Swiss Aid to Eastern Europe and Development Frameworks
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court reviewed an interpellation concerning cooperation with developing countries and Eastern Europe. The interpellation asked if aid to Eastern Europe would be provided through separate credit decisions rather than impacting existing development aid frameworks, and if the government intended to increase aid to match OECD and EC averages. The government responded that aid to Eastern Europe would not burden development aid frameworks, as humanitarian aid had never been restricted to developing countries and existing framework credits could be used for Eastern European populations based on need. Regarding aid levels, the government confirmed its plan to gradually increase Swiss aid to align with OECD averages, as stated in its legislative program, but did not aim to match EC averages.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. II des Abkommens; Swiss Aid to Eastern Europe and Development Frameworks: The interpellation asked if aid to Eastern Europe would be provided through separate credit decisions rather than impacting existing development aid frameworks, and if the government intended to increase aid to match OECD and EC averages. The government responded that aid to Eastern Europe would not burden development aid frameworks, as humanitarian aid had never been restricted to developing countries and existing framework credits could be used for Eastern European populations based on need. Regarding aid levels, the government confirmed its plan to gradually increase Swiss aid to align with OECD averages, as stated in its legislative program, but did not aim to match EC averages.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited to explain why the revision conference for the 1963 treaty was unlikely to succeed in establishing a comprehensive test ban.
Volltext
23. März 1990 N 723 Interpellation Bär
1. Partage-t-il l'avis exposé ci-dessus sur l'importance, pour la von sich aus weitere Beschränkungen ihrer Kernwaffenversu-
politique de la sécurité, d'une interdiction totale des essais nu- che vornehmen werden. Insbesondere die seit 1987 in Genf
cléaires? geführten sowjetisch-amerikanischen Verhandlungen über
2. Compte-t-il soutenir l'amendement qui sera proposé lors de bessere Ueberwachungsmechanismenfürdie 1974 und 1976
la conférence prévue en 1991 - voire plus tôt -, étant donné unterzeichneten bilateralen Testbeschränkungsabkommen
que la Suisse y sera aussi invité en tant qu'Etat signataire? scheinen kurz vor ihrem Abschluss zu stehen, so dass die er-
wähnten beiden Abkommen möglicherweise bald vom ameri-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Auer, •kanischen Kongress ratifiziert werden.
Bäumlin Ursula, Béguelin, Berger, Biel, Bircher, Borei, Braun-
schweig, Bundi, Büttiker, Columberg, Danuser, David, Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du
Déglise, Dormann, Dünki, Fankhauser, Grendelmeier, Hafner Conseil fédéral.
Ursula, Hubacher, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Mo-
ritz, Loeb, Longet, Maeder, Mauch Ursula, Meier-Glattfelden,
Meizoz, Morf, Müller-Aargau, Nabholz, Oester, Paccolat,
Rechsteiner, Reimann Fritz, Scheidegger, Seiler Rolf, Stamm,
Stappung, Stocker, Thür, Ulrich, Wellauer, Widmer, Wieder-
kehr, Wyss Paul, Zbinden Hans, Zwygart (50)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates #ST# 90.308
vom 14. Februar 1990
Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 février 1990 Interpellation Bär
1. Durch ein umfassendes Verbot aller Kernwaffenversuche Zusammenarbeit
würde die weitere technische Verbesserung der Kernwaffenar- mit Drittweltländern und Osteuropa
senale zwar behindert, aber nicht völlig verunmöglicht. Es
kann angenommen werden, dass modernste Datenverarbei- Coopération avec le tiers monde
tungsanlagen es in Zukunft erlauben werden, die Wirkungen et l'Europe de l'Est
von Kernexplosionen weitgehend zu berechnen und damit
Versuchsexplosionen überflüssig zu machen.
Ein umfassendes Testverbot kann auch nicht grundsätzlich
die horizontale Weiterverbreitung der Kernwaffen verhindern.
