Court Upholds Separate Ballots for Incumbent Federal Councillors
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion proposed amending the election regulations to ensure all incumbent Federal Councillors seeking re-election were subject to a single, unified ballot. The court rejected this, reasoning that the current system of separate ballots for each candidate, while sometimes leading to perceived manipulation due to differing results, adequately allowed for individual parliamentary control and expression of confidence. The court also noted that a unified ballot could create new problems, such as potentially jeopardizing re-elections by raising the required absolute majority and allowing for pre-arranged voting maneuvers, and that historical practice showed separate elections did not significantly disadvantage candidates.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 9 Absatz, Art. 4 des Reglements der Vereinigten Bundesversammlung; Court Upholds Separate Ballots for Incumbent Federal Councillors: The court rejected this, reasoning that the current system of separate ballots for each candidate, while sometimes leading to perceived manipulation due to differing results, adequately allowed for individual parliamentary control and expression of confidence. The court also noted that a unified ballot could create new problems, such as potentially jeopardizing re-elections by raising the required absolute majority and allowing for pre-arranged voting maneuvers, and that historical practice showed separate elections did not significantly disadvantage candidates.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis article regulates the election process for Federal Councillors, and the motion proposed its amendment to have all incumbent Federal Councillors elected in a single round of voting.
Volltext
Motion Kühne 1300 N 21 juin 1991
denen Kommissionen, die sich mit Entwicklungsfragen zu be- #ST# 89.758
fassen haben (gemeinsame Sitzungen zur Vorberatung von
Geschäften des Bundesrates, gemeinsame Seminare, Bil-
dung von Arbeitsgruppen der Sektionen EDA und EiVD der
Motion Kühne
GPK wie kürzlich für den Bericht über die Mischkredite). Auf Wahl der bisherigen Bundesräte.
diesem - zum Teil bereits jetzt beschrittenen - Weg können Aenderung des Wahlreglements
die legitimen Anliegen des Motionärs besser erfüllt werden als
durch die Schaffung einer neuen Kommission. Réélection des conseillers fédéraux.
Modification du règlement
Schriftliche Erklärung des Büros
Déclaration écrite du Bureau
Das Büro beantragt, die Motion abzulehnen.
Zurückgezogen - Retiré Wortlaut der Motion vom 11. Dezember 1989
Das Büro wird gebeten, dem Rat eine Aenderung von Artikel 4
des Reglements der Vereinigten Bundesversammlung vorzu-
legen, welche vorsieht, dass alle bisherigen Bundesräte im
#ST# 89.697 gleichen Wahlgang zur Wiederwahl kommen.
Postulat Keller Texte de la motion du 11 décembre 1989
Le Bureau est chargé de présenter au conseil un projet de mo-
Zuteilung der Geschäfte dification de l'article 4 du règlement de l'Assemblée fédérale
an ständige Kommissionen (Chambres réunies), selon laquelle tous les Conseillers fédé-
Attribution des objets raux qui se représentent sont soumis à un seul et môme scru-
tin de réélection.
aux commissions permanentes
Mitunterzeichner-Cosignataires: Keine -Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Wortlaut des Postulates vom 6. Oktober 1989 Um in Zukunft das Wahlverfahren für die bisherigen Bundes-
Das Büro des Nationalrates wird gebeten, neue Geschäfte räte zu straffen, ist es angebracht, dass sie nicht mehr wie bis-
wenn immer möglich ständigen Kommissionen zuzuweisen. her in verschiedenen Wahlgängen zur Wiederwahl kommen.
Die erzielte Stimmenzahl der einzelnen Bundesräte soll ihrer
Texte du postulat du 6 octobre 1989 Person gelten und deren Leistungen widerspiegeln und nicht,
Le Bureau du Conseil national est invité à attribuer les nou- wie dies immer wieder vorkommt, von den erreichten Stimm-
veaux objets lorsque cela est possible, aux commissions per- enzahlen der zuerst Wiedergewählten abhängig gemacht wer-
manentes. den kann.
Die Wiederwahl unserer Landesregierung ist eine zu wichtige
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Angelegenheit, als dass Differenzen zwischen den Fraktionen
auf Kosten der Mitglieder des Bundesrates ausgetragen wer-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit den.
