Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 89-538 KI-generiert

Parliament Considers Complementary Medicine Postulates

Geschäftsnummer VPB 89-538
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The parliament considered two postulates concerning complementary medicine. The first proposed establishing an institute for practical nutrition and preventing diet-related diseases, highlighting a significant increase in diabetes and cardiovascular issues attributed to poor diet. The second called for incorporating "experience medicine" (complementary and alternative medicine) into federal drug and benefits commissions, arguing it reflects public demand and can offer cost-effective, side-effect-free treatments. The government agreed to consider both postulates, acknowledging the growing public interest in alternative therapies and the need for broader representation in medical commissions.

Legislator-Regeste

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Parliament Considers Complementary Medicine Postulates: lation, à la prévention des maladies qui ont pour origine une kenntnisse in der Erfahrungsmedizin erfordern.

Schlagwörter

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medizinische Behandlung parlamentarisches Postulat Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben widersprüchliche ärztliche Berichte Vertretungswirkung parlamentarische Beratungen
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Volltext

Postulat Hafner Rudolf 1724 N 6 octobre 1989

#ST# 89.519 #ST# 89.538

Postulat Fierz Postulat Hafner Rudolf

Institut für Ernährung Berücksichtigung der

Institut de l'alimentation Erfahrungsmedizin in Kommissionen

Commission fédérale des médicaments.

Représentation des médecines parallèles

Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1989

Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob in der Schweiz

ein Institut einzurichten wäre, das sich mit den praktischen As-

pekten der Volksernährung, der Vorbeugung von durch Fehl- Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1989

ernährung verursachten Krankheiten und der Behandlung Der Bundesrat wird ersucht, im Zusammenhang mit der vorge-

von der Ernährungstherapie zugänglichen Krankheiten be- sehenen Umstrukturierung der Arzneimittelkommission eine

fasst. zusätzliche (kleine) Arzneimittelkommission für Erfahrungs-

medizin (alle Medizinformen, die in der Schulmedizin nicht

enthalten sind) einzusetzen.

Texte du postulat du 21 juin 1989 Falls dies nicht kurzfristig realisierbar erscheint, sollte eine an-

Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il serait possible de gemessene Anzahl Vertreter der Erfahrungsmedizin in die er-

créer en Suisse un institut chargé d'étudier les questions se neuerungsbedürftige Arzneimittelkommission berufen wer-

rapportant aux aspects pratiques de l'alimentation de la popu- den. Diesen wären alle Aufgaben zu übergeben, die Fach-

lation, à la prévention des maladies qui ont pour origine une kenntnisse in der Erfahrungsmedizin erfordern.

mauvaise nutrition ainsi que le traitement des maladies qui Analog wie bei der Arzneimittelkommission sollte bei der Lei-

peuvent être guéries par une thérapie alimentaire. stungskommission vorgegangen werden, für welche die Kom-

mission für Sozialversicherung bereits im Rahmen der Revi-

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Brélaz, Diener, Meier- sion Krankenversicherung einen entsprechenden Beschluss

Glattfelden, Rebeaud, Schmid, Stocker, Thür (8) gefasst hat.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Texte du postulat du 22 juin 1989

Zwischen 1942 und 1988 ist die Zahl der Zuckerkranken in der A l'occasion de la restructuration prévue de la Commission

Schweiz von ca. 5000 auf ca. 150 000 gestiegen. Bezogen auf fédérale des médicaments, le Conseil fédéral est invité à insti-

die Bevölkerung entspricht das einer 22-fachen Steigerung, tuer une (petite) commission supplémentaire des médica-

für die neben Bewegungsmangel vor allem Ueber-und Fehler- ments employés par les médecines parallèles (toutes formes

nährung angeschuldigt werden müssen. Die gleichen Fakto- de médecine qui ne font pas l'objet des études universitaires

ren begünstigen auch Herz- und Kreislaufkrankheiten, die bei de médecine).

den Hospitalisations- und Todesursachen an erster Stelle ste- Au cas où il ne serait pas possible d'instituer à court terme une

hen. telle commission, un nombre adéquat de représentants des

In der Schweiz gibt es weder ein nationales Institut für Ernäh- médecines parallèles devrait être appelé à siéger dans la

rung noch eine Fachorganisation, die sich mit dem gesund- Commission fédérale des médicaments dont la composition

heitlichen Aspekt der Ernährung beschäftigt. et les tâches en particulier doivent être revues. Ces représen-

Die Ernährungsforschung, mit dem Ziel der Erarbeitung der tants se chargeraient de toutes les tâches exigeant des con-

wissenschaftlichen Grundlagen zur Information und Steue- naissances spéciales des médecines parallèles.

rung des Essverhaltens der Konsumenten, bildet an den Par analogie, il faudrait faire de même pour la Commission des

Hochschulen keinen systematisch gepflegten Schwerpunkt prestations pour laquelle la Commission de la sécurité sociale

(Botschaft zum Lebensmittelgesetz, LMG vom 30. Januar a déjà pris une décision dans le cadre de la révision de l'assu-

1989, Ziff. 162, S. 19, Ernährungssituation). rance-maladie.

