Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
90.059 • VB CH 90.059 KI-generiert

Federal Contributions for Language Preservation and Higher Education Enhancement

Geschäftsnummer 90.059
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns adjustments to federal contributions for language and cultural preservation in the cantons of Graubünden and Ticino, and broader measures to enhance higher education and student mobility within Switzerland and internationally. The court considered whether to increase existing federal subsidies, which were no longer sufficient due to inflation, and decided to approve a 25% linear increase. The court also addressed concerns about the distribution of funds, particularly regarding the potential creation of a new Romansh daily newspaper and its impact on existing media, ultimately concluding that the proposed legislation was solely for inflation adjustment and not for material modifications to existing distribution principles. Furthermore, the court approved five federal resolutions aimed at fostering better national and international cooperation in higher education and student mobility, including the ratification of Council of Europe and UNESCO conventions, and the promotion of academic exchange programs. The court reasoned that these measures were necessary to prepare Switzerland for European integration, enhance national cohesion, and prevent isolation in the academic sphere, while respecting cantonal autonomy.

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 1-6 des Bundesbeschlusses über Massnahmen zur Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen und der Mobilität in der Schweiz

These articles were adopted by the Federal Council to promote the mutual recognition of study achievements and mobility in Switzerland.

Art. 1-4 des Bundesbeschlusses über die Finanzierung der Massnahmen zur Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen und der Mobilität in der Schweiz

These articles were adopted by the Federal Council to finance measures promoting the mutual recognition of study achievements and mobility in Switzerland.

Art. 1-3 des Bundesbeschlusses über die Hochschulkonventionen des Europarates sowie die Hochschulkonvention der Unesco für die Staaten der Region Europa

These articles were adopted by the Federal Council to approve the Council of Europe and UNESCO conventions on higher education.

Art. 1-5 des Bundesbeschlusses über die internationale Zusammenarbeit im Bereich der höheren Bildung und der Mobilitätsförderung

These articles were adopted by the Federal Council to promote international cooperation in higher education and mobility.

Art. 1-3 des Bundesbeschlusses über die Finanzierung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der höheren Bildung und der Mobilitätsförderung

These articles were adopted by the Federal Council to finance international cooperation in higher education and mobility.

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Volltext

Enseignement supérieur et mobilité 926 29 novembre 1990

#ST# 90.053 führen. Insbesondere seil und darf nach einstimmiger Mei- nung der Kommission keine Verschiebung von Leistungen, die bisher der bestehenden Presse zugekommen sind, an Förderung eine neue Tages::eitung erfolgen. Nachdem sich die bei der der Kultur und Sprachen. Kommissionsberatung anwesende Verwaltung mit dieser Beiträge an die Kantone Schlussfolgerung einverstanden erklären konnte, sahen wir Graubünden und Tessin aus gesetzeskosmetischen Gründen davon ab, einen entspre- Sauvegarde de la chenden Passus ausdrücklich in den Gesetzestext aufzuneh- culture et des langues. men. Hingegen soll die vorliegende Erklärung des Kommis- sionspräsidenten zu den Materialien für eine allfällige Ausle- Subventions aux cantons gung genommen werden. des Grisons et du Tessin En quest senn, preziadas e preziai collegas, engraziel jeu a Vus per Vossa be;nvulientscha enviers las minoritads cultura- Botschaft und Gesetzentwurf vom 5. September 1990 (BBIIII, 472) Message et projet de loi du 5 septembre 1990 (FF III, 456) las e Vi prego di accettare la revisione di legge.

On. Cotti, consigliere federale: Posso esprimermi per un mi- nuto, ricordando che si tratta qui semplicemente di un ade- guamento al rincaro e che la filosofia del Consiglio federale è quella di riaffrontare tutto il problema quando sarà presentato Antrag der Kommission il nuovo articolo costituzionale in materia linguistica. Si tratta Eintreten dell'articolo 116, che speriamo di poter presentare al Parla- Proposition de la commission mento ancora nel corso d questa legislatura. Entrer en matière Per il resto ho preso nota delle dichiarazioni del presidente della commissione. Si tratta esclusivamente di un adegua- Cavelty, Berichterstatter: Gemäss Bundesgesetz vom mento al rincaro e i princ pi tradizionali invalsi per la distribu- 24. Juni 1983 erhalten die Kantone Graubünden und Tessin ei- zione di questi mezzi non devono essere modificati. nen jährlichen Bundesbeitrag von 2 Millionen Franken zur För- derung ihrer Sprache und Kultur. Da die im Jahre 1983 festge- Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen setzten Bundesbeiträge nicht indexiert sind, reichen sie zur Er- Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière füllung der wichtigen Kultur- und Sprachpflege heute nicht mehr aus; eine Anpassung ist dringend notwendig. Die heu- Detailberatung - Discussion par articles tige Vorlage will diese teuerungsbedingte Anpassung vorneh- men, und zwar linear im Ausmass von 25 Prozent. Im Interesse Titel und Ingress, Ziff. l, II einer raschen Hilfeleistung sieht die Vorlage bewusst von ma- Antrag der Kommission teriellen Modifikationen des bisherigen Rechts ab. Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Bei der Kommission sind bezüglich der rätoromanischen Sprach- und Kulturpflege einige Vorstösse von Privaten und Titre et préambule, eh. l, II Organisationen eingegangen, welche insbesondere eine an- Proposition de la commission dere interne Verteilung der Bundesgelder anvisieren. In der Adhérer au projet du Conseil fédéral Oeffentlichkeit bekannt wurde vor allem eine Intervention der Bündner Zeitungsverleger, die eine vermehrte Subventionie- Angenommen -Adopté rung der Uebersetzungsdienste bei der gegenwärtigen rätoro- manischen Presse fordern; insbesondere für den Fall, dass Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble ihre Leistungen durch öfteres Erscheinen in der Woche gestei- gert würden. In diesem Zusammenhang steht die breite Dis- Für Annahme des Gesetzentwurfes 26 Stimmen kussion um die Schaffung einer rätoromanischen Tageszei- (Einstimmigkeit) tung durch die Ligia Romontscha, welche alle Idiome und Tal- schaften zu berücksichtigen und auch der neu geschaffenen, nicht unumstrittenen Einheitssprache Romontsch Grischun An den Nationalrat-Au Conseil national Platz und Verbreitungsmöglichkeit zu gewähren hätte. Insbe- sondere besteht seitens der bestehenden Presse die Angst, die Ligia Romontscha würde die neue Tageszeitung mit Bun- dessubventionen fördern, welche bisher den bestehenden Zeitungen für ihre Uebersetzungsdienste zugestanden sind. Unsere Kommission hat in Uebereinstimmung mit dem Bun- desrat festgestellt, dass es sich bei der heutigen Vorlage ledig- #ST# 90.059 lich um eine berechtigte und ausgewiesene Anpassung der Bundesbeiträge an die eingetretene Teuerung handelt. Die Höhere Bildung Anpassung soll angesichts der wichtigen Anliegen und des und Mobilitätsförderung. dringenden Mittelbedarfs raschmöglichst erfolgen, wobei der Internationale Zusammenarbeit vom Bundesrat in Aussicht genommenen Rückwirkung auf Enseignement supérieur den 1. Januar 1990 nicht opponiert wird. Es würde den Rahmen einer raschen Teuerungsanpassung et mobilité. sprengen, wollte man sich mit internen materiellen Zuteilungs- Coopération internationale fragen beim rätoromanischen Teil befassen. Für solch einge- Botschaft und Beschlussentwürfe vom 17. September 1990 hende Studien und Prüfungen wird - wie auch der Bundesrat (BBI III, 1059) in der Botschaft ausführt - spätestens bei der Beratung des Message et projets d'arrêté du 17 septembre 1990 (FF III, 1015) vorgesehenen neuen Verfassungsartikels 116 Gelegenheit gegeben. Die Kommission sieht sich in ihrer Meinung auch dadurch be- stätigt, dass weder der Kanton noch die Ligia Romontscha in ihren Eingaben materielle Aenderungen des geltenden Antrag der Kommission Rechts postuliert haben. Daraus ergibt sich als Schlussfolge- Eintreten rung, dass die gegenwärtige Revision nicht dazu dienen soll, Proposition de la commission Neuerungen und Aenderungen bisheriger Prinzipien einzu- Entrer en matière 29. November 1990 927 Höhere Bildung und Mobilitätsförderung

