Gender Quota Initiative
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis parliamentary initiative proposed amending the Federal Constitution and legislation to ensure at least 40% representation of each gender in federal authorities, including the Federal Assembly, Federal Council, Federal Tribunal, and extra-parliamentary commissions by 2001. The initiative argued that despite constitutional equality, women remained significantly underrepresented in positions of power, citing statistics from various government bodies. It proposed quotas as a necessary, temporary measure to correct this imbalance and achieve de facto equality, drawing parallels to existing representation mechanisms in Switzerland for other minorities.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 4 Abastz, Art. 4 Ab, Art. 4 Absatz, Art. 4 al. 2 BV; Gender Quota Initiative: The initiative argued that despite constitutional equality, women remained significantly underrepresented in positions of power, citing statistics from various government bodies. It proposed quotas as a necessary, temporary measure to correct this imbalance and achieve de facto equality, drawing parallels to existing representation mechanisms in Switzerland for other minorities.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis article is cited as the constitutional basis for equality between men and women, which the quota aims to achieve.
Volltext
Initiatives parlementaires. Conseil des Etats/quotas 158 N 30 janvier 1992
#ST# 90.241 sind 3 Frauen. Am Eidgenössischen Versicherungsgericht ist
das Verhältnis 9 zu 1 bzw. 9 zu 0.
Parlamentarische Initiative Nicht besser präsentiert sich die Lage bei den eidgenössi-
schen Kommissionen. Bei den Expertenkommissionen be-
(Leutenegger Oberholzer) trägt der Frauenanteil in den Präsidien 4 Prozent, bei den Mit-
Frauenquote für Bundesbehörden gliedern 8 Prozent
Initiative parlementaire 2. Aenderungen sind nötig
(Leutenegger Oberholzer) Die Gleichberechtigung von Frau und Mann wird zwar verfas-
Proportion minimale de femmes sungsrechtlich postuliert, doch die rechtliche und faktische
au sein des autorités fédérales Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter ist
noch immer weit mehr Utopie als gesellschaftliche Wirklich-
keit Diese Aussage gilt für praktisch alle Bereiche und insbe-
Kategorie IV, Art 68 GRN - Catégorie IV, art 68 RCN
sondere für die Politik. Darin widerspiegelt sich deutlich die
heutige Arbeitsteilung unserer Gesellschaft. In politischen
Spitzenpositionen, die mit Prestige, Macht und materiellen
Vorteilen verbunden sind, sind die Frauen so gut wie nicht ver-
treten. Dafür leisten viele Frauen in der Schweiz ehrenamtliche
Wortlaut der Initiative vom 20. Juni 1990 Arbeit in Politik, Kultur, Kirchen, verschiedenen sozialen Verei-
Gestützt auf das Geschäftsverkehrsgesetz Artikel 21 bis unter- nen, ohne dass ihnen dafür ein entsprechender Einfluss ga-
breite ich eine parlamentarische Initiative in der Form der all- rantiert wäre.
gemeinen Anregung. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass ohne gezielte Massnah-
Um eine dem Bevölkerungsanteil der Geschlechter angemes- men keine gleichmässigere Vertretung erreicht wird. Zahlrei-
sene Vertretung der Frauen in den eidgenössischen Behör- che gesellschaftliche Faktoren wirken sich zuungunsten der
den zu gewährleisten, sind die notwendigen Aenderungen in Fauen aus. So belegen Wahlanalysen, dass die Frauen we-
der Bundesverfassung und in der Gesetzgebung vorzuneh- sentlich schlechtere Wahlchancen haben als die Männer.
