Parliamentary Debate on Collaborative Financing for Combined Freight Transport
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis parliamentary debate concerns a proposal to explore collaborative financing models between the national railway system and the road transport industry for combined freight transport facilities. The core issue is how to encourage a shift of freight from roads to rails, particularly for long-distance transport, to address environmental concerns and national economic goals. The main challenge highlighted is the inherent competition and differing interests between the road haulage sector and the railway system, necessitating a shift towards partnership and shared responsibility to achieve efficient and integrated transport solutions. The government acknowledges the proposal, recognizing the need for such collaboration to optimize freight logistics and accepts the motion.
Legislator-Regeste
KI-generiert89.763; Parliamentary Debate on Collaborative Financing for Combined Freight Transport: The core issue is how to encourage a shift of freight from roads to rails, particularly for long-distance transport, to address environmental concerns and national economic goals. The main challenge highlighted is the inherent competition and differing interests between the road haulage sector and the railway system, necessitating a shift towards partnership and shared responsibility to achieve efficient and integrated transport solutions. The government acknowledges the proposal, recognizing the need for such collaboration to optimize freight logistics and accepts the motion.
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KI-generiertThis is the number of the postulate which was accepted by the Federal Council.
Volltext
5. März 1990 37 Postulat Bührer
der Agglomerationsverkehrs-Finanzierung werden wir ernst notwendig. Ferner ist gesichert, dass im Vordergrund der
nehmen. Sie decken sich mit den aus vielen Vernehmlassun- künftigen Lösungen stets der kombinierte Verkehr stehen
gen sprechenden Hauptsorgen. Immerhin müssten wir wohl wird. Denn er gestattet die sinnvollste Arbeitsteilung zwischen
annehmen, dass beim Verzicht auf eine Agglomerationsver- Schiene und Strasse: für die grossen Distanzen die Schiene,
kehrs-Vorlage die Schwierigkeiten des Verkehrs in den Städ- für die Feinverteilung die Strasse. Und schliesslich soll diese
ten nicht kleiner würden. wünschenswerte Verlagerung möglichst rasch und effizient
vorangetrieben werden.
Lauber: Ich möchte richtigstellen, dass ich die Verfassungs- Aber selbst wenn über die Richtung der Veränderung weitge-
mässigkeit bezweifelt habe, Subventionen an den Agglomera- hend Einigkeit besteht, sind doch die Stolpersteine auf dem
tionsverkehr aus der Treibstoffzollkasse zu nehmen. Ich habe Weg der Verwirklichung unübersehbar. Es ist eine schwierige
aber auch gesagt, dass ich der Meinung bin, man sollte wäh- Sache, wenn Konkurrenten - man darf sagen eingefleischte
rend einigen Jahren die Kantonsanteile an die allgemeinen Konkurrenten - plötzlich vorurteilslos zusammenarbeiten sol-
Strassenbeiträge aufstocken und dabei sowohl die Strassen- len. Die beiden Kontrahenten fühlten und fühlen sich in ihrem
lasten der Gebirgskantone als auch die Lasten der Städtekan- Bereich als Könige, und das nicht ohne Grund. Vom sehr star-
tone für den Agglomerationsverkehr berücksichtigen. Ich bin ken Strassentransportgewerbe wird nichts weniger verlangt,
also nicht gegen Zuschüsse an den Agglomerationsverkehr, als dass es auf einen Teil seines Geschäfts verzichten soll. In
aber ich bin der Meinung, dass sie nicht aus der Treibstoffzoll- unserer freien Marktwirtschaft etwas vom Verrücktesten, was
kasse stammen sollten. man sich vorstellen kann.
