Swiss Federal Council Addresses Health Insurance Competition and Refugee Interpreter Status
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council is concerned about the structural problems in health insurance, including the trend towards desolidarization and the existential threat to smaller health insurance providers due to competition for good risks. While acknowledging that legislative intervention would require fundamental changes to the voluntary insurance system and potentially address issues like risk equalization and mandatory insurance, the Council is currently exploring administrative measures, such as harmonizing premium tariffs, to mitigate the effects of competition. The Council also addressed the employment status of interpreters and translators for the Office of the Federal Delegate for Refugees, stating that their current independent contractor status, based on a framework agreement, aligns with the needs of both the office and the workers themselves, who generally prefer flexible, independent work arrangements over traditional employment.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 34bis Absatz, Art. 34bis Abs. 1 BV; Swiss Federal Council Addresses Health Insurance Competition and Refugee Interpreter Status: While acknowledging that legislative intervention would require fundamental changes to the voluntary insurance system and potentially address issues like risk equalization and mandatory insurance, the Council is currently exploring administrative measures, such as harmonizing premium tariffs, to mitigate the effects of competition. The Council also addressed the employment status of interpreters and translators for the Office of the Federal Delegate for Refugees, stating that their current independent contractor status, based on a framework agreement, aligns with the needs of both the office and the workers themselves, who generally prefer flexible, independent work arrangements over traditional employment.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertLimitation of the legislator's room for maneuver regarding the structures of health insurance.
Volltext
23. Juni 1989 N 1177 Interpellation Spielmann
#ST# 89.409 prüft werden. Die Problematik des Ausgleichs unter den Kas-
sen und damit zusammenhängend desVersicherungsobliga-
toriums ist besonders von den Experten hervorgehoben wor-
Interpellation Scheidegger den, die gemäss Botschaft des Bundesrates zur Initiative des
Strukturprobleme der Krankenkassen Konkordates der Schweizerischen Krankenkassen (BB11988
Changement de structures des II266) vom Eidgenössischen Departement des Innern mit der
Ausarbeitung neuer Vorschläge zur Krankenversicherung be-
caisses-maladie auftragt worden sind. Soweit die in ihren Berichten enthalte-
nen Ideen zusammen mit anderen Vorschlägen Gegenstand
einer allfälligen Diskussion über eine gYundlegende Reform
der Krankenversicherung sein könnten, werden diese zentra-
len Fragen zweifellos noch in diesem Zusammenhang zu dis-
Wortlaut der Interpellation vom 16. März 1989 kutieren sein.
Im Schatten der Diskussion um die Krankenkasseninitiative Auf der Stufe der Ausführungsverordnungen zum geltenden
wickelt sich ein tiefgreifender Strukturwandel bei den schwei- Gesetz prüft die Verwaltung derzeit in Uebereinstimmung mit
zerischen Krankenkassen ab. dem Konkordat die Möglichkeit der Einführung einerformellen
Die Plafonierung der Bundessubventionen auf dem Stand Harmonisierung der Prämientarife (Festlegung einheitlicher
1976, Verwaltungsprobleme kleiner Kassen, vor allem aber Beitragsregionen und Altersgruppen). Derartige Massnah-
der Kampf der 400 Krankenkassen auf gute Risiken tragen men wären geeignet, die Folgen der Konkurrenz unter den
nicht nur die Tendenz zur Entsolidarisierung in sich, vielmehr Kassen etwas abzuschwächen. Wie der Interpellant erwähnt,
werden zunehmend nicht nur kleine Kassen existentiell ge- ist diese Konkurrenz eine der Hauptursachen für die gegen-
fährdet: Kassen verschwinden, andere fusionieren, ohne da- wärtigen strukturellen Probleme der Krankenversicherung.
mit strukturelle Verbesserungen erreichen zu können.
Wie beurteilt der Bundesrat diese Lage? Welche Massnahmen Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
sind geplant? rates teilweise befriedigt.
Texte de l'interpellation du 16 mars 1989
Les discussions sur l'initiative des caisses-maladie ont fait ap-
paraître un profond changement de structures dans les cais- #ST# 89.315
ses-maladie suisses.