men, damit bis zum Jahr 2001 gesichert ist, dass in den eidge- 3. Quotierung - ein wirksames Interesse
nössischen Räten (National- und Ständerat), im Bundesrat, im Um eine gleichmässigere Geschlechtervertretung zu sichern,
Bundesgericht sowie in den ausserparlamentarischen Kom- braucht es politische Instrumente, die eine Aenderung herbei-
missionen des Bundes kein Geschlecht mit weniger als führen können. Ein Vergleich mit dem Ausland zeigt, dass die
40 Prozent vertreten ist Länder mit effizienten Massnahmen - wie z. B. die skandinavi-
schen Länder-auch die höchsten Frauenanteile in den politi-
7exfe de l'initiative du 20 juin 1990 schen Gremien aufweisen. Zur Unterstützung der Frauen gibt
En vertu de l'article 21 bis de la loi sur les rapports entre les es einige Instrumente wie z. B. besondere Werbemassnah-
conseils, je dépose une initiative parlementaire sous la forme men für Frauen, bessere Listenplätze usw. Eine der wirksam-
d'une demande conçue en termes généraux sten Massnahmen zur Durchsetzung einer angemessenen
Afin que les femmes soient équitablement représentées au Frauenvertretung in allen Bereichen ist die Quotierung. Die
sein des autorités fédérales en fonction de leur importance nu- Quotierung als zeitlich beschränktes Mittel zur Kompensation
mérique dans la population, le gouvernement est chargé d'ap- der Untervertretung führt zwangsläufig zum Ziel.
porter les modifications nécessaires dans la constitution et la 4. Gleichstellungsauftrag in der Verfassung
législation, de manière à ce que, d'ici l'an 2001, la proportion Artikel 4 Abastz 2 BV beinhaltet nicht bloss ein Diskriminie-
de personnes d'un sexe donné ne soit pas inférieure à 40 pour rungsverbot, sondern umfasst im Sinne eines modernen
cent dans les Chambres fédérales (Conseil national et Conseil Grundrechtsverständnisses auch ein Gleichbehandlungsge-
des Etats), au Conseil fédéral, au Tribunal fédéral et dans les bot Es gilt, ein kollektives Rechtsgut zu verwirklichen. Gerade
commissions extra-parlementaires. die Quotierung ist ein geeignetes Mittel zur Durchsetzung des
Verfassungsauftrags zur Gleichstellung gemäss Artikel 4 Ab-
Frau Aubry unterbreitet im Namen der Kommission den fol- satz 2 BV.
genden schriftlichen Bericht: 5. Quoten: Reizwort oder Alltäglichkeit?
Quoten gelten oft als Reizwort Aber gerade in der Schweiz
Begründung der Initiantin (gekürzt) sind sie beileibe keine Unbekannten. Die politische Kultur in
1. Ausgangslage der Schweiz zeigt eine grosse Sensibilität gegenüber regiona-
Seit 1971 haben die Frauen auf eidgenössischer Ebene das len Besonderheiten und Vertretungsansprüchen von Minder-
Stimm- und Wahlrecht. Im Jahre 1981 haben Volk und Stände heiten. Unter den Begriffen Proporz, Vertretung der Landes-
der Verankerung eines Gleichberechtigungsartikels in der sprachen, Minderheitenschutz usw. sind sie in der Schweiz
Bundesverfassung zugestimmt BV Artikel 4 Absatz 2 beinhal- breit verankert.
tet nicht nur die rechtliche Gleichbehandlung von Frau und 6. «fifty-fifty»?
Mann, sondern ebensosehr die faktische Gleichstellung der Bei jeder Quotierung stellt sich die Frage, wie sie ausgestaltet
Geschlechter. Von einer auch nur annähernd egalitären Ver- werden soll. Am angemessensten wäre die paritätische Vertre-
tretung der Geschlechter sind wir in der Schweiz aber Jahre tung jedes Geschlechtes -also eine «fifty-fifty»-Lösung. Wäh-
danach noch weit entfernt rend dies bei grossen Gremien - wie z. B. beim Nationalrat -
Die Frauen stellen zwar die Mehrheit der Bevölkerung, ihre relativ einfach realisiert werden könnte, stellen sich bei kleine-
Teilhabe an der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaft- ren Gremien bereits Probleme. Deshalb soll als Ziel eine Mini-
lichen Macht ist aber unterdurchschnittlich. Eine gleichbe- malvertretung jedes Geschlechts mit einem Anteil von 40 Pro-
rechtigte Beteiligung beider Geschlechter am politischen Pro- zent garantiert werden. Diese Quote wäre in dem Sinne also
zess ist bei weitem nicht gesichert. flexibel, als sie nach oben noch einen rechten Spielraum lässt
Nach den letzten eidgenössischen Wahlen 1987 hat der Damit lassen sich auch Aufteilungsprobleme bei kleinen Gre-
Frauenanteil im eidgenössischen Parlament nur 14,5 Prozent mien (z. B. mit 7 Mitgliedern) lösen.