Es gibt heute bekanntlich neben den eigentlichen Kernwaffen- Wortlaut der Interpellation vom 6. Februar 1990
staaten (USA, Sowjetunion, Grossbritannien, Frankreich, Der Bundesrat wird ersucht, die folgenden Fragen zu beant-
China) und Indien (sogenannte «friedliche Testexplosion» von worten:
1974) einige weitere Staaten, die vermutlich über Kernspreng- 1. Ist vorgesehen, die Hilfe an Mittel- und Osteuropa vollum-
körper verfügen, ohne je eine Versuchsexplosion durchge- fänglich und auch längerfristig auf der Rechtsgrundlage ei-
führt zu haben. Die verhältnismässig leicht zugänglichen Infor- genständiger Kreditbeschlüsse zu leisten, damit die vier Rah-
mationen über Kernwaffentechnologie sowie leistungsfähige menkredite für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre
Grossrechner dürften es heute manchem Staat ermöglichen, Hilfe nicht belastet werden?
eine mit recht grosser Wahrscheinlichkeit funktionierende 2. Hält der Bundesrat an seinen mehrfach bekräftigten Ab-
Kernwaffe herzustellen, ohne eine Testexplosion durchzufüh- sichtserklärungen fest, die schweizerische Entwicklungshilfe
ren. Voraussetzung ist allerdings, dass das entsprechende mit überdurchschnittlichen Zuwachsraten in nächster Zukunft
Spaltmaterial und eine leistungsfähige industrielle Infrastruk- dem Durchschnitt aller OECD-Länder anzugleichen und mit-
tur zur Verfügung stehen. telfristig den EG-Durchschnitt anzustreben?
2. Der Bundesrat hat sich für die Legislaturperiode 1987-1991
unter anderem zum Ziel gesetzt, die Bemühungen um den Ab- Texfe de l'interpellation du 6 février 1990
schluss eines globalen und verifizierbaren Teststoppabkom- Le Conseil fédéral est prié de bien vouloir répondre aux ques-
mens grundsätzlich zu unterstützen. tions suivantes:
Er ist indessen nicht davon überzeugt, dass die von mehr als 1. Est-il prévu que l'aide accordée - à long terme également -
einem Drittel der Vertragsstaaten verlangte Konferenz über à l'Europe centrale et de l'Est soit entièrement fournie sur des
eine Revision des «Abkommens über das Verbot von Kern- crédits votés spécialement et que l'on ne puise pas dans ce
waffenversuchen in der Luft, im Weltraum und unter Wasser» but dans les quatre crédits-cadres alloués à la coopération au
von 1963 den geeigneten Weg zu einem umfassenden Verbot développement et à l'aide humanitaire?
aller Kernwaffenversuche darstellt. Gemäss Artikel II des Ab- 2. Le Conseil fédéral s'en tient-il aux déclarations d'intention
kommens können Zusätze zum Abkommen nämlich nur in qu'il a faites à plusieurs reprises et selon lesquelles il prévoit
Kraft treten, wenn alle «ursprünglichen Parteien» (d. h. die de proposer un accroissement supérieur à la moyenne pour
Kernwaffenstaaten UdSSR, Grossbritannien und die USA) sie amener dans un proche avenir l'aide suisse au développe-
billigen und eine entsprechende Ratifikationsurkunde hinter- ment au niveau de la moyenne des pays de l'OCDE et à moyen
legen. Da zumindest zwei der «ursprünglichen Parteien» be- terme à celui de la moyenne des Etats de la CE?
