Parliamentary Initiative Deadlines Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns a parliamentary initiative proposing to establish mandatory deadlines for the various stages of processing parliamentary initiatives. The proponent argued that without such deadlines, initiatives are devalued and often expire due to legislative backlogs, undermining a key tool for parliamentarians, especially those in opposition. The court's reasoning, as reflected in the committee's considerations, acknowledges the validity of this concern, noting that the delays in pre-examination by committees were significantly longer than intended. While recognizing the risk of restricting parliamentary flexibility, the court ultimately agreed that setting deadlines is justified by the importance of the parliamentary initiative right and the fact that, with procedural reforms, the time required for pre-examination had become manageable. Therefore, the initiative was recommended for further consideration and development.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 21terdelaloi sur, Art. 21 quater; Parliamentary Initiative Deadlines Case: The proponent argued that without such deadlines, initiatives are devalued and often expire due to legislative backlogs, undermining a key tool for parliamentarians, especially those in opposition. The court's reasoning, as reflected in the committee's considerations, acknowledges the validity of this concern, noting that the delays in pre-examination by committees were significantly longer than intended. While recognizing the risk of restricting parliamentary flexibility, the court ultimately agreed that setting deadlines is justified by the importance of the parliamentary initiative right and the fact that, with procedural reforms, the time required for pre-examination had become manageable. Therefore, the initiative was recommended for further consideration and development.
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KI-generiertThe provision is cited in relation to 'Kategorie V' for processing parliamentary initiatives, which is mentioned in the context of the commission's considerations regarding the need for processing deadlines.
The provision is cited in relation to 'Catégorie V' for processing parliamentary initiatives, which is mentioned in the context of the commission's considerations regarding the need for processing deadlines.
Volltext
Initiative parlementaire (Ruf) 180 N 24 janvier 1991
Die Form: Soll der Vorstoss als Postulat oder Motion formuliert Ziff. 3,4-Ch. 3, 4
werden? Darübergehen die Meinungen auseinander. Man hat
von «Reformdruck» gesprochen. Herr Petitpierre hat gesagt, Abstimmung - Vote
die Motion solle zeigen, dass etwas geschehen soll. Das ist Für Ueberweisung der Motion 111 Stimmen
sehr richtig. Ich glaube denn auch, dass der Streitpunkt - ob Dagegen 30 Stimmen
Motion oder Postulat - weniger eine juristische als eine politi-
sche Frage ist: die Frage, ob der Rat nach der Auffassung der
Urheber des Postulates mit der Motion den «Reformdruck» -
wie Herr Hubacher gesagt hat- unterstreichen soll. Im Grunde
genommen ist das aber gar nicht nötig. 89.251
#ST#
Zu Herrn Kühne: Ich möchte bestreiten, dass die «Schublade»
eine Rolle spielen wird. Denn die Expertenkommission, die Parlamentarische Initiative
der Bundesrat einsetzen will, ist bereits ernannt. Sie tritt noch (Ruf)
diesen Monat zu ihrer zweiten Sitzung zusammen. Sie hat ein Parlamentarische Initiativen.
Programm, in dem das ganze Problem wieder aufgerollt wird. Behandlungsfristen
Von einer Schubladisierung kann also keine Rede sein.
Auch die von Herrn Schmid erwähnte «lange Bank» gibt es Initiative parlementaire
nicht, es sei denn die Bank, auf der bereits wieder ein bis zwei (Ruf)
Meter Akten liegen - Herr Reich hat in seinem eigenen Büro Initiatives parlementaires.
deren sieben Meter gemessen. Délais d'examen
In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Auftrag der
Kommission Eichenberger - wie man sie nennt - hinweisen. Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Er geht nämlich noch weiter, als das in den Motionen verlangt
wird: Es geht um die Ueberprüfung «des gesamten Regie-
rungs- und Gesetzgebungssystems in seiner gegenseitigen
Bezogenheit und unter Berücksichtigung der gesteigerten An-
forderungen an die Führungsstruktur unseres Landes im all- Wortlaut der Initiative vom 15. Dezember 1989
gemeinen und im Hinblick auf die neuen politischen, wirt- Das Geschäftsverkehrsgesetz vom 23. März 1962 ist in folgen-
schaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der dem Sinne zu ergänzen:
neunziger Jahre im besonderen». Für die Behandlung einer parlamentarischen Initiative - von
Die Kommission ist mit der Erarbeitung von Szenarien beauf- der Einreichung bis zur Verabschiedung des entsprechenden
tragt, die eine Beurteilung der Auswirkungen der verschiede- Gesetzes oder Bundesbeschlusses bzw. bis zur allfälligen
nen Varianten gestatten - das ist genau das, was Sie brauchen Volksabstimmung - sind eine verbindliche Gesamtfrist sowie
werden-, und sie unterbreitet Vorschlägefür weitere organisa- verbindliche Fristen für jeden Verfahrensschritt festzulegen.