(NR) bzw. 10,9 Prozent (SR) erreicht, obwohl viele Frauen end- 7. Ausblick
lich auf eine bessere Vertretung gehofft und auch mehr Frauen Oft wird der Quotierung entgegengehalten, es seien nicht ge-
kandidiert hatten. nügend Frauen bereit, politische Aemter zu übernehmen. Der
Auch in den übrigen Behörden des Bundes ist die krasse Un- Bericht der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen
tervertretung der Frauen eine Tatsache. Der Bundesrat be- hat belegt, dass dies z. B. beim Nationalrat nicht zutrifft.
steht heute aus sieben Männern. Frauen haben aber wesentlich schlechtere Wahlchancen als
Auch in den obersten Gerichten sind die Frauen kaum prä- ihre männlichen Kollegen.
sent Beim Bundesgericht gibt es unter den insgesamt Ueberraschend hoch ist die Akzeptanz von Quoten in der Be-
30 Richter(inne)n eine Frau. Von den 30 Ersatzrichter(inne)n völkerung. Eine Umfrage der Eidgenössischen Frauenkom-
30. Januar 1992 N 159 Parlamentarische Initiativen. Ständerat/Quoten
mission hat zutage gebracht, dass die Quotierung von allen Mme Aubry présente au nom de la commission le rapport écrit
Förderungsmassnahmen die höchste Zustimmung für sich suivant:
beanspruchen kann.
Es liegt auf der Hand, dass es für eine effektive Frauenförde- Développement de l'auteur de l'initiative (résumé)
rung in der Politik mit der Quotierung allein nicht getan ist Für 1. Situation initiale
eine angemessene Frauenvertretung in den eidgenössischen Depuis 1971, les femmes ont le droit de vote et sont éligibles
Behörden braucht es auch andere Rahmenbedingungen und au niveau fédéral. En 1981, le peuple et les cantons ont ac-
weitere Förderungsmassnahmen zugunsten der Frauen. cepté l'introduction dans la constitution d'un article sur l'éga-
Dazu müssen auch die Bedingungen geändert werden, unter lité des droits entre femmes et hommes. L'article 4, 2e alinéa,
denen heute Politik gemacht wird. Für die Frauen und für die est, n'énonce pas seulement le principe de l'égalité des droits
Männer müssen Familienarbeit, Erwerbsarbeit und Politik ver- mais également celui de l'égalité de traitement dans les faits.
einbart werden! Die Aemter sind so auszugestalten, dass sie Or, des années après, nous sommes encore bien loin en
auch den Bedürfnissen von Menschen entsprechen, die dane- Suisse d'une égalité - même approchante - en matière de re-
ben auch Familienarbeit leisten wollen und/oder müssen. présentation des femmes au sein des autorités.
Les femmes représentent certes la majorité de la population
Erwägungen der Kommission mais elles sont sous-représentées au sein des autorités politi-
Die Kommission war sich grundsätzlich einig, dass eine bes- ques, économiques et sociales. Une participation équitable
sere Frauenvertretung in allen Bereichen wünschenswert sei. des deux sexes au processus politique est loin d'être assurée.
Die Meinungen gingen jedoch bezüglich der Mittel, die zu die- Après les dernières élections fédérales de 1987, la proportion
sem Ziel führen sollen, auseinander. des femmes au Parlement fédéral n'a atteint que 14,5 pour
Die Befürworterinnen und Befürworter einer Quotenregelung cent (CN) et 10,9 pour cent (CE), bien que beaucoup de fem-
machen darauf aufmerksam, dass 20 Jahre nach Einführung mes aient espéré atteindre enfin une meilleure représentation
des Frauenstimm- und -Wahlrechts zu Quoten übergegangen et que le nombre des candidates ait augmenté.
werden muss, da mit einem Frauenanteil von heute 4 bis Au sein des autres autorités de la Confédération, la sous-
15 Prozent in politischen Gremien und Behörden keine Verän- représentation des femmes est criante. Le Conseil fédéral est
derungen herbeigeführt werden können. Die Quoten sind ein actuellement composé de sept hommes.
