SRG Regional Programming and Local Radio Financial Stability
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis interpellation concerns the financial stability of local radio stations in Switzerland, particularly smaller and medium-sized ones, in light of potential expansion of regional programming by Swiss Radio and Television (SRG) and increased advertising time for television. The government, in response, stated that SRG's expansion into local programming would contradict the established three-tier media model, and while SRG does receive some funding from television advertising for its broader operations, specific regional and local programming is not financed by these additional television advertising revenues. The government also affirmed that the increase in advertising time for local radios is intended to be beneficial and does not automatically lead to revenue losses for them, asserting that advertising markets for television and radio are distinct and that deregulation allows radios to better manage advertising revenue fluctuations.
Legislator-Regeste
KI-generiertSRG Regional Programming and Local Radio Financial Stability: hung der Lokalradiowerbezeit um 5 respektive 6 Minuten den transmettre tous les programmes régionaux de celle-ci.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Interpellation Seiler. Radios locales 554 3 octobre 1989
Ich gehe mit den Herren Danioth und Hunziker einig, dass die Existenz der mittleren und kleineren Lokalradios in Frage
sich Behörden und Betroffene im Kanton Uri gegenüber den stellt?
Untersuchungen der Nagra bundestreu und kooperativ ver- 2. Im Dreiebenenmodell sind Aufgabenteilung und Terrainab-
halten haben. Das gleiche gilt auch für die Regierungen der grenzungen besonders gefragt. Wie stellt sich der Bundesrat
übrigen von den Arbeiten der Nagra betroffenen Kantone. zur Auffassung der SRG, den Lokalradios Auflagen betreffend
Danken möchte ich den Votanten für das Verständnis, das Benutzung und Mitfinanzierung ihrer DRS-Programme zu ma-
sie trotz eindeutiger und klarer Aussage den Schwierigkeiten chen? Was gedenkt der Bundesrat zu tun, um die anerkannt
entgegenbringen, mit welchen sich die Bundesbehörden, wertvolle Programmarbeit der Lokal radios nicht durch eine un-
aber auch die Nagra bei den Lösungen der nationalen Auf- nötige Programmexpansion der SRG gefährden zu lassen?
gabe zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle konfrontiert 3. Der bundesrätliche Beschluss vom 19. Juni 1989 bedeutet
sehen. insgesamt eine Abwanderung nationaler Werbegelder ins
Verschiedene wirtschaftliche Tätigkeiten führen zu radioakti- Fernsehen, was die Existenz mittlerer und kleiner Lokalradios
vem Abfall: Energieerzeugung, Anwendung in Medizin, Indu- vor allem in dünnbesiedelten Randregionen gefährdet. Wer-
strie und Forschung. Solange der Bund solche Tätigkeiten den diese zusätzlichen Fernsehwerbegelder auch Radio DRS
gestattet, muss er die Entsorgung dieser Abfälle ermögli- respektive den DRS-Regionaljournals zugute kommen? Wird
chen. Das ist eine nationale Aufgabe. Es kann nicht ange- damit ein DRS-Programmausbau im regional-lokalen Bereich
hen, dass einzelne Gemeinden oder Regionen die Lösung mitfinanziert?
einer nationalen Aufgabe verhindern. Im Ausland sind Endla-
ger für radioaktive Abfälle im Betrieb oder im Bau, Beispiel:
Schweden, in Forsmark oder Finnland. Ich habe Schweden
besucht. Das ist beeindruckend und könnte uns als Beispiel Texte de l'interpellation du 23 juin 1989
dienen. Ich meine, was Schweden kann, sollte auch die Le 19 juin 1989, le Conseil fédéral a accordé une prolongation
Schweiz realisieren können. Der Bund zählt dabei nach wie de cinq ou de six minutes du temps réservé à la publicité à la
vor auf das Verständnis und die Mithilfe der Kantone. Die télévision; cette prolongation a surpris par son ampleur. Selon
Kirchturmpolitik hat bei der Entsorgung keinen Platz, bei der les tarifs, il en résulte des recettes supplémentaires de l'ordre
Entsorgung der täglichen nuklearen Abfälle schon gar nicht. de 25 à 40 millions de francs. En revanche, la même augmen-
tation du temps réservé à la publicité qui a été consentie aux
radios locales ne rapporte rien à celles-ci. Celles de petite et
de moyenne envergure ne parviennent de toute façon pas à ti-
rer parti du temps qui leur est déjà accordé.