Die Kommissionsarbeit muss gestärkt werden, damit die Bera-
tung im Rat nicht zur Fortsetzung der Kommissionsverhand-
lung verkommt. Schriftliche Stellungnahme des Büros
Die Mitglieder ständiger Kommissionen haben in ihrem Be- Rapport écrit du Bureau
reich mehr Sachkenntnis angesammelt, sind besser aufeinan- Bei der Gesamterneuerungswahl des Bundesrates wird jeder
Bundesratssitz in einem separaten Wahlgang besetzt. Es gibt
der eingespielt und damit auch reiferfür Verständigungslösun-
gen, als dies bei Ad-hoc-Kommissionen der Fall ist. also nicht eine gesamthafte Wahl von sieben Personen, son-
Das Vorgehen des Büros, wie wir es seit kurzem verfolgen kön- dern sieben getrennte Wahlgänge einer einzelnen Person
(Art. 4 des Reglements der Vereinigten Bundesversammlung
nen, Geschäfte vermehrt ständigen Kommissionen zuzuwei-
sen, ist daher richtig. Ich bitte das Büro, diese Haltung konse- vom 8.12.1976).
quent zu verfolgen. J.-F. Aubert erklärt in seinem «Traité de droit constitutionnel
suisse» (Nr. 1484), dass die getrennte Wahl nicht aufgegeben
Schriftliche Erklärung des Büros werden könnte, ohne das System tiefgreifend zu verändern.
vom 2. März 1990 Jedem Parlamentarier muss es freigestellt sein, seine Stimme
Déclaration écrite du Bureau einem sich zur Wiederwahl stellenden Bundesrat zu geben
oder nicht. Das Misstrauen kann im geltenden System durch
du 2 mars 1990
Das Büro stellt fest, dass seine Geschäftszuteilungspraxis den einen leeren oder ungültigen Wahlzettel oder durch eine
Wünschen des Postulates entspricht und beantragt deshalb, Stimme zugunsten eines nichtoffiziellen Kandidaten zum Aus-
druck gebracht werden. Auch mit der vorgeschlagenen Listen-
den Vorstoss abzuschreiben.
wahl könnten leere, ungültige oder auf Dritte lautende
Zurückgezogen - Retiré Stimmen abgegeben werden.
Es trifft zu, dass die aufeinanderfolgenden Einzelwahlen gele-
gentlich zu unangenehmen Manövern führen, weil von einem
Wahlresultat enttäuschte Parlamentarier versucht sind, dies in
der nachfolgenden Wahl zum Ausdruck zu bringen.
Es ist Sache der Fraktionen, darauf zu achten, dass die Wie-
derwahlen in den Bundesrat Ausdruck eines möglichst gros-
sen Vertrauensbeweises in die sich wieder zur Wahl stellen-
den Bundesräte werden.
Bei keinem Wahlverfahren wird man vermeiden können, dass
die Kandidaten unterschiedliche Ergebnisse erzielen, die in
den Medien und in der Oeffentlichkeit kommentiert werden.
Man sollte deshalb die Nachteile des geltenden Wahlverfah-
rens nicht überschätzen.
21. Juni 1991 1301 Motion Zbinden Hans
Seit 1872 wurden alle sich wieder stellenden Bundesräte wie- 89.768
dergewählt. Bei der letzten Gesamterneuerungswahl 1987 be-
#ST#
trug der Unterschied zwischen dem am besten und dem am
schlechtesten Gewählten nur 39 Stimmen, 1983 47 Stimmen Motion Zbinden Hans
und 197536 Stimmen. Die Abstände von 1971 (106 Stimmen) Europafrage.
und 1979 (90 Stimmen) sind eher Ausnahmen. Entsprechende Anpassung
Die Einführung der vorgeschlagenen Listenwahl der Bundes- der Parlamentsorganisation
räte würde neue Probleme schaffen und könnte das von der
Motion angestrebte Ziel nicht erreichen: Question européenne.
- Die Zahl der leeren Wahlzettel würde deutlich abnehmen, Adaptation de l'organisation
das absolute Mehr würde dadurch höher, so dass in Grenzfäl- du Parlement
len die Wiederwahl eines Bundesrates gefährdet wäre;
- es ist vorstellbar, dass gewisse Parlamentarier, um ein gutes
Abschneiden der Kandidaten der Partei A zu gewährleisten,
die Namen der Kandidaten der Parteien B, C und D streichen Wortlaut der Motion vom 13. Dezember 1989
würden. Die Wahlmanöver würden sich nicht mehr während Das gemäss Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe d des Geschäftsre-
der Sitzung abspielen, sondern im voraus vorbereitet; glementes des Nationalrates für die Parlamentsorganisation
- eine schlechte Stimmung oder ein Missbehagen könnte im- zuständige Büro wird beauftragt, so rasch wie möglich eine
mer noch ausgedrückt werden bei zusätzlich nötig werdenden zweckmässige Organisationsform des Parlaments zu ent-
Wahlgängen sowie bei der Wahl des Bundespräsidenten und wickeln, welche eine integrale Bearbeitung (Vorberatung, Ori-
des Vizepräsidenten des Bundesrates, welche auf die Ge- entierung etc.) der Europafrage erlaubt und welche für den
samterneuerungswahl des Bundesrates folgen; Bundesrat einen primär in dieser Sache zuständigen An-
- man kann schliesslich auch noch ein theoretisches Gegen- sprech- und Konsultationspartner schafft.