Weg, der auch soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Dans les plus hautes instances judiciaires, les femmes ne sont
Veränderungen nach sich ziehen wird. Sie werden dazu beitra- guère présentes non plus. Au Tribunal fédéral, on trouve une
gen, die Aufteilung in eine weibliche und eine männliche Welt femme parmi les 30 juges et 3 femmes parmi les 30 suppléants.
zu beenden, um damit zu einer echten Partnerschaft und Zu- Au Tribunal fédéral des assurances, la proportion est d'une
sammenarbeit zwischen Frauen und Männern zu finden. Der femme pour 9 juges et aucune parmi les suppléants.
klassische Lebenslauf einer Frau verhindert ganz klar ein En- La situation n'est pas meilleure au sein des commissions fédé-
gagement ausserhalb der Familie, eine Karriere. Die Struktu- rales. Au sein de ces dernières, la proportion des femmes est
ren im Familien- und Arbeitsbereich müssen anders organi- de 4 pour cent parmi les présidents et de 8 pour cent parmi les
siertwerden. Die Quotierung wird als Lenkungsinstrument ver- membres.
standen - wie bei ökologischen Fragen, damit ein gewisser 2. Un changement est nécessaire
Zwang ausgeübt wird, um ein höheres Ziel zu erreichen. Es La constitution énonce certes le principe de l'égalité entre
gibt in der Schweiz andere Minderheiten, die eine Privilegie- homme et femme, mais l'égalité de droits et de traitement est
rung erfahren, die selber zu schwach wären, um in gewisse encore une très lointaine utopie bien plutôt qu'une réalité so-
Positionen zu kommen. Dieses Prinzip ist bekannt und allge- ciale. Cette constatation s'applique pratiquement à tous les
mein akzeptiert, z. B. bei der Vertretung von sprachlichen Min- domaines et tout particulièrement à la politique. A cet égard, la
derheiten, beim Proporzwahlrecht, bei der Mindestvertre- répartition des rôles telle qu'elle existe aujourd'hui dans notre
tungsgarantie von Kantonen, bei der Zauberformel im Bun- société se révèle clairement Dans les plus hautes fonctions
desrat politiques qui sont liées au prestige, au pouvoir et aux avanta-
Gegen die Initiative wird der Eingriff ins freie Wahlrecht von ver- ges matériels, les femmes ne sont pratiquement pas représen-
schiedenen Kommissionsmitgliedern vorgebracht. Den Wäh- tées. En revanche, beaucoup de femmes accomplissent en
lerinnen und Wählern kann nicht vorgeschrieben werden, wen Suisse du travail bénévole dans les domaines de la politique,
sie zu wählen haben. Mit der Quotenregelung werden zwei Ka- de la culture, au sein des églises et de diverses sociétés à but
tegorien von Frauen geschaffen: solche, die auch ohne diese social, sans pour autant que leur soit garantie une influence
Regelung gewählt würden, und solche, die es ohne diese Re- correspondante.
gelung nicht geschafft hätten. Weiter ist es Sache der Parteien, Les dernières années ont montré que, sans mesures spécifi-
für eine angemessene Vertretung der verschiedenen Bevölke- ques, on n'atteindra pas une représentation plus équitable. De
rungsgruppen zu sorgen. Die Parteien müssen sich anstren- nombreux facteurs sociaux agissent en défaveur des femmes.
gen, mehr Frauen zu gewinnen. Oft wollen aber die Frauen sel- Des analyses de résultats de scrutins prouvent que les. fem-
ber nicht auf bevorzugten Plätzen auf den Wahllisten erschei- mes ont beaucoup moins de chances d'être élues que les
nen. Die bessere Beteiligung der Frauen braucht Zeit, und hommes.
eine Lösung kann nicht erzwungen werden. 3. Fixer des quotas - un instrument efficace
Der Weg über eine parlamentarische Initiative für die Einfüh- Afin de garantir une représentation plus équitable des fem-
rung einer Quotenregelung wird nicht als richtig erachtet Eine mes, il faut des instruments politiques qui puissent conduire à
solche Regelung braucht eine breite und tragfähige Abstüt- un changement Une comparaison avec l'étranger montre que
zung in der Bevölkerung. Diese Unterstützung kann mittels ei- ce sont les pays qui ont introduit des mesures efficaces -
ner Volksinitiative gefunden werden. Die Diskussion hierzu er- comme les pays Scandinaves - qui ont les plus fortes propor-
öffnen die beiden - u. a von fast allen Frauenorganisationen tions de femmes dans les organes politiques. Pour soutenir
lancierten - Volksinitiativen «Nationalrat 2000» und «Frauen les candidatures féminines, il existe quelques instruments,
und Männer». comme des mesures spécifiques de propagande, de meilleu-
Die Kommission ist der Ansicht, dass in bezug auf die Quoten- res places sur les listes électorales, etc. Mais l'une des mesu-
frage weitere Abklärungen nötig sind. In einem Postulat fordert res les plus efficaces pour parvenir à une représentation équi-
sie den Bundesrat auf, eine Quotenregelung für ausserparla- table des femmes dans tous les domaines consiste à imposer
mentarische Kommissionen bis Ende 1991 zu prüfen. des quotas. En fixant des quotas pour une durée limitée, on
parviendra nécessairement au but visé.