Le plafonnement des subventions fédérales au niveau de Interpellation Spielmann
1976, les problèmes que pose l'administration de petites cais- Anstellungsverhältnisse beim
ses, mais surtout la lutte que se livrent les 400 caisses-maladie Delegierten für das Flüchtlingswesen
pour assurer les «bons risques» n'entraînent pas seulement
une tendance à la désolidarisation, mais encore - et c'est plus Office fédéral des réfugiés.
grave - menacent de plus en plus l'existence même de cais- Statut des interprètes
ses-maladie qui ne sont pas parmi les plus petites: des caisses
disparaissent, d'autres fusionnent sans qu'il en résulte une
amélioration des structures.
Que pense le Conseil fédéral de cette situation? Quelles me-
sures envisage-t-il de proposer? Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989
Für die Befragung von Asylbewerbern und für die Ueberset-
Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun zung von fremdsprachigen Dokumenten beschäftigt der Dele-
gierte für das Flüchtlingswesen eine grössere Zahl von Ueber-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit setzerinnen und Uebersetzern. Diese Personen werden auf
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht der Basis einer «Vereinbarung» angestellt, welche das Anstel-
eine schriftliche Antwort. lungsverhältnis als Auftrag qualifiziert. Dieses Vorgehen ist,
wie das Bundesgericht kürzlich anhand eines konkreten Fal-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates les feststellte, rechtlich mehr als fragwürdig. Dies gilt insbe-
vom 24. Mai 1989 sondere für diejenigen Uebersetzerinnen und Uebersetzer,
Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 mai 1989 die regelmässig eingesetzt werden, oft zwei- bis dreimal jede
Der Bundesrat ist ebenfalls besorgt über die strukturellen Pro- Woche, die also durchschnittlich bis zur Hälfte und darüber ei-
bleme der Krankenversicherung. ner normalen Arbeitszeit für den DFW tätig sind.
Er ist sich indessen bewusst, dass eine Intervention auf Geset- In diesem Zusammenhang ersuche ich den Bundesrat um Be-
zesebene grundlegende Aenderungen am System unserer antwortung der folgenden Fragen:
sozialen Krankenversicherung beinhalten würde. Gekenn- 1. Weshalb werden Personen, die regelmässig im Dienste des
zeichnet ist dieses System dadurch, dass die Versicherung Bundes so wichtige Aufgaben wie die Uebersetzung der Befra-
freiwillig ist und von einer Vielzahl von Krankenkassen durch- gungen von Asylbewerbern übernehmen, nicht in ordentli-
geführt wird, die über eine grosse Autonomie verfügen und die chen Beamten- oder Angestelltenverhältnisbeschäftigt?
jede für sich eine besondere Risikogemeinschaft bildet, ohne 2. Wie ist es zu rechtfertigen, dass eine Bundesbehörde unter
dass irgendein Ausgleich zwischen ihnen besteht. Dies erklärt dem Titel «Auftrag» zivilrechtliche Anstellungsverhältnisse ab-
die zum Teil beträchtlichen Prämiendifferenzen unter den Kas- schliesst, die offensichtlich den Zweck haben, zwingende Vor-
sen und die daraus resultierende Konkurrenz. Um nun die Fol- schriften des Obligationenrechts über den Arbeitsvertrag zu
gen dieser Konkurrenz abzuschwächen, müsste man Aende- umgehen?
rungen in Betracht ziehen, welche die Fragen nach einem Aus- 3. Ist der Bundesrat bereit, dafür zu sorgen, dass die regel-
gleich unter den Kassen und - soweit die zu Ausgleichsbeiträ- mässig beschäftigten Personen in ordentliche Beschäfti-
gen verpflichteten Kassen für die «guten Risiken» weniger in- gungsverhältnisse - seien es Beamten- oder Angestellten-
teressant würden - nach dem Versicherungsobligatorium auf- verhältnisse, seien es in Ausnahmefällen auch zivilrechtliche
werfen würden. Zudem ist daran zu erinnern, dass der Hand- Arbeitsverhältnisse - überführt werden?
