Railway Projects: "Bahn 2000" and "Neat" Financial Feasibility and Transit Capacity
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed interpellations regarding the "Bahn 2000" and "Neat" railway projects, specifically concerning the assumptions about freight transit, financial feasibility, and the potential use of modern tilting trains like the Pendolino. The Federal Council stated that "Bahn 2000" is primarily for domestic traffic but also incorporates international transit, and that new routes are needed for capacity increases. Regarding finances, a phased approach for both projects is necessary due to differing decision and planning stages, with "Bahn 2000" already underway and "Neat" in the decision phase. While tilting trains can improve travel times on curves, they reduce line capacity and are not a substitute for new routes on busy lines, though their use on less congested international routes is being examined. The Council affirmed that the public approved "Bahn 2000" for improved public transport, not solely for transit, and that a phased implementation of both projects is a natural consequence of their differing statuses.
Legislator-Regeste
KI-generiertRailway Projects: "Bahn 2000" and "Neat" Financial Feasibility and Transit Capacity: für die neue Eisenbahn-Alpentransversale wird aber im näch- das Projekt Neat dagegen erst in der Entscheidungsphase ist.
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KI-generiertVolltext
18. Juni 1990 N 1085 Interpellation Luder
Aufgrund dieser neuen Zusammenarbeit wäre auch ein spedi- 90.317
tiverer Bau möglich, und alle wären zufrieden.
#ST#
Bundesrat Ogi: Die Antwort des Bundesrates vom 17. Mai
Interpellation Luder
1989 nimmt eingehend zu den von Herrn Nationalrat Büttiker «Bahn 2000» und Neat
gestellten Fragen Stellung. Der Bundesrat hofft, Sie davon R AI L 2000 et N LFA
überzeugt zu haben, dass sich die SBB mit ihrer Planung nicht
in der Sackgasse befinden. Ich verzichte darauf, nochmals im
Detail die ganzen Verfahrensmechanismen zu erläutern.
Gegenwärtig lassen die SBB die Projekte für den Neubau
Mattstetten-Rothrist erstellen. Im eisenbahnrechtlichen Plan-
genehmigungsverfahren wird streng geprüft, ob das bean-
tragte Bauprojekt insbesondere den Schutzbestimmungen Wortlaut der Interpellation vom 6. Februar 1990
der Bundesgesetze über Natur- und Heimatschutz, Umwelt- 1. Sind die 1985 gemachten Annahmen in der Botschaft zu
schutz, Raumplanung sowie Forstpolizei Rechnung trägt. We- «Bahn 2000» über den Gütertransit nicht überholt, und kommt
sentlich ist ferner, dass die SBB dann auch einen Bericht über heute einer leistungsfähigen Alpentransversale nicht erste
die Umweltverträglichkeit zur Prüfung vorlegen müssen. Dringlichkeit zu?
Im Rahmen des erwähnten Plangenehmigungsverfahrens 2. Müssen die «Bahn 2000» und die Neat nicht aus finanziellen
werden die Projektunterlagen zu gegebener Zeit auch öffent- Gründen etappiert werden und zugunsten einer Neat in erster
lich aufgelegt. Damit erhalten die zuständigen Bundesstellen, Etappe nur diejenigen Strecken in «Bahn 2000» neu oder aus-
die betroffenen Kantone, die Gemeinden, die Organisationen gebaut werden, die auch einer Neat dienen?
sowie andere Dritte Gelegenheit, allfällige Einwände oder Ein- 3. Könnten die Zielsetzungen von «Bahn 2000» nicht weitge-
sprachen zu erheben. hend durch neue Zugsysteme wie den italienischen Pendo-
Den SBB kann bei der bisherigen Planung keine Vernachlässi- lino erreicht werden, wie dies schon 1982 die Gesellschaft der
gung des Mitspracherechtes der Bevölkerung zum Vorwurf Ingenieure der Schweizerischen Bundesbahnen («Spinner-
gemacht werden. club») vorgeschlagen hat?
