Federal Council Approves Postal Service Real Estate Policy, Addresses Dangerous Goods Transport
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council stated that the postal service's real estate policy, which involves selling properties at market value, is appropriate and does not significantly contribute to rising land prices, as sales are infrequent and typically involve older, less profitable buildings. While public entities are given priority over private buyers, the postal service maintains that it cannot offer preferential pricing due to its mandate to operate on business principles. The Council also addressed concerns about the transport of dangerous goods, detailing measures and existing regulations to ensure safety and acknowledging that while some incidents have occurred, they have generally been managed without significant harm.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 10 Umweltschutzgesetz; Federal Council Approves Postal Service Real Estate Policy, Addresses Dangerous Goods Transport: While public entities are given priority over private buyers, the postal service maintains that it cannot offer preferential pricing due to its mandate to operate on business principles. The Council also addressed concerns about the transport of dangerous goods, detailing measures and existing regulations to ensure safety and acknowledging that while some incidents have occurred, they have generally been managed without significant harm.
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KI-generiertThis provision assigns the coordination of disaster control to the cantons, which is relevant for informing the public about protection measures.
Volltext
Interpellation Oehler 1198 N 23 juin 1989
Texte de l'interpellation du 15 mars 1989 teresse sind oder sozialpolitische Gründe eine Veräusserung
II est notoire que les prix des terrains en Suisse sont depuis als nicht opportun erscheinen lassen. So wurde beispiels-
longtemps excessifs. Des efforts doivent être entrepris d'ur- weise kürzlich in Solothurn auf einen Liegenschaftsverkauf
gence et de façon coordonnée pour améliorer la situation. Or verzichtet, weil die Stadt in diesem Objekt - zu einem fairen
on mentionne plusieurs cas où les entreprises de régie de la Mietzins - einen Kindergarten eingerichtet hat.
Confédération ont contribué, par leur attitude, à aggraver en- Der Bundesrat erachtet unter den gegebenen Voraussetzun-
core celle-ci. gen die Liegenschaftspolitik der PTT nach wie vor als richtig
Dans une lettre, l'Entreprise des PTT écrit textuellement: «Les und hat keine Veranlassung, den PTT-Betrieben eine Aende-
PTT étant tenus d'appliquer les principes de l'économie rung ihrer Praxis nahezulegen.
d'entreprise, ils ne sauraient vendre des terrains à des condi-
tions de faveur aux collectivités communales et aux autres ins- Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
titutions de droit public. Toutefois, celles-ci doivent avoir la rates befriedigt.
priorité sur les acheteurs privés lorsqu'elles sont en concur-
rence avec eux.
Le Conseil fédéral lui-même considère que cette politique fon-
cière est judicieuse, comme il nous l'a attesté à maintes occa-
sions» (traduction). #ST# 89.408
En l'occurrence, je prie le Conseil fédéral de répondre à la
question suivante: Interpellation Oehler
Est-il exact que les PTT vendent des terrains aux communes Transport gefährlicher Güter
au prix fort, contribuant ainsi à renchérir les biens-fonds? im Rheintal
Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Nabholz, Wanner Transport de marchandises
(3) dangereuses dans le Rheintal
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort.
Wortlaut der Interpellation vom 16. März 1989
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates In den vergangenen Monaten haben sich auf den SBB-
vom 10. Mai 1989 Strecken im St. Galler Rheintal, namentlich auch auf den
Rapport écrit du Conseil fédéral du 10mai 1989 Grenzbahnhöfen St. Margrethen und Buchs, einige unange-
Im Rahmen ihrer unternehmenspolitischen Grundsätze und nehme Vorfälle mit dem Transport gefährlicher Güter, insbe-
Richtlinien achten die PTT auf eine wirtschaftliche Betriebs- sondere mit Waggons aus Oesterreich und dem Ostblock, er-
führung. Diese Vorgabe äussert sich u. a. in der liegenschafts- eignet. Die Bevölkerung ist besorgt, weil offenbar bis jetzt we-
politischen Zielsetzung, wonach bei einer Veräusserung von nig bis nichts zum Schütze der Bevölkerung getan wurde.
Grundbesitz die bestmöglichen Bedingungen zu erzielen Ich frage den Bundesrat:
seien. 1. Ist er über die Vorfälle orientiert?
