Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 89-309 KI-generiert

Broadcaster Autonomy vs. Social Responsibility and Legislative Influence

Geschäftsnummer VPB 89-309
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court addressed questions concerning a television broadcast, specifically whether the broadcaster should exercise more caution, if it's acceptable for broadcasters to impose their views, and if such programming sets a precedent for penal code revisions regarding brutal or pornographic content. The court responded that while broadcasters have autonomy in their programming, they must adhere to journalistic standards of care, and that the government cannot dictate program content. The court also stated that while broadcasters should aim to foster understanding of social issues, individual viewers bear responsibility for critical engagement with media. Finally, the court determined that the broadcast in question did not improperly prejudice ongoing parliamentary deliberations on penal code revisions.

Legislator-Regeste

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Art. 6 Absatz; Broadcaster Autonomy vs. Social Responsibility and Legislative Influence: es dem Bundesrat nicht zu, sich über Konzept und Ablauf ein- «in mehr oder weniger detaillierte Beratungen ausmünden».

Schlagwörter

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Senderecht Medienrecht richterliche Feststellung von Rechten Meinungsfreiheit E-Government Überwiegendes öffentliches Interesse
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Volltext

Interpellation Bär 1192 N 23 juin 1989

C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de répondre aux ques- der genannten Vorlage befasst, bedeutet nach Auffassung

tions suivantes: des Bundesrates nicht, dass dieses Thema nicht auch an-

1. La télévision ne devrait-elle pas, vu son énorme impact, faire derswo, sei es in den elektronischen Medien, in der Presse

preuve de plus de retenue et se soumettre en particulier à un oder in derweilen Oeffentlichkeil, vorab erörtert werden dürfte.

devoir de prudence dans la préparation de telles émissions? 4. Der Bundesrat hat bereite in seiner Bolschaft vom

2. Le gouvernement estime-t-il normal que des auteurs 26. Juni 1985 zur erwähnten Revision des Slrafgeselzbuches

d'émissions télévisées imposent leur conception «didactique» dargelegl, aus welchen Gründen sich seiner Meinung nach

à des centaines de milliers de personnes chargées de tâches ein ausdrückliches Verbol der Verbreitung pornographischer

éducatives, sans qu'on puisse s'y soustraire autrement qu'en Bild- und Tonaufzeichnungen durch Radio und Fernsehen

pressant le bouton? empfiehll (vgl. Art. 197 Ziff. 1 Abs. 3 des Enlwurfs zum SlGB).

3. Une telle émission ne constitue-t-elle pas un précédent Aehnliche Ueberlegungen gellen für das Verbol der Verbrei-

inadmissible eu égard à la révision, actuellement en prépara- tung von Brutalilälsdarslellungen (Art. 135 des genannten

tion, du Code pénal, en particulier des articles 135 et 197? Entwurfs). Mil Rücksichlauf die verbreitete Besorgnis über ein

4. Ne serait-il pas indiqué d'interdire purement et simplement zunehmendes Angebof brutaler, das sittliche Empfinden ver-

la diffusion de films ayant pour seul but la représentation de lelzender Filme hai der Bundesral zudem in Artikel 6 Absatz 1

scènes brutales ou pornographiques à un média tel que la seines Enlwurfs vom 28. September 1987 zum Bundesgeselz

télévision qui, plus que tout autre s'introduit subrepticement über Radio und Fernsehen Sendungen für unzulässig erklärt,

dans tous les ménages? in denen Gewall verharmlosl oder verherrlichl wird. Beide Vor-

lagen sind Gegenstand laufender parlamenlarischer Beratun-

Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine -Aucun gen.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-

Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht rates teilweise befriedigt

eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 17. Mail 989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mail 989

1. Bekanntlich gewährleistet die Bundesverfassung in Artikel #ST# 89.309

55bis den Rundfunkveranstaltern in der Schweiz, und somit

auch der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft Interpellation Bär

(SRG), im Rahmen des Leistungsauftrags Unabhängigkeit Beratertätigkeit

vom Staat und Autonomie in der Gestaltung ihrer Programme. von Beamten bzw. Bundesämtern

Der Leistungsauftrag der SRG wird in der Konzession vom

5. Oktober 1987 näher umschrieben. Ueber die Einhaltung Fonctionnaires fédéraux appelés

der entsprechenden Programmbestimmungen wacht die Un- à titre de consultants

abhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen.

