Infrastructure and Energy Policy Review
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed two interpellations regarding infrastructure and energy. First, concerning electric vehicles and solar power, the court acknowledged the environmental benefits of electric vehicles and the promotion of solar energy but rejected a proposed mandate requiring electric vehicle owners to offset their electricity consumption with solar energy generation, deeming it discriminatory. Second, regarding a steep railway ramp, the court recognized the need for capacity improvements and supported the project in principle, noting that federal funding would be contingent on meeting economic, safety, and environmental criteria, as well as adequate cantonal contributions.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 56 Eisenbahngesetz (EBG, Art. 23 Bundesverfassung (BV; Infrastructure and Energy Policy Review: First, concerning electric vehicles and solar power, the court acknowledged the environmental benefits of electric vehicles and the promotion of solar energy but rejected a proposed mandate requiring electric vehicle owners to offset their electricity consumption with solar energy generation, deeming it discriminatory. Second, regarding a steep railway ramp, the court recognized the need for capacity improvements and supported the project in principle, noting that federal funding would be contingent on meeting economic, safety, and environmental criteria, as well as adequate cantonal contributions.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed as the legal basis for financing railway investment projects.
Cited as a potential legal basis for financing larger transport projects, aligning with the 'Bahn 2000' initiative.
Volltext
Interpellation Blatter 736 N 23 mars 1990
#ST# 89.767 Die Entwicklung und Verbreitung von Leichtbau-Elektrofahr-
zeugen ist im Hinblick auf Umweltschutz und rationelle Ener-
gieverwendung förderungswürdig. Ersetzte man vor allem im
Interpellation Züger Nahverkehr alle Pendlerautos durch Elektrofahrzeuge, so
Solaranlagen würde der Elektrizitätsverbrauch um etwa 2 Prozent steigen,
der Benzinverbrauch um etwa 30 Prozent sinken. Damit wäre
Equipements solaires eine beachtliche Reduktion an Luftschadstoffen verbunden.
Der Einfluss der Elektrofahrzeuge auf den Energieverbrauch
hängt in Wirklichkeit von vielen Faktoren ab, wie Verbreitung,
Fahrzeugtypen und Substitution anderer Verkehrsmittel.
Der Bund unterstützt die Forschung im Bereich der Elektro-
Wortlaut der Interpellation vom 13. Dezember 1989 fahrzeuge. Auch begrüsst er den Bau von privaten Solarzellen-
Auf dem Mont Soleil im Berner Jura wird das grösste Sonnen- anlagen. Hingegen lehnt er eine Verpflichtung ab, wonach
kraftwerk Europas gebaut. Als Versuchsanlage ist ein solches Käufer von Elektromobilen den aus dem öffentlichen Netz kon-
Unterfangen sicher wertvoll, da es die Möglichkeit gibt, ver- sumierten Strom durch Netzeinspeisung aus privaten Solar-
schiedene Fragen im Zusammenhang mit der praktischen An- zellenanlagen kompensieren sollen. Eine solche Verpflich-
wendung der Photovoltaik zu prüfen. tung würde die Elektromobile benachteiligen: Von den übri-
In diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat folgende gen Stromkonsumenten wird kein Beitrag an ihre eigene Ener-
Fragen: gieversorgung verlangt, und auch von den gewöhnlichen
- Sollen weitere solche Grossanlagen in unserem Land ge- Autos erwartet niemand, dass sie den benötigten Treibstoff
baut werden, oder ist künftig die Sonnenenergie in kleineren, selber produzieren.
dezentralen Anlagen einzufangen und zu verwenden?
- Wie stellt sich der Bundesrat zu den Bestrebungen, dass Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satisfait
Käufer von Elektromobilen, welche am «Netz tanken», ver- de la réponse du Conseil fédéral.
pflichtet werden sollen, ebensoviel Strom wie sie für ihr Auto
benötigen aus privaten Solarzellen ins Netz zu speisen? Ist er
bereit, diese Bestrebungen zu unterstützen?
Texte de l'interpellation du 13 décembre 1989
#ST# 89.790
La plus grande centrale solaire d'Europe est en construction
sur le Mont Soleil, dans le Jura bernois. Un tel ouvrage Interpellation Blatter
présente certainement un grand intérêt en tant que banc d'es- Sanierung der Steilrampe
sai; il permettra en effet d'étudier plusieurs des problèmes que Grafenort-Engelberg der
pose l'utilisation pratique des phénomènes photovoltaïques. Luzern-Stans-Engelberg-Bahn
En l'occurrence, je prie le Conseil fédéral de répondre aux
questions suivantes: Chemin de fer Lucerne-Engelberg.
