Broadcaster Autonomy vs. Social Responsibility and Legislative Influence
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed questions concerning a television broadcast, specifically whether the broadcaster should exercise more caution, if it's acceptable for broadcasters to impose their views, and if such programming sets a precedent for penal code revisions regarding brutal or pornographic content. The court responded that while broadcasters have autonomy in their programming, they must adhere to journalistic standards of care, and that the government cannot dictate program content. The court also stated that while broadcasters should aim to foster understanding of social issues, individual viewers bear responsibility for critical engagement with media. Finally, the court determined that the broadcast in question did not improperly prejudice ongoing parliamentary deliberations on penal code revisions.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 6 Absatz; Broadcaster Autonomy vs. Social Responsibility and Legislative Influence: es dem Bundesrat nicht zu, sich über Konzept und Ablauf ein- «in mehr oder weniger detaillierte Beratungen ausmünden».
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Interpellation Bär 1192 N 23 juin 1989
C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de répondre aux ques- der genannten Vorlage befasst, bedeutet nach Auffassung
tions suivantes: des Bundesrates nicht, dass dieses Thema nicht auch an-
1. La télévision ne devrait-elle pas, vu son énorme impact, faire derswo, sei es in den elektronischen Medien, in der Presse
preuve de plus de retenue et se soumettre en particulier à un oder in derweilen Oeffentlichkeil, vorab erörtert werden dürfte.
devoir de prudence dans la préparation de telles émissions? 4. Der Bundesrat hat bereite in seiner Bolschaft vom
2. Le gouvernement estime-t-il normal que des auteurs 26. Juni 1985 zur erwähnten Revision des Slrafgeselzbuches
d'émissions télévisées imposent leur conception «didactique» dargelegl, aus welchen Gründen sich seiner Meinung nach
à des centaines de milliers de personnes chargées de tâches ein ausdrückliches Verbol der Verbreitung pornographischer
éducatives, sans qu'on puisse s'y soustraire autrement qu'en Bild- und Tonaufzeichnungen durch Radio und Fernsehen
pressant le bouton? empfiehll (vgl. Art. 197 Ziff. 1 Abs. 3 des Enlwurfs zum SlGB).
3. Une telle émission ne constitue-t-elle pas un précédent Aehnliche Ueberlegungen gellen für das Verbol der Verbrei-
inadmissible eu égard à la révision, actuellement en prépara- tung von Brutalilälsdarslellungen (Art. 135 des genannten
tion, du Code pénal, en particulier des articles 135 et 197? Entwurfs). Mil Rücksichlauf die verbreitete Besorgnis über ein
4. Ne serait-il pas indiqué d'interdire purement et simplement zunehmendes Angebof brutaler, das sittliche Empfinden ver-
la diffusion de films ayant pour seul but la représentation de lelzender Filme hai der Bundesral zudem in Artikel 6 Absatz 1
scènes brutales ou pornographiques à un média tel que la seines Enlwurfs vom 28. September 1987 zum Bundesgeselz
télévision qui, plus que tout autre s'introduit subrepticement über Radio und Fernsehen Sendungen für unzulässig erklärt,
dans tous les ménages? in denen Gewall verharmlosl oder verherrlichl wird. Beide Vor-
lagen sind Gegenstand laufender parlamenlarischer Beratun-
Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine -Aucun gen.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht rates teilweise befriedigt
eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 17. Mail 989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mail 989
1. Bekanntlich gewährleistet die Bundesverfassung in Artikel #ST# 89.309
55bis den Rundfunkveranstaltern in der Schweiz, und somit
auch der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft Interpellation Bär
(SRG), im Rahmen des Leistungsauftrags Unabhängigkeit Beratertätigkeit
vom Staat und Autonomie in der Gestaltung ihrer Programme. von Beamten bzw. Bundesämtern
Der Leistungsauftrag der SRG wird in der Konzession vom
5. Oktober 1987 näher umschrieben. Ueber die Einhaltung Fonctionnaires fédéraux appelés
der entsprechenden Programmbestimmungen wacht die Un- à titre de consultants
abhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen.
