Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 89-314 KI-generiert

Federal Council Railway Route Approval Dispute

Geschäftsnummer VPB 89-314
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns a dispute over the planned route for a new railway line in Switzerland. The canton and several municipalities expressed strong opposition to the proposed route, arguing it would negatively impact their communities and that the noise protection measures were inadequate. They proposed alternative routes at their own expense. The Federal Council, in its response, stated that the planning approval process allows for public input and consideration of various viewpoints, including the municipalities' proposed alternatives. The Council also affirmed that the railway authorities must comply with environmental and planning laws, and that an environmental impact report will be reviewed during the approval process.

Legislator-Regeste

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Art. 108 al. 1 let. a LTF; Federal Council Railway Route Approval Dispute: The canton and several municipalities expressed strong opposition to the proposed route, arguing it would negatively impact their communities and that the noise protection measures were inadequate. They proposed alternative routes at their own expense. The Federal Council, in its response, stated that the planning approval process allows for public input and consideration of various viewpoints, including the municipalities' proposed alternatives. The Council also affirmed that the railway authorities must comply with environmental and planning laws, and that an environmental impact report will be reviewed during the approval process.

Schlagwörter

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Plangenehmigung umweltrechtliche Bedenken städtebauliches Problem Störung des Eisenbahnverkehrs Streitgegenstand Strassenplan

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 al. 1 let. a LTF

Cited to declare the appeal inadmissible as it concerns a decision on the admission of evidence.

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Volltext

23. Juni 1989 N 1193 Interpellation Gysin

5. La Suisse requiert-elle de l'étranger des services du même #ST# 89.314

genre, à des conditions comparables?

Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Interpellation Gysin

«Bahn 2000» in Baselland

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

RAIL 2000 à Bàie-Campagne

Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht

eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 12. Juni 1989

Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 juin 1989 Der Kanton Basel-Landschaft hat in seiner Vernehmlassung

1. Das Bundesamt für Strassenbau hat auf bilateraler Ebene in zum Vorprojekt «Bahn 2000» zwischen Muttenz und Trimbach

den letzten fünf Jahren in Deutschland, Oesterreich und Süd-

der Variante 3 zugestimmt. Dabei verlangte er Haltestellen in

afrika Beratertätigkeit geleistet. Darüber hinaus wirkt das Bun- Liestal und Sissach sowie eine Tieferlegung der Bahn im

desamt - wie andere Bundesämter - in internationalen Organi- Raum Liestal-Sissach. In der Folge bestanden die SBB auf ei-

sationen mit. Auch auf dieser Ebene ergeben sich beratende

ner Linienführung à Niveap mit Schallschutzwänden.

Tätigkeiten mannigfacher Art. So haben in jüngster Zeit Dele-

Das neue SBB-Projekt stösst besonders in den betroffenen

gationen aus den USA, Japan, Schweden, Deutschland, Dä- Gemeinden Liestal, Lausen, Hingen und Sissach auf vehe-

nemark, Nordkorea und der Tschechoslowakei die Schweiz mente Opposition. Die Ortschaften würden durch die Bahn-

besucht, um sich an Ort und Stelle über Erfahrungen im Stras- linie vollends entzweigeschnitten und stark beeinträchtigt. Für

sen-, Brücken- und Tunnelbau orientieren zu lassen. den Schallschutz bestünde keine volle Gewähr; der Lärm-

2. Grundsätzlich ist es die Pflicht der Bundesverwaltung, Ent- schutz ist noch nicht getestet. Die betroffenen Gemeinden ha-

wicklungen in einem bestimmten Fachgebiet zu verfolgen und ben auf eigene Kosten Alternativplanungen im Sinne einer

ihre Kenntnisse auf dem neuesten Stand der Erfahrung, der Tieflage oder eines südlichen Umfahrungstunnels veranlasst.