Herr Nationalrat Nussbaumer, nachdem wir die Alternativpla-
nungen von den SBB verlangt haben, hat sich das Klima in die- Texfe de l'interpellation du 6 février 1990
ser Region - ich wohne in der Nähe -auch etwas beruhigt. Die 1. Les hypothèses établies en 1985 dans le message sur le
Regionalplanungsorgane sind heute an den Planungsarbei- projet RAIL 2000 au sujet du transit des marchandises ne
ten direkt mitbeteiligt. Der Bundesrat sieht deshalb keine Ver- sont-elles pas dépassées et ne faut-il pas par conséquent ac-
anlassung, die SBB anzuweisen, vom eingeleiteten Vorgehen corder la priorité à une seule ligne ferroviaire à forte capacité à
abzuweichen. travers les Alpes?
Der Vorwurf der Fehlleistungen - Sie haben ihn nicht gemacht, 2. Le projet RAIL 2000 et la NLFA ne doivent-ils pas, pour des
aber in der Interpellation Büttiker heisst es, die SBB hätten bei raisons financières, être réalisés par étapes, étant entendu
der Berechnung der Kosten für die «Bahn 2000» im Mittelland que dans la première de ces étapes, seuls les tronçons de
Fehlleistungen gemacht - ist zurückzuweisen. RAIL 2000 pouvant également servir à une NLFA devraient
Ihre Ideen, Herr Nationalrat Nussbaumer, beim Vorgehen eine être construits ou aménagés, afin de favoriser une seule
Lösung analog zu den Nationalstrassen zu suchen, wollen wir NLFA?
bei der Neat verwirklichen. Ich verweise hier auf die Neat-Bot- 3. Ne serait-il pas possible d'atteindre dans une large mesure
schaft, wo wir das auch erläutert haben. les objectifs visés par le projet RAIL 2000 en mettant en service
Wir machen uns im Moment auch Gedanken darüber, wie die de nouvelles compositions de trains comme le Pendolino ita-
heutige Situation bei der Realisierung von Grossprojekten lien, ainsi que l'avait proposé en 1982 déjà la société des in-
besser zu gestalten wäre. Da dient uns das Vorgehen bei den génieurs des Chemins de fer fédéraux (dite «Spinnerclub»)?
Nationalstrassen als Beispiel. Aber ich möchte mich hier noch
nicht abschliessend dazu äussern. Wir sind daran, das Pro- Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Daepp, Dietrich,
blem eingehend zu analysieren und zu studieren. Hari, Leuenberger-Solothurn, Nussbaumer, Ruf, Rychen,
Scheidegger, Scherrer, Schwab, Seiler Hanspeter, Ulrich,
Präsident: Der Interpellant ist abwesend. Sein Vorstoss ist da- Wiederkehr, Wyss William, Zölch, Zwygart (17)
mit erledigt.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Im Bericht über das Konzept «Bahn 2000» und der Botschaft
über den Bau neuer Linien der Schweizerischen Bundesbah-
#ST# 89.378 nen kam der Bundesrat 1985 zum Schluss, dass dem Bau
neuer Transitlinien im Nord-Süd-Verkehr nicht erste Dringlich-
Interpellation Scheidegger keit zukommt. Mit besserem Zubringer zum Lötschberg, des-
sen Doppelspurausbau 1990 beendet sein wird, und der Gott-
«Bahn 2000». Neubaustrecke hard-Achse könne der internationale Gütertransit über das
Mattstetten-Rothrist Jahr 2000 hinaus mengenmässig übernommen werden.
RAIL 2000. Nouveau tronçon Die verkehrspolitische Entwicklung in Europa in Zusammen-
Mattstetten-Rothrist hang mit EG 92 und EWR lassen ernsthafte Zweifel aufkom-
men, ob die damalige bundesrätliche Meinung noch den heu-
Siehe Jahrgang 1989, Seite 1218 - Voir année 1989, page 1218 tigen Gegebenheiten und den heutigen Erkenntnissen ent-
spricht. Ein Korridor für 40-Tonnen-Lastwagen scheint für un-
ser Land nur dann abzuwenden zu sein, wenn so rasch als
möglich eine leistungsfähige Nord-Süd-Bahnverbindung zum
Verlad von der Strasse auf die Schiene bereitgestellt wird.
Diskussion - Discussion Es wird kaum möglich sein, alle Vorhaben von «Bahn 2000»
und Neat gleichzeitig aus der Bundeskasse zu finanzieren.
Le président: L'interpellateur retire son interpellation deve- Eine Prioritätensetzung und Etappierung drängt sich aus fi-
nue dans l'entretemps obsolète et renonce par là-même à la nanziellen Gründen auf. Vor allem auch deshalb, weil die
discussion. schliesslichen Kosten für «Bahn 2000» wie für die Neat eine
grosse Unbekannte sind. «Bahn 2000» ist heute schon 40 Pro-
zent teurer als der 1987 angegebene Betrag von 5,4 Millionen
Franken.