torische und funktionale Verbesserungen im Rahmen des gel-
tenden Verwaltungsorganisationsgesetzes bzw. für eine Revi- Texte de l'initiative du 15 décembre 1989
sion dieses oder anderer Gesetze. Das sind Massnahmen auf La loi du 23 mars 1962 sur les rapports entre les conseils doit
der zweiten Ebene. être complétée de la manière suivante:
Sie hat also beides zu tun: grundlegende Strukturreformen Un délai contraignant doit être fixé pour l'examen de toute ini-
vorzubereiten, die Dokumentation dafür bereitzustellen und tiative parlementaire, depuis son dépôt jusqu'à l'adoption de
gleichzeitig auch Organisationsprobleme aufzugreifen. Mit la loi ou de l'arrêté fédéral ou jusqu'à la votation populaire;
anderen Worten: Der Auftrag an diese Kommission ist noch chaque étape de la procédure sera également soumise à un
weiter gefasst als die Motionen, die heute zur Diskussion ste- délai contraignant.
hen. Deshalb kommt es indirekt auf dasselbe heraus, ob Sie
diese Vorstösse als Motion oder als Postulat überweisen. Herr Eggly unterbreitet im Namen der Kommission den fol-
Ich sage aber nochmals: Der Postulatstext gestattet dem Bun- genden schriftlichen Bericht:
desrat, in die ganze Breite zu gehen, noch breiter als die Motio-
nen. Deshalb hält der Bundesrat am Antrag fest, die beiden Begründung des Initianten (gekürzt)
Vorstösse als Postulate zu überweisen. «Vor allem in den letzten fünf Jahren ist die Zahl der eingereich-
ten parlamentarischen Initiativen stark angestiegen. 1989
Motion 90.401 wurde ein Höchststand von 38 neu eingereichten Initiativen er-
reicht. Dieser Anstieg derZahl der parlamentarischen Initiativen
verläuft parallel mit der weitgehenden Entwertung des Instru-
Präsident: Der Bundeskanzler beantragt, die Motion von
mentes der Motion. Ein grosser Teil der Motionen kommt we-
Herrn Kühne als Postulat zu überweisen. Der Motionär hält an
gen der chronischen Ueberlastung des Parlamentsbetriebes
der Motionsform fest.
nicht rechtzeitig zur Behandlung und fällt nach zwei Jahren der
'Guillotine' der Abschreibung zum Opfer. Seit Beginn der lau-
Abstimmung - Vote fenden Legislaturperiode wurden 24,8 Prozent aller im Natio-
Für Ueberweisung der Motion 106 Stimmen nalrat erledigten Motionen auf diese Weise ohne Behandlung
Dagegen 28 Stimmen abgeschrieben. Zum Vergleich: in der Legislaturperiode
1963-1967 mussten nur 4,6 Prozent der im Nationalrat erledig-
Motion 90.435 ten Motionen nach zwei Jahren abgeschrieben werden.
Unser Kollege Martin Bundi hat 1983 in einer Debatte über das
Präsident: Bei der Motion der freisinnig-demokratischen parlamentarische Initiativrecht treffend den Zusammenhang
Fraktion beantragt der Bundesrat, die ersten zwei Ziffern als zwischen der Entwertung der Motion und der Zunahme von
erfüllt abzuschreiben und die Ziffern 3 und 4 als Postulat zu parlamentarischen Initiativen dargestellt: 'Die Flut parlamenta-
überweisen. Der Motionär beantragt hingegen, die ganze Mo- rischer Initiativen .... ist doch eigentlich die Folge jenes Zu-
tion als solche zu überweisen. standes, dass Parlamentarier eben milden übrigen parlamen-
tarischen Mitteln nicht weiterkommen. Es ist in der Tat ein un-
würdiger Zustand, dass unsere wichtigen, bewährten parla-
Ziff. 1,2- Ch. 1,2 mentarischen Mittel entwertet werden. Motionen und Postu-
late, die bestritten sind, einer Diskussion harren, stehen wäh-
Abstimmung - Vote rend längerer Zeit an, ihr Inhalt verliert an Aktualität und Durch-
Für Ueberweisung der Motion 121 Stimmen schlagskraft. Werden sie im Zeitraum von zwei Jahren nicht
Dagegen 5 Stimmen behandelt, schreibt man sie einfach ab.'