- A-t-on l'intention de construire plusieurs autres grands ou- Amélioration d'un tronçon
vrages de ce genre dans notre pays ou prévoit-on plutôt de
capter l'énergie solaire, en vue de son utilisation, dans des ins-
tallations plus petites et décentralisées?
- Que pense le Conseil fédéral des demandes visant à obliger
les acheteurs d'automobiles électriques qui s'approvision- Wortlaut der Interpellation vom 14. Dezember 1989
nent au réseau électrique, de restituer à ce réseau, à l'aide de Engelberg ist eines der bedeutendsten Kur- und Sportzentren
cellules solaires leur appartenant, autant de courant qu'ils em- der Innerschweiz. Zahlreichen Besuchern aus dem In- und
ployent pour leurs véhicules? Est-il disposé à soutenir ces ef- Ausland dient es im Sommer und im Winter als willkommener
forts? Erholungsraum.
Das Engelberger Tal wird durch die Luzern-Stans-Engel-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Ursula, berg-Bahn (LSE) und eine Strasse erschlossen. Die heute 25
Braunschweig, Bundi, Hafner Ursula, Hubacher, Lanz, Leder- Jahre alte Bahn ist als Touristenbahn wie auch als Nahver-
gerber, Longet, Ott, Reimann Fritz, Stappung, Uchtenhagen, kehrsmittel zu einem wesentlichen Träger der Volkswirtschaft
Ulrich, Vollmer (15) der beiden Kantone Nidwaiden und Obwalden geworden. Bis
vor das Hochtal von Engelberg verkehrt sie als Adhäsions-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit bahn, dann wechselt sie auf Zahnradantrieb und überwindet
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht die letzten 300 Meter Höhendifferenz auf einer Steilrampe von
eine schriftliche Antwort. bis zu 246 Promille Steigung.
Diese Steilrampe kann heute aus technischen Gründen nur
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates mit Dreiwagenzügen befahren werden, d. h. mit einem Sitz-
vom 28. Februar 1990 platzangebot von etwa 160 Plätzen. Zudem ist die Beförde-
Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 février 1990 rungsgeschwindigkeit stark eingeschränkt. So muss die LSE
Wie der Interpellant erwähnt, laufen seitens der Elektrizitäts- heute immer wieder Reisegesellschaften nach Engelberg
werke zurzeit Bestrebungen, eine oder zwei Photovoltaik- mangels Kapazitätsmöglichkeiten abweisen, und an schönen
Anlagen der 500-kW-Klasse zu bauen, eine davon auf dem Wochenenden müssen Reisende auf dem Bahnhof Engelberg
Mont Soleil. Im Rahmen des Kredites für Pilot-und Demonstra- zurückgewiesen werden.
tionsanlagen hat der Bund seinerseits eine 100-kW-Anlage Ein Ausweichen auf das Auto ist nicht mehr möglich, da die
realisiert, eine weitere ist geplant. Je nach Erfahrungen wird er Parkplatzkapazität in Engelberg insbesondere an Wochenen-
den Bau zusätzlicher Anlagen der gleichen Grössenordnung den oft schon am Mittag erschöpft ist. Ein Ausbau der Park-
erwägen. Ob noch weitere Anlagen mit 500 oder mehr kW ge- plätze ist nicht nur von Seiten des Umwelt- und Naturschutzes
baut werden sollen, lässt sich erst sagen, wenn die nötigen Er- unerwünscht. Er würde auch nicht viel bringen, da vor allem
fahrungen aus Planung, Bau und Betrieb des Kraftwerkes auf abends bei der Rückfahrt die Strasse von Engelberg nach
dem Mont Soleil vorliegen. Grundsätzlich sollte man sich vor- dem Autobahnanschluss in Stans nicht selten hoffnungslos
erst noch alle Möglichkeiten offenalten. Aufgrund der beste- verstopft ist.