reits bekanntgegeben haben, sie würden sich einer Umwand-
lung des Abkommens in ein umfassendes Testverbot wider- Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin Ursula, Danuser,
setzen, erscheint die Revisionskonferenz von vornherein zum Diener, Gardiol, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Herczog,
Scheitern verurteilt. Hinzu kommt, dass Frankreich und China Leutenegger Oberholzer, Meier-Glattfelden, Rebeaud,
dem Abkommen ohnehin nie beigetreten sind. Schmid, Stocker, Thür, Ulrich, Vollmer, Zbinden Hans (16)
Im Bewusstsein dessen, dass sich das Ergebnis der Revisi-
onskonferenz voraussichtlich auf eine rechtlich unverbindli- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
che politische Willenskundgebung der Konferenzmehrheit be- Aufgrund des politischen Wandels in Mittel- und Osteuropa
schränken dürfte, wird der Bundesrat trotz allem in Verfolgung zeichnen sich neue Möglichkeiten und Notwendigkeiten der
seiner bisherigen Politik die Umwandlung des teilweisen in ein Zusammenarbeit und der Hilfe ab. Angesichts der weiterhin
umfassendes Teststoppabkommen unterstützen. bestehenden Aufgabe des Nord-Süd-Dialogs und der Ent-
Die Entspannung in den Ost-West-Beziehungen berechtigt in- wicklungshilfe sind in der Oeffentlichkeit Unsicherheiten über
dessen zur Hoffnung, dass die Kernwaffenstaaten allmählich die von der Schweiz gesetzten Prioritäten entstanden.
Interpellation Ziegler 724 N 23 mars 1990
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Texte de l'interpellation du 13 décembre 1989
vom 5. März 1990 Après plus de deux ans de résistance active, de soulèvement
Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 mars 1990 pacifique, le peuple palestinien, en dépit de la répression, con-
1. Die den osteuropäischen Staaten geleistete Hilfe wird auf tinue de réclamer la reconnaissance de ses droits nationaux,
keine Art und Weise den Rahmenkrediten der Entwicklungszu- l'arrêt de l'expansion israélienne et le départ des troupes d'oc-
sammenarbeit belastet werden. Die humanitäre Hilfe der Eid- cupation. Ces revendications se heurtent à une répression
genossenschaft wurde anderseits nie auf die Entwicklungs- brutale, les assassinats se multiplient et des milliers de déte-
länder beschränkt: Der Rahmenkredit von 530 Millionen Fran- nus sont sous le coup d'une arrestation administrative sur
ken (BB vom 30.11.1988) kann zugunsten von Bevölkerungen ordre militaire, sans procès. Les déportations se poursuivent
aller Staaten, also auch der osteuropäischen, eingesetzt wer- en violation des accords de la Convention de Genève. Le
den. Die Kriterien sind überall die gleichen: Bewahrung von camp d'Ansar III dans le désert du Negev contient 3000 Pales-
Menschenleben und Linderung von Not vor allem als Folge tiniens détenus dans des conditions climatiques extrêmes et
von Naturkatastrophen oder bewaffneten Konflikten. Wir ha- une situation médicale qui suscite les plus vives inquiétudes.
ben bereits Polen Nahrungsmittelhilfe im Wert von 5 Millionen Une pétition munie de plus de 2000 signatures et soutenue par
und Rumänien Hilfe in der Höhe von 1,9 Millionen Franken 23 organisations, déposée début octobre à l'ambassade
(durch das Katastrophenhilfekorps, das IKRK und schweizeri- d'Israël en Suisse est restée sans réponse.
sche Hilfswerke) zu Lasten dieses Kredites zugesprochen. Wir Je demande au Conseil fédéral s'il ne juge pas utile d'interve-
schliessen weitere Hilfeleistungen für die Zukunft nicht aus, nir auprès des autorités israéliennes pour protester contre l'at-
wenn solche Aktionen sich im Vergleich zu den Bedürfnissen titude du gouvernement israélien, exiger le respect des Con-
in den Entwicklungsländern rechtfertigen lassen. ventions de Genève et la fermeture du camp de Quesiot (Ansar
2. Der Bundesrat hat in der Finanzplanung der Eidgenossen- III) dans le désert du Negev.
schaft die Höhe der Beträge festgehalten, die für eine schritt-
weise Annäherung der schweizerischen Leistungen an jene Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine - Aucun
der anderen OECD-Staaten notwendig sind (Botschaft vom
2.10.1989 betreffend das Budget der Schweizerischen Eid- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
genossenschaft für das Jahr 1990). Der Bundesrat handelte L'auteur renonce au développement et demande une
damit in Uebereinstimmung mit den Absichten, die er im Be- réponse écrite.
