Parliamentary Debate Submission Reform: Motion Converted to Postulate
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council proposed to convert a motion, which aimed to allow parliamentary interventions to be submitted in writing, into a postulate. While the Council acknowledged the merit of the motion in easing parliamentary overload and improving debate clarity, it preferred not to be tied to a specific solution at that stage. The motion argued that written submissions, similar to practices in other countries, would streamline debates, increase overview, and uphold freedom of expression by offering an alternative to lengthy oral presentations. The Council ultimately agreed to consider the issue further, aligning with the motion's spirit but requesting a broader postulate approach.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 69 Abs. 2 BPR; Parliamentary Debate Submission Reform: Motion Converted to Postulate: While the Council acknowledged the merit of the motion in easing parliamentary overload and improving debate clarity, it preferred not to be tied to a specific solution at that stage. The motion argued that written submissions, similar to practices in other countries, would streamline debates, increase overview, and uphold freedom of expression by offering an alternative to lengthy oral presentations. The Council ultimately agreed to consider the issue further, aligning with the motion's spirit but requesting a broader postulate approach.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in relation to a potential amendment of this provision.
Volltext
23. März 1990 N 701 Motion Jaeger
Streichung der unglücklichen, einzig im deutschen und im ita- 2. Anwendungsbereich
lienischen Gesetzeswortlaut vorhandenen Qualifizierung «of- Grundsätzlich sollte die Möglichkeit der schriftlichen Abgabe
fensichtlich» vor. Das Vernehmlassungsverfahren zeitigte je- für alle Arten von Voten bestehen. Es gibt sicher Stellungnah-
doch bereits zu diesem moderaten Revisionsvorschlag ge- men, die nicht in dieser Form abgegeben werden können: Vo-
rade seitens der Mehrheit der grossen Parteien - sei es gene- ten des Bundesrates, eigentliche Diskussionsvoten, die auf
rell (FdP), sei es hinsichtlich einer Aenderung von Artikel 69 Aussagen anderer Ratsmitglieder eingehen. Die schriftliche
Absatz 2 BPR (SVP, SP) - ein sehr reserviertes Echo. Abgabe von Voten ist am ehesten bei einer Eintretensdebatte
Der Bundesrat hat durchaus Verständnis für das Anliegen des sinnvoll, wo es gilt, grundsätzliche Positionen zu markieren.
Motionärs. Er beabsichtigt, im Rahmen seiner Botschaft zur Auch heute werden derartige Grundsatzvoten, auch wenn sie
Revision der Bundesgesetzgebung über die politischen mündlich vorgetragen werden, meist sehr gründlich vorberei-
Rechte dem Parlament entsprechende Vorschläge zu unter- tet, ohne dass aber bereits auf andere Voten eingegangen
breiten. Um nicht bereits vorweg an ein konkretes Lösungs- wird. Die Eintretensdebatte dient ja vor allem dazu, eine
modell gebunden zu sein, beantragt er indessen die Umwand- Uebersicht über die Meinungen im Rat zu geben. Kommissi-
lung der Motion in ein Postulat. onssprecher, Antragsteller und Fraktionssprecher werden ver-
mutlich auch in Zukunft ihre Stellungnahmen mündlich ab-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates geben.
Déclaration écrite du Conseil fédéral Die schriftliche Abgabe von Voten wird vor allem für Einzel-
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- sprecher in den Eintretensdebatten eine sinnvolle Alternative
deln. zum mündlichen Votum sein.
3. Straffung der Debatten
Le président: MM. Schmid et Ruf combattent la motion Zwing- Einer der Vorteile der vorgeschlagenen Regelung ist die Ver-
li. La discussion est également renvoyée à une date ultérieure. kürzung der Debatten. Allein dieser Punkt würde für die Neure-
gelung sprechen. Der zweite Vorteil liegt in einer grösseren
Verschoben - Renvoyé Uebersichtlichkeit der Debatten. Wir sollten uns immer be-
wusst sein, dass die eidgenössischen Räte in vielen Fällen ge-
wissermassen nur «vorberatende Gremien» für die «dritte
Kammer», das Volk, sind, das endgültig entscheiden muss
oder kann. Wir sind es dieser «dritten Kammer» schuldig, dass
wir die politischen Fragen in einer klaren Art präsentieren. Die
auswuchernden Debatten mit einer Vielzahl von Einzelrednern
#ST# 89.609 tragen nun nicht gerade zur Klarheit bei. Eine gestraffte De-
batte ist auch eine übersichtlichere und damit verständlichere
Motion Jaeger Debatte.
Es kann auch gehofft werden, dass die Debatten, wenn sie von
Schriftliche Abgabe von Voten individuellen Standortbestimmungen entlastet sind, wieder
Interventions parlementaires vermehrt zu Diskussionen werden, in denen auf die Argu-
présentées par écrit mente des Gegners eingegangen wird.
