Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 90-412 KI-generiert

Parliamentary Postulates on Ombudsman, Cost of Living Allowance, EU Non-Accession, and Special Residence Permits

Geschäftsnummer VPB 90-412
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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This document contains several parliamentary postulates. One postulate (90.302) suggests establishing an ombudsman for the army to improve motivation and address concerns informally, with the Federal Council considering this proposal. Another postulate (90.412) requests a special allowance for federal employees in Dietikon and other Zurich agglomeration communities due to high living costs, which the Federal Council is prepared to accept. A third postulate (90.419) asks the Federal Council to develop a scenario for Switzerland's non-accession to the EU or EEA, in addition to the existing EU accession scenario, to provide comprehensive decision-making bases, a request the Federal Council is ready to fulfill. Finally, postulate 90.466 seeks to grant a special residence permit for up to 12 months to young professionals from European countries who have completed recognized vocational training, without counting towards existing quotas, a proposal the Federal Council is prepared to consider.

Legislator-Regeste

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Parliamentary Postulates on Ombudsman, Cost of Living Allowance, EU Non-Accession, and Special Residence Permits: gleichbar ist, bereitgestellt werden. Bei gleichbleibender Ent- verwaltungen in Bund und Kantonen unabhängig sein.

Schlagwörter

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parlamentarisches Postulat Aufenthaltsbewilligungen Europäischer Bürgerbeauftragter Kontingente – Drittländer Ausbildungszulage Europäische Länder
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Volltext

22. Juni 1990 N 1265 Postulat Stappung

soll vielmehr auf längere Frist die humanitäre, wirtschaftliche unsere Konsum- und Wohlstandsgesellschaft bewirkten Ver-

und bildungspolitische Tragkraft des Landes und seiner Be- haltensänderungen machen gerade vor einer Milizarmee nicht

völkerung berücksichtigen. halt.

Das in den letzten Jahren festgestellte Bevölkerungswachs- Am Ziel der kriegsgenügenden Ausbildung ist selbstverständ-

tum basiert zu einem grossen Teil auf dem sog. Wanderungs- lich festzuhalten. Indessen sind Fortschritte nötig, was die Mo-

überschuss (1989: ca. 33 000 Personen, ohne Asylbewerber). tivation der Angehörigen der Armee und ihr Interesse für einen

Zusammen mit dem Anwachsen der Einwohnerzahl schweize- attraktiv zu gestaltenden Ausbildungsbetrieb anbelangt. Eines

rischer Nationalität - resultierend aus Geburtenüberschuss der Mittel für die Verbesserung der Motivation und des Enga-

und Einbürgerungen - ergibt sich seit 1980 ein Gesamtzu- gements des einzelnen Armeeangehörigen könnte die Schaf-

wachs von rund 280 000 Personen. Dies entspricht der Bevöl- fung eines Armee-Ombudsmannes sein, wie er jüngst vom

kerung eines mittleren Schweizer Kantons. «Forum Jugend und Armee» gefordert worden ist.

Die Schweiz gehört damit zu den Staaten mit den grössten Be- Die Angehörigen der Armee sollen sich in Belangen der Orga-

völkerungsdichten (z.B. 1,5-fache von China). Allein aus nisation, Führung und Ausbildung auf unbürokratischem

Gründen der Einwanderung muss pro Jahr zurzeit eine Bau- Wege an den Ombudsmann wenden können. Dieser soll so-

substanz, die der Städte Aarau und Ölten zusammen ver- wohl von den Kommandostrukturen als auch von den Militär-

gleichbar ist, bereitgestellt werden. Bei gleichbleibender Ent- verwaltungen in Bund und Kantonen unabhängig sein.

wicklung dürfte in den ersten Jahrzehnten des nächsten Jahr- Struktur und Organisation der Institution des Ombudsmannes

hunderts der Begriff «Grossagglomeration Schweiz» nicht in der Armee vorzuschlagen, ist Sache des Bundesrates.

mehr abwegig sein. Um keinerlei Zweifel aufkommen zu lassen: Ziel des vorliegen-

Die Lösung der anstehenden und sich verschärfenden funda- den Vorstosses ist es, einerseits dem Parlament rechtzeitig die

mentalen Probleme (z. B. infrastrukturelle Ver- und Entsor- Möglichkeit zu verschaffen, bei der Vorbereitung eines Ar-

gung, Boden, Energie, Verkehr) wird bei gleichbleibendem mee-Ombudsmannes mitzuwirken, anderseits eine von ver-

Wachstum erheblich erschwert oder verunmöglicht. schiedenen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das Vertrauen in

Namhafte Wissenschafter stellen mit Beklemmung fest, dass die Führungs- und Ausbildungsstrukturen der Armee erhalten

Besiedlungsdichten wie jene der Schweiz, verbunden mit dem und gefördert werden kann.

