Technology Assessment Postulate Adopted Following Rejection of Communication Ecology Institute
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe parliamentary initiative proposed the creation of an institute for communication ecology to analyze the societal, ethical, and environmental impacts of rapidly advancing information and communication technologies. While acknowledging the necessity of such technology assessment, the commission ultimately rejected the initiative, deeming its scope too narrow and its proposed form unclear. Instead, the commission proposed a broader approach to technology assessment through a postulate, which was subsequently accepted by the Federal Council, signaling a commitment to studying the implications of technological development.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 21ter Geschäftsverkehrsgesetz, Art. 21 des Geschäftsverkehrsgesetzes, Art. 27 des Ratsreglements; Technology Assessment Postulate Adopted Following Rejection of Communication Ecology Institute: While acknowledging the necessity of such technology assessment, the commission ultimately rejected the initiative, deeming its scope too narrow and its proposed form unclear. Instead, the commission proposed a broader approach to technology assessment through a postulate, which was subsequently accepted by the Federal Council, signaling a commitment to studying the implications of technological development.
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KI-generiertThis article was cited in relation to the commission's report on the parliamentary initiative, indicating its procedural relevance.
This article was cited in relation to the form of the parliamentary initiative, indicating its procedural relevance.
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Volltext
9. März 1992 N 337 Parlamentarische Initiative. Kommunikationsökologie
sung mit Instanzen des Sportes vorbesprochen; auch die Sprecherin-Porte-parole: Diener
Sportgruppe Ihres Parlamentes stimmt dieser Rückweisung
an den Bundesrat ausdrücklich zu. Herr Wiederkehr unterbreitet im Namen der Kommission den
Ich bitte Sie, der Kommission zu folgen. folgenden schriftlichen Bericht:
M. Guinand, rapporteur: Le rapport écrit vous permet de
constater que la commission vous propose, par 12 voix contre Wir unterbreiten Ihnen hiermit gemäss Artikel 21ter des Ge-
4, d'entrer en matière et reconnaît par conséquent le bien- schäftsverkehrsgesetzes den Bericht der vorprüfenden Kom-
fondé des propositions du Conseil fédéral. Elle a toutefois es- mission über die von der grünen Fraktion am 6. Februar 1990
timé qu'il était nécessaire de renvoyer l'objet au Conseil fédé- eingereichte parlamentarische Initiative. Gefordert wird die
ral pour permettre à ce dernier de préciser le ou les projets à Schaffung eines Instituts für Informations- und Kommunikati-
prendre en considération, nécessité qui nous a paru d'autant onsökologie.
plus actuelle que la situation des finances fédérales ne nous Die Kommission hat Frau Nationalrätin Diener als Sprecherin
permet pas d'engager un crédit sans en connaître exactement der Initiantinnen und Initianten an ihrer Sitzung vom 5. Novem-
l'affectation. ber 1990 angehört und die Diskussion an einer zweiten Sit-
La proposition de renvoi de la commission a été discutée par zung am 21. Dezember 1990 fortgesetzt.
les instances sportives, notamment par le Groupe parlemen-
taire du sport et plus précisément par son comité, où tous les Begründung der Initianten (gekürzt)
groupes de notre assemblée sont représentés. Ce comité ap- Bei den Kommissionsberatungen zum neuen Fernmeldege-
prouve la démarche de la commission qui permettra au setz ist mir eigentlich so richtig aufgegangen, dass sich hinter
Conseil fédéral de reprendre et de préciser sa demande de den Begriffen Informatik und Telekommunikation die grösste
crédits en temps opportun. La commission n'a évidemment technologische Revolution versteckt, die in rasantem Tempo
pas pu discuter de la proposition de M. Schwab, mais j'attire eine Arbeits-, Freizeit- und Lebensveränderung herbeiführt,
votre attention sur le fait que, en cas d'acceptation de cette die weit über die Industrialisierung des letzten Jahrhunderts
proposition, le dossier devrait de toute manière être renvoyé à hinausgeht. Die Wirkung der Telekommunikation führt, poin-
la commission qui n'a pas abordé la discussion de détail à la tiert gesagt, zum digitalen Leben oder zum verkabelten Men-
suite de l'adoption de la proposition de renvoi. schen.
Nous vous proposons donc d'entrer en matière, d'accepter la Bezeichnend für die eingeleitete Entwicklung ist, dass die
proposition de renvoi de la commission et de rejeter la propo- Frage nach Sinn und Wünsch barkeit, nach den möglichen
sition Schwab. Auswirkungen auf unsere soziale Gesellschaft, auf unsere in-
dividuelle Entwicklung, auf unsere Umwelt oder unsere Ar-
Abstimmung - Vote beitsplätze fast gänzlich unterbleibt Wir finden hier das typi-
Für den Antrag der Kommission 99 Stimmen sche Grundmuster, dass uns erst bei der Realisierung der
Für den Antrag Schwab SStimmen Auswirkungen - spät, meistens zu spät - die Augen auf-
gehen und sich eingeleitete Fehler kaum mehr korrigieren
lassen.
An den Ständerat-Au Conseil des Etats Bürokommunikation, Teleconsulting, Videokonferenz, Telear-
beit, Teleshopping, Telebanking usw. führen hin zurtotalen In-
formationsgesellschaft. 1989 betrug der Informatikmarkt mehr
als eine Billion DM. Um die Jahrtausendwende wird die Be-
deutung der Informatik wesentlich grösser sein als z. B. die
der Automobilbranche.
Deshalb drängt sich die Frage auf, wer denn eigentlich die
künftige Entwicklung in diesem Sektor bestimmt, wer die Be-
#ST# 90.223 dürfnisse der Bevölkerung definiert, welches die Auswirkun-
gen sind. Wir müssen uns auch der Frage nach dem Men-
Parlamentarische Initiative schen in diesem Gefüge stellen.
(grüne Fraktion) Die Entwicklung unserer Individualität findet durch die
menschlichen Kontakte statt. Eine Ausweitung der Daten- und
Institut für Informations- Textübertragung führt zwangsläufig zu einer weiteren
und Kommunikationsökologie menschlichen Isolation und Vereinsamung, sowohl am Ar-
Initiative parlementaire beitsplatz als auch zu Hause. Ist unsere Vision eine totale tech-
(groupe écologiste) nische Kommunikationsgesellschaft mit tiefer sozialer und
Institut d'écologie de la communication menschlicher Verarmung? Die insgesamt zu erwartenden
Auswirkungen für unsere sozialen Beziehungen, für unsere
Kategorie IV, Art 68 GRN - Catégorie IV, art 68 RCN Persönlichkeitsentwicklung, für unsere Kultur werden auch
davon abhängen, wie die Anwenderorganisationen ihre sozi-
ale Verantwortung und die sogenannten Wahlmöglichkeiten
wahrnehmen.
Ein weiterer Problemkreis ist die Frage nach der Dritten Welt
Wortlaut der Initiative vom 6. Februar 1990 Ich glaube, dass wir diesen Aspekt in unseren politischen Ent-
Im Sinne von Artikel 21 des Geschäftsverkehrsgesetzes und scheiden nicht mehr ausklammern dürfen. Im Zusammen-
Artikel 27 des Ratsreglements unterbreite ich die folgende par- hang mit der Informatik stellt sich hier die zentrale Frage: Wel-
lamentarische Einzelinitiative in Form einer allgemeinen Anre- chen gesellschaftlichen Gruppierungen kommen die wirt-
gung: schaftlichen, politischen und kulturellen Errungenschaften
«Die Bildung und Unterstützung eines Instituts für Informa- letztlich zugute? Wer erhält ein höheres Einkommen aus der
tions- und Kommunikationsökologie ist zu veranlassen.» Anwendung? Wer kann ihren Prestigewert für sich nutzbar
machen?
