Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 89-311 KI-generiert

Swiss Citizen's Death in El Salvador and Government Response

Geschäftsnummer VPB 89-311
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

In 1989, the Swiss government responded to an interpellation regarding the death of a Swiss citizen in El Salvador. A private delegation had investigated the death of Jürg Weis in 1988 and concluded it was a politically motivated assassination, highlighting human rights violations in El Salvador. The government stated it had protested to the Salvadoran government, which then initiated a special investigation. While awaiting the final results of this investigation, the Swiss government reiterated its stance on peaceful conflict resolution and human rights for all parties involved, noting that diplomatic missions cannot conduct criminal investigations.

Legislator-Regeste

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Art. 6 Unfallverhütungsbeitragsgesetz; Swiss Citizen's Death in El Salvador and Government Response: A private delegation had investigated the death of Jürg Weis in 1988 and concluded it was a politically motivated assassination, highlighting human rights violations in El Salvador. The government stated it had protested to the Salvadoran government, which then initiated a special investigation. While awaiting the final results of this investigation, the Swiss government reiterated its stance on peaceful conflict resolution and human rights for all parties involved, noting that diplomatic missions cannot conduct criminal investigations.

Schlagwörter

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Menschenrechtsbedenken diplomatische Mission Strafuntersuchung Erblasser gewaltsames Verschwinden E-Government

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 6 Unfallverhütungsbeitragsgesetz
Cited as the legal basis for the composition of the administrative commission, which is the subject of the interpellation.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 6 Unfallverhütungsbeitragsgesetz

Cited as the legal basis for the composition of the administrative commission, which is the subject of the interpellation.

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Volltext

23. Juni 1989 N 1203 Interpellation Fankhauser

#ST# 88.881 d'offres à l'étranger, afin de rattraper le retard dans la construc-

tion des routes nationales, domaine dans lequel la Suisse dé-

tient le record de lenteur?

Interpellation Dreher

Erweiterung Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun

des Nationalstrassennetzes

Réseau des routes nationales suisses. Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Achèvement et extension Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Wortlaut der Interpellation vom 15. Dezember 1988 vom 13. März 1988

Nach dem Jahr 2000 werden - Bedarfsprognosen zufolge - in Rapport écrit du Conseil fédéral du 13mars 1988

der Schweiz über 300'000 Personenwagen mehr als derzeit I.Wenn das gegenwärtige Programm eingehalten werden

immatrikuliert sein. kann, wird das Nationalstrassennetz voraussichtlich im Jahre

Der Transit im Reise- und Güterverkehr wird ebenfalls stark zu- 2005 fertiggestellt sein.

nehmen. Das Schweizer Nationalstrassen netz ist - obwohl 2. Am 10. September 1986 hat der Bundesrat den Bericht

noch immer nicht fertig - in zahlreichen Abschnitten häufig an «Luftreinhalte-Konzept» genehmigt und den eidgenössischen

der Kapazitätsgrenze. Räten übermittelt. Der Bericht bezeichnet als eine der Mass-

Ich ersuche den Bundesrat um folgende Auskünfte: nahmen den Verzicht auf den Weiterausbau des beschlosse-

1. Bis wann kann mit der Fertigstellung des Nationalstrassen- nen Nationalstrassennetzes. Anlässlich der Behandlung die-

netzes in der beschlossenen Ausdehnung gerechnet werden? ses Luftreinhalte-Konzepts ist diese Massnahme sowohl im

2. Wie stellt sich der Bundesrat zur raschmöglichsten Erweite- Nationalrat wie auch im Ständerat unbestritten geblieben.

rung des gegenwärtigen Netzes um folgende Abschnitte, de- Dies hat den Bundesrat veranlasst, diese Massnahmen in ei-

ren Notwendigkeit ausgewiesen ist: nem formellen Beschluss zu konkretisieren, und er hat des-

a. N 4: Winterthur (ab N 1) - Umfahrung von Schaffhausen - halb am 9. Juni 1987 u. a. beschlossen, er verzichte darauf,

