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VPB 89-647 KI-generiert

Preliminary Admission of Foreigners and the Prohibition of Refoulement in Switzerland

Geschäftsnummer VPB 89-647
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The court addressed the issue of preliminary admission for foreigners in Switzerland, clarifying that international agreements do not define "forced migrants" and that the prohibition of refoulement applies individually, not generally. Preliminary admission is granted as a temporary measure when expulsion is impossible or unreasonable due to the situation in the home country, and it is not a foreign residency status. The court also discussed the case of asylum seekers from specific regions, explaining that preliminary admission was not granted in certain instances due to coordinated international return efforts or the administrative burden involved, and that long departure deadlines or postponed enforcement achieved similar results.

Legislator-Regeste

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Art. 3 EMRK; Preliminary Admission of Foreigners and the Prohibition of Refoulement in Switzerland: aber auch nicht zum Verlassen der Schweiz innert einer be- praktisch verbietet, die Rhone schiffbar zu machen.

Schlagwörter

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vorübergehende Einfuhr Ausreise Grundsatz der Nichtzurückweisung Dienstrechtliche Stellungen Abschiebung Vollstreckung im Ausland
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Volltext

Interpellation Rebeaud 180 N 8 février 1990

(XXXII) des Exekutivkomitees für das Programm des Hohen 4. Bei der vorläufigen Aufnahme handelt es sich nicht um ei-

Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen, binden die nen fremdenpolizeilichen Status, sondern um eine Ersatz-

Schweiz völkerrechtlich nicht. Weder dem Völkervertragsrecht massnahme, die angeordnet wird, wenn der Vollzug der Weg-

noch dem Völkergewohnheitsrecht kann eine Definition der weisung nicht durchgeführt werden kann. Die Bedingungen

sogenannten «Gewaltflüchtlinge», «humanitären Flüchtlinge» der Anwesenheit von vorläufig Aufgenommenen sind in den

oder «de-fecto-Flüchtlinge» entnommen werden. Das Rück- Artikeln 14a und 14b Anag sowie in der Verordnung über die

schiebeverbot gilt deshalb gegenüber «Gewaltflüchtlingen» vorläufige Aufnahme und die Internierung von Ausländern

nicht allgemein, sondern auf individueller Basis nach Mass- vom 25. November 1987 umschrieben.

gabe der in Artikel 3 EMRK niedergelegten Grundsätze. Wenn 5. Die vorläufige Aufnahme wird schon heute in jedem Einzel-

unser Land darüberhinaus im Einzelfall auf den Vollzug einer fall verfügt, in dem sich die Heimschaffung eines Ausländers

Wegweisung verzichtet, so erfolgt dies ausschliesslich aus hu- aufgrund der im Heimatland herrschenden Situation als unzu-

manitären Gründen und nicht als Folge der Einhaltung des mutbar oder unmöglich erweist. An dieser humanitären Praxis

non refoulement. Der Verzicht entfällt in dem Zeitpunkt, in dem wird auch in Zukunft festgehalten.

die Beruhigung der Lage im Heimatland die Rückreise wieder

zulässt. Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la réponse

2. Statistik der vorläufigen Aufnahmen nach den wichtigsten du Conseil fédéral.

Herkunftsländern 1987-1989:

1987 480 7988 312

Tschechoslowakei 174 Ungarn 62

Ungarn 105 Türkei 55

Polen 26 Tschechoslowakei 44 #ST# 89.647

Chile 24 Iran 30

Interpellation Rebeaud

1989(31.10.) 217

Schiffahrt auf der Rhone bei Genf

Aethiopien 48 Navigation sur le Rhône genevois

Tschechoslowakei 27

Rumänien 21

Türkei 20

Chile 20

Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1989

Die vorläufige Aufnahme wird angeordnet, wenn sich aus der Anlässlich der jüngsten Debatte über die Güterschiffahrt hat

Situation im Heimatland des Betroffenen eine konkrete Ge- Bundesrat Ogi die Absicht des Bundesrates bestätigt, einen

fährdung wichtigster Grundrechte, wie der persönlichen Frei- Kredit von einer Million Franken zur Finanzierung einer Pro-

heit und Unversehrtheit, für den Fall einer zwangsweisen jektstudie für die Schiffbarmachung der Rhone bei Genf bereit-

Heimschaffung ableiten lässt. Damit ist gleichzeitig gesagt, zustellen.

dass im Einzelfall Gefährdungslage und Rechtsgüterabwä- Diesem Vorhaben des Bundesrates steht der Wille der Genfer

gung vorgenommen wird. Die gruppenweise Anordnung der Behörden entgegen, die deutlich zum Ausdruck gebracht ha-

vorläufigen Aufnahme findet keine Anwendung. ben, dass auf jegliches Projekt, die Rhone zu kanalisieren, ver-