Texte de l'initiative du 6 février 1990 Ein weiterer Fragenkomplex sind die zu erwartenden ökologi-
Me fondant sur l'article 21 de la loi sur les rapports entre les schen Folgen. In zwanzig bis dreissig Jahren erwarten wir in
conseils et l'article 27 du règlement du Conseil national, je dé- der Schweiz ungefähr 26 Millionen EDV-Geräte mit einem Ge-
pose l'initiative parlementaire suivante, conçue en termes gé- wicht von ungefähr 500 000 Tonnen. Es werden pro Jahr un-
néraux gefähr 40 000 Tonnen High-Tech-Geräte auf dem Abfall lan-
«II convient de faire le nécessaire pour que soit créé et subven- den. Ist das zukunftsverträglich, auch wenn vermehrt Recy-
tionné un institut d'écologie de la communication.» cling betrieben wird?
Initiative parlementaire. Ecologie de la communication 338 N 9 mars 1992
Diese und viele weitere Fragen sind mit der rasanten Informa- und Nachrichtentechnik sowie der Medien einschliesslich ih-
tikentwicklung aufgeworfen, und ich meine, dass wir uns nicht rer Verbindungen zu Produktions- und Biotechniken ent-
einfach von den «Facts» überrollen lassen sollten. wickeltwerden.»
Grundsätzlich sind für mich die Informatik und die Kommuni- Im Laufe der Diskussion zeigte sich rasch, dass der Begriff
kationstechnik wertneutral, und die Art der Anwendung fordert «IKOe» der Mehrheit der Kommission zu wenig umfassend er-
eine qualitative Beurteilung. Ich glaube, dass wir hier unsere schien. Aufgeworfen wurde die Frage, wie sinnvoll eine Be-
politische Verantwortung wahrnehmen müssen. Und hier grenzung auf die Telekommunikation sei, denn man wird sich
hake ich mit dieser parlamentarischen Initiative ein. Ich will die zunehmend bewusst, dass neu eingeführte Techniken unlieb-
laufenden technologischen Entwicklungen nicht einfach stop- same Folgen mit sich führen, die man sich anfänglich nicht
pen, sondern sie mit den anderen Lebensbereichen vernet- vorgestellt hat Die Diskussion verlagerte sich deshalb rasch
zen. Die reine Faszination der Technik muss der Vergangen- auf das breitere Spektrum der Beurteilung einer Technologie-
heit angehören. Zu viele Spätschäden aus anderen Bereichen folgenabschätzung,
belasten heute unser Leben. Machen wir doch nicht immer a Ausblick auf Institutionen im Ausland
wieder dieselben Fehler! Bereits besitzen verschiedene Staaten ein Instrument für so-
Ich denke z. B. an das Atomzeitalter: Auch da haben wir erst im genanntes Technology assessment (TA).
nachhinein bemerkt, welche Folgeschäden wir uns aufgela- Im Jahre 1974 nahm das vom US-Kongress geschaffene Amt
den haben. Auch beim Mobilitätssektor haben wir jetzt die für Technologiefolgenabschätzung (OTA) seine Arbeit auf.
Spätschäden zu tragen, weil wir nicht rechtzeitig erkannt ha- Sein Auftrag lautet: «Unterstützung des Gesetzgebers bei dem
ben, was wir damit ausgelöst haben. Ich glaube deshalb, dass Vorhaben, die Folgen technologischen Wandels vorauszuse-
sich jede Technologie den Bedürfnissen des menschlichen hen und entsprechend zu planen sowie die Vielzahl der- er-
Lebens und Zusammenlebens anpassen muss. warteten und unerwarteten - Möglichkeiten zu untersuchen,
Unsere Aufgabe ist es, die technische Entwicklung zu diskutie- durch die Technologie das Leben der Menschen beeinflusst
ren, zu hinterfragen und mit den anderen Lebensbereichen zu Die Abschätzung der Technologiefolgen verlangt die Erfor-
vernetzen. Das wurde bisher nicht oder nur zum Teil gemacht schung der physischen, biologischen, ökonomischen, sozia-
Die Manto-Studie der ETH ist als Studie sicher sehr wertvoll, len und politischen Auswirkungen, die sich aus der Anwen-
aber sie wurde meines Erachtens zu wenig vernetzt Wir müss- dung wissenschaftlicher Erkenntnisse ergeben können.»
ten jetzt ein Zentrum schaffen, das sich mit all diesen Fragen Am 1. Juli 1990 hat die «Technologiefolgenabschätzung Deut-
auseinandersetzt: Das könnte eine Abteilung an der ETH Zü- scher Bundestag (TAB)», eine sogenannte «wissenschaftliche
rich werden oder z. B. ins Oeko-Zentrum Langenbruck inte- Einrichtung», ihre Arbeit aufgenommen. Den Auftrag, die erst-
griert werden. Vielleicht finden sich noch andere Möglichkei- mals 1973 von der CDU geforderte Beratungskapazität in ei-
ten. Mir ist nur wichtig, dass diese Aufgabe wahrgenommen nem dreijährigen Modellversuch zu verwirklichen, erhielt die
wird. Die Form möchte ich Ihnen überlassen, weshalb ich Abteilung für angewandte Systemanalyse des Kernfor-
meine Initiative nur in der Form der allgemeinen Anregung ein- schungszentrums Karlsruhe (Afas).
gereicht habe. Ich möchte aber auf keinen Fall eine rein akade- Institutionen zur Technologiefolgenabschätzung bestehen
mische Einrichtung, die fern vom Geschehen ihre Arbeit tut z. B. auch in den Niederlanden oder bei der EG: Das EG-Parla-
Ich möchte eine aktive Auseinandersetzung im Informations- ment hat ein EG-Programm «Fast» (Forecasting and Assess-
und Kommunikationsbereich - allenfalls sogar unter Zuschal- ment of Science in Technology) mit Studien beauftragt,
tung der Medien -, eine Auseinandersetzung unter Mitbeteili- b. Technologiefolgenabschätzung in der Schweiz
gung der Anwender- und Produzentenkreisen also einen ech- -Im Dezember 1986 forderte eine Motion Braunschweig
ten Ort der Verzahnung; denn wir haben immer wieder erken- (86.142) den Bundesrat auf, die institutionelle Verwirklichung
nen müssen, dass wir nur sektoriell und linear Entwicklungen der Technologiefolgenabschätzung (TA) in die Wege zu leiten
betreiben. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, und entsprechende Organe zu schaffen. In seiner Stellung-
dass der Schweizerische Wissenschaftsrat für die For- nahme vom 18. Februar 1987 sicherte der Bundesrat zu, der
schungsperiode 1992 bis 1995 vermehrt Gelder für die For- TA in Zukunft vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken, hielt je-
schung über die Auswirkungen der neuen Technologien ver- doch fest, dass für einen «Ausbau der TA nicht notwendiger-
langt weise neue Organe institutionalisiert werden müssen, son-
Ich habe mir auch überlegt, wie ein derartiges Modell finanziert dern dass ein dezentrales Vorgehen, bei welchem die Ueber-
werden sollte. Ich bin nicht darauf erpicht, dem Bund ständig sicht, Koordination und ganzheitliche Betrachtung sicherzu-
neue Aufgaben zu überbürden. Ich könnte mir z. B. vorstellen, stellen sind, ebenso prüfenswert erscheint».