Diese wird sich aufgrund mehrerer eingegangener Beschwer-
den mit der inkriminierten Fernsehsendung «Limit» vom 5. Ja-
nuar 1989 befassen. In ihrer ausführlichen Rechtsprechung
hat die Beschwerdeinstanz namentlich auch die Regeln jour- Wortlaut der Interpellation vom 31. Januar 1989
nalistischer Sorgfalt definiert, welche die Medienschaffenden Gemäss Aussage von Herrn Kurt Suler (Berner Zeilung vom
bei der Vorbereitung und Gestaltung von Sendungen zu be- 19.1.89), Direktor des Bundesamtes für Slrassenbau, pflegl
achten haben. sein Ami mil den verschiedensten Slaalen Gedankenaus-
Angesichts der klaren rechtlichen Kompetenzaufteilung steht tausch über Tunnels, Brücken und weitere Bauprojekte, die
es dem Bundesrat nicht zu, sich über Konzept und Ablauf ein- «in mehr oder weniger detaillierte Beratungen ausmünden».
zelner Sendungen zu äussern. In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesral um Beanl-
2. Aus den dargelegten Gründen sind Weisungen des Bun- wortung der folgenden Fragen:
desrates an den Rundfunkveranstalter oder seine Mitarbeiter 1. In welchen Ländern leisten oder haben Beamte des Bun-
in bezug auf die Ausübung journalistischer Aktivitäten unzu- desamtes für Slrassenbau Beralertäligkeil geleistel?
lässig. Der Bundesrat gibt im übrigen folgendes zu bedenken: 2. Isl diese Praxis mil den beamlenrechllichen Vorschriften zu
Radio und Fernsehen sind Massenmedien, die in einer Gesell- vereinbaren?
schaft, in welcher die Meinungen und Ansichten zu den mei- 3. Wie wird diese Beralertäligkeil entgolten?
sten Zeitfragen weit auseinandergehen, verschiedenartige Be- 4. Gibl es weitere Chefbeamle, andere Bundesämter, die für
dürfnisse abzudecken haben. Als Kommunikationsmittel darf ausländische Slaalen Beralertäligkeil durchführen?
mithin von ihnen erwartet werden, dass sie einen Beitrag zum 5. Lassi sich die Schweiz von anderen Slaalen in vergleich-
besseren Verständnis bedeutender Probleme leisten. Sen- barer Weise und zu vergleichbaren Bedingungen beraten?
dungen, in denen - in angemessener Form und unter Beach-
tung der erforderlichen Sorgfalt-aktuelle soziale Phänomene Texte de l'interpellation du 31 janvier 1989
aufgegriffen und behandelt werden, können sich dazu durch- II ressort d'une déclaration publiée le 19 janvier 1989 dans la
aus eignen. Dabei kann aber auch die strikte Beachtung der «Berner Zeilung» par le directeur de l'Office fédéral des routes,
einschlägigen journalistischen Sorgfaltspflichten durch die M. Kurt Suter, que son service a des échanges de vues avec
verantwortlichen Programmschaffenden nicht in jedem Fall les organes compétente de nombreux Etais sur des projels de
Gewähr dafür bieten, dass eine Sendung, zumal wenn sie bri- lunnels, de ponte et de routes, entreliens qui aboutissenl à
santen Themen gewidmet ist, der Sensibilität eines jeden Zu- l'élaboration d'avis plus ou moins détaillés.
schauers oder Zuhörers gerecht wird. Letztlich trägt in diesem A ce propos, je demande au Conseil fédéral de répondre aux
Sinne auch jeder einzelne Programmkonsument stets Verant- questions suivantes:
wortung für einen bewussten und kritischen Umgang mildem 1. Dans quels pays des foncfionnaires de l'office susmen-
Medium Fernsehen. tionné ont-ils exercé un mandai de consultante?
