Switzerland's Ratification of UN Convention on the Rights of the Child
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA parliamentary initiative proposed legislative changes to allow the country to ratify the UN Convention on the Rights of the Child, specifically addressing the right of children to live with their parents, access to education, citizenship for stateless children, and the abolition of seasonal worker status that prohibits family reunification. The commission acknowledged that most provisions of the convention aligned with Swiss law but identified conflicts regarding family reunification for certain foreigners. While the Federal Council suggested interpretive declarations or reservations, the commission advocated for legislative revisions to enable unconditional ratification, proposing a motion to prompt the Federal Council to present these changes.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 GRN-Catégorie, Art. 68 RCN, Art. 27 besagt, Art. 68 GRN, Art. 93 Absatz; Switzerland's Ratification of UN Convention on the Rights of the Child: The commission acknowledged that most provisions of the convention aligned with Swiss law but identified conflicts regarding family reunification for certain foreigners. While the Federal Council suggested interpretive declarations or reservations, the commission advocated for legislative revisions to enable unconditional ratification, proposing a motion to prompt the Federal Council to present these changes.
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KI-generiertCited as the general category for the parliamentary initiative concerning the rights of the child.
Cited as the general category for the parliamentary initiative concerning the rights of the child.
Volltext
4. Oktober 1991 1931 Parlamentarische Initiative. Rechte des Kindes
#ST# 90.263 men im Widerspruch stehen. Im gleichen Sinne hat der
Schweizerische Kinderschutzbund den Bundesrat aufgefor-
Parlamentarische Initiative dert, seine Pflicht wahrzunehmen und der Bundesversamm-
lung die erforderlichen Gesetzesänderungen zu unterbreiten.
(Spielmann)
Rechte des Kindes Erwägungen der Kommission
Initiative parlementaire 1. Ausgangslage
(Spielmann) Das Uebereinkommen über die Rechte des Kindes enthält ei-
Droits de l'enfant nen detaillierten Katalog von Rechten, welche dem Kind in den
verschiedensten Lebensbereichen zustehen. Das Ueberein-
Kategorie III, Art. 68 GRN-Catégorie III, art. 68 RCN kommen wurde am 20. November 1989 von der Generalver-
sammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und trat am
2. September 1990 in Kraft. Es ist bereits von mehr als
130 Staaten unterzeichnet und von deren 70 ratifiziert worden.
Der Bundesrat hat am 10. April 1991 beschlossen, das Ueber-
Wortlaut der Initiative vom 5. Oktober 1990 einkommen zu unterzeichnen. Dieser Entscheid entspreche
Die Bundesversammlung wird beauftragt, die notwendigen der schweizerischen Politik zugunsten der Menschenrechte
Gesetzesänderungen zu unterbreiten, damit unser Land das und sei ein Akt internationaler Solidarität, welcher einen bes-
Internationale Uebereinkommen über die Rechte des Kindes seren rechtlichen Schutz der Kinder dieser Welt anstrebt und
ratifizieren kann, das 1989 von den Vereinten Nationen verab- damit die Bemühungen der Schweiz zugunsten der Kinder im
schiedet wurde. Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitä-
Zu diesem Zweck sind möglichst rasch allfällige Gesetzesän- ren Hilfe ergänzt.
derungen vorzunehmen, damit folgende Minimalanforderun- 2. Inhalt des Uebereinkommens
gen erfüllt werden können: Ziel des Uebereinkommens ist es, dem Kind auf universeller
1. das Recht des Kindes auf ein Zusammenleben mit seinen Ebene Schutz und eine seinen Bedürfnissen entsprechende
Eltern; Unterstützung zu gewährleisten. Das Uebereinkommen ga-
2. das Recht auf Schulbildung für jedes Kind; rantiert die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozia-
3. das Recht auf eine Staatsbürgerschaft für staatenlose Kin- len und kulturellen Rechte des Kindes und verpflichtet die Ver-
der; tragsstaaten zu spezifischen Massnahmen, um die praktische
4. die Abschaffung des Saisonnierstatuts, das die Familienzu- Umsetzung dieser Rechte zu konkretisieren.
sammenführung untersagt. 3. Würdigung
Die Kommission begrüsst den Entscheid des Bundesrates,
Texte de l'initiative du 5 octobre 1990 das Uebereinkommen über die Rechte des Kindes zu unter-
L'Assemblée fédérale est chargée de présenter les modifica- zeichnen, und fordert eine rasche Ratifizierung desselben. Sie
tions légales nécessaires pour permettre à notre pays de rati- weist darauf hin, dass die Bestimmungen des Uebereinkom-
fier la Convention sur les droits de l'enfant adoptée en 1989 par mens mit der schweizerischen Rechtsordnung zum grössten
les Nations Unies. Teil vereinbar sind. Unstimmigkeiten bestehen jedoch insbe-
Dans ce but, il convient de réaliser le plus rapidement possible sondere im Zusammenhang mit dem fehlenden Recht auf Fa-
les modifications législatives permettant de répondre aux exi- miliennachzug für bestimmte Kategorien von Ausländern. Ent-
gences minimales suivantes: gegen der vom Bundesrat vertretenen Meinung, wonach die-
1. droit pour l'enfant de vivre avec ses parents; 2. droit pour sen Problemen mit einer auslegenden Erklärung oder mit ei-
chaque enfant de recevoir une éducation scolaire; nem Vorbehalt begegnet werden könnte, ist die Kommission
3. droit pour les enfants apatrides d'avoir une nationalité; der Auffassung, dass den eidgenössischen Räten die notwen-
4. suppression du statut de saisonnier qui interdit le regroupe- digen Gesetzesrevisionen vorzulegen sind, die eine vorbehalt-
ment familial. lose Ratifizierung des Uebereinkommens erlauben.
Die Kommission hält jedoch fest, dass eine doppelspurige Ar-
Frau Jeanprêtre unterbreitet im Namen der Kommission den beit der Kommission bzw. des Parlaments einerseits und von
folgenden schriftlichen Bericht: Bundesrat und Verwaltung andererseits nicht sinnvoll ist. Da in
der Verwaltung die entsprechenden Vorarbeiten getätigt wur-
Am 5. Oktober 1990 reichte Nationalrat Spielmann eine parla- den und bereits eine Botschaft in Arbeit ist, vertritt die Kommis-
mentarische Initiative in Form einer allgemeinen Anregung sion mehrheitlich die Auffassung, dass eine Motion ihrem An-
ein. liegen zweckmässiger und rascher gerecht wird als die Erar-
beitung einer eigenen Vorlage.