Interpellation Luder 1086 N 18 juin 1990
Zur Diskussion steht heute, ob es für «Bahn 2000» nicht dien- Bekanntlich ist aber die Kapazität einer Strecke desto gerin-
licher wäre, in moderne Zugsysteme zu investieren und somit ger, je grösser die Geschwindigkeitsunterschiede der einzel-
schneller ans Ziel zu kommen, als Milliarden von Franken in nen Züge sind. Pendolino-Züge führen somit zu einer Vermin-
umstrittene Neubaustrecken zu verbauen. derung der Streckenkapazität und können daher als zweck-
mässige Lösung nur auf Linien in Frage kommen, die über
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates ausreichende Kapazität verfügen. Mildern Einsatz von Pendo-
vom 23. Mai 1990 lino-Zügen auf den stark belasteten Strecken würden die
Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 mail 990 Neubaustrecken nicht überflüssig, sondern erst recht notwen-
1. «Bahn 2000» ist primär ein Angebotskonzept für den Bin- dig.
nenverkehr. Der internationale Transit war aber von Anfang an Für bestimmte Verbindungen aber, vorab im internationalen
ebenfalls in die Konzeptbearbeitung einbezogen. Die Bot- Mittelstreckenverkehr, die über wenig belastete Strecken füh-
schaft zum Konzept «Bahn 2000» weist ausdrücklich darauf ren, werden die Einsatzmöglichkeiten von Zügen mit Quernei-
hin, dass die weiter fortschreitende Arbeitsteilung zu einem gung zusammen mit den Nachbarbahnen geprüft. Die SBB
gegenüber dem Binnenverkehr überproportionalen Anstieg haben Anfang 1990 vom Eidgenössischen Verkehrs- und
im Nord-Süd-Güteraustausch führen wird. Energiewirtschaftsdepartement einen entsprechenden Prü-
Ein Grossteil der «Bahn-2000»-lnvestitionen wird deshalb fungsauftrag erhalten.
auch mit Blick auf die Bewältigung des Transitverkehrs getä-
tigt. Der Bedarf an Neubaustrecken und anderen lnfra_struktur- Luder: Ich stelle in meiner Interpellation Fragen zur Prioritä-
ausbauten ergibt sich nicht nur aus der Fahrzeitoptimierung tensetzung bei den Bahnbauvorhaben in unserem Lande und
zur Erreichung schlanker Anschlüsse in den Umsteigeorten. frage den Bundesrat an, ob sich nicht etwas geändert habe
Mindestens ebenso wichtig ist die Kapazitätssteigerung, nicht seit der Botschaft über «Bahn 2000». Ich bin nur zum Teil be-
zuletzt für die Bewältigung des internationalen Reise- und Gü- friedigt von der Antwort, weil in der Botschaft über
terverkehrs. «Bahn 2000» auf Seite 24 geschrieben steht: «Es kann damit
«Bahn 2000» ist deshalb in weiten Teilen eine notwendige Vor- angenommen werden, dass die Kapazitäten der Gotthard-
aussetzung für die schweizerische Eisenbahn-Alpentransver- und der Lötschberg-Simplon-Achse für den internationalen
sale (Alp Transit), die ja nicht nur aus den Basistunnels be- Gütertransit bis über das Jahr 2000 hinaus mengenmässig ge-
steht, sondern auch über leistungsfähige Zulaufstrecken ver- nügen.» Das sagt die Botschaft aus, und heute stehen wir wirk-
fügen muss. Die Verwirklichung beider Konzepte ist ausser- lich vor einer anderen Situation. Wir haben gehört: Bis ins Jahr
dem Voraussetzung dafür, dass die einzelnen Landesteile so- 2000, vielleicht 2002 oder 2005, sollte der Lötschberg-
wohl unter sich als auch mit dem Ausland bessere Verbindun- Basistunnel fertig sein, und der Gotthardtunnel sollte im Bau
gen erhalten. sein. Wir müssen den 40-Tonnen-Korridor verhindern. Ich
2. Es entspräche nicht dem Volkswillen, sich bei «Bahn 2000» stelle hier die Behauptung auf oder sage einfach aus, dass das
lediglich auf jene Infrastrukturmassnahmen zu beschränken, Transitkonzept, das dem Schweizervolk zu «Bahn 2000» vor-
die dem Transitverkehr dienen. Das Schweizervolk hat am gelegt wurde, heute nicht mehr stimmt. Darum bin ich nicht