Landesgrenze (Singen-Stuttgart) vierspurig; der Bundesversammlung Erweiterungen des beschlossenen

b. N 1 : Von Bern bis Neuenhof (inkl. Baregg-Tunnel) sechs- Nationalstrassennetzes zu beantragen.

spurig; Aufgrund dieser Beschlusseslage ergibt sich gemäss dem

c. N 2: Zweite Tunnelröhre am Gotthard; langfristigen Bauprogramm für die folgenden Fragen im ein-

d. Lösung der Umfahrungsprobleme im Grossraum Zürich mit zelnen, dass:

Einschluss des Seetunnels? a) die N 4 von der Verzweigung mit der N 1 bis Oerlingen vier-

3. Teilt der Bundesrat meine Auffassung, dass die Verpflich- spurig, von Oerlingen bis zur Grenze aber lediglich zweispurig

tung der Schweiz als europäisches Transitland auch die Be- gebaut werden soll,

reitstellung genügender Strassenkapazität einschliesst, die b) die N 1 im Bereich Grauholz bei Bern auf eine Länge von

seit Jahren nicht mehr gegeben ist? 7,5 km auf sechs Spuren erweitert, von Schönbühl bis zum Ba-

4. Glaubt der Bundesrat nicht auch, dass diese Erweiterungen regg-Tunnel bei Baden aber vierspurig belassen werden soll,

gemäss Ziffer 2 rasch vorgenommen werden müssen, wenn c) vorläufig, mindestens bis nach der Realisierung des Kon-

die Schweiz hinsichtlich Strassentransportkapazität in kaum zepts «Bahn 2000», keine zweite Röhre am Gotthard

noch aufholbarem Mass zurückfallen soll? d) und keine Realisierung des Seetunnels bei Zürich als Natio-

5. Zieht der Bundesrat auch in Erwägung, neue Baulose inter- nalstrasse vorgesehen ist.

national auszuschreiben, um dem notorischen Langsamkeits- 3. und 4.: Die Schweiz wird auch in Zukunft ihrer Verpflichtung

rekord schweizerischen Nationalstrassenbaus wirksam zu be- als europäisches Transitland nachkommen, wobei hier aber

gegnen? nicht nur der Strassenverkehr zu berücksichtigen ist, sondern

auch und gerade für den Schwerverkehr in vermehrtem Masse

Texte de l'interpellation du 15 décembre 1988 der Transport auf der Schiene. In diesem Zusammenhang

Selon les prévisions, 300 000 véhicules privés supplémentai- sind die «Bahn 2000», der Huckepackverkehr sowie die in Pla-

res auront été immatriculés en Suisse d'ici à l'an 2000. Le tou- nung befindliche Neatzu erwähnen.

risme et le transport de marchandises, eux aussi, amèneront 5. An Ausschreibungen für Nationalstrassenbaulose können

une intensification considérable du trafic. Le réseau des routes sich zu den gleichen Bedingungen auch ausländische Firmen

nationales est non seulement inachevé, mais surchargé en beteiligen, so dass internationale Ausschreibungen nicht nö-

bien des endroits. tig sind. Festzuhalten ist, dass schweizerische Baufirmen we-

Je demande au Conseil fédéral de bien vouloir répondre aux der in terminlicher noch in qualitativer Hinsicht den Vergleich

questions suivantes: mit ausländischen Unternehmen im Strassenbau zu scheuen

1. Quand le réseau des routes nationales, tel qu'il a été prévu, brauchen.

sera-t-il terminé?

2. Le Conseil fédéral est-il prêt à faire achever au plus vite les Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-

travaux suivants, dont le besoin n'est plus à démontrer: rates nicht befriedigt.

a. N 4: tronçon à quatre voies de Winterthour à la frontière, en

contournant Schaffhouse (direction Singen, Stuttgart);

b. N 1 : tronçon à six voies de Berne à Neuenhof (y compris le

tunnel de Baregg); 89.311

c. N 2: percement d'une nouvelle galerie au Gothard;

#ST#

d. ZH: recherche d'une solution au problème du contourne-

ment de la région zurichoise, en prenant en compte la possibi- Interpellation Fankhauser

lité de percer un tunnel sous-lacustre? Ermordung von Jürg Weis

3. Le Conseil fédéral estime-t-il lui aussi qu'il est du devoir de

la Suisse, en tant que pays de transit en Europe, de disposer Assassinat de Jürg Weis

d'un réseau routier d'une capacité suffisante, ce qui n'est plus

le cas depuis de nombreuses années?

4. Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas que les extensions pro-

posées au point 2doivent être entreprises au plus vite, si l'on

ne veut pas que la Suisse accumule un retard irrattrapable en Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989

matière de transports routiers? Vom 18. - 25. September 1988 hielt sich eine neunköpfige eu-

5. Le Conseil fédéral envisage-t-il aussi de lancer des appels ropäische Delegation in El Salvador auf, um die näheren

Interpellation Fankhauser 1204 N 23 juin 1989

Todesumstände des Schweizers Jürg Weis zu untersuchen, dont se rendent coupables les forces de «sécurité» et les esca-

der am 22. August 1988 in der Nähe der Stadt Ilobasco, Depar- drons de la mort qui collaborent avec elles?

tement Cabanas, ums Leben gekommen war. -à tirer des constatations de la délégation chargée de

Sowohl der Arbeitgeber von Jürg Weis, das Zentralamerika- l'enquête les conséquences qui s'imposent dans sa politique

Sekretariat in Zürich, wie auch Freunde und Freundinnen von extérieure?

Jürg Weis, die seine Arbeit und seine Reiseprogramme kann- - à élaborer des directives appropriées définissant l'attitude

ten, hatten erhebliche Zweifel an der Version des salvadoriani- de nos représentations diplomatiques en cas de mort sus-

schen Ministeriums, Jürg Weis sei in einem Gefecht zwischen pecte de citoyens suisses à l'étranger?

Sicherheitskräften und Terroristen der FMLN/FDR gefallen. - à réexaminer sa politique d'information qui, dans le cas de

Die Schweizer Behörden schienen anfänglich die Behauptung Jürg Weis, l'a mené à reprendre à son compte la version offi-

der salvadorianischen Regierung zu akzeptieren, äusserten cielle de manière trop irréfléchie et sans esprit critique?

erst Zweifel nach dem vehementen Protest in weiten Kreisen

der Oeffentlichkeit. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin

Die Delegation hatte den Auftrag, vor Ort Informationen über Ursula, Béguelin, Borei, Carobbio, Danuser.Hafner Ursula,

die näheren Todesumstände von Jürg Weis zu sammeln. Am Haller, Jeanprêtre, Leuenberger-Solothurn, Matthey, Meizoz,

10. Januar 1989 wurde ein Bericht dieser Delegation publi- Neukomm, Pitteloud (15)

ziert. Die Ergebnisse dieser Untersuchung weisen eindeutig

auf einen politisch motivierten Mord hin. Dieser Mord wirft ein- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

mal mehr ein grelles Schlaglicht auf die gravierenden Miss- Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht

achtungen der Menschenrechte in El Salvador. eine schriftliche Antwort.

1. Welche Schlussfolgerungen zieht der Bundesrat aus den

Ergebnissen der Untersuchung der europäischen Delega-

tion?

2. Ist der Bundesrat bereit,

- die salvadorianische Regierung aufzufordern, die Todesum- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

stände von Jürg Weis lückenlos aufzuklären, die Täter zu er- vom 17. Mail 989

mitteln und vor ein ordentliches Gericht zu stellen? Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1989

- die brutale Ermordung von Jürg Weis sowie die gravieren- Der Bundesrat erachtet den Bericht der privaten Untersu-

den Menschenrechtsverletzungen durch die salvadoriani- chungsdelegation des Zentralamerika-Sekretariats, Zürich,

schen «Sicherheits»-Kräfte und der mit ihnen zusammenarbei- als einen weiteren Beitrag in den Bemühungen, Antworten auf

tenden Todesschwadrone öffentlich zu verurteilen? die noch offenen Fragen über die Umstände des Todes von

- die sich aufdrängenden aussenpolitischen Konsequenzen Herrn Jürg Weis zu finden, der am 22. August 1988 in El Salva-

aus den Erkenntnissen der Untersuchungsdelegation zu zie- dor umgekommen ist. Eine abschliessende Beurteilung ist al-

hen? lerdings auch nach Vorliegen des Berichts nicht möglich.