Begründung des Initianten
(Zusammenfassung) Mme Jeanprêtre présente au nom de la commission le rap-
Am kürzlich abgehaltenen Weltkindergipfel der Uno wurde port écrit suivant:
eine Erklärung betreffend Ueberleben, Schutz und Entwick-
lung des Kindes sowie ein Zehnpunkteprogramm zu ihrer Ver- Le 5 octobre 1990, le conseiller national Spielmann a déposé
wirklichung verabschiedet. une initiative parlementaire sous la forme d'une demande
Im Verlaufe dieses Gipfels wurde ausgiebig über die folgen- conçue en termes généraux.
den Punkte diskutiert: das Elend der Kinder in den armen Län-
dern; die Kindersterblichkeit als Folge von Hungersnöten und Développement de l'auteur de l'initiative
mangelnder Pflege bei Krankheiten, die leicht zu vermeiden (résumé)
wären; die unzureichende Ausbildung (mehr als 100 Millionen Lors du sommet mondial pour les enfants, organisé récem-
Kinder besuchen keine Schule); die Zwangsrekrutierung Hun- ment par l'ONU, les Nations Unies ont adopté une déclaration
derttausender von Kinder-Soldaten. en faveur de la survie, la protection et le développement de
Diese Situation veranlasste die Uno, den Staaten die Ratifizie- l'enfant ainsi qu'un programme en dix points portant sur sa
rung des Uebereinkommens über die Rechte des Kindes na- réalisation.
hezulegen, das 1989 von der Uno verabschiedet wurde. Die Au cours de ce sommet, on a discuté en détail des points sui-
Rechte des Kindes werden leider nicht nur in der Dritten Welt vants: la misère des enfants dans les pays pauvres; la morta-
verletzt. Die Vereinigten Staaten und die Schweiz waren nicht lité infantile résultant des famines et du manque de soins en
in der Lage, dieses Uebereinkommen zu unterzeichnen. Ge- cas de maladies qu'il serait facile d'éviter; le manque déforma-
mäss dem Grundgedanken des Uebereinkommens sind die tion (plus de 100 millions d'enfants ne vont pas à l'école); le re-
zuständigen Behörden in den betroffenen Ländern dazu ver- crutement forcé de centaines de milliers d'enfants dans les ar-
pflichtet, jene Gesetze zu ändern, die mit dem Uebereinkom- mées.
Initiative parlementaire. Droits de l'enfant 1932 N 4 octobre 1991
Au vu de cette situation, l'ONU a recommandé aux Etats de ra- Proposition Steffen
tifier la Convention relative aux droits de l'enfant qu'elle a Rejeter la motion
adoptée en 1989. Malheureusement, les droits de l'enfant ne
sont pas violés uniquement dans le tiers monde. Les Etats- Mme Jeanprêtre, rapporteur: M. Spielmann a déposé une ini-
Unis et la Suisse n'étaient pas en mesure de signer la conven- tiative parlementaire demandant la ratification rapide par les
tion. Pour respecter l'idée fondamentale de ce texte, les autori- Chambres de la Convention sur les droits de l'enfant, adoptée
tés compétentes des Etats signataires sont tenues de modifier par les Nations Unies en 1989. Cette ratification entraînerait
leur législation lorsqu'elle est incompatible avec la conven- des modifications législatives dont la moindre n'est certes pas
tion. C'est en ce sens que l'Association suisse de la protection la suppression du statut de saisonnier, qui interdit le regroupe-
de l'enfant a demandé au Conseil fédéral de remplir ses obli- ment familial. Ce point-là a déjà donné lieu à une amorce de
gations et de soumettre à l'Assemblée fédérale les modifica- débat et à un certain clivage au sein de la commission. Mais
tions législatives nécessaires. l'initiative étant formulée en termes généraux, la discussion
sur le fond fut reportée dans le temps. Le contenu de l'initiative
en arrivait au constat suivant: malheureusement, les droits de
Considérations de la commission
l'enfant ne sont pas violés uniquement dans le tiers monde, les
1. Situation initiale Etats-Unis et la Suisse n'étaient pas en mesure de signer la
La Convention relative aux droits de l'enfant comprend un convention. Pour respecter l'idée fondamentale de ce texte,
catalogue détaillé des droits de l'enfant dans divers domaines.
les autorités compétentes des Etats signataires sont tenues de
Adoptée le 20 novembre 1989 par l'Assemblée générale des modifier leur législation, lorsqu'elle est incompatible avec la
Nations Unies, elle est entrée en vigueur le 2 septembre 1990.
convention. C'est en ce sens que l'Association suisse de la
Elle a été signée par plus de 130 Etats, dont 70 l'ont ratifiée.
protection de l'enfant a demandé au Conseil fédéral de remplir
Le Conseil fédéral a décidé le 10 avril 1991 de signer la
ses obligations et de soumettre à l'Assemblée fédérale les mo-
convention, estimant que cette décision s'inscrit dans le cadre
difications législatives nécessaires.
de la politique de la Suisse en faveur des droits de l'homme; Si le Conseil fédéral a décidé le 10 avril 1991 de signer la
en effet, elle représente un acte de solidarité avec la commu-
convention, à l'instar de cent trente autres pays, la commis-
nauté internationale, acte qui vise à instaurer une meilleure sion demande que celle-ci soit promptement ratifiée, comme
protection juridique de l'enfant dans le monde et complète les
l'ont fait septante d'entre eux. La commission souligne que les
efforts que la Suisse déploie en faveur des enfants dans les dispositions de la convention sont dans une large mesure
domaines de la coopération au développement et de l'aide
compatibles avec l'ordre juridique suisse. Il existe cependant
humanitaire.
des contradictions, notamment l'absence de droit au regrou-
2. Contenu de la convention
pement familial pour certaines catégories d'étrangers.
Cette convention a pour but d'assurer à l'enfant, sur le plan
Contrairement à l'opinion exprimée par le Conseil fédéral, qui
universel, une protection et un soutien appropriés à ses be- pense pouvoir faire face à ces problèmes par une déclaration
soins spécifiques. Elle garantit les droits civils, politiques, éco-
interprétative ou une réserve, la commission pense qu'il faut
nomiques, sociaux et culturels de l'enfant et impose aux Etats
présenter aux Chambres fédérales les modifications législati-
parties l'obligation de prendre des mesures spécifiques pour
ves nécessaires pour que l'on puisse ratifier la convention
que ces droits soient effectivement respectés. sans réserve. La commission estime toutefois inutile que les
3. Appréciation de la commission
travaux de la commission et du Parlement se recoupent avec
La commission approuve la décision du Conseil fédéral de si-
ceux du Conseil fédéral et de l'administration. Comme cette
gner la Convention relative aux droits de l'enfant et demande
dernière a déjà effectué les travaux préliminaires, et qu'un
qu'elle soit promptement ratifiée. Elle souligne que les dispo-
message est en cours d'élaboration, la commission, dans sa
sitions de la convention sont dans une large mesure compati-
majorité, est de l'avis qu'il sera plus efficace et plus rapide de
bles avec l'ordre juridique suisse.
présenter une motion que de mettre au point un projet de son
Il existe cependant des contradictions, notamment l'absence
côté.
de droit au regroupement familial pour certaines catégories
C'est ainsi que pour les raisons exposées ci-dessus, la com-
d'étrangers. Contrairement à l'opinion exprimée par le Conseil
mission vous propose, par 8 voix contre 7 et 4 abstentions, de
fédéral, qui pense pouvoir faire face à ces problèmes par une
ne pas donner suite à l'initiative parlementaire de M. Spiel-
déclaration interprétative ou une réserve, la commission
mann. Par contre la commission propose, par 16 voix contre 1
pense qu'il faut présenter aux Chambres fédérales les modifi-
et 2 abstentions de transmettre la motion au Conseil fédéral, le
cations législatives nécessaires pour que l'on puisse ratifier la
chargeant de présenter aux Chambres les révisions législati-
convention sans réserve.
ves nécessaires, pour permettre une ratification sans réserve
La commission estime toutefois inutile que les travaux de la
de la Convention relative aux droits de l'enfant, adoptée en
commission et du Parlement se recoupent avec ceux du
1989 par les Nations Unies.
