Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 89-506 KI-generiert

Rent Deduction and Heating Cost Review

Geschäftsnummer VPB 89-506
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court considered a motion proposing to increase rent deductions and separate heating costs. The Federal Council noted that rent deduction maximums had already been raised and that the proposal to separate heating costs would be considered during a future review. The court decided to accept the motion as a postulate, indicating a willingness to examine the issues further.

Legislator-Regeste

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Art. 51 Absatz, Art. 3a LPC, Art. 4 Abs. 1 Bst, Art. 4 Abs. 1 Bst. b ELG; Rent Deduction and Heating Cost Review: The Federal Council noted that rent deduction maximums had already been raised and that the proposal to separate heating costs would be considered during a future review. The court decided to accept the motion as a postulate, indicating a willingness to examine the issues further.

Schlagwörter

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Mietzinserhöhung Abzug für Liegenschaftsaufwand Mietzinsherabsetzung Wohnkosten Leistung einer Sicherheit Kostenvorschuss
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 4 Abs. 1 Bst. b ELG

Cited in the motion to request an increase in the maximum deduction for rent.

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Volltext

Motion Hänggi 1702 6 octobre 1989

tung im Sinne von Artikel 51 Absatz 1 und 2 BVG eine entschei- la loi sur les prestations complémentaires. Cette révision de-

dende Funktion zu. mandera plusieurs mois avant d'être mise en application.

Im übrigen ist festzustellen, dass die Vorsorgeeinrichtungen - Considérant l'augmentation généralisée des loyers, accen-

auch ohne besondere rechtliche Auflagen im Sinne der Mo- tuée par la hausse des intérêts des prêts hypothécaires, je de-

tion - im Jahre 1987 laut Pensionskassenstatistik bereits Hy- mande au Conseil fédéral de proposer rapidement l'élévation

pothekardarlehen für rund 13 Milliarden Franken ausstehend des maximums des déductions pour le loyer (art. 4, lerai., lei.

hatten. Es gibt viele Beispiele, die zeigen, dass die Einrichtun- b, CP.) et de ne plus y incorporer la déduction pour les frais de

gen auf vielfältige und innovative Art versuchen, ihre Versicher- chauffage qui devrait être accordée séparément.

ten beim Erwerb von Wohneigentum zu unterstützen. Diese

Bestimmungen begrüsst der Bundesrat. Er will sie mit der im Mitunterzeichner-Cosignataire: Keine-Aucun

Rahmen der Sofortmassnahmen zum Bodenrecht vorge-

schlagenen Aenderung der Anlagevorschriften für institutio- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

nelle Anleger indirekt unterstützen. L'auteur renonce au développement et demande une

Eine Pflicht, einen bestimmten Teil der Deckungskapitalien in réponse écrite.

Hypothekardarlehen anzulegen, setzt hingegen voraus, dass

genügend Darlehensnehmer gefunden werden können. Die Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Erfahrung zeigt, dass diese Voraussetzung keineswegs leicht vom 13. September 1989

zu erfüllen ist, solange eine marktkonforme Verzinsung gefor- Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 septembre 1989

dert wird. Die Anlage des Vorsorgevermögens in Form eines La motion comporte deux objets.

konstanten Mindestanteils in Hypothekardarlehen würde so- D'une part, l'auteur propose de relever les montants maxima

mit möglicherweise die Gewährung eines deutlichen Zinsvor- de la déduction pour frais de loyer. C'est ce que le Conseil

teils verlangen, womit sich auch das Problem der Gleichbe- fédéral a déjà fait en vertu de l'article 3a LPC en décidant, le 12

handlung der Versicherten stellen würde. Der Verzicht auf ei- juin 1989, de relever les montants pour personnes seules de

nen Teil des Vermögensertrages zugunsten eines Teils der 1000 francs et pour les couples de 1200 francs. D'autre part,