Diese wird sich aufgrund mehrerer eingegangener Beschwer-

den mit der inkriminierten Fernsehsendung «Limit» vom 5. Ja-

nuar 1989 befassen. In ihrer ausführlichen Rechtsprechung

hat die Beschwerdeinstanz namentlich auch die Regeln jour- Wortlaut der Interpellation vom 31. Januar 1989

nalistischer Sorgfalt definiert, welche die Medienschaffenden Gemäss Aussage von Herrn Kurt Suler (Berner Zeilung vom

bei der Vorbereitung und Gestaltung von Sendungen zu be- 19.1.89), Direktor des Bundesamtes für Slrassenbau, pflegl

achten haben. sein Ami mil den verschiedensten Slaalen Gedankenaus-

Angesichts der klaren rechtlichen Kompetenzaufteilung steht tausch über Tunnels, Brücken und weitere Bauprojekte, die

es dem Bundesrat nicht zu, sich über Konzept und Ablauf ein- «in mehr oder weniger detaillierte Beratungen ausmünden».

zelner Sendungen zu äussern. In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesral um Beanl-

2. Aus den dargelegten Gründen sind Weisungen des Bun- wortung der folgenden Fragen:

desrates an den Rundfunkveranstalter oder seine Mitarbeiter 1. In welchen Ländern leisten oder haben Beamte des Bun-

in bezug auf die Ausübung journalistischer Aktivitäten unzu- desamtes für Slrassenbau Beralertäligkeil geleistel?

lässig. Der Bundesrat gibt im übrigen folgendes zu bedenken: 2. Isl diese Praxis mil den beamlenrechllichen Vorschriften zu

Radio und Fernsehen sind Massenmedien, die in einer Gesell- vereinbaren?

schaft, in welcher die Meinungen und Ansichten zu den mei- 3. Wie wird diese Beralertäligkeil entgolten?

sten Zeitfragen weit auseinandergehen, verschiedenartige Be- 4. Gibl es weitere Chefbeamle, andere Bundesämter, die für

dürfnisse abzudecken haben. Als Kommunikationsmittel darf ausländische Slaalen Beralertäligkeil durchführen?

mithin von ihnen erwartet werden, dass sie einen Beitrag zum 5. Lassi sich die Schweiz von anderen Slaalen in vergleich-

besseren Verständnis bedeutender Probleme leisten. Sen- barer Weise und zu vergleichbaren Bedingungen beraten?

dungen, in denen - in angemessener Form und unter Beach-

tung der erforderlichen Sorgfalt-aktuelle soziale Phänomene Texte de l'interpellation du 31 janvier 1989

aufgegriffen und behandelt werden, können sich dazu durch- II ressort d'une déclaration publiée le 19 janvier 1989 dans la

aus eignen. Dabei kann aber auch die strikte Beachtung der «Berner Zeilung» par le directeur de l'Office fédéral des routes,

einschlägigen journalistischen Sorgfaltspflichten durch die M. Kurt Suter, que son service a des échanges de vues avec

verantwortlichen Programmschaffenden nicht in jedem Fall les organes compétente de nombreux Etais sur des projels de

Gewähr dafür bieten, dass eine Sendung, zumal wenn sie bri- lunnels, de ponte et de routes, entreliens qui aboutissenl à

santen Themen gewidmet ist, der Sensibilität eines jeden Zu- l'élaboration d'avis plus ou moins détaillés.

schauers oder Zuhörers gerecht wird. Letztlich trägt in diesem A ce propos, je demande au Conseil fédéral de répondre aux

Sinne auch jeder einzelne Programmkonsument stets Verant- questions suivantes:

wortung für einen bewussten und kritischen Umgang mildem 1. Dans quels pays des foncfionnaires de l'office susmen-

Medium Fernsehen. tionné ont-ils exercé un mandai de consultante?

