewährt wer-
Die vom Eidgenössischen Departement des Innern einge- den kann. Diese Entschädigung würde aufgrund eines Arzt-
setzte Expertenkommission «Revision der Krankenversiche- zeugnisses gewährt. Uebrigens muss die für anspruchsbe-
rung» (Kommission Schoch) bereitet gegenwärtig einen Vor- rechtigte Personen abwertende Bezeichnung geändert wer-
entwurf auf der Grundlage dieser Grundsätze vor. Dieser Vor- den; es sollte eher von einer Entschädigung zur Förderung
entwurf wird für diesen Herbst erwartet. Dem Bundesrat ist der Selbständigkeit gesprochen werden. Die «Wegleitung
sehr an einem speditiven Fortgang der Revisionsarbeiten ge- über Invalidität und Hilflosigkeit» müsste entsprechend ange-
legen, damit die Krankenpflegeversicherung möglichst bald passt werden.
ein solideres, sozialadäquates und auch für die Zukunft tragfä-
higes Fundament erhält. Die breite und sichere Abstützung Texte de la motion du 21 juin 1990
der heute leider brüchig werdenden Solidarität hat dabei ganz Le Conseil fédéral est invité à présenter un projet de modifica-
besondere Priorität. Der Bundesrat ist indessen der Auffas- tion de la loi sur l'assurance-invalidité (en particulier
sung, dass der zu diesem Zweck nun eingeschlagene Weg l'article 42, alinéa 3) permettant d'octroyer une allocation
(Erarbeitung eines Revisionsentwurfes durch die Experten- d'impotence à tous les paralysés médullaires tètra- ou para-
kommission Schoch) konsequent und zügig weiterverfolgt plégiques. Cette allocation (dont il faudra par ailleurs transfor-
und dass nicht noch parallele Schritte dazu auf Gesetzesstufe mer l'appellation dévalorisante pour ceux qui y ont droit en
in die Wege geleitet werden sollten. Aus diesen Erwägungen parlant plutôt d'allocation favorisant l'autonomie) serait oc-
kann der Bundesrat die Motion nicht in dieser Form entgegen- troyée sur la base d'un certificat médical. Il faudrait aussi modi-
nehmen, sondern beantragt ihre Umwandlung in ein Postulat. fier en conséquence les «instructions sur l'évaluation de l'inva-
Dieses ist als weiterer Antrieb der laufenden Revisionsarbeit zu lidité et de l'impotence».
verstehen.
Da allerdings auch der Bundesrat der Auffassung ist, dass bis Mitunterzeichner-Cosignataires: Bäumlin Ursula, Borei, Brüg-
zu einem Inkrafttreten des revidierten Krankenversicherungs- ger, Carobbio, Danuser, Darbellay, Fankhauser, Fischer-Sur-
gesetzes wenigstens auf Verordnungsstufe die möglichen see, Gardiol, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Hubacher,
Massnahmen zu einer Verstärkung der Solidarität auf der Jeanprêtre, Lanz, Leuenberger Moritz, Longet, Matthey,
Grundlage des heutigen Gesetzes zu treffen sind, hat das Eid- Mauch Ursula, Meizoz, Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer, Zbin-
genössische Departement des Innern Anfang Juli 1990 Ver- den Hans, Ziegler (25)
ordnungsänderungen mit Vorschlägen für Sofortmassnah-
men zur Verhinderung einer weiteren Entsolidarisierung in der Schriftliche Begründung - Développement par écrit
sozialen Krankenversicherung in die Vernehmlassung gege- En 1988 déjà, la CNA a pris la décision d'octroyer une alloca-
ben. Die beantragten Massnahmen sollen auf Anfang 1991 in tion d'impotence à tous les paralysés médullaires. Elle recon-
Kraft treten. Zu diesen Massnahmen gehörten im Bereich der naît une impotence légère pour les paraplégiques, et une im-
Kollektiwersicherungen insbesondere potence moyenne au moins pour les tétraplégiques. La CNA
- die Vorgabe eines Minimaltarifes, der bei den Prämien der renonce aux examens d'usage et se contente d'un certificat
Kollektiwersicherungen auf keinen Fall unterschritten werden médical.
darf; Les principes juridiques de l'Ai sont les mêmes que ceux de
- die Bestimmung, dass die Mitglieder der Krankenpflegever- l'assurance-accidents et il conviendrait donc d'aligner la prati-
sicherung, die infolge Alter, Invalidität oder Arbeitslosigkeit que de l'Ai sur celle de la CNA, et d'allouer une telle rente
aus dem Erwerbsleben ausscheiden, mitsamt ihren Familien- lorsqu'il n'existe pas déjà une telle prétention en vertu de l'as-
angehörigen weiterhin im Kollektiwertrag versichert bleiben. surance-accidents et de l'assurance-maladie. Cela peut se
Damit soll der Risikoselektion entgegengewirkt werden. faire en fixant la nouvelle pratique dans les «Instructions sur
l'évaluation de l'invaliité et de l'impotence» et en modifiant la
Schriftliche Erklärung des Bundesrates LAI en conséquence.
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
deln. vom 5. September 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral
Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat du 5 septembre 1990
Le Conseil fédéral est d'avis que la requête qui fait l'objet de la
motion pourrait aussi être concrétisée sans qu'il soit néces-
saire de modifier la loi, soit par le truchement des directives
administratives, ce qui, en partie, est déjà le cas. En effet, une
allocation pour impotence de faible degré est généralement
allouée aux assurés atteints de paraplégie complète dans la
mesure où ils ont droit à une rente. Les organes d'exécution de
l'Ai doivent obligatoirement appliquer cette consigne qui sera,
à la prochaine occasion, introduite dans les «Directives con-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Reimann Fritz Massnahmen gegen die Entsolidarisierung in der
Krankenversicherung
Motion Reimann Assurance-maladie. Mesures contre la désolidarisation
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.552
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.10.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 1897-1898
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