henden Rechtsgrundlagen kann der Bund ausserhalb seines Somit drängt sich ein Neubau der Steilrampe der LSE vor En-
eigenen Bereiches keine Anlagen mitfinanzieren, und im eige- gelberg geradezu auf. Im Hinblick auf die «Bahn 2000» veran-
nen Bereich existieren wenig Standorte, die für die Realisie- staltete der Verwaltungsrat der Bahn einen Bauingenieurwett-
rung von Anlagen dieser Grosse in Frage kämen. bewerb für eine neue Steilrampe. Die Auswertung der Ergeb-
23. März 1990 N 737 Interpellation Blatter
nisse dieses Wettbewerbes ergibt nun, dass eine Reduktion La vitesse du convoi est en outre très limitée. Le LSE doit donc
der maximalen Steigung von 246 Promille auf 120 Promille - souvent répondre par la négative aux demandes de groupes
wie sie heute bei den SBB am Brünig existie'rt - wesentlich zu qui voudraient se rendre à Engelberg, sans compter qu'il doit
einem rationelleren und spürbar wirtschaftlicheren Bahnbe- refuser des voyageurs en gare d'Engelberg les week-ends de
trieb beiträgt: beau temps.
- In Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen kann damit der De plus, on ne saurait conseiller aux touristes de prendre leur
konzentriert anfallende Reisestrom mit weniger Personal be- voiture étant donné que le week-end, on ne trouve plus que
fördert werden. Die Fahrzeit, bei zwei- bis dreifach erhöhter très difficilement des places de parc à Engelberg à partir de
Transportkapazität, reduziert sich um etwa vier bis sechs Mi- midi. Pour des motifs liés à la protection de l'environnement,
nuten, was ein markanter Beitrag an die Verkürzung der Ge- l'aménagement de places de parc supplémentaires n'est
samtreisezeit Luzern-Engelberg ist. Zusammen mit weiteren guère envisageable; il risquerait même d'être peu utile, étant
baulichen Massnahmen im Tal wird dem Ziel des Einsatzes donné que les voitures qui quittent Engelberg le soir se trou-
von nur zwei Zugskompositionen für das Basisangebot des vent souvent prises dans de gros embouteillages sur l'axe qui
Stundentaktes ein Schritt nähergekommen. conduit au raccordement autoroutier de Stans.
- Die Kosten-Nutzen-Ueberlegungen zeigen, dass durch den Vu les circonstances, un réaménagement de la rampe du LSE
Einsatz von technisch einfacherem Rollmaterial der Ver- qui conduit à Engelberg s'impose. Le conseil d'administration
schleiss reduziert und damit auch der Unterhaltsaufwand ge- de la ligne a lancé, dans la perspective de RAIL 2000, un con-
senkt werden kann. Es können «normale» und bewährte Trieb- cours permettant à des ingénieurs civils de présenter un projet
fahrzeuge angeschafft werden, welche auch bei anderen Bah- d'assainissement du tronçon. Il ressort des projets déposés
nen, z. B. SBB und BOB, im Einsatz sind. Auf die sehr auf- qu'en faisant passer la déclivité maximale de 246 pour mille à
wendige. LSE-spezifische Entwicklung, Konstruktion und den 120 pour mille - comme cela a été fait par les CFF au Brunig -
entsprechenden Unterhalt von Traktionsfahrzeugen wie auch on rendrait l'exploitation de la ligne plus efficace et nettement
auf den Einsatz von ultraleichten und teuren Personenwagen plus rentable.
mit den entsprechenden Unterhaltskosten kann verzichtet - Le transport des passagers pourrait être assuré avec moins
werden. de personnel aux heures de grande affluence. Non seulement
Das vom Preisgericht dem Verwaltungsrat empfohlene Projekt la capacité de transport serait doublée voire triplée, mais on
beinhaltet eine Steilrampe von 120 Promille Steigung und ei- réduirait la durée du parcours de quatre à six minutes, ce qui
nen Tunnel von 4010 Meter Länge. Der Kostenrahmen beträgt contribuerait notablement à la réduction de la durée totale du
52 Millionen Franken. Wenn auch noch verschiedene Punkte voyage de Lucerne à Engelberg. Cette mesure, qui s'ajouterait
zu optimieren sind, so zeigt doch das Projekt die grundsätz- à d'autres aménagements dans la vallée, rapprocherait le LSE
liche Lösung auf. de l'objectif qui consiste à n'utiliser que deux compositions de
Der frühere EVED-Vorsteher Leon Schlumpf stand denn auch train lorsqu'il s'agit d'assurer l'offre de base de la cadence ho-
einem solchen Vorhaben positiv gegenüber. raire.