Wissenschaft und der Technik zu halten. Das Studium der Lite- Aufgrund früherer Untersuchungen (1983) sind solche Lösun-

ratur, die Erteilung von Studien- und Forschungsaufträgen gen möglich.

und die Teilnahme an Fachtagungen und anderen Veranstal- Ich frage den Bundesrat an:

tungen der Weiterbildung dienen diesem Zweck. Auch der in-

1. Soll das zur Auflage bereitstehende Projekt gegen den Wil-

ternationale Meinungs- und Erfahrungsaustausch ist in die- len der Bevölkerung durchgesetzt werden?

sem Zusammenhang zu sehen. Beratende Tätigkeiten auf bi- 2. Geht es an, dass die SBB in ihrem Projekt die Verhältnisse

lateraler und multilateraler Ebene sind in diesem Sinne mit und Bedürfnisse bestehender Siedlungen derart wenig be-

dem Beamtenrecht vereinbar. rücksichtigen?

3. Die Bezahlung von Honoraren beim zwischenstaatlichen 3. Sollten nicht stattdessen realistische Alternativen geprüft

Erfahrungsaustausch ist nicht üblich. Für die Kosten von Reise werden?

und Aufenthalt gelten die Regeln der Gastfreundschaft. Sie 4. Ist der Bundesrat bereit, das Planauflageverfahren sistieren

werden von den einzelnen Staaten unterschiedlich gehand-

zu lassen, damit der Weg für eine bessere Projektierung offen-

habt. Soweit nicht der einladende Staat oder eine internatio- gehalten wird?

nale Organisation die Spesen übernimmt, werden die Bestim-

mungen über Dienstreisen ins Ausland angewendet. Für

diese ist in jedem Fall eine Bewilligung einzuholen. Texte de l'interpellation du 1er février 1989

4. Zahlreiche Bundesämter pflegen einen intensiven interna- Dans son avis relatif à l'avant-projet RAIL 2000 entre Muttenz

tionalen Erfahrungsaustausch mit bilateralen und multilatera- et Trimbach, le canton de Baie-Campagne a donné la

len Kontakten auf fachlicher Ebene. Die Schweiz mit ihrer fort- préférence à la variante 3. Ce faisant, il réclamait des haltes à

geschrittenen Umweltpolitik ist z. B. sowohl für die westlichen Liestal et à Sissach, ainsi qu'un abaissement du niveau de la

Industriestaaten als auch für die osteuropäischen Staaten und voie dans le secteur Liestal-Sissach. Par la suite, les CFF se

die Länder der Dritten Welt ein geschätzter Gesprächspartner. sont prononcés sur un tracé au niveau du sol, entouré

Im Rahmen dieser internationalen Zusammenarbeit kommt es d'écrans insonorisants. Le nouveau projet des CFF se heurte à

^wieder zu Beratungen ausländischer Staaten. une vive opposition, en particulier dans les communes tou-

5. Im technischen Bereich lässt sich die Schweiz auf bilateraler chées, à savoir Liestal, Lausen, Hingen et Sissach. Ces loca-

Basis von ausländischen Experten in vergleichbarer Weise lités seraient littéralement coupées en deux par la ligne de che-

und zu vergleichbaren Bedingungen beraten. Auf anderen min de fer, ce qui leur causerait un préjudice considérable.

Gebieten profitiert die Schweiz dank der internationalen Zu- D'autre part, les écrans insonorisants n'offriraient pas une ga-

sammenarbeit auf multilateraler Ebene von den Kenntnissen rantie totale; la protection contre le bruit n'a pas fait l'objet de

und Erfahrungen anderer Staaten und internationaler Organi- tests jusqu'ici. Les communes concernées ont établi à leurs

sationen. frais des plans de rechange prévoyant une ligne en profon-

deur ou un tunnel de contournement au sud. De telles solu-

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- tions sont tout à fait viables si l'on se fonde sur des enquêtes

rates teilweise befriedigt. datant de 1983.

Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivan-

tes:

1. Le projet des CFF prêt à être déposé officiellement doit-il

être réalisé contre la volonté de la population?

2. Est-il admissible que, dans leur projet, les CFF tiennent si

peu compte de la situation et des besoins des agglomérations

impliquées?

3. Ne faudrait-il pas au contraire examiner des solutions de re-

change réalistes?

4. Le gouvernement est-il prêt à suspendre la procédure de

dépôt public des plans, afin qu'on puisse présenter un meil-

leur projet? .

Mitunterzeichner-Cosignataires: Auer, Feigenwinter, Hänggi,

Ott, Reimann Maximilian (5)

Interpellation Ulrich 1194 N 23 juin 1989

Schriftliche Begründung - Développement par écrit fürchtet, am Ende von den SBB vor vollendete Tatsachen ge-

Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht stellt zu werden.

eine schriftliche Antwort. Ich frage deshalb den Bundesrat an:

- Ist er bereit, im Interesse einer möglichst konfliktarmen Ab-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates wicklung der Plan- und Bauverfahren im Raum Ölten die Ver-

vom31.Mai1989 antwortlichen der SBB aufzufordern, gleichzeitig mit den Plan-

Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 mai 1989 auflagen für die Tunnel auch die Pläne für die anschliessen-

1. Das Bundesamt für Verkehr hat am 15. Februar 1989 das ei- den Geleise aufzulegen?

senbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren für den

Neubaustreckenabschnitt Muttenz-Trimbach eröffnet. Es ge- Texte de l'interpellation du 28 février 1989

langt das mit dem Enteignungsverfahren kombinierte Plange- La ville et la région d'Olten sont fortement touchées par les

nehmigungsverfahren zur Durchführung. Die Präsidenten der nouveaux tronçons CFF en direction d'Aarau et de Sissach. Le

zuständigen Eidgenössischen Schätzungskommissionen las- dépôt des plans du tunnel à proximité d'Aarau et de celui du

sen die Planunterlagen im Mai und Juni 1989 in den betroffe- Wisenberg est déjà intervenu ou sur le point d'intervenir. La si-

nen Gemeinden öffentlich auflegen. tuation de ces deux tunnels aura des conséquences sur les

Im Plangenehmigungsverfahren haben Kanton, Gemeinden tracés futurs dans la région et la gare d'Olten, quoique les CFF

und weitere Betroffene Gelegenheit, zum Projekt Stellung zu n'aient encore fourni aucune précision quant au tracé des

nehmen und Projektänderungen zu verlangen. Die direkt be- voies de raccordement. La région d'Olten adopte une attitude

troffene Bevölkerung hat somit die Möglichkeit, ihren Einfluss positive vis-à-vis des CFF, mais elle est inquiète et craint que

im Plangenehmigungsverfahren direkt, über die Gemeinde les CFF ne la placent finalement devant un fait accompli.

oder über den Kanton geltend zu machen. Das Bundesamt für Dès lors, je prie le Conseil fédéral de répondre à la question

Verkehr wird in seinem erstinstanzlichen Entscheid den ver- suivante:

schiedenen Gesichtspunkten durch eine Interessenabwä- - Est-il disposé, dans l'intérêt d'un déroulement aussi peu

gung Rechnung tragen müssen. Sein Entscheid kann beim conflictuel que possible des phases d'élaboration des plans et

Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdeparte- de construction dans la région d'Olten, à inviter les responsa-

ment aufgefochten werden. In letzter Instanz entscheidet je bles des CFF à déposer les plans des voies de raccordement

nach Situation der Gesamtbundesrat oder das Bundesge- en même temps que ceux des tunnels?

richt.

2. Die SBB haben bei ihrer Planung und Projektierung Bestim- Mitunterzeichner- Cosignataires: Büttiker, Hänggi, Leuenber-

mungen der Bundesgesetze über den Umweltschutz, den Na- ger-Solothurn, Nussbaumer, Scheidegger, Wanner (6)

tur- und Heimatschutz sowie die Raumplanung einzuhalten.