- geeignete Richtlinien für das Verhalten unserer diplomati- Das EDA hat nach seinen verschiedenen früheren Demarchen

schen Vertretungen im Falle ungeklärter Todesfälle von am 8. Februar 1989 in einer Note an die salvadorianische Re-

Schweizer Bürgerinnen und Bürgern im Ausland auszuarbei- gierung gegen die offensichtliche Irreführung und die Behin-

ten? derung der Wahrheitsfindung um die Umstände des Todes

- seine Informationspraxis zu überprüfen, die im Falle von von Herrn Jürg Weis protestiert und ein weiteres Mal energisch

Jürg Weis allzu leichtfertig und unkritisch die offizielle Version eine lückenlose Aufklärung, und gegebenenfalls die Bestra-

übernommen hat? fung des Schuldigen, verlangt. Der Bundesrat weist darauf

hin, dass als Folge der Vorstösse des EDA der salvadoriani-

sche Präsident eine Sonderkommission, die unter Leitung des

Justizministers steht, mit einer eingehenden Untersuchung

Texte de l'interpellation du 1er février 1989 dieser Angelegenheit betraut hat. Die Aufgabe dieser Kommis-

Du 18 au 25 septembre 1988, une délégation européenne de sion besteht darin, Straftaten, welche aufgrund der Begleitum-

neuf personnes a séjourné en El Salvador en vue d'élucider stände gravierend sind und an deren Aufklärung ein besonde-

les circonstances de la mort du Suisse Jürg Weis, survenue le res Interesse besteht, zu untersuchen, Beweise zusammenzu-

22 août 1988 près de la ville d'Ilobasco dans le département tragen und den Fall dann dem Staatsanwalt oder einem Rich-

du Cabanas. ter zu übergeben. In den dreieinhalb Jahren ihres Bestehens

Tant son employeur, le Secrétariat pour l'Amérique centrale à hat diese Kommission etwa 40 Fälle untersucht und an die zu-

Zurich, que les amis de Jürg Weis au fait de son activité et de ständigen Behörden zum Abschluss weitergeleitet. Darunter

ses programmes de déplacements, doutaient sérieusement fallen auch die Ergebnisse der Ermittlungen in Zusammen-

de la version du ministère salvadorien selon laquelle Jürg hang mit dem Mord an Erzbischof Oscar Romero, die vor eini-

Weis aurait trouvé la mort dans un combat entre les forces de gen Wochen den Gerichten vorgelegt worden sind. Wir hoffen,

sécurité et des terroristes du FLMN/FDR. dass diese Kommission Klarheit über die Umstände des tragi-

Dans un premier temps, les autorités suisses ont apparem- schen Todes unseres Mitbürgers zu verschaffen vermag.

ment cru aux affirmations du gouvernement salvadorien et Der Bundesrat hat schon öfters seine Haltung zur Lage in Zen-

n'ont exprimé des doutes qu'à la suite des véhémentes protes- tralamerika und zum Konflikt in El Salvador dargelegt: Ge-

tations élevées par de larges milieux de l'opinion publique. mäss seiner Ueberzeugung sind Streitigkeiten auf friedlichem

La délégation avait pour mandat de recueillir sur place des in- Weg beizulegen, und die Wiederherstellung des Friedens ist

formations au sujet des circonstances de la mort de Jürg Weis. nur auf dem Verhandlungsweg möglich. In diesem Sinne be-

Elle a publié un rapport le 10 janvier 1989. Son enquête con- grüsste er auch die Gespräche, die im Februar 1989 in Oaxte-

clut sans équivoque à l'assassinat politique. Cet assassinat pec (Mexiko) zwischen den politischen Parteien El Salvadors

jette une fois de plus une lumière crue sur les graves violations und der Guerilla FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo

des droits de l'homme en El Salvador. Marti) stattgefunden haben. Er hofft, dass dieser Dialog in na-