Die LSE und die beiden Kantone Nidwaiden und Obwalden - En outre, du point de vue de la rentabilité, le recours à un
sind ohne massive Finanzhilfe des Bundes nicht in der Lage, matériel roulant plus simple réduirait l'usure et demanderait
diesen neuen Streckenabschnitt zu bauen. moins d'entretien. On pourrait acheter des véhicules moteurs
Es ist für die LSE und für den Kurort Engelberg von grösster «normaux» aux qualités reconnues, véhicules largement uti-
Bedeutung, dass im Hinblick auf die Verbesserung des öffent- lisés par les CFF et les Berner Oberland-Bahnen (BOB). On
lichen Verkehrs im Rahmen der «Bahn 2000» dieses Projekt pourrait ainsi renoncer tant au développement, à la construc-
möglichst rasch realisiert werden kann. tion et à la maintenance d'engins de traction spécialement
Ich stelle an den Bundesrat daher die folgenden Fragen: conçus pour le LSE - et donc chers - qu'à l'exploitation et à
1. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass es notwendig ist, l'entretien de coûteuses voitures extra-légères.
die Transportkapazität der LSE zwischen Grafenort und Engel- Le projet que le jury du concours a recommandé au conseil
berg wesentlich zu verbessern, um sicherzustellen, dass die d'administration du LSE prévoit une rampe d'une déclivité de
LSE ihre Funktion im Rahmen der «Bahn 2000» voll erfüllen 120 pour mille et un tunnel de 4010 mètres. Les frais se monte-
kann? raient à 52 millions de francs environ. Si certains aspects doi-
2. Mit der vorgeschlagenen Tunnelvariante wurde eine sichere vent encore être améliorés, le projet proposé semble toutefois
und umweltfreundliche Linienführung gewählt, die die techni- apporter la solution recherchée.
schen und wirtschaftlichen Anforderungen erfüllt. Ist der Bun- L'ancien chef du Département fédéral des transports, des
desrat bereit, ein solches Ausbauprojekt grundsätzlich zu un- communications et de l'énergie, Monsieur Léon Schlumpf,
terstützen? était lui aussi favorable à un tel projet.
3. Die LSE und die beiden Halbkantone Nidwaiden und Ob- Il faut savoir, cependant, que les demi-cantons d'Obwald et de
walden sind aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, den Nidwald ne sont pas en mesure de construire le nouveau tron-
Ausbau zu realisieren. Ohne eine massive Finanzhilfe des çon sans une aide considérable de la part de la Confédération.
Bundes kann die neue Steilrampe nicht gebaut werden. Ist der Or il est essentiel pour le LSE et la station thermale d'Engel-
Bundesrat bereit, seine finanzielle Unterstützung zuzusi- berg que le projet d'aménagement soit rapidement réalisé,
chern? dans la perspective des améliorations que RAIL 2000 appor-
tera dans le domaine des transports publics.
Le Conseil fédéral est donc invité à répondre aux questions
Texte de l'interpellation du 14 décembre 1989 suivantes:
Engelberg est une des stations touristiques les plus importan- 1. N'est-il pas lui aussi d'avis que la capacité de transport du
tes de Suisse centrale: été comme hiver, elle attire tant les cu- LSE entre Grafenort et Engelberg devrait être nettement
ristes que les sportifs suisses et étrangers. améliorée pour que cette ligne remplisse la fonction qui est la
La vallée d'Engelberg est desservie par le chemin de fer Lucer- sienne dans le cadre de RAIL 2000?
ne-Stans-Engelberg (LSE) ainsi que par une route. Construite 2. La variante proposée, en comprenant un tunnel, aboutit à
il y a 25 ans, cette ligne qui est utilisée par les touristes et la po- un tracé qui non seulement garantit la sécurité des usagers et
pulation locale contribue fortement à la vie économique des le respect de l'environnement, mais remplit les conditions
demi-cantons d'Obwald et de Nidwald. Jusqu'à l'entrée de la fixées sur le plan technique et économique. Le Conseil fédéral
vallée d'Engelberg, le LSE est un chemin de fer à adhérence, est-il disposé à soutenir un tel projet?
puis il devient un train à crémaillère pour emprunter une rampe 3. Ni le LSE ni les demi-cantons d'Obwald et de Nidwald ne
dont la déclivité va jusqu'à 246 pour mille dans la dénivelée de peuvent assumer les frais occasionnés par l'aménagement du
300 mètres qui caractérise la fin du parcours. tronçon. Etant donné que sans une aide considérable de la
Pour des raisons techniques, cette rampe ne peut être fran- part de la Confédération, la nouvelle rampe ne pourrait être
chie à l'heure actuelle que par des trains tirant trois voitures au construite, le Conseil fédéral est-il disposé à allouer les fonds
maximum, n'offrant pas plus de quelque 160 placés assises. nécessaires à sa réalisation?