Ich danke Herrn Bundesrat Ogi für seine Ausführungen. Das Die SBB ihrerseits - zwarein vielgeprügeltes Kind - hatten auf
Thema bleibt ja auf dem Tisch. Darum kann ich mich für heute ihrem eigenen Territorium, auf den eigenen Schienen, das Sa-
von der Antwort des Bundesrates als befriedigt erklären. gen. Sie sollen sich nun plötzlich den Konkurrenten von der
Strasse gegenüber partnerschaftlich verhalten. Es ist für beide
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- Seiten nicht einfach, diese Rolle zu akzeptieren.
rates befriedigt. Dazu kommt, dass die finanzielle Lage der SBB ein weiterer
Stolperstein beim zügigen Vorantreiben des neuen Konzeptes
sein könnte. Angesichts des finanziellen Engpasses, in dem
sich die SBB befinden, ist es möglicherweise zwingend, neu-
artige gangbare Wege zu suchen, wie die gewünschte Verla-
#ST# 89.763 gerung von der Strasse auf die Bahn vorangetrieben werden
kann.
Postulat Bührer Mein Postulat möchte den Bundesrat einladen, die gemein-
Neues SBB-Güterverkehrskonzept. schaftliche und partnerschaftliche Finanzierung - d. h. auch
Zusammenarbeit mit dem die Beteiligung am Geschäft - der nötigen Einrichtungen für
Strassentransportgewerbe den kombinierten Verkehr in seine Ueberlegungen miteinzu-
beziehen. Die Sache ist zu wichtig, als dass sie durch Prestige-
Stratégie du trafic-marchandises und eifersüchtiges Besitzstanddenken verzögert werden oder
des CFF. Collaboration avec le gar scheitern dürfte.
transport routier
Bundesrat Ogi: Frau Bührer, wir nehmen Ihren jetzigen Bei-
trag an. Die vorskizzierte Weichenstellung ist richtig. Ich darf in
diesem Zusammenhang festhalten, dass die Zusammenar-
beit Strasse/Schiene heute schon besteht, aber noch nicht so,
Wortlaut des Postulates vom 12. Dezember 1989 wie wir das gerne hätten. Sie ist aber auch bahnseitig er-
Der Bundesrat wird eingeladen, bei der Ausarbeitung des wünscht und strassenseitig notwendig. Wenn wir unser
neuen SBB-Güterverkehrskonzeptes alle Möglichkeiten der «Cargo 2000» erfolgreich auf dem Markt durchsetzen wollen,
Zusammenarbeit mit dem Strassentransportgewerbe prüfen dann brauchen wir diese Zusammenarbeit. Sie ist unabding-
zu lassen; insbesondere soll eine gemeinsame Finanzierung bar.
der Einrichtungen für den kombinierten Verkehr Schiene/ Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Strasse mit dezentralem Umlad einbezogen werden.
M. Flückiger: Dans le droit fil de l'intervention de Mme Bührer,
Texte du postulat du 12décembre 1989 je voudrais évoquer très brièvement le postulat que j'ai déposé
Le Conseil fédéral est invité, lors de l'élaboration de la stratégie le 18 décembre 1987 et que vous avez transmis, chers col-
du trafic-marchandises des CFF, à faire examiner toutes les lègues, au Conseil fédéral.
possibilités de collaboration avec le transport routier, notam- Au point 2 dudit postulat relatif au trafic des marchandises, j'ai
ment le financement en commun des installations qui servi- demandé des propositions de solution tenant compte des exi-
ront au transport combiné rail/route avec transbordement gences de la protection de l'environnement, de l'économie na-
décentralisé. tionale et des relations internationales ainsi que d'une collabo-
ration optimale entre les transports publics et les entreprises
Mitunterzeichner- Cosignataires: Miville, Onken, Piller (3) de transport privé. Je dois dire que les réponses ont quelque
peu tardé alors même que, dans l'intervalle, les éléments
Frau Bührer: Es geht in meinem Postulat um einen Beitrag an précités ont encore gagné en acuité et que force est de consta-
die Bewältigung der Zukunft der Bahn, um eine Weichenstel- ter qu'en matière de trafic marchandises, avec le corollaire
lung, um im Bilde zu bleiben. Es soll bei der Ausarbeitung des obligé qu'est devenu le trafic combiné, l'efficacité commande
neuen Güterkonzeptes, das in Bearbeitung ist, die Möglichkeit une conception rationnelle, une planification des moyens en-
einer partnerschaftlichen Finanzierung der Einrichtungen für gagés, de même qu'une collaboration internationale, d'une
den kombinierten Verkehr mit dem dezentralen Verlad ein- part, et nationale d'autre part entre partenaires transporteurs.
