Switzerland's Stance on Palestine, Self-Determination, and Rainforests
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss government does not recognize Palestine as a state, and therefore does not recognize Palestinian nationality, though it allows the designation "Palestinian" as an ethnicity. The government affirmed its support for the right to self-determination of the Palestinian people and Israel's right to exist, while also condemning Israeli policies in the occupied territories, including administrative detention and deportations, as violations of international humanitarian law. Regarding rainforest protection, Switzerland supports international efforts and works with developing countries on sustainable forestry practices and conservation, acknowledging the self-determination of nations regarding their forest resources.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwitzerland's Stance on Palestine, Self-Determination, and Rainforests: sung der Mittelostfrage notwendigerweise auf zwei zentrale ders besorgniserregend ist die Lage im Amazonasgebiet.
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Interpellation Fäh 1742 N 6 octobre 1989
möglich. Es erscheint verständlich, dass die Universität Basel 9. Die Schweiz unterstützte im vergangenen Juni die Resolu-
von einem Vermerk «Palästina» abgesehen hat: bekanntlich tion des Exekutivrates der Unesco, worin Israel eindringlich
anerkennt die Schweiz Palästina als Staat nicht, und die Frage, zur Wiedereröffnung sämtlicher Lehranstalten in den besetz-
ob das Gebilde «Palästina» die Elemente eines Staates auf- ten Gebieten aufgefordert wurde. Ab Ende Juli sind die Grund-
weist, bleibt in der Völkergemeinschaft weiterhin umstritten. und Sekundärschulen in der Westbank kontinuierlich geöffnet
Das Departement für auswärtige Angelegenheiten «interve- worden.
nierte» anlässlich der Bereitstellung der Urkunde durch die Das allgemeine Stipendienprogramm des Bundes steht theo-
Universität Basel nicht, sondern beantwortete lediglich im retisch auch palästinensischen Studenten offen, stösst aber
Rahmen seiner Tätigkeit eine diesbezügliche Anfrage der Uni- an Grenzen der praktischen Durchführbarkeit (Sprachbar-
versität. riere, hohe Kosten). Aus diesem Grunde wurde ein Teil des
1. Es ist das jeweilige nationale Recht, welches grundsätzlich 1989 auf 3,5 Millionen Franken erhöhten Barbeitrags, nämlich
die Staatsangehörigkeit bestimmt. Die Staaten kennen ver- 300 000 Franken, für das Stipendienprogramm der UNRWA
schiedene Arten des Erwerbs oder des Verlusts des Bürger- zweckbestimmt. Dies erlaubt einen wesentlich wirkungsvolle-
rechts. In den meisten Fällen wird die Staatsangehörigkeit ren Einsatz unserer Mittel, als wenn wir die Studenten in der
durch Abstammung (wobei der Geburtsort massgeblich sein Schweiz ausbilden lassen würden.
kann) oder Einbürgerung erworben. Aus diesen allgemeinen
Ueberlegungen ergibt sich, dass eine pauschale Zuteilung zu Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes-
einer bestimmten Staatsangehörigkeit vorwiegend nach rates teilweise befriedigt.
Massgabe des Wohnsitzes, wie es die Interpellantin in ihrer
Fragestellung tut, kaum den heute in den besetzten Gebieten
herrschenden Verhältnissen entsprechen dürfte. Jedenfalls
gilt es festzuhalten, dass die Schweiz die Annektierung der #ST# 89.526
Golanhöhen und von Ost-Jerusalem durch Israel nicht aner-
kennt und folglich ein Erwerb der israelischen Staatsangehö- Interpellation Fäh
rigkeit einzig aufgrund dieser Annektierung nach schweizeri-
scher Auffassung nicht rechtmässig ist. Schutz der Regenwälder
2. Da die Schweiz das Gebilde «Palästina» nicht als Staat aner- Protection de la forêt tropicale
kennt, wird eine «palästinensische Staatsangehörigkeit» von
ihr ebenfalls nicht anerkannt.