dass wir auf den Endgeräten eine kleine Abgabe erheben -In der Sommersession 1990 hat die grüne Fraktion ihre
könnten, also auch hier ein Uebergang zum Verursacher- l KOe-l n illative eingereicht
prinzip. - Im November 1990 hat die Geschäftsprüfungskommission
des Ständerates in einem Inspektionsbericht folgende Forde-
Erwägungen der Kommission rung an den Bundesrat gestellt: «Die Bewertung der Auswir-
Bereits anlässlich der Festlegungssitzung zeigte sich, dass kungen der neuen Technologien auf Wirtschaft, Gesellschaft
die Vorstellungen über Ziel und Aufgaben eines Instituts für In- und Umwelt (Technologiefolgenabschätzung) sollte .... ein
formations- und Kommunikationsökologie weit auseinander- Anliegen des Bundes sein, damit sich die Oeffentlichkeit über
gehen. Deshalb wurde beschlossen, zur Aufhellung der The- die positiven und negativen Wirkungen der technologischen
matik Experten anzuhören. Eingeladen wurden Prof. Dr. Mar- Entwicklung, sowohl unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten
tin Rotach, ETH Zürich, Dr. Roger Perrinjaquet, IREC/DA Lau- als auch unter dem Gesichtspunkt der Lebensqualität, ein Bild
sanne, sowie Prof. Dr. Herbert Kubicek und Frau Heiderose machen kann.»
Wagner vom 1989 gegründeten Institut für Informations- und - Die Abschätzung der Technologiefolgen wurde im Laufe der
Kommunikationsökologie (IKOe) in Dortmund, auf das sich parlamentarischen Beratung des neuen ETH-Gesetzes als
die Initianten in ihrer Begründung beziehen. Aufgabe in den Zweckartikel aufgenommen (Art. 2).
Die Initiative umfasst die Abschätzung der Folgen der Informa- -In der Botschaft vom 9. Januar 1991 (90.084) über die Förde-
tions- und Kommunikationstechnologie. Frau Diener hat je- rung der wissenschaftlichen Forschung in den Jahren 1992-
doch in ihrer mündlichen Begründung betont, dass die Initia- 1995 kündigt der Bundesrat an, dass der Schweizerische Wis-
tive der grünen Fraktion als offene Anregung zu verstehen sei. senschaftsrat beauftragt werden soll, während einer Probe-
Die Initianten sprechen von der Möglichkeit einer Zusammen- phase von vier Jahren ein «schweizerisches System für Tech-
arbeit mit dem auf der Basis eines Vereins zu gemeinnützigen nologiefolgenabschätzung» aufzubauen. Die erforderlichen
Zwecken gegründeten IKOe in Dortmund: Dessen Vereins- Kredite sollen in den jeweiligen Voranschlag des Bundesam-
zweck ist ein «verantwortlicher Umgang mit Techniken zur Ver- tes für Bildung und Wissenschaft aufgenommen werden. Zu-
arbeitung sowie Medien zur Uebermittlung von Informationen. dem stehen für Studien im Bereich der Technologiefolgenab-
Es sollen Verfahren und Ziele für die Gestaltung, Begrenzung schätzung 1,5 Prozent der für die Schwerpunktprogramme
und Folgenforschung aller Formen der Datenverarbeitungs- vorgesehenen Mittel zur Verfügung (5,355 Millionen Franken).
9. März 1992 N 339 Parlamentarische Initiative. Kommunikationsökologie
Diese Botschaft erschien kurz nach Abschluss der Kommis- L'individu se développe au contact de ses semblables. Accroî-
sionsberatungen, und die Anträge waren der Kommission nur tre l'informatisation de la communication, c'est immanquable-
vage bekannt ment l'isoler davantage et faire qu'il se sente encore plus seul
c. Schlussfolgerungen là où il travaille, mais aussi chez lui. Notre vision serait-elle
In der Diskussion blieb die Notwendigkeit einer Technologie- celle d'une société de la communication totale avec, en corol-
folgenabschätzung unbestritten. Die Experten hielten fest, laire pour l'individu, une solitude plus grande que jamais? Ce
dass Sensibilisierung und Früherkennung entscheidend sind qu'il en résultera pour nos relations sociales, pour le dévelop-
und dass es dazu einer Institution bedarf. Die Einsicht in die pement de notre personnalité et pour notre civilisation dépen-
Notwendigkeit, die Folgen der Technologieentwicklung vor- dra également de la manière dont les utilisateurs et leurs orga-
aussehend zu begleiten, ist zwar breit vorhanden, die Meinun- nisations sauront assumer leurs responsabilités et faire leur
gen über den einzuschlagenden Weg gehen aber auseinan- choix.
der. So konnte sich auch die Kommission nicht darüber eini- Un autre problème est celu du tiers monde, que nous ne pou-
gen, ob eine derartige Institution in eine Hochschule oder in vons plus, je crois, passer sous silence. Dans le contexte de
eine andere bereits bestehende Organisation eingebunden l'informatique, une question fondamentale se pose: A quels
werden sollte. Entgegen der bisherigen wissenschaftlichen groupes sociaux les acquis économiques, politiques et cultu-
Beschäftigung mit dem Thema Technologiefolgenabschät- rels finissent-ils par profiter? Qui tire le plus d'argent des appli-
zung muss in Zukunft ganzheitlich vorgegangen, müssen die cations de l'informatique? Qui s'arroge le prestige et la mon-
Forschungsergebnisse miteinander verknüpft werden, und es naie?
muss zu einer Gesamtschau der Fragen und Probleme kom- La dernière interrogation a trait à l'écologie, plus exactement
men. Die Ergebnisse müssen der Oeffentlichkeit in zweckmäs- aux effets sur l'environnement Dans vingt ou trente ans, nous
siger Weise bekanntgemacht werden. Das Ziel muss sein, zu aurons en Suisse au bas mot 26 millions d'ordinateurs, équi-
einer Gesamtschau der Fragen und Probleme zu gelangen. valant à environ 500 000 tonnes de matériel. On estime par ail-
Als politische Willensäusserung, dass mit vereinten Kräften auf leurs que 40 000 tonnes d'appareils de haute technologie se-
dieses Ziel hingearbeitet werden muss, ist das Postulat der ront mis chaque année au rebut. Pourrons-nous supporter
Kommission zu verstehen. tout cela, même en accélérant le processus de recyclage?
Mit 9 zu 8 Stimmen beschloss die Kommission, die Ueberwei- Ces interrogations - comme bien d'autres - sont nées du dé-
sung eines Postulates zu beantragen, mit dem der Bundesrat veloppement fulgurant de l'informatique. Je pense pour ma
eingeladen wird, den Aufbau und die Führung einer Stiftung part que nous devons refuser la tyrannie des faits. Je n'en-
und eines Institutes für Technologiefolgenabschätzung zu cense ni l'informatique ni les techniques de la communication,
prüfen. et pour moi la manière dont elles sont appliquées doit procé-
der d'une appréciation qualitative. J'ai par contre la conviction
M. Wiederkehr présente au nom de la commission le rapport qu'il est de notre devoir de femme politique ou d'homme politi-
écrit suivant: que d'exercer ici à plein notre responsabilité, et vous me per-
mettrez de faire à cet endroit le lien avec l'initiative parlemen-
Conformément à l'article 21ter de la loi sur les rapports entre taire qui nous occupe. Il ne s'agit nullement de stopper le dé-
les conseils, nous vous remettons le rapport de la commission veloppement de la technologie; il s'agit de le maîtriser en le rat-
chargée de donner un préavis sur l'initiative parlementaire, la- tachant aux autres domaines de la vie. La pure fascination
quelle, déposée le 6 février 1990 par le groupe écologiste, ré- exercée hier encore par la technique devrait appartenir au
clame la création d'un institut d'écologie de la communica- passé. Ne commettons plus les erreurs de naguère, car trop
tion. d'entre elles hypothèquent aujourd'hui lourdement notre vie!