Conseil fédéral et de l'administration. Comme cette dernière a
déjà effectué les travaux préliminaires et qu'un message est en
Frau Stamm, Berichterstatterin: Am 5. Oktober 1990 reichte
cours d'élaboration, la commission dans sa majorité est de
Nationalrat Spielmann eine parlamentarische Initiative in der
l'avis qu'il sera plus efficace et plus rapide de présenter une Form einer allgemeinen Anregung ein (Wortlaut siehe oben).
motion que de mettre au point un projet de son côté. Nationalrat Spielmann hatte die Gelegenheit, die Initiative in
der Petitions- und Gewährleistungskommission zu begrün-
Antrag der Kommission den. Er hat dabei besonders auf den Weltkindergipfel hinge-
Die Kommission beantragt mit 8 zu 7 Stimmen bei 4 Enthal- wiesen, der Ende September 1990 in New York abgehalten
tungen, der parlamentarischen Initiative keine Folge zu ge- wurde. Dieser Weltkindergipfel galt dem Schutz, der Entwick-
ben. lung und dem Ueberleben der Kinder in aller Welt und hat ein
Mit 16 zu 1 Stimmen bei 2 Enthaltungen beantragt die Kom- Zehnpunkteprogramm zur Verwirklichung dieses Zieles ver-
mission, ihre Motion zu überweisen. abschiedet. Die Schweiz war an diesem Gipfel mit Bundesrat
Felber vertreten und hat das Zehnpunkteprogramm unter-
schrieben.
Antrag Steffen
Im Verlaufe dieses Kindergipfels wurde ausgiebig über fol-
Ablehnung der Motion gende Themen diskutiert: erstens über das Kinderelend in den
armen Ländern, zweitens über die Kindersterblichkeit als
Proposition de la commission Folge von Hungersnöten und mangelnder Riege und drittens
Par 8 voix contre 7 et 4 abstentions, la commission propose de darüber, dass die elenden Situationen dieser Kinder zu ver-
ne pas donner suite à l'initiative parlementaire. meiden oder zu beheben wären, wenn sich nur alle Länder
La commission propose par 16 voix contre 1 et 2 abstentions entsprechend einstellen würden.
de transmettre sa motion. Die Uno hat den Staaten empfohlen, dieses Uebereinkommen
4. Oktober 1991 1933 Parlamentarische Initiative. Rechte des Kindes
über die Rechte des Kindes zu ratifizieren. Leider müssen wir cevoir une éducation scolaire, du droit des enfants apatrides à
feststellen, dass die Rechte des Kindes nicht nur in der Dritten avoir une nationalité et, surtout, de la suppression du statut de
Welt verletzt werden. Auch die Vereinigten Staaten und die saisonnier qui, chacun le sait, interdit le regroupement familial.
Schweiz waren nicht in der Lage, dieses Uebereinkommen zu Voilà donc les quatre éléments qui devraient faire l'objet d'une
unterzeichnen. Gemäss dem Grundgedanken dieses Ueber- modification de notre législation, pour parvenir, non seule-
einkommens sind die Staaten nämlich verpflichtet, jene Ge- ment à ratifier cette convention de manière formelle, mais
setze zu ändern, die den Grundvoraussetzungen des Ueber- aussi à adapter notre pratique et nos lois à cette réalité.
einkommens widersprechen. In der Schweiz hat aber auch Il y a bien sûr plusieurs voies pour aboutir à cette décision. Si
der Schweizerische Kinderschutzbund den Bundesrat aufge- j'estime que la solution de l'initiative est la bonne, c'est en rai-
fordert, das Uebereinkommen zu unterzeichnen. son de l'attitude du Conseil fédéral qui n'était, dans un premier
Die Petitions- und Gewährleistungskommission hat folgendes temps, pas d'accord de ratifier et de procéder aux modifica-
festgehalten: Das Uebereinkommen über die Rechte des Kin- tions législatives qui permettent une ratification sans équivo-
des enthält einen detaillierten Katalog von Rechten., welche que de la convention. Il proposait tout d'abord une série d'ex-
dem Kind in den verschiedensten Lebensbereichen zustehen. ceptions et de ne la ratifier que partiellement, en émettant des
Das Uebereinkommen wurde am 20. November 1989 von der réserves. Dans un second temps, il suggérait même de trans-
Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet former en postulat, c'est-à-dire avec un effet moins contrai-
und trat am 2. September 1990 in Kraft. Es ist bereits von mehr gnant, la motion présentée par la commission qui peut être
als 130 Staaten unterzeichnet und von 70 Staaten ratifiziert une autre voie.
worden. Auch der Bundesrat hat am 10. April 1991 das Ueber- Le problème posé aujourd'hui est de savoir qui, en définitive,
einkommen unterzeichnet. Es war dies nach seiner Meinung entreprendra les démarches pour modifier les lois. Il est clair,
ein Akt der Solidarität und ein Akt der Unterstützung der Politik et je suis d'accord avec les conclusions de la commission qui
der Menschenrechte, bilden doch Kinder die schwächsten indique qu'il lui est beaucoup plus difficile, ainsi qu'au conseil,
Glieder unserer Gesellschaft, die am meisten wirksame Hilfe d'entreprendre ces modifications législatives. La solution de la
benötigen. motion, pour autant que ce conseil manifeste sa volonté fer-
Die Kommission hat den Entscheid des Bundesrates sehr be- mement et clairement, est adéquate pour demander au
grüsst, dieses Uebereinkommen zu unterzeichnen. Sie fordert Conseil fédéral de modifier les lois permettant une ratification
eine rasche Ratifizierung. Die Kommission hat festgestellt, sans réserve de cette convention internationale. Si ce conseil
dass die Bestimmungen des Uebereinkommens in den mei- devait donner ce message très clair, à ce moment-là il ne serait
sten Teilen mit der schweizerischen Rechtsordnung vereinbar plus nécessaire qu'il entreprenne lui-même les modifications.
sind. Unstimmigkeiten bestehen insbesondere im Zusam- Je pourrais alors me rallier à la motion. Toutefois, j'attendrai de
menhang mit dem fehlenden Recht auf Familiennachzug für voir si l'ensemble des groupes et ce Parlement sont prêts à
bestimmte Kategorien von Ausländern. Der Bundesrat vertritt choisir cette voie avant de retirer cette initiative au bénéfice de
nun die Meinung, dass er hier einen Vorbehalt anbringen la motion de la commission.
wolle. Die Kommission ist aber der Auffassung, der Bundesrat
solle dem Parlament die nötigen Gesetzesrevisionen vorle- Steff en: Es mag paradox erscheinen, dass ausgerechnet ei-
gen, die dann dazu führen, dass wir das Uebereinkommen ner der wenigen Lehrer hier in diesem Parlament die Ueber-
vorbehaltlos ratifizieren können. weisung der Motion der Petitions- und Gewährleistungskom-
Die Kommission will aber darauf verzichten, eine doppelspu- mission zur parlamentarischen Initiative «Rechte des Kindes»
rige Arbeit zu leisten, denn die entsprechenden Vorarbeiten unseres Kollegen Spielmann bekämpft.
sind in der Verwaltung bereits im Gange, und eine Botschaft ist Wenn ich dies tue, dann aus der Ueberzeugung heraus, dass
unterwegs. sich nur wenige hier im Saale die Mühe nahmen oder nehmen
Deswegen hat sich die Kommission entschlossen, eine Mo- konnten, den Wortlaut des Uebereinkommens zu studieren.
tion zu formulieren. Sie beantragt Ihnen mit 8 zu 7 Stimmen Ich gehöre zu diesen und möchte sogleich auf den Inhalt zu
bei 4 Enthaltungen, der parlamentarischen Initiative aus Ver- sprechen kommen.