Gemäss einem neuen Bundesgerichtsentscheid vom 3. No-

vember 1988 ist Ernährungsberatung unter Kontrolle des Arz- Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Allenspach, Am-

tes bei Zuckerkrankheit eine Pflichtleistung der Krankenkas- mann, Aregger, Bär, Basler, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula,

sen. Damit gewinnt die Ernährungslehre an praktischer, aber Béguelin, Berger, Biel, Bircher, Bodenmann, Bonny, Borei,

auch wissenschaftlicher Bedeutung, der durch Auf- bzw. Aus- Braunschweig, Brélaz, Eremi, Brügger, Bundi, Bürgi, Büttiker,

bau entsprechender Institutionen Rechnung getragen werden Caccia, Carobbio, Daepp, Danuser, Darbellay, David, Déglise,

muss. Dietrich, Diener, Dormann, Dünki, Eisenring, Engler, Etique,

Ein noch zu schaffendes (z. B. nationales, Institut für Human- Euler, Fäh, Fankhauser, Fehr, Früh, Grendelmeier, Günter,

ernährung könnte in einer ersten Phase als Arbeitsgruppe auf- Hafner Ursula, Haller, Hänggi, Hari, Humbel, Jaeger, Jean-

gebaut werden, beispielsweise unter Einbezug der offenbar prêtre, Keller, Kühne, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solo-

von der ETH zu übernehmenden Stiftung «Park im Grünen» in thurn, Leuenberger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Longet,

Rüschlikon und der seit 1980 dem Eidgenössischen Departe- Loretan, Luder, Maeder, Matthey, Mauch Rolf, Mauch Ursula,

ment des Innern unterstellten gemeinnützigen Stiftung für Dia- Meier-Glattfelden, Meizoz, Mühlemann, Müller- Aargau, Nab-

betes- und Ernährungsberatung in Bern. holz, Neuenschwander, Neukomm, Oester, Ott, Paccolat, Pe-

Besonders zu beachten wäre, dass ein solches Institut, um titpierre, Portmann, Rebeaud, Rechsteiner, Reichling, Rei-

funktionieren zu können, über völlige wissenschaftliche Unab- mann Maximilian, Rohrbasser, Ruffy, Rutishauser, Rychen,

hängigkeit gegenüber wirtschaftlichen und politischen Druck- Salvioni, Scheidegger, Schmid, Schule, Schwab, Seiler Hans-

versuchen verfügen muss. peter, Seiler Rolf, Stamm, Stappung, Steffen, Steinegger,

Stocker, Stucky, Thür, Tschuppert, Uchtenhagen, Ulrich, Wan-

ner, Weber-Schwyz, Weder-Basel, Wiederkehr, Wyss William,

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Zbinden Hans, Zölch, Züger, Zwygart (110)

vom 23. August 1989

Déclaration écrite du Conseil fédéral Schriftliche Begründung - Développement par écrit

du 23 août 1989 Die vermehrte Berücksichtigung der Erfahrungsmedizin ent-

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. spricht einem grossen Bedürfnis in der Bevölkerung. Umfra-

gen haben ergeben, dass mehr als die Hälfte der Schweizerin-

Ueberwiesen - Transmis nen und Schweizer Naturheilmittel beanspruchen wollen.

6. Oktober 1989 N 1725 Postulat Schule

Diese haben bei richtiger Anwendung eine gute Wirkung ohne baut. Die Zunahme des Verkehrs machte diese Bauwerke not-

schädliche Nebenwirkungen. Zudem sind sie in der Regel ko- wendig, damit die stark befahrenen Ortschaften und Agglome-

stengünstiger als die pharmazeutischen Präparate. rationen vom Durchgangsverkehr befreit werden konnten.

Die Wissenschaftsfreiheit ist ein Grundrecht gemäss Bundes- Viele Wälder, unberührte Geländekammern und Landschaf-

verfassung. Die Behörden wären besonders verpflichtet, die- ten konnten ohne grosse Schwierigkeiten entzweigeschnitten

sen Grundsatz in der Praxis anzuwenden. Wenn dies beachtet werden.

wird, so ist die heutige Zusammensetzung von Arzneimittel- Erst im vergangenen Jahrzehnt ist das Umweltbewusstsein

kommission und Leistungskommission - die einseitig auf die landesweit gestiegen. Heute sind die Anforderungen an die

Doktrin der Schulmedizin festgelegt sind - überfällig für eine Erbauer sehr hoch. Eingehende Umweltverträglichkeitsprü-

Neustrukturierung. Dies hat bekanntlich die IKS (Interkanto- fungen, Forderungen nach Untertunnelungen, Wilddurchläs-

nale Kontrollstelle für Heilmittel) schon vor einiger Zeit erkannt sen oder Vernetzung der Lebensräume für die Fauna müssen

und hat eine Erneuerung der Gutachterkollegien bereits ange- vom Zweiterbauer berücksichtigt werden, ohne dass der Er-

fangen. bauer der Erstdurchschneidung die höheren Anforderungen

Unter dem Begriff «Erfahrungsmedizin» sind in diesem Zu- und Kosten der Umweltmassnahmen mittragen hilft.

