Parliamentary Inquiries on Speed Limits and Former President's Visit
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case involves two interpellations regarding parliamentary inquiries. The first concerns the postponement of a public vote on a popular initiative related to speed limits from June to November 1989, with the interpellant questioning the delay and seeking an earlier date. The Federal Council's response stated that the decision to postpone was due to ongoing assessments of environmental protection measures and their impact on higher speed limits, and that technical and legal preparation times precluded an earlier vote. The second interpellation addresses the former President's visit to a country with a controversial regime, questioning the nature of the visit and the President's public statements that seemed to downplay the country's issues and imply criticism from the Swiss parliament hindered his interactions. The interpellant sought clarification on whether the Federal Council was aware of the trip beforehand and suggested a clearer distinction between private travel and quasi-official missions for former officials.
Legislator-Regeste
KI-generiertParliamentary Inquiries on Speed Limits and Former President's Visit: Quelles sont les raisons qui l'ont amené à retarder la vota- um die internationale Isolation Rumäniens zu durchbrechen.
Schlagwörter
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KI-generiertVolltext
23. Juni 1989 N 1201 Interpellation Bonny
#ST# 89.324 #ST# 89.320
Interpellation Fäh Interpellation Bonny
Abstimmung Staatspräsident Ceausescu
über Volksinitiative Tempo 130/100 und alt Bundespräsident Aubert
Initiative populaire Visite de M. Aubert,
«Pro Vitesse 130/100». ancien Président de la Confédération,
Date de la votation au Président Ceaucescu
Wortlaut der Interpellation vom 27. Februar 1989 Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989
Der Bundesrat hat die Volksabstimmung über die Volksinitia- Am 5. Oktober 1988 befasste sich der Nationalrat aufgrund
tive Tempo 130/100 auf November 1989 angesetzt. von 7 dringlichen parlamentarischen Vorstössen in einer ein-
Ich halte diesen Entscheid für falsch. Meines Erachtens sind gehenden Debatte mit der katastrophalen Lage in Rumänien,
die Entscheidungsgrundlagen vorhanden. Die Meinungen insbesondere mit der Not der Bevölkerung und den Men-
können gemacht werden. Die Volksinitiative ist abstimmungs- schenrechtsverletzungen des Ceausescu-Regimes. Wie Bun-
reif. Die Abstimmung könnte und sollte auf den Juni-Termin desrat Felber im Laufe der Debatte feststellte, kam in diesen
angeordnet werden. aus verschiedenen Fraktionen stammenden Vorstössen die
Ich frage den Bundesrat: tiefe Bewegung und die Wut unserer Bevölkerung gegenüber
1. Welche Gründe veranlassten ihn, den Abstimmungstermin den Vorfällen und Zuständen in Rumänien zum Ausdruck. Die
auf den November hinauszuzögern? Stellungnahme des Bundesrates liess im übrigen an Deutlich-
2. Ist der Bundesrat bereit, auf seinen Entscheid zurückzu- keit nicht zu wünschen übrig. Die Angelegenheit wurde von
kommen und die Abstimmung auf den Juni anzusetzen? Bundesrat Felber als «extrêmement sérieuse» bezeichnet, und
es wurde auf schweizerische Demarchen im Rahmen der
Texte de l'Interpellation du 27 février 1989 KSZE-Konferenz hingewiesen.
Le Conseil fédéral a fixé la date de la votation populaire sur Wie einem Bericht des Journalisten Roger de Diesbach, wel-
l'initiative populaire «pro vitesse 130/100» en novembre 1989. cher dem Interviewten Gelegenheit zur Korrektur des Textes
Je tiens cette décision pour erronée. A mon avis, les bases de gab, sowie einem Artikel in der «Hebdo» zu entnehmen ist,
décision sont disponibles, et le public peut se forger son opi- weilte genau zu dieser Zeit (Oktober 1988) alt Bundespräsi-
nion. L'initiative populaire est prête à être soumise en votation. dent Pierre Aubert auf Einladung der rumänischen Regierung
Ce vote pourrait et devrait intervenir en juin. in diesem Lande, um auch noch gewisse familienrechtliche
Je prie dès lors le Conseil fédéral de répondre aux questions Probleme zu erörtern. Es ist offensichtlich, dass die Anwesen-
suivantes: heit von Herrn Aubert durch Herrn Ceausescu benützt wurde,
1. Quelles sont les raisons qui l'ont amené à retarder la vota- um die internationale Isolation Rumäniens zu durchbrechen.