#ST# 89.583 Nul ne conteste que les radios locales ont un rôle politique im-
portant à jouer en tant qu'instruments de promotion culturelle
Interpellation Seiler permettant aux régions de notre pays de faire valoir leur parti-
Lokalradios. Sicherung des cularité et leur autonomie. Il est d'autant plus surprenant que
la Société suisse de radiodiffusion cherche à développer en-
Dreiebenenmodells core ses programmes régionaux et locaux. Dans une interview
Radios locales. Maintien publiée par plusieurs journaux, M. Heinrich von Grüningen, di-
des trois niveaux recteur des programmes de DRS-1, a déclaré que la radio en-
visage d'augmenter encore les émissions de ses programmes
ayant un caractère régional. Ainsi, les émetteurs urbains diffu-
seront durant la journée des programmes sur les ondes ultra-
courtes pour de grandes agglomérations. Les déclarations de
Wortlaut der Interpellation vom 23. Juni 1989 M. von Grüningen n'ont été démenties ni par la direction
Am 19. Juni 1989 hat der Bundesrat die Fernsehwerbezeit un- générale, ni par celle des programmes DRS.
erwartet massiv um 5 respektive 6 Minuten pro Tag erhöht. Das En outre, la DRS a l'intention d'émettre le soir un magazine
bedeutet je nach Tarifgestaltung zusätzliche 25 bis 40 Millio- régional d'une heure. Les radios locales qui reprennent par-
nen Franken Einnahmen. Dagegen bringt die bewilligte Erhö- tiellement les programmes de la SSR, seraient tenues de re-
hung der Lokalradiowerbezeit um 5 respektive 6 Minuten den transmettre tous les programmes régionaux de celle-ci.
Lokalradios nichts. Alle mittleren und kleineren Lokalradios Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivan-
können die bereits heute zugelassene Werbezeit bei weitem tes:
nicht ausschöpfen. 1. Le système des trois niveaux préconisé par le Conseil
Die staatspolitische Bedeutung der Lokalradios als Förderer fédéral accorde la priorité au niveau régional et local aux ra-
der kulturellen Eigenart und Eigenständigkeit unserer vielfälti- dios locales privées. Le gouvernement est-il également d'avis
gen Regionen ist unbestritten. Um so erstaunlicher ist die Tat- que le développement des programmes de la DRS au niveau
sache, dass die SRG ihre Regional- beziehungsweise Lokal- régional et local au moyen des fonds collectés par la télévision
programme nochmals ausbauen will. In einem in zahlreichen grâce à la publicité, menace la survie des radios locales de pe-
Zeitungen veröffentlichten Interview kündigte DRS-1-Pro- tite et moyenne envergure?
grammleiter Heinrich von Grünigen an, Radio DRS plane eine 2. Le système des trois niveaux requiert une répartition claire
verstärkte Regionalisierung seines ersten Programmes. Bei- des tâches sur les plans théorique et pratique. Que pense le
spielsweise sollen «Stadtsender» im Verlaufe des Tages Conseil fédéral de l'opinion de la SSR selon laquelle celle-ci
«grossflächige UKW-Fenster» mit Sendungen für jeweils eine est autorisée à imposer des charges aux radios locales con-
grössere städtische Agglomeration ausstrahlen. Die Aussa- cernant la participation et le financement des programmes de
gen von Grünigens wurden von der Generaldirektion oder der la DRS? Qu'est-ce que le Conseil fédéral entend entreprendre
Programmdirektion DRS nie dementiert. pour empêcher que le précieux travail des radios locales ne
Darüber hinaus will Radio DRS am Vorabend künftig ein ein- soit remis en cause par une extension inutile des programmes
stündiges Regionalmagazin ausstrahlen. Lokalradios, die von de la SSR?
der SRG Programmteile übernehmen, sollen verpflichtet wer- 3. La décision prise par le Conseil fédéral le 19 juin 1989 a pour
den, alle Regionalprogramme der SRG auszustrahlen. effet de faire couler dans les caisses de la télévision les fonds
Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden nationaux provenant de la publicité, ce qui représente une me-
Fragen: nace pour les radios locales de petite et moyenne importance,
1. Das vom Bundesrat befürwortete Dreiebenenmodell räumt surtout dans les régions marginales peu peuplées. Ces fonds
den privaten Lokalradios auf der unteren Ebene des regional- supplémentaires de la publicité à la télévision bénéficieront-ils
lokalen Bereichs eine Priorität ein. Ist der Bundesrat auch der aussi à la radio DRS et à ses jounaux régionaux? Serviront-ils
Auffassung, dass eine aus der Fernsehwerbekasse finanzierte ainsi à cofinancer l'extension des programmes DRS dans le
DRS-Programmausweitung auf der regional-lokalen Ebene secteur régional et local?
