Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 90-499 KI-generiert

Swiss Truck Weight Limits and 30 km/h Zones Debate

Geschäftsnummer VPB 90-499
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The discussion addresses two distinct issues: the competitive disadvantage faced by Swiss construction material suppliers in border regions due to differing truck weight limits, and the proposed expansion of 30 km/h speed limit zones. Regarding the border regions, a representative highlights that Swiss suppliers are restricted to 28-ton trucks while foreign competitors can use 40-ton trucks, increasing costs and forcing Swiss businesses to cease operations or invest abroad; the Federal Council acknowledges this and will review the concerns to harmonize competition conditions. Concerning 30 km/h zones, a different representative opposes their expansion, citing a report suggesting they create a false sense of security and can increase fuel consumption and overall air pollution, arguing that traffic flow measures are more effective than speed restrictions for environmental benefits.

Legislator-Regeste

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Swiss Truck Weight Limits and 30 km/h Zones Debate: était obligée, en tant que propriétaire de gravières, de mettre la terer Schritt zur Einführung von Tempo 30 generell innerorts.

Schlagwörter

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Baustoffe Grenzzone Wettbewerbsbeschränkung Baukosten Schwerverkehrsabgabe Verkehrssicherheitsbedenken
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Volltext

Postulat Haering.Binder 386 N 11 mars 1991

#ST# 90.499 #ST# 90.533

Interpellation Friderici Postulat Haering Binder

Schwerverkehr in der Grenzzone. Tempo-30-Zonen

Konkurrenzbedingungen. in städtischen Verhältnissen

Harmonisation des conditions 30 km/h en milieu urbain.

de concurrence Délimination des zones

Siehe Jahrgang 1990, Seite 1305-Voir année 1990, page 1305 Siehe Jahrgang 1990, Seite 1916 - Voir année 1990, page 1916

Diskussion - Discussion Diskussion - Discussion

M. Friderici: Encore une fois, je dois constater que la traduc- Scherrer: Als ich die Einleitung zu diesem Postulat las,

tion du titre de mon interpellation n'est pas excellente. En effet, stimmte ich innerlich zu. Als ich dann allerdings auf die einzel-

je ne parle pas du tout du trafic des poids lourds dans la zone nen Punkte gestossen bin, natürlich nicht mehr. Auch ich wäre

frontière, mais des fournisseurs de matériaux de construction für eine Revision der Weisung betreffend Zonensignalisation

dans la zone frontalière ce qui, en français, a une tout autre si- Tempo 30, nur nicht aus den gleichen Gründen wie Frau Hae-

gnification. ring Binder.

Monsieur le Conseiller fédéral, la personne qui m'a incité à Frau Haering Binder verlangt mit ihrem Postulat, dass die

faire cette interpellation m'a envoyé une lettre, reçue ce matin Tempo-So-Zonen, welche heute eine maximale Grosse von

par courrier postal. Dans cette lettre elle m'informait qu'elle 0,7 km2 haben dürfen, erweitert werden sollen. Das ist ein wei-

était obligée, en tant que propriétaire de gravières, de mettre la terer Schritt zur Einführung von Tempo 30 generell innerorts.

clé sous le paillasson, son entreprise n'arrivant plus à tourner. Aber ich bekämpfe das nicht einfach so, sondern aus guten

En effet, les fournisseurs de matériaux de construction - il ne Gründen.

s'agit pas de transporteurs - sont confrontés à une concur- Kürzlich hat nämlich die BfU eine Stellungnahme abgegeben

rence extrêmement vive en zone frontalière, notamment dans zu den bisherigen Erfahrungen mit Tempo 30: Die BfU hat fest-

la région du Jura et dans toute la région genevoise. Notre col- gehalten, dass Tempo 30 die Verkehrsteilnehmer in ein fal-

lègue, M. Wellauer, se trouve exactement dans la même situa- sches Sicherheitsgefühl versetzt. Man glaubt, es könne nichts

tion à l'autre bout de la Suisse. Il y a des gravières de l'autre mehr passieren; man passt weniger auf, und dann passiert

côté de la frontière et lorsque des fournisseurs de matériaux eben mehr. Die BfU hat auch festgestellt, dass Fahrzeugfüh-

de construction vont charger à l'étranger, ils peuvent livrer rer, die Tempo 30 einhalten müssen, obwohl es mit den Stras-

dans la zone frontière avec des camions de 40 tonnes. Or, le senverhältnissen und den gegebenen Verhältnissen nicht in

fournisseur helvétique, celui qui paie des impôts en Suisse, Einklang zu bringen ist, in ihrer Aufmerksamkeit nachlassen,

celui qui fournit des places de travail en Suisse, celui-là ne wodurch die Verkehrssicherheit zusätzlich herabgesetzt wird.

peut charger dans cette même zone frontière (même s'il y Das wäre also der Punkt Sicherheit.