24. Januar 1991 181 Parlamentarische Initiative (Ruf)
Die parlamentarische Initiative ist gerade für Vertreter kleiner gemeinen Parlamentsreform, nicht aber im Zusammenhang
oppositioneller Parteien, insbesondere der Fraktionslosen, mit der vorliegenden Initiative.
von besonderem Gewicht, um wenigstens eine seriöse Prü- Das durch die Initiative von Nationalrat Ruf aufgegriffene Pro-
fung ihrer Anliegen zu ermöglichen. Anliegen, die im Rahmen blem liegt in erster Linie bei der Vorprüfung parlamentarischer
der Plenardebatten häufig nur ungenügend geprüft werden Initiativen im National rat. Diese Vorprüfung wurde bei der Revi-
und daher von vornherein chancenlos sind. sion des GVG vom 23. März 1984 eingeführt. Erklärte Absicht
Wir sind nun aber auf dem besten Wege, auch das in der Ver- war, zeitraubende gesetzgeberische Arbeiten von Kommissio-
fassung verankerte Initiativrecht des einzelnen Parlamenta- nen zu vermeiden, bevor der Rat entschieden hat, ob dem An-
riers zu unterlaufen, indem die Behandlung der parlamentari- liegen einer Initiative grundsätzlich Folge zu geben sei. Damit
schen Initiativen in vielen Fällen viel zu lange dauert. Am 1. Juli dieser Vorentscheid rasch gefasst werden kann, wurde der
1990 waren 30 behandlungsreife parlamentarische Initiativen vorprüfenden Kommission eine Frist von drei Sessionen ge-
durch den Nationalrat noch nicht vorgeprüft. Davon stammt setzt. Falls eine Kommission diese Frist voll ausnützt, sollte die
eine-zufälligerweise von mir-aus dem Jahre 1985, zwei von Vorprüfung im Rat also in der vierten auf die Einreichung der
1986, drei von 1987 und zwölf von 1988. Initiative folgenden Session, also innert eines Jahres, erfolgen
Um einer weiteren Beschneidung des wirksamsten Einfluss- können. Bei den 42 seit Beginn der laufenden Legislatur vor-
mittels des einzelnen Parlamentariers entgegenzutreten, geprüften Initiativen (ohne eine Kommissionsinitiative und drei
schlage ich die Festlegung verbindlicher Fristen vor. Konkret vor Einführung des Vorprüfungsverfahrens eingereichte Initia-
geht es um: tiven) dauerte die Vorprüfungsphase im Durchschnitt sieben
- Fristen für die Vorprüfung in Kommission und Rat; Sessionen (eindreiviertel Jahre). Dabei sind die Abweichun-
- Fristen für die Ausarbeitung einer Vorlage und deren Be- gen nach oben erheblich: je einmal erfolgte der Entscheid erst
handlung im Rat; nach 20,15 oder 12 Sessionen, zweimal nach 11 Sessionen,
- eine Frist für die Behandlung im Zweitrat (ich denke an eine sechsmal nach 9 Sessionen.