3. Oktober 1989 555 Interpellation Seiler. Lokalradios
Seiler: Die Lokalradios sind heute ein nicht mehr wegzuden- Veranstalter verpflichtet, Sendungen von der SRG zu überneh-
kender Teil unserer Medienwelt geworden. Dass sie einem Be- men. Der Bundesrat begrüsst es indessen, dass die SRG ihre
dürfnis entsprechen, beweisen die hohen und noch steigen- Programme den lokalen Stationen zu sehr vorteilhaften Bedin-
den Hörerzahlen. Um so mehr hat deshalb eine Aussage des gungen überlässt, profitieren doch davon in erster Linie klei-
DRS-1-Programmleiters Heinrich von Grünigen die Lokalra- nere oder mittelgrosse Sender in wirtschaftlich schwächeren
dioverantwortlichen aufgeschreckt. Seine Aussage ist ein di- Regionen. Die Auflagen, welche die SRG den Lokalradios
rekter Angriff auf das sogenannte Dreiebenenmodell. Er er- macht, ergeben sich einerseits aus den Vorschriften der Ver-
klärte nämlich, dass Radio DRS eine verstärkte Regionalisie- ordnung über lokale Rundfunkversuche, insbesondere über
rung seines ersten Programmes plane. Beispielsweise sollen die Trennung von Werbung und Programm, andererseits die-
sogenannte Stadtsender im Verlaufe des Tages grossflächige nen sie der erwünschten journalistischen und programmli-
UKW-Fenster mit Sendungen für jeweils eine grössere Agglo- chen Transparenz.
meration ausstrahlen. Zur Frage 3: Durch die Erhöhung der Werbezeit am Schweizer
Nun muss man wissen, dass die Finanzierung von Radio DRS Fernsehen kann ein Teil des beträchtlichen Nachfrageüber-
aus zwei Kassen erfolgt: Einmal aus der Fernsehwerbung und hangs bei der Fernsehwerbung abgebaut werden. Es trifft
zweitens durch Konzessionsgelder. Die Konzessionsgelder nach Ansicht des Bundesrates nicht zu, dass dadurch die Lo-
werden aber auch von den Hörern der Lokalradios mitbezahlt, kalradios automatisch Einbussen bei der Radiowerbung in
auch wenn sie nur die Lokalradios hören. Dass dieser Anteil Kauf nehmen müssen, unterscheiden sich doch die Werbe-
sehr hoch sein kann, zeigen die Hörerzahlen z. B. des Radio märkte der beiden Medien beträchtlich. Im weiteren sind auch
«Munot», von denen regelmässig 65 Prozent nur dieses Radio Synergieeffekte zwischen den beiden Werbeträgern nicht aus-
einstellen. zuschliessen. Die Auffassung, dass die gleichzeitig bewilligte
Nun plant der Progammleiter DRS u. a. auch mit den Gebüh- Lockerung der Werbebeschränkungen in der RVO den Lokal-
ren, die von den Lokalradiohörern bezahlt werden, eine Aus- radios nichts bringe, teilt der Bundesrat nicht. Die Erhöhung
dehnung der Regionalsendezeiten zulasten der Lokalradios, der Werbezeit dürfte zweifellos positive Auswirkungen auf die
dies obwohl bekanntlich diese kleinen Senderam bedeutend wirtschaftliche Situation der lokalen Radioveranstalter zeiti-
kürzeren Hebelarm sitzen. Man schreibt ihnen den Ausstrah- gen. Dies um so mehr, als seit dem 1. Juli 1989 die täglichen
lungsraum und die Sendestärke vor, obwohl sie die gesamte und saisonalen Nachfrageschwankungen frei kompensiert
Sendetechnik selber zu berappen haben. Gerechterweise werden dürfen. Dadurch werden gerade die kleineren Statio-
müsste eigentlich eine Gebührenverteilung oder ein Splitting nen in die Lage versetzt, an Spitzentagen die Nachfrage voll-
gefordert werden. umfänglich zu befriedigen. Es ist richtig, dass im Sinne eines
Es soll also ein Ausbau stattfinden, der mit zusätzlichen Fern- SRG-internen Finanzausgleichs auch Mittel vom Fernsehen
sehgeldern und den Konzessionsgebühren der Lokalradiohö- zum Radio fliessen. Nur so kann die SRG den umfassenden
rer bezahlt wird, und das in einem Zeitpunkt, wo die finanzielle Programmauftrag in allen Sprachregionen erfüllen. Milden zu-
Situation der kleinen und mittleren Lokalradios trotz grossem sätzlichen Mitteln aus der Fernsehwerbung wird jedoch, wie
Hörererfolg immer noch prekär ist. Hohe Ausgaben erwach- vorgängig gezeigt wurde, kein Programmausbau - und das ist
sen ihnen, weil sie sich bemühen, anspruchsvolle Programme wichtig für Sie, Herr Ständerat Seiler- im regional-lokalen Be-
zu bieten und vor allem journalistisch aus allen Regionen zu reichfinanziert.