fahrensgründen keine Folge zu geben; mit 16 zu 1 Stimmen Das Uebereinkommen enthält eine Menge von wichtigen For-
bei 2 Enthaltungen beantragt sie Ihnen ferner, die entspre- derungen, die es bei getreuer Anwendung ermöglichen soll-
chende Motion zu überweisen. Die Motion lautet: «Der Bun- ten, «dass das Kind zur vollen und harmonischen Entfaltung
desrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten die not- seiner Persönlichkeit in einer Familie und umgeben von
wendigen Gesetzesrevisionen vorzulegen, die eine vorbehalt- Glück, Liebe und Verständnis aufwachsen sollte», wie es in der
lose Ratifikation der 1989 von den Vereinten Nationen verab- Präambel so hoffnungsvoll formuliert ist.
schiedeten Konvention überdie Rechte des Kindes erlauben.» Die wichtigsten Rechte sind das Recht auf Gleichheit, Recht
Ich bitte Sie, der Kommission zu folgen. auf eine gesunde geistige und körperliche Entwicklung, Recht
auf einen Namen, Recht auf besondere Betreuung, wenn ein
M. Spielmann: Comme l'ordre du jour est chargé, je serai Kind behindert ist, Recht auf unentgeltlichen Unterricht, auf
bref. Je veux simplement préciser les motivations de cette ini- Spiel, Erholung, das Recht auf sofortige Hilfe bei Katastrophen
tiative. und Notlagen, das Recht auf Schutz vor Grausamkeit, Ver-
Bien sûr, les droits de l'enfant tels qu'ils ont été définis dans nachlässigung und Ausnutzung, das Recht auf Schutz vor Ver-
cette convention entraînent une série de modifications indis- folgung.
pensables, mais aussi une solidarité de la part des pays déve- Ich glaube, da gibt es nichts zu kritteln, im Gegenteil, das sind
loppés à l'égard de ceux en voie de développement, puisque wichtige Forderungen, die wir wohl alle unterstützen können.
c'est dans ces derniers que les problèmes les plus importants Dann aber gelangte ein Schreiben des Schweizerischen Ko-
surgissent. Je ne me lancerai pas non plus dans une énurnéra- mitees für Unicef in meine Hände, das sich mit dem Weftgipfel
tion, car chacun ici est conscient de l'importance du pro- für Kinder vom September 1990 befasst. Darin steht u. a. ge-
blème. schrieben: «Notwendig ist eine andere Haltung gegenüber
Le but de cette initiative est de donner l'exemple par rapport à Kindern. Die Erwachsenen müssen ihre Eigeninteressen zu-
cette Convention des droits de l'enfant. Si les problèmes les rückstellen. Den Kindern gehört» - jetzt hören Sie gut zu -
plus importants résident dans le tiers monde, et s'ils ne peu- «Vorrang in allen Bereichen.»
vent être résolus que par la solidarité des pays les plus riches Diese Forderung interessierte mich natürlich nicht nur als Poli-
envers les pays les plus pauvres, il s'agit pour vous d'harrnoni- tiker, sondern auch als Lehrer und im besonderen als Vater.
ser cette convention adoptée - comme l'ont indiqué les rap- Ich stellte mir sogleich die Frage: Wo endet Elternrecht, und
porteurs - par 170 Etats et ratifiée par 70 d'entre eux avec no- wo beginnt das Recht des Kindes?
tre législation. Or, il se trouve que7, dans cette dernière, un cer- Nun, ich lese aus der Konvention ein paar Artikel vor. Da wäre
tain nombre de points ne permettent pas à la Suisse de ratifier beispielsweise Artikel 13: «Das Kind hat das Recht auf freie
actuellement cette convention. Il s'agit - je le répète - du droit Meinungsäusserung. Dieses Recht schliesst die Freiheit ein,
de l'enfant de vivre avec ses parents, du droit de chacun de re- ungeachtet der Staatsgrenzen Informationen und Gedanken-
Initiative parlementaire. Droits de l'enfant 1934 N 4 octobre 1991
gut jeder Art in Wort, Schrift oder Druck durch Kunstwerke Ich muss hier vielleicht noch anfügen: Die Weltrevolution hat
oder andere vom Kind gewählte Mittel sich zu beschaffen, zu offensichtlich nicht stattgefunden, aber mit all diesen Konven-
empfangen und weiterzugeben.» tionen, die wir erfüllen müssen, finden kleine sozialistische Re-
Der Artikel 15 beispielsweise sagt: «Die Vertragsstaaten erken- volutionen statt.
nen das Recht des Kindes an, sich frei mit ändern zusammen-
zuschliessen und sich friedlich zu versammeln.» Maeder: Die LdU/EVP-Fraktion unterstützt die Kommissions-
Sie spüren, hier frage ich mich jetzt als Vater: Kann ich zum motion. Wir sind dem Bundesrat dankbar, dass er das Ueber-
Beispiel einem Kind verbieten, an irgendeine bestimmte Ver- einkommen über die Rechte des Kindes unterzeichnet hat. Wir
anstaltung zu gehen? Ist das nachher möglich, wenn die fordern aber eine möglichst rasche Ratifizierung ohne ausle-
Rechte eben auch in unseren Gesetzen Eingang gefunden ha- gende Erklärungen und Vorbehalte. Die Motion soll die not-
ben? wendigen Gesetzesrevisionen beschleunigen.
Oder Artikel 16: «Kein Kind darf willkürlichen oder rechtswidri- Wir hoffen, dass der Bundesrat die bereits in Arbeit stehende
gen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, Wohnung, Botschaft bald vorlegen kann. Das Uebereinkommen über die
seinen Schriftverkehr oder rechtswidrigen Beeinträchtigun- Rechte des Kindes, das bereits von 130 Staaten unterzeichnet
gen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden.» und von deren 70 ratifiziert worden ist, ist ein Grundlagenpa-
Schriftverkehr: Darf ich als Vater nachher beispielsweise ei- pier, zu dem die Schweiz mit ihrer humanitären Tradition ste-
nem 10jährigen Kind einen Brief öffnen, wenn es beispiels- hen kann und stehen muss. Die Lektüre der Präambel und der
weise Kontakte pflegt, die ich nicht wünsche? 54 Artikel lässt einem die traurige Lage von Millionen von Kin-
Ich möchte nicht zu lange sprechen. Ich habe mir nur einige dern auf dieser Welt bewusst werden.
wenige Artikel herausgeschrieben. Zum Beispiel: «Zur Gewäh- Zahllose Kinder, vorab in den Ländern der Dritten und Vierten
rung und Förderung der in diesem Uebereinkommen festge- Welt, sind unterernährt, sterben Hungers oder wegen man-
legten Rechte unterstützen die Vertragsstaaten die Eltern und gelnder Riege bei Krankheiten.
den Vormund in angemessener Weise bei der Erfüllung ihrer Ueber 100 Millionen Kinder besuchen keine Schule. Hundert-
Aufgabe.» Hier wird dem Staat das Recht eingeräumt, zu un- tausende von Knaben werden als Kinder-Soldaten miss-
terstützen, das Kind zu erziehen und für den Ausbau von Insti- braucht, zahllose Mädchen in die Elendsprostitution getrie-
tutionen, Einrichtungen und Diensten für die Betreuung der ben.