Ressourcenverbrauch, die Tragfähigkeit des Planeten Erde

bei weitem übersteigen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Die bisher emotionelle Betrachtungsweise dieser Grundpro- vom 4. April 1990

blematik muss einer sachlichen, vorurteilslosen und langfristi- Déclaration écrite du Conseil fédéral

gen Beurteilung weichen. du 4 avril 1990

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

vom 9. Mai 1990 Ueberwiesen - Transmis

Déclaration écrite du Conseil fédéral

du 9 mai 1990

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.412

Postulat Stappung

Bundespersonal. Sonderzuschlag

#ST# 90.302 zum Ortszuschlag in Dietikon

Indemnité de résidence

Postulat Loretan du personnel fédéral. Allocation

supplémentaire pour Dietikon

Ombudsmann in der Armee

Médiateur pour l'armée

Wortlaut des Postulates vom 14. März 1990

Der Bundesrat wird ersucht, dem Bundespersonal in 8953 Die-

Wortlaut des Postulates vom 5. Februar 1990 tikon sowie in weiteren Zürcher Agglomerationsgemeinden

Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob für die Armee die den Sonderzuschlag von 1093 Franken zum Ortszuschlag

Institution des Ombudsmannes geschaffen werden soll. Der auszurichten.

Bundesrat wird ersucht, den eidgenössischen Räten seine

Ueberlegungen und Absichten umgehend in einem Bericht Texte du postulat du 14 mars 1990

darzulegen. Le Conseil fédéral est invité à verser une allocation de 1093

francs en complément de l'indemnité de résidence au person-

Texte du postulat du 5 février 1990 nel de la Confédération dont le lieu de service est 8953 Dieti-

Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il ne serait pas oppor- kon ou une autre commune de l'agglomération zurichoise.

tun d'instituer un médiateur pour l'armée. Il est prié de présen-

ter sans tarder un rapport aux Chambres fédérales pour leur Mitunterzeicher - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Ursula,

faire connaître son avis et ses intentions à cet égard. Béguelin, Bircher, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Bundi,

Danuser, Dünki, Euler, Fankhauser, Fehr, Haering Binder, Haf-

Mitunterzeichner- Cosignataires: Aliesch, Allenspach, Aubry, ner Ursula, Herczog, Jeanprêtre, Kühn, Lanz, Ledergerber,

Auer, Bonny, Büttiker, Cevey, Cincera, Couchepin, Eppenber- Leuenberger-Solothurn, Neuenschwander, Neukomm, Ott,

ger Susi, Fäh, Fischer-Seengen, Giger, Kohler, Loeb, Martin, Rechsteiner, Reimann Fritz, Seiler Rolf, Uchtenhagen, Ulrich,

Mühlemann, Nabholz, Reich, Salvioni, Schule, Spoerry, Stein- Vollmer, Züger (31)

egger, Wanner, Weber-Schwyz, Wyss Paul, Zwingli (27)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Dietikon ist die drittgrösste Stadt im Kanton Zürich. Die Lage

Nicht erst seit der Volksabstimmung vom 26. November 1989 auf dem total ausgetrockneten Arbeitsmarkt ist mit der Situa-

machen sich für Führung und Ausbildung der Armee in bezug tion in der Stadt Zürich vergleichbar und identisch mit der

auf Methoden und Stil neue Bedürfnisse geltend. Die durch Nachbarstadt Schlieren. Dazu kommt, dass Beamte mit

Postulat Leutenegger Oberholzer 1266 N 22 juin 1990

Dienstort Zürich oder Rangierbahnhof Limmattal (Spreiten- #ST# 90.466

bach) den Sonderzuschlag von Fr. 2185.- beziehen. Dietikon

und allenfalls weitere Gemeinden sollten bezüglich dem Son-

derzuschlag zum Ortszuschlag mit Gemeinden wie z. B.

Postulat der Fraktion

Schlieren gleichgestellt werden. der Schweizerischen Volkspartei

Sonderstatusfür junge Berufsleute

Schriftliche Erklärung des Bundesrates aus dem Ausland

vom 23. Mail 990 Postulat du groupe

Déclaration écrite du Conseil fédéral

de l'Union démocratique du Centre

du 23 mai 1990

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Jeunes travailleurs étrangers.