richt über das Legislaturprogramm 1987-1991 vom 18. Januar
1988 angekündigt hatte. Der Bundesrat ist der Meinung, dass Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
diese Erhöhung notwendig bleibt. Demgegenüber hat er nicht vom 14. Februar 1990
das Ziel angenommen, sich den Leistungen der Mitgliedlän- Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 février 1990
der der Europäischen Gemeinschaft anzunähern. Ainsi que le Conseil fédéral l'a expliqué à différentes occa-
sions, notamment l'automne dernier dans sa prise de position
Le président: L'interpellatrice n'est que partiellement satis- sur une motion de M. Spielmann, conseiller national, il n'y a
faite de la réponse du Conseil fédéral. pour la Suisse aucun doute que les dispositions de la Qua-
trième Convention de Genève sur la protection des civils en
temps de guerre sont applicables dans leur ensemble aux ha-
bitants des territoires occupés par Israël. Cette position a été
clairement communiquée à maintes reprises - et tout récem-
ment encore - au Gouvernement d'Israël et des critiques ont
été émises, du côté suisse, à l'égard de l'emploi de la force
dans cette région. La Suisse a demandé l'application de l'en-
semble des dispositions du droit international humanitaire en
#ST# 89.771 vigueur et soutient en outre, aussi bien matériellement que sur
le plan diplomatique, les actions du CICR en Israël et dans les
Interpellation Spielmann territoires occupés. Les délégués du Comité visitent régulière-
ment le camp de Quesiot.
Schliessung des Lagers Ansar III
Fermeture du camp d'Ansar MI Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satisfait
de la réponse du Conseil fédéral.
Wortlaut der Interpellation vom 13. Dezember 1989
Nach mehr als zwei Jahren aktiven Widerstands und gewalt-
losen Aufstands fordert das palästinensische Volk trotz der Re- #ST# 89.798
pressionen weiter, dass seine nationalen Rechte anerkannt,
der israelischen Expansion Einhalt geboten und die Besat- Interpellation Ziegler
zungstruppen abgezogen werden. Diesen Forderungen wird
mit brutalen Repressionen begegnet, immer mehr Menschen Kinder als Kriegsgefangene
werden umgebracht und mehreren tausend ist auf Befehl des Enfants prisonniers de guerre
Militärs ohne Gerichtsverfahren die Freiheit entzogen worden.
Immer wieder werden Menschen deportiert, was gegen die
Bestimmungen des Genfer Abkommens verstösst. Im Lager
Ansar III in der Negev-Wüste sind 3000 Palästinenser unter ex-
tremen klimatischen Bedingungen inhaftiert, und ihre medizi- Wortlaut der Interpellation vom 14. Dezember 1989
nische Versorgung gibt zu grosser Besorgnis Anlass. Am 20. August 1988 wurde zwischen Iran und Irak ein Waffen-
Eine Petition mit 2000 Unterschriften, unterstützt von 23 Orga- stillstand ausgerufen. Seither werden Tausende von Kindern
nisationen, die Anfang Oktober bei der israelischen Botschaft unter 15 Jahren aus beiden Lagern unter häufig erschrecken-
in der Schweiz hinterlegt wurde, ist unbeantwortet geblieben. den Bedingungen weiterhin gefangengehalten, und zwar trotz
Ich frage den Bundesrat, ob er es nicht für notwendig erachtet, der ständigen Bemühungen des IKRK, von Terre des Hommes
bei den israelischen Behörden gegen die Haltung der israeli- usw.
schen Regierung zu protestieren und die Einhaltung des Gen- Welche dringenden Schritte will der Bundesrat unternehmen,
fer Abkommens sowie die Schliessung des Lagers Quesiot um den Genfer Abkommen Geltung zu verschaffen und diese
(Ansar III) zu verlangen. Kinder zu befreien?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Bär Zusammenarbeit mit Drittweltländern und Osteuropa
Interpellation Bär Coopération avec le tiers monde et l'Europe de l'Est
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.308
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.03.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 723-724
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Ref. No 20 018 467
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