3. Gemäss ihrer Praxis anerkennt die Schweiz nur Staaten. Die
Anerkennung einer Volkszugehörigkeit gibt es in der interna-
tionalen Praxis kaum. Wortlaut der Interpellation vom 21. Juni1989
4. Der Bundesrat hat schon mehrmals betont, dass eine Lö- Riesige Brandrodungen bedrohen die Regenwälder. Beson-
sung der Mittelostfrage notwendigerweise auf zwei zentrale ders besorgniserregend ist die Lage im Amazonasgebiet.
Elemente Rücksicht nehmen muss, einerseits das Recht Is- Wenn nichts zum Schutz der Regenwälder unternommen
raels auf Existenz und Sicherheit innerhalb international aner- wird, nehmen wir eine ökologische Katastrophe in Kauf.
kannter Grenzen, andererseits das Selbstbestimmungsrecht Ich frage daher den Bundesrat;
des palästinensischen Volkes. 1. Wie beurteilt der Bundesrat die Lage bezüglich Regenwäl-
Falls die Angabe einer «Volkszugehörigkeit» in einer öffentli- der im allgemeinen und in Brasilien im speziellen?
chen Urkunde verlangt wird, so wäre die Angabe «Palästinen- 2. Welche schweizerischen Massnahmen zum Schutz des
ser» ohne weiteres möglich. Dieser Fall dürfte indessen sehr brasilianischen Regenwaldes bestehen grundsätzlich? Wel-
selten vorkommen, stellen doch die meisten öffentlichen Ur- che davon sind bereits eingeleitet oder geplant?
kunden auf den Heimatstaat ab.
5. Der Bundesrat brachte bei verschiedenen Gelegenheiten Texfe de l'interpellation du 21 juin 1989
gegenüber der israelischen Regierung seine Missbilligung La forêt tropicale est menacée par de gigantesques défriche-
der Politik der Gewalt in den besetzten Gebieten zum Aus- ments par le feu; la situation en Amazonie est donc particuliè-
druck. Er verurteilt die Administrativhaft und die Deportationen rement préoccupante. En effet, il faut s'attendre à une catastro-
als grobe Verletzungen des humanitären Völkerrechts. Der phe écologique si rien n'est fait pour protéger les forêts tropi-
Bundesrat ist der Auffassung, dass die Genfer Konventionen - cales.
und insbesondere die Vierte - in vollem Umfang anwendbar C'est pourquoi je pose au Conseil fédéral les questions sui-
sind. Die israelische Politik der selektiven Anwendung von de- vantes:
ren Bestimmungen ohne Anerkennung einer Rechtspflicht 1. Quel est le jugement du Conseil fédéral au sujet des forêts
wird daher von der Schweiz zusammen mit praktisch allen Si- tropicales en général, et du Brésil en particulier?
gnatarstaaten abgelehnt. 2. La Suisse a-t-elle mis au point des mesures pour protéger la
6. Die Frage einer Uebernahme eines Flüchtlingskontingen- forêt tropicale brésilienne? Lesquelles d'entre elles sont- elles
tes aus den palästinensischen Flüchtlingslagern stellt sich im prévues, ou en voie de réalisation?
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht, weil für deren Betreuung
durch die UNRWA gesorgt wird. Ganz generell ist festzuhalten, Schriftliche Begründung - Développement par écrit
dass eine Aufnahmeaktion nur in den Fällen erwogen wird, wo Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
es keine besseren Alternativen gibt. Einer Lösung im regiona- eine schriftliche Antwort.