Interpellation Matthey 738 N 23 mars 1990
Mitunterzeichner - Cosignataire: Iten (1 ) auf mehreren Gebieten die Dienste der SDA in Anspruch.
Dank ihren Zielsetzungen, ihren Tarifstrukturen und der von ihr
Schriftliche Begründung - Développement par écrit besonders gepflegten Solidarität zwischen den Sprachgebie-
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht ten spielt die SDA in der Informationspolitik unseres Landes
eine schriftliche Antwort. eine wesentliche Rolle. Sie nimmt somit eine öffentliche Auf-
gabe wahr.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Die SDA befindet sich heute in finanziellen Schwierigkeiten,
vom 14. Februar 1990 die ihre Leistungen und das Informationsgleichgewicht zwi-
Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 février 1990 schen den drei grossen Sprachregionen der Schweiz gefähr-
1. Dem Bundesrat ist bekannt, dass die Charakteristiken der den. Schliesslich geht es vielleicht auch um die Erhaltung ei-
Luzern-Stans-Engèlberg-Bahn (LSE) mit der Steilrampe Gra- ner von privaten Interessen unabhängigen Nachrichtenagen-
fenort-Engelberg den heutigen Anforderungen an ein moder- tur und um die Erhaltung der regionalen Presse.
nes Verkehrsmittel nicht mehr in allen Teilen entsprechen. Der Wir stellen dem Bundesrat deshalb die folgenden Fragen:
Interpellant weist zusätzlich auf das Bestehen von Kapazitäts- 1. Ist der Bundesrat der Ansicht, die SDA spiele in der Informa-
engpässen hin. tionspolitik unseres Landes und insbesondere für das Infor-
Der Bundesrat muss sich aber eine konkrete Antwort auf mationsgleichgewicht zwischen den drei grossen Sprachre-
Frage 1 solange vorbehalten, als die Verwaltung nicht im Be- gionen eine wesentliche Rolle?
sitze konkreter Unterlagen und Forderungen seitens der LSE 2. Wenn ja, ist der Bundesrat auch der Meinung, dass der
ist. Diese müssten den Beweis tatsächlich vorhandener Kapa- Bund diese Agentur, die eindeutig eine öffentliche Aufgabe
zitätsengpässe schlüssig nachweisen. wahrnimmt, nötigenfalls stärker unterstützen sollte?
Im Lichte des Kostenrahmens von 52 Millionen Franken bleibt 3. Ist der Bundesrat bereit, seinen Einfluss geltend zu .machen
ferner festzuhalten, dass nicht Bahn und Strasse gleichzeitig und mitzuhelfen, die gegenwärtigen Schwierigkeiten der SDA
ausgebaut werden könnten. Die Betroffenen müssten sich klar zu lösen und ihre Dienstleistungen für das ganze Land zu er-
für eine Variante entscheiden. halten?
2. Ordentlicherweise finanziert der Bund Investitionsbegehren
von Bahnen über Artikel 56 Eisenbahngesetz (EBG). Sie müs- Texte de l'interpellation du 7 décembre 1989
sen aber den formellen und materiellen Anforderungen dieser L'Agence télégraphique suisse (ATS) a été créée en 1989. So-
Bestimmung entsprechen. Materiell verlangt sie insbeson- ciété anonyme privée, elle a pour actionnaires les éditeurs de
dere, dass das Vorhaben die Wirtschaftlichkeit oder die Si- journaux et la SSR. La Confédération recourt elle aussi aux ser-
cherheit verbessert. Im weiteren muss das Projekt den Anfor- vices de l'ATS dans plusieurs domaines. L'ATS, par ses objec-
derungen des Landschafts- und Umweltschutzes genügen tifs, la structure de ses tarifs et la solidarité entre régions lin-
und in einem finanziell vertretbaren Rahmen bleiben. guistiques qui a jusqu'ici prévalu en son sein, joue un rôle es-
Die generelle Erfahrung mit Tunnelbauten zeigt die Risiken ei- sentiel dans la politique d'information en notre pays. Elle rem-
ner zuverlässigen Kostenschätzung. Die genannten 52 Millio- plit ainsi une fonction de service public.