Ihren Vorlagen muss auch ein Bericht über die Umweltverträg- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

lichkeit beiliegen. Dessen Prüfung erfolgt im Rahmen des Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht

Plangenehmigungsverfahrens. Das Plangenehmigungsver- eine schriftliche Antwort.

fahren wird somit zeigen, ob die SBB in ihrem Projekt die Ver-

hältnisse und Bedürfnisse bestehender Siedlungen genü- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

gend berücksichtigt haben. vom 3. Mai 1989

3. Die SBB haben bereits Alternativen geprüft und diese doku- Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 mai 1989

mentiert. Im Plangenehmigungsverfahren soll insbesondere Das Bundesamt für Verkehr hat am 15. Februar 1989 dem Ge-

auch die am 19. April 1989 von den Gemeinden Liestal, Lau- such der Schweizerischen Bundesbahnen entsprochen und

sen, Hingen und Sissach gemeinsam vorgestellte «Variante für den Neubaustreckenabschnitt Muttenz - Trimbach das ei-

Baselland» mitberücksichtigt werden. senbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren eröffnet. Es

4. Ergänzende Studien sind im Rahmen eines laufenden Plan- gelangt das mit dem Enteignungsverfahren kombinierte Plan-

genehmigungsverfahren möglich. Eine Sistierung des Verfah- genehmigungsverfahren zur Durchführung. Die Präsidenten

rens zu diesem Zweck ist nicht erforderlich. der zuständigen Eidgenössischen Schätzungskommissionen

lassen die Planunterlagen im Mai und Juni 1989 in den betrof-

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- fenen Gemeinden öffentlich auflegen.

rates teilweise befriedigt. Der Bundesrat hat am 3. Oktober 1988 in der Fragestunde des

Nationalrates (Frage von NR Büttiker) erklärt, dass das soge-

nannte Ottener Gleisdreieck zwischen den Südportalen von

Hauenstein-und Wisenbergtunnel, dem Personenbahnhof Öl-

ten und den zu erweiternden Streckengleisen Richtung Aarau

in einem selbständigen Verfahren genehmigt werden soll. Die

#ST# 89.334 Schweizerischen Bundesbahnen sind gegenwärtig noch in-

tensiv damit beschäftigt, diesen technisch und betrieblich an-

Interpellation Ulrich spruchvollen Bereich zu bearbeiten.

Linienführung Die Behörden der Region und des Kantons Solothurn werden

der neuen SBB-Strecken im Raum Ölten als Mitglieder der projektbegleitenden Kommissionen peri-

odisch über diese Projektierungsarbeiten orientiert.

Tracé des nouveaux tronçons CFF Die Planauflage kann erst nach Abschluss der erwähnten Pro-

de la région d'Olten jektierungsarbeiten erfolgen.

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes-

rates teilweise befriedigt.

Wortlaut der Interpellation vom 28. Februar 1989

Stadt und Region Ölten werden durch die SBB-Neubau-

strecken aus Richtung Aarau und Sissach stark betroffen. Für

den Tunnel bei Aarau und den Wisenbergtunnel ist die Plan-

auflage bereits erfolgt oder wird demnächst erfolgen. Die Lage

der beiden Tunnel präjudiziert die nachfolgende Linienfüh-

rung in der Region und dem Bahnhof Ölten. Allerdings ist bis

jetzt von den SBB nichts Genaues darüber zu erfahren, wo die

Anschlussgeleise durchgeführt werden sollen. Die Region Öl-

ten steht positiv zur SBB, ist aber jetzt verunsichert und be-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Gysin «Bahn 2000» in Baselland

Interpellation Gysin RAIL 2000 à Bâle-Campagne

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.314

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.06.1989 - 08:00

Date

Data

Seite 1193-1194

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Ref. No 20 017 552

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