M. Cottier, rapporteur: Les cinq projets d'arrêtés fédéraux que la limite des crédits octroyés, des traités de droit international la commission vous propose d'accepter tendent vers une relatifs à la coopération en matière d'enseignement supérieur meilleure coopération nationale et internationale en matière et de mobilité. Et la décision d'ouvrir des négociations sur le d'éducation supérieure et vers une plus grande mobilité des programme d'ERASMUS vient d'être prise par le Conseil fédé- étudiants entre les hautes écoles suisses d'une part et entre ral. Si ce programme est étendu aux pays non membres de la nos universités et celles de l'étranger, et de l'Europe notam- CEE, et ultérieurement à l'Europe de l'Est, il formera un vérita- ment, d'autre part. ble Espace culturel européen. Le crédit d'engagement devra L'Université est par essence universelle. Sa dimension et sa financer cette coopération européenne, qui sera de 52 mil- responsabilité relèvent d'un ordre international dépassant les lions de francs. Tel est le contenu des deuxième et troisième frontières. Les anciennes universités d'Europe -celle de Bolo- arrêtés. gne, la Sorbonne ou Oxford, pour ne citer qu'elles - n'étaient La mise en place de la coopération européenne en matière pas des écoles nationales, à l'origine, mais des communautés d'éducation suppose préalablement une harmonisation du et des écoles universelles. Leurs étudiants et leurs maîtres ve- système universitaire suisse, si notre pays ne veut pas courir naient de toutes les régions de l'Europe. Ainsi, ils évitèrent de un danger de sclérose et d'isolement. Ainsi, le quatrième ar- s'enfermer dans les limites de leur nation. Après s'être affai- rêté fédéral prévoira des mesures tendant à encourager la re- blie, cette volonté d'ouvrir et d'élargir son horizon culturel et in- connaissance réciproque des études accomplies dans les tellectuel réapparaît. hautes écoles de Suisse et à promouvoir la mobilité des étu- La communication, au-delà des frontières nationales, est de- diants et des chercheurs à l'intérieur de notre pays. Si dans venue une nouvelle réalité. Dès 1953 déjà, le Conseil de l'Eu- nos universités 22 pour cent des enseignants et 18 pour cent rope a mis sur pied plusieurs conventions européennes relati- de l'ensemble des étudiants sont de nationalité étrangère, en ves aux hautes écoles qui traitent de l'accès aux universités, revanche la mobilité de nos étudiants vers l'étranger est faible, de l'équivalence des périodes d'études, de la reconnaissance et surtout l'échange des étudiants suisses à l'intérieur du pays des titres universitaires et du maintien du paiement des bour- est très peu pratiqué. Des enquêtes menées par l'Office fédé- ses aux étudiants poursuivant leurs études à l'étranger. ral de la statistique révèlent que seuls 2 pour cent des bache- Le Conseil fédéral et la commission unanime vous proposent liers alémaniques fréquentent une université romande et d'approuver ces cinq conventions. Elles font l'objet du premier 8 pour cent de Romands fréquentent une université alémani- arrêté fédéral, qui comprend également la Convention de que. Un effort particulier est demandé pour renforcer cette mo- l'UNESCO. Le champ d'application de ce dernier accord bilité à l'intérieur de la Suisse. Il y va aussi à l'avenir d'une meil- s'étend de l'accès aux études universitaires en passant par la leure compréhension et d'une cohésion nationale plus sou- reconnaissances des diplômes en vue de la poursuite des étu- dée. Les fonds investis dans cette oeuvre s'élèveront à 15 mil- des ou d'une activité de recherche jusqu'au passage à la vie lions de francs. professionnelle. Puisque nos cantons sont compétents en En adoptant ces cinq arrêtés, la Confédération disposera des matière d'éducation, le Conseil fédéral, lors de l'adhésion à moyens de favoriser la coopération et l'échange entre nos uni- une convention, fera une déclaration réservant cette compé- versités suisses, d'approuver les conventions du Conseil de tence cantonale de même que l'autonomie universitaire. l'Europe, et de négocier la participation aux programmes de la La première convention universitaire du Conseil de l'Europe Communauté européenne. L'Europe universitaire s'ouvrira date donc de 1953. D'autres ont rapidement suivi. Dès lors, ainsi pleinement aux jeunes Suisses et Suissesses. C'est dans pourquoi adhère-t-on seulement aujourd'hui à ces conven- ce sens que je vous invite, au nom de la commission unanime, tions? Parce que la Conférence universitaire suisse tout à voter les cinq arrêtés que nous soumet le Conseil fédéral. comme la Conférence des directeurs cantonaux de l'instruc- tion publique s'y sont longtemps opposés, la coopération Ruesch: Ob die Schweiz der EG beitritt oder nicht, ob der internationale ayant été laissée à l'initiative individuelle de cha- EWR zustande kommt oder nicht, eines ist sicher: Der Konkur- que université. De plus, nos autorités universitaires, nationales renzdruck auf unsere Wirtschaft wird massiv zunehmen. Der ou cantonales, n'étaient animées d'aucune volonté de coordi- Zweck der europäischen Integration im wirtschaftlichen Teil ist nation ou d'harmonisation institutionnalisée. Les conventions ja eindeutig auf den freien Wettbewerb ausgerichtet, und weil ne pouvaient dès lors être approuvées. Ceci pour le premier der Wettbewerb, d. h. die Konkurrenz, zunimmt, muss unser arrêté qui prévoit aujourd'hui la signature des conventions du Bildungssystem in Zukunft mehr leisten als bisher. Die Forde- Conseil de l'Europe et de l'UNESCO. rung der Qualität unseres Bildungssystems steht darum an er- Le deuxième arrêté permettra à la Confédération d'encoura- ster Stelle. ger la coopération internationale en matière d'enseignement Die vorliegende Botschaft enthält Massnahmen zur Verbesse- supérieur et de mobilité. A cet effet, le Conseil fédéral pourra rung der Mobilität im Bereich der höheren Bildung im Inland conclure des traités de droit international et octroyer des bour- und über die Landesgrenzen hinaus. Dass wir im Forschungs- ses à des personnes poursuivant leurs études dans des insti- bereich auf die internationale Zusammenarbeit angewiesen tutions européennes telles que le Collège d'Europe de Bru- sind, ist längstens bekannt. Mit den vorliegenden Beschluss- ges, pour ne mentionner que l'un des plus prestigieux. Il ne fait entwürfen soll unserer Jugend nun die Bildungslandschaft Eu- aucun doute que la Communauté européenne a fait preuve ropa besser geöffnet werden. Dies bedingt unsererseits eine d'un remarquable esprit d'initiative et de décision en adoptant Oeffnung unserer Grenzen. ses nombreux programmes de coopération transnationale en Allerdings wäre es ein Irrtum zu glauben, die Grenzen wären matière d'éducation et de mobilité. Il s'agit entre autres de pro- bisher geschlossen gewesen. Die ETH wurde nach ihrer Grün- grammes de formation technologique tels que COMETT ou de dung vor allem durch deutsche Professoren aufgebaut. Un- connaissance de langues étrangères - le programme Lingua sere Universitäten pflegen traditionsgemäss bilaterale, inter- - ou celui sur la mobilité des étudiants - le programme ERAS- nationale Kontakte mit gegenseitigem Austausch von Profes- MUS. Ce dernier a connu, selon le professeur Thorens, ancien soren und Studenten. Ende 1989 studierten im Hochschulbe- recteur de l'Université de Genève, «un succès immédiat, re- reich rund 14 500 Ausländer in der Schweiz und 4400 Schwei- marquable et, pour beaucoup inattendu». Cela a créé une dy- zer im Ausland. Das war ein Ausländeranteil von 18 Prozent, namique puissante et salutaire en interpellant de façon énergi- was international einer der höchsten Anteile ist. que et même brutale les universités. L'impact d'ERASMUS se Die Mobilität unserer Studenten ist dann zu fördern, wenn da- fait sentir fortement partout en Europe. Jusqu'à présent, la durch ihr Horizont erweitert wird und damit ihre Allgemeinbil- Communauté a été assez réticente quant à l'ouverture de ces dung auch verbessert werden kann. Als Voraussetzung zur programmes à la Suisse ou aux autres Etats de l'AELE. Il y a Mobilität wird heute die Koordination der Ausbildungspro- deux raisons à cela: d'une part, les programmes poursuivent gramme gefordert. Je koordinierter die Lehrpläne sind, desto des objets spécifiquement communautaires et, d'autre part, la einfacher ist die Mobilität. Die Koordination darf aber nicht zur Communauté entend tirer les enseignements de ces nouvel- Gleichschaltung und vor allem nicht zur Nivellierung nach un- les initiatives avant d'en faire l'objet d'accords internationaux. ten führen. Damit entstünde ein untragbarer Qualitätsverlust. Le nouvel arrêté autorisera le Conseil fédéral à conclure, dans Es wäre eine Verarmung der Bildungslandschaft, wenn zum Enseignement supérieur et mobilité 928 29 novembre 1990