bis zwei Sessionen) ; Der durchschnittliche Zeitaufwand für die Vorprüfung einer
- eine Frist bis zu einer allfälligen Volksabstimmung. parlamentarischen Initiative im Rat betrug 56 Minuten bei den
Ich stelle mir eine Gesamtfrist von beispielsweise drei Jahren 23 Initiativen, die im Zeitraum seit Legislaturbeginn bis Som-
vor, unter Einbezug der Volksabstimmung. Ich gehe aus vom mersession 1990 behandelt wurden; jedoch nur noch 27 Mi-
konkreten Beispiel der Initiative für Stimmrechtalter 18 von nuten bei den 19 in der Herbstsession 1990 vorgeprüften In-
Jean Ziegler, die etwa soviel Zeit benötigte. itiativen. Diese grosse Reduktion des Zeitbedarfs ist Folge der
Ich lehne mich bei der Festlegung einer Gesamtfrist an das Einführung von Geschäftskategorien mit reduziertem Rede-
Modell an, das eine Nationalratskommission in einer Motion recht durch die Revision des Geschäftsreglementes vom
vom 6. April 1989 für die Behandlung von Volksinitiativen vor- 22. Juni 1990. Initiativen, denen weniger als fünf Kommissi-
geschlagen hat: eine Gesamtfrist von der Einreichung bis zur onsmitglieder Folge geben wollen, werden danach in Katego-
Volksabstimmung von 36 Monaten bei einer allgemeinen An- rie V behandelt, mit Rederecht nur für den Initianten und die
regung und von 48 Monaten bei einem ausgearbeiteten Ent- Kommissionsberichterstatter. Der Zeitbedarf beträgt in sol-
wurf. chen Fällen nur noch 5 bis 20 Minuten.
Ich glaube, dass Schritte im Sinne meiner Initiative vordring- Beurteilung des Regelungsbedarfes
lich sind, um noch rechtzeitig einem weiteren Verlust an Wirk- Es scheint der Kommission angezeigt, Fristen für die Vorprü-
samkeit der parlamentarischen Einflussmöglichkeiten zu be- fung von parlamentarischen Initiativen im Rat vorzusehen und
gegnen.» daher der Initiative von Nationalrat Ruf Folge zu geben. Wenn
parlamentarische Initiativen mehr als zwei Jahre auf den Vor-
Erwägungen der Kommission entscheid warten müssen, ob sie überhaupt ernsthaft weiter-
Parlamentarische Verfahrensfristen im geltenden Recht verfolgt werden sollen, so entspricht dies nicht der Absicht des
Das Verfahren für die Behandlung von parlamentarischen In- Gesetzgebers bei der Einführung des Vorprüfungsverfahrens.
itiativen kennt bisher zwei Fristen für die vorberatenden Kom- Bereits der Bericht der nationalrätlichen Kommission vom
missionen. In der Phase der Vorprüfung erstattet die Kommis- 17. August 1989 (86.246 Pa. Iv. Parlamentsreform) hat festge-
sion «dem Rat spätestens für die dritte auf die Zuweisung fol- stellt, dass es insbesondere auch für die Kommissionen «äus-
gende ordentliche Session Bericht und Antrag über die Folge, serst unbefriedigend» ist, wenn sie fristgerecht ihre Vorprü-
die der Initiative gegeben werden soll» (GVG Art. 21terAbs. 1). fungsberichte abliefern und in der Folge mehrere Sessionen
In der Phase der Ausarbeitung einer Vorlage hat die damit be- auf die Behandlung im Rat warten müssen. Im übrigen ver-
auftragte Kommission zwei Jahre Zeit, um dem Rat ihren Be- dient eine weitere, allgemeine Feststellung jenes Kommis-
richt und Antrag zu unterbreiten. Für die Behandlung im Rats- sionsberichts in diesem Zusammenhang erneut festgehalten
plenum sind keine Fristen vorgesehen. zu werden: «Das Initiativrecht ist ein wichtiges, von der Bun-
Fristen setzt das parlamentarische Verfahrensrecht im übrigen desverfassung in Artikel 93 gewährleistetes Recht des Parla-
nur für die Behandlung von Volksinitiativen (GVG Art. 26 bis mentariers.» (BB11989 II11478)
28) und von persönlichen Vorstössen (GRN Art. 40 und GRS Immerhin bleibt zu prüfen, ob die Einführung einer solchen
Art. 32), nicht jedoch für die Behandlung von Vorlagen des Frist nicht die Gefahr einer zu grossen Einengung des Spiel-
Bundesrates. raumes bei der Festlegung des Sessionsprogrammes, ja so-
Der Zeitbedarf für die Behandlung parlamentarischer Initiati- gar einer Blockierung des Ratsbetriebes mit sich bringt. Diese
ven Gefahr hat sich dank der Einführung von Kategorien für die Be-
Die Klagen über eine schleppende Behandlung von parla- handlung von Geschäften im Plenum des Nationalrates stark
mentarischen Initiativen betreffen bis anhin nur den National- verringert. Die Kategorie V erlaubt es, parlamentarische Initia-
rat; auf eine Analyse der Situation im Ständerat kann daher tiven im Rat in rund 15 Minuten vorprüfen zu lassen.