Der Verkauf von Grundstücken erfolgt deshalb bei den PTT in 2. Kann er eine Zusammenstellung über diese Vorfälle geben
der Regel gestützt auf eine öffentliche Ausschreibung an den und mitteilen, welche Chemikalien zu den Vorfällen führten?
Höchstbietenden, wobei - in allerdings seltenen Fällen - für 3. Ist der Bundesrat bereit, Sofortmassnahmen zur Verhinde-
Grossobjekte eine andere geeignete Verkaufsstrategie ge- rung weiterer Vorfälle anzuordnen oder von den SBB zu ver-
wählt werden kann. langen?
Die Erfüllung des Auftrages zur Geschäftsführung nach be- 4. Ist der Bundesrat bereit, die Oeffentlichkeit über die getroffe-
triebswirtschaftlichen Grundsätzen lässt es im Sinne des Zita- nen Schutzmassnahmen zu informieren?
tes des Interpellanten in der Tat nicht zu, bei Veräusserung von 5. Bestehen Rechtsgrundlagen, mit welchen der Import ge-
Grundstücken den kommunalen oder ändern öffentlich-recht- fährlicher Güter auf/mit ungeeigneten Fahrzeugen/Waggons
lichen Gemeinwesen und Institutionen eine Sonderstellung verboten werden kann?
einzuräumen. Immerhin gebührt ihnen in Konkurrenz mit pri- 6. Wer übernimmt.die Verantwortung, wenn weitere Vorfälle
vaten Kaufinteressierten der Vorrang. Die PTT ihrerseits sind passieren?
bereit, den Gemeinwesen im umgekehrten Fall einen markt- 7. Sind die Informationswege mit den St. Galler Behörden
üblichen Preis zu entrichten, der praktisch ausnahmslos auch ausgebaut, damit notfalls sofort gehandelt werden kann?
verlangt wird. 8. Hat der Bundesrat die Möglichkeit, über die SBB auf interna-
Das Vorgehen der PTT, d. h. der grundsätzliche Verkauf zum tionaler Ebene aktiv zu werden, damit die Missstände sofort
Höchstangebot, gewährleistet zudem, dass unerwünschten behoben und solche Ladungen auch von ausländischen Bah-
subjektiven Einflussnahmen von dritter Seite vorgebeugt wer- nen nicht übernommen, mindestens nicht in unser Land ver-
den kann. schoben werden?
Der Frage einer Anheizung der Bodenpreisentwicklung durch
Immobilienverkäufe der PTT kommt anderseits kaum Bedeu- Texte de l'interpellation du 16 mars 1989
tung zu, da die Veräusserungen sich gesamtschweizerisch auf Ces derniers mois, quelques incidents malencontreux se sont
eine sehr geringe Zahl von Grundstücken beschränken (1987 produits sur les lignes des CFF dans la vallée saint-galloise du
= 12,1988 = 17 Verkäufe). Dabei handelt es sich nur selten Rhin, notamment dans les gares frontières de St. Margrethen
um Bauland, sondern vorwiegend um überbaute Kleinobjekte et de Buchs, lors du transport de marchandises dangereuses,
mit ausgedienten Telefonzentralen-Gebäuden oder renova- tout particulièrement dans des wagons en provenance d'Autri-
tionsbedürftige Altbauten mit ungenügendem Ertragspoten- che et des pays d'Europe orientale. La population est inquiète,
tial, wo ohnehin kein Bodenpreisansatz zur Diskussion steht. car on n'a manifestement quasiment rien fait jusqu'à présent
Die Verkaufspolitik der PTT bezweckt somit schwergewichtig, pour la protéger.
unrentable, nicht für betriebliche Zwecke notwendige Liegen- Je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions
schaften zu veräussern und die entsprechenden Erlöse durch suivantes:
vorsorgliche Kaufgeschäfte für eine qualitative und lagemäs- 1. A-t-il connaissance de ces incidents?
sige Aufwertung des Reserve-Liegenschaftsbestandes zu ver- 2. Peut-il faire un bref rapport sur ceux-ci et indiquer les pro-
wenden. Dagegen werden PTT-Grundstücke oder Teile davon duits chimiques impliqués?
grundsätzlich nicht verkauft, wenn sie mit einiger Wahrschein- 3. Est-il prêt à prendre des mesures immédiates pour empê-
lichkeit späteren betrieblichen Zwecken dienen können, als cher la répétition de tels incidents ou à exiger que les CFF se
Realersatzobjekte geeignet erscheinen, kommerziell von In- chargent de le faire?