Beispiel alle juristischen Lehrgänge der Schweiz gleichge- Förderung der studentischen Mobilität in unserem Lande und schaltet würden. Wozu sollte man noch von Zürich nach auf internationaler Ebene hingewiesen. Herr Bundesrat Cotti St. Gallen oder nach Basel wechseln, wenn überall das glei- hat uns dann - ich glaube mit einem Unterton des Bedauerns che Eintopfgericht angeboten würde? Die Gleichschaltung - auf die beschränkten Möglichkeiten des Bundes hingewie- führt zu keiner Mobilitätsverbesserung, im Gegenteil. Wenn sen und wörtlich festgehalten: «La compétence dans le sec- der Student keine Auswahl mehr hat, wird die Mobilität in der teur universitaire en Suisse appartient essentiellement aux Sache geringer. Auswahlmöglichkeit ist ein wesentlicher Be- cantons.» Ferner habe ich darauf hingewiesen, dass der Bun- standteil der Mobilität. desrat schon seit längerem verschiedene internationale Ver- Der Mobilität der Studierenden und Werktätigen dient die ge- einbarungen zur Hochschulkoordination hätte unterzeichnen genseitige Anerkennung der Diplome. Dies ist sicher zu be- wollen, dass aber die Voraussetzungen dazu noch nicht gege- grüssen. Eine gegenseitige Anerkennung darf aber wiederum ben waren. nicht zur Nivellierung nach unten führen. Gemäss dem deut- Heute nun haben wir über fünf Bundesbeschlüsse zu befin- schen Reformabitur konnte man die Matura mit vier Fächern den, die auf unsere damaligen Forderungen eingehen. Sie ha- bestehen, z. B. mit Geographie, Naturkunde, Religion und ben schnell gehandelt, Herr Bundesrat Cotti, dafür gebührt Ih- Turnen. Inzwischen hat man in unserem nördlichen Nachbar- nen und dem ganzen Bundesrat unser Dank und unsere Aner- land die Schraube wieder etwas angezogen. Die meisten Bun- kennung. Ich will auf die Probleme nicht näher eingehen, desländer verlangen wieder eine Sprache oder sogar Mathe- diese sind in der Botschalt und in dem ausführlichen Bericht matik. unseres Präsidenten dargelegt. Die fünf Vorlagen gehen die Mit dem Reformabitur wurde die Maturitätsquote auf 25 Pro- Probleme der gegenseitigen Anerkennung von Studienlei- zent erhöht. Jeder vierte eines Jahrganges ging an die Hoch- stungen und der Hochschulmobilität ganzheitlich an, indem schule. Damit entstanden die Massenuniversitäten mit dem sofort Massnahmen auf nationaler wie auch auf internationaler Problem des Numerus clausus. Die Berufslehre wurde ausge- Ebene vorgeschlagen und finanziell abgesichert werden sol- höhlt. Wenn durch die Anerkennung von ausländischen Matu- len. Dies ist meiner Meinung nach die einzig richtige Stossrich- ritätsausweisen bei uns der politische Druck auf Abwertung tung; wir können nicht von Europa etwas erwarten, was wir sel- der eigenen Maturität entstünde, so wäre dies von Uebel. Das ber nicht zustande bringen. heisst nicht, dass die heutige Maturitäts-Anerkennungsverord- Dabei nehmen wir mit Befriedigung zur Kenntnis, dass die nung und die Zahl der Fächer auf alle Zeiten unveränderlich Rektoren der schweizerischen Hochschulen eine Konvention sein müssen. Wenn wir unsere Berufslehre aber nicht auslau- unterzeichnet haben, welche die gegenseitige Anerkennung gen wollen, heisst das, dass wir bei der Maturitätsreform von von Studienleistungen erleichtern soll. Ein bedeutender einer grundsätzlichen Herabsetzung der Anforderungen ab- Schritt ist damit getan, auch wenn die Hochschulkonferenz sehen müssen. Das heisst nicht, dass man das Anforderungs- noch einiges zu kcnkretisisren hat. Diese Bemühungen müs- bild im Bereich der Fächer und des Stoffes nicht ändern sen nun intensiviert und ausgedehnt und dementsprechend könnte, aber das Niveau muss bleiben. Nur so können wir un- politisch und finanziell gefördert werden. Mit der Ueberwin- sere Berufsbildung auch erhalten. dung der föderalistischen Hürden und im Hinblick auf die ge- Unsere international hoch angesehene Berufsbildung ist noch genseitige Anerkennung von Studienleistungen und die Mobi- von einer anderen Seite her gefährdet. Die Ausbildung an un- lität der Hochschulangehörigen in diesem Lande schaffen wir seren Höheren Technischen Lehranstalten und an den Höhe- die unabdingbaren Voraussetzungen für eine internationale ren Wirtschafts- und Verwaltungsschulen wird im Ausland lei- Zusammenarbeit irn Bereich der höheren Bildung. der den Fachhochschulen nicht gleichgestellt, und zwar weil Die drei Bundesbeschlüsss zur internationalen Zusammenar- die Ausbildung bei uns in der Regel nur drei Jahre dauert statt beit sollen diese Bestrebungen auf Europa ausweiten und der geforderten vier Jahre. Die Leistungen der Sekundär- dazu dienen, der drohenden Isolation des Hochschulplatzes schule, der Berufsmittelschule und der Berufsschule werden Schweiz entgegenzuwirken. Alle zurzeit laufenden Verhand- nicht zur Kenntnis genommen. Auch der praktische Ausbil- lungen zum Teilhaben und Mitwirken der Schweiz am Europa dungsstand der Absolventen wird nicht in Rechnung gestellt. von morgen setzen die Fähigkeit voraus, über unsere nationa- Man hält sich bürokratisch an die Ausbildungsdauer. Wenn wir len Grenzen hinaus europäisch denken zu können. Wenn wir hier eine Lösung suchen - und wir müssen eine finden -, müs- uns eben - wie es in der Etotschaft heisst - vom Europa des sen wir aber darauf achten, dass aufgrund von irgendwelchen Geistes, der Kultur und der Kommunikation nicht ausklam- Konzessionen unsere Berufslehre nicht abgewertet wird. Wir mern wollen, dann müssen wir zunächst der Bildung dieses sind auf gute Berufsleute aus der ganzen Breite und Tiefe des Geistes und dieser Kultur die nationalen Schranken öffnen. Bildungssystems angewiesen. Um einen Sektor herauszu- Was in der Lehre selbst eigentlich schon längst stattgefunden nehmen: Wir brauchen gute Mechaniker, gute Techniker, gute hat, darf auf institutioneller Ebene nicht mehr länger nachhin- Ingenieure HTL und gute Ingenieure ETH. ken. Zu welcher Form des Mitwirkens in Europa wir auch fin- Wir sind für Eintreten auf die Vorlage und begrüssen die Aktivi- den werden: der akademisehen Freizügigkeit innerhalb von tät des Bundesrates, hier international aktiv zu werden und na- Europa wollen wir uns nicht länger verschliessen. Dabei öff- tional zu koordinieren, um die Mobilität zu verbessern, um die nen wir nicht nur unsere Hochschulen für Studierende aus den Bildungslandschaft Europa zu öffnen. europäischen Ländern, sondern wir verschaffen unserer Ju- Ich bitte aber den Bundesrat, zusammen mit der Erziehungs- gend auch vermehrten Zugang zu den vielen höheren Bil- direktorenkonferenz und der Schweizerischen Hochschul- dungsanstalten dieser Länder, zu deren Wissen und For- konferenz die möglichen unerwünschten Nebenwirkungen, schungsergebnissen, zu ihren Sprachen, Kulturen und Men- welche mit der Oeffnung zur Bildungslandschaft Europa gege- schen. Wir haben aber auch einiges in das Europa von mor- ben sind, im Auge zu behalten, um sie nötigenfalls rechtzeitig gen einzubringen, etwa im Ingenieurwesen, im Umweltschutz zu vermeiden. Alles, was wir auf der Welt tun, ist ja bekanntlich usw. Ein heute auf verschiedenen Ebenen stattfindender inter- immer mit der Gefahr unerwünschter Nebenwirkungen ver- nationaler Austausch kann aus reinen Zufälligkeiten und bunden. Das ist nicht nur beim Medikamentengebrauch so, manchmal vielleicht aus Unzulänglichkeiten herausgehoben sondern auch bei solchen Neuerungen. und zum integrierenden Bestandteil einer international ausge- Hüten wir uns darum, auf der einen Seite zu gewinnen und auf richteten Hochschulpolitik aufgewertet und institutionalisiert der anderen Seite zu verlieren. werden. Als föderalistischer Viersprachenstaat müssten wir im Ueber- winden regionaler, sprachlicher und kultureller Hindernisse Lauber: Es ist noch kein Jahr her, dass wir im Rahmen des und Grenzen eigentlich Uebung haben und als Vorbild dienen zweiten Paketes zur Aufgabenteilung zwischen Bund und können. Doch dem ist heute noch nicht so; wir haben also al- Kantonen über das neue Hochschulförderungsgesetz berie- len Grund, rasch die Voraussetzungen zu schaffen, um das ten. Damals haben verschiedene Votanten - so auch der Spre- Versäumte nachholen zu können. Die Vorbilder werden heute chende - auf die Notwendigkeit von Massnahmen zur Verbes- ja anderswo gegeben, wie etwa in Louvain (Löwen) und an an- serung der Koordination zwischen den Hochschulen und zur deren Orten; zurzeit wird zudem in Brüssel über das Erasmus- 29. November 1990 929 Höhere Bildung und Mobilitätsförderung