Lors d'une première séance qui a eu lieu le 5 novembre 1990, Je pense à l'ère atomique où ce n'est qu'après coup que nous
notre commisison a entendu Madame la députée Diener en avons pris conscience de ce que nous avions mis en branle.
qualité de porte-parole des auteurs de l'initiative; la discussion Et qu'en est-il de la mobilité spatiale où, là encore, nous
a continué et s'est achevée le 21 décembre 1990. payons le prix de nos erreurs passées? J'ai la conviction que
toute technologie doit s'adapter aux besoins de l'être humain
Développement des auteurs des l'initiative (résumé) et à sa vie.
C'est au moment des délibérations sur la nouvelle loi sur les Notre tâche consiste à nous interroger sur le développement
télécommunications que j'ai pris conscience que derrière les technique, à en discuter et à établir le lien avec les autres do-
mots d'«informatique» et de «télécommunications» se cachait maines vitaux, ce que, jusqu'à présent, nous avons peu ou
la plus grande révolution technologique que le monde ait ja- pas fait. L'étude Mantho effectuée par les EPF est en soi très
mais connue, une révolution qui bouleverse à une vitesse intéressante, mais elle ne fait pas assez le lien au sens où je
inouïe nos habitudes - travail et loisirs - et dont les consé- l'entends. Nous devrions donc créer un centre qui s'occupe-
quences dépasseront celles de la révolution industrielle du rait de toutes ces questions, un centre qui pourrait être une di-
siècle passé. Pour tenter une image, disons que l'ère des télé- vision de l'EPFZ ou encore être rattaché à l'Ecocentre de Lan-
communications sera celle de la vie numérisée, mieux, de l'in- genbruck, pour ne citer que ces deux possibilités. Je vous
dividu câblé. laisse le soin d'en définir la forme - mon initiative n'est-elle pas
Il est significatif qu'on ait totalement négligé (ou presque) de conçue en termes généraux? Ce qui m'importe, c'est qu'il voie
se poser la question de savoir si cette évolution avait un sens le jour et qu'il se mette au travail. Ce que j'aimerais, ce n'est
et si elle était souhaitable, sans parler de celle des effets pas une institution purement universitaire oeuvrant loin de la
qu'elle pourrait avoir sur la vie sociale, sur le développement réalité; j'aimerais un lieu où s'établisse une discussion active
des individus, sur l'environnement ou encore sur l'emploi. sur l'information et la communication - le cas échéant, avec le
Nous retrouvons ici le schéma typique qui veut que l'on ouvre concours des médias -, une discussion à laquelle prendraient
les yeux sur la réalité lorsque les effets se manifestent, c'est-à- part producteurs et utilisateurs, en d'autres termes, un vrai lieu
dire tard, la plupart du temps trop tard pour qu'une correction d'échanges, car il faut bien reconnaître que jusqu'à présent le
puisse se faire. développement n'a été que sectoriel et linéaire. Je note en
Bureautique, consultation à distance, vidéoconférence, travail passant que, pour la période 1992-1995, le Conseil suisse de
à distance, téléachats, banque à domicile sont autant de pos- la science a réclamé plus de crédits pour la recherche sur les
sibilités qui mènent tout droit à la société informatisée. En effets des technologies nouvelles.
1989, le marché de l'informatique dépassait le billion de deuts- Je me suis aussi demandé comment devrait être financé un
chemarks; il rattrapera celui de l'automobile au tournant du modèle de ce type. Je ne suis pas de celles ni de ceux qui veu-
millénaire. lent confier toujours plus de tâches à la Confédération. Aussi
Danscesconditions.il faut savoir qui, en fait, décide de l'avenir ai-je pensé que l'on pourrait prélever une redevance minime
de ce secteur, qui définit nos besoins et quelles sont les inci- sur les appareils mis en vente, ce qui, ici encore, constituerait
dences du choix A nous encore de nous demander quelle une phase de transition avant l'instauration du principe du pol-
place aura l'individu dans tout cela lueur-payeur.
Initiative parlementaire. Ecologie de la communication 340 N 9 mars 1992
Considérations de la commission - Lors de la session d'été 1990, le groupe des «Verts» déposait
Un désaccord profond sur les raisons d'être d'un institut l'initiative qui nous occupe.
d'écologie de la communication et sur les tâches qui devraient -En novembre 1990, la Commission de gestion du Conseil
lui être confiées était apparu dès la séance d'établissement du des Etats notait, dans l'un de ses rapports d'inspection, que
calendrier. Aussi avait-on décidé de demander à des experts l'étude des effets des technologies nouvelles sur l'économie,
d'exposer le problème. Les membres de la commission ont sur la société et sur l'environnement, autrement dit l'évaluation
donc entendu MM. Martin Rotach, professeur à l'EPFZ, Roger des choix technologiques, devait être l'affaire de la Confédéra-
Perrinjaquet, de l'IREC/Département d'architecture de l'EPFL, tion de sorte que le public puisse se faire une idée des consé-
enfin le professeur Herbert Kubicek et Madame Heiderose Wa- quences fastes et néfastes que le développement aurait sur
gner, de l'«lnstitutfur Informations- und Kommunikationsöko- l'économie et la qualité de la vie.
logie» (IKOe) de Dortmund (RFA), fondé en 1989 et auquel les - Suite aux délibérations sur la nouvelle loi des EPF, l'évalua-
auteurs de l'initiative se réfèrent dans leur argumentation. tion des choix technologiques a été ajoutée à l'article 2
L'initiative qui nous occupe inclut une évaluation des choix (buts).
technologiques de l'information et de la communication, alors -Dans son message 90.084 du 9janvier 1991 concernant
que Madame Diener a souligné dans son intervention orale l'encouragement de la recherche scientifique durant la pé-
que cette initiative du groupe écologiste devait être perçue riode de 1992 à 1995, le Conseil fédéral a annoncé qu'il char-
comme une proposition d'ouverture. gerait le Conseil suisse de la science de mettre sur pied, pour
Les auteurs de l'initiative évoquent l'éventualité d'une collabo- une phase expérimentale de quatre ans, un système suisse
ration avec l'IKOe de Dortmund, lequel est un établissement d'évaluation des choix technologiques, que les coûts qui en
d'utilité publique qui, selon ses statuts, se propose d'adopter résulteraient seraient inscrits au budget de l'Office fédéral de
une attitude responsable face aux techniques servant à traiter l'éducation et de la science, enfin que des fonds prélevés sur
l'information et aux médias chargés de la diffuser, qui se pro- les crédits prévus pour les programmes prioritaires, jusqu'à
pose encore de définir des objectifs et d'établir des plans d'ac- concurrence de 1,5 pour cent du montant, soit au maximum
tion pour pouvoir modeler, mais aussi limiter et évaluer la tota- 5,355 millions de francs, seraient utilisés pour des études
lité des formes que revêtiront l'informatique, les télécommuni- consacrées à l'évaluation des choix technologiques.