1. Quelles conclusions le Conseil fédéral tire-t-il des résultats her Zukunft fortgeführt werde. Die Schweiz hat die salvadoria-

de l'enquête conduite par la délégation européenne? nische Regierung verschiedentlich aufgefordert, ihr Möglich-

2. Le Conseil fédéral est-il disposé stes zu tun, um den mit dem Konflikt verbundenen Verletzun-

- à exiger du gouvernement salvadorien qu'il fasse toute la lu- gen der Menschenrechte Einhalt zu gebieten. Die Schweiz ap-

mière sur les circonstances de la mort de Jürg Weis, qu'il re- pelliert - wenn immer sich Gelegenheit dazu bietet - in glei-

cherche les auteurs de cet acte et les traduise devant un tribu- cher Weise auch an die ändern am Konflikt beteiligten Par-

nal ordinaire? teien, da sie alle Angriffe auf Leben, Integrität und Freiheit der

- à condamner publiquement l'assassinat sauvage de Jürg Menschen verurteilt, von wem auch immer diese Angriffe aus-

Weis, ainsi que les graves violations des droits de l'homme gehen und wie auch immer sie motiviert sein mögen. In die-

23. Juni 1989 N 1205 Interpellation Blocher

sem Sinne richtet sich dieser Appell auch an die in El Salvador Verwaltungskommission des Fonds für Unfallverhütung sind

operierende Guerilla-Organisation FMLN. Der Bundesrat erin- aber folgende Verkehrsverbände vertreten: Astag, TCS, ACS

nert an ähnliche Aufrufe seitens der Menschenrechtskommis- und zusätzlich der Dachverband der genannten Organisatio-

sion der Vereinten Nationen. nen, der FRS. Damit sind die genannten Verbände gleichsam

Der Bundesrat gibt weiter zu bedenken, dass diplomatische überproportional vertreten.

und konsularische Vertretungen lokale Behörden nicht substi- Der VCS setzt sich besonders für die schwächeren Verkehrs-

tuieren können, um an ihrer Stelle polizeilich und kriminali- teilnehmer (Fussgänger, Radfahrer) ein. Dazu im Gegensatz

stisch zu ermitteln. Derartige Handlungen sind mit den Wiener haben die übrigen Verkehrsverbände zu Massnahmen im In-

Uebereinkommen über die diplomatischen und konsulari- teresse von Verkehrssicherheit bzw. zugunsten der schwä-

schen Beziehungen, denen die Schweiz beigetreten ist, nicht cheren Verkehrsteilnehmer wiederholt eine negative Haltung

vereinbar. Gewisse Begrenzungen in bezug auf den eigenen eingenommen. Dies könnte wenn nötig in der Diskussion de-

Handlungsspielraum und die Tätigkeiten unserer Vertretun- tailliert belegt werden an den Beispielen von Tempo 100 aus-

gen im Rahmen ihrer Aufgaben im Bereich des konsulari- serorts, Tempo 130 auf Autobahnen, Tempo 50 innerorts, Al-

schen Schutzes sind damit vorgegeben. koholpromillegrenze, Verkehrsberuhigung in Wohnquartieren

Das EDA hat in einer Pressemitteilung am 15. Februar 1989 usw. Es ist deshalb schwierig einzusehen, wieso ausgerech-

die Oeffentlichkeit über die neuesten Entwicklungen im Fall net nur diese Organisationen in Fragen der Unfallverhütung

Weis orientiert. Der Bundesrat verweist auch auf die Beantwor- ein exklusives Mitspracherecht haben sollten.

tung des Vorstosses von Frau Nationalrätin Fetz in der Frage-

stunde des Nationalrates vom 6. März 1989 und seine frühe- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

ren Verlautbarungen in der Angelegenheit Weis, mit denen der vom 12. Juni 1989

jeweilige Informationsstand vermittelt wurde. Der Bundesrat Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 juin 1989

betont, dass das EDA bereits am 9. September 1988 in einer Gemäss Artikel 6 des Unfallverhütungsbeitragsgesetzes vom

Note die salvadorianischen Behörden auf Unklarheiten in den 25. Juni 1976 setzt sich die Verwaltungskommission aus

offiziellen Berichten über die Umstände des Todes von Herrn höchstens 15 Mitgliedern zusammen. Der Bundesrat ernennt

Weis aufmerksam gemacht hatte und weitere Einzelheiten den Präsidenten und die übrigen Mitglieder. Bund, Kantone,

über das Geschehen forderte. Es kann somit nicht die Rede Verbände und Organisationen des Strassenverkehrs sowie

davon sein, dass die salvadorianische Darstellung von den die Versicherer sind angemessen vertreten.