Programm verhandelt, an dem auch die Schweiz sehr interes- die innerschweizerische Koordination abgibl. Was da so in siert ist und sein muss. 20 Jahren zusammengebrachl wurde, isl nichl viel, islin höch- Wenn wir den vorliegenden Bundesbeschlüssen zustimmen, stem Masse bescheiden. Diese Koordinalionsbemühungen handeln wir in zweifacher Weise zeitgerecht; einmal von der sind nach wie vor schwerfällig, rechi schleppend. Ich unler- sachlichen Notwendigkeit her und zum ändern bezüglich des schälze die Schwierigkeiten nicht, die bestehen, aber oftfehll Zeitpunktes. tatsächlich der Wille, sich zusammenzuraufen und zu Lösun- Persönlich bin ich überzeugt, dass die vorgesehenen Mass- gen zu kommen. Das gereicht unserer Jugend und lelzllich nahmen geeignet sind, um die gesetzten Ziele erreichen zu auch unserem Land immer spürbarer zum Nachteil. So gese- können; sie nutzen den engen Spielraum der Verfassung und hen kommen diese Impulsprogramme sicher zur richtigen respektieren die Souveränität der Kantone bezüglich des Zeit, und selbstverständlich unterslülze ich sie. Aber eine Hochschulwesens, halten diese aber zum bildungspoliti- Sternslunde des Föderalismus - das muss man gerade in die- schen Aufbruch ins Europa von morgen an. Um auf das Eu- sem Saal sagen - sind sie nalürlich nicht. Wenn der Bund bei- ropa des Geistes und der Kultur zugehen zu können, müssen spielsweise hingeht und sogar interkantonale Arbeitsgruppen wir uns aber zunächst auch im eigenen Land aufraffen, der finanziell unterstülzl, die Abkommen zur gegenseiligen Aner- Hochschulbildung verbesserte Koordination und erhöhte Mo- kennung von Sludienzeilen, Sludienleislungen und Diplomen bilität zu verschaffen. Deren Verwirklichung im eigenen Land ausarbeiten, dann bezuschussl er sozusagen das Minimum stellt die Voraussetzung dar für eine europaweite akademi- dessen, was von den Kanlonen selbst erbracht und auch ver- sche Freizügigkeit, bei der es an sich nur Gewinner geben langt werden muss. sollte. Gerade unser Bildungswesen wird dabei erheblich pro- Als Slandesvertreter - auch eines Nichlhochschulkanlons - fitieren können, haben wir doch auf einigen Gebieten etwel- beschleicht mich eine gewisse Beschämung. Vielleicht müss- ches nachzuholen. Wir haben also Grund genug, den fünf len eher beim Hochschulförderungsgesefz, wo der Hebel et- Bundesbeschlüssen überzeugt zuzustimmen. was länger ist und nachhaltiger angesetzl werden könnte, el- was slriktere Auflagen gemacht werden, oder man müsste mil Onken: Man könnte es auf die Kurzformel bringen: Europa sei einem Bonus- und Malussyslem - wenn das möglich wäre - Dank! Endlich bewegt sich wieder einmal etwas in der schwei- nachhalligere Anreize selzen. Aber das wird wohl nichl gehen, zerischen Bildungslandschaft. Die Aufbruchstimmung um uns obwohl das Geschäft im Nalionalrat noch in Beratung ist. herum, die länderübergreifenden Kooperationsbemühungen, Man muss zugeben, dass der Bund selber auch im Glashaus die Grosszügigkeit, mit der die Europäische Gemeinschaft in sitzl und nichl unbedingl mil Steinen um sich werfen kann. das Bildungswesen investiert, fordern auch uns heraus, rüt- Man kann nämlich nichl sagen, dass die Eidgenössischen teln an gewissen eingefahrenen Strukturen und bringen fri- Technischen Hochschulen auf diesem Gebiel der Koordina- schen Wind in die sorgsam abgeschotteten Stuben der Grals- lion Vorzeigeschulen wären, Muslerbeispiele einerfortschrittli- hüter des bildungspolitischen Föderalismus. chen Zusammenarbeil, einer so grossen Durchlässigkeil, Ich habe schon beim Eintreten auf das Geschäft Aufgabentei- dass sie bereits innerschweizerisch abgestimml und auch ge- lung - auf dieses etwas leichtgewichtige Paket, das da ge- genüber dem Ausland in jeder Beziehung kompalibel wären. schnürt worden ist - gesagt, dass die föderalistische Balance Auch sie unternehmen zwar Anslrengungen, das sei aner- in unserem Land nicht durch den Bund bedroht sei, der immer kannt Sie sind aber weil vom Ziel entfernt Der Bund muss hier mehr an sich ziehe, der immer stärker in die Souveränitäts- sicher diese Anslrengungen unlerslülzen, er muss Schrittma- rechte der Kantone eingreife, sondern, ganz im Gegenteil, cherdiensle leisten, wo er zusländig isl und -soweit dies mög- durch die Kantone selbst, nämlich durch ein Schleifenlassen lich ist - die kantonalen Universitäten in seinem Kielwasser der Dinge, durch eine gewisse Tatenlosigkeit, durch einen bil- mitziehen. dungspolitischen Immobilismus, der dann unweigerlich zu ei- Ich möchte abschliessend noch auf zwei Punkte verweisen, nem Tätigwerden des Bundes führt. Im Bildungsbereich öffnet die teilweise schon angesprochen worden sind von Vorred- sich die letzte Chance. Entweder wird sie von den Kantonen nern, zwei Punkte, die nur mittelbar mil dieser Vorlage ver- gemeinsam, ideenreich, den Spielraum ausreizend, koopera- knüpft sind. Das eine ist das Wohnproblem der Studenten. tionswillig genutzt, oder aber diesem föderalistisch aufgesplit- Man kann die Mobilitai nichl wirklich fördern, wenn es den Slu- terten System der Bildungsschrebergärten milden niedlichen denlen so grosse Schwierigkeilen bereitet in einer anderen Zäunchen und den lauschigen Lauben schlägt in Form eines Universilälssladl eine Wohnung zu finden. Wenn man sich neuen Bildungsartikels die letzte Stunde. elwa Zürich mit den teilweise sehr langen Wartelisten ansieht Milden Konventionen des Europarates und der Unesco öffnen erkennl man, dass von daher eine Einschränkung gegeben wir uns auf Europa. Aber wir reissen das Fenster nichl auf, wir ist. Wir sprachen schon mehrfach über dieses Problem. Es ist öffnen es im Grunde genommen nur einen Spali breil. Zwi- vom Bund erkannt Der Bund kann hier nur flankierend unter- schen den Zeilen dieser proklamierten Oeffnung, das kann stützen. Aber das, meine ich, sollte erlun zugunsten der Hoch- man in der Botschaft nachlesen, wimmelt es nämlich weiterhin schulkantone, aber auch in Nichlhochschulkanlonen, die hier von Vorbehalten, von Aengslen, von Rückzugsmöglichkeilen, ebenfalls ihren Beilrag zu leisten haben. Das isl unbeslritten. von kleinen Hintertürchen. Ein zweites Problem scheinen mir immer mehr und deullicher Man verweist beispielsweise darauf, dass sich eigentlich nur die Höheren Technischen Lehranslallen und die Höheren der Signalarslaal selber verpflichfe, also der Bund, und dass Wirtschafts- und Verwallungsschulen zu werden. Dieser damil wohl in ersler Linie die Eidgenössischen Technischen Schultyp brauchl unbedingl mehr Zuwendung, und zwar auch Hochschulen in die Pflichl genommen werden können, nichl von seilen des Bundes. Auch hier sind die Kantone federfüh- aber die kanlonalen Universilälen. Oder man liebäugelt schon rend, doch auch der Bund muss sich diesem Problem stärker jetzl mil der «sinngemässen Anwendung», die in vielen Berei- zuwenden. Wir haben bei einer Inspektion der Geschäftsprü- chen bei der Ausgeslallung möglich ist. Oder man verweist fungskommission klar erkannt, dass das Biga zuwenig tut, darauf, dass die Quote zur Aufnahme von Ausländern in un- dass die Anteilnahme im Grunde genommen zu gering ist serm Land schon längst erreicht sei, oder aber man Iröstet Hier muss mehr gemachl werden! Es ist eine Aufwertung die- sich mil den fachspezifischen Zulassungsprüfungen und den ser Schulen nötig. Es ist eine Unterslülzung der Reformbemü- Sonderprüfungen, die weiterhin möglich bleiben. Man will all hungen erforderlich, wie sie jelzl in den Kanlonen angelaufen das, diesen föderalislischen Vorbehall sozusagen, auch noch sind. Wir müssen unbedingl danach irachlen, die Gleichran- verankert wissen, kurz: man riskiert eigentlich nicht sehr viel; ja gigkeit und die Konkurrenzfähigkeit dieser Schulen im interna- es wundert einen das lange Zieren und Zögern in diesem Be- lionalen Bildungswettbewerb sicherzustellen. Wir müssen un- reich. bedingl versuchen, auch die inlernalionale, europaweite Aner- Zu hoffen ist immerhin, dass diese scheue Annäherung an Eu- kennung der Abschlüsse zu sichern, und wir müssen die Mo- ropa, die eben - das bedaure ich insbesondere - keine freiwil- bilitai der Sludierenden auf dieser Slufe fördern. Auch das lige ist, keine, die von innen heraus wirklich gewolll und milge- muss ein Anliegen sein. Meine Idee wäre - wir werden sie in Iragen ist, sondern in gewissem Sinne eine erzwungene, dass der Kommission weiterverfolgen, wir werden uns mit diesem diese Annäherung an Europa also auch ein paar Reflexe für Problemkreis noch vertieft auseinandersetzen -, dass man Enseignement supérieur et mobilité 930 29 novembre 1990