Statut spécial

Uebenviesen - Transmis

Wortlaut des Postulates vom 22. März 1990

90.419

Der Bundesrat wird gebeten, den Artikel 13 der Verordnung

#ST#

über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (SR 823.21) zu

Postulat Hafner Rudolf ergänzen, um folgenden Sonderstatus zu ermöglichen:

Szenarium für den Nichtbeitritt Junge Berufsleute aus Ländern des europäischen Kulturbe-

zur EG bzw. zum EWR reichs erhalten nach Abschluss einer staatlich anerkannten

Berufslehre oder einer vergleichbaren beruflichen Ausbildung

Scénario de non-adhésion eine Sonderaufenthaltsbewilligung für maximal 12 Monate.

àlaCEetàl'EEE Diese Aufenthaltsbewilligung versteht sich ohne Anrechnung

an irgendwelche Kontingente anderer Bewilligungsarten.

Texte du postulat du 22 mars 1990

Le Conseil fédéral est invité à compléter l'article 13 de l'ordon-

Wortlaut des Postulates vom 14. März 1990 nance limitant le nombre des étrangers (RS 823.21) afin que

Der Bundesrat wird aufgefordert, als Ergänzung zum heute les jeunes étrangers européens qui ont obtenu un certificat

überwiesenen Postulat Cotti betreffend Szenarium EG-Beitritt d'apprentissage reconnu par l'Etat ou un titre équivalent puis-

ein weiteres Szenarium für den allfälligen Nicht-Beitritt zur EG sent bénéficier d'une autorisation de séjour spéciale limitée à

bzw. zum EWR auszuarbeiten und dieses stets auf dem neue- douze mois. Ces autorisations spéciales ne devraient être im-

sten Stand zu halten. putées sur aucun autre contingent d'autorisations.

Texte du postulat du 14 mars 1990 Sprecher-Porte-parole: Blocher

Le Conseil fédéral est invité à compléter le postulat Cotti de ce

jour - relatif au scénario de l'adhésion à la CE - d'un autre Schriftliche Begründung - Développement par écrit

scénario prenant en compte une éventuelle non-adhésion de Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen

la Suisse à la CE ou à l'EEE; il veillera à la réactualisation per- eine schriftliche Antwort.

manente de ce second scénario.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Bär, Basler, vom 9. Mai 1990

Bühler, Daepp, Diener, Dormann, Eisenring, Fierz, Fischer- Déclaration écrite du Conseil fédéral

Hägglingen, Frey Walter, Graf, Günter, Mari, Hess Otto, Mae- du 9 mai 1990

der, Meier-Glattfelden, Neuenschwander, Rebeaud, Reich- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

ling, Reimann Maximilian, Rutishauser, Schmid, Seiler Hans-

peter, Stocker, Stucky, Tschuppert, Weder-Basel, Wyss Paul, Le président: MM. Rufet Leuenberger-Soleure combattent le

Wyss William, Zölch (31) postulat du groupe de l'Union démocratique du Centre. La dis-

cussion est renvoyée à une date ultérieure.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

In der Parlamentsdiskussion zum Postulat Cotti wurde von ver- Verschoben - Renvoyé

schiedener Seite gefordert, möglichst genaue Entscheidungs-

grundlagen zu den äusserst wichtigen Entscheiden hinsicht-

lich der Zukunft der Schweiz in Europa zu erarbeiten. Es würde

vom Souverän mit Misstrauen aufgenommen, wenn nur eine

Option ausgearbeitet würde und die Option Nichtbeitritt zur 90.351 #ST#

EG bzw. zum EWR nicht mit der gleichen Gründlichkeit darge-

stellt würde. Postulat Leutenegger Oberholzer

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Unabhängige Kontrollstelle

vom 16. Mai 1990 für den Flughafen Basel-Mülhausen

Déclaration écrite du Conseil fédéral Aéroport de Baie-Mulhouse.

du 16 mai 1990

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Organe de contrôle autonome

Uebenviesen- Transmis

Wortlaut des Postulates vom 8. Februar 1990

Der Bundesrat wird eingeladen, sich dafür einzusetzen, dass

für den Flughafen Basel-Mülhausen eine vom Flughafen un-

abhängige Kontrollstelle eingesetzt wird, welche insbeson-

dere die Lärm- und Luftbelastung in den angrenzenden Regio-

nen kontrolliert, die Fluglärmreklamationen bearbeitet und

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Stappung Bundespersonal. Sonderzuschlag zum Ortszuschlag in Dietikon

Postulat Stappung Indemnité de résidence du personnel fédéral. Allocation supplémentaire

pour Dietikon

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1990

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 90.412

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 22.06.1990 - 08:00

Date

Data

Seite 1265-1266

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Ref. No 20 018 746

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