cations et les médias, y compris les relations que ceux-ci Ce message ayant été publié peu après que ne s'achèvent
entretiennent avec les techniques de production et les bio- les délibérations, les membres de la commission n'avaient
techniques. qu'une vague idée des propositions que le gouvernement
Or, on s'est rendu compte très vite que la majorité de la com- ferait aux Chambres,
mission estimait que les objectifs de l'IKOe étaient trop modes- c. Conclusions
tes. Pourquoi se limiter aux télécommunications alors que des Jamais, lors de la discussion, la nécessité de l'évaluation des
technologies plus récentes ont des répercussions fâcheuses, choix technologiques n'a été contestée. Les experts ont re-
naguère insoupçonnées? Aussi, en est-on venu rapidement à tenu que, ici encore, sensibilisation et détection précoce
parler du spectre plus large que constitue l'évaluation des étaient essentielles et que, pour ce faire, il fallait une institution.
choix technologiques, Si la nécessité de suivre le développement des choix technolo-
a Que fait-on dans ce domaine à l'étranger? giques de manière préventive fait l'unanimité, il n'en va pas de
Quelques Etats disposent d'ores et déjà de l'instrument qu'est même de la manière d'y parvenir. Dès lors, il n'est pas éton-
l'évaluation des choix technologiques (en anglais: technology nant que les membres de la commission n'aient pu s'entendre
assessmentouTA): sur le rattachement - à une haute école ou à une organisation
C'est le cas des Etats-Unis où le Congrès a créé en 1974 un existante - de l'institution en question. Contrairement au sys-
Bureau d'évaluation des choix technologiques (OTA), bureau tème développé jusqu'ici par les scientifiques dans le do-
qui a pour mission d'assister le législateur chargé d'une part maine de l'évaluation des choix technologiques, à l'avenir il y
de prévoir, donc de planifier les conséquences de l'évolution aura lieu de procéder de manière globale, en mettant les résul-
de la technologie, d'autre part d'enquêter sur les effets - atten- tats en relation les uns avec les autres, dans le but d'obtenir
dus ou non - de la technologie sur la vie humaine. Pour éva- une vision absolue des questions en suspens et des problè-
luer les technologies, il faut étudier les conséquences physi- mes à résoudre. Les résultats obtenus seront publiés de ma-
ques, biologiques, économiques, sociales et politiques qui ré- nière appropriée. Il faut - c'est là l'objectif- arriver à embrasser
sultent pour l'individu de l'application des acquis de la la totalité des questions et des problèmes qui se posent Le
science. postulat déposé par la commission n'est rien d'autre que l'ex-
C'est aussi le cas de l'Allemagne où l'institution scientifique pression de la volonté politique de conjuguer tous les efforts
qu'est le «Technologiefolgenabschätzung Deutscher Bundes- pour l'atteindre.
tag» ou TAB fonctionne depuis le 1er juillet 1990. La Division La commission a décidé, par 9 voix contre 8, de proposer à la
Analyse système appliquée du Centre de recherches nucléai- Chambre d'inviter le Conseil fédéral, par un postulat, à exami-
res de Karlsruhe (AFAS) a été chargée par elle de réaliser, ner la création d'un institut ou d'une fondation chargée d'éva-
dans le cadre d'un projet pilote d'une durée de trois ans, le ser- luer les implications des technologies.
vice-conseil que réclame la CDU depuis 1973.
C'est enfin le cas des Pays-Bas et de la Communauté euro-
péenne, le Parlement européen ayant adopté le programme Antrag der Kommission
FAST (Prospection et évaluation de la science et de la techno- Die Kommission beantragt mit 11 zu 7 Stimmen:
logie). Mehrheit
b. Qu'en est-il de l'évaluation des choix technologiques en Der Initiative keine Folge geben
Suisse? Minderheit
- En décembre 1986, le conseiller national Braunschweig dé- (Stocker, Bäumlin, Danuser, Jeanprêtre, Stamm, Zbinden
posait une motion 86.142 dans laquelle il chargeait le Conseil Hans)
fédéral de créer les organes susceptibles d'évaluer ce qu'on Der Initiative Folge geben
appelait alors les risques technologiques. Dans sa réponse
datée du 18 février 1987, le Conseil fédéral assurait le motion-
naire qu'il vouerait à l'évaluation desdits risques plus d'atten- Proposition de la commission
tion qu'il ne l'avait fait jusqu'alors, mais il soulignait que «le dé- Par 11 voix contre 7, la commission propose:
veloppement des activités d'évaluation des risques technolo- Majorité
giques ne requérait pas nécessairement l'institution de nou- Ne pas donner suite à l'initiative
veaux organes» et que «pour autant que la supervision et la Minorité
globalité de l'approche fussent garanties, une démarche cen- (Stocker, Bäumlin, Danuser, Jeanprêtre, Stamm, Zbinden
tralisée était pour le moins aussi digne d'intérêt que la création Hans)
de nouveaux organes». Donner suite à l'initiative
9. März 1992 N 341 Parlamentarische Initiative. Kommunikationsökologie
Frau Diener: Novalis hat einmal gesagt, wenn die Menschen Die wissenschaftliche Begleituntersuchung zum Projekt
einen Schritt vorwärtstun wollten zur Beherrschung der äusse- «Kommunikationsmodellgemeinden der Schweiz» kam Ende
ren Natur durch die Technik, dann müssten sie vorher drei 1991 zum Schluss, dass ein Zentrum für Telekommunikation
Schritte der ethischen Vertiefung nach innen getan haben. sinnvoll sei. Auch der Schweizerische Wissenschaftsrat fordert
Dieser Satz von Novalis scheint mir sehr treffend für diese Vor- für die Forschungsperiode 1992-1995 vermehrte Forschung
lage, die wir jetzt behandeln sollten. über die Auswirkungen von neuen Technologien. Die Notwen-
Hinter den Begriffen der Informatik und Telekommunikation digkeit einer Technologiefolgenabschätzung ist also in allen
versteckt sich die grösste technische Revolution, die in rasan- Fachkreisen unbestritten.
tem Tempo eine Arbeits-, Freizeit- und Lebensveränderung Die Arbeit an der Informations- und Kommunikationsökologie
herbeiführt, die weit über die Industrialisierung des letzten könnte meines Erachtens auch in einer neuen Abteilung an
Jahrhunderts hinausgeht Die Wirkung der Telekommunika- der ETH Zürich geleistet werden. Ich könnte mir auch die Bil-
tion führt - pointiert gesagt - zum digitalen Leben oder zum dung eines neuen eidgenössischen Institutes vorstellen. In-
verkabelten Menschen. Bezeichnend für die eingeleitete Ent- haltlich soll das Institut aber keine abgehobene, rein akademi-
wicklung ist, dass kritische Fragen nach Sinn und Wünschbar- sche Einrichtung sein, fernab vom Geschehen und von der
keit, nach den möglichen Auswirkungen auf unsere soziale Produktion und Entwicklung, sondern diese Institution muss
Gesellschaft und auf unsere individuelle Entwicklung, auf un- sich aktiv in die Auseinandersetzung im Informations- und
sere Umwelt oder auf unsere Arbeitsplätze fast gänzlich unter- Kommunikationsbereich, allenfalls inklusive der Medien, ein-
bleiben. Typisch ist auch das Grundmuster, dass uns erst bei schalten - unter Mitbeteiligung der Anwender- und Produzen-
der Realisierung der Auswirkungen - spät, meistens zu spät - tenkreise - und so einen Ort der Verzahnung bilden.
die Augen aufgehen und dass eingeleitete Fehler sich kaum Ich bitte Sie, dieser parlamentarischen Initiative zuzustimmen.
mehr korrigieren lassen.