auch im Bereich der HTL/HVW einmal ein Impulsprogramm von seilen des Gewerbes bestätige, wie sehr wir daran interes- auf die Beine stellt, mit dem Anstösse gegeben werden, wie siert sind, dass de Förderung, wie sie heute durch den Bun- die Reform, die noch in den Anfängen steht, nun doch be- desrat vorgesehen ist, im Bereich der Hochschulen tatsäch- schleunigt werden kann und wie die Bemühungen der Kan- lich möglich wird, dass aber keine Konkurrenz zur Berufsaus- tone durch den Bund unterstützt werden können. Das scheint bildung entsteht. mir ein absolutes Erfordernis zu sein. Die Berufsausbildung hat äusserst grosse Bedeutung in der Schweiz und für die Schweiz, gehen wir doch davon aus, dass Piller: Nach den Ausführungen von Herrn Onken und Herrn neben dem Ingenieurwissen, das bedeutungsvoll ist, die Qua- Ruesch kann ich mich relativ kurz fassen. Ich wollte gerade litätsarbeit am Arbeitsplatz mitentscheidend und mitbestim- diesen Bereich der HTL-Ausbildung wieder einmal in Erinne- mend für den Industrie-und den Produktionsstandort Schweiz rung rufen. Ich weiss, es gehört eigentlich nicht hierher; es ist ist. Lieber 60 Prozent unserer jungen Leute beginnen ihre be- im Bereich Biga angesiedelt, und es betrifft nicht dieses Depar- rufliche Laufbahn mit einer Berufslehre, die als Basis für ihren tement. Gerade deshalb scheint es mir aber wichtig, hier auf späteren Broterwerb dient. Es ist bedeutungsvoll, dass wir ge- ein fundamentales Problem hinzuweisen. Wir waren jahrzehn- rade diesen Leuten in Zukunft die Möglichkeit bieten, quasi telang stolz auf unsere Berufsausbildung, auf unser Berufsbil- über den zweiten Bildungsweg aufsteigen zu können und im dungsgesetz. Wir haben in ihm die Ingenieur-HTL-Ausbildung Erfolgserlebnis ihren Beruf besser, qualifizierter und mit mehr auch angesiedelt, und zwar nicht etwa als ein eigentliches In- Wissen ausüben zu können. genieurstudium, sondern als zusätzliche berufliche Ausbil- In diesem Sinne möchte ich meine Vorredner unterstützen. Ich dung, als eine Weiterbildung innerhalb des Berufsbildungsge- bin für die heutige Vorlage, bitte aber darum, dass wir alles setzes. daran setzen, die Berufsajsbildung nicht zu vergessen. Sie ist Zur heutigen Situation: Ein Lehrling absolviert normalerweise das Grundinstrument für die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit vier Jahre Lehre, der Maturand geht vier Jahre zur Schule, der in unserem Land. Berufsmann macht dann drei Jahre lang ein Ingenieur-HTL- Studium an einer Ingenieurschule, der Hochschulingenieur Danioth: Obschon ich Mitglied der Kommission bin, wollte ich normalerweise vier Jahre an unseren technischen Hochschu- nicht Stellung beziehen und bereits Gesagtes wiederholen. len. Beide verlassen als Ingenieure die Schule. Dann muss Die Voten der Herren Onksn und Piller veranlassen mich abor, sich der Ingenieur HTL doch doppelt betrogen vorkommen. doch einige Akzente etwas anders zu setzen. Erstens darf er nach Berufsbildungsgesetz nicht einmal Ich bin mit Ihnen einverstanden, Herr Kollege Onken, dass wir schreiben «diplomierter Ingenieur HTL», das ist ihm untersagt, im innerschweizerischen Bereich die Koordination schon viel weil gewisse Probleme wegen der Abgrenzung gegenüber länger hätten forcieren können. Diese Kritik richtet sich in er- dem Hochschulingenieur entstanden sind. Zweitens stellt er ster Linie an die Hochschulen, aber das jahrelange Leben im fest, dass es innerhalb Europas kein Aequivalent gibt. Die EG elfenbeinernen Turm dort ist nun doch in Bewegung gekom- lehnt es ab, den Ingenieur HTL beispielsweise dem Fachhoch- men. schulingenieur Deutschlands gleichzustellen. Mir liegt am Herzen, davor zu warnen, die Hochschulen gegen Das führt schon bald zu gewaltigen Problemen. Wenn wir den die HTL auszuspielen und beim sinnvollen Aufbau der HTL, EWR-Vertrag abschliessen werden, wird die Wirtschaft gewal- wie er heute besteht - einerseits abgeschlossene Berufslehre, tige Probleme haben. Bereits heute beklagen sich Grossunter- andererseits die anschließende Höhere Technische Lehran- nehmer darüber, dass beim Abschluss von Lieferverträgen für stalt -, voreilige Amputationen vorzunehmen, die sehr Industrieanlagen oder Produkte ein Ingenieur entsprechend schmerzlich wären, weil dar Vorteil der berufsbezogenen Aus- der Titelbewertung innerhalb Europas gefordert wird, bei- bildung zum Ingenieur HTL in der Praxis sehr gewichtig ist. Ich spielsweise für die Abnahme. Dort fällt der Ingenieur HTL her- weiss das. Es braucht die Erfahrung und eine gewisse Reife, aus. Es muss ein Ingenieur ETH sein, obwohl unser Ingenieur die diese Absolventen mitbringen. Sie haben eine auch im HTL sieben Jahre studiert hat: Berufslehre plus drei Jahre In- Ausland anerkannte Berufslehre abgeschlossen, und es ist le- genieurschule! diglich die Frage, ob der Zugang zu den Höheren Techni- Wir müssen schleunigst unser Berufsbildungsgesetz revidie- schen Lehranstalten erleichtert werden kann. ren, damit wir diese Ungerechtigkeit eliminieren können. Es Ich weiss aus meiner eigejnen Regierungstätigkeit, dass ein- wurden mehrere Vorschläge gemacht. Die Direktorenkonfe- zelne Abteilungen zwei- b s vierfach geführt werden müssten, renz der HTL-Schulen hat ziemlich unwillig auf die schlep- dass aber die räumlichen und personellen Kapazitäten dies pende Behandlung dieses Problèmes reagiert. Das Biga hat nicht zulassen. Ich pflichte Ihnen bei, dass der Ausbau der Be- jetzt eine Arbeitsgruppe eingesetzt; es wird sich dort etwas be- rufsmittelschule vor allem im Interesse jener Regionen, für de- wegen. Wir haben auch eine kleine Parlamentariergruppe ge- ren Bewohner aus geographischen und anderen Gründen der bildet, um es zu beschleunigen. Meines Erachtens muss aber Zutritt problematisch ist, fcrciert werden sollte. der politische Wille kommen, dass man ganz gezielt nach Lö- Persönlich glaube ich, dass sich bei aller Ueberprüfung der sungen sucht und nicht einfach Pflästerlipolitik betreibt und Struktur das Grunclkonzept der Höheren Technischen Lehran- sagt, an der Berufslehre - fast ein ideologischer Kampf! - stalt bewährt hat und dass man hier keine voreiligen Versuche dürfe nicht gerüttelt werden. Natürlich müssen wir die Institu- machen sollte. Ich glaube' ebenfalls, dass die Stipendienfor- tion Berufslehre beibehalten. Aber wir müssen die Berufsmit- cierung - sei es innerschweizerisch, sei es für Stipendiaten, telschule endlich zu einer echten Berufsmittelschule aus- die im Ausland studieren wollen -weitergetrieben werden soll. bauen, die auch den Lehrlingen eine Möglichkeit gibt, ein In- Herr Bundesrat Cotti hat rr.it der Erhöhung der Beiträge an die genieurstudium zu starten, das wirklich als Aequivalent zur Kantone bereits einen ersten wichtigen Schritt getan. Fachhochschule in Deutschland eingestuft wird. Es gibt ver- Hier muss weitergeschritten werden. Gerade Absolventen von schiedene Modelle, die endlich verwirklicht werden müssen. Berufslehren, die sich in diesen Höheren Technischen Lehran- Ich bitte den Bundesrat, alles daran zu setzen, damit sich un- stalten oder Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschulen sere Ingenieure HTL-es kommen jährlich doppelt so viele von weiterbilden, sind benachtailigt, da diese Schulen in einzelnen den Schulen als von den ETH, doppelt so viele! - am Schluss Kantonen noch als Zweitausbildung betrachtet und damit dis- nicht weiterhin betrogen vorkommen müssen, weil sie inner- kriminiert werden. halb Europas keine Anerkennung erhalten und nirgends in Hier liegen, nach meiner Meinung, zwei wichtige Stossrichtun- Europa ein Aequivalent besteht. Hier ist Reform dringend nö- gen. tig. Ich bitte inständig, Herr Bundesrat Cotti, auch wenn es sich Frau Weber: Erlauben Sie mir ganz kurz drei Bemerkungen. nicht um Ihren Zuständigkeitsbereich handelt, doch im Bun- An sich ist ja diese Vorlage völlig unbestritten, deshalb nur zu- desrat zu bewirken, dass vorwärts gemacht wird. sätzlich einige Bemerkungen. Ich kann mich meinen Vorred- nern eigentlich anschliessen. Kündig: An sich könnte ich nach den Aeusserungen meiner I.Wenn wir über einen europäischen akademischen An- Kollegen jetzt schweigen. Es ist aber wichtig, dass ich auch schluss sprechen, ist es wirklich wichtig, wie das Herr Kündig 29. November 1990 931 Höhere Bildung und Mobilitätsförderung