Versicherten hat stets zur Folge, dass längerfristig weniger Mit- l'auteur y demande que les frais accessoires soient déduits

tel für allgemeine Leistungsverbesserungen zur Verfügung séparément. Les organes cantonaux d'exécution des PC ont

stehen. Diese Problematik kann nur dort gemindert werden, été consultés au sujet des conséquences de la 2e révision des

wo sich der Arbeitgeber bereit erklärt, für den entgangenen PC. A cette occasion, certains d'entre eux ont suggéré de sim-

Zinsertrag gegenüber der Vorsorgeeinrichtung aufzukom- plifier la réglementation concernant la déduction pour frais de

men. loyer (p. ex. en supprimant la participation aux frais, en pre-

2. Der Bundesrat ist sich indessen bewusst, dass angesichts nant en charge les frais du loyer brut, etc.).

der Bedeutung der Vermögen der 2. Säule sämtliche Möglich- Lors du prochain réexamen de la nouvelle forme de déduction

keiten geprüft werden müssen, wie diese Mittel zugunsten ei- pour loyer, il sera tenu compte, à titre de variante, de la propo-

ner ausreichenden und preislich tragbaren Versorgung mit sition de l'auteur de la motion.

Wohnraum nutzbar gemacht werden können. Im Rahmen der

angelaufenen Arbeiten zur Revision des BVG und seiner Aus- Schriftliche Erklärung des Bundesrates

führungsvorschriften sowie im Zusammenhang mit der ge- Déclaration écrite du Conseil fédéral

planten Neuordnung des Bodenrechts ist vorgesehen, ent- Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postu-

sprechende Lösungen zu prüfen. In diesem Sinne ist er bereit, lat.

die Motion als Postulat entgegenzunehmen.

Ueberwiesen aïs Postulat- Transmis comme postulat

Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Déclaration écrite du Conseil fédéral

Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-

deln.

#ST# 89.506

Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat

Motion Hänggi

Uebernahme durch den Bund.

Musikaiitomatenmuseum in Seewen (SO)

#ST# 89.493 Musée d'automates de Seewen (SO).

Rachat par la Confédération

Motion Spielmann

Ergänzungsleistungen

Prestations complémentaires

Wortlaut der Motion vom 15. Juni 1989

Der Bundesrat wird beauftragt, die Zukunft des schweizeri-

schen Musikautomatenmuseums sicherzustellen, indem er

diese einzigartige Sammlung als Stiftung übernimmt.

Wortlaut der Motion vom 13. Juni 1989

Zurzeit sind die Abklärungen in bezug auf die Aenderung ge- Texfe de la motion du 15 juin 1989

wisser Bestimmungen des Gesetzes über die Ergänzungslei- Le Conseil fédéral est chargé d'assurer l'avenir du Musée

stungen im Gange. Diese Revision wird noch einige Monate in suisse d'automates en rachetant et en transformant en fonda-

Anspruch nehmen. tion cette collection unique dans notre pays.

Angesichts der allgemeinen Mietzinserhöhungen, die durch

die steigenden Hypothekarzinsen noch verstärkt werden, er- Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Gysin, Keller,

suche ich den Bundesrat, eine rasche Erhöhung des Maximal- Leuenberger-Solothurn, Nabholz, Nussbaumer, Scheideg-

abzugs für die Miete (Art. 4 Abs. 1 Bst. b ELG) vorzuschlagen ger, Ulrich, Wyss Paul (9)

und den Abzug für die Heizkosten nicht mehr in den Mietzins-

abzug einzuschliessen. Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Das schweizerische Musikautomatenmuseum besteht seit 10

Texte de la motion du 13 juin 1989 Jahren und ist heute wohl weltweit die grösste und wertvollste

Une étude est en cours pour modifier certaines dispositions de Sammlung dieser Art.

6. Oktober 1989 N 1703 Motion Günter

Das Museum hat Weltruf. 1985 und 1988 wurden durch die Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan-

Vermittlung der Eidgenossenschaft in Japan zwei Grossaus- deln.

stellungen veranstaltet, mit riesigem Erfolg.

Es handelt sich um ein Museum im wahrsten Sinne des Wor- Ueberwiesen als Postulat- Transmis comme postulat

tes, einer lebenden Kulturstätte (von der Eidgenossenschaft

unter Kulturgüterschutz gestellt).

