Parliament Calls for Expanded Cultural Cooperation for Conflict Resolution
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Parliament adopted a postulate urging the Federal Council to significantly expand international cultural cooperation, particularly by appointing cultural attachés to countries less proximate to Switzerland. The rationale is that such a program, focusing on conflict resolution rather than mere promotion, would leverage cultural and intellectual figures to foster understanding and prevent conflicts by addressing underlying cultural, historical, and religious tensions. The Federal Council agreed to consider this initiative.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 14 Absatz; Parliament Calls for Expanded Cultural Cooperation for Conflict Resolution: sen, dass es sich um einen schriftlichen Beitrag handelt. Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Postulat Braunschweig 702 N 23 mars 1990
In den Parlamenten der BRD, Kanadas, der USA und der Le Conseil fédéral est invité à présenter dès que possible au
Tschechoslowakei können schriftliche Texte anstelle von Parlement un nouveau rapport d'ensemble sur l'Europe qui
mündlichen abgegeben werden. In anderen Parlamenten wer- analyse en particulier la «politique de neutralité et les aspects
den im Protokoll der Debatten auch nicht mündlich vorgetra- institutionnels des relations de la Suisse avec les Commu-
gene ministerielle Antworten, Tabellen, Statistiken, Dokumen- nautés européennes» et sur lesquels il prendra position.
tationselemente usw. aufgeführt (Angaben aus «Parlements
dans le monde», Bruxelles 1986, S. 627ff.). Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Man könnte sich kurze Texte vorstellen; ein zu langer Text Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen
würde nicht gelesen und im Amtlichen Bulletin zu viel Platz be- eine schriftliche Antwort.
anspruchen. Der Text müsste so rechtzeitig eingereicht wer-
den, dass die Berichterstatter und der Bundesrat noch von Schriftliche Erklärung des Bundesrates
ihm Kenntnis nehmen können. Die Parlamentsdienste könn- vom 14. Februar 1990
ten die Vervielfältigungsarbeiten übernehmen. Eine spezielle Déclaration écrite du Conseil fédéral
Kennzeichnung im Amtlichen Bulletin würde darauf hinwei- du 14 février 1990
sen, dass es sich um einen schriftlichen Beitrag handelt. Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Falls diese Neuerung nur im Nationalrat, in welchem die Ar-
beitsüberlastung besonders krass ist, eingeführt werden soll, Ueberwiesen - Transmis
ist die Ueberweisung einer Motion nicht nötig, und ein Postulat
würde genügen.
Nach der Ueberweisung würde das Büro eine Aenderung des
Réglementes des Nationalrates vorlegen.
#ST# 89.801
Schriftliche Erklärung des Büros
Déclaration écrite du Bureau Postulat Braunschweig
Das Büro beantragt dem Nationalrat, die Motion in der Form Konfliktbewältigung durch
eines Postulates anzunehmen.
internationale kulturelle Zusammenarbeit
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Coopération culturelle
et règlement des conflits
#ST# 89.699
Wortlaut des Postulates vom 14. Dezember 1989
Postulat der Kommission Die Schweiz ist nur gerade in einigen westlichen Kulturzentren
für auswärtige Angelegenheiten und in Tokio durch Kulturattaches vertreten, die zudem als er-
Institutionelle Aspekte der Beziehungen stes die Aufgabe haben, die Schweiz im Ausland zur Darstel-
der Schweiz mit den EG lung zu bringen.
Wir bitten den Bundesrat, die internationale kulturelle Zusam-
Postulat de la Commission menarbeit unter anderem durch die Ernennung von Kulturat-
des affaires étrangères taches in zahlreichen Staaten, die uns geographisch, poli-
Aspects institutionnels des relations tisch, kulturell weniger nahe sind, ganz wesentlich auszu-
de la Suisse avec les CE bauen.
Durch die Ernennung von Frauen kann ihr Anteil unter den Di-
plomaten in gewünschter Weise endlich erhöht werden.
Dies drängt sich um so mehr auf, als Frauen häufig in Konflikt-
situationen die zusätzlich Benachteiligten sind.
Wortlaut des Postulates vom 7. November 1989 Bei dieser Ausgestaltung soll es nicht in erster Linie um Wer-
Bei der Ueberweisung des Postulates der Wirtschaftskommis- bung für unser Land und unsere Kultur gehen, sondern lang-
sion vom 25. Oktober 1988 hat der Nationalrat den Bundesrat fristig um Konfliktbewältigung.
gebeten, einige Fragen zu vertiefen, namentlich Fragen insti- Möglicherweise können Kultur- und Geistesschaffende selber
tutioneller Art, die er in seinem Bericht vom 24. August 1988 diese Aufgabe mit mehr Aussicht auf Erfolg lösen. Im Ausland
über die Stellung der Schweiz im europäischen Integrations- besteht eine vorbildliche Tradition, während der letzte Schwei-
prozess behandelt hat. zer Diplomat dieses Formats Carl J. Burckhardt war - vor 50
Im Januar 1988 hat das EDA eine «Groupe de réflexion sur la Jahren in Danzig!