gesagt hat, dass wir die Berufsbildung nicht vergessen. Es ist tungen zu tragen, für die ich zuständig bin; und diejenigen, die meines Erachtens die Stärke der schweizerischen Ausbil- andere Verantwortungen tragen, müssen sie eben auch for- dungsstruktur, dass wir einen guten Mittelbau ausbilden und mell vertreten. Deshalb sagen wir ganz offen: Diese wunder- weiterbilden. Wir haben in der Schweiz nicht nur Akademiker bare Aufgabe der Kantone im Bildungsbereich ist ein wesentli- auszuweisen, sondern wir haben einen guten, starken Mittel- cher Punkt unseres Föderalismus. Aber wenn es den Kanto- bau mit einer guten Ausbildung. Das finde ich sehr wichtig. nen nicht gelingt, vermehrt und schneller als in der Vergan- Und zu diesem Mittelbau müssen wir Sorge tragen, ihn weiter- genheit hier gesamtheitliche Lösungen zu finden - in eigener hin auch stützen und fördern und Leistung von ihm fordern. Verantwortung wohlverstanden -, dann zweifle ich nicht, dass 2. Wenn wir übergehen zu einem europäischen System, dann wir demnächst mit schwerwiegenden Problemen konfrontiert ist es wichtig, dass wir zwischen dieser Berufsbildung, Weiter- werden. Ich habe aber volles Vertrauen in die Kantone. Ge- bildung und dem akademischen Anschluss die Durchlässig- wisse Entwicklungen sind im Gange. Es wurde zum Beispiel keit garantieren und an der Durchlässigkeit im Hinblick auf ein die Vereinbarung der Hochschulrektorenkonferenz erwähnt. Europa arbeiten. Wir müssen fliessende Uebergänge - euro- Aber es muss schnell gehen, denn in der Tat sind wir heute in päisch-gewährleisten. Das ist sehr wichtig. der Lage, Ihnen die verschiedenen europäischen Konventio- 3. Herr Ruesch hat das Stichwort Fachmatura geliefert. Es nen zur Unterzeichnung zu unterbreiten, und zwar deshalb, scheint mir sehr wichtig zu sein, dass wir in der Schweiz uns weil die Kantone, insbesondere die EDK (Erziehungsdirekto- öffnen in bezug auf diese Fachmatura; damit erreichen wir renkonferenz) und die Schweizerische Hochschulkonferenz, auch den europäischen Anschluss. Ich weiss, dass im kauf- nach zwanzig Jahren endlich mit dieser Unterzeichnung ein- männischen Bereich Bemühungen bestehen und dass im verstanden waren. Der Bund hätte es begrüsst, wenn dies viel Biga solche Entwicklungen ins Auge gefasst werden. Ich früher geschehen wäre. Es muss speditiver gehandelt wer- möchte ermuntern, dass man sich hier quasi in der Idee findet. den, denn die Zeiten warten einfach nicht mehr auf uns. Insbe- sondere auch Europa wartet nicht mehr auf uns. M. Cottier, rapporteur: Je voudrais simplement vous donner Ich möchte den dritten Grundsatz noch erwähnen, der dieser l'avis de la commission au sujet des préoccupations expri- Vorlage zugrunde liegt. In diesen Bereichen der Bildung und mées ici quant à la coopération et à la mobilité nationales et der Forschung ergeben sich für uns wahrhaftig keine schwer- internationales entre les écoles techniques supérieures. La wiegenden Probleme für die internationale Zusammenarbeit. commission partage ces soucis, et c'est pourquoi elle a dé- Ich habe das auch meinen Kollegen im Ausland immer wieder cidé de poursuivre l'examen des possibilités d'une meilleure gesagt. Im Forschungsbereich sind wir bereit, voll und ganz coordination entre les écoles techniques supérieures, et ceci mitzumachen, im Bildungsbereich weitgehend auch. Da ha- aux niveaux national et international. Cet examen concernera ben wir keine institutionellen Hindernisse. Da haben wir keine également les écoles administratives supérieures. wesentlichen Elemente, die uns daran hindern könnten. Des- halb auch diese breite Oeffnung nach Europa, die diese Vor- Bundesrat Cotti: Ich bin allen Ständeräten und Ständerätin- lage beinhaltet. nen, die das Wort ergriffen haben, dankbar, denn diese - las- Sie kennen die Konventionen des Europarates und der sen Sie mich das Wort gebrauchen - wichtige Botschaft hätte Unesco. Ich möchte darüber nicht weiter berichten. Ich es nicht verdient, gleichsam im allgemeinen Beifall unterzuge- möchte Sie darauf hinweisen, dass besonders das EG-Pro- hen. Es war wichtig, dass hier die verschiedenen Vertreter der gramm Erasmus - ich komme damit auf die Mobilität zu spre- Stände ihre Kommentare anbrachten. Es geht letzten Endes chen - eine wichtige Funktion ausüben wird. Einige Zahlen - um sehr wichtige Fragen wie die der internationalen Zusam- der Herr Berichterstatter hat einige davon übrigens schon er- menarbeit, wie die der Mobilität der Studenten. wähnt -: Weniger als 4 Prozent unserer Schweizer Studenten Es geht hier nicht so sehr um die Qualität, Herr Ruesch, denn verbringen ein Semester im Ausland. Wir stellen fest, dass Eu- die Zielsetzungen der Vorlage sind einfach anders gelagert. ropa hier starke Anstrengungen unternimmt, um die Mobilität Aber ich bin mit Ihnen einverstanden: Alle Bestrebungen, die zwischen den EG-Ländern zu fördern, und es ist auch richtig unter diesen Gesichtspunkten ergriffen werden, dürfen wahr- so. Der Zusammenhalt dieser grossen Gemeinschaft wird haftig nicht zu einer Nivellierung nach unten führen. Es kann ohne Zweifel in den nächsten Jahrzehnten dadurch gefördert, durchaus sein, dass hier eine gewisse Konfliktualität entste- dass heute die jungen Leute der Gemeinschaft von Frankreich hen könnte bei einem Weiterschreiten in Richtung z. B. der nach England, nach Deutschland, nach Italien studieren ge- Mobilität. Wir wollen aber alles daransetzen, damit diese hier hen. Das ist eine absolute Notwendigkeit auch für uns. lauernde Gefahr umgangen werden kann. Wenn ich Ihnen sage-ich komme auf die landesinterne Mobi- Insbesondere der Rahmen dieser Vorlage wurde klar darge- lität zu sprechen -, dass sich von den fast 9000 Studenten in stellt, seitens der Herren Onken, Ruesch und Lauber. Sie ha- der Schweiz, die im ersten Semester standen (Studienjahr ben natürlich die zentralen Kompetenzen der Kantone bei die- 1980/1981), nur einige Dutzend an einer Universität einer an- sen Fragen unterstrichen. Es ist tatsächlich so, wie Herr Lau- deren Sprachregion befanden, stellen Sie die Notwendigkeit ber sagte: Zentral sind bei diesen Fragen natürlich die Kan- fest, auch unsere landesinterne Mobilität zu fördern. Ich er- tone. Die Massnahmen, die wir - abgesehen vom Beitritt zu wähne zuhanden aller Personen, die hier das Wort ergriffen den internationalen Hochschulkonventionen - vorschlagen, haben, insbesondere auch zuhanden von Herrn Ruesch: Die sind letzten Endes nur Impulse zuhanden derjenigen, die hier interne Mobilität hat nach meiner Auffassung je länger, je mehr tatsächlich die Möglichkeit haben zu handeln: also Impulse an eine eminent staatspolitische Bedeutung. Denn wenn wir uns die Kantone. schon ab und zu Fragen stellen über die Suche dieses Landes Dieses Kriterium der Impulsgebung wird je länger, desto mehr nach einer neuen Identität, sagen wir dies oft, ohne genau zu unsere Bundespolitik beeinflussen. Sie werden demnächst wissen, was darunter zu verstehen ist. Dann gibt es minde- mit der Botschaft für die künftigen Forschungsgelder der Peri- stens die alten Identitäten, an denen wir festhalten und die wir ode 1992 bis 1995 konfrontiert werden. Sie werden sehen, fördern wollen. Und eine der wesentlichen Identitäten ist doch, dass wesentlich mehr Gelder in Richtung Kantone fliessen dass wir ein mehrsprachiges Land haben. Deshalb soll den werden. Aber Sie werden zugleich sehen, dass dieser Fluss je deutschschweizerischen Studenten vermehrt die Möglichkeit länger, desto mehr auch in irgendeiner Form zielgerichtet sein gegeben werden, an welschen Universitäten zu studieren und wird. Also würde ich meinen, die allgemeinen Beiträge - etwa umgekehrt - und, wer weiss, vielleicht morgen auch an einer die Grundbeiträge nach dem Hochschulförderungsgesetz - Universität der italienischen Schweiz. werden verhältnismässig weniger ansteigen als Beiträge für Es sind von Herrn Piller, von Frau Weber, von Herrn Kündig Impulsprogramme. Es ist der einzige Weg, Herr Onken, oder und von Herrn Danioth Fragen gestellt worden, die sich auf die einer der wenigen, über die der Bund heute verfügt, gewisse Berufsbildung beziehen. Der Herr Berichterstatter, Herr Stän- Lenkungsfunktionen wahrzunehmen. Aber es bleibt bei der derat Cottier, hat schon darauf hingewiesen, dass die Kom- Tatsache, die unbestritten ist: Letzten Endes obliegt es den mission diese Probleme nicht etwa vergessen habe. Natürlich Kantonen, hier die Verantwortung zu übernehmen. bezieht sich die Botschaft auf eine ganz spezifische Problema- Ich bin es gewohnt, ganz allgemein im Leben, jene Verantwor- tik. Insofern ist sie nicht abgerundet. Motion du Conseil national (Rychen) 932 29 novembre 1990

