Federal Council Rejects Repeal of Mortgage and Investment Regulations
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council recommended rejecting motions to repeal federal decrees concerning maximum mortgage limits for non-agricultural real estate and investment regulations for pension and insurance institutions. The Council argued that there was no evidence of a worsening land or housing market since the decrees' implementation, and indeed some indications of market stabilization. While acknowledging the goal of improving the housing market, the Council maintained that the decrees, which encouraged more careful lending and directed institutional investment towards specific housing projects, were necessary and provided exceptions to mitigate negative impacts. The Council also cited ongoing research into the decrees' effects and pointed to previous rejections of similar revision requests as reasons to maintain the current regulations.
Legislator-Regeste
KI-generiertFederal Council Rejects Repeal of Mortgage and Investment Regulations: The Council argued that there was no evidence of a worsening land or housing market since the decrees' implementation, and indeed some indications of market stabilization. While acknowledging the goal of improving the housing market, the Council maintained that the decrees, which encouraged more careful lending and directed institutional investment towards specific housing projects, were necessary and provided exceptions to mitigate negative impacts. The Council also cited ongoing research into the decrees' effects and pointed to previous rejections of similar revision requests as reasons to maintain the current regulations.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Droit foncier. Motions 156 N 23 janvier 1991
Texte de la motion du 27 septembre 1990 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Le Conseil fédéral est invité à abroger sans délai: vom 17. September 1990
a. l'Arrêté fédéral du 6 octobre 1989 concernant une charge Rapport écrit du Conseil fédéral
maximale en matière d'engagement des immeubles non agri- du 17 septembre 1990
coles (RS 211.437.3); Die Aufhebung der beiden Beschlüsse wird zum einen ver-
b. l'Arrêté fédéral du 6 octobre 1989 concernant des disposi- langt, weil sich die Lage auf dem Bodenmarkt verschärft habe.
tions en matière de placement pour les institutions de pré- Der Bundesrat vermag keine Indizien zu erblicken, die darauf
voyance professionnelle et pour les institutions d'assurance hinweisen, dass sich der Markt seit dem Oktober 1989 gravie-
(RS 211.437.5). rend verändert hat. Punktuelle Angaben weisen vielmehr dar-
auf hin, dass sich der Bodenmarkt etwas beruhigt hat. Jeden-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates falls sind die Aktivitäten der Grundbuchämter und die damit
vom 3. Dezember 1990 verbundenen Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr eher zu-
Rapport écrit du Conseil fédéral rückgegangen. Wieweit diese Entwicklung auf die Zinsent-
du 3 décembre 1990 wicklung und wieweit sie auf die Beschlüsse zurückzuführen
Die Aufhebung der beiden Bundesbeschlüsse über eine ist, bleibt vorderhand ungewiss.
Pfandbelastungsgrenze sowie über Anlagevorschriften wird Mit der Motion wird eine substantielle Verbesserung auf dem
auch mit einer Motion der freisinnig-demokratischen Fraktion Wohnungsmarkt angestrebt. Auch in dieser Hinsicht fehlen In-
vom 13. Juni 1990 (90.550) und mit einer Motion der liberalen dizien, die negative Auswirkungen der beiden Bundesbe-
Fraktion vom 17. September 1990 (90.669) verlangt. Da es schlüsse belegen. Eine sorgfältigere und zurückhaltendere
sich um identische Begehren handelt, nimmt der Bundesrat in Belehnungspraxis war im Zeitpunkt des Erlasses der Pfandbe-
gleichem Sinne Stellung. Es wird auf die Stellungnahme vom lastungsgrenze erwünscht. Sie ist es angesichts der unverän-
17. September 1990 zur Motion der freisinnig-demokratischen dert hohen Hypothekarverschuldung auch weiterhin. Wenn
Fraktion sowie auf die Stellungnahme zur Motion der liberalen sich die institutionellen Anleger aufgrund des Anlagebe-
Fraktion verwiesen. schlusses oder aufgrund anderer Ueberlegungen weniger auf
dem freien Boden- und Wohnungsmarkt engagieren, so ent-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates spricht dies der erklärten Absicht der Parlamentsmehrheit.