4. L'égalité entre femmes et hommes: un mandat constitution-
nel
L'article 4, 2e alinéa, est, ne contient pas simplement l'inter-
diction de toute discrimination, mais énonce bien plutôt l'obli-
gation de respecter l'égalité de traitement, au sens d'une inter-
Initiatives parlementaires. Conseil des Etats/quotas 160 N 30 janvier 1992
prétation moderne d'un droit fondamental. Il s'agit de traduire places qu'ils ne pourraient tenir du fait de leur faiblesse. Ce
dans les faits une valeur collective protégée par la loi. Fixer des principe et connu et généralement accepté, notamment pour
quotas est précisément un moyen approprié pour réaliser le ce qui a trait à la représentation des minorités linguistiques, à
mandat constitutionnel énoncé à l'article 4,2 alinéa la représentation proportionnelle lors des élections, à la garan-
5. Les quotas: une provocation ou un usage répandu? tie de la représentation minimale des minorités dans les can-
Quand on parle de quotas, on pense souvent à un attrape- tons, à la formule magique au sein du Conseil fédéral.
nigaud. Or, en Suisse précisément, ils sont d'un usage plutôt Les opposantes et opposants à l'initiative font valoir la mise en
répandu. La culture politique dans notre pays témoigne d'une péril du libre choix lors de l'élection de membres de commis-
grande sensibilité pour les spécificités régionales et pour les sions. On ne saurait prescrire aux électrices et électeurs de
exigences de représentation des minorités. Lorsque l'on évo- choisir une personne donnée. L'introduction des quotas crée-
que la représentation proportionnelle, les langues nationales, rait deux catégories de femmes: celles qui ne pourraient être
la protection des minorités, on remarque que les quotas sont élues sans cette réglementation et les autres. En outre, c'est
d'un usage répandu en Suisse. l'affaire des partis de se préoccuper d'une représentation plus
6. «Moitié - moitié»? équitable des divers groupes de population. Les partis doivent
Chaque fois qu'il est question de fixer des quotas, il faut se de- s'efforcer de rallier plus de femmes. Mais souvent, les femmes
mander quelles proportions adopter. La solution la plus adé- elles-mêmes ne veulent pas occuper des places privilégiées
quate semblerait être la représentation paritaire des sexes - sur les listes de candidates et de candidats. Une plus grande
donc un partage moitié-moitié. Pour ce qui est des grands or- participation des femmes nécessite du temps et une solution
ganes comme le Conseil national, cette solution serait relative- ne peut être imposée.
ment facile à appliquer, mais s'agissant de plus petits orga- Par ailleurs, la voie de l'initiative parlementaire est jugée inap-
nes, on est vite confronté à des problèmes. C'est pourquoi, propriée. L'introduction de. quotas présuppose une large et
pour garantir une représentation minimale des femmes, on de- solide adhésion de la population. Un tel soutien pourrait naître
vrait fixer un quota de 40 pour cent Cette proportion resterait d'une initiative populaire. Le débat à ce sujet est ouvert par les
souple en ce sens qu'elle laisse une certaine marge vers le deux initiatives populaires «Conseil national 2000» et «Fem-
haut, ce qui permettrait de résoudre les problèmes dans les mes et hommes», lancées par la presque totalité des organisa-
organes comptant moins de membres (par exemple 7). tions féminines.
7. Perspectives La commission est d'avis que d'autres études sont nécessai-
On objecte souvent au système des quotas qu'il n'y a pas as- res au sujet des quotas. Par un postulat, elle prie le Conseil fé-
sez de femmes prêtes à assumer des mandats politiques. Le déral d'examiner, jusqu'à la fin de l'année 1991, une régle-
rapport de la Commission fédérale pour les questions fémini- mentation des quotas pour les commissions extra-parlemen-
nes a fourni la preuve que cela n'était pas le cas pour le taires.