Ich kann Ihnen versichern, dass sich der Bundesrat mit der Bundesbeschluss über Massnahmen zur Förderung der schwerwiegenden Problematik unserer Berufsbildung, insbe- gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen und sondere, Herr Piller, der Problematik unserer Höheren Techni- der Mobilität in der Schweiz schen Lehranstalten (HTL), befasst. Ich bin Ihnen dankbar für Arrêté fédéral instituant des mesures propres à promou- die Diskussion, die Sie heute begonnen haben. Sie wird ohne voir la reconnaisance réciproque des prestations d'études Zweifel zur Weiterentwicklung dieser Problematik beitragen. et la mobilité en Suisse Dass hier auch Probleme des Verhältnisses der HTL zu den Hochschulen entstehen, muss ich nicht besonders unterstrei- Gesamtberatung - Traitement global du projet chen. Herr Lauber, ich teile Ihre Meinung: Im Rahmen unserer Kom- Titel und Ingress, Art. 1-6 petenzen hat der Bundesrat heute mit dieser Vorlage die Mög- Titre et préambule, art. 1 -6 lichkeiten des Bundes, die in diesem Bereich bestehen, aus- geschöpft. Ich bin dem Ständerat dankbar, wenn er den ver- Gesamtabstimmung - Vota sur l'ensemble schiedenen Vorlagen einhellig zustimmen wird. Ich teile Ihnen im übrigen mit, dass die Erasmus-Verhandlun- Für Annahme des Beschlussentwurfes 28 Stimmen gen nächste Woche, am 5. Dezember, beginnen. Wir hoffen, (Einstimmigkeit) bei positivem Ausgang für das akademische Jahr 1992/93 die entsprechenden Vorbereitungen abgeschlossen zu haben. Bundesbeschluss über die Finanzierung der Massnah- Wir hoffen auch, dass die Verhandlungen, denen Vorbespre- men zur Förderung der gegenseitigen Anerkennung von chungen vorausgegangen sind, so schnell geführt werden, Studienleistungen und der Mobilität in der Schweiz dass man im nächsten Jahr zu einem Abschluss kommen kann. Arrêté fédéral relatif au financement des mesures propres à encourager la reconnaissance réciproque des presta- Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen tions d'études et la mobilité en Suisse Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Gesamtberatung - Traitement global du projet Bundesbeschluss über die Hochschulkonventionen des Europarates sowie die Hochschulkonvention der Unesco Titel und Ingress, Art. 1 - 4 für die Staaten der Region Europa ' Titre et préambule, art. 1 -4 Arrêté fédéral sur les conventions universitaires du Con- Gesamtabstimmung - Vota sur l'ensemble seil de l'Europe et la Convention de ('UNESCO pour les Etats de la région Europe Für Annahme des Beschlussentwurfes 27 Stimmen Gesamtberatung - Traitement global du projet (Einstimmigkeit)