lungsspielraum des Gesetzgebers mit Bezug auf die Struktu-
ren der Krankenversicherung durch Artikel 34bis Absatz 1 der Texte de l'interpellation du 1er février 1989
Bundesverfassung beschränkt ist. Da der Bund nach dieser Pour interroger les requérants d'asile et traduire des docu-
Bestimmung die bestehenden Krankenkassen zu berücksich- ments, le Délégué aux réfugiés fait appel à un nombre impor-
tigen hat, müssten allfällige grundlegende Aenderungen der tant de traducteurs et d'interprètes. Ces personnes sont enga-
Krankenversicherung auch unter diesem Gesichtspunkt ge- gées sur la base d'une «convention», qui qualifie de mandat le
Interpellation Cavadini 1178 N 23 juin 1989
travail qui leur est confié. Or cette façon de procéder est, Quant au cas mentionné par l'interpellateur, il a été réglé par
comme le Tribunal fédéral l'a constaté dans une affaire voie de compromis devant le Tribunal fédéral, en raison des
récente, plus que contestable du point de vue juridique. C'est circonstances particulières dans lesquelles le contrat a été
pourtant dans ce cas que se trouvent les traducteurs et inter- résilié, après que le plaignant eut rejeté d'autres offres de com-
prètes qui travaillent régulièrement pour le Délégué aux réfu- promis présentées par l'administration. Contrairement aux di-
giés, à savoir deux à trois fois par semaine, ce qui représente res de l'interpellateur, le Tribunal fédéral ne s'est pas exprimé
en moyenne la moitié d'un horaire normal de travail, voire plus. au sujet de la nature juridique des rapports contactuels.
Je prie donc le Conseil fédéral de répondre aux questions sui- Le Conseil fédéral se déclare prêt à examiner les rapports se-
vantes: lon le mandat qui, compte tenu des besoins et intérêts précités
1. Pourquoi des personnes qui remplissent régulièrement des des deux parties, peuvent être convertis en rapports de ser-
fonctions aussi importantes que celles d'interprètes lors de vice.
l'audition des requérants d'asile pour le compte de la Confé-
dération, ne bénéficient-elles pas du statut de fonctionnaire ou Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
d'employé de l'administration fédérale? rates teilweise befriedigt.
2. Comment le Conseil fédéral explique-t-il le fait qu'une auto-
rité de la Confédération conclue avec des tiers des contrats de
droit privé en les qualifiant de «mandats», de toute évidence
afin d'éluder les prescriptions contraignantes prévues dans le #ST# 89.406
Code des obligations en matière de contrat de travail?
3. Le Conseil fédéral est-il disposé à veiller à ce que les per-
sonnes employées régulièrement par l'administration fédérale Interpellation Cavadini
bénéficient de rapports de travail normaux, c'est-à-dire «Geisterfahrer» auf Autobahnen
qu'elles aient un statut de fonctionnaire ou d'employé et Interpellanza Cavadini
qu'elles ne soient qu'exceptionnellement soumises à un Automobilisti che circolano
contrat de droit privé? contromano sulle autostrade
Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine -Aucun Interpellation Cavadini
Automobilistes roulant
Schriftliche Begründung - Développement par écrit en sens inverse sur l'autoroute
L'auteur renonce au développement et demande une
réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 26. April 1989 Wortlaut der Interpellation vom 16. März 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 avril 1989 Die von Geisterfahrern verursachten Unfälle machen zwar nur
einen relativ geringen Teil aller Strassenunfälle aus, doch ha-
Pour traiter les demandes d'asile, le Délégué aux réfugiés re- ben sie für die betroffenen Personen - besonders für jene, die
quiert, dans chacune des langues nationales de la Suisse, des von Geisterfahrern angefahren werden - oft schlimme Folgen.
intermédiaires linguistiques pour une trentaine de langues dif- Es trifft sicher zu, dass diese Unfälle zu einem hohen Prozent-
férentes. Qu'il s'agisse de traduire des documents ou de pro- satz in der Nacht passieren und von betrunkenen Automobili-
céder à l'audition de requérants d'asile ne parlant pas l'une sten verursacht werden. Es kommt aber auch oft vor, dass sich
des langues officielles, à chaque fois le délégué fait appel à un Autofahrer in der Wahl der Autobahneinfahrt irren, sei es, weil
traducteur ou à un interprète de l'extérieur. A cette fin, il a con- sie von Richtungstafeln abgelenkt werden, oder sei es, weil sie
clu une convention-cadre avec quelque deux cents interprètes ganz einfach unachtsam sind.