3. Die fragliche Sendung hat in der Öffentlichkeit verständli- 2. Une telle activité est-elle conciliatile avec le slalut de fonc-

cherweise eine breite Diskussion ausgelöst. Der Bundesrat ist tionnaire?

indessen nicht der Ansicht, dass die Entscheidung der eid- 3. Commenl cette aclivilé est-elle rémunérée?

genössischen Räte über die vom Interpellanten erwähnte Re- 4. D'autres fonclionnaires supérieurs el d'aulres offices exer-

vision des Strafgesetzbuches dadurch auf unzulässige Weise cenl-ils également des mandais de consultante au service

präjudiziert wurde. Der Umstand, dass sich das Parlament mit d'Etals élrangers?

23. Juni 1989 N 1193 Interpellation Gysin

5. La Suisse requiert-elle de l'étranger des services du même #ST# 89.314

genre, à des conditions comparables?

Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Interpellation Gysin

«Bahn 2000» in Baselland

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

RAIL 2000 à Bàie-Campagne

Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht

eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 12. Juni 1989

Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989

Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 juin 1989 Der Kanton Basel-Landschaft hat in seiner Vernehmlassung

1. Das Bundesamt für Strassenbau hat auf bilateraler Ebene in zum Vorprojekt «Bahn 2000» zwischen Muttenz und Trimbach

den letzten fünf Jahren in Deutschland, Oesterreich und Süd-

der Variante 3 zugestimmt. Dabei verlangte er Haltestellen in

afrika Beratertätigkeit geleistet. Darüber hinaus wirkt das Bun- Liestal und Sissach sowie eine Tieferlegung der Bahn im

desamt - wie andere Bundesämter - in internationalen Organi- Raum Liestal-Sissach. In der Folge bestanden die SBB auf ei-

sationen mit. Auch auf dieser Ebene ergeben sich beratende

ner Linienführung à Niveap mit Schallschutzwänden.

Tätigkeiten mannigfacher Art. So haben in jüngster Zeit Dele-

Das neue SBB-Projekt stösst besonders in den betroffenen

gationen aus den USA, Japan, Schweden, Deutschland, Dä- Gemeinden Liestal, Lausen, Hingen und Sissach auf vehe-

nemark, Nordkorea und der Tschechoslowakei die Schweiz mente Opposition. Die Ortschaften würden durch die Bahn-

besucht, um sich an Ort und Stelle über Erfahrungen im Stras- linie vollends entzweigeschnitten und stark beeinträchtigt. Für

sen-, Brücken- und Tunnelbau orientieren zu lassen. den Schallschutz bestünde keine volle Gewähr; der Lärm-

2. Grundsätzlich ist es die Pflicht der Bundesverwaltung, Ent- schutz ist noch nicht getestet. Die betroffenen Gemeinden ha-

wicklungen in einem bestimmten Fachgebiet zu verfolgen und ben auf eigene Kosten Alternativplanungen im Sinne einer

ihre Kenntnisse auf dem neuesten Stand der Erfahrung, der Tieflage oder eines südlichen Umfahrungstunnels veranlasst.

Wissenschaft und der Technik zu halten. Das Studium der Lite- Aufgrund früherer Untersuchungen (1983) sind solche Lösun-

ratur, die Erteilung von Studien- und Forschungsaufträgen gen möglich.

und die Teilnahme an Fachtagungen und anderen Veranstal- Ich frage den Bundesrat an:

tungen der Weiterbildung dienen diesem Zweck. Auch der in-

1. Soll das zur Auflage bereitstehende Projekt gegen den Wil-

ternationale Meinungs- und Erfahrungsaustausch ist in die- len der Bevölkerung durchgesetzt werden?

sem Zusammenhang zu sehen. Beratende Tätigkeiten auf bi- 2. Geht es an, dass die SBB in ihrem Projekt die Verhältnisse

lateraler und multilateraler Ebene sind in diesem Sinne mit und Bedürfnisse bestehender Siedlungen derart wenig be-

dem Beamtenrecht vereinbar. rücksichtigen?