3. Die fragliche Sendung hat in der Öffentlichkeit verständli- 2. Une telle activité est-elle conciliatile avec le slalut de fonc-
cherweise eine breite Diskussion ausgelöst. Der Bundesrat ist tionnaire?
indessen nicht der Ansicht, dass die Entscheidung der eid- 3. Commenl cette aclivilé est-elle rémunérée?
genössischen Räte über die vom Interpellanten erwähnte Re- 4. D'autres fonclionnaires supérieurs el d'aulres offices exer-
vision des Strafgesetzbuches dadurch auf unzulässige Weise cenl-ils également des mandais de consultante au service
präjudiziert wurde. Der Umstand, dass sich das Parlament mit d'Etals élrangers?
23. Juni 1989 N 1193 Interpellation Gysin
5. La Suisse requiert-elle de l'étranger des services du même #ST# 89.314
genre, à des conditions comparables?
Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Interpellation Gysin
«Bahn 2000» in Baselland
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
RAIL 2000 à Bàie-Campagne
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 12. Juni 1989
Wortlaut der Interpellation vom 1. Februar 1989
Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 juin 1989 Der Kanton Basel-Landschaft hat in seiner Vernehmlassung
1. Das Bundesamt für Strassenbau hat auf bilateraler Ebene in zum Vorprojekt «Bahn 2000» zwischen Muttenz und Trimbach
den letzten fünf Jahren in Deutschland, Oesterreich und Süd-
der Variante 3 zugestimmt. Dabei verlangte er Haltestellen in
afrika Beratertätigkeit geleistet. Darüber hinaus wirkt das Bun- Liestal und Sissach sowie eine Tieferlegung der Bahn im
desamt - wie andere Bundesämter - in internationalen Organi- Raum Liestal-Sissach. In der Folge bestanden die SBB auf ei-
sationen mit. Auch auf dieser Ebene ergeben sich beratende
ner Linienführung à Niveap mit Schallschutzwänden.
Tätigkeiten mannigfacher Art. So haben in jüngster Zeit Dele-
Das neue SBB-Projekt stösst besonders in den betroffenen
gationen aus den USA, Japan, Schweden, Deutschland, Dä- Gemeinden Liestal, Lausen, Hingen und Sissach auf vehe-
nemark, Nordkorea und der Tschechoslowakei die Schweiz mente Opposition. Die Ortschaften würden durch die Bahn-
besucht, um sich an Ort und Stelle über Erfahrungen im Stras- linie vollends entzweigeschnitten und stark beeinträchtigt. Für
sen-, Brücken- und Tunnelbau orientieren zu lassen. den Schallschutz bestünde keine volle Gewähr; der Lärm-
2. Grundsätzlich ist es die Pflicht der Bundesverwaltung, Ent- schutz ist noch nicht getestet. Die betroffenen Gemeinden ha-
wicklungen in einem bestimmten Fachgebiet zu verfolgen und ben auf eigene Kosten Alternativplanungen im Sinne einer
ihre Kenntnisse auf dem neuesten Stand der Erfahrung, der Tieflage oder eines südlichen Umfahrungstunnels veranlasst.
Wissenschaft und der Technik zu halten. Das Studium der Lite- Aufgrund früherer Untersuchungen (1983) sind solche Lösun-
ratur, die Erteilung von Studien- und Forschungsaufträgen gen möglich.
und die Teilnahme an Fachtagungen und anderen Veranstal- Ich frage den Bundesrat an:
tungen der Weiterbildung dienen diesem Zweck. Auch der in-
1. Soll das zur Auflage bereitstehende Projekt gegen den Wil-
ternationale Meinungs- und Erfahrungsaustausch ist in die- len der Bevölkerung durchgesetzt werden?
sem Zusammenhang zu sehen. Beratende Tätigkeiten auf bi- 2. Geht es an, dass die SBB in ihrem Projekt die Verhältnisse
lateraler und multilateraler Ebene sind in diesem Sinne mit und Bedürfnisse bestehender Siedlungen derart wenig be-
dem Beamtenrecht vereinbar. rücksichtigen?