6. Dezember 1987 das Konzept «Bahn 2000» gutgeheissen befriedigt von der Antwort zur Interpellation.
und sich damit eindeutig für ein landesweit besseres Angebot Der Bundesrat hat sich nicht dazu bekennen können, dass
des umweltfreundlicheren öffentlichen Verkehrs ausgespro- das Transitkonzept zum Zeitpunkt dieser Botschaft im Ver-
chen. gleich zu heute einfach überholt ist.
Das Konzept «Bahn 2000» käme nicht zum Tragen, wenn es
nur halbwegs realisiert würde. Unser Bahnsystem braucht zu- Bundesrat Ogi: Es entspräche nicht dem Volkswillen, sich bei
dem zur Beseitigung von Engpässen auch abseits der eigent- «Bahn 2000» nur auf jenen Ausbau zu beschränken, der dem
lichen Transitstrecken dringend einen Infrastrukturausbau. Transitverkehr dient. Ich bezweifle, ob Herr Nationalrat Luder
Eine gewisse Etappierung im finanziellen Mitteleinsatz ist die Situation richtig sieht, wenn er sagt, das Transitkonzept sei
durch den zeitlichen Ablauf der beiden Projekte («Bahn 2000» aus heutiger Sicht falsch. Sie wissen, was in Osteuropa pas-
und Alp Transit) vorgegeben. In bezug auf den Bau der siert ist, und es ist durchaus möglich, dass wir in bezug auf die
schweizerischen Eisenbahn-Alpentransversale stehen wir in Verkehrsentwicklung - namentlich West-Ost und umgekehrt -
der Entscheidungsphase. Der Lötschberg-Basistunnel soll noch mit Ueberraschungen rechnen müssen.
zwar um das Jahr 2000 und die neue Gotthardachse etwa im Eine gewisse Etappierung im finanziellen Mitteleinsatz ergibt
Jahre 2010 fertiggestellt sein. Die finanzielle Hauptbelastung sich, weil «Bahn 2000» sich bereits in Ausführung befindet,
für die neue Eisenbahn-Alpentransversale wird aber im näch- das Projekt Neat dagegen erst in der Entscheidungsphase ist.
sten Jahrzehnt anfallen. Gott sei Dank hat heute nachmittag Ihr Rat beschlossen, die
«Bahn 2000» dagegen ist bereits in Ausführung. Nach dem Neat-Botschaft wenigstens als Zielvorstellung bis März 1991
Mittelfristplan der SBB steigen die Aufwendungen für zu beraten. Das ist eine grosse Herausforderung. Ich hoffe, Sie
«Bahn 2000» von 176 Millionen Franken auf 688 Millionen werden diese von Ihnen gestellten Ziele erreichen können.
Franken im Jahre 1995. Keine weiteren Bauverzögerungen Herr Nationalrat Luder fragt auch, ob es möglich wäre, ge-
vorausgesetzt, wird das Höchstmass der jährlichen Belastung wisse Neubaustrecken durch einen Pendolino zu ersetzen.
für «Bahn 2000» in den Jahren 1997 und 1998 erreicht sein. Ich darf Ihnen sagen, dass ich das jetzt genau wissen will. Zu
Es besteht nach wie vor das Ziel, «Bahn 2000» bis zur Jahrhun- diesem Zweck haben wir auch bei der ETH in Zürich ein Gut-
dertwende zu verwirklichen. Bedingt durch den unterschiedli- achten verlangt, das auf Ihre Frage genau Auskunft geben
chen Entscheidungs- und Planungsstand der beiden Projekte wird.
wird die schweizerische Eisenbahn-Alpentransversale das Wir sind aufgrund der heutigen Beurteilung und der heutigen
Projekt «Bahn 2000» gewissermassen ablösen. Kenntnisse der Meinung, dass für das Mittelland der Pendo-
Die finanzielle Belastung des Bundeshaushaltes durch die lino nicht als Ersatz für die Neubaustrecken herangezogen
beiden Projekte ist zwar beachtlich. Massgebend ist aber der werden kann. Dass der Pendolino für Strecken wie Lötsch-
daraus resultierende gesamtwirtschaftliche Nutzen. Die Finan- berg-Simplon, Zürich-München und allenfalls auch Zürich-
zierung auf dem Anleihensweg ist auch verkraftbar. Aus heuti- Wien in Frage kommen könnte, ist durchaus möglich. Aber er
ger Sicht führt sie nicht zu einer Verdrängung privater Investo- ersetzt aus den Ihnen bereits erläuterten Gründen nicht die
ren am Kapitalmarkt. Neubaustrecken.