23. Juni 1989 N 1199 Interpellation Oehler
4. Est-il prêt à renseigner le public sur les mesures de protec- Die Störfallverordnung enthält auch Bestimmungen, um die
tion prises? mit dem Transport und dem Umschlag gefährlicher Güter ver-
5. Existe-t-il des prescriptions qui permettraient d'interdire bundenen Risiken zu erkennen, gesamtheitlich zu beurteilen
l'importation de marchandises dangereuses par des moyens und zu vermindern. Dadurch sollte es möglich werden, einen
de transport inappropriés? Kataster der durch die Risiken des Transports gefährlicher Gü-
Dans l'affirmative, quelles sont ces prescriptions? ter belasteten Zonen zu erstellen. Gestützt hierauf können
Le Conseil fédéral est-il prêt à les édicter sans retard si elles dann wirksame und umfassende Massnahmen zur Begren-
n'existent pas encore? zung der Risiken und zur Optimierung des Katastrophen-
6. Qui est responsable si de nouveaux incidents se produi- schutzes im Schienen- und Strassenverkehr eingeleitet wer-
sent? den.
7. La transmission des informations entre les autorités fédéra- Ausserdem hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) zusammen
les et saint-galloises est-elle suffisamment développée pour mit der Arbeitsgruppe Chemie der Eidgenössischen Kommis-
qu'il soit possible d'agir immédiatement le cas échéant? sion für AC-Schutz (Komac) bereits im Jahr 1986 einen Mass-
8. Le Conseil fédéral a-t-il la possibilité d'agir sur le plan inter- nahmenkatalog ausgearbeitet, um bestehenden Schwach-
national par l'intermédiaire des CFF pour que les déficiences stellen in der Transportphase gefährlicher Güter begegnen zu
constatées soient immédiatement levées et que les chemins können. Mit der Bearbeitung dieses Katalogs befasst sich eine
de fer étrangers refusent également de procéder à de tels besondere Arbeitsgruppe, der Vertreter der Bahnen, der Ar-
transports ou que tout au moins ceux-ci ne soient pas déviés beitsgruppe Chemie und des BAV angehören. Dabei werden
vers notre pays? zurzeit auch Massnahmen zur Verminderung der möglichen
Gefahren geprüft, die generell mit der Uebernahme gefährli-
Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun cher Güter von ausländischen Eisenbahnverwaltungen zu-
sammenhängen. Andere zusätzliche Sicherheitsmassnah-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit men konnten bereits verwirklicht werden.
Die jüngsten Vorfälle in Au/SG und auf dem Bahnhof Buchs 5. Im europäischen Schienenverkehr sind gefährliche Güter
machen weitere Begründungen überflüssig. Die betroffene nur zu den in der Ordnung für die internationale Eisenbahn-
'Bevölkerung ist glücklicherweise schadlos davongekommen. beförderung gefährlicher Güter festgelegten Sicherheitsbe-
stimmungen zum Transport zugelassen. Darin sind beispiels-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates weise die Anforderungen an die Gefahrgut-Verpackungen
vom 17. Mail 989 und deren Kennzeichnung enthalten. Ferner dürfen Tankcon-
Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1989 tainer und Kesselwagen mit gefährlichen Gütern nur beladen
Die Beförderung gefährlicher Güter mit der Eisenbahn unter- werden, wenn sie den Bedingungen in bezug auf den Bau, die
liegt strengen gesamteuropäisch harmonisierten Vorschriften, Prüfung, die Zulassung, die Verwendung und die Kennzeich-
die laufend überarbeitet und dem Stand der Technik und der nung entsprechen.