Suisse et l'Europe» gebildet, deren Arbeiten der Kommission
für auswärtige Angelegenheiten unterbreitet worden sind. Texfe du postulat du 14 décembre 1989
Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament sobald als La Suisse n'est représentée que dans quelques centres cultu-
möglich einen neuen umfassenden Europabericht zu unter- rels occidentaux et à Tokyo par des attachés culturels, dont la
breiten, der namentlich die «Neutralitätspolitik und die institu- tâche principale est par ailleurs de présenter la Suisse à
tionellen Aspekte der Beziehungen der Schweiz mit den Euro- l'étranger.
päischen Gemeinschaften» untersucht und dazu Stellung Nous invitons le Conseil fédéral à renforcer substantiellement
nimmt. la coopération culturelle internationale, plus particulièrement
en nommant des attachés culturels dans de nombreux pays
Texte du postulat du 7 novembre 1989 qui nous sont moins proches sur les plans géographique, poli-
En adoptant le postulat de la Commission des affaires écono- tique et culturel.
miques du 25 octobre 1988, le Conseil national a prié le Con- La désignation de femmes pourrait répondre au souhait de
seil fédéral d'approfondir certaines questions, notamment voir augmenter leur représentation au sein du corps des diplo-
d'ordre institutionnel, traitées dans son rapport sur la position mates. Cela s'avère d'autant plus nécessaire que les femmes
de la Suisse dans le processus d'intégration européenne du sont souvent les victimes les plus touchées dans des situa-
24 août 1988. tions conflictuelles.
En janvier 1988, le département des affaires étrangères a Cette manière de voir signifie qu'il ne s'agit pas en premier lieu
constitué un «Groupe de réflexion sur la Suisse et l'Europe» de publicité en faveur de notre pays et de notre culture, mais
dont les travaux ont été présentés à la Commission des affai- bien, à long terme, de règlement des conflits.
res étrangères. Des personnes appartenant aux milieux culturel et intellectuel
23. März 1990 N 703 Postulat Weder-Basel
pourraient vraisemblablement assumer elles-mêmes de telles 89.638
tâches avec succès. L'on trouve une telle tradition à l'étranger,
#ST#
alors que l'exemple suisse le plus récent remonte à 50 ans,
lorsque le dernier diplomate suisse répondant à ce profil - Cari Postulat Weder-Basel
J. Burckhardt-était en posteàDantzig. Aenderung der Giftverordnung
Postulat Weder-Bâle
Mitunterzeichner- Cosignataires: Aguet, Ammann, Bär, Bäum- Toxiques. Révision de l'ordonnance
lin Ursula, Bodenmann, Brügger, Bundi, Carobbio, Danuser,
Diener, Eggenberg-Thun, Fetz, Hafner Ursula, Haller, Herc-
zog, Hubacher, Jeanprêtre, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-
Solothurn, Leuenberger Moritz, LeuteneggerOberholzer, Lon-
get, Mauch Ursula, Meier-Glattfelden, Morf, Neukomm, Ott, Wortlaut des Postulates vom 2. Oktober 1989
Rechsteiner, Reimann Fritz, Stappung; Stocker, Thür, Uchten- Der Bundesrat wird eingeladen, Artikel 4 der Giftverordnung
hagen.Vollmer . (35). vom 19. September 1983 (Giftklasseneinteilung) unverzüglich
zu revidieren und den europäischen Normen (3 Giftklassen
Schriftliche Begründung - Développement par écrit anstatt 5) anzupassen.
Zur Begründung vier Beispiele:
1. In den letzten Monaten konnten wir die Erfahrung machen,
dass Aufbruchbewegungen zuerst im kulturellen Bereich
Texte du postulat du 2 octobre 1989
spürbar werden. Nehmen wir als jüngste Beispiele die Tsche-
Le Conseil fédéral est invité à réviser sans tarder l'article 4 de
choslowakei oder die DDR. Kulturschaffende spüren oft als er-
l'ordonnance du 19 septembre 1983 sur les toxiques (classes
ste, was in der Luft liegt, was die Menschen beschäftigt, wo sie
de toxicité) pour l'adapter aux normes européennes (3 classes
leiden. Es wäre eine zusätzliche Aufgabe des Kulturattaches,
au lieu de 5).
neue Entwicklungen, Tendenzen - gute oder schlechte - her-
auszuspüren, mitzuteilen, Vorschläge zu unterbreiten, wie sie
gefördert werden können, wenn sie förderungswürdig sind.