Der Wert der Sammlung wird heute gegen 100 Millionen Fran-

ken geschätzt.

Seit 1987 steht die Stiftung in Kontakt mit den Bundesbehör- #ST# 89.512

den und ist bereit, die gesamte Sammlung dem Bund zu über-

geben. Damit könnte sichergestellt werden, dass das gesamte Motion Günter

Museumsgut an seinem bisherigen Standort, im Schwarz- Aerztlich kontrollierte Abgabe

bubenland, und damit auch im Kanton Solothurn bleibt. von Heroin an Süchtige

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Distribution, sous contrôle

vom 18. September 1989 médical, d'héroïne aux toxicomanes

Rapport écrit du Conseil fédéral du i 8 septembre 1989

Das Eidgenössische Departement des Innern steht seit lan-

gem in Kontakt mit diesem Museum und seinem Gründer und

Leiter, Dr. h. c. Heinrich Weiss-Stauffacher. In der Tat handelt

es sich bei dieser mit erstaunlichem persönlichem Einsatz und Wortlaut der Motion vom 19. Juni 1989

grosser Sachkenntnis zusammengetragenen Sammlung um Der Bundesrat wird ersucht, auf dem Verordnungswege dafür

ein Kulturgut von nationaler, ja internationaler Bedeutung und zu sorgen, dass unter ärztlicher Aufsicht an eindeutig heroin-

Ausstrahlung. Die annähernd 1000 Gegenstände aus den Be- süchtige Personen, die nicht zu einer Therapie zwecks Dro-

reichen der mechanischen Musik-von miniaturenhaften Mu- genentzug oder zu einer Therapie mit Ersatzstoffen (Metha-

sikdosen bis zu Jahrmarkt-, Konzert- und Kirchenorgeln -ver- don) bereit oder fähig sind, Heroin unter Bedingungen ab-

mitteln auch einen Ueberblick über einen für unser Land früher gegeben werden kann, die einen Handel mit dem abgegebe-

sehr bedeutenden Industriezweig. Mit guten Gründen wurde nen Stoff verhindern.

denn auch das Museum in das Register der Kulturgüter von Sollte dies dem Bundesrat aus rechtlichen Gründen nicht

nationaler Bedeutung eingetragen. Es zählt jährlich über möglich sein, so wird er aufgefordert, dem Parlament eine Vor-

20 000 Besucher und verfügt auch über Restaurierungswerk- lage zu unterbreiten, die die rechtlichen Hindernisse beseitigt.

stätten. Sollte der Bundesrat nicht bereit sein, diese Massnahme aus

Ungeachtet verlockender Angebote aus dem Ausland hat der eigener Kompetenz vorzunehmen, so wird er aufgefordert,

Eigentümer schon 1981 seine Sammlung samt Liegenschaft dem Parlament eine Vorlage zuzuleiten, wonach die entspre-

in eine gemeinnützige Stiftung unter Aufsicht des Kantons So- chenden Delegationsnormen aufgehoben werden bzw. im

lothurn eingebracht. Mit dieser grosszügigen Geste hat er frei- Sinne des ersten Absatzes dieser Motion eingeschränkt wer-

willig auf eine Veräusserung verzichtet. Seit 1987 laufen Ge- den.

spräche zwischen der Museumsstiftung, dem Kanton Solo-

thurn und dem Bundesamt für Kultur mit dem Ziel, den Betrieb Texte de la motion du 19 juin 1989

und die fachtechnische Betreuung dieser Institution für die Zu- Le Conseil fédéral est invité à autoriser par voie d'ordonnance

kunft zu sichern. Dabei wird die Möglichkeit geprüft, die vom que l'on distribue, sous contrôle médical, de l'héroïne aux per-

Motionär geforderte Stiftungsform aufzuheben und das Mu- sonnes manifestement dépendantes de cette drogue,

seum in Seewen betrieblich als Bestandteil des Schweizeri- lorsqu'elles ne veulent ou ne peuvent suivre une cure de

schen Landesmuseums zu betreuen, es aber von einer eige- désintoxication par sevrage ou par substitution (méthadone).

nen Kommission, unter Mitwirkung des Kantons Solothurn, En outre, la remise de l'héroïne devra s'effectuer de manière à

verwalten zu lassen. Der Kanton Solothurn prüft seinerseits die empêcher tout commerce avec la drogue distribuée.