Im Jahre 1989 betrug der Informatikmarkt mehr als eine Bil- Frau Danuser, Sprecherin der Minderheit: Ich beantrage Ih-
lion DM, oder anders ausgedrückt: Die Bedeutung dieser nen im Namen der Minderheit der Kommission, dieser Initia-
Branche wird zur Jahrtausendwende diejenige der Automobil- tive der grünen Fraktion Folge zu geben. Wie dieses Institut
industrie übertreffen. letztlich dann heissen wird, ist noch offen. Die Initiative ist aus-
Wir sind der Meinung, dass sich uns Politikerinnen und Politi- drücklich als allgemeine Anregung gedacht
kern hier unausweichlich die Frage nach dem Menschen in Nach Meinung der Minderheit gilt es, schädliche Auswirkun-
diesem Gefüge stellt Die Entwicklung unserer Individualität gen, bedrohliche Folgen der technischen Entwicklung wenn
findet unter anderem ja auch durch die menschlichen Kon- immer möglich rechtzeitig zu erkennen, um sie vermeiden zu
takte statt Eine Ausweitung der Daten- und Textübertragung, können. Dafür braucht es den Ausbau von wissenschaftlichen
unkritisch angewandt, kann zu einer weiteren menschlichen Kompetenzen, die die Wechselwirkung zwischen technologi-
Vereinsamung am Arbeitsplatz und zu Hause führen. Hier scher und gesellschaftlicher Entwicklung thematisieren und
stellt sich uns die Frage, ob unsere Vision diejenige einer tota- damit umgehen können, das heisst, es braucht Technikfor-
len technischen Kommunikationsgesellschaft mit allenfalls tie- schung.
fer menschlicher und sozialer Vereinsamung sei. Die insge- Das Postulat, das hauptsächlich die Technologiefolgenab-
samt zu erwartenden Auswirkungen für unsere sozialen Bezie- schätzung verlangt, genügt uns nicht Heute geht alles immer
hungen, unsere Persönlichkeitsentwicklung und unsere Kul- schneller. Es reicht nicht, erst im nachhinein klüger zu werden.
tur werden darum auch sehr stark davon abhängen, wie die Im Ausland ist die Technologiefolgenabschätzung zum Teil
Anwenderorganisationen ihre soziale Verantwortung und die bereits passé. Dort wie hier in der Schweiz hängt gewisser-
Wahlmöglichkeiten wahrnehmen. massen als drohende Wolke eine Oekokatastrophe. Sie hängt
Grundsätzlich sind für mich die Informatik und die Kommuni- über unserem ganzen Planeten und bedroht die Menschheit
kationstechnik wertneutral wie viele andere technische Errun- als Verursacherin ebenso wie die anderen Lebewesen, die vor
genschaften unserer Zeit auch. Doch ihr Einsatz in unserem allem aus Erde, Wasser und Luft bestehen und dank Erde,
Berufs- und Privatalltag, die Art der Anwendung, fordert auch Wasser und Luft atmen, trinken, essen, d. h. leben.
eine qualitative Beurteilung. Diese Prüfung im Anwendungs- Wir haben bei der Behandlung der Botschaft zur Förderung
bereich wird heute völlig vernachlässigt, obwohl die gesell- der wissenschaftlichen Forschung beschlossen, dass 1,5 Pro-
schaftspolitische Wichtigkeit unbestritten ist zent der für die Schwerpunktprogramme vorgesehenen Mittel
Hier haken wir mit unserer parlamentarischen Initiative ein. Ich für Studien im Bereich der Technologiefolgenabschätzung
will die laufenden technologischen Entwicklungen nicht stop- einzusetzen seien. Dies wäre im Sinne des Postulates wohl die
pen, sondern sie mit den anderen Lebensbereichen vernetzen. Erfüllung des Gewollten. Aber für die Minderheit der Kommis-
Die reine Faszination der Technik muss doch endlich der Ver- sion ist das erstens eine fragwürdige Gewichtung und zwei-
gangenheit angehören. Zu viele Spätschäden aus anderen Be- tens vor allem Kosmetik.
reichen belasten heute unser Leben. Jede Technologie muss Warum eine fragwürdige Gewichtung? Ursache und Folge ste-
sich letztlich den Bedürfnissen des menschlichen Lebens und hen heute oft in einem geradezu umgekehrten Verhältnis zu-
unseres Zusammenlebens anpassen und unterordnen. einander: 98,5 Prozent der Mittel werden für die Schwerpunkt-
Die Abschätzung der Technologiefolgen wurde dann ja auch programme und 1,5 Prozent für die Technologiefolgenab-
in Artikel 2 des neuen ETH-Gesetzes aufgenommen. Nur: schätzung eingesetzt Denken wir nur an Synergieeffekte oder
Damit allein ist es noch nicht getan. Zurzeit fehlt es in der an die exponentielle Zunahme möglicher Schreckensszena-
Schweiz - wie der Bundesrat festhält - an einer Instanz, die rien. (Auch das Gleichgewicht des Schreckens war ja vor al-
alle Bemühungen, Erkenntnisse, Fragen, Problemkreise zu- lem ein Mythos menschlichen Sicherheitsdenkens und fe-
sammenfasst Es fehlt eine Instanz, die den Dialog zwischen stigte vorübergehend die kollektive Identität)
den politischen und den wirtschaftlichen Fragen knüpft Es Warum ist diese Technologiefolgenabschätzung im Rahmen
fehlt an einer Instanz, die die notwendige Objektivität besitzt, der wissenschaftlichen Forschung vor allem Kosmetik? Die
eine neutrale Haltung einnimmt und somit für alle involvierten Verfilzung von Politik und Wissenschaft kommt in diesem Saal
Kreise Ansprechpartner sein kann. Genau diese Lücke visie- und in den Entscheiden, die hier getroffen werden, zum Tra-
ren wir mit unserer parlamentarischen Initiative an. Sie ist in gen. Die Verfilzung von Wissenschaft und Politik existiert aber
Form einer allgemeinen Anregung gehalten, lässt uns also auch im Schweizerischen Wissenschaftsrat, dem «Rat der
den Lösungsweg noch offen. Weisen», der mit dem Aufbau des Systems für Technologiefol-
Ich weiss, dass der Bundesrat und wir, der Nationalrat, 1,3 Mil- genabschätzung betraut wurde. Es ist deshalb vorauszuse-
lionen Franken für entsprechende Arbeiten im Rahmen der hen, dass Gefälligkeit auch hier spielen wird - und ist Gefällig-
Förderung der wissenschaftlichen Forschung 1992-1995 und keit nicht der Zweck der Kosmetik?
noch 5 Millionen Franken zusätzlich für den Bereich der Tech- Vor knapp einer Woche haben Sie einem Postulat Cotti zuge-
nologiefolgenabschätzung einsetzen. Wir unterstützen das, stimmt und die Errichtung eines schweizerischen Europainsti-
nur haben wir damit noch keine unabhängige Instanz, wie sie tutes beschlossen. Heute sieht die Finanzlage des Bundes
in dieser parlamentarischen Initiative gefordert wird. nicht besser aus, die Technikforschung ist jedoch ebenso bit-
Initiative parlementaire. Ecologie de la communication 342 N 9 mars 1992
ter nötig. Lieber die Finanzierung müsste sich auch nicht der Meine Damen und Herren - es sind nicht allzu viele im Saal,
Bund allein Gedanken machen. Eine vielleicht hälftige Mitfi- das Café ist im Moment wahrscheinlich besser besetzt -, ich
nanzierung seitens der Privatwirtschaft wäre weit vielverspre- fasse zusammen: Die Kommission lehnt die parlamentarische
chender. Mit der Zustimmung zur Initiative würden Sie dieses Initiative der grünen Fraktion ab, die sich nur auf Informatik
Institut ja nicht heute gründen. Sie würden aber der Notwen- und Telekommunikation bezieht Die Kommission betrachtet
digkeit zustimmen, im Sinne von Professor Rotach, der anläss- aber die breiter angelegte Technologiefolgenabschätzung als
lich der Kommissionssitzung gesagt hat: «Wir brauchen hier äusserst wichtig und hat ein entsprechendes Postulat einge-
dringend etwas.» reicht Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben,
Thematiken wie Atom- und Biotechnologie und auch Telekom- weil er das Problem bereits erkannt hat und es ebenfalls als
munikation und Informatik fordern uns heraus, den Rahmen wichtig erachtet: Der Wissenschaftsrat hat inzwischen auch
für die Erarbeitung der Kompetenzen zu bilden, die sich ver- ein Konzept erarbeitet.