3. Züge, deren Wagenkasten bei der Fahrt durch die Kurven Ich ziehe deshalb folgendes Fazit: Mit «Bahn 2000» wird lan-
nach innen neigen, können kurvenreiche Strecken schneller desweit, nicht nur im Mittelland, ein besseres Angebot ange-
befahren als die Züge konventioneller Bauart. Die Fahrzeitopti- strebt. Würden nur Ausbauten für den Transitverkehr verwirk-
mierung für schlanke Anschlüsse in den Knotenbahnhöfen licht, liefe dies der Zielsetzung des Konzeptes zuwider. Eine
lässt sich damit unter Umständen durch den Einsatz von Pen- Etappierung von «Bahn 2000» und Neat ergibt sich zwangs-
dolino-Zügen kostengünstiger erreichen als durch die Trassie- läufig. Sie wissen ja, dass wir einen sogenannten Kapazitäts-
rung von neuen Strecken. sprung im Jahre 2000, 2005 erreichen können, weil uns
18. Juni 1990 N 1087 Interpellation Béguelin
«Bahn 2000» eine neue Bahn praktisch von Basel via Ölten Der Bundesrat wird beauftragt, die obgenannten berechtigten
nach Bern bringen wird. Wenn Sie die Neat-Botschaft und das Forderungen der Ostschweiz für einen Anschluss an das
Konzept rasch behandeln, wird es möglich sein, im Jahre 2000 Neat-Programm zu prüfen und in seinen künftigen Entschei-
oder 2005 den Lötschberg-Basistunnel zur Verfügung zu ha- den mitzuberücksichtigen.
ben und damit Europa eine erste Mini-Alpentransversale in
kürzester Zeit anzubieten. Das ist verhandlungstaktisch sehr Schriftliche Erklärung des Bundesrates
wichtig, weil es auch Projekte am Brenner und am Mont-Cenis vom 25. April 1990
gibt. Und schliesslich: Den Einsatz des Pendolinos prüfen wir; Déclaration écrite du Conseil fédéral
aber aufgrund unseres heutigen Wissensstandes ersetzt er du 25 avril 1990
die Neubaustrecken für die «Bahn 2000» nicht. Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Le président: L'interpellateur est satisfait de la nouvelle Ueberwiesen - Transmis
réponse du Conseil fédéral.
#ST# 90.335 #ST# 90.418
Postulat Ruckstuhl Interpellation Béguelin
Neat. Anschluss der Ostschweiz Lötschberg-Simplon-Achse.
Schweizerische Antwort
NLFA. Raccordement auf italienische Projekte
de la Suisse orientale
Axe du Lötschberg-Simplon.
Réponse de la Suisse
aux projets italiens au sud du Simplon
Wortlaut des Postulates vom 7. Februar 1990
Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie der Anschluss
der Ostschweiz an die Neat rasch und konkret im Projekt einer
neuen Alpentransversale integriert und verwirklicht werden Wortlaut der Interpellation vom 14. März 1990
kann. Am 1. März sah sich der italienische Verkehrsminister Carlo
Bernini den Stand der Arbeiten am neuen Rangierbahnhof von
Texte du postulat du 7 février 1990 Domodossola II an. Bei dieser Gelegenheit wurde ein Projekt
Le Conseil fédéral est prié d'examiner les moyens d'intégrer zur Verbesserung der Verbindungen südlich des Simplons
promptement le raccordement de la Suisse orientale au projet vorgestellt, das Investitionen von rund einer Milliarde Schwei-
de nouvelle ligne ferroviaire à travers les Alpes (NLFA). zer Franken beinhalten würde. Italien möchte auf diese Weise
die Eröffnung der ersten Achse der neuen Alpentransversalen
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Ammann, Baggi, voll nützen können.