verzichtet werden. Ausgehend von durchschnittlich rund 30 Behandlungsminu-
Im übrigen kann festgestellt werden, dass sich das Verfahren ten (vgl. die Erfahrungen der Herbstsession 1990) und durch-
der Behandlung parlamentarischer Initiativen nach der Verab- schnittlich etwa acht pro Session eingereichten Initiativen, wo-
schiedung eines Beschlussentwurfes durch eine mit der Aus- von etwa drei vor der Behandlung im Rat zurückgezogen wer-
arbeitung einer Vorlage beauftragte Kommission nicht unter- den, kommt man auf einen Zeitbedarf von zweieinhalb Stun-
scheidet von der Behandlung einer Vorlage des Bundesrates. den pro Session für die Vorprüfung von parlamentarischen In-
Es liegen keine Anzeichen vor, dass Vorlagen parlamentari- itiativen. Die Bedeutung des parlamentarischen Initiativrechts
scher Kommissionen weniger speditiv behandelt würden als rechtfertigt diesen doch relativ bescheidenen Aufwand. Ge-
Vorlagen des Bundesrates. Der häufig zu grosse Zeitbedarffür rade weil die Vorprüfung parlamentarischer Initiativen dank
die Behandlung von Gesetz- und Beschlussentwürfen ist ein der neuen Kategorienregelung zu einem ausgesprochen
generelles Problem und nicht ein spezifisches Problem des «kleinen» Geschäft geworden ist, erscheint eine Behandlungs-
Verfahrens der parlamentarischen Initiative; eine Analyse die- frist nötig, damit bei der Festlegung des Sessionsprogramms
ser Problematik ist daher nötig und sinnvoll im Rahmen der all- diese «kleinen» Geschäfte nicht wie bisher als blosse «Füllsel»
Initiative parlementaire (Ruf) 182 N 24 janvier 1991
traktandiert werden, die bei Zeitmangel als erste «Opfer» von fonde sur l'exemple de l'initiative de M. Jean Ziegler concer-
der Traktandenliste gestrichen werden können. nant le droit de vote à 18 ans, qui a été traitée à peu près dans
Ob über die Vorprüfungsphase hinaus auch für die weiteren ce laps de temps.
Behandlungsschritte von parlamentarischen Initiativen Fristen Pour fixer un délai d'ensemble, je me suis inspiré du modèle
festgelegt werden sollen, ist-wie oben darglegt-kein spezifi- proposé par une commission du Conseil national dans une
sches Problem der parlamentarischen Initiative, sondern ein motion du 6 avril 1989 concernant le traitement d'initiatives po-
generelles Problem des Gesetzgebungsverfahrens. Im Rah- pulaires: il y était prévu qu'entre le dépôt d'une initiative popu-
men der Kommissionsarbeiten für eine Parlamentsreform laire et la votation, 36 mois devraient s'écouler si le projet est
(90.228 Pa. Iv. Petitpierre) werden die verschiedenen Möglich- conçu en termes généraux et 48 mois s'il est rédigé de toutes
keiten für eine Beschleunigung des Rechtsetzungsverfahrens pièces.
gegenwärtig geprüft. Je crois qu'il est urgent de prendre des mesures telles que
celles que je propose dans mon initiative afin d'empêcher, à
M. Eggly soumet au nom de la commission le rapport écrit sui- temps, que les possibilités des députés d'influer sur le cours
vant: des événements ne s'amenuisent encore.»