Kinder zu sorgen. Es geht im gleichen Artikel noch weiter: «Die Dieses weltweite Elend zu bekämpfen, sind auch wir aufgefor-
Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Massnahmen, um si- dert. Die Schweiz leistet zwar nicht wenig auf dem Gebiet der
cherzustellen, dass Kinder berufstätiger Eltern das Recht ha- Entwicklungshilfe, aber angesichts der grossen Not werden
ben, die für sie in Betracht kommenden Kinderbetreuungs- wir als reiches Land unsere Anstrengungen vermehren müs-
dienste und Einrichtungen zu nutzen.» sen. Kindernot und Kinderleid - und darum geht es ja bei die-
Sie sehen, wir werden auch Gesetze schaffen müssen, welche ser Motion - sind aber beileibe nicht auf die armen Länder be-
die Kantone zwingen, Horte, Tagesschulen usw. einzurichten. schränkt. Durch das Sorgentelefon für Kinder sind in den letz-
Es gibt dann noch den Artikel 27, der das Recht auf einen an- ten Jahren bei uns Zustände bekanntgeworden, die einen zu-
gemessenen Lebensstandard der Kinder fordert. Ich frage tiefst erschrecken lassen. Da werden kleine Kinder seelisch
mich, wie man das überhaupt realisieren will. und körperlich gequält. Der sexuelle Missbrauch, das Schänd-
Auch der Artikel 31 beschäftigt mich. Er bestimmt: «Die Ver- lichste, Traurigste, das den Kindern widerfahren kann, ist jungt
tragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Ruhe und durch die Literaturpreisverleihung an einen perversen Autoren
Freizeit, aufs Spiel und altersgemässe aktive Erholung» - da- zu Recht in die Schlagzeilen geraten.
gegen habe ich nichts einzuwenden - «sowie auf freie Teil- Unter dem Titel «Das Elend der versteckten Kinder» macht die
nahme am kulturellen und künstlerischen Leben». Beim «NZZ» vom gestrigen Tag auf eine Tragödie aufmerksam, die
zweiten Teil stellt sich mir die Frage: Kann ich als Vater einem sich nicht im fernen Südamerika, in Afrika oder Asien, sondern
Kind dann noch verbieten, an irgendeine Veranstaltung zu ge- bei uns in der Schweiz abspielt. Versteckte Kinder in der
hen, die mir nicht gefällt? Nur bei der Gedanken-, Gewissens- Schweiz: das sind Kinder von Jahresaufenthaltern, die auf
und Religionsfreiheit wird den Eltern zugebilligt, dass sie das eine Bewilligung für Familiennachzug warten oder deren dies-
Kind in einer seiner Entwicklung entsprechenden Weise leiten. bezügliches Gesuch abgelehnt wurde. Es sind Kinder von Sai-
Sonst sind die Eltern nirgends erwähnt. sonniers und Kurzaufenthaltern, die illegal bei den Eltern le-
Eines jedoch wird sichtbar: Den Kindern wird Vorrang gege- ben, aber auch Kinder von Asylbewerbern, die auf einen Ent-
ben. Das Elternrecht wird zurückgedrängt, und dem Staat und scheid warten oder die nach abgelehntem Gesuch unterge-
seinen Einrichtungen wird das Recht eingeräumt, viel intensi- taucht sind.
ver als bisher ins Beziehungsnetz Eltern-Schule-Kind einzu- Diese Kinder werden von den Eltern - in der Hoffnung auf eine
greifen. Darf ich sagen: nach sozialistischer Manier? spätere Legalisierung des Aufenthalts-verstecktgehalten. Sie
Vielleicht sollte man hier anmerken, dass im September 1991 müssen ohne Kontakte zu altersgemässen Kindergruppen le-
in Schweden, das als sozialistischer Modellstaat Europas ben, meist zwischen Bett und Schrank in der Wohnung einge-
auch im Bereich Kinderrechte führend ist, ein Umschwung sperrt. Monate oder gar Jahre des Zuwartens fügen diesen ar-
stattgefunden hat. Wer die Zeitungen genau liest, konnte fest- men Migrantenkindern seelische Schäden zu, die lebensläng-
stellen, dass man in Schweden offensichtlich von dieser links- lich nachwirken können.
progressiven Gangart genug hat. Der Ruf «zurück zur Familie» Dieses Kinderelend im Lande Pestalozzis muss möglichst
ist unüberhörbar. rasch verschwinden. Es widerspricht auch unserer Bundes-
Ich verzichte darauf, die Kontroverse um das Recht des Kindes verfassung, deren Artikel 27 besagt, dass alle Kinder, unge-
auf Zusammenleben mit seinen Eltern - also Saisonnierstatut achtet der Nationalität, der Herkunft und des Geschlechts, ei-
-, das Recht des Kindes auf Schulbildung - ich denke da an nen genügenden Primarunterricht erhalten sollten. Die bal-
Asylanten- und Saisonnierkinder- und das Recht auf Staats- dige Ratifikation der Konvention über die Rechte des Kindes
bürgerschaft für staatenlose Kinder zu kommentieren. ist für die humanitäre Schweiz ein MUSS; sie wird mithelfen, ge-
Ich bin der Meinung, dass unsere Gesetzgebung durchaus gen das Kinderelend in der weiten Welt, aber auch in der klei-
genügt, um die Forderungen der Präambel der Konvention zu nen Schweiz wirkungsvoll ankämpfen zu können.
erfüllen. Nach unserem Recht hat das Kind die Möglichkeit zur
vollen und harmonischen Entfaltung seiner Persönlichkeit. Mme Antille: Le groupe radical soutient, à une large majorité,
Wenn es kein Glück und keine Harmonie findet, liegt die la motion de la commission et souhaite que le Conseil fédéral
Schuld bei seinem Umfeld, und da bringen nur Einsichten der ratifie au plus vite la convention de l'ONU relative aux droits de
Erzieher Verbesserung und nicht Gesetzesparagraphen. l'enfant. Pour cela, il faut naturellement que le message du
Weil ich im Erziehungsbereich weniger Staat, weniger Sozia- Conseil fédéral contienne les transformations législatives né-
lismus und mehr Eigenverantwortung wünsche, bitte ich Sie, cessaires, c'est-à-dire la suppression du statut de saisonnier
insbesondere die bürgerlichen Kolleginnen und Kollegen, qui interdit le regroupement familial. La perspective de la parti-
meinem Antrag zu folgen. cipation de la Suisse à la construction européenne nous laisse
4. Oktober 1991 1935 Parlamentarische Initiative. Rechte des Kindes
penser que le statut de saisonnier prendra fin dans un avenir Ich möchte noch anfügen, dass die Petition der Schweizer Kir-
très proche. chen, die ja dasselbe Thema beschlägt und dieselben Forde-
A titre personnel et en tant qu'enseignante, je connais les dra- rungen enthält, uns vielleicht auch dazu anregen kann. Die Pe-
mes que vivent les enfants de saisonniers que nous scolari- tition soll gemäss Kommission auch dem Bundesrat zur
sons dans un grand nombre de communes suisses malgré Kenntnis gebracht werden, dies mit dem Wunsch, dem Inhalt
l'interdiction de la loi. Attachés au respect des droits de gerecht zu werden.
l'homme et plus encore des droits de l'enfant, nous sommes Ich bitte Sie also, der Kommission zu folgen.
certainement tous d'accord ici pour dire que tous les enfants
devraient avoir le droit de vivre avec leurs parents. Nous de- Frau Bär: Es gehört zum Politalltag einer Minderheitenvertre-
vons donc demander aujourd'hui avec insistance au Conseil terin, dass ihre Vorstösse in diesem Saal bekämpft werden.
fédéral d'accepter la motion de la commission de façon à rati- Das erschüttert mich nicht mehr. Aber hier, bei diesem Vor-
fier la Convention de l'Organisation des Nations Unies relative stoss, bei dem es um die Rechte des Kindes geht, Herr Steffen,
aux droits de l'enfant. da geht mir jedes Verständnis für eine ablehnende Haltung ab.
Ich sage dies, weil Sie auch meinen gleichlautenden Vorstoss
Frau Leemann: Die SP-Fraktion unterstützt die Motion der bekämpft haben. Gerade weil ich den Inhalt der «Kinderkon-
Kommission. Sie möchte die Konvention über die Rechte des vention» gelesen habe und ihn kenne, gerade deshalb geht
Kindes möglichst rasch und ohne Vorbehalt ratifizieren. Wenn mir das Verständnis ab.
