Federal Council Decisions on Healthcare Costs and Radiation Dose Limits
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case involves two postulates presented to the Federal Council. The first, Postulat Allenspach, requested the collection of statistics on average healthcare costs broken down by age group to better understand and plan for future healthcare policy amidst demographic changes. The Council agreed to this. The second, Postulat Weder-Basel, called for a significant reduction in radiation dose limits for both the general population and radiation-exposed workers, citing new scientific findings suggesting previously underestimated cancer risks from low-dose radiation. The Council stated that these new findings would be incorporated into the revision of radiation protection regulations, but did not see the need to set new immediate dose limits before international evaluation.
Legislator-Regeste
KI-generiertFederal Council Decisions on Healthcare Costs and Radiation Dose Limits: Schmid, Stocker, Thür, Wiederkehr, Zbinden Paul (14) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Schriftliche Begründung - Développement par écrit Einzelerhebungen und allgemeine Erfahrungen lassen erken- Ueber die Gefährlichkeit radioaktiver Strahlung im Niedrigdonen, dass die Krankenpflegekosten mit zunehmendem Alter senbereich war bis jetzt wenig bekannt. Neue gesicherte Eransteigen. Es fehlen aber periodische, zusammenfassende kenntnisse (Bericht von D. Preston und D. Pierce, Tagung der Statistiken. Vermutlich besitzen die einzelnen Krankenkassen Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) in Como, Angaben über die Krankenpflegekosten, aufgeteilt nach Al- September 1987, Vortrag von S. Prêtre in Basel vom 7. Detersgruppen der Versicherten.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Postulat Weder-Bâle 1144 N 23 juin 1989
#ST# 89.307 3. Den Nationalrat über die neuen besorgniserregenden Erkenntnisse zu informieren.
4. Bei der Revision sachkritische und sachbefürwortende Mit- Postulat Allenspach glieder paritätisch beizuziehen. Statistik der Krankenpflegekosten 5. Die wissenschaftliche (z. B. epidemiologische) Untersunach Alter chung über die Wirkung niedriger Strahlendosen zu fördern.
6. Wissenschaftliche Untersuchungen über die synergistische Soins médicaux et pharmaceutiques. Wirkung von Strahlung und Umweltgiften anzustellen. Statistique des coûts selon l'âge Texte du postulat du 31 janvier 1989 Le Conseil fédéral est prié de prendre les mesures suivantes:
1. abaisser notablement - soit de 500 à 50 mrem/J pour l'en- Wortlaut des Postulates vom 31. Januar 1989 semble de la population - la dose maximale à laquelle un indi-
Der Bundesrat wird ersucht, in Zusammenarbeit mit den anervidu peut, selon la loi, être exposé pendant la durée de savie;
kannten Krankenkassen periodisch Angaben über die 2. adapter aux connaissances scientifiques les plus récentes
durchschnittlichen Krankenpflegekosten verschiedener Alles doses limites auxquelles peuvent être soumises les per-
tersklassen zu erheben. sonnes exposées aux radiations pour des raisons professionnelles (abaissement de 5 à 1,5 rem/J pour cette catégorie Texte du postulat du 31 janvier 1989 de travailleurs); Le Conseil fédéral est prié d'établir, en collaboration avec les
3. informer le Conseil national sur les inquiétantes observacaisses-maladie reconnues, des statistiques périodiques sur tions qui ont été récemment faites en la matière; le coût moyen des soins médicaux et pharmaceutiques par
4. faire appel paritairement aux partisans et aux adversaires classes d'âge.
des mesures lors de la révision;
5. encourager les études scientifiques (notamment épidémio- Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Aregger, Aubry, logiques) sur les effets des faibles doses; Basler, Bonny, Cavadini, Cincera, Daepp, Fäh, Fischer-Seen-
6. prendre l'initiative d'études scientifiques sur les synergies gen, Frey Claude, Frey Walter, Graf, Mari, Kohler, Loretan, entre radiations et toxiques environnementaux. Mühlemann, Müller-Meilen, Nabholz, Neuenschwander, Oester, Rychen, Scheidegger, Schule, Schwab, Seiler Hanspeter, Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Diener, Dünki, Euler, Spalti, Spoerry, Wanner, Weber-Schwyz, Wyss Paul, Zölch, Grendelmeier, Günter, Jaeger, Maeder, Meier-Glattfelden, Zwingli.Zwygart (34)
Schmid, Stocker, Thür, Wiederkehr, Zbinden Paul (14) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Schriftliche Begründung - Développement par écrit Einzelerhebungen und allgemeine Erfahrungen lassen erken- Ueber die Gefährlichkeit radioaktiver Strahlung im Niedrigdonen, dass die Krankenpflegekosten mit zunehmendem Alter senbereich war bis jetzt wenig bekannt. Neue gesicherte Eransteigen. Es fehlen aber periodische, zusammenfassende kenntnisse (Bericht von D. Preston und D. Pierce, Tagung der Statistiken. Vermutlich besitzen die einzelnen Krankenkassen Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) in Como, Angaben über die Krankenpflegekosten, aufgeteilt nach Al- September 1987, Vortrag von S. Prêtre in Basel vom 7. Detersgruppen der Versicherten.