4. Freiheitliche Lösung
Die Ueberlastung des Ratsbetriebes wird irgend einmal zu
Massnahmen führen. Es steht zu befürchten, dass derartige
Massnahmen die Freiheit des einzelnen Parlamentariers ein-
Wortlaut der Motion vom 21. September 1989 schränken werden. Die organisierten Debatten sind eine erste
Das Büro des Nationalrates wird beauftragt, dem Nationalrat derartige Beschränkung. Andere, zum Teil unsinnige Be-
einen Vorschlag zu unterbreiten, wonach das Geschäftsregle- schränkungen (z. B. Kontingentierung der Jahresredezeit)
ment des Nationalrates dahingehend abgeändert wird, dass wurden bereits diskutiert.
die Ratsmitglieder ihre Voten auch schriftlich statt nur münd- Die Motion schlägt eine Lösung vor, die eine Verkürzung der
lich abgeben können. Derartige schriftliche Voten sollen dem Debatte ohne Einschränkung der Meinungsäusserungsfrei-
Rat ausgeteilt und in das Amtliche Bulletin aufgenommen wer- heit ermöglicht. Eine alternative Möglichkeit zur Stellung-
den. nahme ist wesentlich wirksamer als die berühmten Aufrufe zur
Zurückhaltung bei Wortmeldungen. Wir dürfen nicht verges-
Texte de la motion du 21 septembre 1989 sen, dass jeder Parlamentarier einen Wählerauftrag hat, zu
Le Bureau du Conseil national est chargé de soumettre au Par- dem auch das Vortragen bestimmter Standpunkte gehört. Je-
lement un projet de modification du Règlement du Conseil na- der Parlamentarier muss aber in eigener Verantwortung be-
tional spécifiant que les députés ne pourront plus présenter stimmen, wann sein Wählerauftrag eine Wortmeldung ver-
leurs interventions uniquement par oral, mais pourront le faire langt.
également par écrit. De telles interventions seront distribuées Dass ein schriftliches Verfahren für die Parlamentarier attraktiv
au Conseil et reprises dans le Bulletin officiel. sein kann, beweist die rege Benützung des schriftlichen Ver-
fahrens bei den persönlichen Vorstössen.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Maeder, Müller-Aargau, 5. Ausgestaltung
. Widmer (3) Die Motion enthält bewusst keine Detailregelungen. Es wird
nötig sein, diese Fragen zu regeln. Diese Fragen können je-
doch erst sinnvoll bearbeitet werden, wenn über den Grund-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit satz entschieden worden ist. Als Probleme seien hier nur ge-
1. Zielsetzung nannt:
Dass der Ratsbetrieb überlastet ist und die Debatten sich in die - Umfang schriftlicher Voten
Länge ziehen, während gleichzeitig wichtige Geschäfte nicht - Frist für die Einreichung schriftlicher Voten
behandelt werden können, ist bekannt. Mein Vorschlag soll ei- - Zuständigkeit für die Vervielfältigung
nen Weg eröffnen, der einerseits zu einem Verzicht auf man- - Ort der Aufnahme ins Protokoll
ches Votum führen kann, der aber andererseits den Parlamen-
tariern/innen die Möglichkeit der Meinungsäusserung belassi. Schriftliche Stellungnahme des Büros
Die Möglichkeit, sein Votum schriftlich abzugeben und in das Rapport écrit du Bureau
Protokoll aufnehmen zu lassen, besteht im Repräsentanten- Die Möglichkeit für die Mitglieder des Nationalrates, ihren
haus der USA und im Bundestag der BRD. Es wäre ange- Standpunkt in den Eintretensdebatten nicht mündlich, son-
bracht, dieses Instrument in unserem Parlament zumindest dern schriftlich darlegen zu können, würde den Parlaments-
probeweise einzusetzen. betrieb etwas entlasten.
Postulat Braunschweig 702 N 23 mars 1990
In den Parlamenten der BRD, Kanadas, der USA und der Le Conseil fédéral est invité à présenter dès que possible au
Tschechoslowakei können schriftliche Texte anstelle von Parlement un nouveau rapport d'ensemble sur l'Europe qui
mündlichen abgegeben werden. In anderen Parlamenten wer- analyse en particulier la «politique de neutralité et les aspects
den im Protokoll der Debatten auch nicht mündlich vorgetra- institutionnels des relations de la Suisse avec les Commu-
gene ministerielle Antworten, Tabellen, Statistiken, Dokumen- nautés européennes» et sur lesquels il prendra position.
tationselemente usw. aufgeführt (Angaben aus «Parlements
dans le monde», Bruxelles 1986, S. 627ff.). Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Man könnte sich kurze Texte vorstellen; ein zu langer Text Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen
würde nicht gelesen und im Amtlichen Bulletin zu viel Platz be- eine schriftliche Antwort.
anspruchen. Der Text müsste so rechtzeitig eingereicht wer-
den, dass die Berichterstatter und der Bundesrat noch von Schriftliche Erklärung des Bundesrates
ihm Kenntnis nehmen können. Die Parlamentsdienste könn- vom 14. Februar 1990
ten die Vervielfältigungsarbeiten übernehmen. Eine spezielle Déclaration écrite du Conseil fédéral
Kennzeichnung im Amtlichen Bulletin würde darauf hinwei- du 14 février 1990
sen, dass es sich um einen schriftlichen Beitrag handelt. Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Falls diese Neuerung nur im Nationalrat, in welchem die Ar-
beitsüberlastung besonders krass ist, eingeführt werden soll, Ueberwiesen - Transmis
ist die Ueberweisung einer Motion nicht nötig, und ein Postulat
würde genügen.