Der Postulant war letztes Jahr als Mitglied einer Parlamenta- Mitunterzeichner-Cosignataires: Bär, Diener, Dünki, Grendel-
rier-Delegation in der DDR und konnte übereinstimmend mit meier, Hafner Rudolf, Jaeger, Maeder, Meier-Glattfelden,
der ganzen Delegation feststellen, dass in den Bereichen Lite- Schmid, Stocker, Thür, Wiederkehr, Zwygart (13)
ratur, Theater, Film, Cabaret viel freiheitliche und kritische Be-
wegung sichtbar war, ganz im Gegensatz zu den Bereichen
der Politik und der Medien (Information). Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Wäre der Bundesrat nicht bereit, als Sofortmassnahme je ei- Als praktisch einziges Land kennt die Schweiz für toxische
nen Kulturattache nach Bukarest und nach Tirana zu entsen- Substanzen eine Einteilung in fünf Giftklassen. Die Giftklas-
den? seneinteilung beruht auf einem Routineversuch, dem
Es versteht sich von selbst, dass die Aufgabe der Konfliktlö- LD50-Test an Labortieren. Gemäss Definition ist bei diesem
sung durch Kulturvermittlung besser erfüllt werden kann, Test eine Substanz dann hochtoxisch, wenn innerhalb von 14
wenn der Sprachenfrage grösste Wichtigkeit zugemessen Tagen mindestens die Hälfte der Gruppe weisser Ratten von
wird. 200 bis 500 g Körpergewicht an einer einzigen Dosis von 50
2. Der Fundamentalismus des Islam bereitet vielen Menschen mg pro kg Körpergewicht stirbt. Die Substanzen müssen oral
grosse Sorgen (obwohl diese Geisteshaltung sich auch bei verabreicht werden. Um eine Einteilung in fünf Giftklassen vor-
uns auf dem Vormarsch befindet). Schweizerische Kulturat- zunehmen, ist eine wiederholte Verabreichung in steigenden
taches in den arabischen Städten müssten uns diesen Funda- Dosen nötig.
mentalismus aus Geschichte, Kultur und Religion erklären, Aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen wird der
müssten uns auf Auseinandersetzungen und zukünftige Ent- LD50-Test schon seit Jahren heftig kritisiert. Er ruft bei den be-
wicklungen aufmerksam machen und als wichtigstes den Dia- troffenen Tieren unter Umständen starke Schmerzen hervor
log zwischen Menschenrechten und Fundamentalismus füh- und liefert sie einem qualvollen Tod aus.
ren. Aus wissenschaftlicher Sicht besitzt der Test wenig Aussage-
3. In Jugoslawien, in der Sowjetunion und in vielen anderen wert und sollte so rasch als möglich durch genauere und wis-
Staaten müssten Schweizer Kulturattaches vertiefte Kennt- senschaftlich relevantere Abklärung zur akuten Toxizität er-
nisse über Föderalismus oder Sprachenvielfalf besitzen. setzt werden. Nach G. Zbinden «Acute ToxicityTesting, Public
4. Zahlreiche Konflikte in Afrika und in anderen Teilen der Drit- Responsibility and Scientific Challenges» / Benchmarcks «Al-
ten Welt ergaben sich aus der Spannung zwischen eigener ternative Methods in Toxicology» (Princeton, N.J., 1989), weist
kultureller Vergangenheit und der Verarbeitung der Kolonial- der LD50-Test u. a. folgende Mängel auf:
zeit. - Er ist keine biologische Konstante, sondern wird durch eine
Reihe innerer und äusserer Faktoren beeinflusst.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates - LD50-Werte von Tieren besitzen zur Abschätzung tödlicher
vom 21. Februar 1990 Giftdosen für den Menschen kaum Aussagewert.
Déclaration écrite du Conseil fédéral - LD50-Werte stellen für weitergehende Toxizitätsstudien keine
du 21 février 1990 ausreichende Basis dar.
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. - LD50-Werte als Basis für die Einteilung gefährlicher Substan-
zen in Giftklassen sind unspezifisch und lassen wesentliche
Ueberwiesen - Transmis Eigenschaften einer Substanz ausser acht.
Es ist somit offensichtlich, dass der LD50-Test unzureichend ist
und sobald als möglich durch ein relevanteres Testsystem er-
setzt werden sollte (inkl. Alternativmethoden). Die wissen-
schaftlichen und administrativen Absprachen sind gegenwär-
tig im Gang. Als Sofortmassnahme sollte die Schweiz unver-
züglich wenigstens eine Anpassung an die internationalen
Normen vornehmen (3 Giftklassen). Die Beibehaltung von fünf
Giftklassen auf der Basis eines veralteten Tests ist unsinnig
und unverantwortlich, denn er führt nur zu einem sinnlosen
Verschleiss von Labortieren. Damit verstösst die Giftverord-
nung gegen Artikel 14 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes: «Tier-
versuche sind auf das unerlässliche Mass zu beschränken.»
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Braunschweig Konfliktbewältigung durch internationale kulturelle
Zusammenarbeit
Postulat Braunschweig Coopération culturelle et règlement des conflits
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.801
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.03.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 702-703
Page
Pagina
Ref. No 20 018 435
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.