Nous vous soumettons, conformément à l'article 21terdelaloi
sur les rapports entre les conseils, le rapport de la commission Considérations de la commission
chargée de l'examen préalable de l'initiative déposée le Délais dans la procédure parlementaire selon le droit en vi-
15 décembre 1989 par laquelle M. Ruf demande que des dé- gueur
lais soient fixés pour chaque étape de la procédure lors de La procédure à suivre lors du traitement d'initiatives parlemen-
l'examen de toute initiative parlementaire (annexe 1). taires fixe deux délais à observer par les commissions char-
gées de traiter un objet. La commission chargée de donner un
Exposé des motifs de l'auteur de l'initiative (résumé) préavis «remet au conseil, au plus tard pour la troisième ses-
«Au cours des cinq dernières années notamment, le nombre sion ordinaire qui suit (le dépôt de l'initiative), un rapport ac-
des initiatives parlementaires a augmenté considérablement. compagné d'un préavis concernant la suite à donner à l'initia-
En 1989, on a atteint le chiffre record de 38 nouvelles initiati- tive» (loi sur les rapports entre les conseils, LREC, art. 21 ter,
ves. Cette augmentation va de pair avec la dévalorisation pro- 1er al.). La commission chargée d'élaborer un projet doit pré-
noncée de la motion. Un grand nombre de celles-ci ne peu- senter son rapport et ses propositions à la Chambre «dans
vent être traitées à temps en raison de la surcharge chronique l'espace de deux ans (art. 21 quater, 4e al., LREC). Aucun délai
du Parlement et sont classées après deux ans. Depuis le début n'est prévu pour le traitement au plénum.
de la législature en cours, 24,8 pour cent des motions liqui- Pour le reste, le droit régissant la procédure parlementaire ne
dées par le Conseil national l'ont été de cette façon sans avoir connaît de délais que pour le traitement d'initiatives populaires
été examinées. Relevons, à titre de comparaison, que, durant (art. 26 à 28, LREC) et d'interventions personnelles (art. 40, rè-
la législature de 1963 à 1967,4,6 pour cent seulement des mo- glement du Conseil national; art. 32, règlement du Conseil des
tions liquidées par le Conseil national l'avaient été ainsi. Notre Etats), mais non pour les projets du Conseil fédéral.
collègue, M. Martin Bundi, a bien mis en évidence le rapport Temps requis pour le traitement d'initiatives parlementaires
qui existe entre la dévalorisation de la motion et l'augmenta- Les plaintes concernant la lenteur mise à traiter les initiatives
tion du nombre des initiatives parlementaires lors d'un débat parlementaires ne concernent jusqu'à présent que le Conseil
qui s'est tenu en 1983 au sujet du droit d'initiative parlemen- national; on peut donc renoncer à analyser la situation au
taire; il avait dit: 'La pléthore d'initiatives parlementaires est Conseil des Etats.
due au fait que les moyens parlementaires mis à la disposition Pour le reste, on peut constater que la procédure à suivre
des députés ne suffisent plus. Il est hautement regrettable que après l'adoption d'un projet d'arrêté par la commission char-
des instruments parlementaires importants, et qui avaient gée de l'élaborer est la même, qu'il s'agisse d'une initiative
donné satisfaction, soient dévalorisés. Les motions et les pos- parlementaire ou d'une proposition du Conseil fédéral. Rien
tulats qui doivent être discutés parce qu'ils sont combattus ne permet de penser que les projets déposés par les commis-
restent longtemps pendants. Ils perdent leur actualité et leur sions parlementaires soient traitées de façon moins expéditive
caractère percutant. S'ils ne sont pas traités dans un délai de que les projets gouvernementaux. La longueur souvent exces-
deux ans, ils sont tout simplement classés.' sive des travaux portant sur les projets de lois ou d'arrêtés fé-
L'initiative parlementaire est très importante pour les représen- déraux constitue un problème général et ne touche pas seule-
tants de petits partis d'opposition et notamment pour les dé- ment la procédure à suivre pour les initiatives parlementaires;
putés de listes libres, car elle leur garantit un examen sérieux une analyse de cette question n'est donc nécessaire et justi-
de leurs demandes qui, dans un débat en séance plénière, ne fiée que dans le cadre d'une réforme générale du Parlement,
sont généralement traitées qu'insuffisamment et n'ont donc mais non en rapport avec la présente initiative.