reste et qu'il livre dans cette zone) qu'avec des camions de Nun zum Punkt Umwelt: Sie haben sicher Kenntnis vom

28 tonnes. Ce que son concurrent étranger fera donc avec Empa-Bericht Nr. 125.356, welcher die Verbrauchs- und Ab-

trois camions, lui, devra le faire avec cinq, d'où des coûts de gasunterschiede bei Tempo 30 und Tempo 50 untersucht hat.

production nettement plus élevés. Ich weiss, die Sozialdemokraten und die Grünen haben die-

Dans de telles conditions, Monsieur le Conseiller fédéral, mal- sen Bericht mit Hilfe des deutschen Umweltbundesamtes be-

heureusement, ces entreprises suisses, petit à petit, sont obli- reits verrissen.

gées de cesser leurs activités les unes après les autres. Dans Bei dieser Gelegenheit stelle ich fest, dass nicht nur in diesem

la région genevoise, les fournisseurs de matériaux de cons- Punkt, sondern auch in bezug auf die Kernkraft immer auswär-

truction suisses ont acheté des participations dans des graviè- tige Expertenberichte zitiert werden, um in der Schweiz irgend

res à l'étranger, ce qui permet à la zone frontière de l'autre côté etwas zu erreichen, obwohl diese Experten im Ausland unsere

de la Suisse de devenir nettement plus florissante. J'aimerais, Verhältnisse nicht kennen und ihre Schlussfolgerungen natür-

Monsieur le Conseiller fédéral, que l'on tienne compte de ces lich nicht auf schweizerische Verhältnisse übertragen werden

conditions spéciales en zones frontalières et que, pour des können.

fournisseurs de matériaux qui restent uniquement en zone Die Empa hat in ihrem Bericht festgestellt, dass Tempo 30 ge-

frontalière, on harmonise les conditions de concurrence. Je ne genüberTempo 50 zu einer Erhöhung der Verbrauche und da-

demande pas un élargissement général, je demande simple- mit zu einer Erhöhung der gesamten Luftbelastung führt. Ich

ment, lorsqu'on reste dans la zone frontalière, qu'on ait un lese Ihnen die Schlussfolgerungen der Empa gerne vor:

aménagement des conditions de concurrence. «Die Ergebnisse zeigen sowohl für Konstantfahrt als auch für

Fahrten mit definiertem Dynamikanteil höhere Verbrauche für

Bundesrat Koller: In der ausführlichen schriftlichen Antwort die Tempo-30-Variante. Dabei sind die Verbrauchsunter-

haben wir die Gründe dargelegt, weshalb wir Ende 1989 diese schiede bei leichten Fahrzeugen jeweils tendenziell höher als

Gebühr von 20 Franken aufgehoben haben - eine Gebühr, die bei schwereren. Eine flächendeckende Einführung von Tem-

übrigens als Entgelt für eine Leistung der Verwaltung erhoben po 30 innerorts bewirkt demnach bei leichten Motorwagen mit

wurde und nicht zum Schutz des Gewerbes. Es waren höhere Ottomotor und geregeltem Dreiwegkatalysator, welche tech-

Landesinteressen. Der wichtigste Grund für die Aufhebung nisch in den neunziger Jahren den im Verkehr befindenden

der Gebühr war die Abwehr von Retorsionsmassnahmen. Fahrzeugen entsprechen, eine nicht zu übersehende Erhö-

Ueberdies war der Bundesrat der Meinung, dass er im Rah- hung der Verbrauche. Ganz deutlich verbrauchsmindernd da-

men der Transitverhandlungen - Festhalten an der 28-Ton- gegen wirken sich Massnahmen zur Verflüssigung des Ver-

nen-ümite und am Nachtfahrverbot - diese Geste, die in sei- kehrs, das heisst die Reduktion der Dynamikanteile, aus.

ner Kompetenz lag, tatsächlich machen müsse. Wir hoffen, Bezüglich der bei allen Fahrmodi ohnehin äusserst tiefen

dass wir sie auch im Hinblick auf das Ziel mit Erfolg gemacht Emissionswerte hat sich kein Hinweis auf eine irgendwie gear-

haben. tete Tendenz einer Abhängigkeit von der zulässigen Innerorts-

Im übrigen will ich Ihr Anliegen noch einmal überprüfen. höchstgeschwindigkeit ergeben. Bei einer Population von

leichten Motorwagen, wie sie in den neunziger Jahren anzu-

treffen sein wird, kann somit eine emissionsmindernde Wir-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Friderici Schwerverkehr in der Grenzzone. Konkurrenzbedingungen.

Interpellation Friderici Harmonisation des conditions de concurrence

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1991

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 06

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.499

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 11.03.1991 - 14:30

Date

Data

Seite 386-386

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Ref. No 20 019 672

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