nen Franken scheinen doch eher an der untersten Erwar- L'ATS connaît aujourd'hui des difficultés financières qui met-
tungsgrenze zu liegen. tent en péril les prestations fournies et l'équilibre de l'informa-
3. Der Bundesrat hat in der Botschaft zu «Bahn 2000» in Aus- tion entre les trois grandes régions linguistiques du pays. A
sicht gestellt, dass grössere KTU-Projekte unter dem Rechtsti- terme, il y va aussi peut-être du maintien d'une agence d'infor-
tel von Artikel 23 Bundesverfassung finanziert werden könnten mation indépendante d'intérêts privés et du maintien de la
(BB11986 l, 257/9). Diese Absicht besteht nach wie vor. Aller- presse régionale.
dings muss der Bezug zu «Bahn 2000» eindeutig bewiesen Nous nous permettons dès lors d'interpeller le Conseil fédéral
sein. Ferner hat das Projekt die Kantone bei der Anwendung pour demander:
der eisenbahnrechtlichen Beteiligung offensichtlich zu über- 1. Le Conseil fédéral considère-t-il que l'ATS joue un rôle es-
fordern. sentiel dans la politique d'information en notre pays, et plus
Es bleibt indes festzuhalten, dass der Bund auch bei Artikel 23 particulièrement dans l'équilibre de l'information dans les trois
BV von den beteiligten Kantonen einen angemessenen Bei- grandes régions linguistiques?
trag erwartet. 2. Si oui, le Conseil fédéral estime-t-il aussi que la Confédéra-
Es bestehen noch weitere, mit dem LSE-Projekt vergleichbare tion doit, si nécessaire, soutenir de façon accrue cette agence
Vorhaben. Um die stark wachsenden Ausgaben des öffentli- qui remplit un intérêt public évident?
chen Verkehrs einzudämmen, müssen die Notwendigkeit und 3. Le Conseil fédéral entend-il user de son autorité pour colla-
Dringlichkeit all dieser Vorhaben in einem Gesamtrahmen be- borer à la solution des difficultés actuelles de l'ATS afin de
urteilt werden. maintenir les prestations fournies à l'ensemble du pays?
Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satisfait Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin
de la réponse du Conseil fédéral. Ursula, Béguelin, Borei, Braunschweig, Bundi, Carobbio, Da-
nuser, Darbellay, Déglise, Etique, Euler, Fankhauser, Fehr,
Grendelmeier, Hafner Ursula, Jeanprêtre, Lanz, Ledergerber,
Longet, Maître, Martin, Mauch Ursula, Morf, Ott, Pitteloud,
Rechsteiner, Reimann Fritz, Uchtenhagen, Ziegler, Züger (32)
#ST# 89.743
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Interpellation Matthey L'auteur renonce au développement et demande une
Schweizerische Depeschenagentur. réponse écrite.
Bundeshilfe
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Avenir de l'ATS. vom 20. Dezember 1989
Soutien de la Confédération Rapport écrit du Conseil fédéral du 20 décembre 1989
1. Le Conseil fédéral reconnaît le rôle important que joue
l'Agence télégraphique suisse (ATS) non seulement pour les
médias suisses, mais également pour la cohésion nationale.
L'ATS est la seule agence qui offre un service équivalent dans
Wortlaut der Interpellation vom 7. Dezember 1989 les trois langues officielles et assume de ce fait une tâche rele-
Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) ist 1894 ge- vant de la politique générale, linguistique et culturelle. De plus,
gründet worden. Aktionäre dieser privaten Aktiengesellschaft l'ATS ne se contente pas de diffuser des informations de ca-
sind die Zeitungsverleger und die SRG. Auch der Bund nimmt ractère national, mais assure, grâce à son réseau dense de
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Blatter Sanierung der Steilrampe Grafenort-Engelberg der Luzern-Stans-
Engelberg-Bahn
Interpellation Blatter Chemin de fer Lucerne-Engelberg. Amélioration d'un tronçon
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.790
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.03.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 736-738
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Ref. No 20 018 482
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