Wissenschaft auf diesem Gebiet angepasst werden. Damit ist 6. Die Haftung zwischen den an einem Gefahrgut-Transport
ein hoher Sicherheitsstandard gewährleistet. beteiligten Eisenbahnverwaltungen und dem Versender ist mit
Die konkret gestellten Fragen können wie folgt beantwortet den einheitlichen Rechtsvorschriften für den Vertrag über die
werden: internationale Eisenbahnbeförderung von Gütern umfassend
1. Die in schweizerischen Grenzbahnhöfen gelegentlich auf- geregelt. Im Schienenverkehr fallen die Durchführung vorbeu-
tretenden Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit der gender und vorausschauender Massnahmen im Hinblick auf
Uebernahme von Wagen oder Zügen aus dem Ausland bilden die Verminderung der Risiken und eine wirksame Bekämp-
eine wichtige Grundlage bei den umfangreichen Bemühun- fung von Unfallfolgen durch spezialisierte Ereignisdienste (öf-
gen des Bundes und der Bahnen, bestehende Schwachstel- fentliche und private Chemiewehren) grundsätzlich in den Ver-
len beim Transport gefährlicher Güter zu eliminieren. antwortungsbereich der Bahnen. Eine enge Zusammenarbeit
2. Seit 1988 wurden die folgenden Vorfälle mit gefährlichen mit den für die Koordination des Katastrophenschutzes zu-
Gütern im Raum Rheintal registriert: ständigen kantonalen Stellen ist dabei unabdingbar.
- Au SG: 1 Wagen Kerosin; Grund: geborstene Radscheibe; 7. Die SBB-Alarmpläne und die Einsatzdispositive für das
- Buchs SG: 1 Wagen Aceton: Grund: defekte Dichtung; Rheintal sind mit den St. Galler Behörden abgesprochen und
1 Wagen Epichlorhydrin; Grund: Ueberdruck; werden mit ihnen periodisch überprüft.
- St. Margrethen: 1 Wagen Acrylnitril; Grund: Ueberdruck. 8. Die für eine Uebernahme oder Zurückweisung von Güter-
Mit Ausnahme des Unfalls in Au SG, der nach der Entgleisung wagen in den Grenzbahnhöfen geltenden Bedingungen sind
mehrere Kesselwagen zu einem Grossbrand führte, sind die Gegenstand des Uebereinkommens über die gegenseitige
Unregelmässigkeiten dank sachkundigem Vorgehen, ohne Benutzung der Güterwagen im internationalen Verkehr. Diese
Schaden anzurichten, abgelaufen. Personen wurden nicht Bestimmungen sind auch für die Normalspurstrecken betrei-
verletzt. benden Eisenbahnverwaltungen des Ostblocks verbindlich.
3. Den Vorfällen in den Grenzbahnhöfen liegt in der Regel kein Wagen, die den allgemeinen technischen Bedingungen die-
Verschulden der SBB zugrunde. Im Gegenteil: Diese Vorfälle ses Uebereinkommens nicht entsprechen, darunter fällt ne-
zeigen auf, dass das Kontrollpersonal seine Aufgabe bei der ben der Betriebssicherheit des Wagens auch der konkrete Ver-
Uebernahme von Wagen und Zügen mit gefährlicher Ladung lad der Güter, können an der Grenze zurückgewiesen werden.
aus dem Ausland sehr ernst nimmt und mangelhafte Wagen Die bestehenden Rechtsmittel sowie die internationale Zu-
konsequent an die Oesterreichischen Bundesbahnen (OeBB) sammenarbeit der Behörden und insbesondere der Bahnen
zurückweist, und zwar mit allen sich daraus ergebenden recht- sind derart ausgestaltet, dass der Bundesrat diesbezüglich
lichen Folgen. Solche Wagen verbleiben jedoch in den Bahn- auf internationaler Ebene nicht aktiv werden muss.
höfen Buchs SG und St. Margrethen, weil diese aufgrund ei-
nes Staatsvertrages von den OeBB und SBB gemeinschaftlich Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
betrieben werden. Diesen Vorfällen kann deshalb mit einer In- rates teilweise befriedigt.
tervention des Bundesrates nicht entgegengewirkt werden.
4. Nach Artikel 10 des Umweltschutzgesetzes obliegt die Ko-
ordination des Katastrophenschutzes grundsätzlich den Kan-
tonen. Diese Bestimmungen werden mit der in der Vernehm-
lassung stehenden Störfallverordnung konkretisiert. Danach
sind die Kantone u. a. dafür zuständig, dass
- die Bevölkerung bei einem Ereignisfall rechtzeitig alarmiert
wird und Verhaltensanweisungen erhält sowie
- die öffentlichen Ereignisdienste mit der Einsatzplanung der
Bahnen koordiniert werden.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Oehler Transport gefährlicher Güter im Rheintal
Interpellation Oehler Transport de marchandises dangereuses dans le Rheintal
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.408
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1989 - 08:00
Date
Data
Seite 1198-1199
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