Titel und Ingress, Art. 1-3 Titre et préambule, art. 1-3 An den Nationalrat-Au Conseil national

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Beschlussentwurfes 27 Stimmen #ST# 90.313 (Einstimmigkeit)

Bundesbeschluss über die internationale Zusammenar- Motion des National rates beit im Bereich der höheren Bildung und der Mobilitätsför- (Rychen) derung Drogenmissbirauch. Arrêté fédéral relatif à la coopération internationale en ma- Nationale Präventionskampagne tière d'enseignement supérieur et de mobilité Motion du Conseil national (Rychen) Gesamtberatung - Traitement global du projet Toxicomanie. Titel und Ingress, Art. 1-5 Campagne nationale de prévention Titre et préambule, art. 1 - 5

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Beschlussentwurfes 27 Stimmen Wortlaut der Motion vom 6. Februar 1990 (Einstimmigkeit) Der Bundesrat wird beauflagt, eine breitangelegte nationale Kampagne gegen den Drogenmissbrauch nach dem Vorbild Bundesbeschluss über die Finanzierung der internationa- der Aids-Kampagne einzuleiten. len Zusammenarbeit im Bereich der höheren Bildung und der Mobilitätsförderung Texte de la motion du 6 février 1990 Arrêté fédéral relatif au financement de la coopération in- Le Conseil fédéral est cha-gé de lancer une campagne natio- ternationale en matière d'enseignement supérieur et de nale de prévention de la toxicomanie en prenant pour exemple mobilité la campagne contre le SIDA.

Gesamtberatung - Traitement global du projet M. Gautier, rapporteur: C est le 6 février de cette année que M. Rychen, conseiller national, déposait la motion qui nous Titel und Ingress, Art. 1-3 occupe. Le 5 juin, le Conseil fédéral déclarait l'accepter et le Titre et préambule, art. 1 - 3 22 juin le Conseil national l'adoptait sans débat. La Commis- sion de la santé publique et de l'environnement vous propose Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble d'en faire de même et si vous la suivez, cette motion aura été transmise au Conseil fédéral moins de dix mois après son dé- Für Annahme des Beschlussentwurfes ' 26 Stimmen pôt, ce qui me paraît assez rapide. (Einstimmigkeit) La motion demande que lo Conseil fédéral lance une campa- Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Höhere Bildung und Mobilitätsförderung. Internationale Zusammenarbeit

Enseignement supérieur et mobilité. Coopération internationale

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Jahr 1990 Année Anno

Band V Volume Volume

Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale

Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 04 Séance Seduta

Geschäftsnummer 90.059 Numéro d'objet Numero dell'oggetto

Datum 29.11.1990 - 08:00 Date Data

Seite 926-932 Page Pagina

Ref. No 20 019 494

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