len Rahmen, wie es sie im Falle der Palästinaflüchtlinge gibt,
ist immer der Vorzug zu geben. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
7. Die DEH unterstützt die UNRWA sowie eine Reihe von ande- vom 13. September 1989
ren Organisationen seit langem mit namhaften Beiträgen, die Rapport écrit du Conseil fédéral du 13septembre 1989
in den letzten Jahren noch erhöht worden sind. 1987 erreichte 1. Der Bundesrat verfolgt seit Jahren mit Besorgnis die ver-
die humanitäre und Nahrungsmittelhilfe der Schweiz zugun- hängnisvollen Entwicklungen in den Tropenwäldern der ver-
sten der Palästina-Flüchtlinge 8,96 Millionen, 1988 10,39 Mil- schiedenen Kontinente. Er teilt die Beurteilung der Experten,
lionen Franken, und sie wird sich 1989 auf 11,04 Millionen dass insbesondere die Erhaltung eines Teils der grossen zu-
Franken belaufen. Eine zusätzliche Unterstützung der durch sammenhängenden Gebiete der feuchten Tropen für das öko-
die Intifada besonders stark betroffenen Palästinenser wird zur logische Gleichgewicht der Erde äusserst wichtig ist. Dies gilt
Zeit geprüft. vor allem für das gesamte Amazonasbecken und damit auch
8. Kontakte zum palästinensischen Roten Halbmond sind Sa- für Brasilien als wichtigsten Anrainerstaat. Der Bundesrat ist
che des SRK bzw. IKRK. Das SRK ist gegenwärtig mit dem pa- überzeugt, dass die internationale Unterstützung der Länder
lästinensischen Roten Halbmond im Gespräch wegen eines mit bedrohten Waldgebieten zur Entwicklung einer angepas-
Projektes, das von der DEH mitfinanziert werden kann. sten Ressourcenpolitik verstärkt werden muss. Dabei ist auch
6. Oktober 1989 N 1743 Interpellation Bürgi
die Schweiz bereit, ihren Beitrag zu leisten. Es ist aber immer Schrittliche Begründung - Développement par écrit
zu berücksichtigen, dass den verschiedenen Staaten bezüg- Der Interpellant verweist auf jene Begründung
lich der Rolle und Entwicklung ihrer Waldressourcen das vom 1. Februar 1989
Selbstbestimmungsrecht zusteht.
2. Im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
die Schweiz in verschiedenen Tropenländern schon seit Jah- vom 6. September 1989
ren Forstaktionen im Bereiche der forstlichen Ausbildung auf Rapport écrit du Conseil fédéral du 6 septembre 1989
allen Stufen, der nachhaltigen Bewirtschaftung sowie der an- Der Bundesrat ist der Meinung, in seiner Beantwortung der In-
gewandten Forschung. Diese Aktionen sollen die entspre- terpellation Bonny vom 23. Juni d. J. klar darauf hingewiesen
chenden Länder in der Ausarbeitung und Umsetzung einer zu haben, dass es sich bei der Reise von Herrn alt Bundesrat
angepassten, auf dem Grundsatz der Nachhaltigkeit beste- Aubert nach Rumänien um eine private Reise gehandelt hat.
henden Forstpolitik unterstützen. Die Schweiz arbeitet auch Dies impliziert, dass die Erklärungen, die Herr Aubert während
aktiv an der Ausarbeitung nationaler forstlicher Aktionspläne oder nach seiner Reise abgegeben hat, privaten Charakters
mit Partnern des von der FAO weltweit initiierten Aktionsplans waren und dass seine Reise nicht verglichen werden kann mit
für die Tropenwälder mit. Diese Initiative soll zu einer kohären- der offiziellen Abordnung ehemaliger Bundesräte an gewisse
teren, mit den nationalen Entwicklungskonzepten besser inte- Feierlichkeiten im Ausland. Der Bundesrat hat nicht die Ab-
grierten Forstpolitik der betroffenen Länder führen. Weiter soll sicht, eine Kontrolle über private Reisen ehemaliger Mitglieder
eine Verstärkung und eine bessere Koordination der interna- der Landesregierung auszuüben, und kann deshalb über
tionalen Unterstützung erreicht werden. Die Schweiz unter- künftige Reisepläne von Herrn alt Bundesrat Aubert keine Aus-
stützt weiter auch die Arbeiten der Internationalen Tropen- kunft geben.
holz-Organisation, welche die Zielsetzung hat, die Nutzung Mit Bezug auf die vom Interpellanten spezifisch aufgeworfene
und Vermarktung des Tropenholzes international zu koordi- Frage, teilt der Bundesrat selbstverständlich dessen Auffas-
nieren und in geordnete Bahnen zu lenken. Alle diese multila- sung, dass weder dem Bundesrat noch dem Parlament aus
teralen Aktivitäten beziehen sich auch auf Brasilien. den Meinungsäusserungen privater Personen irgendwelche
Im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit Verpflichtungen erwachsen. Dem Bundesrat ist allerdings
führt die Schweiz in Brasilien, das kein Schwerpunktland ist, nicht bekannt, dass im vorliegenden Falle ein solches Rsiko
keine spezifischen Projekte durch. bestanden hätte.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- Präsident: Der Interpellant ist von dieser Antwort befriedigt,
rates befriedigt. möchte aber eine kurze persönliche Erklärung abgegeben.