Nach der Ueberweisung würde das Büro eine Aenderung des
Réglementes des Nationalrates vorlegen.
#ST# 89.801
Schriftliche Erklärung des Büros
Déclaration écrite du Bureau Postulat Braunschweig
Das Büro beantragt dem Nationalrat, die Motion in der Form Konfliktbewältigung durch
eines Postulates anzunehmen.
internationale kulturelle Zusammenarbeit
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Coopération culturelle
et règlement des conflits
#ST# 89.699
Wortlaut des Postulates vom 14. Dezember 1989
Postulat der Kommission Die Schweiz ist nur gerade in einigen westlichen Kulturzentren
für auswärtige Angelegenheiten und in Tokio durch Kulturattaches vertreten, die zudem als er-
Institutionelle Aspekte der Beziehungen stes die Aufgabe haben, die Schweiz im Ausland zur Darstel-
der Schweiz mit den EG lung zu bringen.
Wir bitten den Bundesrat, die internationale kulturelle Zusam-
Postulat de la Commission menarbeit unter anderem durch die Ernennung von Kulturat-
des affaires étrangères taches in zahlreichen Staaten, die uns geographisch, poli-
Aspects institutionnels des relations tisch, kulturell weniger nahe sind, ganz wesentlich auszu-
de la Suisse avec les CE bauen.
Durch die Ernennung von Frauen kann ihr Anteil unter den Di-
plomaten in gewünschter Weise endlich erhöht werden.
Dies drängt sich um so mehr auf, als Frauen häufig in Konflikt-
situationen die zusätzlich Benachteiligten sind.
Wortlaut des Postulates vom 7. November 1989 Bei dieser Ausgestaltung soll es nicht in erster Linie um Wer-
Bei der Ueberweisung des Postulates der Wirtschaftskommis- bung für unser Land und unsere Kultur gehen, sondern lang-
sion vom 25. Oktober 1988 hat der Nationalrat den Bundesrat fristig um Konfliktbewältigung.
gebeten, einige Fragen zu vertiefen, namentlich Fragen insti- Möglicherweise können Kultur- und Geistesschaffende selber
tutioneller Art, die er in seinem Bericht vom 24. August 1988 diese Aufgabe mit mehr Aussicht auf Erfolg lösen. Im Ausland
über die Stellung der Schweiz im europäischen Integrations- besteht eine vorbildliche Tradition, während der letzte Schwei-
prozess behandelt hat. zer Diplomat dieses Formats Carl J. Burckhardt war - vor 50
Im Januar 1988 hat das EDA eine «Groupe de réflexion sur la Jahren in Danzig!
Suisse et l'Europe» gebildet, deren Arbeiten der Kommission
für auswärtige Angelegenheiten unterbreitet worden sind. Texfe du postulat du 14 décembre 1989
Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament sobald als La Suisse n'est représentée que dans quelques centres cultu-
möglich einen neuen umfassenden Europabericht zu unter- rels occidentaux et à Tokyo par des attachés culturels, dont la
breiten, der namentlich die «Neutralitätspolitik und die institu- tâche principale est par ailleurs de présenter la Suisse à
tionellen Aspekte der Beziehungen der Schweiz mit den Euro- l'étranger.
päischen Gemeinschaften» untersucht und dazu Stellung Nous invitons le Conseil fédéral à renforcer substantiellement
nimmt. la coopération culturelle internationale, plus particulièrement
en nommant des attachés culturels dans de nombreux pays
Texte du postulat du 7 novembre 1989 qui nous sont moins proches sur les plans géographique, poli-
En adoptant le postulat de la Commission des affaires écono- tique et culturel.
miques du 25 octobre 1988, le Conseil national a prié le Con- La désignation de femmes pourrait répondre au souhait de
seil fédéral d'approfondir certaines questions, notamment voir augmenter leur représentation au sein du corps des diplo-
d'ordre institutionnel, traitées dans son rapport sur la position mates. Cela s'avère d'autant plus nécessaire que les femmes
de la Suisse dans le processus d'intégration européenne du sont souvent les victimes les plus touchées dans des situa-
24 août 1988. tions conflictuelles.
En janvier 1988, le département des affaires étrangères a Cette manière de voir signifie qu'il ne s'agit pas en premier lieu
constitué un «Groupe de réflexion sur la Suisse et l'Europe» de publicité en faveur de notre pays et de notre culture, mais
dont les travaux ont été présentés à la Commission des affai- bien, à long terme, de règlement des conflits.
res étrangères. Des personnes appartenant aux milieux culturel et intellectuel
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Jaeger Schriftliche Abgabe von Voten
Motion Jaeger Interventions parlementaires présentées par écrit
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.609
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.03.1990 - 08:00
Date
Data
Seite 701-702
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Ref. No 20 018 433
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