mehrt der Wechselwirkung zwischen technologischer und ge- Unsere Frage: Kann die Umsetzung der darin enthaltenen
sellschaftlicher Entwicklung annehmen. Empfehlungen angesichts der massiv gekürzten Mittel in An-
In diesem Sinne bitte ich Sie um Zustimmung zur Initiative. griff genommen werden? Unsere Meinung - ich spreche hier
im Namen der Kommission -: Wir müssen das Postulat auf-
rechterhalten, weil die massiv gekürzten Mittel die Absicht des
Wiederkehr, Berichterstatter: Die Bezeichnung «Informa- Bundesrates gefährden.
tions- und Kommunikationsökologie» - komplizierter geht es Ich bitte Sie also um Ablehnung der parlamentarischen Initia-
ja kaum mehr-führt in die Irre. Sie hat allenfalls mit Oekologie tive und um Zustimmung zum Postulat der Kommission.
im Sinne von «Oikos», Haushalten, zu tun: das Haushalten mit
den Möglichkeiten der Kommunikation, das Haushalten mit Mme Jeanprêtre, rapporteur: La commission a refusé par
den technischen Möglichkeiten überhaupt, das Abschätzen 11 voix contre 7 de donner suite à l'initiative du groupe écolo-
der Folgen der technischen Möglichkeiten. Und darum geht giste. L'initiative formulée en termes généraux émettait le sou-
es auch: um Technologiefolgenabschätzung. hait que soit réalisé un institut d'écologie de la communica-
Frau Diener und auch Frau Danuser haben dieses Wort ge- tion. En effet, il importe de savoir- comme le relevait l'auteur
braucht. Wir haben nach einer ersten Diskussion in der Kom- de l'initiative, Mme Diener - dans une société informatisée
mission nur noch von der Technologiefolgenabschätzung ge- comme la nôtre où la bureautique, la consultation à distance,
sprochen, welche absolut unbestritten war. Sämtliche Exper- les vidéo-conférences, etc. se développent, qui décide de
ten haben gesagt: Wir brauchen einen Ort in der Schweiz, wo l'avenir de ce secteur, qui définit nos besoins et quelles sont
wir die Technologiefolgenabschätzung, die immer wichtiger les incidences du choix.
wird, wirklich unabhängig betreiben können. Auch die Ge- A nous aussi de nous demander quelle place aura l'individu
schäftsprüfungskommission des Ständerates kommt in einem dans tout cela II ne s'agit pas de stopper le développement de
Inspektionsbericht zum Schluss, dass die Bewertung der Aus- la technologie mais de le maîtriser en le rattachant aux autres
wirkungen der neuen Technologien auf Wirtschaft, Gesell- domaines de la vie. L'initiative étant conçue en termes géné-
schaft und Umwelt ein Anliegen des Bundes sein sollte, damit raux, ce n'était donc pas le lieu de définir précisément sa
sich die Oeffentlichkeit über positive und negative Wirkungen forme, son financement et son point de rattachement C'est en
der technologischen Entwicklung ein Bild machen kann, so- janvier 1991, soit après que la commission eut achevé ses déli-
wohl unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten als auch unter bérations, que le Conseil fédéral, dans son message concer-
dem Gesichtspunkt der Lebensqualität - z. B. Telekommuni- nant l'encouragement de la recherche scientifique, a annoncé
kation; Bildschirmarbeit, die nervtötend sein kann. qu'il chargerait le Conseil suisse de la science de mettre sur
Die Pläne des Bundesrates zu diesem von allen Seiten als pied, pour une phase expérimentale de quatre ans, un sys-
wichtig erachteten Aspekt waren zur Zeit unserer Kommis- tème suisse d'évaluation des choix technologiques.
sionssitzung noch nicht bekannt. Weil aber die Kommission Si votre commission a refusé l'initiative par 11 voix contre 7,
der Meinung war, man solle Folgen nicht nur in der Telekom- par contre, elle a adopté par 9 voix contre 8 un postulat qui de-
munikation und in der Informatik abschätzen, sondern dieses mande au Conseil fédéral d'examiner la création d'un institut
Anliegen generell auf die Technik ausweiten, hat die Kommis- ou d'une fondation chargée d'évaluer les implications des
sion die Initiative der grünen Fraktion mit 11 zu 7 Stimmen ab- technologies. Se référant au message dont il a été fait état
gelehnt. Aber sie formulierte ein Postulat, das den Bundesrat dans le rapport écrit que vous avez, le Conseil fédéral propose
einlädt, den Aufbau und die Führung einer Stiftung und eines de classer le postulat, estimant qu'en chargeant le Conseil
Institutes für Technologiefolgenabschätzung zu prüfen. Das suisse de la science de mettre sur pied pour une période de
Postulat wurde mit 9 zu 8 Stimmen gutgeheissen. quatre ans un système d'évaluation des choix technologi-
Nun schreibt der Bundesrat in seiner Antwort, die Technolo- ques, il a répondu aux attentes des auteurs de l'initiative. Ce-
giefolgenabschätzung werde als wichtiges Anliegen erkannt pendant, comme l'a relevé le président de la commission tout
und der Wissenschaftsrat werde darum beauftragt, während à l'heure, au vu des montants réduits attribués dans le budget,
einer Probephase von vier Jahren ein schweizerisches System passant de 5 à 3,1 millions de francs, il nous semble judicieux
für diese Technologiefolgenabschätzung aufzubauen. Im de maintenir ce postulat.
Budget des Bundesamtes für Bildung und Wissenschaft seien
dafür 1,3 Millionen Franken vorgesehen, und weil das allein Abstimmung - Vote
nicht ausreiche, sollten 1,5 Prozent der Mittel für die Schwer- Für den Antrag der Mehrheit
punktprogramme für die Forschung reserviert werden. Das (keine Folge geben) 79 Stimmen
wären 5,355 Millionen Franken gewesen - zu dem Zeitpunkt, Für den Antrag der Minderheit
als die Antwort des Bundesrates auf unser Kommissionspo- (Folge geben) 42 Stimmen
stulat einging.
Aber, und nun kommt das Aber, zu diesem Zeitpunkt sprach
noch niemand von Kürzen, von der desolaten Situation der
Bundesfinanzen. Und wie nun gekürzt wurde! Es wurde näm-
lich nicht linear zu den übrigen Posten gekürzt, sondern aus-
gerechnet diese Forschungsschwerpunktprogramme haben
die grösste Kürzung erfahren, nämlich um 40 Prozent. Somit
stehen für die Realisierung des bundesrätlichen Vorhabens,
nämlich zur Prüfung einer solchen Technologiefolgenab-
schätzung eine vierjährige Probephase durchzuführen, nur
noch 3,1 Millionen statt 5,3 Millionen Franken zur Verfügung.
Da fragt es sich: Kann der Bundesrat das, was er will, mit die-
sen stark reduzierten Mitteln überhaupt noch ausführen?