et traducteurs indépendants. Celle-ci est conforme aussi bien Ich weiss, dass dieses Problem auf Bundesebene bereits ein-
aux dispositions générales en matière de mandat qu'aux au- mal untersucht worden ist und dass die Kantone angewiesen
tres normes applicables dans l'administration fédérale à l'em- wurden, die Strassensignalisierung zu verbessern. Meiner An-
bauche et à la rémunération de membres de commissions, sicht nach sollten die Verkehrsexperten den Ursachen von
d'experts et de mandataires. La rémunération des interprètes Geisterfahrten erneut nachgehen, die in dieser Hinsicht ge-
et traducteurs en particulier s'effectue selon les tarifs de la fährlichsten Autobahnausfahrten überprüfen und den Kanto-
Chancellerie fédérale. Dans le cas de traductions, l'indemnité nen verbindlichere Weisungen geben. Natürlich wird es nie
s'élève actuellement à 2,50 francs la ligne, selon le degré de möglich sein, sämtliche Fehlmanöver bei Autobahneinfahrten
difficulté, et pour l'interprétation, à 65 francs l'heure. En plus, auszuschalten, doch würde eine Verringerung ihrer Quote die
les frais encourus par les interprètes (transport en 1 re classe; Sicherheit derjenigen Automobilisten erhöhen, die die richtige
temps de déplacement, jusqu'à 27,50 francs l'heure; et un for- Fahrbahn benützen.
fait de 22 francs par repas) leur sont indemnisés. Ich frage den Bundesrat:
Le nombre de mandats conférés par le délégué dépend direc- a. Gedenkt er, das Problem nicht ein weiteres Mal überprüfen
tement du nombre et de la provenance des demandes d'asile, zu lassen?
ainsi que de la répartition des requérants dans les trois régions b. Hält er es nicht für notwendig, mit den Kantonen umfas-
linguistiques de la Suisse. L'examen efficace des demandes sende Richtlinien auszuarbeiten, vor allem auf dem Gebiet der
d'asile, qui vise à éliminer les cas en suspens tout en cher- Strassensignalisierung (z. B. mehr Richtungsschilder auf den
chant à éviter d'en créer de nouveaux, demande du délégué Ausfahrtsrampen; beleuchtete Schilder mit akustischem Si-
qu'il organise son travail avec assez de souplesse pour tenir gnal, die dem Automobilisten Richtungsfehler anzeigen; tech-
compte de ces éléments souvent imprévisibles. Dès lors, nische Korrekturen an den gefährlichsten Ein- und Ausfahrten
compte tenu de l'évolution des demandes, le délégué peut usw.)?
être appelé, à brève échéance, à conférer des mandats de tra-
duction et d'interprétation à des tiers extérieurs à l'administra- Testo dell'interpellanza del 16 marzo 1989
tion. Cette façon de procéder non seulement répond aux Anche se in numero relativamente ridotto rispetto al totale de-
intérêts et besoins du délégué, mais encore à ceux des inter- gli incidenti stradali, quelli causati da automobilisti che circo-
prètes et traducteurs: la plupart d'entre eux exercent leur acti- lano contromano sulle nostre autostrade hanno spesso gravi
vité comme indépendants et tiennent à pouvoir décliner une conseguenze sulle persone coinvolte e segnatamente su
offre de contrat ou à déterminer leur propre horaire de travail; quelle dei veicoli investiti. E' ben vero che una buona percen-
c'est pourquoi, en règle générale, un engagement contractuel tuale di questi incidenti avvengono nelle ore notturne e sono
ne les intéresse pas. Ce seul fait démontre que la convention- causati da automobilisti ubriachi. Vi sono però anche molti
cadre du délégué n'a pas pour but d'éluder la loi. casi di persone che si confondono nella scelta delle vie di ac-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Spielmann Anstellungsverhältnisse beim Delegierten für das
Flüchtlingswesen
Interpellation Spielmann Office fédéral des réfugiés. Statut des interprètes
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.315
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1989 - 08:00
Date
Data
Seite 1177-1178
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