argument vorbringen: Eine Listenwahl könnte zu einer Wahl Mögliche Varianten:
führen, die Artikel 96 der Bundesverfassung widerspricht: «Es -Bildung eines Europaausschusses aus Mitgliedern der
darf.... nicht mehr als ein Mitglied aus dem nämlichen Kanton Kommission für auswärtige Angelegenheiten und der Wirt-
gewählt werden.» Diese Ansicht wurde 1951 von Ständerat schaftskommission;
Müller-Amriswil in einer Sitzung der Vereinigten Bundesver- - Konstituierung einer Europakommission.
sammlung vertreten, als das Wahlverfahren der Bundesrichter
erwähnt wurde. Es ist in derTat möglich, dass eine genügende Texte de la motion du 13 décembre 1989
Zahl Stimmen auf eine nicht offiziell kandidierende Person ent- Le Bureau chargé, aux termes de l'article 9,1er alinéa, lettre d,
fällt, die aus demselben Kanton stammt wie ein bisheriger du règlement du Conseil national, de traiter les questions tou-
Bundesrat. chant l'organisation du Parlement, doit élaborer, aussitôt que
Eine Aenderung des Wahlverfahrens wurde letztmals in den possible, une structure parlementaire permettant de traiter in-
Jahren 1963-1965 diskutiert. Die Fraktionspräsidentenkonfe- tégralement et de façon judicieuse, les problèmes relatifs à
renz des Nationalrates und das Büro des Ständerates spra- l'Europe (examen préliminaire, information, etc.); il s'agira de
chen sich damals für eine Aenderung im Sinne des Motionärs créer ainsi dans ce domaine un interlocuteur valable pour le
aus, das Büro des Nationalrates erachtete eine solche Aende- gouvernement, que le Conseil fédéral pourra consulter.
rung als nicht angebracht. Autres possibilités:
Bei der Revision des Reglements der Bundesversammlung im - Création d'un comité pour l'Europe, constitué par des mem-
Jahre 1974 wurde diese Frage nicht mehr diskutiert. bres de la Commission des affaires étrangères et de celle des
Weil einzig die getrennte Wahl mit einer separaten und unmit- affaires économiques.
telbaren Auszählung für jeden Sitz dem Parlament eine Kon- - Création d'une commission des affaires européennes.
trolle des Wahlvorganges gestattet, beantragt das Büro, bei
der geltenden Regelung zu bleiben. Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Erklärung des Büros Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Déclaration écrite du Bureau Im Zusammenhang mit der immer umfassender werdenden
Das Büro beantragt den Räten, die Motion abzulehnen. Europafrage hat sich die Bundesverwaltung schrittweise
zweckmässige Organe und Strukturen geschaffen, welche
Kühne: Zur Frage der Wiederwahl der Bundesräte ist eine eine intra- und interdépartementale Zusammenarbeit ermögli-
neue Situation entstanden. Die beiden Räte haben die Motio- chen, so zum Beispiel das Integrationsbüro, den Europaaus-
nen der FDP (Regierungsreform) und meine Motion (Verstär- schuss und die Groupe de réflexion.
kung der politischen Führung) gutgeheissen. Ich bin der An- Im Unterschied dazu geht das Parlament die Europafrage im-
sicht, dass man die Frage des Wahlreglementes im Zusam- mer noch fraktioniert und entsprechend partiell in verschiede-
menhang mit der umfassenden Bearbeitung der Stellung des nen Kommissionen und Delegationen an: aussenpolitische
Bundesrates, also zusammen mit der Regierungsreform und Kommission, Wirtschaftskommission, Delegationen der Efta,
mit der Frage der Verstärkung der politischen Führung, bear- der EG und des Europarates usw. Obschon zwischen diesen
beiten kann. Kommissionen und Delegationen Koordinationsbemühun-
Ich werde also auf meine wohlvorbereitete Begründung zur gen unternommen werden, fehlt ein parlamentarisches Or-
Motion verzichten, die Motion zurückziehen und Ihnen damit gan, das die Europafrage ganzheitlich angeht. Zugleich hat
ein Geschenk zum 800-Jahr-Jubiläum der Stadt Bern bringen. der Bundesrat heute noch mehrere Ansprechpartner neben-
einander.
Zurückgezogen - Retiré Die unvorhergesehenen dynamischen Entwicklungen in Ost-
europa und zwischen EG und Efta führten bei Bundesrat und
Parlament zu Verunsicherungen und zum Teil Orientierungs-
schwierigkeiten. Die heute bestehenden unzweckmässigen
Parlamentsstrukturen leisten dabei noch Vorschub.
Schriftliche Stellungnahme des Büros
zu den Motionen 89.768 und 90.303
vom 2. März 1990
Rapport écrit du Bureau
concernant les motions 89.768 et 90.303
du 2 mars 1990
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Kühne Wahl der bisherigen Bundesräte. Aenderung des Wahlreglements
Motion Kühne Réélection des conseillers fédéraux. Modification du règlement
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.758
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.06.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 1300-1301
Page
Pagina
Ref. No 20 020 022
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.