9. März 1992 N 343 Parlamentarische Initiative. Kommunikationsökologie
Ad 90.223 genden Postulat, von der Verwaltung, von den Instanzen des
wissenschaftlichen Forschungsmanagements sowie aus Krei-
Postulat der Kommission sen der Wirtschaft geäussert werden.
Technologiefolgenabschätzung Für die Durchführung dieser Arbeiten sind in den Jahren 1992
Postulat de la commission bis 1995 voraussichtlich 1,3 Millionen Franken erforderlich,
Evaluation des choix technologiques die jeweils in den jährlichen Voranschlag des Bundesamtes
für Bildung und Wissenschaft aufzunehmen sind.
Für Studien im Bereich der Technologiefolgenabschätzung
stehen ausserdem zusätzlich 1,5 Prozent der für die Schwer-
punktprogramme vorgesehenen Mittel (= 5,355 Mio. Fran-
ken) zur Verfügung.
Wortlaut des Postulates vom 21. Dezember 1990 Am Ende der vierjährigen Probephase wird eine eingehende
Der Bundesrat wird eingeladen, den Aufbau und die Führung Evaluation durchgeführt werden, um die nötigen Anpassun-
einer Stiftung und eines Institutes für Technologiefolgenab- gen für die Zukunft vorzunehmen.
schätzung zu prüfen, die die Zusammenarbeit mit den Kanto-
nen, der Wirtschaft und den Kirchen zum Ziele haben. Diese Rapport écrit du Conseil fédéral
Institution hätte Forschungs-, Dokumentations-, Koordinati- du 22 mai 1991
ons- und Beratungsfunktionen gegenüber den politischen Be-
Le Conseil fédéral accorde une grande importance à l'évalua-
hörden, der Wirtschaft und der Oeffentlichkeit zu erbringen. tion de la recherche et des choix technologiques. Des activités
Sie arbeitete mit in- und ausländischen Hochschulen und pri- et des préoccupations de ce type existent déjà dans un certain
vaten Forschungsinstituten zusammen. Dabei widmete sie nombre d'entreprises, de groupes de recherche et d'offices fé-
sich neben dem institutionellen Einbau von Technologiefol- déraux Ce qui par contre fait défaut en Suisse, contrairement
genabschätzungen vor allem der entsprechenden Ausbil- à d'autres pays, c'est une instance:
dung der Absolventen respektive Mitarbeiter dieser Institute. - qui fasse le lien entre tous ces efforts;
- qui serve de trait d'union entre les institutions de la R-D et les
Texte du postulat du 21 décembre 1990 préoccupations de l'opinion publique, notamment telles
Le Conseil fédéral est invité à examiner la création et l'exploita- qu 'elles apparaissent au Parlement;
tion d'une fondation et d'un institut voués à l'évaluation des - qui puisse garantir l'objectivité et l'adéquation méthodologi-
choix technologiques, en collaboration avec les cantons, les que nécessaires tout en disposant d'un accès direct aux diffé-
milieux économiques et les Eglises. Cette institution serait rents milieux impliqués.
chargée de la recherche, de la documentation, de la coordina- Dans son message du 9 janvier 1991 concernant l'encourage-
tion et du conseil au profit des autorités politiques, des milieux ment de la recherche scientifique durant la période de 1992 à
économiques et du public. Elle collaborerait avec des universi- 1995 et un programme d'action concerté en microélectroni-
tés suisses et étrangères ainsi qu'avec des instituts de recher- que, le Conseil fédéral a proposé au Parlement de charger le
che privés. En sus de l'évaluation institutionnalisée des choix Conseil suisse de la science de mettre sur pied, pour une
technologiques, elle se consacrerait essentiellement à la for- phase expérimentale de quatre ans, un système suisse d'éva-
mation des étudiants et à celle des collaborateurs de ces insti- luation des choix technologiques.
tuts. Les études et les expertises qu'il fera réaliser devront naturelle-
ment tenir compte de ce qui existe déjà dans d'autres pays,
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates des demandes exprimées par le Parlement et notamment par
vom 22. Mai 1991 le présent postulat, par l'administration et les instances gérant
Die Forschungs- und Technologiefolgenabschätzung wird la recherche scientifique ainsi que par les milieux économi-
vom Bundesrat als wichtiges Anliegen anerkannt Die Instan- ques.
zen und Behörden, denen die Leitung der wissenschaftlichen Un accent particulier sera mis sur les aspects méthodologi-
Forschung und technologischen Entwicklung obliegt, ge- ques, de manière à assurer la nécessaire objectivité des étu-
nauso wie die Wissenschafter selbst, müssen auf das notwen- des, qui se situeront parfois dans des domaines controversés.
dige Wissen zählen können, um Risiken und schädliche Aus- Les coûts de ces travaux durant les années 1992 à 1995 sont
wirkungen möglichst gering zu halten: Ziel ist es dabei, im vor- estimés à 1,3 millions de francs, montant qui sera inscrit au
aus wirksame Abwehrmassnahmen - allenfalls schon im Pla- budget de l'Office fédéral de l'éducation et de la science.
nungsstadium einer Forschung und technologischen Ent- S'ajouteront à ces montants des fonds prélevés sur les crédits
wicklung - bereitzuhalten. prévus pour les programmes prioritaires, ceci jusqu'à concur-
Vorkehren und Massnahmen dieser Art bestehen bereits in rence de 1,5 pour cent, soit 5,355 millions de francs.
den Betrieben, Forschungsgruppen, Bundesämtern. Im Falle A la fin de la période expérimentale de quatre ans aura lieu une
der Schwerpunktprogramme wird sie von Anfang an integral évaluation approfondie afin d'effectuer les modifications né-
eingebaut Was in der Schweiz dagegen - im Unterschied zu cessaires pour l'avenir.
anderen Ländern -fehlt, ist eine Instanz,
- die alle derartigen Bemühungen zusammenfasst; Schriftliche Erklärung des Bundesrates
-die vermitteln könnte zwischen den Institutionen der F + E Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben.
und dem, was die Oeffentlichkeit beschäftigt, namentlich dem,
was im Parlament zur Sprache kommt; Déclaration écrite du Conseil fédéral
- die für die notwendige Objektivität und methodologische An- Le Conseil fédéral propose de classer le postulat
gemessenheit Gewähr bieten würde, gleichzeitig aber auf di-
rekte Beziehungen zu den verschiedenen involvierten Kreisen Abstimmung - Vote
zählen kann. Für den Antrag des Bundesrates
Im Rahmen der Botschaft vom 9. Januar 1991 über die Förde- (Abschreibung des Postulates) 72 Stimmen
rung der wissenschaftlichen Forschung in den Jahren 1992 Für den Antrag der Kommission
bis 1995 und eine konzertierte Aktion Mikroelektronik Schweiz (Ueberweisung des Postulates) 44 Stimmen
beantragt der Bundesrat dem Parlament, den Schweizeri-
schen Wissenschaftsrat zu beauftragen, während einer Probe-
phase von vier Jahren ein schweizerisches System für Tech-
nologiefolgenabschätzungen aufzubauen.
Die Studien und Expertisen, die der Bundesrat dazu in Auftrag
geben wird, haben selbstverständlich dem Rechnung zu tra-
gen, was in anderen Ländern gemacht wird, ebenso den Wün-
schen, die vom Parlament und insbesondere auch im vorlie-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (grüne Fraktion) Institut für Informations- und
Kommunikationsökologie
Initiative parlementaire (groupe écologiste) Institut d'écologie de la communication
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1992
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.223
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.03.1992 - 14:30
Date
Data
Seite 337-343
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Pagina
Ref. No 20 020 989
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