Sie die Artikel in verschiedenen Zeitungen, die Herr Maeder Wie kann man einen Vorstoss bekämpfen, der zum Ziele hat,
bereits erwähnt hat, über das Elend der versteckten Kinder ge- das Schicksal von Millionen von Kindern in dieser Welt zu ver-
lesen haben, dann müssen Sie wohl, wie ich auch, eine Empö- bessern, einen Vorstoss, der mithelfen soll, das stille Leiden
rung gespürt haben. Das sind Kinder, die eingesperrt und iso- von Millionen von Kindern zu mildern, oder-etwas bescheide-
liert sind, während Monaten oder gar Jahren, Kinder, die keine ner formuliert-der vorerst mithelfen soll, diese Schicksale ins
Kindergärten oder Schulen besuchen dürfen. Bewusstsein der Oeffentlichkeit zu bringen? Wie kann man die
Es widerspricht allen unseren Vorstellungen von der Kinderer- Ratifizierung einer Konvention bekämpfen, die ein wichtiges
ziehung; es widerspricht auch allen unseren Erkenntnissen Instrument im Kampfe für die Menschenrechte bedeutet?
über die Art und Weise, wie sich Kinder entwickeln können sol- Aber gerade der Ablehnungsantrag von Herrn Steffen zeigt mit
len. Dass sie Schäden von dieser Isolation davontragen ist aller Deutlichkeit, dass die Gewährung dieser Rechte alles an-
ganz ohne Zweifel; es widerspricht den Menschenrechten, dere als selbstverständlich ist, und beweist, wie nötig die Ratifi-
dem Recht auf Bildung in unserer eigenen Verfassung; es wi- zierung der Konvention ist.
derspricht den Menschenrechtskonventionen auf internatio- Der moralische Zustand einer Gesellschaft zeigt sich darin,
naler Ebene, eben auch der Uno-Konvention über die Rechte wie sie mit ihren Kindern und mit der menschlichen Zukunft
des Kindes. umgeht. Das gilt für die Kinder bei uns und für die Kinder welt-
Ich finde es aber nicht nur empörend, sondern skandalös, weit. Das Leben und die Entwicklung von Kindern müssen in
dass diese Erscheinung in grosser Zahl bei uns auftritt. Man einer Gesellschaft Vorrang haben, und zwar in guten und in
schätzt die Zahl der versteckten Kinder auf mehrere Tausend; schlechten Zeiten. Dieses Prinzip der Vorrangigkeit, wie es
es sind also nicht Einzelfälle, irgendwelche irregeleiteten El- durch die Unicef deklariert wurde, ist ein entscheidender
tern, die so handeln, sondern Menschen, die durch unsere Schritt auf dem Weg in eine menschenwürdige Zukunft. Dem
Gesetzgebung dazu gebracht werden, sich hier in die Illegali- Verletzlichsten und Schwächsten einer Gesellschaft gehört
tät zu begeben. Sie handeln aus einer Not heraus; sei es, dass der grösste Schutz.
sie die Trennung von ihrer Familie nicht über längere Zeit aus- Wir wissen, dass Kriege und Katastrophen, dass die Folgen
hallen können; sei es, dass eine Alternative, nämlich Betreu- der Schuldenwirtschaft, die Zerstörung natürlicher Lebens-
ung in ihrem Heimatland, gar nicht möglich ist. Ich finde es grundlagen, der Mangel an Trinkwasser und fehlende Ge-
skandalös, dass wir schon seit längerer Zeit von dieser Er- sundheitseinrichtungen immer zuerst und am stärksten die
scheinung wissen und bis heute nichts unternommen haben. Kinder und ihre Mütter treffen.
Wir wissen ja, worum es geht, um die Ausländergesetzge- Am 30. September des letzten Jahres haben in New York
bung, die es den Saisonniers in erster Linie, aber unter Um- 71 Staatspräsidenten und Premierminister den Kindern der
. ständen auch Jahresaufenthaltern verunmöglicht, die Familie Welt ein Versprechen für die Zukunft abgegeben. Das Verspre-
bei sich zu haben. Soweit ich orientiert bin, gibt es heute auch chen heisst: «Deklaration zum Ueberleben, zum Schütze und
Gemeinden, die das Recht auf Einschulung der Kinder hölher- zur Entwicklung von Kindern.» Als erstes beschlossen diese
stellen als die Pflicht, die sie hätten, die illegal Anwesenden 71 Männer, alles zu unternehmen, damit die Unterernährung
der Polizei zu melden. Ich halte es für einen ausserordentlich und die Kindersterblichkeit bis zum Jahre 2000 stark reduziert
unwürdigen Zustand, dass wir mit dieser Illegalität, mit dem werden können. Angesichts der Tatsache, dass täglich 40 000
Gewissenskonflikt nicht nur der betroffenen Ausländer, son- Kinder an Hunger sterben, ist dies weiss Gott ein wichtiges
dern auch unserer Schulbehörden leben und an diesem Zu- Versprechen. Wenn der Trend nicht gebrochen werden kann,
stand nichts ändern wollen. sterben in den neunziger Jahren mehr als 100 Millionen Kin-
Heute, da sich die Schweiz in Richtung Europa öffnet, da sich der unterfünf Jahren.
die Schweiz vermehrt an den internationalen Organisationen Die Konvention regelt in 54 Artikeln die Rechte des Kindes in
beteiligen will, ist es auch klar, dass wir unter vermehrtem allen Staaten, die sie ratifiziert haben. Sie soll das Kind vor Aus-
Druck stehen, uns mit diesen Konventionen zu beschäftigen beutung, Missbrauch und Misshandlung schützen. Sie ge-
und sie nicht nur zu unterschreiben, sondern auch zu ratifizie- steht dem Kind die elementarsten Rechte in bezug auf Für-
ren. Unser Rat hat sich ja auch in dieser Session während sorge, körperliche, geistige und seelische Integrität, in bezug
mehreren Stunden mit internationalen Problemen abgege- auf Bildung und Entwicklung zu. Auch in unserem Land ist das
ben, Stichwort sind: Europa, Bretton Woods, Uno-Menschen- notwendig.
rechtspakte. Damit die schönen Worte nicht leere Versprechen bleiben,
Dass der Bundesrat das Uebereinkommen über die Rechte wurde am Gipfel ein Aktionsplan verabschiedet, der konkrete
des Kindes bereits im Mai unterzeichnet hat, freut uns. Wir sind Zielvorgaben beinhaltet und Massnahmen aller Unterzeich-
der Meinung, dass nun auch die Ratifizierung möglichst rasch nerstaaten bis zum Jahr 2000 fordert. Es ist zweifellos ein
und ohne Vorbehalt vorgenommen werden sollte. Es geht also schwieriges Unterfangen, diesen Aktionsplan in die Tat umzu-
darum, die Gesetze so zu ändern, dass insbesondere der Fa- setzen. Das Gelingen hängt nicht zuletzt davon ab, wie viele
miliennachzug für die betroffenen Ausländerkategorien mög- Staaten bereit sind, sich darauf verpflichten zu lassen. Bereits
lich wird, es geht um die Abschaffung des Saisonnierstatuts. haben über 130 Staaten die Konvention unterzeichnet, und
Ich bitte Sie deshalb, mit der SP-Fraktion der Kommissions- über 70 davon haben sie ratifiziert.
motion zu folgen. Ich glaube, aus verfahrensmässigen Grün- Es wäre unverständlich und beschämend, wenn unser Land
den ist es richtig, dass wir den Bundesrat mit der Vorbereitung bei dieser wichtigen Aufgabe nicht raschestmöglich mitarbei-
der nötigen Gesetzesänderungen beauftragen. ten würde.