zember 1988) lassen heute den Schluss zu, dass die Gefahren Derartige Statistiken sind unerlässlich, um die Entwicklung bis jetzt offensichtlich drastisch unterschätzt wurden. Nach der Krankheitskosten im Lichte der demographischen Verän- Auffassung unabhängiger Wissenschafter ist das Krebsrisiko derungen ermessen zu können. Ohne solche Unterlagen zufolge radioaktiver Bestrahlung dreibis fünfmal höher als kann keine langfristig tragfähigeKrankenversicherungspolitik bisher angenommen. Die bisherigen Toleranzwerte sollten bei für die Zukunft konzipiert werden.
Kindern um den Faktor 10 und bei Erwachsenen um den Faktor 3 sofort niedriger angesetzt werden. Ein allfälliges Abwar- Schriftliche Erklärung des Bundesrates ten kommender Empfehlungen der Internationalen Strahlenvom 24. Mai 1989 Schutzkommission (deren Interessenlage hinlänglich bekannt Déclaration écrite du Conseil fédéral du 24 mai 1989 ist) wäre aufgrund der neuen, auch den Bundesinstanzen be- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
kannten Erkenntnisse völlig verantwortungslos. Ueberwiesen - Transmis Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. Juni 1989 Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 juin 1989 #ST# 89.310 Das neue Strahlenschutzgesetz wird eine Revision der Strahlenschutzverordnung zur Folge haben. Die entsprechenden Postulat Weder-Basel Arbeiten sind parallel zur Beratung des Gesetzes in den eid- Revision der Strahlenschutzverordnung genössischen Räten bereits an die Hand genommen worden.
Es erscheint dem Bundesrat selbstverständlich, dass in die Postulat Weder-Bâle Strahlenschutzverordnung auch die neuen wissenschaftli- Protection contre les radiations. chen Erkenntnisse einfliessen werden.
Révision de l'ordonnance Das für den Strahlenschutz massgebende internationale Gremium, die ICRP, ist daran, diese neuen wissenschaftlichen Studien auszuwerten. Neue Grundsatzempfehlungen sind für 1990/1991 zu erwarten.
Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit, neue Dosisgrenz- Wortlaut des Postulates vom 31. Januar 1989 werte festzulegen, bevor die neuen wissenschaftlichen Er- Der Bundesrat wird aufgefordert: kenntnisse ausgewertet sind. Es ist nämlich nicht so, dass die
1. Die Werte für die Lebensdosis radioaktiver Strahlung (die Dosisgrenzwerte nach Belieben ausgeschöpft werden dürfen.
von Gesetzes wegen erlaubte Maximaldosis, der ein Indivi- Neben den Dosisgrenzwerten gelten im Strahlenschutz auch
duum während der Lebenszeit ausgesetzt werden darf) deutdie Kriterien der Rechtfertigung einer Strahlenexposition und
lich herabzusetzen (Bevölkerung von 500 auf 50 mrem/J). der Optimierung von Strahlenschutzmassnahmen. So muss
2. Die Dosislimiten für beruflich Strahlenexponierte den neuenach dem Alara-Prinzip («As Iow äs reasonably achievable»)
sten wissenschaftlichen Erkenntnissen anzupassen (beruflich die Strahlenexposition so weit wie vernünftigerweise möglich
Strahlenexponierte von 5 auf 1,5 Rem/J). begrenzt werden. Die Befolgung dieser Prinzipien wird in den Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Allenspach Statistik der Krankenpflegekosten nach Alter
Postulat Allenspach Soins médicaux et pharmaceutiques. Statistique des coûts selon l'âge
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1989 Année Anno
Band III Volume Volume
Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16 Séance Seduta
Geschäftsnummer 89.307 Numéro d'objet Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1989 - 08:00 Date Data
Seite 1144-1144 Page Pagina
Ref. No 20 017 491
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.