Bundesbehörden allzu leichtfertig und unkritisch übernom- Die Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung

men worden sei, wie die Interpellantin in ihrem Vorstoss aus- vom 18. Februar 1976 enthält betreffend die Sitzverteilung fol-

führt. genden Vorschlag:

Der Bundesrat wird dieser Angelegenheit auch weiterhin seine - Präsident und zwei Mitglieder als Vertreter des Bundes;

volle Aufmerksamkeit schenken. - drei Vertreter von Kantonen und Gemeinden;

- zwei Vertreter der Versicherer

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- - vier Vertreter der Verkehrsverbände und

rates nicht befriedigt. Sie beantragt Diskussion. - drei ungebundene Mitglieder.

Die heutige Zusammensetzung entspricht praktisch dem Vor-

Abstimmung-Vote schlag des Bundesrates. Einzige Abweichung: Der Bund ver-

zichtet auf einen Vertreter zugunsten des öffentlichen Ver-

Für den Antrag auf Diskussion 37 Stimmen kehrs.

Dagegen 64 Stimmen Die Aufnahme eines zusätzlichen Mitglieds hätte zur Folge,

dass der Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Mitgliederzahl

von höchstens 15 gesprengt würde. Nachdem zurzeit kein Sitz

89.331 vakant ist, musste das Gesuch des VCS abgelehnt werden.

Im übrigen hat sich der Bundesrat an seiner Sitzung vom

#ST#

23. November 1988 mit den ausserparlamentarischen Kom-

Interpellation Fierz missionen des EJPD befasst und eine Erweiterung der Mitglie-

Verwaltungskommission des derzahlen generell abgelehnt.

Fonds für Unfallverhütung.

Vertretung des VCS Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-

rates nicht befriedigt. Erbeantragt Diskussion.

Fonds de prévention des accidents.

Représentation du CSTau sein Abstimmung - Vote

de la Commission administrative

Für den Antrag auf Diskussion 39 Stimmen

Dagegen 42 Stimmen

Wortlaut der Interpellation vom 27. Februar 1989

Wir bitten den Bundesrat um Beantwortung folgender Frage:

Wie begründet der Bundesrat die Abweisung des Gesuchs #ST# 89.391

des VCS von Herbst 1988 um Vertretung in der Verwaltungs-

kommission des Fonds für Unfallverhütung? Interpellation Blocher

Texte de l'interpellation du 27 février 1989

Sofortmassnahmen im Asylwesen

Nous prions le Conseil fédéral de répondre à la question sui- Mesures d'urgence en matière d'asile

vante:

Comment justifie-t-il le rejet de la requête présentée en au-

tomne 1988 par le CST, par laquelle ce dernier demandait à

être représenté au sein de la Commission administrative du

Fonds de prévention des accidents? Wortlaut der Interpellation vom 15. März 1989

In der Botschaft vom 2. Dezember 1985 hat der Bundesrat auf

Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine-Aucun die «enorm steigende Zahl von Asylanten» hingewiesen, die

zu einer neuen Revision des Asylgesetzes führen musste. Die

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Asylgesuche beliefen sich zurzeit der Gesetzesrevision auf

Das Gesuch des VCS wurde vom Bundesrat abgelehnt. In der 8000-9000 pro Jahr. Für das laufende Jahr werden sie nun

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Fankhauser Ermordung von Jürg Weis

Interpellation Fankhauser Assassinat de Jürg Weis

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.311

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.06.1989 - 08:00

Date

Data

Seite 1203-1205

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Ref. No 20 017 562

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