Initiative parlementaire. Droits de l'enfant 1936 N 4 octobre 1991
Setzen wir mit der Ueberweisung der Motion einen würdigen auquel nous sommes tous attaché. M. Spielmann vient de
Schlusspunkt hinter unsere Legislatur. Setzen wir ein Zeichen nous simplifier la vie en retirant son initiative. A mon avis, la
für die Zukunft. Unsere Zukunft sind die Kinder! motion mérite, comme en commission, votre large soutien.
M. Darbellay: Les enfants ont besoin d'être protégés, nul n'en Frau Stamm, Berichterstatterin: Zum Ablehnungsantrag Stef-
doute dans cette salle, me semble-t-il. Nous avons été heu- fen ist zu bemerken, dass wir uns hier im Stadium der Vorprü-
reux de prendre connaissance de la charte de la convention fung befinden und dass sowohl Bundesrat als auch Kommis-
relative aux droits de l'enfant. Cette convention contient des sion festgestellt haben, dass die Grundzüge unseres Rechts
principes essentiels auxquels nous tenons également, mais und die Grundzüge der Konvention übereinstimmen.
nous avons été gênés de constater qu'un pays aussi avancé Die Motion lautet: «Der Bundesrat wird beauftragt, den eidge-
que le nôtre, que l'on a souvent tendance à présenter comme nössischen Räten die notwendigen Gesetzesrevisionen vor-
un modèle de respect des droits de l'homme, ne pouvait pas zulegen ....» Wir werden also in diesem Rat wieder Gelegen-
signer cette convention sans autre parce qu'un certain nom- heit haben, uns zu dieser Problematik zu äussern.
bre de principes qui y sont inscrits ne sont pas appliqués chez Die Ratifizierung dieser Konvention bedeutet einen Akt der So-
nous -je pense notamment au droit à l'éducation et au droit au lidarität nicht nur mit unseren Kindern, sondern auch mit den
regroupement familial. Kindern der ganzen Welt, die es in der Tat nötig haben. Wissen
Un rapport important paru ces derniers temps révèle le nom- Sie, wir haben langsam genug von Kindergipfeln und anderen
bre d'enfants qui vivent en Suisse et qui n'ont pas «droit» à Gipfeln, an denen geredet und geredet wird und denen keine
l'éducation qui normalement devrait leur être garantie. Cer- Konsequenzen folgen. Ich meine, dieser Schritt, die Ratifika-
tains cantons ont manifesté une ouverture plus grande et fer- tion wenigstens ein Stück vorwärtszutreiben, wäre ein adäqua-
ment les yeux sur la loi sur le séjour des étrangers en Suisse tes Schrittchen in Richtung eines besseren Schutzes der Kin-
pour donner la priorité à l'éducation. Il serait temps que nous der dieser Welt.
puissions avoir une situation légale normale de manière que
ces enfants aient droit à l'éducation. Nous pensons également Initiative 90.263
au statut des saisonniers qui exige que ces derniers viennent Zurückgezogen - Retiré
travailler pendant quatre ans de suite, trente-six mois au moins
chez nous avant d'avoir le droit d'y faire venir leur conjoint et
leurs enfants. Ad 90.263
Nous avons été gênés par ces circonstances-là, mais nous
avons été heureux de voir que le Conseil fédéral est pourtant Motion der Petitions- und Gewährleistungskommission
disposé à signer la convention. Nous ne pouvons que l'ap- Rechte des Kindes. Ratifikation der Konvention
prouver, tout en relevant que nous devons faire le nécessaire Motion de la Commission des pétitions et de l'examen des
pour mettre notre législation - tant en ce qui concerne le droit constitutions cantonales
au rapprochement familial que le droit à l'éducation - en Droits de l'enfant. Ratification de la convention
conformité avec la Convention des droits de l'homme plutôt
que de faire les réserves qui seraient nécessaires sans cela.
Nous soutenons donc la motion et nous invitons le Conseil fé-
déral à présenter le rapport qui lui est demandé.
Wortlaut der Motion vom 13. Mai 1991
Persönliche Erklärung - Déclaration personnelle Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten
Steffen: Frau Bär hat mich vorhin persönlich angegriffen und die notwendigen Gesetzesrevisionen vorzulegen, die eine vor-
wenig Verständnis für meine Argumentation gezeigt. Ich behaltlose Ratifikation der 1989 von den Vereinten Nationen
möchte doch sagen, dass ich in meinem Votum gezielt Artikel verabschiedeten Konvention über die Rechte des Kindes er-
hervorgehoben habe, die in dieser parlamentarischen Initia- lauben.
tive von Herrn Spielmann gar nicht zur Debatte gestellt wer-
den. Ich wende mich im Prinzip gegen die Methode, eine Kon- Texte de la motion du 13 mai 1991
vention zu unterzeichnen, im Vorfeld dieser Konvention sinn- Le Conseil fédéral est chargé de présenter aux Chambres les
volle Artikel hervorzuheben, aber die Artikel, die fragwürdig révisions législatives nécessaires pour permettre une ratifica-
sind, so quasi im gleichen Zug mitreisen zu lassen. tion sans réserve de la Convention relative aux droits de l'en-
Dagegen habe ich mich gewehrt, und deshalb möchte ich fant adoptée en 1989 par les Nations Unies.
Frau Bär bitten, das nächste Mal besser zuzuhören.
Abstimmung - Vote
M. Spielmann: Après avoir entendu l'ensemble des porte- Für Ueberweisung der Motion offensichtliche Mehrheit
parole des groupes, jai constaté que l'avis général est favora- Dagegen 6 Stimmen
ble à une volonté de modification de notre législation et de
donner ce mandat au Conseil fédéral. Suite aux multiples inter-
ventions sur le même sujet, je rappelle simplement brièvement 91.2014
les questions et la motion de M. Longet, le postulat de
Mme Bär, la question de Mme Stamm: tous ces problèmes Petition der Schweizer Kirchen
qui ont été soulevés devraient faire aujourd'hui l'objet d'un Rechte des Kindes
message très clair, demandant au Conseil fédéral de ratifier le Pétition des Eglises suisses
plus rapidement possible cette convention, en introduisant au Droits de l'enfant
préalable bien sûr les modifications légales. Par conséquent,
la voie de la motion me semble la plus efficace et la plus ra-
pide. Je retire donc mon initiative en vous remerciant d'ap-
puyer la motion.