berichten.
Ein Angriff, wie er vom Programmleiter von Radio DRS 1 lan- Seiler: Ich bin zufrieden mit der Antwort des Bundesrates. Ich
ciert worden ist, gefährdet im besonderen die kleineren Lokal- bin froh, dass die Aussage des Programmleiters hier widerlegt
radios. Zudem besteht bei ihnen die Unsicherheit, wie es wei- worden ist. Ich bin allerdings nicht der Meinung, dass die Aus-
tergeht - auch betreffend Uebernahme von DRS-Teilen. Der dehnung der Werbezeiten für kleine und mittlere Radiostatio-
Vertrag von Radio DRS mit den Lokalradios ist nämlich nur um nen Vorteile bringt.
ein Jahr verlängert worden, bis Ende 1990. Ich frage mich, was
nachher geschieht. Diese und andere Fragen haben mich be-
wogen, eine Interpellation einzureichen. Für deren Beantwor- Schluss der Sitzung um 19.00 Uhr
tung möchte ich Herrn Bundesrat Ogi im voraus danken. La séance est levée à 19 h 00
Bundesrat Ogi: Das ist das Schöne in meinem Departement:
Vom Verkehr kommt man zur Energie und schlussendlich
noch zu Radio und Fernsehen. Dort können wir wenig auslö-
sen.
Zur ersten Frage von Herrn Ständerat Seiler: Der Bundesrat
hat seine medienpolitischen Vorstellungen im Entwurf zum
Radio- und Fernsehgesetz konkretisiert, das ja morgen im Na-
tionalrat zur Diskussion steht. Die Versorgung des lokalen und
regionalen Bereichs soll dabei bekanntlich von Privaten,
SRG-unabhängigen Veranstaltern wahrgenommen werden.
Ein Vorstoss der SRG in diesen Bereich würde deshalb der
vom Radio- und Fernsehgesetz zugrunde liegenden Konzep-
tion, dem Ebenenmodell, widersprechen und ist auch durch
die geltende SRG-Konzession nicht abgedeckt. Radio DRS
begann bereits Ende 1978, also dreieinhalb Jahre vor Inkraft-
treten der Rundfunkverordnung, mit der Ausstrahlung von In-
formationssendungen für die Regionen seines Empfangsge-
bietes. Die Regionaljournale decken aber weitaus grössere
Einzugsgebiete ab als die einzelnen Lokalradios. Die General-
direktion der SRG versichert in ihrer Stellungnahme zu diesem
parlamentarischen Vorstoss, dass für einen weiteren Ausbau
der Regionalinformationen beim Radio zurzeit keine konkre-
ten Pläne bestehen. Die von Ihnen erwähnten Aeusserungen
des Programmdirektors von Radio DRS 1 in einem Zeitungsin-
terview dürfen deshalb nicht als unternehmungspolitische Ab-
sichtserklärung der SRG verstanden werden.
Zur Frage 2: Die Abgabe von Programmen an Lokalradios fällt
in den Kompetenzbereich der SRG. Im übrigen ist kein privater
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Seiler Lokalradios. Sicherung des Dreiebenenmodells
Interpellation Seiler Radios locales. Maintien des trois niveaux
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.583
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 03.10.1989 - 17:00
Date
Data
Seite 554-555
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Pagina
Ref. No 20 017 977
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