Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 90-550 KI-generiert

Federal Council Rejects Repeal of Mortgage and Investment Regulations

Geschäftsnummer VPB 90-550
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Council recommended rejecting motions to repeal federal decrees concerning maximum mortgage limits for non-agricultural real estate and investment regulations for pension and insurance institutions. The Council argued that there was no evidence of a worsening land or housing market since the decrees' implementation, and indeed some indications of market stabilization. While acknowledging the goal of improving the housing market, the Council maintained that the decrees, which encouraged more careful lending and directed institutional investment towards specific housing projects, were necessary and provided exceptions to mitigate negative impacts. The Council also cited ongoing research into the decrees' effects and pointed to previous rejections of similar revision requests as reasons to maintain the current regulations.

Legislator-Regeste

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Federal Council Rejects Repeal of Mortgage and Investment Regulations: The Council argued that there was no evidence of a worsening land or housing market since the decrees' implementation, and indeed some indications of market stabilization. While acknowledging the goal of improving the housing market, the Council maintained that the decrees, which encouraged more careful lending and directed institutional investment towards specific housing projects, were necessary and provided exceptions to mitigate negative impacts. The Council also cited ongoing research into the decrees' effects and pointed to previous rejections of similar revision requests as reasons to maintain the current regulations.

Schlagwörter

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Immobilienvermögen Investitionsvorhaben Hypothekenversicherung Vorsorgeeinrichtung Eigentumsbeschränkung Versicherungsreglement
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Volltext

Droit foncier. Motions 156 N 23 janvier 1991

Texte de la motion du 27 septembre 1990 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Le Conseil fédéral est invité à abroger sans délai: vom 17. September 1990

a. l'Arrêté fédéral du 6 octobre 1989 concernant une charge Rapport écrit du Conseil fédéral

maximale en matière d'engagement des immeubles non agri- du 17 septembre 1990

coles (RS 211.437.3); Die Aufhebung der beiden Beschlüsse wird zum einen ver-

b. l'Arrêté fédéral du 6 octobre 1989 concernant des disposi- langt, weil sich die Lage auf dem Bodenmarkt verschärft habe.

tions en matière de placement pour les institutions de pré- Der Bundesrat vermag keine Indizien zu erblicken, die darauf

voyance professionnelle et pour les institutions d'assurance hinweisen, dass sich der Markt seit dem Oktober 1989 gravie-

(RS 211.437.5). rend verändert hat. Punktuelle Angaben weisen vielmehr dar-

auf hin, dass sich der Bodenmarkt etwas beruhigt hat. Jeden-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates falls sind die Aktivitäten der Grundbuchämter und die damit

vom 3. Dezember 1990 verbundenen Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr eher zu-

Rapport écrit du Conseil fédéral rückgegangen. Wieweit diese Entwicklung auf die Zinsent-

du 3 décembre 1990 wicklung und wieweit sie auf die Beschlüsse zurückzuführen

Die Aufhebung der beiden Bundesbeschlüsse über eine ist, bleibt vorderhand ungewiss.

Pfandbelastungsgrenze sowie über Anlagevorschriften wird Mit der Motion wird eine substantielle Verbesserung auf dem

auch mit einer Motion der freisinnig-demokratischen Fraktion Wohnungsmarkt angestrebt. Auch in dieser Hinsicht fehlen In-

vom 13. Juni 1990 (90.550) und mit einer Motion der liberalen dizien, die negative Auswirkungen der beiden Bundesbe-

Fraktion vom 17. September 1990 (90.669) verlangt. Da es schlüsse belegen. Eine sorgfältigere und zurückhaltendere

sich um identische Begehren handelt, nimmt der Bundesrat in Belehnungspraxis war im Zeitpunkt des Erlasses der Pfandbe-

gleichem Sinne Stellung. Es wird auf die Stellungnahme vom lastungsgrenze erwünscht. Sie ist es angesichts der unverän-

17. September 1990 zur Motion der freisinnig-demokratischen dert hohen Hypothekarverschuldung auch weiterhin. Wenn

Fraktion sowie auf die Stellungnahme zur Motion der liberalen sich die institutionellen Anleger aufgrund des Anlagebe-

Fraktion verwiesen. schlusses oder aufgrund anderer Ueberlegungen weniger auf

dem freien Boden- und Wohnungsmarkt engagieren, so ent-

Schriftliche Erklärung des Bundesrates spricht dies der erklärten Absicht der Parlamentsmehrheit.