Bundi, Caccia, Columberg, Danuser, David, Déglise, Dietrich, 1. Wie gedenkt der Bundesrat konkret auf das sehr erfreuliche
Eisenring, Engler, Eppenberger Susi, Fischer-Sursee, Fi- Engagement Italiens zu antworten?
scher-Seengen, Früh, Hösli, Humbel, Kühne, Lanz, Nussbau- 2. Ist der Bundesrat nach dieser Willensäusserung Italiens im-
mer, Oehler, Pini, Portmann, Rechsteiner, Rutishauser, mer noch der Ansicht, sein minimalistisches Konzept eines als
Schmidhalter, Segmüller, Seiler Rolf, Widrig, Zwingli (31) «Ergänzung» gedachten Lötschberg-Basistunnels entspre-
che den Erwartungen Italiens und Europas?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit 3. Frankreich ist zurzeit sehr bemüht, Italien für den Bau einer
Der Bundesrat hat sich im Juli 1989 in der Frage einer neuen neuen Linie unter dem Mont-Cenis zu gewinnen. Sollte die
Eisenbahn-Alpentransversale zugunsten einer Neat-Variante Schweiz sich nicht mit mehr Entschlossenheit für die Sim-
«Gotthard-Basistunnel» ausgesprochen. Damit werden die Al- plon-Achse einsetzen, damit unsere Nachbarn im Süden
ternativ-Varianten «Gotthard-Ost» und «Splügen» kaum reali- hauptsächlich in diese Linie anstatt in diejenige des Mont-
siert werden können. Dieser Entscheid trägt nun aber den be- Cenis investieren?
rechtigten Anliegen der Ostschweiz in keiner Weise Rech-
nung. Ihre Verkehrsprobleme werden nicht gelöst. Die abseh- Texte de l'interpellation du 14 mars 1990
bare Verkehrslawine, die sich durch die Ergänzung des Auto- Le 1er mars, M. Carlo Bernini, ministre italien des transports,
bahnnetzes im süddeutschen Raum über die Ostschweiz, na- est venu constater l'état d'avancement des travaux de la nou-
mentlich das St. Galler Rheintal, sowie die San-Bernardino- velle gare marchandises de Domodossola II. A cette occasion,
Route ergiessen wird, muss in einem Neat-Entscheid eben- un projet d'amélioration des liaisons au sud du Simplon, re-
falls mitberücksichtigt werden. Dies kann nur durch konkrete présentant un investissement de l'ordre d'un milliard de francs
Alternativen und Anschlüsse an die Neat glaubwürdig verwirk- suisses, a été présenté. L'Italie veut ainsi pouvoir bénéficier
licht werden. Daher müssen die Forderungen der Ostschweiz pleinement de l'ouverture du premier axe des nouvelles trans-
in die Botschaft des Bundesrates einfliessen, und die entspre- versales alpines.
chenden finanziellen Kredite müssen im Rahmenkredit enthal- 1. Comment le Conseil fédéral compte-t-il répondre concrète-
ten sein. ment à cet engagement très positif de l'Italie?
Für die Ostschweiz kommen dabei vor allem folgende sechs 2. Le Conseil fédéral estime-t-il encore, après cette manifesta-
mögliche Anschlussmassnahmen in Frage: tion de la volonté italienne, que sa conception «complémen-
a. Bau einer leistungsfähigen Verbindung Ostschweiz-Zentral- taire» minimaliste du tunnel de base du Lötschberg répond à
schweiz (Satteltunnel); l'attente de l'Italie et de l'Europe?
b. Ausbau der Rheintal-Walensee-Linie (Doppelspur); 3. L'Italie est actuellement très sollicitée par la France pour
c. Güterterminals in der Ostschweiz (St. Margrethen-Buchs- contruire une nouvelle ligne sous le Mont-Cenis. La Suisse ne
Landquart); devrait-elle pas montrer une plus grande détermination avec
d. Ausbau der Linie St. Gallen-Pfäffikon; l'axe du Simplon, afin d'encourager nos voisins du Sud à in-
e. Ausbau des Bahnhofs St. Gallen; vestir en priorité sur cette ligne plutôt que sur celle du Mont-
f. Ausbau der Bodensee-Linie. Cenis?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Luder "Bahn 2000" und Neat
Interpellation Luder RAIL 2000 et NLFA
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
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Jahr 1990
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.317
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 18.06.1990 - 14:30
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