3. Die Bezahlung von Honoraren beim zwischenstaatlichen 3. Sollten nicht stattdessen realistische Alternativen geprüft
Erfahrungsaustausch ist nicht üblich. Für die Kosten von Reise werden?
und Aufenthalt gelten die Regeln der Gastfreundschaft. Sie 4. Ist der Bundesrat bereit, das Planauflageverfahren sistieren
werden von den einzelnen Staaten unterschiedlich gehand-
zu lassen, damit der Weg für eine bessere Projektierung offen-
habt. Soweit nicht der einladende Staat oder eine internatio- gehalten wird?
nale Organisation die Spesen übernimmt, werden die Bestim-
mungen über Dienstreisen ins Ausland angewendet. Für
diese ist in jedem Fall eine Bewilligung einzuholen. Texte de l'interpellation du 1er février 1989
4. Zahlreiche Bundesämter pflegen einen intensiven interna- Dans son avis relatif à l'avant-projet RAIL 2000 entre Muttenz
tionalen Erfahrungsaustausch mit bilateralen und multilatera- et Trimbach, le canton de Baie-Campagne a donné la
len Kontakten auf fachlicher Ebene. Die Schweiz mit ihrer fort- préférence à la variante 3. Ce faisant, il réclamait des haltes à
geschrittenen Umweltpolitik ist z. B. sowohl für die westlichen Liestal et à Sissach, ainsi qu'un abaissement du niveau de la
Industriestaaten als auch für die osteuropäischen Staaten und voie dans le secteur Liestal-Sissach. Par la suite, les CFF se
die Länder der Dritten Welt ein geschätzter Gesprächspartner. sont prononcés sur un tracé au niveau du sol, entouré
Im Rahmen dieser internationalen Zusammenarbeit kommt es d'écrans insonorisants. Le nouveau projet des CFF se heurte à
^wieder zu Beratungen ausländischer Staaten. une vive opposition, en particulier dans les communes tou-
5. Im technischen Bereich lässt sich die Schweiz auf bilateraler chées, à savoir Liestal, Lausen, Hingen et Sissach. Ces loca-
Basis von ausländischen Experten in vergleichbarer Weise lités seraient littéralement coupées en deux par la ligne de che-
und zu vergleichbaren Bedingungen beraten. Auf anderen min de fer, ce qui leur causerait un préjudice considérable.
Gebieten profitiert die Schweiz dank der internationalen Zu- D'autre part, les écrans insonorisants n'offriraient pas une ga-
sammenarbeit auf multilateraler Ebene von den Kenntnissen rantie totale; la protection contre le bruit n'a pas fait l'objet de
und Erfahrungen anderer Staaten und internationaler Organi- tests jusqu'ici. Les communes concernées ont établi à leurs
sationen. frais des plans de rechange prévoyant une ligne en profon-
deur ou un tunnel de contournement au sud. De telles solu-
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- tions sont tout à fait viables si l'on se fonde sur des enquêtes
rates teilweise befriedigt. datant de 1983.
Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivan-
tes:
1. Le projet des CFF prêt à être déposé officiellement doit-il
être réalisé contre la volonté de la population?
2. Est-il admissible que, dans leur projet, les CFF tiennent si
peu compte de la situation et des besoins des agglomérations
impliquées?
3. Ne faudrait-il pas au contraire examiner des solutions de re-
change réalistes?
4. Le gouvernement est-il prêt à suspendre la procédure de
dépôt public des plans, afin qu'on puisse présenter un meil-
leur projet? .
Mitunterzeichner-Cosignataires: Auer, Feigenwinter, Hänggi,
Ott, Reimann Maximilian (5)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Bär Beratertätigkeit von Beamten bzw. Bundesämtern
Interpellation Bär Fonctionnaires fédéraux appelés à titre de consultants
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.309
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1989 - 08:00
Date
Data
Seite 1192-1193
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Pagina
Ref. No 20 017 551
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