aucune chance d'être satisfaites. Or, nous sommes en train de Le problème soulevé par l'initiative de M. Ruf touche principa-
saper le droit constitutionnel de chaque député de déposer lement la phase du préavis à donner sur une initiative parle-
des initiatives, du fait-que le traitement de beaucoup de ces mentaire au Conseil national. Ce préavis a été institué par la
dernières traîne souvent. Le 1er juin 1990, 30 de ces interven- modification du 23 mars 1984 de la loi sur les rapports entre
tions qui étaient prêtes à être traitées par le Conseil national, les conseils. Le but de cette innovation était d'éviter que les
n'avaient même pas encore fait l'objet d'un examen préalable. commissions parlementaires procèdent à des travaux législa-
Or, l'une d'entre elles- par hasard, il s'agit d'une des miennes tifs laborieux avant que le conseil ne se soit prononcé en prin-
- date de 1985, deux sont de 1986, 3 de 1987 et douze de cipe en faveur de l'initiative. Pour accélérer les travaux, un dé-
1988. lai de trois sessions a été imparti aux commissions qui sont
Afin de prévenir une dévalorisation du plus important moyen chargées de donner un préavis. Si une commission fait pleine-
d'action dont dispose le député, je propose une réglementa- ment usage de ce délai, le conseil devrait donc pouvoir procé-
tion contraignante. Il s'agit de fixer: der à un examen préliminaire d'une initiative au cours de la
- Des délais pour l'examen préalable au sein de la commis- quatrième session suivant son dépôt, soit au bout d'un an au
sion et dans la Chambre; plus tard. Depuis le début de la législature en cours, on a pro-
- Des délais pour l'élaboration d'un projet et pour le traitement cédé à l'examen préliminaire de 42 initiatives (si on fait ab-
de celui-ci dans la Chambre; straction d'une initiative de commission et de trois initiatives
- Un délai pour le traitement dans l'autre Chambre (une ou déposées avant l'institution du préavis); la préparation du
deux sessions); préavis a duré sept sessions en moyenne, soit un an et trois
- Un délai jusqu'au déroulement d'une éventuelle votation po- quarts. En l'occurrence, les maximums enregistrés dépassent
pulaire. largement ce chiffre: la décision a été prise dans un cas après
Il me semble qu'on pourrait prévoir par exemple un délai de 20, dans un autre après 15 et dans un troisième après 12 ses-
trois ans au total jusqu'à la votation populaire incluse. Je me sions, deux fois après 11 sessions et six fois après 9 sessions.
24. Januar 1991 N 183 Parlamentarische Initiative. Elektronische Abstimmung
Le temps mis en moyenne pour procéder à l'examen préala- Proposition de la commission
ble d'une initiative parlementaire au conseil a été de La commission suggère de donner suite à la présente initiative
56 minutes pour les 23 initiatives qui ont été déposées du dé- et de la confier à la commission chargée de s'occuper de la ré-
but de la législature à la session de l'été 1990; il est tombé à forme du Parlement (90.228 initiative parlementaire Petit-
27 minutes pour les 19 initiatives qui ont fait l'objet d'un tel exa- pierre) pour qu'elle l'étudié plus en détail et élabore un projet y
men lors de la session de l'automne 1990. Cette réduction relatif.
considérable du temps nécessité est due à la répartition des
objets à traiter en différentes catégories à la suite de la revision Präsident: Die Kommission beantragt Ihnen, der parlamenta-
du règlement de 22 juin 1990, le temps de parole ayant été ré- rischen Initiative Folge zu geben und sie der Kommission Par-
duit pour certaines de ces catégories. Les initiatives qui sont lamentsreform zuzuweisen.
soutenues par moins que cinq membres de la commission
sont désormais classées dans la catégorie V; seuls leur auteur Zustimmung -Adhésion
et les porte-parole de commission peuvent s'exprimer dans
ces cas. Le temps requis comporte alors 5 à 20 minutes.
Nécessité d'une réglementation
La commission est d'avis qu'il serait opportun de fixer des
délais pour l'examen préalable d'initiatives parlementaires #ST# 90.087
par le conseil; il faut donc donner suite à l'initiative de M. Ruf.
Il n'était pas dans l'intention du législateur qui a institué la Reorganisation der Parlamentsdienste.
procédure d'examen préliminaire, que des initiatives parle- Bericht der Verwaltungskommission
mentaires attendent plus de deux ans qu'une décision préa- Réorganisation des services du Parlement.