Déclaration écrite du Conseil fédéral Um unerwünschte Auswirkungen auf die Wohnungsproduk-
Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen. tion zu verhindern, sind zahlreiche Ausnahmebestimmungen
in den Beschluss aufgenommen worden. Damit dürfen die in-
stitutionellen Anleger insgesamt sogar höhere Anteile am Ver-
mögen in Grundstücke investieren als nach altem Recht, aller-
dings in einer bestimmten, bodenpolitisch erwünschten Rich-
#ST# 90.550 tung. So darf insbesondere die Anlage in Wohnungen, die
überwiegend von den eigenen Versicherten bewohnt werden
Motion oder die dem Wohn- und Eigentumsförderungsgesetz vom
der freisinnig-demokratischen Fraktion 4. Oktober 1974 oder einer entsprechenden kantonalen Ge-
Aufhebung der Teile B und C setzgebung unterstellt sind, statt wie früher bis zu 50 Prozent
der Sofortmassnahmen Bodenrecht neu bis zu 80 Prozent (Höchstwert der Sachwertanlagen) be-
tragen.
Motion Der Bundesrat erhofft sich ferner ein deutlich höheres Engage-
du groupe radical-démocratique ment der institutionellen Anleger im Bereich der Hypothekar-
Droit foncier. Abrogation darlehen. Schliesslich ist auf die mit dem Bundesbeschluss
des volets B et C neu geschaffene Anlagemöglichkeit in ausländische Grund-
du programme d'urgence stücke (5 Prozent) sowie die erweiterten Höchstwerte für aus-
ländische Aktien (25 Prozent) hinzuweisen.
Fürden Bundesrat steht fest, dass bis heute keine gesicherten
Angaben über die negativen Auswirkungen der drei dringli-
chen, seit weniger als einem Jahr in Kraft gesetzten Bundesbe-
Wortlaut der Motion vom 13. Juni 1990 schlüsse vorliegen.
Der Bundesrat wird aufgefordert, die Teile B (Bundesbe- Aufgrund eines anderen Vorstosses der Motionäre hat sich der
schluss über eine Pfandbelastungsgrenze für nichtlandwirt- Bundesrat bereit erklärt, eine Begleituntersuchung über die
schaftliche Grundstücke) und C (Bundesbeschluss über Anla- Auswirkungen der Bundesbeschlüsse durchführen zu lassen
gevorschriften für Einrichtungen der beruflichen Vorsorge und (Motion 89.713 vom 28. November 1989 Bodenpolitik. Begleit-
für Versicherungseinrichtungen) der dringlichen und befriste- untersuchung Sofortmassnahmen; angenommen als Postulat
ten Bodenrechtsbeschlüsse vom 6. Oktober 1989 sofort (so am 22. März 1990).
rasch wie möglich) ausser Kraft zu setzen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind abzuwarten und die
Bundesbeschlüsse solange in Kraft zu lassen, als nicht zwin-
Texfe de la motion du 13 juin 1990 gende, nachgewiesene Gründe für ihre Aufhebung vorliegen.
Le Conseil fédéral est chargé d'abroger immédiatement, ou à Dies gilt um so mehr, als der Bundesrat in Beantwortung der
très bref délai, les volets B (arrêté fédéral concernant une Dringlichen Einfachen Anfrage Humbel vom S.Juni 1990
charge maximale en matière d'engagement des immeubles (90.1069 BGE gegen Sperrfrist im Zusammenhang mit Erbtei-
non agricoles) et C (arrêté fédéral concernant des dispositions lungen) aus denselben Gründen bereits eine Revision der
en matière de placement pour les institutions de prévoyance Bundesbeschlüsse abgelehnt hat.
professionnelle et pour les institutions d'assurance) des me-
sures temporaires d'urgence du 6 octobre 1989 en matière de Schriftliche Erklärung des Bundesrates
droit foncier. Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.
Sprecher - Porte-parole: Scheidegger
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Situation auf dem Boden- und Wohnungsmarkt hat sich
derart verschärft, dass diese beiden Beschlüsse sofort aufge-
hoben werden müssen (ohne Probleme möglich, nach Arti-
kel 9 der beiden Bundesbeschlüsse), um die Situation auf
dem Wohnungsmarkt substantiell zu verbessern.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion der freisinnig-demokratischen Fraktion Aufhebung der Teile B und C der
Sofortmassnahmen Bodenrecht
Motion du groupe radical-démocratique Droit foncier. Abrogation des volets B et C du
programme d'urgence
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Januarsession
Session Session de janvier
Sessione Sessione di gennaio
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.550
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.01.1991 - 15:00
Date
Data
Seite 156-156
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Ref. No 20 019 598
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