Im Falle der Tamilen wurde bei Gesuchstellern, die sich nicht zichtet werden soll. Ueberdies hat der Genfer Gesetzgeber ei-

auf die Flüchtlingseigenschaft berufen konnten, gleichzeitig nem Plan zum Schütze der Rhoneufer zugestimmt, der es

aber auch nicht zum Verlassen der Schweiz innert einer be- praktisch verbietet, die Rhone schiffbar zu machen.

stimmten Frist veranlasst werden konnten, die vorläufige Auf- Kann mir der Bundesrat erklären,

nahme nicht angeordnet. Da die Rückkehr nach Sri Lanka in- 1. weshalb er Landreserven in einer Landschaft freihalten will,

ternational koordiniert im Rahmen einer Aktion des Uno-Hoch- die bereits vollständig unter dem Schütze eines kantonalen

kommissariats durchgeführt werden soll, wäre es mit einem Gesetzes steht?

unverhältnismässigen administrativen Aufwand verbunden 2. ob es ihn nicht stört, eine Studie über ein Projekt in Auftrag

gewesen, während der Wartezeit bis zur definitiven Ausreise zu geben, das der betroffene Kanton eindeutig ablehnt?

eine vorläufige Aufnahme zu verfügen. Das gleiche Resultat 3. welchen Sinn es hat, eine Million Franken für ein Projekt

konnte mit langen Ausreisefristen respektive mit einem Auf- auszugeben, von dem man weiss, dass es nie verwirklicht wer-

schub des Vollzugs erreicht werden. den kann?

Im übrigen verweisen wir auf die Antworten zur Interpellation

Pitteloud (89.630 vom 28.9.1989) und zur Einfachen Anfrage Texte de l'interpellation du 4 octobre 1989

Leutenegger Oberholzer (89.1111 vom 28.9.1989). Lors du récent débat sur les voies navigables, le conseiller

Bei den wenigen aus den erwähnten Provinzen stammenden fédéral Ogi a réaffirmé l'intention du Conseil fédéral d'engager

türkischen Asylgesuchstellern wird im Einzelfall abgeklärt, ob un crédit d'un million de francs pour étudier un projet d'amé-

den Betroffenen die Rückkehr in ihr Heimatland zugemutet nagement du Rhône genevois en voie navigable.

werden kann. Die Erweiterung des UNHCR-Mandats, sich Cette intention du Conseil fédéral se heurte à la volonté claire-

über den Geltungsbereich der Flüchtlingskonvention hinaus ment manifestée par les autorités genevoises de renoncer à

mit bestimmten Personengruppen zu befassen, hat nach dem tout projet de canalisation du Rhône.

oben Ausgeführten keine Bedeutung bei der zu beurteilenden Plus encore: le législateur genevois a adopté un plan de pro-

Frage der Zumutbarkeit. tection des rives du Rhône qui revient à interdire pratiquement

3. Ganz allgemein kann der weitere Lebensweg von abgelehn- tout aménagement du fleuve en voie navigable.

ten Asylbewerbern, die in ihr Heimatland zurückkehren, nur in Le Conseil fédéral peut-il me dire:

den wenigsten Fällen weiterverfolgt werden. Es wäre eine re- 1. pourquoi il juge nécessaire de maintenir des réserves de

gelmässige Kontaktnahme des Ausländers mit schweizeri- terrain sur un site déjà intégralement protégé par une loi canto-

schen Behörden nötig, was aber nur in den wenigsten Fällen nale?

erfolgt. Behauptungen, ein nach Hause zurückgekehrter ehe- 2. s'il n'est pas gêné de vouloir engager l'étude d'un projet au-

maliger Asylbewerber habe Verfolgungsmassnahmen zu er- quel le canton concerné est totalement opposé?

leiden, wird nachgegangen. Sie stellen sich zumeist als un- 3. quel sens aurait une dépense d'un million de francs pour un

richtitg heraus. In den wenigen Fällen, in denen Rückkehrer ir- projet dont on sait qu'il ne pourra jamais se réaliser?

gendwelchen Nachteilen ausgesetzt waren, wurden alle ge-

eigneten Massnahmen zugunsten dieser Personen getroffen. Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine -Aucun

8. Februar 1990 N 181 Schlussabstimmung und Mitteilungen

Schriftliche Begründung - Développement par écrit 89.015

L'auteur renonce au développement et demande une

#ST#

réponse écrite.

Förderung des öffentlichen Verkehrs.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Volksinitiative

vom 15. November 1989 Encouragement des transports publics.

Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 novembre 1989 Initiative populaire

La protection du tracé des voies navigables a pour but d'éviter

que, dans les cours d'eau concernés ou dans leurs environs Siehe Seite 76 hiervor-Voir page 76 ci-devant

immédiats, des mesures ne soient prises qui pourraient ren- Beschluss des Ständerates vom 8. Februar 1990

dre difficile, voire empêcher, l'aménagement éventuel des fu- Décision du Conseil des Etats du 8 février 1990

tures voies navigables. En sus du tracé, il s'agit de réserver les

terrains nécessaires aux zones portuaires et de transborde- Schlussabstimmung - Vote final

ment.