tion jusqu'en novembre? Dem schweizerischen Besucher wurde eine Unterredung von
2. Est-il disposé à revenir sur sa décision et à fixer la date de la 1,5 Stunden (!) mit dem rumänischen Diktator gewährt. Es
votation en juin? steht wohl ausser Diskussion, dass dabei nicht nur Adoptions-
und Familienfälle behandelt wurden.
Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine-Aucun Gewisse Antworten Auberts in den erwähnten beiden Artikeln
sind schockierend. Er beklagt sich bitterlich, dass die «anti-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit rumänischen» Interpellationen im Nationalrat seine Kontakte
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht erschwert hätten. Er bedauert auch die Schwierigkeiten, die
eine schriftliche Antwort. sein früheres Departement wegen der klaren bundesrätlichen
Stellungnahme mit Rumänien kennen werde. Man hat den
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Eindruck, dass nach Auffassung Auberts das Parlament und
vom 31. Mai 1989 der Bundesrat ihre Kritik an den Zuständen in Rumänien hät-
Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 mai 1989 ten unterlassen oder zurückstellen sollen, um ihn auf seiner
Die geltenden Tempolimiten - 80 km/h auf Strassen ausser- Einladungsreise bei der rumänischen Regierung nicht zu stö-
ortsund 120 km/häuf Autobahnen-sind 1984 vom Bundesrat ren.
als Sofortmassnahmen gegen das Waldsterben beschlossen In hohem Masse erstaunlich sind in diesem Zusammenhang
worden. Sie gelten bis Ende 1989. noch andere Erklärungen von Herrn Aubert. Auf die Frage der
Seither hat der Bundesrat zahlreiche Massnahmen gegen die Journalisten, ob er nichts von der Lebensmittelnot verspürt
für Mensch und Umwelt schädlichen Emissionen getroffen. habe, erklärte er: «Im Gegenteil, als Eingeladene haben wir im-
Weitere Beschlüsse stehen in Vorbereitung und sollen bis mer zuviel gegessen.» Von den katastrophalen Zuständen in
nächsten Sommer aufgrund des dritten Berichts einer Exper- Rumänien hat Herr Aubert im übrigen nichts gesehen. Im Ge-
tenfirma gefasst werden. Erst anschliessend wird es dem Bun- genteil, er schildert voller Bewunderung die Schönheit archi-
desrat möglich sein zu beurteilen, ob die Ziele des vom Parla- tektonischer Werke, die das Regime in diesem Lande realisiert
ment gutgeheissenen Luftreinhaltekonzept.es auch bei höhe- hat. Er sagt weiter: «Ich habe keine Zerstörung von Dörfern ge-
ren Tempolimiten erreicht werden können. sehen; im Gegenteil werden Ortschaften mit Arbeits-, Ausbil-
Unter diesen Umständen musste auf den 4. Juni als Abstim- dungs- und Gesundheitszentren ausgerüstet.»
mungsdatum verzichtet werden. Ein Zurückkommen auf die- Ich ersuche den Bundesrat um Beantwortung folgender Fra-
sen Entscheid ist mit Rücksicht auf die gesetzlichen und tech- gen:
nischen Vorbereitungsfristen nicht möglich. -War der Bundesrat über diese Reise vorgängig orientiert
worden?
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- - Welcher Natur war diese Reise: offiziell, halboffiziell, privat?
rates nicht befriedigt. - Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass Bundesrat
Aubert nach seinem Ausscheiden aus der Regierung eine
klare Trennung zwischen privater Reisetätigkeit und irgend-
welchen halboffiziellen Missionen, in welche seine frühere
Stellung hineinspielt, vorsehen sollte?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Fäh Abstimmung über Volksinitiative Tempo 130/100
Interpellation Fäh Initiative populaire «Pro Vitesse 130/100». Date de la votation
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.324
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1989 - 08:00
Date
Data
Seite 1201-1201
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Ref. No 20 017 559
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