bezogen werden, eine partnerschaftliche Finanzierung zwi- Or, en ces matières, au niveau suisse, nous sommes parvenus
schen Autotransportgewerbe und den SBB. Wie das gesche- ces dernières années, grâce notamment à votre pugnacité,
hen soll, in welchem Umfang diese Finanzierung geteilt wer- Monsieur le Conseiller fédéral, grâce aux efforts que vous avez
den soll, wird im Postulat nicht gesagt. Die Frage soll studiert déployés pour convaincre nos interlocuteurs européens, nous
werden. sommes parvenus à projeter l'image d'un pays pionnier dans
Was den Güterverkehr anbetrifft, besteht über einige Punkte le domaine du trafic combiné. Mais pionniers, le sommes-
Konsens. Eine Verlagerung des Güterverkehrs von der nous autant que nous nous plaisons à le croire? Si politique-
Strasse auf die Schiene, insbesondere des Güterfernverkehrs, ment notre message passe toujours mieux -je songe en parti-
ist wünschenswert, ja mit Blick auf die Luftreinhaltung sogar culier à l'attention que l'on a portée à notre discours lors d'Eu-
Postulat Bührer 38 E 5 mars 1990
romodal à Bruxelles il y a un mois à peine - en revanche, notre
avancée conceptuelle et technologique semble marquer le
pas. Certes, une conception du trafic combiné de transborde-
ment décentralisé de conteneurs existe dans les cartons des
experts mais au-delà elle connaît une application encore ti-
mide, alors que le ferroutage, sur l'axe Nord-Sud, connaît lui
un beau développement.
Toutefois le dialogue entre rail et route, c'est-à-dire entre les
compagnies de chemins de fer et les transporteurs routiers,
tarde à s'instaurer véritablement. En effet, le partenariat, à éga-
lité de responsabilités dans le sens souhaité en filigrane par
Mme Bührer, constitue le passage obligé vers un trafic com-
biné optimal, réponse aux questions de transport marchandi-
ses que nos CFF conjugent encore partiellement au futur. Il
convient donc d'intensifier la consultation entre les exploitants
ferroviaires et routiers de toute l'Europe, ne serait-ce que par
nécessité d'harmoniser les systèmes, les normes et les princi-
pes d'exploitation du trafic combiné. Le temps presse si l'on
veut éviter que chaque pays ne développe son propre
système, de chargement des conteneurs par exemple ou de
semi-remorques sur bogies.
Sait-on qu'aujourd'hui déjà trois systèmes principaux de cais-
ses mobiles se disputent les faveurs des opérateurs euro-
péens et neuf systèmes de semi-remorques sur bogies, donc
de systèmes ferroviaires, sont en concurrence, générant perte
de temps et d'argent? Dès lors, notre pays doit intensifier son
action en faveur du transport combiné, la conjoncture est ex-
cellente: l'Eurotunnel, la mise en place d'une collaboration à
l'échelle continentale avec l'ouverture en Europe centrale et à
l'Est, le renouveau de faveur du chemin de fer auprès du pu-
blic, offrent des possibilités insoupçonnées il y a peu de temps
encore. C'est pourquoi, je le répète, le postulat de Mme Bührer
s'inscrit dans un plan d'aménagement à court terme, voire à
moyen terme, et il mérite notre appui.
Ueberwiesen - Transmis
Schluss der Sitzung um 21.10 Uhr
La séance est levée à 21 h 10
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Bührer Neues SBB-Güterverkehrskonzept. Zusammenarbeit mit dem
Strassentransportgewerbe
Postulat Bührer Stratégie du trafic-marchandises des CFF. Collaboration avec le transport
routier
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 01
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.763
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.03.1990 - 18:15
Date
Data
Seite 37-38
Page
Pagina
Ref. No 20 018 562
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