Frau Jeanprêtre unterbreitet im Namen der Kommission den
Mme Jeanprêtre, rapporteur: Je crois que M. Steffen l'a com- folgenden schriftlichen Bericht:
pris, nous sommes actuellement à un stade de préexamen. Le
fond sera examiné dans l'étape suivante, c'est-à-dire dans 1. Am 13. März 1991 reichten die Schweizer Kirchen eine Peti-
l'étape législative. Il serait temps, nous l'avons dit aussi, que tion mit etwa 15 000 Unterschriften ein. Die Petenten fordern
nous ayons précisément une situation législative normale, en das Parlament auf, «das Uno-Uebereinkommen über die
conformité avec les droits de l'homme. Mme Bär l'a dit, les en- Rechte des Kindes zu ratifizieren und die Schweizer Gesetzge-
fants sont notre avenir. Il s'agit aussi d'un principe de solidarité bung dem Uebereinkommen anzupassen». Sie begründen
4. Oktober 1991 N 1937 Standesinitiative Basel-Stadt. Energiepolitik
ihre Petition damit, dass viele Erklärungen und Uebereinkom- #ST# 87.202
men zum Schutz der Menschenrechte den Anspruch der Kin-
der auf besondere Fürsorge und Unterstützung nicht berück- Standesinitiative Basel-Stadt
sichtigen. Zu diesem besonderen Schutz bliebe auch in der Energiepolitik
Schweiz noch einiges zu tun. Vielen Eltern fehlten die nötigen
Mittel, um ihren Kindern eine würdevolle Erziehung und Aus- Initiative du canton de Baie-Ville
bildung zu gewähren. Zahlreichen Kindern, darunter jenen der Politique énergétique
Saisonnierarbeiter, werde ein ausgewogenes Familienleben
vorenthalten. Beschluss des Ständerates vom 16. März 1989
Décision du Conseil des Etats du 16 mars 1989
2. Die Petitions- und Gewährleistungskommission befasste
sich am 13. Mai und am 28. August 1991 mit dieser Eingabe. Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Sie hält dazu folgendes fest:
21. Die Ratifizierung des Uebereinkommens über die Rechte
des Kindes entspricht der schweizerischen Politik zugunsten
der Menschenrechte und ist ein Akt internationaler Solidarität,
welche einen besseren rechtlichen Schutz der Kinder dieser
Welt anstrebt. Wortlaut der initiative vom 20. Februar 1987
Die Bestimmungen des Uebereinkommens sind mit der Gestützt auf Artikel 93 Absatz 2 der Bundesverfassung bean-
schweizerischen Rechtsordnung zum grössten Teil vereinbar. tragt der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt, dass der Bund
Unstimmigkeiten bestehen insbesondere im Zusammenhang zum Zwecke einer schrittweisen Ablösung der Kernkrafttech-,
mit dem fehlenden Recht auf Familiennachzug für bestimmte nik und der Senkung des Stromverbrauches folgende Mass-
Kategorien von Ausländern. nahmen trifft:
22. Die Kommission begrüsst die Unterzeichnung des Ueber- Alle in der Schweiz betriebenen Kernkraftwerke sind so rasch
einkommens durch den Bundesrat und gibt ihrem Wunsch als möglich stillzulegen, wofür unter Berücksichtigung des
nach einer raschen Ratifizierung desselben Ausdruck. Spar-, Substitutions- und Forschungspotentials ein Stille-
Mittels einer Motion möchte die Kommission sodann den Bun- gungsplan zu erstellen ist, der die ökonomischen und ökologi-
desrat beauftragen, die notwendigen Gesetzesrevisionen vor- schen Folgen in Betracht zieht.
zulegen, die eine vorbehaltlose Ratifizierung des Ueberein- Der Vollzug dieser Hauptmassnahmen soll u. a. durch fol-
kommens erlauben würden. gende Zusatzmassnahmen, welche den Verzicht auf Bau und
Inbetriebnahme weiterer Kernkraftwerke ermöglichen, ver-
Mme Jeanprêtre présente au nom de la commission le rap- stärktwerden:
port écrit suivant: - Das beträchtliche Sparpotential an elektrischer Energie soll
u. a. realisiert werden durch Einführung strenger Typenprü-
1. Les Eglises suisses ont déposé le 13 mars 1991 une pétition fungen und Festsetzung von Höchstanschlussleistungen für
réunissant environ 15 000 signatures. Ses auteurs demandent elektrische Geräte und Maschinen usw.
au Parlement de ratifier la Convention de l'ONU relative aux - Die Energieberatung und die Finanzierung von Energiespar-
droits de l'enfant et d'adapter la législation suisse à ses dispo- massnahmen sind zu fördern.
sitions. Leur démarche est motivée par le fait que de nombreu- - Mittels eines Energieartikels in der Bundesverfassung ist
ses déclarations et conventions sur les droits de l'homme ne eine zweckgebundene Energieabgabe vorzusehen, deren Er-
tiennent pas compte de l'assistance et du soutien particuliers träge in die Forschung nach umweltverträglichen und mög-
qu'exigent les enfants. Même en Suisse, la protection spéciale lichst regenerierbaren Energiequellen fliessen. Die Ergeb-
qui leur revient n'est pas encore parfaite. Nombre de parents nisse dieser Forschung sind zu veröffentlichen.
n'ont pas les moyens d'assurer à leurs enfants une éducation - Im Energieartikel ist den Kantonen eine Frist zu setzen, in-
et une formation décentes. De nombreux enfants, dont ceux nert welcher sie ein Energiespargesetz einzuführen haben.
des travailleurs saisonniers, ne peuvent avoir une vie de fa-
mille équilibrée.
2. La Commission des pétitions et de l'examen des constitu- Texte de l'initiative du 20 février 1987
tions cantonales a examiné la pétition le 13 mai et le 28 août Se fondant sur l'article 93, alinéa 2, de la Constitution fédérale,
1991. Elle a fait les constatations suivantes: le Grand Conseil du canton de Baie-Ville demande que la
21. La ratification de la Convention relative aux droits de l'en- Confédération prenne les mesures suivantes afin que l'on par-
fant s'inscrit dans le cadre de la politique de la Suisse en faveur vienne à remplacer progressivement le génie nucléaire par
des droits de l'homme; elle représente un acte de solidarité d'autres formes de production d'énergie et à réduire la
avec la communauté internationale, acte qui vise à instaurer consommation d'énergie.
une meilleure protection juridique de l'enfant dans le monde. Toutes les centrales nucléaires exploitées en Suisse doivent
Les dispositions de la convention sont dans une large mesure être désaffectées le plus rapidement possible, selon un pro-
compatibles avec l'ordre juridique suisse. Il existe cependant gramme qui tiendra compte aussi bien des possibilités d'éco-
des contradictions, notamment l'absence de droit au regrou- nomie d'énergie, de la production d'énergies de substitution
pement familial pour certaines catégories d'étrangers. et des perspectives de la recherche que des aspects économi-
22. La commission approuve la signature de la convention par ques et écologiques.
le Conseil fédéral et souhaite qu'elle soit promptement ratifiée. Pour étayer cette mesure principale, on devrait recourir notam-
La commission voudrait donc charger le Conseil fédéral, par ment aux interventions complémentaires suivantes, afin d'évi-
une motion, de présenter les modifications législatives néces- ter la construction et la mise en exploitation de nouvelles cen-
saires pour permettre une ratification sans réserve de la trales nucléaires:
convention. - réaliser les économies d'énergie potentielle, non négligea-
Antrag der Kommission bles, notamment par l'adoption d'expertises de types sévères
Die Kommission unterstützt somit die Zielrichtung der Petition et la fixation de puissances connectées maximales pour les
und beantragt mit Hinweis auf ihre diesbezügliche Motion, die appareils et machines électriques, etc. ;
Petition dem Bundesrat zur Kenntnisnahme zu überweisen. - encourager l'information énergétique et le financement de
mesures d'économie d'énergie;
Proposition de la commission - prévoir un article constitutionnel sur l'énergie instituant une
La commission soutient l'objectif de la pétition et propose, en redevance sur la consommation d'énergie ménageant l'envi-
se référant à sa motion, de la transmettre au Conseil fédéral ronnement et renouvelables, dans la mesure du possible; les
pour qu'il en prenne connaissance. résultats de ces recherches devraient être publiés;
-fixer dans cet article constitutionnel un délai aux cantons
Angenommen -Adopté pour l'adoption d'une loi sur les économies d'énergie.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (Spielmann) Rechte des Kindes
Initiative parlementaire (Spielmann) Droits de l'enfant
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.263
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 1931-1937
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Ref. No 20 020 382
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