Conseil national par exemple. Mais les femmes ont nettement
moins de chances d'être élues que leurs collègues masculins. Antrag der Kommission
Une part étonnamment élevée de la population est prête à ac- Die Kommission beantragt mit 9 zu 5 Stimmen bei 1 Enthal-
cepter la fixation de quotas. Une enquête effectuée par la tung:
Commission fédérale pour les questions féminines dans le ca- Mehrheit
dre de l'analyse mentionnée plus haut a révélé que, de toutes Der Initiative keine Folge geben
les mesures d'encouragement envisagées, c'est la fixation de Minderheit
quotas qui recueillait la plus vaste approbation. (Diener, Danuser, Grendelmeier, Ruffy, Uchtenhagen)
Il est évident qu'en plus des quotas pour la représentation mi- Der Initiative Folge geben
nimale des femmes il y a encore beaucoup à faire pour encou-
rager effectivement les femmes à participer activement à la vie Proposition de la commission
politique. Si l'on veut arriver à une représentation équitable La commission propose, par 9 voix contre 5 et une abstention :
des femmes au sein des autorités fédérales, il faut encore défi- Majorité
nir d'autres conditions générales et arrêter d'autres mesures Ne pas donner suite à l'initiative
d'encouragement en leur faveur. Et il faut aussi changer les Minorité
conditions dans lesquelles se déroule l'activité politique au- (Diener, Danuser, Grendelmeier, Ruffy, Uchtenhagen)
jourd'hui: pour les hommes comme pour les femmes, il faut Donner suite à l'initiative
que les tâches familiales, l'activité professionnelle et la politi-
que deviennent compatibles. Les mandats doivent être co-
nçus de façon que ceux et celles qui veulent ou doivent se
consacrer aussi à leur famille puissent le faire.
#ST# 90.242
Considérations de la commission
Sur le fond, la commission unanime jugeait souhaitable une Parlamentarische Initiative
représentation équitable des femmes dans tous les domaines. (Sozialdemokratische Fraktion)
Les opinions divergeaient cependant quant aux moyens d'at- Mehr Frauen ins Parlament
teindre cet objectif.
Les membres favorables aux quotas rendent attentif au fait Initiative parlementaire
que vingt ans de droit de vote et d'éligibilité n'ont apporté au- (Groupe socialiste)
cune amélioration à la représentation des femmes au sein des Davantage de députées au Parlement
organes politiques et des autorités, qui est actuellement de 4 à
15 pour cent. Les quotas constituent le moyen d'un progrès Kategorie IV, Art 68GRN-Catégorie IV, art 68 RCN
social et économique. La fixation de quotas contribuera à rem-
placer la dichotomie entre le monde des femmes et celui des
hommes par un partenariat et une collaboration réels entre les
femmes et les hommes. Le curriculum vitae classique d'une
femme constitue un obstacle évident à un engagement hors Wortlaut der Initiative vom 20. Juni 1990
de la famille, à une carrière. Der Bericht der eidgenössischen Frauenkommission «Neh-
Les structures dans le monde de la famille et dans celui du tra- men Sie Platz, Madame» vom Frühjahr 1990 zeigt auf, dass die
vail doivent être réorganisées. Les quotas doivent être compris Frauen rund 20 Jahre nach Einführung des Frauenstimm- und
comme un instrument incitatif exerçant une certaine contrainte -Wahlrechtes in allen Parlamenten sehr schlecht repräsentiert
qui, à l'instar de ce qui se passe en matière d'environnement, sind. 1987 haben von insgesamt 2400 Bewerbungen für den
tend vers un but supérieur. D'autres minorités disposent en Nationalrat 706 Frauen kandidiert, was 29 Prozent entspricht
Suisse de privilèges qui leur permettent d'occuper certaines Der Erfolg war aber eher bescheiden: 29 Frauen, das heisst
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (Leutenegger Oberholzer) Frauenquote für Bundesbehörden
Initiative parlementaire (Leutenegger Oberholzer) Proportion minimale de femmes au sein
des autorités fédérales
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Januarsession
Session Session de janvier
Sessione Sessione di gennaio
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.241
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 30.01.1992 - 15:00
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