sammenhang jene Medizinformen zu verstehen, die sich mit Als gravierende Durchschneidungen der Landschaften sind

langjähriger praktischer Erfahrung durch diplomierte Aerzte abgezäunte Verkehrsträger einzustufen. Ueberall dort, wo

ausweisen können. Dies trifft zu für folgende Vereinigungen: Landschaften von besonderer Schönheit mehrfach durch-

- Schweizerische Aerztegesellschaft für Erfahrungsmedizin schnitten werden, werden dem Erbauer der zweiten Durch-

- Schweizerischer Verein homöopathischer Aerzte schneidung auch die Unterlassungen des Erstverursachers

-Vereinigung anthroposophisch orientierter Aerzte in der angelastet. Ein Kostenausgleich drängt sich auch dann auf,

Schweiz. wenn im Baubereich des Ersterbauers keine direkten neuen

Naturschutzmassnahmen gebaut werden.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

vom 6. September 1989 Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Déclaration écrite du Conseil fédéral vom 18. September 1989

du 6 septembre 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. du 18 septembre 1989

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis

Präsident: Das Postulat wird von Herrn Dreher bekämpft. Die

Diskussion wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Verschoben - Renvoyé

#ST# 89.549

Postulat Nussbaumer

Kostenteilung für Umweltschutzmassnahmen 89.552

bei nationalen Verkehrsträgern

#ST#

Défense de l'environnement. Postulat Schule

Répartition des frais Umweltbezogene Marktinformation

Produits «propres».

Information des consommateurs

Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1989

Ich ersuche den Bundesrat zu prüfen, ob nicht dort, wo natio-

nale Verkehrsträger zweimal die gleichen Landschaften

durchschneiden, die Kosten für Verhütung oder Milderung der Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1989

Durchschneidungsschäden sowie die Vorkehrungen zum Der Bundesrat wird eingeladen, die Einführung von Umwelt-

Schütze der Landschaft dann auf beide Verkehrsträger gleich- klassen für Stoffe und Produkte zu prüfen mit dem Ziel, durch

massig zu verteilen sind, wenn bei der Erstdurchschneidung diese Information eine Marktlenkung im Sinne eines effizien-

den Belangen des Natur- und Umweltschutzes nicht oder nur ten Umweltschutzes zu erreichen.

ungenügend Rechnung getragen worden ist.

Texte du postulat du 22 juin 1989

Texte du postulat du 22 juin 1989 Le Conseil fédéral est invité à considérer l'introduction de clas-

J'invite le Conseil fédéral à examiner s'il ne conviendrait pas ses d'écotoxicité pour les substances et les produits, cette in-

de répartir à parts égales les frais engendrés par la prévention formation ayant pour objet d'influer sur le marché, de manière

et la réduction des dommages causés par la traversée des ter- à encourager la protection de l'environnement.

res par des voies de communication ainsi que les mesures de-

vant être prises pour protéger le paysage, dans les cas où Mitunterzeichner- Cosignataires: Aliesch, Allenspach, Antille,

deux voies de communication nationales coupent un même Bremi, Büttiker, Couchepin, Eppenberger Susi, Fäh, Fischer-

paysage et que les considérations de protection de la nature Seengen, Giger, Loretan, Martin, Mauch Rolf, Mühlemann,

et de l'environnement n'ont pas été prises en compte, ou l'ont Müller-Meilen, Nabholz, Petitpierre, Spalti, Spoerry, Steineg-

été insuffisamment, lors de la réalisation du premier projet. ger, Tschuppert, Wanner, Weber-Schwyz, Wyss Paul, Zwingli

(25)

Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Blatter, Bonny,

Bürgi, Büttiker, Daepp, David, Fehr, Hänggi, Jung, Kühne, Le- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

dergerber, Loretan, Luder, Pini, Ruckstuhl, Schnider, Seiler Die Umweltverträglichkeit von Stoffen und Produkten soll auf

Rolf, Steinegger, Wanner, Weber-Schwyz, Widrig, Zölch - (23) einfache und augenfällige Art deklariert werden, so dass der

Konsument seine Kaufentscheide zugunsten umweltverträgli-

Schriftliche Begründung - Développement par écrit cherer Produkte fällen kann.

In den Sechziger- und Siebzigerjahren wurden nationale Ver- Denkbar ist ein Klassifizierungssystem ähnlich der Giftklas-

kehrsträger oft ohne Rücksicht auf Natur und Umwelt nach sen, wobei auch eine Auszeichnung besonders umwelt-

rein technischen und oekonomischen Gesichtspunkten ge- freundlicher Stoffe und Produkte möglich wäre.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Hafner Rudolf Berücksichtigung der Erfahrungsmedizin in Kommissionen

Postulat Hafner Commission fédérale des médicaments. Représentation des médecines

parallèles

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.538

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 06.10.1989 - 08:00

Date

Data

Seite 1724-1725

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Ref. No 20 017 796

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