3. Die Bezahlung von Honoraren beim zwischenstaatlichen 3. Sollten nicht stattdessen realistische Alternativen geprüft

Erfahrungsaustausch ist nicht üblich. Für die Kosten von Reise werden?

und Aufenthalt gelten die Regeln der Gastfreundschaft. Sie 4. Ist der Bundesrat bereit, das Planauflageverfahren sistieren

werden von den einzelnen Staaten unterschiedlich gehand-

zu lassen, damit der Weg für eine bessere Projektierung offen-

habt. Soweit nicht der einladende Staat oder eine internatio- gehalten wird?

nale Organisation die Spesen übernimmt, werden die Bestim-

mungen über Dienstreisen ins Ausland angewendet. Für

diese ist in jedem Fall eine Bewilligung einzuholen. Texte de l'interpellation du 1er février 1989

4. Zahlreiche Bundesämter pflegen einen intensiven interna- Dans son avis relatif à l'avant-projet RAIL 2000 entre Muttenz

tionalen Erfahrungsaustausch mit bilateralen und multilatera- et Trimbach, le canton de Baie-Campagne a donné la

len Kontakten auf fachlicher Ebene. Die Schweiz mit ihrer fort- préférence à la variante 3. Ce faisant, il réclamait des haltes à

geschrittenen Umweltpolitik ist z. B. sowohl für die westlichen Liestal et à Sissach, ainsi qu'un abaissement du niveau de la

Industriestaaten als auch für die osteuropäischen Staaten und voie dans le secteur Liestal-Sissach. Par la suite, les CFF se

die Länder der Dritten Welt ein geschätzter Gesprächspartner. sont prononcés sur un tracé au niveau du sol, entouré

Im Rahmen dieser internationalen Zusammenarbeit kommt es d'écrans insonorisants. Le nouveau projet des CFF se heurte à

^wieder zu Beratungen ausländischer Staaten. une vive opposition, en particulier dans les communes tou-

5. Im technischen Bereich lässt sich die Schweiz auf bilateraler chées, à savoir Liestal, Lausen, Hingen et Sissach. Ces loca-

Basis von ausländischen Experten in vergleichbarer Weise lités seraient littéralement coupées en deux par la ligne de che-

und zu vergleichbaren Bedingungen beraten. Auf anderen min de fer, ce qui leur causerait un préjudice considérable.

Gebieten profitiert die Schweiz dank der internationalen Zu- D'autre part, les écrans insonorisants n'offriraient pas une ga-

sammenarbeit auf multilateraler Ebene von den Kenntnissen rantie totale; la protection contre le bruit n'a pas fait l'objet de

und Erfahrungen anderer Staaten und internationaler Organi- tests jusqu'ici. Les communes concernées ont établi à leurs

sationen. frais des plans de rechange prévoyant une ligne en profon-

deur ou un tunnel de contournement au sud. De telles solu-

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- tions sont tout à fait viables si l'on se fonde sur des enquêtes

rates teilweise befriedigt. datant de 1983.

Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivan-

tes:

1. Le projet des CFF prêt à être déposé officiellement doit-il

être réalisé contre la volonté de la population?

2. Est-il admissible que, dans leur projet, les CFF tiennent si

peu compte de la situation et des besoins des agglomérations

impliquées?

3. Ne faudrait-il pas au contraire examiner des solutions de re-

change réalistes?

4. Le gouvernement est-il prêt à suspendre la procédure de

dépôt public des plans, afin qu'on puisse présenter un meil-

leur projet? .

Mitunterzeichner-Cosignataires: Auer, Feigenwinter, Hänggi,

Ott, Reimann Maximilian (5)

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Bär Beratertätigkeit von Beamten bzw. Bundesämtern

Interpellation Bär Fonctionnaires fédéraux appelés à titre de consultants

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1989

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.309

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 23.06.1989 - 08:00

Date

Data

Seite 1192-1193

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Ref. No 20 017 551

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