La décision de réaliser effectivement une voie navigable déter- Für Annahme des Beschlussentwurfes 97 Stimmen

minée dépend de différents facteurs, notamment de l'évolu- Dagegen 48 Stimmen

tion de la situation économique et du résultat d'études d'op-

portunité relatives aussi à l'impact sur l'environnement; elle An den Bundesrat-Au Conseil fédéral

est donc réservée à un stade ultérieur. L'adoption de mesures

de protection des tracés ne préjuge en rien la décision de réali-

ser effectivement une voie navigable. Il s'agit tout simplement

de ne pas hypothéquer l'avenir.

1. Le 27 janvier 1989, le Grand Conseil de la République et Le président: Je vous demande encore quatre minutes de

canton de Genève a adopté une loi sur la protection générale tranquillité. Nous prenons congé de M. Hans Oester qui a

des rives du Rhône, entrée en vigueur le 1 er avril suivant. Cette démissionné pour la fin du mois. M. Oester a représenté pen-

loi a pour but de protéger le site du Rhône, le périmètre du ter- dant douze ans le Parti évangélique populaire du canton de

ritoire protégé étant délimité par des plans. Zurich. En sa qualité de professeur à l'école cantonale, il s'est

Le but de cette loi est donc de sauvegarder un périmètre bien intéressé à toutes les questions de la jeunesse. Il a présidé

précis, qui ne coïncide pas nécessairement avec le tracé avec distinction, en 1982-1983, la Commission des pétitions

d'une future voie navigable, avec ses installations annexes, et de l'examen des constitutions cantonales.

dans un but particulier (protection générale des rives du A M. Oester nous adressons nos remerciements pour son acti-

Rhône), différent du but visé par la sauvegarde du tracé pour la vité au Parlement et nos meilleurs voeux pour l'avenir. (Applau-

voie navigable. C'est pourquoi le Conseil fédéral juge néces- dissements)

saire d'étudier la question de plus près, pour éventuellement Au moment où nous nous apprêtons à regagner nos foyers,

prendre, d'entente avec les autorités cantonales, des mesures nous aimerions rappeler le drame que vivent les deux otages

supplémentaires. Par ailleurs, la sauvegarde des intérêts suisses retenus prisonniers au Liban. Le Bureau du Conseil

supracantonaux nécessite des mesures à l'échelon fédéral. Il national souhaite, au nom de l'ensemble du conseil et très offi-

faut en outre relever que la loi cantonale réserve l'aména- ciellement, exprimer la solidarité du Parlement et du peuple

gement d'ouvrages d'intérêt public. suisse aux otages retenus prisonniers, à leurs familles ainsi

2. La position des autorités du canton de Genève concernant qu'au Comité international de la Croix-Rouge. Il formule l'ap-

l'aménagement des voies navigables et la sauvegarde de leur pel urgent qu'ils soient relâchés sans délai.

tracé à évolué au cours de ces dernières années. L'évolution Le programme de cette session spéciale était très chargé.

future n'est aujourd'hui pas prévisible. Les mesures envisa- Nous n'avons pas tout àfait réussi à le tenir. Néanmoins, grâce

gées par le Conseil fédéral n'ont pas pour but de réaliser une à votre assiduité et à une séance de relevée qui a duré fort tard,

voie navigable, mais seulement de sauvegarder son tracé, nous avons pu pratiquement le remplir. Je vous remercie de

pour ne pas dérober aux générations futures la possibilité, si votre assiduité et je vous souhaite une bonne rentrée dans vos

besoin il y aura, de se relier à la mer. foyers, en vous donnant rendez-vous au 5 mars. (Applaudisse-

3. Comme il a été dit plus haut, les mesures de sauvegarde du ments)

tracé ont pour but de ne pas hypothéquer l'avenir. Il est vrai

qu'actuellement le besoin d'une voie navigable supplémen-

taire ne se fait pas sentir, mais la situation de fait et de droit Schluss der Sitzung und der Session um 13.35 Uhr

peut évoluer. Nul ne sait quelles pourront être les nécessités Fin de la séance et de la sessione 13 h 35

auxquelles seront confrontées les générations futures. En

réservant le tracé du Rhône, le Conseil fédéral désire leur lais-

ser toute liberté de décision. Pour assurer la sauvegarde de ce

tracé, il est indispensable d'élaborer un projet général com-

prenant les surfaces à protéger.

Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la réponse

du Conseil fédéral.

Abstimmung - Vote

Für den Antrag auf Diskussion 60 Stimmen

Dagegen 41 Stimmen

Verschoben - Renvoyé

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Rebeaud Schiffahrt auf der Rhone bei Genf

Interpellation Rebeaud Navigation sur le Rhône genevois

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1990

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Februarsession

Session Session de février

Sessione Sessione di febbraio

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 06

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.647

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 08.02.1990 - 08:00

Date

Data

Seite 180-181

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Ref. No 20 018 305

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