Möglichkeit der Beteiligung an den Bau- und Unterhaltsko- Si des raisons légales empêchent le Conseil fédéral de pren-

sten; der bisherige Standort Seewen würde gewährleistet. dre ces mesures, il est prié de proposer au Parlement un projet

Der Bundesrat misst diesem Angebot einen hohen Stellenwert afin de lever ces obstacles juridiques.

in der Museumsstruktur unseres Landes bei. Einer Zusam- Si le Conseil fédéral n'est pas disposé à entreprendre ces me-

menarbeit mit dem Landesmuseum (bezüglich der Form der- sures de son propre chef, il est invité à adresser au Parlement

selben sind natürlich verschiedene Wege offen) stehen keine un projet par lequel il renoncerait, au profit du législatif, à sa

verfassungsrechtlichen Bedenken entgegen. Das Landesmu- compétence de légiférer sur l'objet visé par le premier alinéa.

seum wird ja seit 1890 vom Bund getragen. Auch die anläss-

lich der Pro-Helvetia-Botschaft und der kürzlichen Debatte Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Auer, Biel, Burck-

über die Jugendförderung ausgesprochene politische Hal- hardt, Cincera, Eppenberger Susi, Günter, Jaeger, Maeder,

tung des Bundesrates bis zur allfälligen Inkrafttretung einer Müller-Aargau, Nabholz, Petitpierre, Scheidegger, Schule,

geschriebenen kulturellen Verfassungsgrundlage würde von Spalti, Steinegger, Wanner, Weder-Basel, Wiederkehr, Wyss

einer solchen Initiative nicht berührt, ist es doch so, dass damit Paul (20)

keine neue Aufgabe vom Bund übernommen würde; die Zu-

sammenarbeit würde ja auf das Landesmuseum hin ausge- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

richtet. Grundsätzlich muss aber natürlich wiederholt werden, 1. Versagen der bisherigen Drogenpolitik

dass Kultur primär zum Kompetenzbereich der Kantone ge- Die Revision des Betäubungsmittelgesetzes in den siebziger

hört. Unser föderalistischer Staatsaufbau verlangt vom Bund Jahren versuchte, das Drogenproblem zu lösen, indem zwi-

grosse Zurückhaltung in der Kulturpolitik; seine subsidiär an- , sehen Händlern und Konsumenten unterschieden wurde. Der

gelegte Mitträgerrolle darf die Kantone nicht der Verpflichtung Betäubungsmittelkonsum sollte nur noch als Uebertretung

entheben, ihre traditionellen Kompetenzen voll auszuschöp- verfolgt werden. Therapeutische Massnahmen sollten an die

fen. Das Problem bedarf daher einer eingehenden Abklärung Stelle von Strafen treten. Der Handel wurde dagegen weiterhin

verschiedener Fragen. Entsprechende Verhandlungen milder als Vergehen bzw. Verbrechen behandelt.

Stiftung sowie mit dem Kanton Solothurn sind wie bereits er- Inzwischen wurde das therapeutische Angebot durch die Me-

wähnt im Gange. Der Bundesrat zieht es daher vor, den Vor- thadon-Abgabe ergänzt. Eine Massnahme, gegen die sich

stoss in Form eines Postulates entgegenzunehmen. namhafte Experten lange Zeit mit Vehemenz wandten, wäh-

rend sie heute von den gleichen Experten befürwortet wird.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Diese Revision hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Déclaration écrite du Conseil fédéral Das Drogenproblem ist nicht kleiner, sondern grosser gewor-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Hänggi Uebernahme durch den Bund. Musikautomatenmuseum in Seewen (SO)

Motion Hänggi Musée d'automates de Seewen (SO). Rachat par la Confédération

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.506

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 06.10.1989 - 08:00

Date

Data

Seite 1702-1703

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Ref. No 20 017 768

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