Déclaration écrite du Conseil fédéral Um unerwünschte Auswirkungen auf die Wohnungsproduk-

Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen. tion zu verhindern, sind zahlreiche Ausnahmebestimmungen

in den Beschluss aufgenommen worden. Damit dürfen die in-

stitutionellen Anleger insgesamt sogar höhere Anteile am Ver-

mögen in Grundstücke investieren als nach altem Recht, aller-

dings in einer bestimmten, bodenpolitisch erwünschten Rich-

#ST# 90.550 tung. So darf insbesondere die Anlage in Wohnungen, die

überwiegend von den eigenen Versicherten bewohnt werden

Motion oder die dem Wohn- und Eigentumsförderungsgesetz vom

der freisinnig-demokratischen Fraktion 4. Oktober 1974 oder einer entsprechenden kantonalen Ge-

Aufhebung der Teile B und C setzgebung unterstellt sind, statt wie früher bis zu 50 Prozent

der Sofortmassnahmen Bodenrecht neu bis zu 80 Prozent (Höchstwert der Sachwertanlagen) be-

tragen.

Motion Der Bundesrat erhofft sich ferner ein deutlich höheres Engage-

du groupe radical-démocratique ment der institutionellen Anleger im Bereich der Hypothekar-

Droit foncier. Abrogation darlehen. Schliesslich ist auf die mit dem Bundesbeschluss

des volets B et C neu geschaffene Anlagemöglichkeit in ausländische Grund-

du programme d'urgence stücke (5 Prozent) sowie die erweiterten Höchstwerte für aus-

ländische Aktien (25 Prozent) hinzuweisen.

Fürden Bundesrat steht fest, dass bis heute keine gesicherten

Angaben über die negativen Auswirkungen der drei dringli-

chen, seit weniger als einem Jahr in Kraft gesetzten Bundesbe-

Wortlaut der Motion vom 13. Juni 1990 schlüsse vorliegen.

Der Bundesrat wird aufgefordert, die Teile B (Bundesbe- Aufgrund eines anderen Vorstosses der Motionäre hat sich der

schluss über eine Pfandbelastungsgrenze für nichtlandwirt- Bundesrat bereit erklärt, eine Begleituntersuchung über die

schaftliche Grundstücke) und C (Bundesbeschluss über Anla- Auswirkungen der Bundesbeschlüsse durchführen zu lassen

gevorschriften für Einrichtungen der beruflichen Vorsorge und (Motion 89.713 vom 28. November 1989 Bodenpolitik. Begleit-

für Versicherungseinrichtungen) der dringlichen und befriste- untersuchung Sofortmassnahmen; angenommen als Postulat

ten Bodenrechtsbeschlüsse vom 6. Oktober 1989 sofort (so am 22. März 1990).

rasch wie möglich) ausser Kraft zu setzen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind abzuwarten und die

Bundesbeschlüsse solange in Kraft zu lassen, als nicht zwin-

Texfe de la motion du 13 juin 1990 gende, nachgewiesene Gründe für ihre Aufhebung vorliegen.

Le Conseil fédéral est chargé d'abroger immédiatement, ou à Dies gilt um so mehr, als der Bundesrat in Beantwortung der

très bref délai, les volets B (arrêté fédéral concernant une Dringlichen Einfachen Anfrage Humbel vom S.Juni 1990

charge maximale en matière d'engagement des immeubles (90.1069 BGE gegen Sperrfrist im Zusammenhang mit Erbtei-

non agricoles) et C (arrêté fédéral concernant des dispositions lungen) aus denselben Gründen bereits eine Revision der

en matière de placement pour les institutions de prévoyance Bundesbeschlüsse abgelehnt hat.

professionnelle et pour les institutions d'assurance) des me-

sures temporaires d'urgence du 6 octobre 1989 en matière de Schriftliche Erklärung des Bundesrates

droit foncier. Déclaration écrite du Conseil fédéral

Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.

Sprecher - Porte-parole: Scheidegger

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die Situation auf dem Boden- und Wohnungsmarkt hat sich

derart verschärft, dass diese beiden Beschlüsse sofort aufge-

hoben werden müssen (ohne Probleme möglich, nach Arti-

kel 9 der beiden Bundesbeschlüsse), um die Situation auf

dem Wohnungsmarkt substantiell zu verbessern.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion der freisinnig-demokratischen Fraktion Aufhebung der Teile B und C der

Sofortmassnahmen Bodenrecht

Motion du groupe radical-démocratique Droit foncier. Abrogation des volets B et C du

programme d'urgence

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1991

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Januarsession

Session Session de janvier

Sessione Sessione di gennaio

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 05

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.550

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.01.1991 - 15:00

Date

Data

Seite 156-156

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Ref. No 20 019 598

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