Bonny: Ich danke dem Bundesrat für die Antwort, die er auf
die zweite Interpellation gegeben hat. Ich musste ja damals
beanstanden, dass der Bundesrat in der ersten Antwort sehr
ausführlich zu Fragen Stellung nahm, die ich gar nicht gestellt
#ST# 89.550 hatte. In diesem Rahmen sagte er damals, der Besuch von
Herrn Bundesrat Aubert bei Herrn Ceausescu habe doch Er-
Interpellation Bonny folge gezeitigt, weil gewisse Adoptionsfälle wohl geregelt wer-
Staatspräsident Ceausescu den könnten. Ich muss nun leider nach einem Jahr feststellen,
und alt Bundespräsident Aubert dass dieser Optimismus absolut nicht gerechtfertigt war. Auf
eine entsprechende Frage in der Kommission für auswärtige
Visite de M. Aubert, Angelegenheiten des Nationalrats hat mir der Vorsteher des
ancien Président de la Confédération, EDA mitgeteilt, dass in der Zwischenzeit überhaupt nichts pas-
au Président Ceaucescu siert sei!
Wortlaut der Interpellation vom 22. Juni 1989
(Interpellation vom 1. Februar 1989,2. Auflage)
Ich danke dem Bundesrat für die ausführliche Beantwortung #ST# 88.463
jener Fragen, die ich nicht gestellt habe. Demgegenüber stelle
ich fest, dass auch bei grosszügiger Interpretation verschie- Interpellation Bürgi
dene Fragen nicht oder nur ungenügend beantwortet sind. Ich Bundesamt für Forstwesen
möchte dem Bundesrat nochmals Gelegenheit bieten, wenig- und Landschaftsschutz
stens die wichtigste zu beantworten:
- Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass primär Herr Office fédéral des forêts
Aubert auf die offizielle Haltung des Bundesrates und Parla- et de la protection du paysage
mentes in Sachen Rumänien Rücksicht nehmen sollte und
nicht umgekehrt Bundesrat und Parlament auf die offenbar ab-
weichende Auffassung Auberts?
Texte de l'interpellation du 22 juin 1989 Wortlaut der Interpellation vom 8. Juni 1988
(Interpellation du 1 er février 1989,2e édition) Im Zuge der Verwaltungsreorganisation beabsichtigt der Bun-
Je remercie le Conseil fédéral d'avoir bien voulu répondre ex- desrat, das Bundesamt für Forstwesen und Landschafts-
haustivement aux questions que je n'avais pas posées. En re- schutz aufzulösen und die heutige Hauptabteilung Wald in
vanche, je constate que malgré une interprétation généreuse, das Bundesamt für Umweltschutz zu integrieren. Da der Wald
certaines questions n'ont pas été abordées ou n'ont reçu nicht nur eine Schutzfunktion hat, sondern auch einen Wirt-
qu'une réponse insuffisante. Je voudrais donner au Conseil schaftsfaktor darstellt, frage ich den Bundesrat:
fédéral une nouvelle occasion de s'exprimer sur les plus im- 1. Was denkt der Bundesrat zu unternehmen, damit durch die
portantes d'entre elles: Unterstellung des Forstwesens unter das Bundesamt für Um-
- Le .Conseil fédéral n'est-il pas d'avis que M. Aubert doit weltschutz der Stellenwert der Waldwirtschaft nicht sinkt?
d'abord tenir compte de la position officielle du Conseil fédéral 2. Wie gedenkt der Bundesrat die Interessen der wirtschaft-
et du Parlement vis-à-vis de la Roumanie et non leur imposer lichen Waldnutzer zu berücksichtigen, die ja ebenfalls viel zum
sa propre manière de voir qui s'en écarte sensiblement? Schutz des Waldes beitragen?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Fäh Schutz der Regenwälder
Interpellation Fäh Protection de la forêt tropicale
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.526
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 06.10.1989 - 08:00
Date
Data
Seite 1742-1743
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Pagina
Ref. No 20 017 825
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