lable soit prise sur l'opportunité de poursuivre sérieusement
les travaux à leur sujet. On avait déjà relevé dans le rapport
Rapport de la commission administrative
présenté le 17 août 1989 par la commission du Conseil natio- Beschluss des Ständerates vom 23. Januar 1991
nal (86.246 Initiative parlementaire. Réforme du Parlement), Décision du Conseil des Etats du 23 Janvier 1991
qu'il est «particulièrement regrettable» pour une commission Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
qui a donné son préavis dans le délai imparti, d'attendre pen-
dant plusieurs sessions que l'objet soit traité par le conseil. Il
convient également de rappeler ici cette autre constatation
générale faite dans le rapport de commission précité où il est
dit (nous citons): «En effet, le droit d'initiative est un droit im- Herr Widmer unterbreitet im Namen der Verwaltungskommis-
portant des députés, garanti par l'article 93 de la constitu- sion einen schriftlichen Bericht
tion» (FF 1989 II11411). (Wortlaut siehe Amtliches Bulletin des Ständerates, Januarses-
Il faut cependant encore étudier si l'imposition d'un tel délai sion 1991, Seite 23)
ne risque pas de restreindre exagérément la marge de ma-
noeuvre dont on doit disposer pour établir le programme M. Widmer présente au nom de la Commission administrative
d'une session, voire de bloquer le fonctionnement de la un rapport écrit
Chambre. Ce danger s'est considérablement réduit à la suite (Texte voir Bulletin officiel du Conseil des Etats, session de jan-
de la répartition en différentes catégories des objets à traiter vier 1991, page 27)
par le Conseil national siégeant en séance plénière. Il est pos-
sible de procéder en 15 minutes environ à l'examen prélimi- Antrag der Kommission
naire par le conseil des initiatives parlementaires de la Kenntnisnahme vom Bericht
catégorie V. Etant donné que le temps nécessaire pour le trai- Proposition de la commission
tement des initiatives est de 30 minutes en moyenne (comme Prendre acte du rapport
on a pu le constater lors de la session d'automne 1990) et que
le nombre d'initiatives parlementaires déposées au cours Angenommen -Adopté
d'une session est de 8 en moyenne - dont 3 environ sont reti-
rées avant leur examen par le conseil - il faut calculer environ
2 heures et demie par session pour l'examen préalable de tel-
les initiatives. Compte tenu de l'importance de ce genre
d'interventions, il se justifie de leur accorder ce temps relative- #ST# 90.254
ment court. Du fait même que l'examen préalable des initiati-
ves parlementaires est devenu une affaire demandant peu de Parlamentarische Initiative
temps grâce à la création de catégories des objets à traiter, il (Büro des Nationalrates)
apparaît nécessaire de fixer un délai pour mener ce travail à Elektronische Abstimmung im Nationalrat
bien, avin d'éviter que lors de la mise au point du programme
d'une session ces objets dits «petits» ne continuent à servir de Initiative parlementaire
«bouche-trous» de l'ordre du jour et ne soient les premiers à (Bureau du Conseil national)
être biffés lorsqu'on est pressé. Vote électronique au Conseil national
La fixation de délais non seulement pour les préavis, mais
aussi pour les phases suivantes du traitement d'initiatives par- Kategorie V, Art. 68 GRN -Catégorie V, art. 68 RCN
lementaires ne se pose pas seulement pour ce genre d'affai-
res mais constitue, comme nous l'avons montré précédem-
ment, un des problèmes généraux que pose la procédure
législative. On étudie actuellement toutes les possibilités qui
s'offrent d'accélérer cette procédure dans le cadre des travaux Herr Ruffy unterbreitet im Namen des Büros den folgenden
de commission concernant une réforme du Parlement (90.228 schriftlichen Bericht:
initiative parlementaire Petitpierre).
Erläuterungen des Büros
1. Der Auftrag
Antrag der Kommission 1.1. Parlamentarische Vorgeschichte
Die Kommission regt an, dass die vorliegende Initiative, nach- Am 20. April 1978 verlangte die SP-Fraktion in einem Postulat,
dem ihr der Rat Folge gegeben hat, zur näheren Prüfung und die Möglichkeit der Einführung eines elektronischen Abstim-
Ausarbeitung einer Vorlage der Parlamentsreform-Kommis- mungsverfahrens im Nationalrat zu prüfen. Das Postulat
sion (90.228 Pa. Iv. Petitpierre) zugeteilt wird. wurde am 7. März 1979 angenommen. In der Folge erarbeitete
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (Ruf) Parlamentarische Initiativen. Behandlungsfristen
Initiative parlementaire (Ruf) Initiatives parlementaires. Délais d'examen
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1991
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Januarsession
Session Session de janvier
Sessione Sessione di gennaio
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 89.251
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.01.1991 - 08:00
Date
Data
Seite 180-183
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Ref. No 20 019 605
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